Zigeunerschnitzel – klas­si­sches Schnit­zel mit Pap­ri­ka­sauce

– unser Puszta-Klassiker mit be­son­derem Pap­rika-Aroma

Zigeunerschnitzel – klassisches Schnitzel mit Paprikasauce Zigeunerschnitzel – klassisches Schnitzel mit Paprikasauce

synonym

Zigeunerschnitzel – klassisches Schnit­zel mit Pap­rika­sauce

👉 unser Puszta-Klas­siker mit be­son­de­rem Pap­ri­ka-Aro­ma

Ein gutes Zigeu­ner­schnit­zel lebt von seiner Sauce – und genau hier haben wir an zwei Wochen­en­den zwei unter­schied­li­che Va­ri­an­ten für Euch aus­pro­biert. Denn statt die Pap­ri­ka wie üblich ein­fach in der Pfan­ne zu schmo­ren, haben wir sie unter dem Ofen­grill kräf­tig an­ge­rös­tet, bis die Haut stellen­weise schwarz war. Nach dem Schä­len und Auf­schnei­den ent­fal­tet die Pap­ri­ka ein be­sonders in­ten­si­ves, leicht süß­liches Röst­aro­ma, das der Sauce eine ganz ei­gene Tiefe ver­leiht.

Auch bei den Zwiebeln haben wir beim zwei­ten Mal einen klei­nen, aber ent­schei­denden Unter­schied ge­macht: Wir ha­ben sie nicht in der Sauce weich ge­schmort, sond­ern le­dig­lich gla­sig an­ge­schwitzt und an­schlie­ßend aus der Pfanne ge­nom­men. Erst zum Schluss ka­men sie zu­sam­men mit der ge­rös­teten Pap­ri­ka wie­der zur Sau­ce. So blei­ben die Zwie­beln als solche er­kenn­bar und be­halten et­was Biss – genau das, was wir uns bei unserem Zigeuner­schnit­zel ge­wünscht haben.

Ob Schwein oder Kalb, bleibt dabei letzt­lich eine Frage des per­sön­lichen Ge­schmacks. Wir haben bei­des aus­pro­biert und fand­en beide Va­ri­an­ten aus­ge­sproc­hen ge­lungen. Ent­schei­dend ist für uns vielmehr die Kom­bi­nation aus knus­pri­gem Schnit­zel und ei­ner kräf­ti­gen, aro­ma­ti­schen Paprika­sauce, die das Schnit­zel be­glei­tet, statt seine knus­prige Pa­nie­rung unter sich zu be­gra­ben.

Gernekochen-Weintipp

Zu »Zigeunerschnitzel – klas­si­sches Schnit­zel mit Pap­rika­sauce« ser­vie­ren wir ei­nen mit­tel­kräf­ti­gen Rot­wein mit aus­ge­präg­ter Frucht und mil­dem Tan­nin. Ein­fach mal auf un­ser »Wein­tipp-Icon« tip­pen und mehr er­fah­ren. Wir wün­schen wie stets ei­nen gu­ten Ap­pe­tit und: Wohl be­komm's!

Warum Du dieses Zigeuner­schnitzel-Rezept aus­pro­bie­ren soll­test

  • Besonders intensives Paprika­aroma: Unter dem Ofengrill ge­rös­te­te Pap­rika ent­wickeln kräf­ti­ge Röst­aro­men und ver­lei­hen der Sauce eine be­son­ders aro­ma­ti­sche Tiefe
  • Unsere spezielle Vari­ante des Klas­sikers: Gla­sig ge­hal­te­ne Zwie­beln, ge­rös­tete Pap­ri­ka und eine pi­kan­te Sauce
  • Knusprige Schnitzel trotz reichlich Sauce: Wir zeigen Dir einen echten Profitrick. Auf einem »Saucen­spie­gel« ser­viert, be­glei­tet die Sauce das Schnit­zel, statt es zu er­trän­ken
  • Die perfekten Beilagen: Frischer Gurken­salat mit ro­ten Paprika­wür­feln und haus­ge­mach­te Pom­mes frites mit Pi­ment d'Espe­lette sor­gen für frische und würz­i­ge Kon­traste
  • Einfach nach­zu­kochen: Unsere be­bil­derte Schritt-für-Schritt-An­lei­tung führt auch Koch­an­fänger si­cher ans Ziel.

Rezept:
Zigeunerschnitzel – unser Pusz­sta-Klas­ssiker mit be­son­derem Pap­rika-Aroma

Zutaten für 4 Personen

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Für den Einkaufszettel:

  • 4 Schweineschnitzel (als Variante der gut­bür­ger­li­chen Kü­che)
    oder alternativ:
  • 4 Kalbschnit­zel aus der Kalbs­nuss (als Va­ri­an­te der ge­ho­be­nen Kü­che) – das zar­te, ma­ge­re Teil­stück aus der Keu­le, per­fekt für Schnit­zel)
  • 1 rote Gemüsepaprika 
  • 1 grüne Gemüsepaprika 
  • 1/2 gelbe Gemüsepaprika 
  • 100 ml Rotwein 
  • 400 ml Gemüsefond 
  • 1 Gemüsezwiebel 
  • 2 Chili-Gewürzgurken 
  • 2 EL Paprika-Tomatenmark 
  • 1 TL Zucker 
  • 1 Schuss Weißweinessig 
  • 1 TL Ungarisches Paprikapulver edelsüß 
  • 1 TL Ungarisches Parikapulver rosenscharf
  • 1 Prise Cayennpfeffer
  • 1 gestrichener TL Senf
  • etwas Pfeffer aus der Mühle

Für die Schnitzelpanierung:

  • 2 Eier
  • 1 Msp. abgeriebene Zitronen­scha­le (Bio!)
  • 1 Prise frisch geriebene Muskat­nuss
  • 1 EL geschlagene Sahne
  • 80 g Semola » (Wei­zen­dunst bzw. »Spätz­le-Mehl« – dop­pel­grif­fi­ges Mehl)
  • 200 g Weißbrotbrösel
  • etwas Salz und
  • weißer Pfeffer aus der Mühle
  • 150 ml Öl (am besten Olivenöl)
  • 50 g braune Butter

Für die selbstgemachten Pommes frites:

  • 400 g Bio-Kar­tof­feln, fest­ko­chend (z. B. »Dril­lin­ge«, nie­der­rhei­ni­sche »Schmör­kes«, »Bam­ber­ger Hörn­chen« oder ... unser ganz be­son­de­rer Tipp für die per­fek­ten Pom­mes fri­tes: »Anuschka«
  • 5 EL Premium-Olivenöl »
  • Salz und
  • 2 gestr. TL »Piment d'Espelette«

Für den Gurkensalat:

  • 1 etwa 400 g schwere Salatgurke
  • 2 EL kleingewürfelte rote Paprikaschote
  • 2 EL feingeschnittener Dill
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 EL Weißweinessig
  • ½ TL Salz
  • ¼ TL weißer Pfeffer

1) Pa­pri­ka wa­schen, hal­bie­ren und Kern­ge­häu­se ent­fer­nen. Zwie­beln  pel­len und in dün­ne Strei­fen schnei­den. Rest­li­che Zu­ta­ten be­reit­stel­len.

