Rein und gesund essen (Clean Eating)

– Bewusste Ernährung oh­ne weiter­ver­ar­bei­te­te Lebens­mit­tel und de­ren Ri­si­ken

Rein und gesund essen – Clean eating
Claudia Salzmann zu Be­such auf Son­jas Ziegen­hof

Was bedeutet »Clean Eating«?

Vorwort:

Das Prinzip des Clean Eating be­steht da­rin, Nah­rungs­mit­tel so zu ge­nie­ßen, wie sie ur­sprüng­lich sind – na­tur­be­las­sen und oh­ne künst­li­che Zu­sät­ze wie Aro­men, Farb­stof­fe, Kon­ser­vie­rungs­mit­tel oder raf­fi­nier­ten Zu­cker. Das Ziel be­steht da­rin, mög­lichst un­ver­ar­bei­te­te Pro­duk­te frisch zu­zu­be­rei­ten und da­durch op­ti­mal von ih­ren na­tür­li­chen Nähr­stof­fen zu pro­fi­tie­ren. Beim Clean Eating wer­den Le­bens­mit­tel be­vor­zugt, die ih­rem na­tür­lichen Ur­sprung mög­lichst na­he kom­men: fri­sches Obst und Ge­müse, voll­wer­ti­ge Ge­trei­de­pro­duk­te, hoch­wer­ti­ge Pro­te­ine aus pflanz­li­chen UND tie­ri­schen Quel­len so­wie ge­sun­de Fette. (sie­he auch unser Ge­spräch am En­de die­ses Ar­ti­kels!)

Eine gesunde Ernährung erfor­dert eine ganz­heit­li­che Per­spek­ti­ve auf un­sere Le­bens­mit­tel. Nur auf die­se Wei­se kön­nen selbst kom­ple­xe Sach­ver­hal­te aus er­näh­rungs­phy­sio­lo­gi­scher Per­spek­ti­ve rich­tig be­wertet und be­han­delt wer­den.


In unserem Beitrag »Rein und ge­sund es­sen (Clean Eating)« wid­men wir uns ins­be­son­de­re dem The­ma »Wei­ter­ver­ar­bei­te­te Le­bens­mit­tel und de­ren Ri­si­ken«.

Mit viel Rechercheleistung und der Un­ter­stüt­zung un­se­res Team­kol­le­gen, Dipl. Er­nährungswissenschaftler Michael Pagelsdorf ha­ben wir ei­ne Viel­zahl an Fak­ten zu­sam­men­ge­tra­gen, die uns in Be­zug auf un­se­re Er­näh­rung di­rekt be­tref­fen. 

Denn ei­nes ist klar: 

Wir Men­schen sind Ge­wohnheits­tie­re und lieb­ge­won­ne­ne (Ess-) Ge­wohn­hei­ten wer­den sel­ten oder gar nicht hin­ter­fragt. Ge­nau das, soll­ten wir aber tun, wenn wir auch mor­gen noch ge­sund blei­ben wol­len.

Buchtipp:

Clean Eating: Frisch, natürlich und un­ver­ar­bei­tet – Ge­nuss­vol­le Er­näh­rung für ein ge­sun­des Le­ben.

50 vollw. Clean-Ea­ting-Re­zepte,

die schme­cken, sät­ti­gen und dei­nem Kör­per gut­tun. Du schlägst die­ses Buch auf – und plötz­lich macht Er­nährung wie­der Sinn. Kein Ka­lo­rien­zäh­len, kein Dog­ma, kein Frust – son­dern ech­tes Es­sen mit ech­ten Zu­ta­ten. Clean Eating ist kein Ver­zicht. Es ist ei­ne Ent­schei­dung: für Ge­sund­heit, Klar­heit und ein bes­se­res Le­bens­ge­fühl. Die­ses Buch zeigt dir, wie du es in dei­ner Kü­che ganz ein­fach um­setzt.

Beachte diese 2 goldenen Regeln und lebe so ge­sün­der:

    Regel 1: Ver­mei­de »Schnäpp­chen«

    Was Du jetzt am Preis von Leben­smit­teln spa­ren möch­test, zahlst Du hin­ter­her um ein Viel­fa­ches an Ar­znei­mit­teln. Du kannst kein hoch­wer­ti­ges Oli­ven­öl für nur 3,50 EUR pro Fla­sche kau­fen. Dies gilt auch für auf­fal­lend güns­ti­ge Grund­nah­rungs­mit­tel wie Milch, Mehl und But­ter. Ach­te statt­des­sen auf Qua­li­tät, denn Qua­li­tät ist die bes­te Me­di­zin.

    Regel 2: Lies die Zu­ta­ten­auf­lis­tung

    Wenn Du Na­men in der Zu­ta­ten­auflis­tung eines Le­bens­mit­tels nicht aus­spre­chen kannst, stel­le es wie­der zu­rück ins Re­gal!

Chemiebaukästen in Lebens­mit­teln – wa­rum ist das so?

Eine prinzipielle und gu­te Fra­ge. Die Ant­wort ist ein­fach:

Zeit ist Geld!

