Szegediner Gulasch Ori­ginal-­Re­zept

– traditionell mit Sauerkraut, Rosen­pap­ri­ka, Dill und Sauer­rahm

Szegediner Gulasch Original-Rezept Szegediner Gulasch Original-Rezept

Szegediner Gulasch Original-Re­zept

Der klassische Szegediner Gu­lasch ge­hört zu den be­kann­tes­ten Ge­rich­ten der un­ga­ri­schen Kü­che. Doch kaum ein an­de­rer Klas­si­ker wur­de im Lau­fe der Zeit so stark ver­än­dert wie die­ser herz­haf­te Ein­topf. Häu­fig fin­den sich heu­te Va­ri­an­ten, bei de­nen wich­ti­ge Be­stand­tei­le er­setzt oder ver­än­dert wur­den – da­bei lebt das Ori­gi­nal ge­ra­de von sei­ner kla­ren und ur­sprüng­li­chen Zu­ta­ten­kom­bi­na­ti­on.

Für unser Szegediner Gu­lasch Ori­gi­nal-Re­zept ha­ben wir uns des­halb be­wusst an ei­ne tra­di­tio­nel­le Re­zep­tur aus ei­nem hoch­wer­ti­gen al­ten Koch­buch ge­hal­ten. Denn der au­then­ti­sche Ge­schmack ent­steht nicht durch vie­le Zu­ta­ten, son­dern durch die rich­ti­ge Aus­wahl und das Zu­sam­men­spiel we­ni­ger, aber ent­schei­den­der Kom­po­nen­ten: aro­ma­ti­sches Schweine­gulasch, herz­haf­tes Sau­er­kraut, ech­tes un­ga­ri­sches Ro­sen­pap­ri­ka, fri­scher Dill und cre­mi­ger Sau­er­rahm.

Besonders das Rosenpap­rika spielt da­bei ei­ne zen­tra­le Rol­le. Als tra­di­tio­nel­les »Kö­nigs­pap­ri­ka« ver­leiht es dem Ge­richt sei­ne ty­pi­sche Far­be, sei­ne mil­de Wär­me und das cha­rak­te­ris­ti­sche Aro­ma der un­ga­ri­schen Kü­che. So ent­steht ein Sze­ge­di­ner Gu­lasch, das nicht nur satt macht, son­dern ein Stück ku­li­na­ri­sche Ge­schich­te auf den Tel­ler bringt.

Gernekochen-Weintipp

Zu »Szegediner Gulasch« passt ne­ben ei­nem kräf­ti­gen Bier ein fruch­tig-aro­ma­ti­scher Blau­frän­kisch aus dem Bur­gen­land. Wer ei­nen Weiß­wein als Be­glei­ter vor­zieht, ist mit ei­nem kräf­ti­gen Char­don­nay aus der Region Neu­sied­ler­see gut be­rat­en. Ein­fach mal auf un­ser »Wein­tipp-Icon« tip­pen und mehr er­fah­ren. Wir wün­schen wie stets ei­nen gu­ten Ap­pe­tit und: Wohl be­komm's!

Warum Du dieses Szegediner Gulasch aus­pro­bie­ren soll­test

  • Authentisches Szegediner Gu­lasch: Nach tra­di­tio­nel­ler Re­zep­tur aus ei­nem al­ten Qua­li­täts-Koch­buch
  • Originalzutaten statt moder­ner Ab­wand­lun­gen: Der ur­sprüng­li­che Cha­rak­ter des Klas­si­kers bleibt unver­än­dert
  • Echtes ungarisches Ro­sen­pap­ri­ka: Garant für die ty­pi­sche Far­be und das cha­rak­te­ris­ti­sche Aro­ma
  • Harmonisches Zu­sam­men­spiel der Zutaten: Gulasch aus zar­tem Schwei­ne- und/oder Rinder­gu­lasch, Sau­er­kraut, Dill und cre­mi­gem Sau­er­rahm
  • Traditioneller, herzhafter Eintopf: Ein Gericht mit Jahr­hun­der­te al­ter Tra­di­ti­on aus der un­ga­ri­schen Pa­prika­kü­che
  • Einfach nachzukochen: Unsere be­bil­der­te Schritt-für-Schritt-An­lei­tung führt auch Koch­an­fän­ger si­cher ans Ziel

