Polpette di calabria con peperonata
Polpette di calabria con peperonata
Polpette, kleine Hackfleischbällchen, sind ein echter Klassiker der mediterranen italienischen Küche. Der unvergessene Bud Spencer soll der Legende nach 40 Stück davon auf einmal verzehrt haben. Ob's stimmt? Mit Sugo, einfach und schnell in der Pfanne zuzubereiten, eignet sich das Gericht auch bestens für den Speiseplan in der Woche.
Meistens werden Polpette aus gemischtem Rinder-Schweine-Hack zubereitet. In kalabrischen Küchen verwendet man stattdessen gerne auch Salsiccia. Die bekannten Würstchen werden aus grobem Schweinehack hergestellt und sind aufgrund Ihres höheren Fettanteils deutlich aromatischer als deutsches Schweinehack. Für uns ein guter Grund, diese Rezeptvariante einmal auszuprobieren.
Als Beilage zu unseren Polpette di calabria, haben wir uns für eine hocharomatische »Peperonata« entschieden. Eine gelungene Kombination, die Du unbedingt einmal ausprobieren solltest.
Zu »Polpette di calabria« servieren wir einen mittelkräftigen Rotwein mit ausgeprägter Frucht und mildem Tannin. Einfach mal auf unser »Weintipp-Icon« tippen und mehr erfahren. Buon appetito – wir wünschen wie stets einen guten Appetit und: Wohl bekomm's!
Rezept:
Polpette di calabria con peperonata
Zutaten für 4 Personen
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Für den Einkaufszettel:
- 500 g Salsiccia bei von Schelkle » [Clean Eating: Wir empfehlen Salsiccia ohne künstliche Zusätze (E249–252)]
- 4 Scheiben Toastbrot oder ein getrocknetes Brötchen
- 120 g Parmesan, frisch gerieben
- 2 Eier, Größe »M«
- 30 g Petersilie
- 2 kleine Zwiebeln
- 2 Knoblauchzehen
- 500 ml Tomatensugo
- Sonnenblumenöl zum Braten
- etwas Salz und
- Pfeffer aus der Mühle
Für die Peperonata:
- 2 rote Paprika
- 2 grüne Paprika
- 2 gelbe Paprika
- 2–3 rote Zwiebeln, je nach Größe
- 1 kg Tomaten
- 200 ml Olivenöl, leicht-fruchtig »
- 4–6 Knoblauchzehen, je nach Größe und Intensivität
- 2 Stangen Staudensellerie (optional)
- 1 handvoll schwarze, ungefärbte Oliven (siehe Kommentar unten, M. Pagelsdorf!)
- 1 Prise Zucker
- etwas Paprikapulver
- Salz und Pfeffer aus der Mühle
Für das Kartoffelgratin bzw. « Gratin dauphinois »:
- 1 kg festkochende Kartoffeln
- 1/2 l Milch
- 25 cl Sahne
- 3 Knoblauchzehen
- etwas Salz, Pfeffer und Muskatnuss
Unser Clean-Eating-Tipp:
– Salsiccia vom Albweideschwein
Der Hersteller vonSchelkle bewirbt das Produkt mit dem Verpackungshinweis:
»Handwerk nach Reinheitsgebot«
Auf der Zutatenliste finden sich folgende Angaben:
- ohne Phosphate
- ohne Geschmacksverstärker
- ohne künstliche Zusätze
- nur natürliches Steinsalz &
Naturgewürze
Vom Albweideschwein – ganz ohne Chemiebaukasten
Nur die edelsten Stücke aus Hals und Schulter werden grob gewolft und mit Naturgewürzen und einer feinen Note Knoblauch veredelt. Den Ton gibt jedoch ganz klar der geröstete Fenchel an – aromatisch und typisch italienisch.
Das Produkt ist im Onlinehandel erhältlich. (Alle Angaben ohne Gewähr!)
Zubereitung:
1) Zwiebeln pellen und kleinhacken. Olivenöl mittelstark erhitzen. Zwiebeln darin glasig anschwitzen und anschließend abkühlen lassen.
2) Das Toastbrot in Wasser einweichen. Ausdrücken und mit den weiteren Zutaten bis einschließlich des Pfeffers mit den Händen zu einer geschmeidigen Masse verarbeiten (Je sorgfältiger, desto besser die Bindung). Daraus 16 Bällchen formen.