Ein gu­tes Bei­spiel ist tra­di­tio­nell her­ge­stell­ter Par­ma­schin­ken, mit viel Zeit­ein­satz pro­du­ziert und ganz oh­ne E-Auf­lis­tung. Pro­duk­te aber, die erst nach mo­na­te­ lan­ger Rei­fung in den Han­del kom­men, ha­ben ih­ren Preis und den müs­sen sie auch ha­ben, weil ei­ne ech­te Wert­schöp­fung nicht billig oder gar um­sonst ge­leis­tet wer­den kann. Das weiß auch die Le­bens­mit­tel­in­dus­trie und geht des­halb ei­nen kom­plett an­de­ren Weg. Das eng­li­sche ge­flü­gel­te Wort »Quick and dirty» trifft es auf den Punkt.

Bist Du bereit für neue Er­kennt­nisse? Dann neh­men wir Dich mit auf ei­ne in­for­ma­tive und spannende Reise in die Welt der gesunden, res­pek­tive un­ge­sun­den Er­näh­rung.

Wir wünschen Dir viel Spaß da­bei!

Claudia, Jürgen & Michael

Kapitel 1 – Nitrate und Ni­trate

Clean Eating

Die »Rein und gesund essen« (Clean-Eating)-Philosophie:

  • keine Geschmacksverstärker
  • kein Hefextrakt, Zuchtsellerieextrakt etc.
  • keine Farbstoffe
  • kein Soja
  • keine zugesetzten Aromen
  • keine Plattenfette (Gehärtete Fette)
  • keine chemisch er­zeug­ten Rie­sel­hil­fen, wie z. B. Mag­ne­si­um­stea­rat
  • möglichst kein zugesetztes raffiniertes Speisesalz, stattdessen auf natürliches Steinsalz achten
  • kein zugesetzter Zu­cker und
  • möglichst keine Konservierungs­stoffe
Produktbeispiel

Räucherschinken ohne Ni­trite und Ni­tra­te?

Was sind Nitrite und Nitrate?

Ein Blick in Wikipedia liefert Auf­schlüs­se, mit was man es hier zu tun hat:

Zitat: »Nitrite sind toxisch. 

Wir gehen nach­fol­gend noch ge­nau da­rauf ein.

Genau hin­ge­schaut – wo­rauf Du beim Kauf ach­ten soll­test!

Der Produkthinweis »Ohne zu­ge­setz­te Ni­tri­te und Ni­tra­te« bie­tet ei­ne gu­te Ba­sis, um die Pro­ble­ma­tik für den Ver­brau­cher zu er­ken­nen, denn in der Pra­xis be­deu­tet die­se For­mu­lie­rung nicht, dass das End­produkt tat­säch­lich frei von nitrit­wirk­sa­men Stof­fen ist. 

Viele Hersteller, darunter auch sol­che, die mit be­son­ders »natür­lichen« Ver­fah­ren wer­ben, ar­bei­ten mit pflanz­li­chen Ex­trak­ten wie 

  • Zitronensaftkonzentrat,
  • Karottensaft
  • Hefeextrakt oder
  • Zuchtsellerieextrakt.

Diese Zu­ta­ten ent­hal­ten na­tür­li­cher­weise Ni­tra­te, die während der Verarbeitung mikrobiell in Ni­tri­te um­ge­wan­delt werden und am Ende denselben technologischen Zweck er­füllen wie zu­ge­setz­tes E250. His­to­risch be­trachtet wur­den Ni­tri­te und Ni­tra­te schon vor der mo­der­nen Le­bens­mit­tel­tech­no­lo­gie über Sal­pe­ter oder sal­pe­ter­haltige Pflan­zen in Pö­kel­wa­ren ein­ge­bracht, sodass die heu­ti­ge »Clean-Label«-Va­ri­an­te ei­gent­lich ei­ne Rück­kehr zu ei­nem tra­di­tio­nel­len, aber nicht un­be­dingt ge­sün­de­ren Ver­fah­ren dar­stellt.

Für die Gesundheitsbewer­tung ist ent­schei­dend, dass der Kör­per oder die Le­bens­mit­telma­trix nicht zwis­chen syn­the­tisch her­ge­stell­ten und pflanz­lich ge­won­ne­nen Ni­tri­ten un­ter­scheidet. 

Sobald Ni­tri­te im Pro­dukt ak­tiv sind, wir­ken sie als Kon­ser­vie­rungs­stof­fe und Farb­sta­bi­li­sa­toren und kön­nen bei un­güns­ti­gen Be­din­gun­gen zur Bil­dung von Ni­tro­sami­nen bei­tra­gen. Für Ver­brau­cherin­nen und Ver­brau­cher ent­steht da­her tat­säch­lich eine In­for­ma­tions­lücke, weil die De­kla­ra­tion zwar for­mal kor­rekt sein kann, das ge­sund­heit­lich Re­le­van­te aber ver­steckt bleibt. Das macht den da­raus re­sul­tie­ren­den, mög­li­chen Vor­wurf ei­ner Ver­brau­cher­täu­schung nach­voll­zieh­bar, denn das Sta­te­ment »ohne zu­ge­setz­te Ni­tri­te« wird oft so ver­stan­den, als wäre das Produkt frei von ni­trit­ak­ti­ven Subs­tan­zen, ob­wohl dies fak­tisch nicht zu­trifft. Er­näh­rungs­phy­sio­lo­gisch bleibt al­so ein iden­ti­sches Ri­siko­profil be­ste­hen, un­ge­ach­tet der »na­tür­lichen« Quel­le der Ni­tra­te.

