Spinat-Ricot­ta-Gnoc­chi sel­ber ma­chen

Workshop: Spinat-Ricotta-Gnocchi selber machen Workshop: Spinat-Ricotta-Gnocchi selber machen

Spinat-Ricotta-Gnocchi selber machen – »Gnocchi di ricotta e spinaci«

Unser Spinat-Ricotta-Gnoc­chi-Re­zept aus der me­di­ter­ra­nen ita­li­eni­schen Kü­che zeigt, wie man herz­haf­te »Spi­nat-Ri­cot­ta-Gnoc­chis« sel­ber ma­chen kann. Über ei­ne ge­glie­der­te Bild­an­lei­tung führt un­ser Work­shop si­cher durch die ein­zel­nen Ar­beits­schrit­te und er­mög­licht so al­len koch­freu­di­gen Fein­schme­ckern den Ge­nuss von selbst­­ge­­mach­­ten Gnoc­chi; ide­al für Sonn- und Fei­er­ta­ge. Für die Zu­be­rei­tung un­se­rer Gnoc­chi ha­ben wir ne­ben wei­­te­­ren Zu­ta­ten ei­nen Nu­del­teig aus Mehl, Ri­cot­ta, Ei­gelb und Spi­nat zu­be­rei­tet. Das ist nicht schwer und ge­­lingt mit un­­se­­rer An­le­itung ga­­ran­­tiert!

Gernekochen-Weintipp

Zu »Spinat-Ri­cotta-Gnoc­chi«, em­pfeh­len wir ei­nen cha­rak­ter­vol­len Weiß­bur­gun­der vom Kai­ser­stuhl aus Ba­den. Ein­­­­fach mal auf un­­­­se­­r »Wein­­­tipp-Ic­on« tip­­pen und mehr er­fah­ren. Wir wün­schen wie stets ei­nen Gu­ten Ap­pe­tit und wohl be­komm's!

Spinat-Ricotta-Gnocchi Rezept (Workshop)

Zutaten für 4 Personen

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Für den Einkaufszettel:

  • 450 g frischer Spinat oder 285 g aufgetaute TK-Ware
  • 150 g Frischkäse, z. B. Ricotta oder Manouri »
  • 1 EL weiße Zwiebel, sehr fein gehackt
  • 75 g Mehl
  • 2 Eigelb
  • 2 El gehackter Prosciutto (wir em­pfehlen Par­ma­schin­ken DOP)
  • 115 g Parmigiano, frisch gerieben
  • 25 g frische Butter
  • 1 Msp. Muskatnussabrieb
  • Salz und
  • feiner Pfeffer a. d. Mühle

Das benötigt man zusätzlich:

  • etwas Mehl für Hände und Arbeitsfläche
  • 1–2 große oder 4 kleine Auflaufformen
  • etwas Butter zum Ausreiben der Formen

Zubereitung:

1) Stiele und wel­ke Blät­ter entfer­nen. Spi­nat  in mehr­fach ge­wechs­el­tem Was­ser wa­schen und gut ab­trop­fen las­sen. Zwie­bel schä­len und fein ha­cken (ca. 1 EL). Par­me­san fein rei­ben, Pros­ciut­to klein ha­cken. Rest­li­che Zu­ta­ten be­reit­stel­len.

2) Nassen Spinat in einen ausreichend gro­ßen Topf ge­ben, 1 EL Salz hin­zu­fü­gen und De­ckel auf­le­gen. Koch­stel­le auf mitt­le­re Hitze schal­ten und Spi­nat­blät­ter – je nach­dem, wie jung und frisch sie sind – ca. 4–5 Mi­nu­ten ga­ren. Da­bei ver­ringert sich das Vo­lu­men er­heb­lich.

3) Spinat abtrop­fen und er­kal­ten las­sen. So­bald er kalt ge­nug zum An­fas­sen ist, den Spi­nat vor­sich­tig aus­drü­cken und grob klein ha­cken. Dafür eignet sich am Besten ein großes Messer. Wenn Sie tief­ge­kühl­ten Spi­nat ver­wen­den, die­sen ca. 5 Min. mit Salz in ei­ner Pfan­ne mit De­ckel ko­chen. Da­nach so ver­fah­ren, wie mit fri­schem Spi­nat.