Rezept:
Szegediner Gulasch Origi­nal-Re­zept

Zutaten für 4 Personen

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Für den Einkaufszettel:

  • 800 g Schweine- oder Rinderschulter oder ein Mix aus beiden
  • 500 g Sauerkraut vom Metz­ger Dei­nes Ver­trau­ens
  • 400 g weiße Zwiebeln
  • 10 g (2 gehäufte TL) Rosenpaprika
  • 1½ TL ganzer Kümmel
  • 200 g Saure Sahne oder Sauerrahm
  • 3 große Zwiebeln
  • 2–3 Knoblauchzehen, je nach Größe
  • etwas Wasser
  • 1 Bund Dill
  • 1 kleiner Schuss Essig
  • etwas Salz aus der Mühle
  • Schweineschmalz

Unser Tipp: Probiere für Schmor­ge­rich­te un­be­dingt ein­mal Fär­sen­fleisch. Ei­ne Fär­se ist ein ge­schlechts­rei­fes weib­li­ches Rind, das noch nicht ge­kalbt hat. Das Fleisch ver­fügt im Ver­gleich zu dem re­la­tiv ma­ge­ren Bul­len­fleisch üb­er ei­nen deut­lich hö­he­ren Fett­an­teil und ist da­mit ge­schmack­lich vor­zu­zie­hen.

Zubereitung:

1) Fleisch in grobe Würfel schnei­den. Zwie­beln und Knob­lauch schä­len. Zwie­beln in Schei­ben schneiden, Knob­lauch zer­drü­cken. Dill ab­brau­sen und tro­cken­schüt­teln. Rest­lich­e Zu­ta­ten be­reit­stellen.

Unbedingt mal ausprobieren: Unsere spe­ziel­le Brat­tech­nik für mög­lichst we­nig Rauch­ent­wick­lung, sprich »Qualm in der Hütte« 😊:

2) Bratpfanne auf ho­he Tem­pe­ra­tur er­hit­zen. (Zum Tes­ten der Tem­pe­ra­tur ei­nen Trop­fen Was­ser in die Pfan­ne sprit­zen. Zer­platzt und ver­dampft dieser, hat die Pfan­ne die richtige Brat­tem­pe­ra­tur er­reicht!) Fleisch zu­nächst OH­NE Brat­fett por­ti­ons­wei­se(!) rund­he­rum kräf­tig an­bra­ten, da­mit schö­ne Röst­aro­men ent­ste­hen. Beim An­bra­ten da­rauf ach­ten, das zwi­schen den ein­zel­nen Fleisch­stü­­cken mi­des­tens 2 cm Ab­stand be­steht. Liegt es zu eng ne­ben­ein­an­der, kocht das Fleisch und brät nicht mehr! 

Schweineschmalz hin­zu­fü­gen und das Gu­lasch unter re­gel­mä­ßi­gem Wen­den noch 1–2 Min. gold­braun bra­ten. Fleisch in einer Schüssel warmhalten. Pfanne vor dem nächs­ten Brat­vor­gang mit ei­nem Kü­chen­tuch aus­wi­schen.

3) Bratpfanne mit Schweine­schmalz mit­tel- bis drei­vier­tel­stark, nicht hö­her, er­hitzen. Zwie­beln im Fett bra­ten bis sie Far­be be­kom­men ha­ben. Pfan­ne vom Feu­er zie­hen, Ro­sen­pap­ri­ka über die Zwie­beln streu­en und mit et­was Wasser, op­tional noch mit ei­nem klei­nen Schuss Es­sig, ab­lö­schen. (Den Es­sig wür­den wir nur dann zu­geben, wenn das Sau­er­kraut vom Metz­ger noch sehr mild ist, al­so nur we­nig Säu­re be­sitzt.)