In der kulinarischen Nut­zung spielt dies vor al­lem dann ei­ne Rol­le, wenn be­wusst nach Al­ter­na­ti­ven zu klas­sisch ge­pö­kel­ten Wa­ren ge­sucht wird, et­wa für eine ni­trit­freie Kü­che oder für Re­zep­te, in de­nen man den ty­pi­schen Pö­kel­ge­schmack ver­mei­den möch­te. 

Wer voll­ständig auf Ni­tri­te ver­zich­ten will, soll­te zu Pro­duk­ten grei­fen, die aus­drück­lich als »oh­ne Nitritpökelsalz« und gleich­zeitig oh­ne pflanz­liche Ni­trat­ex­trak­te her­ge­stellt wur­den, 

bei­spiels­wei­se luft­ge­tro­ck­ne­te Schin­ken wie 

  • Parma­schin­ken mit DOP-Sie­gel oder
  • hand­werk­lich pro­du­zier­te Brüh­würs­te oh­ne Um­rö­tung

Beim Ko­chen lässt sich der na­tür­li­che Ei­gen­ge­schmack sol­cher Pro­duk­te deut­lich dif­fe­ren­zier­ter ein­set­zen, et­wa in kräf­tigen Ein­töpfen, mil­den Pas­ta­ge­rich­ten oder als herz­haf­te Ein­la­ge in saf­ti­gen Back­re­zep­ten, wo die Ab­we­sen­heit ni­trit­be­ding­ter Aro­men zu ein­em ins­ge­samt na­tür­li­che­ren Ge­schmacks­pro­fil führt.

Genau hinschauen solltest Du aber definitiv bei allen »roten« Wurstwaren wie z. B.:

  • Räucherspeck,
  • Salami,
  • Salsiccia
  • Sucuk (Türkische Knoblauch­wurst).

Und weiterhin genauer hinschauen solltest Du vor al­lem bei den klas­si­schen ro­hen und ge­pö­kel­ten 

  • Brühwürsten und
  • Kochwürsten, etwa Le­ber­wurst­va­ri­an­ten, 

die in der re­gio­na­len Kü­che als streich­fä­hi­ge oder schnitt­fes­te Sor­ten auf­tre­ten und fast im­mer mit Ni­trit ar­bei­ten, um ih­ren ty­pi­schen ro­sa Ton und die mil­de Me­tal­lik­no­te zu sta­bi­li­sie­ren. 

Clean-Eating-Tipp # 1:

– Salsiccia vom Albweide­schwein

Der Hersteller vonSchelkle bewirbt das Pro­dukt mit dem Ver­pa­ckungs­hin­weis:

»Handwerk nach Reinheitsgebot«

Auf der Zu­ta­ten­lis­te fin­den sich fol­gen­de An­ga­ben:

  • ohne Phosphate
  • ohne Geschmacksverstärker
  • ohne künstliche Zusätze
  • nur natürliches Steinsalz &
    Naturgewürze
Vom Albweideschwein – ganz ohne Che­mie­bau­kas­ten

Nur die edelsten Stücke aus Hals und Schul­ter wer­den grob ge­wolft und mit Na­tur­ge­wür­zen und ei­ner fei­nen No­te Knob­lauch ver­edelt. Den Ton gibt je­doch ganz klar der ge­rös­te­te Fen­chel an – aro­ma­tisch und ty­pisch ita­lie­nisch.

Das Pro­dukt ist im On­li­ne­han­del er­hält­lich. (Al­le An­ga­ben ohne Ge­währ!)

Hier bestellen und genießen

Clean-Eating-Tipp # 2:

– Sucuk ohne Nitritpökel­salz

Der Lieferant Eksioglu bewirbt das Pro­dukt mit dem Ver­pa­ckungs­hin­weis:

»Nach 100 Jahre alter Tra­dition«

Und tatsächlich, man glaubt es kaum. Auf der Zu­ta­ten­lis­te fin­den sich aus­schließ­lich:

  • Rindfleisch, 95 % (Wow!)
  • Kochsalz
  • Gewürze
  • Dextrose (Traubenzucker) und sonst nichts!

Seltener Fund: Der Lieferant heißt »Eksi­oglu«, was so­viel wie »Sohn des Eksi« bzw. »aus der Fa­milie Eksi«, be­deutet

Das Pro­dukt ist sowohl im Ein­zel­han­del als auch im On­li­ne­han­del er­hält­lich. (Al­le An­ga­ben ohne Ge­währ!)

Hier bestellen und genießen

Clean-Eating-Tipp # 3:

– Original Pfälzer Leber­wurst

Der Hersteller Kalnik bewirbt das Pro­dukt mit dem Ver­pa­ckungs­hin­weis:

»Spitzenqualität – Ganz ohne Zusatzstoffe«

Auf der Zu­ta­ten­lis­te fin­den sich die Hinweise:

  • Allergenfrei
  • Von Natur aus glutenfrei und laktosefrei
  • Ohne Farbstoffe
  • Ohne Aromastoffe
  • Ausschließlich Naturgewürze

Produktbeschreibung des Her­stel­lers: 

»Grau ist gut! Unsere Original Pfälzer Leber­wurst ist aus gutem Grund na­tür­lich grau: Wir ver­wen­den bei der Her­stellung kei­ne Zu­satz­stof­fe, nur Fleisch und Ge­wür­ze, ge­nau wie frü­her. Die Kom­bi­na­tion aus bes­tem Schwei­ne­fleisch, Schwei­ne­le­ber, fri­schen Zwie­beln und Na­tur­ge­wür­zen sorgt für ih­ren ein­zig­ar­ti­gen Ge­schmack! Bes­te Qua­li­tät, ganz oh­ne Zu­satz­stof­fe, di­rekt aus dem Her­zen der Pfalz«.