2) Ofengrill auf 220 Grad vorheizen. Paprika­hälf­ten un­ter dem Grill le­gen und so lan­ge grillen, bis die Pap­rik­a brau­ne bis schwar­ze Stel­len be­kom­men hat.

3) Gegrillte Paprika aus dem Ofen neh­men. Ein nas­ses Kü­chen­tuch auf die Hälf­ten le­gen und kurz ein­wei­chen las­sen. An­schlie­ßend die Pa­pri­ka­haut mit Klin­ge und Dau­men ab­zie­hen. Pa­pri­ka der Län­ge nach in schmale Strei­fen schnei­den. Ge­würz­gurken der Län­ge nach in dünne Strei­fen schnei­den.

4) Zwiebeln in Olivenöl und ei­nem Stich But­ter gla­sig schwit­zen und an­schlie­ßend aus der Pfanne neh­men.

5.1) Paprika-Tomatenmark in der Pfanne auf ho­her Tem­pe­ra­tur an­rös­ten bis es schwar­ze Stel­len be­kom­men hat. Mit Zu­cker be­streu­en und unter Wenden kurz ka­ra­mel­li­sie­ren las­sen.

5.2) Das karamellisierte Paprika-Tomat­en­mark mit Rot­wein ab­lö­schen, mit dem Rot­wein ver­rüh­ren, bis es sich zu ei­ner Sau­cen­ba­sis auf­ge­löst hat. Das dau­ert nur we­ni­ge Se­kund­en.

5.3) Saucenbasis mit der Hälfte der Brühe ab­lö­schen. Sau­ce oh­ne De­ckel auf mitt­le­rer Tem­pe­ra­tur ein­re­du­zie­ren. Rest­li­chen Ge­mü­se­fond nach und nach zu­gie­ßen.

5.4) Sauce weiter einreduzieren las­sen, bis sie ein schö­ne Kon­sis­tenz be­kom­men hat. Sau­ce mit edel­sü­ßem und ro­sen­schar­fem Pap­ri­ka­pul­ver, ei­ner Pri­se Cay­enne­pfef­fer, 1 gestr. TL schar­fen Senf und ei­nen Sprit­zer Weiß­wein­es­sig oder Gur­ken­saft a. d. Glas den ge­wünsch­ten Pap­rika­sau­cen-Ge­schmack ver­lei­hen. 

👉 Die Zu­gabe von Salz ist nicht er­for­derlich, da der ein­re­du­zier­te Ge­mü­se­fond be­reits eine salzige Note erzeugt. 

(!) Pap­ri­ka­sau­ce nicht mehr ko­chen, son­dern mit auf­ge­leg­tem De­ckel warm halten.

6.1) Salatgurke waschen, abtrock­nen und mit Scha­le auf dem Gur­ken­ho­bel oder im Durch­lauf­schnitz­ler in dün­ne Schei­ben schnei­den.

6.2) In einer Schüssel ½ TL Salz mit 2 EL Weiß­wein­essig auf­lö­sen. 3 EL bes­tes Oli­ven­öl und ¼ TL fei­nen wei­ßen Pfef­fer hi­nein­rüh­ren, eben­so et­wa 2 EL klei­ne Würf­el ei­ner ro­ten Pap­ri­ka­scho­te. Gur­ken­schei­ben und Pap­ri­ka­wür­fel mit dem Dres­sing mi­schen, mit 2 EL fein­ge­schnit­te­nem Dill be­streu­en und 30 Min. durch­zie­hen las­sen.

 

 

Workshop:

Selbstgemachte Pom­mes fri­tes aus dem Ofen oder der Fri­teuse

1) Kartoffeln schälen und mit dem Pom­mes-fri­tes-Schnei­der in Stäb­chen schnei­den.

2) Salzwasser in Schmorpfanne od­er Koch­topf auf­ko­chen las­sen. Ei­nen Schuss Es­sig hin­zu­fü­gen und die Pom­mes fri­tes 4–5 Mi­nuten blan­chie­ren.

3) Wasser abschütten. Pommes fri­tes im Sieb tro­cken­schüt­teln und in ei­ner Schüs­sel in Oli­ven­öl mehr­fach wen­den.

4) Methode B, Zubereitung im Backofen:

Backofen auf 170° Umluft vorhei­zen. Back­blech mit Back­pa­pier aus­le­gen und Pom­mes fri­tes da­rauf ver­tei­len. Je nach Kar­toffel­sor­te 30–40 Min. gold­braun ba­cken. Nach der hal­ben Garzeit ein­mal wen­den. Nach dem Fer­tig­ga­ren sal­zen.

Unser Tipp: Mit ei­nem Draht­korb oder per­fo­rier­tem Back­blech ent­fällt das Wen­den. Klas­se!

4) Methode B, Zubereitung in der Heißluftfriteu­se: 

Al­ter­na­tiv zum Back­of­en kannst Du dei­ne selbst­ge­mach­ten Pom­mes fri­tes auch in der Heiß­luft­fri­teu­se zu­be­rei­ten. Zwei­fels­frei ei­ne Op­tion, die sich sehr gro­ßer Be­liebt­heit erfreut.

Wichtig: Allerdings soll­test Du un­ter ge­sund­heit­li­chen As­pek­ten da­rauf ach­ten, ei­ne Tem­pe­ra­tur von 180 Grad nicht zu über­schrei­ten, da sich bei hö­he­ren Tem­pe­ra­tu­ren die Ac­ryl­am­id-Be­las­tung stark er­höht. (Viele Her­stel­ler em­pfeh­len ei­ne Tem­pe­ra­tur von 200 Grad, von der wir aus vor­ge­nann­ten Grün­den drin­gend ab­ra­ten!) Set­ze dann ein­fach je nach ver­wen­de­ter Kar­tof­fel­sor­te die Garzeit um 3–5 Mi­nu­ten he­rauf.

