Pizza Salsiccia Reloaded
– Pizzaklassiker mit Salsiccia. Mit Chips und Rübengemüse neu interpretiert.
Pizza Salsiccia – Pizzaklassiker mit Salsiccia. Mit Chips und Rübengemüse neu interpretiert.
In Neapel würzt man die Salsiccia traditionell mit Fenchelsamen und Knoblauch und verkauft sie als rohe, ewig lange Bratwurst. Man kann die Salsiccia natürlich einfach grillen oder als Basis für eine Pasta-Sauce, wie z. B.: Polpette di calabria » nehmen. Bei uns dagegen kommt die Salsiccia auch auf die Mafiatorte – mit Chips und Rübengemüse einfach großartig.
Wie immer führt Dich unsere bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitung sicher ans Ziel.
Zu »Pizza Salsiccia Reloaded« servieren wir einen mittelkräftigen Rotwein mit ausgeprägter Frucht und mildem Tannin. Einfach mal auf unser »Weintipp-Icon« tippen und mehr erfahren. Wir wünschen wie stets einen guten Appetit und: Wohl bekomm's!
Rezept:
Pizza Salsiccia Reloaded
Zutaten für 4 Personen
Was ist eine Pizza cornicione?
Traditionelle Vesuv-Form
Auch wenn viele Deutsche eine flache knusprige Pizza bevorzugen, so ist die Pizza, wie man sie in Napoli kennt und herstellt mit dem »cornicione«, (dem dicken Kranz bzw. Teigrand), eine authentische und einzigartige Köstlichkeit.
Voluminös ist bei einer solchen Pizza cornicione übrigens nur der Rand, in der Mitte ist sie superdünn und genau so knusprig wie eine flache Pizza.
Einen guten Appetit sollte man aufgrund der größeren Teigmenge aber auf jeden Fall mitbringen. 😊
Für den Einkaufszettel:
Der perfekte neapolitanische »Vesuv-Pizzateig« alla Tortora Brothers, mit luftigem, weichem und doch knusprigem Rand (im Italienischen als »cornicione« bekannt)
- 625 g Caputo Pizzeria (das rote)
- 125 g Caputo Zero (das blaue)
- 425 ml Wasser
- 23 g Salz
- 63 g Eiswürfel
- 3 g Hefe, frisch
- 8 ml Olivenöl
Portionierung für den Belag (jeweils für 1 Pizza):
- 160 g Fior di Latte
- 140 g Salsiccia vom Albweideschwein [Clean Eating: Wir empfehlen Salsiccia ohne künstliche Zusätze (E249–252)]
- 2 EL Olivenöl
- 1 kleine Kartoffel
- 150 g Rübengrün (von der Karotte oder vom Stängelkohl)
Hinweis: Rübengrün (ital. Cima di Rapa) ist eine typische italienische Zutat, die aus Stängelkohl, dem italienischen Brokkoli, gewonnen wird. Wenn ihr das nicht bekommt, könnt ihr euch auch mit Rübengrün von der Karotte (in einigen Regionen werden Möhren alias Karotten auch als »Gelbe Rüben« bezeichnet) helfen oder mit dünn geschnittenem Fenchel.
- 1 Knoblauchzehe
- etwas Salz und
- Pfeffer aus der Mühle
Das benötigt man zusätzlich:
- 4 Lagen Backpapier + Holzschieber oder alternativ
1 x *beschichteter, nicht haftender Pizzaschieber » - etwas Semola für die Arbeitsfläche und für das Backpapier
- Pizzastein- / Brotbackstein (Von uns »heiß« empfohlen!)
Die wichtigsten Zutaten für gute Pizza
Für eine richtige Pizza braucht man natürlich die richtigen Zutaten. Und da Mehl nicht gleich Mehl und Käse nicht gleich Käse ist, haben wir die wichtigsten Infos rund um die Hauptzutaten für Deine Pizzen in einem Beitrag zusammengestellt.
Die besten Mehle u. Käse für Deine PizzaNoch mehr tolle Rezepte der Tortora Brothers
gibt's im Buch …
Pimp Your Oven –
Wie man Pizza daheim perfekt hinbekommt
Zubereitung:
So gelingt Dir der perfekte Pizzateig
1.1) 100 ml Wasser beiseitestellen und mit dem Salz vermengen. 325 ml Wasser sowie die Eiswürfel in die Rührschüssel einer großen Küchenmaschine geben.