Das Pro­dukt ist im Ein­zel­han­del er­hält­lich. (Al­le An­ga­ben ohne Ge­währ!)

Weiterführende Infos

Weiter mit den »schwarzen Schafen«, also den Produkten, die fast immer Nitrite oder Nitrate enthalten …

Auch

  • Kochschinken und
  • Pressschinken

ge­hö­ren da­zu, da sie ih­re he­raus­ra­gend glat­te, ro­sa­far­be­ne Struk­tur oh­ne Ni­trit kaum er­hal­ten wür­den. 

Ebenso zählt der klassi­sche Bun­des­wei­te Brü­hwurst­kanon da­zu, al­so 

  • Fleischwurst,
  • Bockwurst,
  • Lyoner oder Pariser, 

die fast durch­weg als ni­trit­ge­pö­kel­te Er­zeug­nis­se auf dem Markt zu finden sind.

Schließlich darf auch der super­markt­ty­pi­sche Auf­schnitt nicht feh­len, vor al­lem Va­ri­an­ten wie 

  • Kochsalami,
  • Pizzasalami,
  • gepökelte Jagdwürste oder
  • Aufschnitt-Mixpackungen, 

bei denen Nitrit als funktio­na­ler Stan­dard zu se­hen ist.

Fazit:

Das Ganze gleicht einem Lebensmittel-Chemiebaukasten, denn nicht sel­ten fin­den sich au­ßer Ni­trit­pökelsalz noch zahl­rei­che wei­te­re Kon­ser­vie­rungs­stof­fe in der Zu­ta­ten­auf­lis­tung!

Wenn du Wert auf ni­trit­freie Al­ter­na­ti­ven legst, lie­gen die Chan­cen am höchs­ten bei

  • frischen Bratwürsten,
  • handwerklichen Rohwürsten mit rei­nem Koch­salz,
  • ungepökelten Schweinefleisch­an­ge­boten
  • und Produk­ten, die eher auf Fri­sche als auf Halt­bar­keit an­ge­legt sind.

Was genau sind denn nun Nitrite und Nitrate?

Hier nun ein aufschlussreicher, tieferer Blick in das The­ma:

Wikipedia sagt (Zitat):

»Das Nitrition re­agiert mit den Ei­sen­ato­men in ei­sen­hal­ti­gen En­zy­men der Zell­at­mung so­wie des Hä­mo­glo­bins. Ka­lium­ni­trit darf als Le­bens­mit­tel­zu­satz­stoff der Num­mer E249 (Kon­ser­vie­rungs­mit­tel) un­ter be­stimm­ten Auf­lag­en im Ni­trit­pö­kel­salz [Na­tri­um­chlo­rid mit Ka­li­um­ni­trit (E249) und Na­tri­um­ni­trit (E250)] ein­ge­setzt wer­den. Es verleiht dem Fleisch durch Bil­dung von Ni­tro­so­myo­glo­bin eine blei­ben­de ro­te Far­be und beugt dem Be­fall durch Clos­tri­dium botulinum vor.

Bei der Wurst­produktion ist die Verwendung von Nitriten vor­ge­schrie­ben, da es die Ent­wick­lung des hoch­ge­fähr­li­chen Bo­tu­lis­mus-Bak­te­ri­ums (»Clos­tri­dium bo­tu­li­num«) ver­hin­dert«. Zitat Ende.

(!) In der Schweiz gibt es keine solche Vor­schrift. Luft­ge­trock­nete Fleisch­wa­ren wie Par­ma­schin­ken oder Cho­ri­zo be­nö­ti­gen un­ter Ein­hal­tung be­stimm­ter Re­geln kein Ni­trit.

Nachteile des Verzichts auf Ni­tri­te und Ni­tra­te 

  • Eine Unterbrechung der Kühl­ket­te kann ernst­haf­te ge­sund­heit­li­che Folg­en nach sich ziehen.
  • Stark ver­rin­ger­te La­ger­fäh­ig­keit, ins­be­son­de­re bei ge­öff­ne­ten Ver­pa­ckun­gen. Nicht kon­su­mier­te Le­bens­mit­tel soll­ten des­halb nach dem Öff­nen so schnell wie mög­lich, in­ner­halb von 1 bis 2 Ta­gen, ver­zehrt wer­den.

Weiterhin steht in Wikipedia:

Gesundheitliche Auswirkungen

In den 1920er Jahren wurden die ers­ten Ver­gif­tun­gen durch Pö­kel­salze mit Na­tri­um­ni­trit­ge­hal­ten über 5 % be­rich­tet. Eine Do­sie­rung ober­halb von et­wa 0,5 g führt zu Ver­gif­tun­gen. In den 1970er Jah­ren wur­de ent­deckt, dass die Nitro­sa­mi­ne, die aus Na­tri­um­ni­trit ent­ste­hen, krebs­er­zeu­gend sind. Auch die zu­läs­sigen Bei­mi­schun­gen gel­ten als ge­ring­fü­gig krebs­er­zeu­gend.