Wie gesund sind Tiefkühl-Pommes?

Wie gesund sind Tiefkuehl-Pommes?

Fachartikel: Warum Du dir Pommes frites lieber selbst zu­be­rei­ten soll­test.

So gelingt Dir das per­fekte Zi­geuner­schnitzel

1) Paniermehl, Eier und die Panko-Weiß­brot­brö­sel in je ei­nen Tel­ler ge­ben. Eier auf­schla­gen und nur grob ver­quir­len. Mit ei­ner fei­nen Kü­chen­rei­be et­was Bio-Zi­tro­nen­scha­le, Mus­kat­nuss und die ge­schla­ge­ne Sah­ne da­zu­ge­ben und un­ter die ver­quirl­ten Ei­er schla­gen.

Profitipp für die verquirlten Eier:

👉 Durch die Kombination von ver­quirl­ten Ei­ern mit ei­nem EL ge­schla­gene Sah­ne wird die Pa­nie­rung be­son­ders luftig.

2) Die ge­plät­te­ten Schnit­zel (wer kei­nen Fleisch­plät­ter hat, nimmt ei­nen schwe­ren Sau­cen­topf) mit Pfef­fer und Salz wür­zen und dann der Rei­he nach

  1. Zu­erst meh­lie­ren
  2. Da­nach durch die Ei-Sah­ne­mi­schung zie­hen. 
  3. Ab­schlie­ßend noch in den Sem­melbröseln wen­den
So panierst Du ein Zigeuner­schnit­zel rich­tig:

👉 Da­mit die Pa­nie­rung »fluf­fig« bleibt, da­rauf ach­ten, dass die Brö­sel nicht fest an­ge­drückt wer­den.

Panierung oder Panade – gibt es da ei­nen Un­ter­schied?

Schnitzel, Fisch oder eben Jagdwurst in einer schö­nen, knus­pri­gen »Pa­na­de«. Je­der weiß, was da­mit ge­meint ist. Aber ist der Be­griff auch hand­werk­lich kor­rekt? Im All­tag wer­den bei­de Be­grif­fe häu­fig gleich­ge­setzt. In der klas­si­schen Kü­chen­spra­che wird die knusp­ri­ge Hül­le ei­nes Schnit­zels je­doch meist als Pa­nie­rung be­zeich­net, wäh­rend der Begriff »Pa­na­de« eher ein Füll- oder Lo­cke­rungs­mit­tel aus ein­ge­weich­tem Brot meint.

Quelle: gastronomische-akademie.de »

Im all­täg­li­chen Sprach­ge­brauch hat sich der Be­griff Pa­na­de für die knusp­ri­ge Hül­le je­doch weit ver­brei­tet.

3) Zigeunerschnitzel richtig bra­ten: Reichlich But­terschmalz in ei­ner be­schich­te­ten Schmor­pfan­ne er­hit­zen und die Zi­geuner­schnit­zel bei mitt­le­rer bis drei­vier­tel Hit­ze – nicht hö­her! – auf ei­ner Sei­te so­lan­ge bra­ten, bis die Schnit­zel­rän­der gold­braun wer­den. Schnit­zel da­nach wen­den und das Gan­ze wie­der­ho­len.

So brätst du ein Zigeunerschnitzel richtig:

👉 Entscheidend für eine fluffige Pa­nade bzw. Pa­nie­rung ist, dass die Schnit­zel in reich­lich Butter­schmalz »schwimmend« aus­ge­ba­cken werden.

Tipp: Haben die Schnit­zel nach dem Wen­den noch hel­le Stel­len, die nicht knus­prig sind, kann man et­was Brat­fett da­rauf ge­ben. Dies ge­lingt am bes­ten, wenn man durch ei­ne leich­te Pfan­nen-Vor- und Rück­be­we­gung et­was von der Öl­but­ter über die Schnit­zel schwap­pen lässt. Wer da­zu kein Ge­schick hat nimmt ei­nen Ess­löf­fel und schöpft da­mit aus der schräg ge­hal­te­nen Pfan­ne das Brat­fett über die Schnit­zel.

4) Nach dem Braten die Schnit­zel auf Kü­chen­pa­pier gut ab­trop­fen las­sen. 

So kommen Deine Zigeuner­schnit­zel knus­prig auf dem Teller:

Die Ob­er­sei­ten zu­sätz­lich mit Kü­chen­pa­pier leicht ab­tup­fen. 👉 So bleibt die Pa­nie­rung schön knus­prig. 

In der Zwi­schen­zeit die ge­wa­sche­ne Zi­tro­ne je nach Grö­ße in Vier­tel oder Ach­tel schnei­den. Die ab­ge­tropf­ten Schnit­zel zu­sam­men mit dem Kar­tof­fel­sa­lat und den Zi­tro­nen­spal­ten auf vor­ge­wärm­ten Tel­lern an­rich­ten, so­dass sich je­der selbst nach per­sön­li­cher Vor­lie­be et­was Zi­tro­nen­saft auf die Schnit­zel träu­feln kann.

Serviertipp: Wer mag, kann – ge­mäß dem Ori­gi­nal­re­zept – ein paar Ka­pern auf die Kalbs­schnit­zel streu­en und die­se noch mit ei­ner ein­zel­nen Sar­del­le gar­nie­ren. Wir ha­ben zu­sätz­lich noch ein paar Trop­fen Jo­han­nis­beer­ge­lee rund­he­rum auf den Tel­ler ge­träu­felt.

Sauce fina­li­sieren und Zi­geu­ner­schnitzel an­rich­ten

7) Erst direkt vor dem Anrichten den Pap­rika-Zwie­bel-Gur­ken-Mix zur Sauce ge­ben, kurz er­hit­zen, aber nicht mehr schmo­ren. Die Zwie­beln sol­len ihre Far­be und et­was Biss be­hal­ten.

Finaler Arbeitsschritt – der Saucen­spie­gel-Trick

8) Statt die Zigeuner­schnit­zel in Sauce zu er­trän­ken, gibst Du einen Saucen­spie­gel auf vor­ge­wärm­te Tel­ler und legst die Schnit­zel auf die Spie­gel. 

An­schließend gar­nierst Du den Paprika-Zwiebel-Mix auf die pa­nier­ten Schnitzel. Achte auch hierbei da­rauf, die Schnitzel nicht kom­plett zu be­de­cken, so­dass die knus­pri­ge Pa­nier­ung teil­wei­se sicht­bar bleibt. 