Hinweis: Wir verwenden Eiswürfel, damit die Hefe im Wasser nicht sofort aktiviert wird.
1.2) Hefe zerpflücken und hinzugeben. Mit der Hand oder mit einem Schneebesen nachhelfen, bis sich die Hefe im Wasser auflöst. Dann die Küchenmaschine auf unterster Stufe 3 Minuten laufen lassen, damit der Kessel gut runterkühlt.
1.3) Beide Mehlsorten dazugeben und auf unterster Stufe 5 bis 10 Minuten rühren lassen. Schrittweise das Salzwasser beigeben und weitere 5 Minuten rühren lassen. Das Salzwasser nicht früher dazugeben, da es sonst die Aktivität der Hefe beeinträchtigt.
2.1) Mit dem Thermometer die Teigtemperatur messen. Diese darf 23 Grad nicht überschreiten, da sonst die Hefe nicht mehr optimal arbeitet. Der Teig ist fertig gerührt, sobald keine Teigreste mehr am Schüsselrand kleben.
2.2) Die Arbeitsfläche mit Semola bestreuen. Einen Schuss Olivenöl über den Pizzateig geben, mit dem restlichen Öl die Hände einreiben. Den Teig aus der Schüssel heben und auf die Arbeitsfläche setzen.
3) Mithilfe eines Teigspachtels Kugeln von etwa 300 g formen. Diese mit Abstand in eine Auflaufform legen und mit Frischhaltefolie luftdicht abdecken. Den Teig 2 Stunden in einem Raum bei maximal 20 Grad gehen lassen.
4) Jetzt kommt der Teig für mindestens 6 bis 8, aber maximal 21 Stunden in den Kühlschrank. Den Teig eine Stunde vor seiner Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank holen, damit er schön auf Touren kommt.
5) Die Arbeitsfläche mit Semola bestreuen. Mit den Daumen eine Vertiefung in die Mitte der Kugel drücken. Die Vertiefung in der Teigmitte behutsam ausweiten. Den Teig wenden. Diesen Vorgang mehrfach wiederholen, bis die Pizza ihre Form hat. Achte darauf, den Rand dicker auszuformen als die Mitte, damit er beim Backen schön aufgehen kann.
Gernekochen-Tipp:
Zur Herstellung unserer Interpretation eines neapolitanischen Teiges haben wir auch ein anschauliches Video produziert:
Für den Belag:
1) Salsicce aus dem Därmen befreien und in kleine Stücke zupfen. Den Knoblauch schälen und hacken. Die Wurststücke mit dem Rübengrün (Cima di Rapa ist am besten, aber mit frischem Karottengrün geht’s auch) und dem Knoblauch in einer Pfanne anbraten und bereitstellen.
2) Die Kartoffel in feine Chips hobeln, kurz in Eiswasser legen, dann in 175 Grad heißem Öl frittieren und auf einem Küchenpapier entfetten.
3) Fior di Latte auf den Pizzen verteilen. Rand mit Olivenöl bestreichen.
4) Backofen auf höchste Stufe Ober-/Unterhitze 45 Min. vorheizen, sodass der Pizzastein ordentlich Temperatur bekommt. Backpapier mit dem Daumen auf dem Schieber fixieren und die Pizza ohne Papier auf den Stein rutschen lassen. Pizzen im vorgeheizten Ofen goldbraun backen. Bei 200 Grad braucht es dafür – je nach Ofen – etwa 8–12 Minuten, bei 250–280 Grad 5 bis 8 Minuten. Und in einem Pizzaofen für Zuhause, mit 400–450 Grad Hitze, etwa 90–120 Sekunden.
4) Pizzen nach dem Backen mit den Datteltomaten, den Oliven, Kapern und Alici belegen und mit Oregano würzen. Nach Belieben noch ein paar Spritzer Olivenöl daraufgeben und sofort servieren.
5) Die heißen Pizzen nach dem Backen mit der Salsiccia-Knoblauch-Rübengrün-Mischung und den Kartoffel-Chips belegen.