Nitrosamine entstehen bei­spiels­wei­se beim Gril­len oder Bra­ten von ge­pö­kel­tem Fleisch; ge­pö­kel­tes Fleisch soll­te da­her mög­lichst nicht geg­rillt oder ge­bra­ten wer­den. (An­mer­kung der Re­dak­tion: Statt­des­sen sanft er­hit­zen!)

Giftköder

In Australien und den Ver­ei­nig­ten Staa­ten wur­den Gift­kö­der auf der Ba­sis von Na­tri­um­ni­trit ent­wi­ckelt, die laut Pa­tent ge­gen Al­les­fres­ser ein­ge­setzt wer­den kön­nen. Bis­her wur­den die­se Kö­der, die bei einer Auf­nah­me­menge von 135 mg Na­tri­um­ni­trit/kg zu ei­nem schnel­len Er­sti­ckungs­tod füh­ren, ge­gen Wild­schwei­ne, ver­wil­der­te Haus­schwei­ne und – in Neu­see­land – gegen Opossums mit Er­folg ein­ge­setzt.«

Zitat Ende. Quelle: Wikipedia

Und Nitrate?

Auch hier weiß Wikipedia:

»Die Ursache für ge­sund­heit­li­che Ri­si­ken liegt in der Ge­fahr einer Re­duk­tion des Ni­trats zu Ni­trit und der Bil­dung von krebs­er­re­gen­den Ni­tro­sa­mi­nen. Eine sol­che Um­wand­lung fin­det zum ei­nen im Darm durch ent­spre­chen­de Bak­te­rien statt, zum an­deren kön­nen auch die Spei­chel­drü­sen über den Blut­weg an­ge­schwemm­tes Ni­trat re­du­zieren«.

Zitatende. Quelle: Wikipedia

Nitrosamine

Erhöhtes Krebs­ri­si­ko durch den re­gel­mä­ßi­gen Ver­zehr von Pö­kel­wa­re

Gefährlich, da er­wie­se­ner­ma­ßen krebs­er­re­gend, sind die so­ge­nann­ten »Ni­tro­sa­mi­ne«, die aus der Ver­bin­dung von Ni­tri­ten und Ni­tra­ten bei der Ver­dau­ung ent­ste­hen. In die­sem Zu­sam­men­hang, sind meh­re­re Her­stel­ler zu »Zucht­sel­le­rie-Ex­trakt« – ei­ne von Na­tur aus ni­trit­rei­che Zu­tat – als Er­satz für Ni­trit und Ni­trat in ih­ren Fleisch­pro­duk­ten über­ge­gan­gen. 

Um die Ver­brau­cher (nicht?) in die Ir­re zu füh­ren, tra­gen die Eti­ket­ten die­ser Pro­duk­te den Hin­weis: »Oh­ne zu­ge­setz­te Ni­tri­te und Ni­tra­te«

Das scheint ein lo­bens­wer­ter An­satz, aber re­duziert er wirk­lich den Ni­trit- und Ni­trat­ge­halt im Ver­gleich zu kon­ven­tio­nel­len Pro­dukt­en? Denn be­mer­kens­wer­ter­wei­se ent­hält Zucht­sel­le­rie-Ex­trakt eben­falls Ni­tri­te, was der Her­stel­ler im vor­lie­gen­den Fall lei­der »vergisst« zu er­wäh­nen. Wir konn­ten je­den­falls auf der Ver­pa­ckung – selbst im Klein­ge­druck­ten – kei­nen ent­spre­chen­den Hin­weis  ent­de­cken, kön­nen al­so we­der ei­ne po­si­ti­ve, noch ne­ga­ti­ve Aus­sa­ge zu obi­gem Pro­dukt ma­chen.

Bleibt im Sin­ne al­ler Ver­brau­cher zu hof­fen, dass die For­schung an der Ent­wick­lung al­ter­na­ti­ver Kon­ser­vierungs­me­tho­den weiter vo­ran ge­trie­ben wird, so wie es z. B. bei »foodwatch« durch ei­ne ent­spre­chen­de Pe­ti­tion ini­ti­iert wird.

Petition: Schluss mit den Nitriten, die unserer Nahrung zugesetzt werden »

Kapitel 2: Das Mär vom »bösen Fett«

– sind Fette generell bö­se?

Pauschalisierung statt Differen­zie­rung fin­det statt

Nicht sel­ten werden Be­griff­lich­kei­ten in den Medien pau­scha­li­siert. Fette z. B. wer­den meist ge­ne­rell böse ge­re­det. Dabei wird voll­kom­men au­ßer acht ge­lassen, dass un­ser Or­ga­nis­mus »es­sen­tiell« Fett­säu­ren, al­len vo­ran Ome­ga 3-Fett­säu­ren, be­nö­tigt und das man in Be­zug da­rauf, zwi­schen »gu­ten« und »schlech­ten« Fetten un­ter­scheiden muss. 

Gesunde Fette ste­cken z. B. in 

  • Nüssen,
  • fettreichem Fisch (wie bspw.
  • Lachs,
  • Makrele,
  • Sardinen,
  • Sardellen und
  • Hering) oder auch in
  • Avocados.