👉 So gar­niert, sehen Dei­ne Zi­geu­ner­schnitzel auch op­tisch rich­tig ap­pe­tit­lich aus! 

Nun noch die selbst­ge­mach­ten Pommes frites und den Gur­ken­salat um die Schnit­zel gar­nieren. Zigeuners­chnitzel so­fort ser­vie­ren.

Nährwert- & Ge­sund­heits­ana­ly­se

von Dipl. Ernährungs­wissen­schaftler Michael Pagelsdorf

Schweinefleisch

– zart im Biss, reich an B-Vi­ta­mi­nen

Schweinefleisch als Kasseler

Bio-Haltung vorausgesetzt, lie­fert Schweinefleisch hoch­wer­tiges Ei­weiß so­wie wich­ti­ge Vi­ta­mi­ne und Mi­ne­ral­stof­fe. Be­son­ders be­mer­kens­wert ist sein ho­her Ge­halt an Vi­ta­min B1 (Thiamin) – Schwei­ne­fleisch ge­hört hier zu den Spit­zen­rei­tern un­ter al­len Fleisch­sor­ten. Da­rü­ber hi­naus ent­hält es nen­nens­wer­te Men­gen an Vi­ta­min B2, B6 und B12 so­wie Mi­ne­ral­stof­fe und Spu­ren­ele­men­te.

Vitamin B12 ist für die Bil­dung ro­ter Blut­kör­per­chen un­ent­behr­lich und kann in re­le­van­ten Men­gen fast aus­schließ­lich nur üb­er tie­ri­sche Le­bens­mit­tel auf­ge­nom­men wer­den. Bei rein pflanz­li­cher (ve­ga­ner) Er­näh­rung muss es da­her über Supp­le­men­te oder an­ge­rei­cher­te Pro­duk­te zu­ge­führt wer­den.

Im direkten Vergleich lie­fert ro­tes Fleisch wie Rind oder Lamm zwar deut­lich mehr Vi­ta­min B12 pro Por­tion, Schwei­ne­fleisch trägt je­doch – ins­be­son­de­re durch sei­nen ho­hen Thia­min-Ge­halt – we­sent­lich zu ei­ner aus­ge­wo­ge­nen Er­näh­rung bei.

Kulinarische Verwendung:

Schweinefleisch bietet eine außer­ge­wöhn­li­che Viel­falt in der Kü­che – von tra­di­tio­nel­len Schmor­ge­rich­ten bis zu mo­der­nen, leich­ten Zu­be­rei­tun­gen. Zartes Schwei­ne­fi­let oder Schwei­ne­me­dail­lons eig­nen sich her­vor­ra­gend zum Kurz­bra­ten, wäh­rend Nacken oder Schul­ter als aro­ma­ti­sche Grund­la­ge für Braten, Pul­led Pork oder Gulasch die­nen.

Auch Schnitzel, Kote­letts und Kamm- alias Nackensteaks sind be­lieb­te Klas­si­ker, die sich durch wür­zi­ge Pa­na­den oder fei­ne Kräu­ter­krus­ten ver­fei­nern las­sen. In der me­di­ter­ra­nen Kü­che wird Schwei­ne­fleisch häu­fig mit Ros­ma­rin, Thy­mi­an und Knob­lauch kom­bi­niert, in der asia­ti­schen Kü­che mit Ing­wer, So­ja­sauce und Se­sam­öl.

Ein besonderer Tipp für Fein­schme­cker ist ge­schmor­ter Schwei­ne­bauch oder *confiertes Schwei­ne­kar­rée – ei­ne Kom­bi­na­ti­on aus zar­ter Tex­tur und tie­fem, aro­ma­ti­schem Ge­schmack. Ob ge­bra­ten, ge­schmort oder ge­grillt – Schwei­ne­fleisch lässt sich wun­der­bar viel­sei­tig zu­be­rei­ten und bie­tet da­bei ein brei­tes Spek­trum von rus­ti­kal bis ele­gant.

(*Confieren: Für ei­ne be­son­ders fei­ne, nähr­stoff­scho­nen­de Zu­be­rei­tung emp­fiehlt sich das sanf­te Gar­en bei nied­ri­ger Tem­pe­ra­tur oder das Sous-vide-Ver­fah­ren.)

Kalbfleisch

– mild im Ge­schmack, wert­voll für die Er­näh­rung

Kalbfleisch

Neben hochwertigem Eiweiß enthält Kalb­fleisch die le­bens­wich­ti­gen Vi­ta­mi­ne B2, B6 und B12 so­wie wich­ti­ge Mi­ne­ral­stof­fe wie Zink und Se­len. Vi­ta­min B1 ist eben­falls vor­han­den, je­doch in ge­rin­ge­ren Men­gen als bei­spiels­wei­se in Schwei­ne­fleisch.

Im Vergleich zu Rind- oder Lamm­fleisch ist der Ei­sen­ge­halt von Kalb­fleisch et­was nied­rig­er, den­noch leis­tet es ei­nen wert­vol­len Bei­trag zur Ver­sor­gung mit diesem Spu­ren­ele­ment. Be­son­ders Ei­sen und Vi­ta­min B12 spie­len ei­ne zen­tra­le Rol­le bei der Bil­dung ro­ter Blut­kör­per­chen. Vi­ta­min B12 kann in re­le­van­ten Men­gen fast nur über tie­ri­sche Pro­duk­te auf­ge­nom­men wer­den.

Daher lässt sich fest­stel­len, dass ei­ne rein ve­ga­ne Er­näh­rung oh­ne Sup­ple­mente nicht als voll­stän­dig aus­ge­wo­gen be­trach­tet wer­den kann. Be­reits 150 g Kalbs­filet kön­nen den Ta­ges­be­darf ei­nes Er­wach­se­nen an Vi­ta­min B12 de­cken und gleich­zei­tig zur Mi­ne­ral­stoff­ver­sor­gung bei­tra­gen.