4) Butter und Zwiebelhack in eine be­schich­te­te Pfanne geben und diese auf mittlere Hit­ze schal­ten. Zwie­bel un­ter Rüh­ren an­schwit­zen, aber nicht bräu­nen. Ge­hackten Pros­ciut­to hin­zu­ge­ben und un­ter Rüh­ren ein paar Se­kun­den mit­schwit­zen las­sen. Vor­ge­koch­ten, ge­hack­ten Spi­nat hin­zu­fü­gen und un­ter häu­figem Rüh­ren ca. 4–5 Mi­nu­ten fer­tig­ga­ren.

5.1) Sobald der Pfanneninhalt abgekühlt ist, diesen in eine Schüssel geben. Ricotta und alle restlichen Zu­ta­ten hin­zu­fü­gen ...

5.2) ... und mit einem Holzlöffel zu einer cemigen, ge­schmei­di­gen Masse mit ausreichend fester Kon­sis­tenz ver­rüh­ren.

5.3) Hände leicht bemehlen. Aus der Masse ca. 3–4 cm lange und 1,5 cm dicke Gnocchis formen und auf zwei oder drei eingefetteten Tellern bereitstellen.

6) Wasser in einem großen Topf erhitzen und danach 1 EL Salz zugeben. Gnocchis portionsweise in das Koch­was­ser geben, sodass sie genügend Platz zum Schwimmen haben. Sobald sie an die Oberfläche kom­men, sind sie fertig gegart und können mit einer Siebkelle herausgefischt werden.

7.1) Auflaufformen großzügig mit Butter einfetten.

7.2) Butter zum Übergießen der Gnocchis in einer Kas­serole auf mittlerer Temperatur schmelzen las­sen. Spinat-Ri­cot­ta-Gnocchi in die gefetteten Auf­lauf­formen legen und mit der zerlassenen Butter übergießen.

Arbeitsschritt 7.3 – No Print

7.3) Die Gnocchi abschließend noch groß­zü­gig mit ge­rie­be­nem Par­me­san be­streuen ...

8) ... und im vorgeheizten Back­ofen so­lan­ge über­ba­cken, bis der Par­me­san ge­schmol­zen ist.

Nährwert- & Ge­sund­heits­ana­ly­se

von Dipl. Ernährungs­wissen­schaftler Michael Pagelsdorf

Spinat

– schmackhaft und sättigend, mit er­näh­rungs­phy­sio­lo­gi­scher Ein­schrän­kung

Spinat

Das auch als Ge­mü­se- oder Gar­ten­spi­nat be­kann­te Ge­mü­se ge­hört zu den Fuchs­schwanz­ge­wäch­sen und ist im Han­del über das gan­ze Jahr tief­ge­fro­ren oder im Spät­herbst und Win­ter auch frisch er­hält­lich. Spi­nat ent­hält in grö­ße­ren Men­gen die Vor­stu­fe von Vi­ta­min A, Vita­min C so­wie den Mi­ne­ral­stoff Ei­sen.

Stark durch Spi­nat, wie »Po­peye«, die Kin­der-Co­mic-Fi­gur?

Diese Darstellung, auch wenn man sie auf den ge­sund­heit­li­chen Fak­tor run­ter­bre­chen wür­de, muss ich lei­der ent­zau­bern. 

Zuerst die gute Nach­richt: 

Eisen ist nicht allein für die Blut­bil­dung, son­dern auch für den Mus­kel­auf­bau re­le­vant, da es ei­ne Schlüs­sel­rol­le beim Sau­er­stoff­trans­port zu den Mus­kel­zel­len spielt. Ei­ne aus­rei­chen­de Sau­er­stoff­ver­sor­gung ist für un­se­re Mus­keln die Vo­raus­set­zung für Leis­tung, Re­ge­ne­ra­tion und Wachs­tum. 

Nun die weniger gu­te: 

Bei dem in Spinat enthaltenen Ei­sen handelt es sich aber um ein so­ge­nann­tes »zwei­wer­ti­ges Ei­sen«, was be­deu­tet, dass un­ser Or­ga­nis­mus nur eine klei­ne, pro­zen­tu­ale Men­ge da­von re­sor­bie­ren kann. Man müss­te al­so schon gro­ße Men­gen an Spi­nat es­sen, um vom Ei­sen zu pro­fi­tie­ren.

Wieder ein kla­res In­diz da­für, dass der Mensch evo­lu­tio­när nicht für ei­ne rein vegane Er­näh­rung ge­schaf­fen ist!