Wer auf diese Fettlieferanten bei sei­ner Er­näh­rung ver­zich­tet, ver­zich­tet da­mit höchst­wahr­schein­lich auf den Er­halt sei­ner Ge­sund­heit.

Im Gegenzug dazu gibt es al­ler­dings tat­säch­lich auch »bö­se« Fet­te«. Vor al­lem in­dus­tri­el­le Plat­ten­fet­te, mit ih­ren Trans­fett­säu­ren wie z. B.

  • Tiefkühl-Pommes frites,
  • Tiefkühl-Pizza etc.,

kön­nen un­se­rer Ge­sund­heit scha­den und las­sen uns so­gar ge­mäß ei­ner ak­tuel­len, wis­sen­schaft­li­chen Stu­die schnel­ler al­tern (siehe Ka­pitel 4).

Kapitel 3: Plattenfette bzw. gehär­te­te Fette

– wie gesund sind Tiefkühl-Pom­mes?

Plattenfette findet man in wei­ter­ver­ar­bei­te­ten Lebens­mit­teln sowie Fertigprodukten wie z. B. Tiefkühl-Pom­mes. Auch hier ist es der re­gel­mä­ßi­ge Ver­zehr, der zu ge­sund­heit­li­chen Risiken führen kann.

Mögliche Gesundheitsrisiken bei der Fett­här­tung:

Zitat: »Bei unvoll­stän­di­ger Hy­drie­rung kön­nen sich Gly­ce­ri­de der so­ge­nann­ten trans-Fett­säu­ren als Ne­ben­pro­dukt bil­den, die als Mit­ver­ur­sacher für Herz-Kreis­lauf­er­kran­kun­gen gel­ten.« Zitat Ende, Quelle: Wikipedia

Wir haben diesem Thema am Bei­spiel von Tief­kühl-Pom­mes-frites einen ei­ge­nen Bei­trag ge­wid­met:

Kapitel 4: Fertiggerichte machen alt

Zitat: »Stark verarbei­te­te Le­bens­mit­tel wie Tief­kühl­piz­za, Würs­tel und Kek­se er­hö­hen nicht nur die Wahr­schein­lich­keit dick und krank zu wer­den». 

Laut ei­ner neu­en Stu­die spa­ni­scher For­scherin­nen und For­scher be­schleu­ni­gen sie auch das Al­tern.

Menschen, die sich häu­fig von der­ar­ti­gen Fer­tig­ge­rich­ten und nicht von frisch zu­be­rei­te­ten Spei­sen er­näh­ren, ha­ben kür­ze­re Te­lo­me­re, wie ein Team um die Er­nährungs­wis­sen­schaft­le­rin Lucia Alonso-Pedrero » von der Uni­ver­si­tät Nav­ar­ro in Spa­nien be­rich­tet. Die­se Te­lo­me­re, qua­si Schutz­kap­pen an den En­den der Chro­mo­so­men, wer­den bei je­der Zell­tei­lung kür­zer und gel­ten des­halb als Grad­mes­ser für das Al­tern. Die Re­gel lau­tet: je kür­zer die Te­lo­me­re, des­to äl­ter ein Le­be­we­sen.

Viel Fett, Salz und Zu­cker

Stark ver­ar­bei­te­te Le­bens­mit­tel be­schleu­ni­gen die­sen Pro­zess und las­sen die Zel­len schnel­ler al­tern, wie Alon­so-Ped­re­ro bei einer Online-Welt­kon­ferenz zu Dick­lei­big­keit » am Diens­tag er­klär­te.« Zi­tat En­de, Quel­le: science.orf.at

Hier den gan­zen Ar­ti­kel le­sen: Fertiggerichte machen alt »

Unser Experteninterview

Dipl. Ernährungs­wissen­schaftler Michael Pagelsdorf

Gesundheitstrends in der Er­näh­rung

Dipl. Ernährungswissenschaftler Mi­cha­el Pa­gels­dorf, hier im In­ter­view, er­stellt Ge­sund­heits- und Nährwert­ana­ly­sen aus wis­sen­schaft­li­cher Sicht.

Herr Pagelsdorf, sich gut und rich­tig er­näh­ren – was ist wirk­lich em­pfeh­lens­wert?

»Das Thema »Sich ge­sund er­nähren« ge­winnt ge­rade heu­te, in un­se­rer hek­ti­schen Zeit, wo vie­le Men­schen sich tags­über un­aus­ge­wo­gen von Fastfood er­näh­ren, stän­dig mehr an Be­deu­tung. Wir freu­en uns sehr, dass wir ak­tu­ell ei­nen Ge­gen­trend zur jahr­zehn­te­lan­gen, ge­sund­heits­schä­di­gen­den Fast-Food-Er­näh­rung er­le­ben.

Im Zeitalter der indus­tri­el­len Le­bens­mit­tel­er­zeu­gung häu­fen sich Alarm­mel­dun­gen und Skan­da­le über be­las­te­te, schäd­li­che In­halts­stof­fe in Le­bens­mit­teln. Des­halb wächst das In­te­res­se für die­ses The­ma. Immer mehr Men­schen fra­gen da­nach, ob be­stimm­te Nah­rungs­mit­tel ei­nen nied­ri­gen oder ho­hen Nähr­wert ha­ben und ob die­se – sa­lopp ge­sagt – gut oder schlecht für uns sind.