Nährwert- & Gesundheitsanalyse
von Dipl. Ernährungswissenschaftler Michael Pagelsdorf
Mehl bzw. Getreide
– Energielieferant mit Köpfchen
Entgegen häufiger Aussagen besitzt Getreide keine großen Mengen an pflanzlichem Eiweiß. Dafür punktet es mit einem hohen Anteil an Kohlenhydraten und deckt – bezogen auf 100 g – fast ein Drittel des täglichen Ballaststoffbedarfs bei gleichzeitig sehr geringem Fettgehalt.
Darüber hinaus liefert Getreide wertvolle Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen und Zink – wichtige Komponenten für Muskel- und Nervenfunktionen – und beinhaltet Vitamine der B-Gruppe, die unseren Stoffwechsel unterstützen.
Für Menschen, die auf Fleisch verzichten möchten, also Vegetarier und Veganer (bei veganer Ernährung: Pasta secca ohne Ei!), liegt Getreide damit voll im Trend und ist ein fester Bestandteil des modernen Speiseplans geworden.
Für Personen mit Glutenunverträglichkeit ist Getreide jedoch ungeeignet. Auch Diabetiker oder Low-Carb-Anhänger halten sich wegen des hohen Kohlenhydratanteils besser zurück.
Kulinarische Verwendung:
Getreide bildet die Basis unzähliger Speisen und ist einer der wichtigsten Grundbausteine unserer Ernährung. In Form von Mehl dient es als Hauptzutat für Brot, Brötchen, Kuchen, Pasta, Pizzateig und Backwaren aller Art.
Als ganzes Korn, gequollen oder gekocht, wird es in Salaten, Aufläufen, Suppen oder vegetarischen Bratlingen verwendet. Gemahlen, geröstet oder als Flocken und Brei (z. B. Hafer, Dinkel, Hirse oder Bulgur) eignet es sich für eine vollwertige Frühstücks- oder Beilagenküche.
In der modernen Ernährung gewinnen alternative Mehlsorten – etwa aus Hafer, Hirse, Reis, Buchweizen oder Mandeln – zunehmend an Bedeutung, da sie glutenfrei und oft mineralstoffreicher sind. Dadurch lässt sich klassische Backkunst mit individuellen Ernährungsformen verbinden.
Salsiccia
– saftiger Genuss mit kernigem Bissgefühl
Salsiccia ist eine italienische Rohwurst, deren Charakter stark von der jeweiligen Region, der Fleischstruktur und der Gewürzführung geprägt wird. Typisch ist eine grobgekutterte Füllung aus Schweinefleisch mit hohem Saftigkeitsanteil, die durch Salz, Pfeffer, gelegentlich Fenchelsamen, Knoblauch oder Wein aromatisch verankert wird und dadurch ihren warmen, leicht herben Duft erhält.
Im Gegensatz zu industriell feingekutterten Bratwürsten bewahrt Salsiccia eine deutlich sichtbare Körnung, was ihr beim Erhitzen ein kerniges Bissgefühl und ein intensiveres Aroma verleiht, da die größeren Fleischstücke langsamer ausbraten und ihren Geschmack differenzierter freisetzen. Je nach Herkunft kann sie eher mild, kräuterbetont oder pikant ausfallen, doch gemein ist allen Varianten die saftige Fett-Protein-Struktur, die beim Zubereiten ein vollmundiges, würziges Profil ausprägt und eine klare terroirtypische Handschrift trägt.
Salsiccia ist nährwertlich eine energiereiche Rohwurst, deren charakteristische Komposition aus Fett und hochwertigem tierischem Eiweiß ihren Geschmacksträger-Charakter ausmacht. Mit einem Fettanteil von meist über dreißig Prozent liefert sie reichlich Energie und enthält zugleich aromenprägende Fettsäuren, die bei der Zubereitung Röstnoten und Tiefe entstehen lassen.
Der Eiweißanteil liefert ein vollständiges Aminosäurenprofil, was die Salsiccia für eine proteinorientierte Ernährung grundsätzlich wertvoll macht. Mineralstoffseitig stechen insbesondere Eisen, Zink und Phosphor hervor, die für Blutbildung, Immunfunktion und Energiestoffwechsel wichtig sind. Dadurch fügt sich Salsiccia in Maßen gut in eine vollwertige Ernährung ein, während ihr Salzanteil, je nach Rezeptur und ggf. Einsatz von Nitritpökelsalz, ein Bereich ist, bei dem maßvoller Konsum sinnvoll ist. Traditionelle Varianten mit reinem Kochsalz weisen in der Regel einen natürlicheren Reifungscharakter auf, während Nitritpökelsalz vor allem Farbstabilität und Haltbarkeit fördert, ohne damit unbedingt qualitative Vorteile zu verbinden.