»Drei­wer­ti­ges Ei­sen«, wel­ches in grö­ße­ren Men­gen in tie­ri­schen Le­bens­mit­teln vor­han­den ist, ist ge­gen­über der zwei­wer­ti­gen Va­rian­te deut­lich ef­fi­zi­en­ter, da un­ser Or­ga­nis­mus da­von bis zu 25 Pro­zent auf­neh­men, sprich umsetzen, kann.

Dass un­ser Or­ga­nis­mus nur von klei­nen bis ge­ring­fü­gi­gen Men­gen des Mi­ne­ral­stof­fes Ei­sen pro­fi­tie­ren kann, liegt zum an­de­ren auch an der in Ei­sen ent­hal­te­nen Oxal­säu­re, die den Mi­ne­ral­stoff bin­det und so­mit ei­ner Ver­wer­tung durch un­se­ren Or­ga­nis­mus ent­ge­gen­wirkt.

Lösen lässt sich das Pro­blem – zu­min­dest zu ei­nem Teil –, in­dem man Spi­nat mit an­de­ren Nah­rungs­mit­teln, die die Wir­kung der Oxal­säu­re he­rab­set­zen, kom­bi­niert. Da­zu ge­hö­ren Broc­co­li, To­ma­ten und To­ma­ten­saft, Kar­tof­feln, Pa­pri­ka und Zi­trus­früch­te.

Kulinarische Verwendung:

Blattspinat ist ein viel­sei­ti­ges Ge­mü­se, das so­wohl frisch als auch tief­ge­fro­ren ver­ar­bei­tet wer­den kann. Sein zar­ter, leicht er­di­ger Ge­schmack har­mo­niert her­vor­ra­gend mit vie­len Zu­ta­ten – von Ei bis Fisch, von Pizza und Pas­ta bis zu ve­ge­ta­ri­schen Auf­läu­fen

Gedüns­tet oder kurz in But­ter ge­schwenkt ent­fal­tet Blatt­spi­nat sein vol­les Aro­ma, wo­bei et­was Knob­lauch, Mu­skat und ei­ne Pri­se Salz be­reits aus­rei­chen, um ei­ne fei­ne Bei­la­ge zu Fleisch, Fisch oder Kar­tof­feln zu er­hal­ten. 

Mit Rahm ver­fei­nert wird er zur klas­sisch-cre­mi­gen Kom­po­nent in vie­len Haus­manns­kost-Re­zep­ten – et­wa zu Spie­gelei oder Fisch. In Pas­ta, Quiche oder als Fül­lung für Crêpes, Can­nel­lo­ni und Blät­ter­teig­ta­schen bringt er Far­be, Fri­sche und ein an­geneh­mes Aro­ma ins Ge­richt. 

Auch roh verwen­det, et­wa in fri­schen Sa­la­ten, bie­tet jun­ger Spi­nat alias »Baby-Blattspinat« ei­nen mil­den, fri­schen Ge­schmack und lie­fert zu­gleich wert­vol­le Mi­ne­ral­stof­fe und Vi­ta­mi­ne, die beim Ga­ren sonst ver­lo­ren­ge­hen.

Ricotta

– leichter, cremiger Ge­nuss mit fei­ner Frische und wert­vol­lem Ei­weiß

Ricotta

Ri­cot­ta ist ein tra­di­tio­nel­ler Frisch­kä­se ita­lie­ni­schen Ur­sprungs, des­sen Na­me sich vom la­tei­ni­schen „re­co­c­tus“ ab­lei­tet, was so viel wie „noch ein­mal ge­kocht“ be­deu­tet. Tat­säch­lich wird Ri­cot­ta nicht di­rekt aus Milch, son­dern aus der bei der Kä­se­her­stel­lung ver­blei­ben­den Mol­ke ge­won­nen, die er­neut er­hitzt wird. Da­durch ent­steht ein be­son­ders fei­ner, leicht kör­ni­ger Frisch­kä­se mit mil­dem, leicht süß­li­chem Ge­schmack und ei­ner lo­cke­ren, cre­mi­gen Kon­sis­tenz. Tra­di­tio­nell wird Ri­cot­ta aus Schafs- oder Kuh­milch her­ge­stellt, wo­bei sich je nach Her­kunft und Her­stel­lungs­wei­se un­ter­schied­li­che Aro­men und Fett­stu­fen er­ge­ben.