Kulinarische Verwendung:

Kalb­fleisch zeich­net sich durch sei­ne zar­te Tex­tur und den fei­nen, mil­den Ge­schmack aus – ei­ne Ei­gen­schaft, die es in der ge­ho­be­nen Kü­che be­son­ders be­liebt macht. Es eig­net sich her­vor­ra­gend zum Bra­ten, Dünsten oder Schmo­ren, aber auch für fei­ne Ragouts und Schnit­zel. Zu den klas­si­schen Zu­be­rei­tun­gen zäh­len das Wiener Schnitzel, das Kalbs­rahm­ge­schnet­zel­te oder ein zart ge­schmor­tes Kalbs­haxn-Gericht. Auch Kalbs­rücken oder Filet las­sen sich kurz an­bra­ten und mit kräf­ti­gen Kräu­tern wie Sal­bei, Thy­mi­an oder Ros­ma­rin ver­fei­nern.

Dank sei­ner fei­nen Struk­tur har­mo­niert Kalb­fleisch be­son­ders gut mit cre­mi­gen Sau­cen, leich­ten Ge­mü­se­bei­la­gen oder Kar­tof­fel­pü­ree – ein leich­ter und ele­gan­ter Ge­nuss, der auch in mo­der­nen, ge­sund­heits­be­wuss­ten Kü­chen sei­nen fes­ten Platz hat.

Mehl bzw. Getreide

– Energielieferant mit Köpfchen

Mehl bzw. Getreide

Entgegen häufiger Aussagen be­sitzt Ge­trei­de kei­ne gro­ßen Men­gen an pflanz­li­chem Ei­weiß. Da­für punk­tet es mit ei­nem ho­hen An­teil an Koh­len­hy­dra­ten und deckt – be­zo­gen auf 100 g – fast ein Drit­tel des täg­li­chen Bal­last­stoff­be­darfs, bei gleich­zei­tig sehr ge­rin­gem Fett­ge­halt.

Dar­über hin­aus lie­fert Ge­trei­de wert­vol­le Mi­ne­ral­stof­fe wie Mag­ne­si­um, Ei­sen und Zink – wich­ti­ge Kom­po­nen­ten für Mus­kel- und Ner­ven­funk­tio­nen – und be­inhal­tet Vi­ta­mi­ne der B-Grup­pe, die un­se­ren Stoff­wech­sel un­ter­stüt­zen.

Für Men­schen, die auf Fleisch ver­zich­ten möch­ten, al­so Ve­ge­ta­rier und Ve­ga­ner (bei ve­ga­ner Er­näh­rung: Pas­ta sec­ca oh­ne Ei!), liegt Ge­trei­de da­mit voll im Trend und ist ein fes­ter Be­stand­teil des mo­der­nen Spei­se­plans ge­wor­den.

Für Per­so­nen mit Glu­ten­un­ver­träg­lich­keit ist Ge­trei­de je­doch un­ge­eig­net. Auch Dia­be­ti­ker oder Low-Carb-Anhänger hal­ten sich we­gen des ho­hen Koh­len­hy­drat­an­teils bes­ser zu­rück.

Kulinarische Verwendung:

Getreide bil­det die Ba­sis un­zäh­li­ger Spei­sen und ist ei­ner der wich­tigs­ten Grund­bau­stei­ne un­se­rer Er­näh­rung. In Form von Mehl dient es als Haupt­zu­tat für Brot, Bröt­chen, Ku­chen, Pas­ta, Piz­za­teig und Back­wa­ren al­ler Art.

Als ganzes Korn, gequollen oder ge­kocht, wird es in Sa­la­ten, Auf­läu­fen, Sup­pen oder vegetarischen Brat­lin­gen ver­wen­det. Gemahlen, ge­rös­tet oder als Flocken und Brei (z. B. Ha­fer, Dink­el, Hirse oder Bul­gur) eig­net es sich für ei­ne voll­wer­ti­ge Früh­stücks- oder Bei­la­gen­kü­che.

In der modernen Ernäh­rung ge­win­nen al­ter­na­ti­ve Mehl­sor­ten – et­wa aus Hafer, Hirse, Reis, Buch­wei­zen oder Man­deln – zu­neh­mend an Be­deu­tung, da sie glu­ten­frei und oft mi­ne­ral­stoff­rei­cher sind. Da­durch lässt sich klas­si­sche Back­kunst mit in­di­vi­du­el­len Er­näh­rungs­for­men ver­bin­den.

Hühnereier

– das unterschätzte Kraftpa­ket im Klein­for­mat

Hühnereier

Hühnereier be­sit­zen durch­schnitt­lich 7 g Pro­te­ine und da­mit ei­nen ho­hen Ge­halt an bio­lo­gisch wert­vol­len Subs­tan­zen. Bio­lo­gisch wert­voll des­halb, da die im Ei ent­hal­te­nen Pro­te­ine ei­nen ho­hen A­nteil an es­sen­ti­ell­en Ami­no­säuren mit ei­nem sehr gu­ten Gleich­ge­wicht auf­weis­en. Der Pro­te­in­ge­halt ei­nes Hüh­ner­eis wird des­halb als Re­fe­renz­wert an­ge­se­hen. Ein Ver­gleich mit an­de­ren Le­bens­mit­teln macht dies deut­lich: Zwei Hüh­ner­ei­er ent­hal­ten die­sel­be Men­ge an Pro­te­in­en wie bspw. 100 g Fisch oder 100 g Fleisch.

Der durchschnittliche Fettgehalt ist mit 7 g ge­nau so hoch wie der Pro­te­in­ge­halt. Es ist vor all­em im Ei­gelb und we­niger im Ei­weiß ent­halten. Bei den Fett­säu­ren im Ei handelt es sich zu zwei Dritteln um un­ge­sät­tig­te Fet­tsäuren.

Etwas in Verruf kam eine Zeit lang der Ver­zehr von Ei auf­grund sei­nes – mit ca. 180 mg – recht ho­hen Cho­les­te­rin­ge­halts, was man je­doch auf keinen Fall über­be­wer­ten soll­te, da solc­he Warnungen und Ein­stu­fun­gen meist ge­wissen Trends un­ter­lie­gen und sich so­mit auch wie­der än­dern kön­nen. Zu­dem be­sit­zen Hüh­ner­ei­er einen ho­hen Vitamin-A-, D- und E-An­teil und ent­hal­ten die Spu­ren­ele­men­te Ei­sen und Zink.

Kulinarische Verwendung:

Hühnereier lassen sich in der Kü­che au­ßer­or­dent­lich viel­sei­tig ein­set­zen und kön­nen so­wohl pur als auch in Kom­bi­na­tion mit an­de­ren Le­bens­mit­teln ge­nos­sen wer­den. Sie eig­nen sich zum Ko­chen, Bra­ten, Po­chieren oder Ba­cken, die­nen als Bin­de­mit­tel, Lo­cke­rungs­mit­tel und Ver­fei­ne­rung in Sau­cen, Auf­läufen und Tei­gen und er­gänzen zahl­rei­che Ge­rich­te auf ein­fa­che und ge­schmack­vol­le Wei­se.