3.1) Das Sonnenblumenöl in einer großen, beschichteten Pfanne erhitzen. Die Fleischbällchen darin einige Minuten anbraten. Dabei immer wieder wenden, bis sie rundherum goldbraun sind. Anschließend den Tomatensugo dazugeben.
3.2) Alles kurz aufkochen. Hitze auf mittlere Temperatur runterschalten. Pfanneninhalt etwa 15 Min. köcheln lassen.
Zubereitung Peperonata:
1) Für die Peperonata, die Tomaten kreuzweise einritzen und zum Entfernen der Haut kurz in kochendem Wasser abbrühen. Paprika waschen, trockentupfen unt entkernen. Staudensellerie waschen, putzen und mit einem Küchenmesser die Fäden ziehen. Gemüse mit einem scharfen Messer in grobe Stücke schneiden. Knoblauch und Zwiebeln schälen und klein hacken.
2) Pfanne mit Olivenöl und Butter mittelstark erhitzen. Paprika-gemüse darin anbraten. Knoblauch und Zwiebeln hinzufügen und alle Zutaten ca. 5 Min. dünsten. Tomaten und Oliven zugeben, Peperonata mit Paprikapulver, einer Prise Zucker, Pfeffer und Salz abschmecken und solange weiterköcheln lassen, bis durch das Zerkochen der Tomaten ein sämiges Ragout entstanden ist.
Nährwert- & Gesundheitsanalyse
von Dipl. Ernährungswissenschaftler Michael Pagelsdorf
Salsiccia
– saftiger Genuss mit kernigem Bissgefühl
Salsiccia ist eine italienische Rohwurst, deren Charakter stark von der jeweiligen Region, der Fleischstruktur und der Gewürzführung geprägt wird. Typisch ist eine grobgekutterte Füllung aus Schweinefleisch mit hohem Saftigkeitsanteil, die durch Salz, Pfeffer, gelegentlich Fenchelsamen, Knoblauch oder Wein aromatisch verankert wird und dadurch ihren warmen, leicht herben Duft erhält.
Im Gegensatz zu industriell feingekutterten Bratwürsten bewahrt Salsiccia eine deutlich sichtbare Körnung, was ihr beim Erhitzen ein kerniges Bissgefühl und ein intensiveres Aroma verleiht, da die größeren Fleischstücke langsamer ausbraten und ihren Geschmack differenzierter freisetzen. Je nach Herkunft kann sie eher mild, kräuterbetont oder pikant ausfallen, doch gemein ist allen Varianten die saftige Fett-Protein-Struktur, die beim Zubereiten ein vollmundiges, würziges Profil ausprägt und eine klare terroirtypische Handschrift trägt.
Salsiccia ist nährwertlich eine energiereiche Rohwurst, deren charakteristische Komposition aus Fett und hochwertigem tierischem Eiweiß ihren Geschmacksträger-Charakter ausmacht. Mit einem Fettanteil von meist über dreißig Prozent liefert sie reichlich Energie und enthält zugleich aromenprägende Fettsäuren, die bei der Zubereitung Röstnoten und Tiefe entstehen lassen.
Der Eiweißanteil liefert ein vollständiges Aminosäurenprofil, was die Salsiccia für eine proteinorientierte Ernährung grundsätzlich wertvoll macht. Mineralstoffseitig stechen insbesondere Eisen, Zink und Phosphor hervor, die für Blutbildung, Immunfunktion und Energiestoffwechsel wichtig sind. Dadurch fügt sich Salsiccia in Maßen gut in eine vollwertige Ernährung ein, während ihr Salzanteil, je nach Rezeptur und ggf. Einsatz von Nitritpökelsalz, ein Bereich ist, bei dem maßvoller Konsum sinnvoll ist. Traditionelle Varianten mit reinem Kochsalz weisen in der Regel einen natürlicheren Reifungscharakter auf, während Nitritpökelsalz vor allem Farbstabilität und Haltbarkeit fördert, ohne damit unbedingt qualitative Vorteile zu verbinden.
Mit und ohne Nitritpökelsalz
Bei Salsiccia ist die Verwendung von Nitritpökelsalz kein verbindlicher Standard, sondern eine regionale und produktionstechniche Entscheidung, die sich stark am gewünschten Aroma, an der Haltbarkeit und an der Farbstabilität orientiert. Viele handwerklich produzierte oder eher traditionell ausgelegte Salsiccia-Varianten setzen bewusst auf reines Kochsalz, um den frischen, leicht metallisch-milchigen Fleischcharakter zu bewahren und die natürliche Farbveränderung der Rohwurst zuzulassen.