Er­näh­rungs­phy­sio­lo­gisch gilt Ri­cot­ta als ver­gleichs­wei­se leich­ter Frisch­kä­se mit mo­de­ra­tem Fett­ge­halt und ei­nem Ei­weiß­an­teil von rund 8 bis 11 g pro 100 g. Die ent­hal­te­nen Milch­pro­tei­ne sind leicht ver­dau­lich und lie­fern wich­ti­ge Bau­stof­fe für Mus­ku­la­tur und Ge­we­be. Zu­dem ent­hält Ri­cot­ta Mi­ne­ral­stof­fe wie Cal­ci­um und Phos­phor, die zur Er­hal­tung von Kno­chen und Zäh­nen bei­tra­gen. Auch Vit­a­mi­ne der B-Grup­pe, ins­be­son­de­re Vit­a­min B2 und B12, sind ent­hal­ten und un­ter­stüt­zen den Ener­gie­stoff­wech­sel so­wie das Ner­ven­sys­tem. Durch sei­ne Her­stel­lung aus Mol­ke ist Ri­cot­ta zu­dem oft et­was laktoseärmer als an­de­re Frisch­kä­se und wird da­her häu­fig als gut be­kömm­lich emp­fun­den.

Kulinarische Verwendung:

Ku­li­na­risch ist Ri­cot­ta ein ech­ter All­rounder und in der ita­lie­ni­schen Kü­che fest ver­an­kert. Durch sei­nen mil­den Ge­schmack eig­net er sich so­wohl für süße als auch für herz­haf­te Ge­rich­te. Klas­sisch wird er als Fül­lung für Pas­ta wie Ra­vio­li, Can­nel­lo­ni oder La­sa­gne ver­wen­det und ver­leiht die­sen ei­ne cre­mi­ge, fei­ne Tex­tur. 

Auch in Kom­bi­na­ti­on mit Spi­nat, Kräu­tern oder Ge­mü­se ent­steht ei­ne aus­ge­wo­ge­ne und aro­ma­ti­sche Fül­lung. Im süßen Be­reich wird Ri­cot­ta für Des­serts wie Ku­chen, Cre­mes oder tra­di­tio­nel­le Spe­zia­li­tä­ten ver­wen­det und passt her­vor­ra­gend zu Ho­nig, Früch­ten oder Scho­ko­la­de. Auch als Brot­auf­strich oder leich­te Al­ter­na­ti­ve zu Sah­ne in Sau­cen und Dips fin­det er viel­sei­ti­ge Ver­wen­dung und bringt ei­ne fei­ne, fri­sche No­te in zahl­rei­che Ge­rich­te.

Hühnereier

– das unterschätzte Kraftpa­ket im Klein­for­mat

Hühnereier

Hühnereier be­sit­zen durch­schnitt­lich 7 g Pro­te­ine und da­mit ei­nen ho­hen Ge­halt an bio­lo­gisch wert­vol­len Subs­tan­zen. Bio­lo­gisch wert­voll des­halb, da die im Ei ent­hal­te­nen Pro­te­ine ei­nen ho­hen A­nteil an es­sen­ti­ell­en Ami­no­säuren mit ei­nem sehr gu­ten Gleich­ge­wicht auf­weis­en. Der Pro­te­in­ge­halt ei­nes Hüh­ner­eis wird des­halb als Re­fe­renz­wert an­ge­se­hen. Ein Ver­gleich mit an­de­ren Le­bens­mit­teln macht dies deut­lich: Zwei Hüh­ner­ei­er ent­hal­ten die­sel­be Men­ge an Pro­te­in­en wie bspw. 100 g Fisch oder 100 g Fleisch.

Der durchschnittliche Fettgehalt ist mit 7 g ge­nau so hoch wie der Pro­te­in­ge­halt. Es ist vor all­em im Ei­gelb und we­niger im Ei­weiß ent­halten. Bei den Fett­säu­ren im Ei handelt es sich zu zwei Dritteln um un­ge­sät­tig­te Fet­tsäuren.

Etwas in Verruf kam eine Zeit lang der Ver­zehr von Ei auf­grund sei­nes – mit ca. 180 mg – recht ho­hen Cho­les­te­rin­ge­halts, was man je­doch auf keinen Fall über­be­wer­ten soll­te, da solc­he Warnungen und Ein­stu­fun­gen meist ge­wissen Trends un­ter­lie­gen und sich so­mit auch wie­der än­dern kön­nen. Zu­dem be­sit­zen Hüh­ner­ei­er einen ho­hen Vitamin-A-, D- und E-An­teil und ent­hal­ten die Spu­ren­ele­men­te Ei­sen und Zink.