Paprika und Peperoni

– gesunde Vitaminpower für Genie­ßer

Paprika und Peperoni

Paprika gehören zur Fami­lie der Nacht­schat­ten­ge­wäch­se und tau­chen je nach Ge­schmack und Schär­fe­grad un­ter ver­schie­de­nen Be­zeich­nung­en wie Chi­li­scho­ten, Pfef­fe­ro­nen, Pe­pe­ro­ni, Pe­pe­ron­ci­ni usw. auf. Im Ver­gleich zu Zi­tro­nen be­sit­zen sie ein­en zwei- bis drei­mal so ho­hen Vi­ta­min C-Gehalt, ein Vitamin, das ja be­kann­ter­wei­se wich­tig für un­se­re Ab­wehr­kräf­te ist.

Die Vitamine A und E, sind eben­falls in Pap­ri­ka ent­hal­ten. Vit­a­min A un­ter­stützt die Seh­kraft un­se­rer Au­gen und ist – ähn­lich wie das Vi­ta­min B 12, wel­ches in tie­ri­schem Ei­weiß ent­halten ist – mit­ver­ant­wort­lich für die Blut­bil­dung un­se­res Kör­pers. Vi­ta­min E wird als das Frucht­bar­keits-Vi­ta­min be­zeich­net.

Auch wichtige Mi­ne­ral­stof­fe wie Ka­lium, Mag­ne­si­um, Cal­ci­um und To­co­phe­rol sind in den ver­schie­de­nen Pa­pri­ka­sor­ten ent­hal­ten. So­mit ist Paprika als »ge­sun­de« Ge­mü­se­so­rte ein­zu­stu­fen.

Außerdem enthalten gel­be wie auch ro­te Pap­ri­ka Be­ta­ka­ro­tin. Den höchs­ten Nähr­wert be­sitzt ro­te Pa­pri­ka, da­rauf folgen die oran­ge­far­be­nen und gel­­ben Pa­pri­ka. Grüne Gemüsepaprika, ist die nähr­stoff­ärms­te aller Sor­ten. Ge­nau wie Meer­ret­tich und auch Ing­wer, sti­mu­lie­ren Chi­li­scho­ten mit ih­ren an­ti­bio­ti­schen Ei­gen­schaf­ten unseren Blut­kreis­lauf und ver­bes­sern so un­se­re Durch­blu­tung.

Kulinarische Verwendung:

Paprika zählt zu den wandlungsfähigsten Gemüsesorten überhaupt – ob roh, gegart, gegrillt oder gefüllt, sie verleiht Gerichten Farbe, Frische und eine angenehm süß-würzige Note.

Roh genießt man Paprika ger­ne in Sa­la­ten, Ge­mü­se­plat­ten oder Dips (et­wa mit Hum­mus oder Frisch­kä­se). In der war­men Kü­che ent­fal­tet sie durch Rös­ten und Schmo­ren ihr vol­les Aro­ma – klas­sisch in Dol­ma (ge­füll­te Pap­ri­ka mit Reis und Hack­fleisch), im un­ga­ri­schen Gu­lasch oder als Be­stand­teil me­di­ter­ra­ner Ge­rich­te wie Ra­ta­tou­il­le oder Pa­el­la.

Gegrillt oder im Ofen ge­rös­tet ent­wi­ckelt sie ein in­ten­si­ves, leicht ka­ra­mel­li­ges Aro­ma, das be­son­ders gut mit Oli­ven­öl, Knob­lauch und Kräu­tern har­mo­niert. Auch in Sau­cen, Sup­pen oder Ein­töp­fen (z. B. Pap­ri­ka­sup­pe oder Let­scho) spielt sie eine tra­gen­de Rol­le.

Nicht zuletzt sorgt die schar­fe Va­ri­an­te – Chili oder Pe­pe­ro­ni – für be­le­ben­de Wür­ze und för­dert dank ihres Cap­sai­cin-Ge­halts so­gar die Durch­blu­tung und den Stoff­wech­sel. Paprika steht somit für far­ben­fro­hen Ge­nuss und na­tür­li­che Vi­ta­li­tät – ein ech­tes Mul­ti­ta­lent der leich­ten Kü­che.

Kartoffeln alias Erd­äp­fel

– natürliche Energie, die schmeckt

Kartoffeln

Kartoffeln, in bestimm­ten Re­gio­nen Deutsch­lands so­wie ei­ni­gen Nach­bar­län­dern auch als »Erd­äp­fel« oder »Grund­bir­nen« bzw. »Grum­bee­ren« (Pfalz)) und wei­te­ren Re­gio­nal­na­men be­kannt, ge­hö­ren wie auch To­ma­ten und Pap­ri­ka zur Fa­mi­lie der Nacht­schat­ten­ge­wäch­se.

Gemäß statistischen Umfragen ist die Knol­len­frucht nach wie vor der Deut­schen liebs­te Bei­la­ge und das ist auch gar nicht schlecht.

Kartoffeln sind vi­ta­min- und mi­ne­ral­stoff­reich und da­bei noch ka­lo­ri­en­arm. Vor al­lem das Vi­ta­min-C ist in nen­nens­wer­ten Men­gen in der Nutz­pflan­ze ent­hal­ten. Des wei­te­ren be­sit­zen die Knollen ei­nen ho­hen Ei­weiß­an­teil, der in Kom­bi­na­tion mit den in un­se­rem Re­zept ver­wen­de­ten Ei­ern sehr gut von un­se­rem Or­ga­nis­mus re­sor­biert und in kör­per­ei­ge­nes Ei­weiß trans­for­miert werden kann.

Gekochte Kartoffeln wir­ken sich al­ler­dings stark auf den Blut­zu­cker aus, da die Stär­ke durch den Koch­vor­gang als na­he­zu rei­ne Glu­co­se im Dünn­darm auf­ge­nom­men wird.

Lässt man die Kartof­fel nach dem Koch­vor­gang er­kal­ten und ver­ar­bei­tet sie dann erst wei­ter, bil­det sich ei­ne »Re­sis­ten­te Stär­ke«, die sich we­sent­lich güns­ti­ger auf den Blut­zu­cker­spie­gel aus­wirkt. So wer­den z. B. Brat­kar­tof­feln klas­si­scher­wei­se aus ER­KALTE­TEN Kar­toffeln her­ge­stellt.