Lässt man die wechseln­den Trends zum The­ma Er­näh­rungs­em­pfeh­lun­gen der letz­ten Jah­re und Jahr­zehnte Re­vue pas­sieren, er­kennt man deut­lich, dass grund­le­gen­de Kern­aus­sa­gen sich ge­än­dert, sprich um­ge­kehrt ha­ben. Der lang wäh­ren­de »Low-Fat-Trend« re­de­te sys­te­ma­tisch al­le in Le­bens­mit­teln ent­hal­te­nen Fet­te schlecht. Da­nach folgte ein Trend, der die­se The­se auf­hob und statt­des­sen Kohl­en­hy­dra­te als Ur­sa­che al­len Übels be­nann­te, wo­raus der be­kann­te »Low-Carb-Trend« re­sul­tier­te. Ein Trend, des­sen Kern­aus­sage es war und ist, die Auf­nah­me von Koh­len­hy­dra­ten zu re­du­zie­ren bzw. da­rauf zu ver­zich­ten. 

Bereits seit Jahren kön­nen wir nun ei­ne »Anti-Fleisch-Phi­lo­so­phie« mit fast schon re­li­giö­sen Aus­ma­ßen be­ob­ach­ten.

Nicht das wir uns falsch ver­ste­hen: Auch ich bin Geg­ner von tier­ver­ach­ten­der Mas­senhal­tung! 

Artgerechte Haltung mit na­tür­li­chem, un­be­schleu­nig­tem Wachs­tum der Tie­re sollte selbst­ver­ständ­li­che Grundvoraussetzung bei der Auf­zucht un­se­rer Nutz­tiere sein. Und ge­nau hier müs­sen wir als Ver­brau­cher re­agie­ren. Statt Fleisch zum Schnäpp­chen­preis im Dis­coun­ter zu kau­fen, wäre es sinn­voll, beim Kauf auf Her­kunft und Hal­tung der Tie­re zu ach­ten. Das lo­gi­sche Re­sul­tat wä­re ein Dop­pel­nut­zen für Tier und Mensch.«

Was ist aus Ihrer Sicht richtig und was falsch, wenn man diese Trends un­ter die Lu­pe nimmt, sprich wis­sen­schaft­lich ana­ly­siert, Herr Pagels­dorf?

»Bei Untersuchungen und Statis­ti­ken, die als eine em­pfeh­lens­wer­te Er­nährung publi­ziert werden, steht re­gu­lär ein ein­zel­nes Nah­rungs­mit­tel bzw. eine Nah­rungs­mit­tel­grup­pe im Fo­kus der Ana­ly­se. Da­bei wird außer Acht ge­las­sen, dass wir im Re­gel­fall kein ein­zel­nes Nah­rungs­mit­tel, son­dern eine Kom­bi­nation ver­schie­de­ner Nah­rungs­mit­tel zu uns neh­men, d. h., wir es­sen z. B. im sel­tens­ten Fall al­lei­ne Koh­len­hy­dra­te, son­dern neh­men zu­sam­men mit die­sen pflanz­li­che und tie­ri­sche Fet­te so­wie Bal­last­stof­fe zu uns.

Wür­de diese Tatsache in den pu­bli­zier­ten Em­pfeh­lun­gen einer für den Men­schen ge­sund­heits­för­der­li­chen Er­näh­rung be­rück­sich­tigt, kä­me es zu an­de­ren, von den jet­zi­gen Dar­stel­lun­gen und For­schungs­ana­ly­sen ab­wei­chen­den Em­pfeh­lun­gen«, er­klärt Pa­gels­dorf.

Vegetarische und vegane Er­nährung = ge­sunde Er­näh­rung?

Angesprochen auf den aktu­el­len, sich wei­ter ver­brei­ten­den Trend, bei der Er­näh­rung auf den Ver­zehr von Fleisch und so­gar Fisch zu ver­zich­ten, sich al­so »ve­ge­ta­risch« oder »ve­gan« zu er­näh­ren, ant­wor­tet Pa­gels­dorf:

»Neben hoch­wer­ti­gem Ei­weiß ent­hält dunk­les Fleisch die le­bens­wich­ti­gen Vi­ta­mi­ne B1, B2, B6 und B12, Mi­ne­ral­stoffe und Spu­ren­ele­men­te. Bei der Bildung roter Blut­kör­per­chen spielt das Vi­ta­min B12 eine zentrale Rolle, da es – in nen­nens­wer­ten Mengen – aus­schließ­lich über tie­ri­sche Pro­duk­te auf­ge­nom­men wird. Da­raus er­gibt sich, dass ei­ne rein ve­gane Er­nährung für den Men­schen kei­ne aus­ge­wo­gene Er­näh­rung dar­stellt.«

Cui bono? Wem nützt es?

Wieder scheint es die Le­bens­mittel­in­dus­trie und nicht der Mensch zu sein, die von pro­pa­gierten Trends in Be­zug auf ei­ne em­pfeh­lens­wer­te Er­näh­rung pro­fi­tiert. Denn dass nicht der Mensch der Pro­fi­teur ist, lässt sich un­schwer an den letzt­en Alarm­mel­dun­gen über ve­ga­ne Lebens­mit­tel mit Fleisch­er­satz er­ken­nen, die unter Ver­dacht ste­hen, ge­sund­heits­schäd­li­che In­halts­stof­fe zu be­sit­zen.