Kulinarische Verwendung:

Hühnereier lassen sich in der Kü­che au­ßer­or­dent­lich viel­sei­tig ein­set­zen und kön­nen so­wohl pur als auch in Kom­bi­na­tion mit an­de­ren Le­bens­mit­teln ge­nos­sen wer­den. Sie eig­nen sich zum Ko­chen, Bra­ten, Po­chieren oder Ba­cken, die­nen als Bin­de­mit­tel, Lo­cke­rungs­mit­tel und Ver­fei­ne­rung in Sau­cen, Auf­läufen und Tei­gen und er­gänzen zahl­rei­che Ge­rich­te auf ein­fa­che und ge­schmack­vol­le Wei­se.

Mehl bzw. Getreide

– Energielieferant mit Köpfchen

Mehl bzw. Getreide

Entgegen häufiger Aussagen be­sitzt Ge­trei­de kei­ne gro­ßen Men­gen an pflanz­li­chem Ei­weiß. Da­für punk­tet es mit ei­nem ho­hen An­teil an Koh­len­hy­dra­ten und deckt – be­zo­gen auf 100 g – fast ein Drit­tel des täg­li­chen Bal­last­stoff­be­darfs, bei gleich­zei­tig sehr ge­rin­gem Fett­ge­halt.

Dar­über hin­aus lie­fert Ge­trei­de wert­vol­le Mi­ne­ral­stof­fe wie Mag­ne­si­um, Ei­sen und Zink – wich­ti­ge Kom­po­nen­ten für Mus­kel- und Ner­ven­funk­tio­nen – und be­inhal­tet Vi­ta­mi­ne der B-Grup­pe, die un­se­ren Stoff­wech­sel un­ter­stüt­zen.

Für Men­schen, die auf Fleisch ver­zich­ten möch­ten, al­so Ve­ge­ta­rier und Ve­ga­ner (bei ve­ga­ner Er­näh­rung: Pas­ta sec­ca oh­ne Ei!), liegt Ge­trei­de da­mit voll im Trend und ist ein fes­ter Be­stand­teil des mo­der­nen Spei­se­plans ge­wor­den.

Für Per­so­nen mit Glu­ten­un­ver­träg­lich­keit ist Ge­trei­de je­doch un­ge­eig­net. Auch Dia­be­ti­ker oder Low-Carb-Anhänger hal­ten sich we­gen des ho­hen Koh­len­hy­drat­an­teils bes­ser zu­rück.

Kulinarische Verwendung:

Getreide bil­det die Ba­sis un­zäh­li­ger Spei­sen und ist ei­ner der wich­tigs­ten Grund­bau­stei­ne un­se­rer Er­näh­rung. In Form von Mehl dient es als Haupt­zu­tat für Brot, Bröt­chen, Ku­chen, Pas­ta, Piz­za­teig und Back­wa­ren al­ler Art.

Als ganzes Korn, gequollen oder ge­kocht, wird es in Sa­la­ten, Auf­läu­fen, Sup­pen oder vegetarischen Brat­lin­gen ver­wen­det. Gemahlen, ge­rös­tet oder als Flocken und Brei (z. B. Ha­fer, Dink­el, Hirse oder Bul­gur) eig­net es sich für ei­ne voll­wer­ti­ge Früh­stücks- oder Bei­la­gen­kü­che.

In der modernen Ernäh­rung ge­win­nen al­ter­na­ti­ve Mehl­sor­ten – et­wa aus Hafer, Hirse, Reis, Buch­wei­zen oder Man­deln – zu­neh­mend an Be­deu­tung, da sie glu­ten­frei und oft mi­ne­ral­stoff­rei­cher sind. Da­durch lässt sich klas­si­sche Back­kunst mit in­di­vi­du­el­len Er­näh­rungs­for­men ver­bin­den.

Zwiebeln und Knoblauch

– natürliches Powerduo für Gesund­heit und Ge­schmack

Zwiebeln und Knoblauch

Beide sind ein na­tür­li­ches Anti­bio­ti­kum und be­kämp­fen wirk­sam schäd­li­che Pil­ze und krank­heits­er­re­gen­de Mi­kro­or­ga­nis­men. Die Zwie­bel ist eng mit dem Kno­blauch ver­wandt und be­sitzt ge­gen­über die­sem ei­ne mil­de­re Wir­kung. Die Kom­bi­na­tion der bei­den bringt ein star­kes Duo her­vor.