Kulinarische Verwendung:
Kulinarisch zeigt Salsiccia ihre größte Stärke in Gerichten, bei denen sie als tragende Aromenbasis dient, denn durch das direkte Anrösten lösen sich Gewürze, Eiweiße und Fette in einer Weise, die Saucen, Ragouts oder Pizzabeläge sichtbar verdichtet. Besonders spannend wird sie, wenn das Brät aus der Pelle gelöst, grob zerteilt und bei hoher Hitze angeröstet wird, da dieser Schritt kräftige Röstnoten erzeugt, die Tomatensaucen Tiefe geben, Pasta-Gerichte abrunden oder eine Pizza mit würzigem, leicht karamellisiertem Charakter veredeln.
Tomaten
– sonnengereift, gesund und voller Geschmack
Außer einem hohen Wasseranteil enthalten Tomaten viele sekundäre Pflanzenstoffe wie auch verschiedene Mineralstoffe. Besonders Kalium stellt für den Menschen einen wichtigen gesundheitlichen Faktor für eine ausgewogene Ernährung dar, da Kalium für die Regulation des Blutdrucks, aber auch für Muskeln und Nerven ein wertvoller Initiator ist.
Erhitzt gesünder als roh
Zudem sind Tomaten einige der wenigen Gemüsesorten, deren gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe sich durch Erhitzen verbessern, statt sich zu verschlechtern. Gemeint sind die in Tomaten enthaltenen Polyphenole, sogenannte Antioxidantien, wirksame Fänger der zellschädigenden »freien Radikalen«, die – sobald aktiv – ihrem Namen alle Ehre machen.
Hervorzuheben ist in diesem Bezug der in Tomaten reichlich enthaltene, zur Familie der Carotinoide gehörende Farbstoff Lycopin. Dieser Farb- bzw. Wirkstoff allein ist bereits ein guter Grund, regelmäßig Tomaten auf den Speisezettel zu stellen. Natürlichen Nährboden bei der Aufzucht der Tomaten voraussetzend!
Kulinarische Verwendung:
Tomaten sind die Allrounder der mediterranen Küche und bilden die Basis zahlreicher Klassiker – von Pasta- und Pizza-Saucen über Suppen und Eintöpfe bis hin zu frischen Salaten.
Roh entfalten sie ihr volles Aroma besonders in Caprese (mit Mozzarella, Basilikum und Olivenöl) oder in sommerlichen Tomatensalaten mit roten Zwiebeln und Balsamico. In Kombination mit Kräutern wie Thymian, Oregano und Rosmarin entstehen aromatische Dressings oder Bruschetta-Beläge.
Durch Erhitzen intensiviert sich der Geschmack und das wertvolle Lycopin wird besser verfügbar – ideal in Tomatensaucen, Ratatouille, Shakshuka oder als Grundlage für Risotto und Gemüsepfannen. Im Ofen langsam geschmorte oder getrocknete Tomaten entwickeln ein tiefes, süß-würziges Aroma, das besonders gut zu Fleisch, Fisch oder Antipasti passt.
Auch in der feinen Küche spielen sie eine Rolle – etwa als Tomatenconsommé, Sorbet oder Tatar aus confierten Tomaten.
Tomaten stehen somit für Sonnenreife, mediterrane Frische und gesunden Genuss, der in nahezu jeder Küche der Welt seine kulinarische Heimat gefunden hat.
Parmesan (Parmigiano Reggiano)
– edler Genuss mit Kraft, Charakter und Nährstoffpower
Der Parmigiano Reggiano, bei uns besser bekannt als Parmesan, ist einer der ältesten und edelsten Hartkäse der Welt. Seine Herkunft ist streng geschützt – nur Käse aus den italienischen Provinzen Parma, Reggio Emilia, Modena, Bologna (westlich des Rheins) und Mantua (südlich des Po) darf diese Bezeichnung tragen.
Hergestellt wird er aus roher Kuhmilch, die mit Naturlab gedickt und in traditionellen Kupferkesseln verarbeitet wird. Der reifende Käselaib – rund 40 kg schwer – darf mindestens 12 Monate ruhen, oft aber auch 24 oder gar 36 Monate, um sein volles, vielschichtiges Aroma zu entfalten.