Fazit – Ernährungs-Empfehlung

Was empfiehlt das Team von »Ger­ne­ko­chen – Mit Wein ge­nießen« Men­schen, die auf ei­ne ge­sun­de Er­näh­rung ach­ten wol­len?

»Wir em­pfehlen de­finitiv eine aus­ge­wo­ge­ne Er­näh­rung, die ei­nen viel­sei­ti­gen Spei­se­plan auf­weist und kei­ne für den Men­schen wichtigen Le­bens­mit­tel aus­schließt. Das heißt nicht, dass es bei uns je­den Tag Fleisch gibt. Ein- bis zwei­mal die Wo­che hoch­wer­ti­ges Fleisch so­wie Fisch aus Wild­fang mit un­be­las­te­ter Her­kunft rei­chen in Kom­bi­na­tion mit an­deren Le­bens­mit­teln für ei­ne aus­ge­wo­gene und so­mit ge­sun­de Er­näh­rung aus«, da ist sich das »Ger­ne­ko­chen – Mit Wein ge­nie­ßen«-Team ei­nig.

Aber hört sich das nicht ebenso nach einem Trend an, einem Trend, der mehr und mehr un­ter dem Be­griff »Fle­xi­ta­rier« be­kannt wird?

»Nein! Unsere Empfehlungen bezie­hen sich nicht aus­schließ­lich auf die Fra­ge, ob der Ver­zehr von Fleisch für den Menschen gut oder schlecht ist.

Vielmehr schließen wir bei un­se­ren Em­pfeh­lun­gen den ganz­heit­lichen As­pekt aller für den Men­schen ge­eig­ne­ten Nah­rungs­mit­tel in un­se­re Em­pfeh­lun­gen ein und be­rück­sich­ti­gen da­bei de­ren Wech­sel­wir­kung auf den mensch­li­chen Organismus.

Kurzum: Wir empfehlen ge­sund­heits­ori­en­tier­ten Men­schen eine aus­ge­wo­ge­ne Er­nährung«, be­endet Pa­gels­dorf sei­ne Aus­füh­run­gen.

Epilog: Was ist gesund und was nicht?

Die Themen »Gesund essen« und »Krea­tiv und le­cker ko­chen« boo­men auf al­len Me­dien­platt­for­men, egal, ob im TV als Koch­show, in den klas­si­schen Print­me­dien oder im Netz als Koch-Tu­to­rial oder Kochblog. Auch rei­ne The­men­bei­trä­ge mit da­rin pro­pa­gier­ter Er­näh­rungs-Trend-Phi­lo­so­phie sind un­ter ih­nen zu fin­den.

Trends kommen und Trends ge­hen wie­der

Und wie auch unser Freund, Dipl.-Er­näh­rungs­wis­sen­schaft­ler Mi­cha­el Pa­gels­dorf, in die­sem Bei­trag be­stä­tigt, un­ter­lie­gen die po­pu­lärs­ten Er­näh­rungs­phi­lo­so­phi­en wech­seln­den Trends, d. h., sie kom­men und sie ge­hen wie­der. (Low Fat, Low Carb etc.) Was ges­tern noch richtig und gut war, ist heu­te auf ein­mal falsch oder um­ge­kehrt. Ei­ne Wahr­heit gibt es je­doch nur ein­mal, ent­we­der sie ist rich­tig oder falsch und än­dert sich nicht. Egal, ob ges­tern oder heu­te!

Dass eine aus­ge­wo­ge­ne Er­näh­rung mit hoch­wer­ti­gen, mög­lichst na­tur­be­las­se­nen, nähr­stoff­rei­chen Le­bens­mit­teln po­si­ti­ve Wir­kun­gen auf un­se­re Ge­sund­heit hat, ist da­ge­gen eine zeit­lo­se und somit wah­re Er­kennt­nis. An ihr wird sich auch in Zu­kunft nichts än­dern.

Unser Lieblingszitat:

« La bonne cuisine est la base du vé­ri­tab­le bon­heur »

»Gutes Essen ist die Basis wahren Glücks, ...«

August Escoffier, frz. Meisterkoch, (1846–1935)

... insbesondere die Grundlage un­se­rer Ge­sund­heit; möch­ten wir dem noch hin­zu­fü­gen.

Auch August Escoffier war sich also schon der Be­deutung von gu­tem – im Sin­ne von hoch­wer­ti­gem – Essen bewusst. Rein und ge­sun­d es­sen, in der Mo­derne als »Clean Eating« bezeichnet, setzt vo­raus, dass Nah­rung so ur­sprüng­lich wie mög­li­ch ver­ar­bei­tet wird. Tü­ten­nah­rung, Fer­tig­sau­cen oder an­de­re, in­dus­tri­ell wei­ter­ver­ar­bei­te­te Le­bens­­mit­­tel sind des­­halb in einer ge­sun­den »Ger­ne­kü­che« ab­so­lut ta­bu. Das es un­ter der Ver­wen­dung von fri­schen Zu­ta­ten, inkl. na­ti­ver TK-Wa­re, auch ganz oh­ne Fer­tig­pro­duk­te geht, zei­gen wir in un­se­ren Re­zep­ten.

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