Bei­de ent­hal­ten wert­vol­le An­ti­oxi­dan­tien, die als Fän­ger »freier Ra­di­ka­ler« un­se­ren Or­ga­nis­mus da­bei hel­fen, ge­sund zu blei­ben.

Die zur Gat­tung der Li­li­en­ge­wäch­se ge­hö­ren­den Pflan­zen ver­fü­gen zu­dem über ei­nen ho­hen Vi­ta­min- und Mi­ne­ral­stoff­ge­halt, von dem wir eben­falls ge­sund­heit­lich pro­fi­tie­ren.

Ent­hal­ten sind die Vi­ta­mi­ne B1, B2 und B6 so­wie die Vi­ta­mi­ne C und E. Au­ßer den Mi­ne­ral­stof­fen Salz, Ei­sen, Zink und Mag­ne­si­um sind noch ei­ne gan­ze Rei­he wei­te­rer Mi­ne­ral­stof­fe in Zwie­beln und Kno­blauch ent­hal­ten, so­dass man bei­de Pflan­zen durch­aus als hoch­wer­ti­ge Mi­ne­ral­stoff-Lie­fe­ran­ten be­zeich­nen kann.

Kulinarische Verwendung:

Zwie­beln und Kno­blauch bil­den das aromatische Grund­ge­rüst un­zäh­li­ger Ge­rich­te – von der hei­mi­schen bis zur in­ter­na­tio­na­len Kü­che. Ob an­ge­schwitzt, ge­bra­ten, kon­fi­tiert oder roh – ihr Ge­schmack reicht von süß­lich-mild bis kräf­tig-wür­zig und sorgt stets für Tie­fe und Cha­rak­ter.

In der me­di­ter­ra­nen Kü­che sind sie un­ver­zicht­bar: in Pas­ta­saucen, Ri­sot­tos, Ge­mü­se­ra­gouts, Schmor­ge­rich­ten oder Fisch­zu­be­rei­tun­gen mit Oli­ven­öl und Kräu­tern. Auch in der asi­a­ti­schen, ori­en­ta­li­schen und kre­o­li­schen Kü­che sind sie fes­ter Be­stand­teil von Cur­rys, Dips, Würz­pas­ten und Su­ben.

Kno­blauch­öl oder Zwie­bel­con­fit ver­lei­hen ve­ge­ta­ri­schen wie auch Fleisch­ge­rich­ten ei­nen fei­nen, tief­wür­zi­gen Ak­zent, wäh­rend ge­rös­te­ter oder ge­schmor­ter Kno­blauch ei­ne but­ter­wei­che Süße ent­fal­tet, die be­son­ders zu Lamm, Kalb, Pil­zen oder ge­rös­te­tem Ge­mü­se passt.

So wer­den Zwie­beln und Kno­blauch nicht nur zu Ge­schmacks­trä­gern ers­ter Gü­te, son­dern auch zu Sym­bo­len für Ge­nuss und Ge­sund­heit – ein Duo, das kei­ner Kü­che feh­len soll­te.

Parmaschinken

– natür­lich ge­reift, zart im Ge­schmack und vol­ler me­di­ter­ra­ner Le­bens­freu­de

Parmaschinken

Der echte Par­maschin­ken stammt aus der ita­lie­ni­schen Pro­vinz Par­ma und ge­hört zu den be­rühm­tes­ten luft­ge­trock­ne­ten Roh­schin­ken der Welt. Sein Na­me ist her­kunfts­ge­schützt (DOP – Denominazione d’Origine Protetta) und steht für tra­di­tio­nel­le Hand­werks­kunst, na­tür­li­che Zu­ta­ten und ei­nen be­son­de­ren Rei­fungs­pro­zess.

Her­ge­stellt wird Par­ma-Schin­ken aus dem Keu­len­stück des Schwei­nes, das mit Mee­res­salz eingerieben wird, über meh­re­re Wo­chen ruht und an­schlie­ßend in der fri­schen Luft der Em­ilia-Ro­ma­gna für rund 12 bis 36 Mo­na­te ge­trock­net wird. Auf Ni­trit­pö­kel­salz wird da­bei – im Ge­gen­satz zu vie­len an­de­ren Schin­ken­sor­ten – ver­zich­tet. Das macht den Parmaschinken nicht nur be­son­ders na­tur­rein, son­dern auch mil­der im Ge­schmack und ver­träg­li­cher.