Der Naturreifeprozess verleiht Parmesan seine bekannte kristalline Textur und den intensiven, nussig-würzigen Geschmack. Gleichzeitig ist er leicht verdaulich, da ein Großteil des Milchzuckers während der Reifung abgebaut wird. Mit seinem hohen Gehalt an Kalzium, Phosphor, Eiweiß und den Vitaminen A, B2 und B12 ist er ein wertvoller Energielieferant für Muskeln und Nerven.
Kulinarische Verwendung:
Parmesan ist ein echter Allrounder der italienischen Küche. Frisch gehobelt verfeinert er Pasta, Risotto, Carpaccio oder Pizza; in gebrochenen Stücken gereicht wird er zu Wein oder Balsamico zu einem edlen Aperitif. Auch als Geschmacksträger in Saucen oder Suppen zeigt er seine Finesse. Sein intensives Aroma verleiht selbst schlichten Gerichten Tiefe und Charakter – ein klassisches Beispiel für italienische Einfachheit mit raffiniertem Effekt.
Tipp: Die Rinde des Parmesan nicht wegwerfen, sondern beim Einreduzieren einer Tomatensauce für eine besondere, aromatische Note mitkochen lassen.
Paprika und Peperoni
– gesunde Vitaminpower für Genießer
Paprika gehören zur Familie der Nachtschattengewächse und tauchen je nach Geschmack und Schärfegrad unter verschiedenen Bezeichnungen wie Chilischoten, Pfefferonen, Peperoni, Peperoncini usw. auf. Im Vergleich zu Zitronen besitzen sie einen zwei- bis dreimal so hohen Vitamin C-Gehalt, ein Vitamin, das ja bekannterweise wichtig für unsere Abwehrkräfte ist.
Die Vitamine A und E, sind ebenfalls in Paprika enthalten. Vitamin A unterstützt die Sehkraft unserer Augen und ist – ähnlich wie das Vitamin B 12, welches in tierischem Eiweiß enthalten ist – mitverantwortlich für die Blutbildung unseres Körpers. Vitamin E wird als das Fruchtbarkeits-Vitamin bezeichnet.
Auch wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Calcium und Tocopherol sind in den verschiedenen Paprikasorten enthalten. Somit ist Paprika als »gesunde« Gemüsesorte einzustufen.
Außerdem enthalten gelbe wie auch rote Paprika Betakarotin. Den höchsten Nährwert besitzt rote Paprika, darauf folgen die orangefarbenen und gelben Paprika. Grüne Gemüsepaprika, ist die nährstoffärmste aller Sorten. Genau wie Meerrettich und auch Ingwer, stimulieren Chilischoten mit ihren antibiotischen Eigenschaften unseren Blutkreislauf und verbessern so unsere Durchblutung.
Kulinarsiche Verwendung:
Paprika zählt zu den wandlungsfähigsten Gemüsesorten überhaupt – ob roh, gegart, gegrillt oder gefüllt, sie verleiht Gerichten Farbe, Frische und eine angenehm süß-würzige Note.
Roh genießt man Paprika gerne in Salaten, Gemüseplatten oder Dips (etwa mit Hummus oder Frischkäse). In der warmen Küche entfaltet sie durch Rösten und Schmoren ihr volles Aroma – klassisch in Dolma (gefüllte Paprika mit Reis und Hackfleisch), im ungarischen Gulasch oder als Bestandteil mediterraner Gerichte wie Ratatouille oder Paella.
Gegrillt oder im Ofen geröstet entwickelt sie ein intensives, leicht karamelliges Aroma, das besonders gut mit Olivenöl, Knoblauch und Kräutern harmoniert. Auch in Saucen, Suppen oder Eintöpfen (z. B. Paprikasuppe oder Letscho) spielt sie eine tragende Rolle.
Nicht zuletzt sorgt die scharfe Variante – Chili oder Peperoni – für belebende Würze und fördert dank ihres Capsaicin-Gehalts sogar die Durchblutung und den Stoffwechsel.
Paprika steht somit für farbenfrohen Genuss und natürliche Vitalität – ein echtes Multitalent der leichten Küche.
Zwiebeln und Knoblauch
– natürliches Powerduo für Gesundheit und Geschmack
Beide sind ein natürliches Antibiotikum und bekämpfen wirksam schädliche Pilze und krankheitserregende Mikroorganismen. Die Zwiebel ist eng mit dem Knoblauch verwandt und besitzt gegenüber diesem eine mildere Wirkung. Die Kombination der beiden bringt ein starkes Duo hervor.
Beide enthalten wertvolle Antioxidantien, die als Fänger »freier Radikaler« unseren Organismus dabei helfen, gesund zu bleiben.