Kulinarische Verwendung:

Kartoffeln sind aus der Küche kaum weg­zu­den­ken – ob als cre­mi­ges Pü­ree, knusp­ri­ge Brat­kar­tof­feln, herz­haf­te Gra­tins oder fei­ne Sup­pen. Sie las­sen sich in un­zäh­li­gen Va­ria­tio­nen zu­be­rei­ten und pas­sen zu na­he­zu je­dem Ge­richt. Ihr zar­ter, neu­tra­ler Ge­schmack macht sie zu ei­nem idea­len Ba­sis­le­bens­mit­tel für leich­ten und ge­sun­den Ge­nuss.

Zwiebeln und Knoblauch

– natürliches Powerduo für Gesund­heit und Ge­schmack

Zwiebeln und Knoblauch

Beide sind ein na­tür­li­ches Anti­bio­ti­kum und be­kämp­fen wirk­sam schäd­li­che Pil­ze und krank­heits­er­re­gen­de Mi­kro­or­ga­nis­men. Die Zwie­bel ist eng mit dem Kno­blauch ver­wandt und be­sitzt ge­gen­über die­sem ei­ne mil­de­re Wir­kung. Die Kom­bi­na­tion der bei­den bringt ein star­kes Duo her­vor.

Bei­de ent­hal­ten wert­vol­le An­ti­oxi­dan­tien, die als Fän­ger »freier Ra­di­ka­ler« un­se­ren Or­ga­nis­mus da­bei hel­fen, ge­sund zu blei­ben.

Die zur Gat­tung der Li­li­en­ge­wäch­se ge­hö­ren­den Pflan­zen ver­fü­gen zu­dem über ei­nen ho­hen Vi­ta­min- und Mi­ne­ral­stoff­ge­halt, von dem wir eben­falls ge­sund­heit­lich pro­fi­tie­ren.

Ent­hal­ten sind die Vi­ta­mi­ne B1, B2 und B6 so­wie die Vi­ta­mi­ne C und E. Au­ßer den Mi­ne­ral­stof­fen Salz, Ei­sen, Zink und Mag­ne­si­um sind noch ei­ne gan­ze Rei­he wei­te­rer Mi­ne­ral­stof­fe in Zwie­beln und Kno­blauch ent­hal­ten, so­dass man bei­de Pflan­zen durch­aus als hoch­wer­ti­ge Mi­ne­ral­stoff-Lie­fe­ran­ten be­zeich­nen kann.

Kulinarische Verwendung:

Zwie­beln und Kno­blauch bil­den das aromatische Grund­ge­rüst un­zäh­li­ger Ge­rich­te – von der hei­mi­schen bis zur in­ter­na­tio­na­len Kü­che. Ob an­ge­schwitzt, ge­bra­ten, kon­fi­tiert oder roh – ihr Ge­schmack reicht von süß­lich-mild bis kräf­tig-wür­zig und sorgt stets für Tie­fe und Cha­rak­ter.

In der me­di­ter­ra­nen Kü­che sind sie un­ver­zicht­bar: in Pas­ta­saucen, Ri­sot­tos, Ge­mü­se­ra­gouts, Schmor­ge­rich­ten oder Fisch­zu­be­rei­tun­gen mit Oli­ven­öl und Kräu­tern. Auch in der asi­a­ti­schen, ori­en­ta­li­schen und kre­o­li­schen Kü­che sind sie fes­ter Be­stand­teil von Cur­rys, Dips, Würz­pas­ten und Su­ben.

Kno­blauch­öl oder Zwie­bel­con­fit ver­lei­hen ve­ge­ta­ri­schen wie auch Fleisch­ge­rich­ten ei­nen fei­nen, tief­wür­zi­gen Ak­zent, wäh­rend ge­rös­te­ter oder ge­schmor­ter Kno­blauch ei­ne but­ter­wei­che Süße ent­fal­tet, die be­son­ders zu Lamm, Kalb, Pil­zen oder ge­rös­te­tem Ge­mü­se passt.

So wer­den Zwie­beln und Kno­blauch nicht nur zu Ge­schmacks­trä­gern ers­ter Gü­te, son­dern auch zu Sym­bo­len für Ge­nuss und Ge­sund­heit – ein Duo, das kei­ner Kü­che feh­len soll­te.

Butter alias Gute Butter

– cremiger Genuss voller wert­voller Ome­ga-3-Fett­säu­ren

Butter alias Gute Butter

Nachdem Butter über Jahrzehnte hin­weg sys­te­ma­tisch schlecht­ge­re­det wur­de, oh­ne dies auf wis­sen­schaft­li­che Stu­dien zu stützen, ist sie zwi­schen­zeit­lich von ih­rem schlech­ten Ruf »frei­ge­spro­chen« wor­den – und das völ­lig zu Recht.

Butter besitzt ei­nen ho­hen An­teil an ge­sät­tig­ten Fett­säu­ren, die eb­en NICHT – wie lan­ge Zeit be­haup­tet – schlecht für un­se­ren Or­ga­nis­mus sind. Aber auch ein­fach und mehr­fach un­ge­sät­tig­te Fett­säu­ren sind in But­ter ent­hal­ten.

Gegenüber Olivenöl kann sie zu­dem noch mit ei­nem ech­ten Plus­ punk­ten: Ab­hän­gig von der Nah­rung, die Kü­he zu sich neh­men, be­sitzt But­ter die für den Men­schen zwin­gend er­for­der­li­chen Ome­ga-3-Fett­säu­ren EPA und DHA. Je mehr fri­sches Gras (Stich­wort: Frei­land­hal­tung!) ei­ne Kuh zu sich nimmt, des­to hö­her der Ome­ga-3-Anteil in der Milch und de­ren Pro­duk­ten.

Hier können sich z. B. der deut­sche Markt­führer Ker­ry­gold so­wie ei­ne Hand­voll wei­te­rer Her­stel­ler mit der Qua­lität ihrer But­ter und den da­rin ent­hal­te­nen ge­sun­den Fett­säu­ren ganz klar aus der Men­ge der But­ter­pro­du­zen­ten her­vor­he­ben.

Freilandhaltung vorausgesetzt (gem. Bio-Ver­ord­nung min­des­tens 120 Ta­ge im Jahr), ver­dient But­ter ih­ren Na­men »Gu­te But­ter«, den ihr be­reits un­se­re Groß­el­tern ge­ge­ben ha­ben, al­so völ­lig zu Recht.