Mit und ohne Nitritpökelsalz
Bei Salsiccia ist die Verwendung von Nitritpökelsalz kein verbindlicher Standard, sondern eine regionale und produktionstechniche Entscheidung, die sich stark am gewünschten Aroma, an der Haltbarkeit und an der Farbstabilität orientiert. Viele handwerklich produzierte oder eher traditionell ausgelegte Salsiccia-Varianten setzen bewusst auf reines Kochsalz, um den frischen, leicht metallisch-milchigen Fleischcharakter zu bewahren und die natürliche Farbveränderung der Rohwurst zuzulassen.
Kulinarische Verwendung:
Kulinarisch zeigt Salsiccia ihre größte Stärke in Gerichten, bei denen sie als tragende Aromenbasis dient, denn durch das direkte Anrösten lösen sich Gewürze, Eiweiße und Fette in einer Weise, die Saucen, Ragouts oder Pizzabeläge sichtbar verdichtet. Besonders spannend wird sie, wenn das Brät aus der Pelle gelöst, grob zerteilt und bei hoher Hitze angeröstet wird, da dieser Schritt kräftige Röstnoten erzeugt, die Tomatensaucen Tiefe geben, Pasta-Gerichte abrunden oder eine Pizza mit würzigem, leicht karamellisiertem Charakter veredeln.
Zwiebeln und Knoblauch
– natürliches Powerduo für Gesundheit und Geschmack
Beide sind ein natürliches Antibiotikum und bekämpfen wirksam schädliche Pilze und krankheitserregende Mikroorganismen. Die Zwiebel ist eng mit dem Knoblauch verwandt und besitzt gegenüber diesem eine mildere Wirkung. Die Kombination der beiden bringt ein starkes Duo hervor.
Beide enthalten wertvolle Antioxidantien, die als Fänger »freier Radikaler« unseren Organismus dabei helfen, gesund zu bleiben.
Die zur Gattung der Liliengewächse gehörenden Pflanzen verfügen zudem über einen hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt, von dem wir ebenfalls gesundheitlich profitieren.
Enthalten sind die Vitamine B1, B2 und B6 sowie die Vitamine C und E. Außer den Mineralstoffen Salz, Eisen, Zink und Magnesium sind noch eine ganze Reihe weiterer Mineralstoffe in Zwiebeln und Knoblauch enthalten, sodass man beide Pflanzen durchaus als hochwertige Mineralstoff-Lieferanten bezeichnen kann.
Olivenöl in Premium-Qualität
– das Herz der Mittelmeerküche
Nicht nur ich, sondern unser ganzes Team », begeistert sich für gutes, also hochwertig erzeugtes Olivenöl. Ja, mehr noch, man kann uns als echte »Olivenöl-Fans« bezeichnen.
Das liegt in erster Linie am hervorragenden Geschmack von gutem Olivenöl, aber auch an einem zweiten, ebenso wichtigen Aspekt, denn bei näherer Betrachtung besitzt Olivenöl ein geballtes Bündel an positiven Eigenschaften, die unserem Körper helfen, gesund zu bleiben.
So verfügt Olivenöl neben vielen Vitaminen und Mineralstoffen über zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe. Die positiven Wirkungen dieser Stoffe auf unseren Organismus beginnt die Wissenschaft erst langsam zu verstehen.
Einige von Ihnen werden erst durch die Verstoffwechselung im Darm durch unsere Darmbakterien richtig aktiv und begünstigen so zahlreiche positive biologische Wirkungen. Z. B. sind sie antibakteriell, antioxidativ (ähnlich den Vitaminen) und dabei in einem so hohen Maß entzündungshemmend, dass sie dabei teilweise sogar den Vitaminen weit überlegen sind.
Ist das nicht wunderbar? Gesundes kann so lecker sein. Aber ich betone ausdrücklich: Alle positiven Wirkungen bekommt man nur bei Olivenöl bester Qualität. Und die bekommt man eben nicht für 4,50 Euro beim Discounter. Darüber sollte man sich im Klaren sein.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oekotrophologe)
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