Die zur Gattung der Liliengewächse gehörenden Pflanzen verfügen zudem über einen hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt, von dem wir ebenfalls gesundheitlich profitieren.
Enthalten sind die Vitamine B1, B2 und B6 sowie die Vitamine C und E. Außer den Mineralstoffen Salz, Eisen, Zink und Magnesium sind noch eine ganze Reihe weiterer Mineralstoffe in Zwiebeln und Knoblauch enthalten, sodass man beide Pflanzen durchaus als hochwertige Mineralstoff-Lieferanten bezeichnen kann.
Oliven und Olivenöl
– das Herz der Mittelmeerküche
Geschwärzte Oliven solltest Du vermeiden!
Diese enthalten Eisengluconat (Eisen(II)-gluconat, E-579). Fügt man diesen sogenannten »Lebensmittelzusatzstoff« den Oliven hinzu, kommt es zu einem Oxidationsvorgang, der die einheitlich schwarze Färbung der Oliven bewirkt. Interessant und sehr bemerkenswert:
Als Grundlage von geschwärzten Oliven dienen nicht schwarze, sondern grüne Oliven.
Ob nicht allein schon diese Tatsache eine Täuschung der Verbraucher darstellt, soll jeder für sich selbst entscheiden.
Nur die halbe Wahrheit …
Zwar gilt E-579 offiziell als gesundheitlich unbedenklich, die entstehenden Wechselwirkungen beim Oxidationsprozess werden bei dieser Einstufung jedoch nicht berücksichtigt. Das durch den vorgenannten Oxidationsprozess entstehende
»Acrylamid« besitzt eine merkliche akute orale Toxizität,
ist also alles andere als gesundheitlich unbedenklich. Ganz im Gegenteil: Wer Acrylamid regelmäßig verzehrt (Tiefkühl-Pommes lassen grüßen), setzt sich dadurch einem erhöhten Risiko aus, an Krebs zu erkranken.
Ungefärbte schwarze Oliven erkennt man daran, dass ihre Farbgebung zwischen hellen und dunklen Schwarz- und Brauntönen variiert.
Geschwärzte Oliven erkennt man an ihrer einheitlichen, tiefschwarzen Färbung, wie sie in der Natur so nicht vorkommt.
Natürliche, also ungefärbte schwarze Oliven sind voll ausgereifte grüne Oliven. Noch grüne Oliven enthalten mehr Vitamine und Mineralstoffe, aber eben auch mehr Wasser als die schwarzen. Zudem besitzen sie gegenüber den Schwarzen einen wesentlich höheren Anteil wertvoller, einfach ungesättigter Fettsäuren.
Und ebenso wichtig, da es hier ja nicht allein um Gesundheit, sondern auch um Genuss geht: Geschwärzte Oliven schmecken anders und bei weitem nicht so gut wie naturbelassene Oliven!
Olivenöl in Premium-Qualität
Nicht nur ich, sondern unser ganzes Team », begeistert sich für gutes, also hochwertig erzeugtes Olivenöl. Ja, mehr noch, man kann uns als echte »Olivenöl-Fans« bezeichnen.
Das liegt in erster Linie am hervorragenden Geschmack von gutem Olivenöl, aber auch an einem zweiten, ebenso wichtigen Aspekt, denn bei näherer Betrachtung besitzt Olivenöl ein geballtes Bündel an positiven Eigenschaften, die unserem Körper helfen, gesund zu bleiben.
So verfügt Olivenöl neben vielen Vitaminen und Mineralstoffen über zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe. Die positiven Wirkungen dieser Stoffe auf unseren Organismus beginnt die Wissenschaft erst langsam zu verstehen.
Einige von Ihnen werden erst durch die Verstoffwechselung im Darm durch unsere Darmbakterien richtig aktiv und begünstigen so zahlreiche positive biologische Wirkungen. Z. B. sind sie antibakteriell, antioxidativ (ähnlich den Vitaminen) und dabei in einem so hohen Maß entzündungshemmend, dass sie dabei teilweise sogar den Vitaminen weit überlegen sind.
Ist das nicht wunderbar? Gesundes kann so lecker sein. Aber ich betone ausdrücklich: Alle positiven Wirkungen bekommt man nur bei Olivenöl bester Qualität. Und die bekommt man eben nicht für 4,50 Euro beim Discounter. Darüber sollte man sich im Klaren sein.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oekotrophologe)