Butterschmalz

Wie auch Claudia und Jürgen in ih­ren Re­zep­ten mit But­ter­schmalz schrei­ben, gibt es vie­le Na­men für »Braune Butter«, die vom Milcheiweiß befreite (geläuterte) Variante der Ba­sis­but­ter. Um den Be­griff »Ghee« wird seit ge­rau­mer Zeit ein Hy­pe ge­macht, da­bei han­delt es sich dabei um nichts an­de­res als eben brau­ne Butter.

Mit dem Begriff »Ghee« ist aller­dings auch eine Le­bens­phi­lo­so­phie ver­bun­den. Das hat auch die In­dus­trie er­kannt und so kommt es, dass man Ghee im Ver­kaufs­re­gal meist hö­her­prei­sig vor­fin­det als eben »ordinäres« But­ter­schmalz, das ja be­reits mehr als teu­er ge­nug ist.

Greifen Sie in diesem Fall al­so ru­hig zum But­ter­schmalz. Art­ge­rech­te Frei­land­hal­tung zur Er­zeu­gung des Roh­stoffs Butter vo­raus­ge­setzt, ist die­ser ei­ne eben­so gu­te und zu­dem preis­wer­tere Wahl.

Schlangengurken

– leichter Genuss mit reich­lich Mi­neral­stoff­po­wer

Schlangengurken

Schlan­gen­gur­ken – auch Sa­lat­gur­ken ge­nannt – ge­hö­ren zur Fa­mi­lie der Kür­bis­ge­wäch­se und zeich­nen sich durch ih­ren be­son­ders ho­hen Was­ser­ge­halt von rund 95 % aus. Da­mit sind sie – vor al­lem im Som­mer – ein na­tür­li­cher, kal­o­ri­en­ar­mer Durst­lö­scher und eignen sich hervorragend für ei­ne leich­te, fri­sche Er­näh­rung.

Sie ent­hal­ten ei­ne Viel­zahl wert­vol­ler Mi­kro­nähr­stof­fe: Vi­ta­mi­ne der B-Grup­pe, Vi­ta­min C und E so­wie die Mi­ne­ral­stof­fe Cal­ci­um, Ei­sen, Zink, Mag­ne­si­um, Ka­li­um und Phos­phor. Ein Groß­teil die­ser Nähr­stof­fe steckt al­ler­dings in der Scha­le, wes­halb es emp­feh­lens­wert ist, Gur­ken un­ge­schält zu ver­zeh­ren und des­halb auf un­be­han­del­te, un­ge­spritz­te Wa­re zu ach­ten.

Dank ih­rer ent­wäs­sern­den Ei­gen­schaf­ten un­ter­stüt­zen Gur­ken die Funk­ti­on von Nie­ren und Harn­we­gen und tra­gen da­zu bei, Stoff­wech­sel­ab­bau­pro­duk­te aus dem Kör­per zu schleu­sen. Gleich­zei­tig för­dern sie ei­nen ru­hi­gen, aus­ge­gli­che­nen Haut­zu­stand – ein Grund, war­um Gur­ken­schnit­ze seit Jahr­zehn­ten auch in der Na­tur­kos­me­tik ge­schätzt wer­den.

Ku­li­na­ri­sche Ver­wen­dung:

Sa­lat­gur­ken sind in der Kü­che ein ech­ter All­roun­der. Sie ver­lei­hen Sa­la­ten, kal­ten Sup­pen (z. B. Gaz­pa­cho oder kal­te Gur­ken­sup­pe), Smoot­hies » und Saft­mi­schun­gen ei­ne fri­sche, leich­te No­te. Dünn ge­ho­belt und mit Es­sig, Öl und Kräu­tern ma­ri­niert, pas­sen sie ide­al zu Fisch, Ge­flü­gel oder als Bei­la­ge zu Ge­grill­tem. Auch in asia­ti­schen Ge­rich­ten – et­wa als scharf-säu­er­lich ein­ge­leg­te Gur­ken – sor­gen sie für fri­sche Kon­tras­te.

Olivenöl in Premium-Qua­li­tät

– das Herz der Mittelmeer­kü­che

Olivenöl in Premium-Qualität

Nicht nur ich, son­dern un­ser ganzes Team », be­geis­tert sich für gu­tes, al­so hoch­wer­tig er­zeug­tes Oli­ven­öl. Ja, mehr noch, man kann uns als ech­te »Oli­ven­öl-­Fans« be­zeich­nen.

Das liegt in ers­ter Li­nie am her­vor­ra­gen­den Ge­schmack von gu­tem Olivenöl, aber auch an ei­nem zwei­ten, eben­so wich­ti­gen As­pekt, denn bei nä­he­rer Be­trach­tung be­sitzt Oli­ven­öl ein ge­ball­tes Bün­del an po­si­ti­ven Ei­gen­schaf­ten, die un­se­rem Kör­per hel­fen, ge­sund zu blei­ben.

So verfügt Oliven­öl ne­ben vie­len Vi­ta­mi­nen und Mi­ne­ral­stof­fen üb­er zahl­reiche se­kun­dä­re Pflan­zen­stof­fe. Die po­si­ti­ven Wir­kun­gen die­ser Stof­fe auf un­se­ren Or­ga­nis­mus be­ginnt die Wis­sen­schaft erst lang­sam zu ver­ste­hen.

Einige von Ih­nen wer­den erst durch die Ver­stoff­wech­se­lung im Darm durch un­se­re Darm­bak­te­rien rich­tig ak­tiv und be­güns­ti­gen so zahl­rei­che po­si­ti­ve bio­lo­gi­sche Wir­kun­gen. Z. B. sind sie an­ti­bak­te­ri­ell, an­ti­oxi­da­tiv (ähnlich den Vi­ta­mi­nen) und da­bei in ei­nem so hohen Maß ent­zün­dungs­hem­mend, dass sie da­bei teilwei­se so­gar den Vi­ta­mi­nen weit über­le­gen sind.

Ist das nicht wunder­bar? Ge­sun­des kann so le­cker sein. Aber ich be­to­ne aus­drück­lich: Alle po­si­ti­ven Wir­kun­gen be­kommt man nur bei Oli­ven­öl bes­ter Qua­li­tät. Und die be­kommt man eb­en nicht für 4,50 Euro beim Dis­coun­ter. Da­rüber soll­te man sich im Kla­ren sein.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oecotrophologe)