Sein Ar­o­ma ist fein-wür­zig, leicht süß­lich und be­son­ders zart in der Tex­tur. Er ent­hält wert­vol­le Pro­te­ine, Vitamine der B-Grup­pe (ins­be­son­de­re B1, B3 und B6) so­wie wich­ti­ge Mi­ne­ral­stof­fe wie Ei­sen, Zink und Phos­phor – al­les Kom­po­nen­ten, die zum Er­halt von Mus­kel- und Ner­ven­funk­tio­nen bei­tra­gen.

Kuli­na­ri­sche Ver­wen­dung:

Parmaschinken wird klas­sisch in hauch­dün­nen Schei­ben ser­viert und ent­fal­tet sein vol­les Ar­o­ma bei Zim­mer­tem­pe­ra­tur. Ob pur mit Me­lo­ne, Fei­gen oder Bir­nen, als fei­ner Be­glei­ter zu An­ti­pas­ti, Pas­ta oder Pi­zza, in ve­ge­ta­ri­schen Kom­bi­na­tio­nen mit Spar­gel oder fri­schen Kräu­tern – er ver­eint ele­gan­te Wür­ze mit me­di­ter­ra­ner Leich­tig­keit.

Parmesan alias Parmi­gia­no Reg­gia­no

– edler Ge­nuss mit Kraft, Cha­rak­ter und Nähr­stoff­po­wer

Parmesan

Der Parmigiano Reg­gia­no, bei uns bes­ser be­kannt als Par­me­san, ist ei­ner der äl­tes­ten und edels­ten Hart­kä­se der Welt. Sei­ne Her­kunft ist streng ge­schützt – nur Kä­se aus den ita­lie­ni­schen Pro­vin­zen Par­ma, Reg­gio E­mi­lia, Mo­de­na, Bo­lo­gna (west­lich des Rheins) und Man­tua (süd­lich des Po) darf die­se Be­zeich­nung tra­gen.

Her­ge­stellt wird er aus ro­her Kuh­milch, die mit Na­tur­lab ge­dickt und in tra­di­tio­nel­len Kup­fer­kes­seln ver­ar­bei­tet wird. Der rei­fen­de Kä­se­laib – rund 40 kg schwer – darf min­des­tens 12 Mo­na­te ru­hen, oft aber auch 24 oder gar 36 Mo­na­te, um sein vol­les, viel­schich­ti­ges Ar­o­ma zu ent­fal­ten.

Der Na­tur­rei­fe­pro­zess ver­leiht Par­me­san sei­ne be­kann­te kris­tal­li­ne Tex­tur und den in­ten­si­ven, nussig-wür­zi­gen Ge­schmack. Gleich­zei­tig ist er leicht ver­dau­lich, da ein Groß­teil des Milch­zu­ckers wäh­rend der Rei­fung ab­ge­baut wird. Mit sei­nem ho­hen Ge­halt an Kal­zi­um, Phos­phor, Ei­weiß und den Vi­ta­mi­nen A, B2 und B12 ist er ein wert­vol­ler Ener­gie­lie­fe­rant für Mus­keln und Ner­ven.

Ku­li­na­ri­sche Ver­wen­dung:

Par­me­san ist ein ech­ter All­roun­der der ita­lie­ni­schen Kü­che. Fri­sch ge­ho­belt ver­fei­nert er Pas­ta, Ri­sot­to, Carpaccio oder Piz­za; in ge­bro­che­nen Stü­cken ge­reicht wird er zu Wein oder Bal­sa­mi­co zu ei­nem edlen Ape­ri­tif. Auch als Ge­schmacks­trä­ger in Sau­cen oder Sup­pen zeigt er sei­ne Fines­se. Sein in­ten­si­ves Ar­o­ma ver­leiht selbst schlich­ten Ge­rich­ten Tie­fe und Cha­rak­ter – ein klas­si­sches Bei­spiel für ita­lie­ni­sche Ein­fach­heit mit raf­fi­nier­tem Ef­fekt.

Tipp: Die Rinde des Parme­san nicht weg­wer­fen, son­dern beim Ein­re­du­zie­ren ei­ner To­ma­ten­sau­ce für ei­ne be­son­de­re, aro­ma­ti­sche No­te mit­ko­chen las­sen.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oekotrophologe)