4.1) Zunächst das Fleisch zufü­gen und un­ter­he­ben. An­schlie­ßend noch Salz, Küm­mel und die zer­drück­ten Knob­lauch­ze­hen bei­ge­ben. Zu­ta­ten auf mitt­le­rer Tem­pe­ra­tur düns­ten.

4.2) Nachdem das Gu­lasch nach ca. 30–40 Min. halb­gar ist, das Sauer­kraut ein­le­gen.  Al­les zu­sam­men wei­te­re 30–40 Min. schmo­ren las­sen. Gar­grad ggf. mit einem Stahl­pi­cker über­prü­fen

4.3) Am Ende der Garzeit Saure Sah­ne od­er Sau­er­rahm mit et­was Mehl gut ver­men­gen, un­ter den Ein­topf rüh­ren und ein paar Mi­nu­ten zie­hen las­sen. Fer­tig!

5) Szegediner Gulasch auf vor­ge­wärm­ten Tel­lern oder in Auflaufformen ver­tei­len, ei­nen Klecks Sau­er­rahm da­rauf­ge­ben, mit et­was Dill be­streu­en und so­fort ser­vie­ren.

Nährwert- & Ge­sund­heits­ana­ly­se

von Dipl. Ernährungs­wissen­schaftler Michael Pagelsdorf

Rindfleisch

– kräftig im Aroma, stark an Vitamin B12

Rindfleisch

Neben hochwerti­gem Ei­weiß ent­hält Rind- wie auch Lamm­fleisch die le­bens­wich­ti­gen Vi­ta­mi­ne B2, B6 und B12 so­wie wich­ti­ge Mi­ne­ral­stof­fe wie Ei­sen, Zink und Se­len. Vi­ta­min B1 ist eben­falls vor­han­den, je­doch in ge­rin­ge­ren Men­gen als bei­spiels­wei­se in Schwei­ne­fleisch.

Besonders Eisen und Vi­ta­min B12 spie­len ei­ne zen­tra­le Rol­le bei der Bil­dung ro­ter Blut­kör­per­chen. Vi­ta­min B12 kann in re­le­van­ten Men­gen fast nur üb­er tie­ri­sche Pro­duk­te auf­ge­nom­men wer­den.

Eisen ist nicht allein für die Blut­bil­dung, son­dern auch für den Mus­kel­auf­bau re­le­vant, da es ei­ne Schlüs­sel­rol­le beim Sau­er­stoff­trans­port zu den Mus­kel­zel­len spielt. Ei­ne aus­rei­chen­de Sau­er­stoff­ver­sor­gung ist für un­se­re Mus­keln die Vo­raus­set­zung für Leis­tung, Re­ge­ne­ra­tion und Wachs­tum.

Daher lässt sich feststellen, dass eine rein ve­gane Er­nährung oh­ne Sup­ple­mente nicht als voll­stän­dig aus­ge­wo­gen be­trach­tet wer­den kann. Be­reits 150 g Lamm- oder Rin­der­filet kön­nen den Ta­ges­be­darf eines Er­wach­se­nen an Vi­ta­min B12 de­cken und leis­ten zu­gleich ei­nen wert­vol­len Bei­trag zur Ei­sen­ver­sor­gung.

Kulinarische Verwendung:

Rindfleisch zählt zu den viel­sei­tigs­ten Fleisch­sor­ten über­haupt und ist aus der in­ter­na­tio­na­len Kü­che nicht weg­zu­den­ken. Je nach Teil­stück lässt es sich bra­ten, schmo­ren, gril­len oder roh ge­nie­ßen – et­wa als fei­nes Carpac­cio oder wür­zi­ges Ta­tar.

Zu den be­son­ders ed­len Cuts ge­hö­ren Filet, Ent­re­côte und Hüft­steak, die durch ihre zar­te Kon­sis­tenz und den kräf­ti­gen, aro­ma­ti­schen Ge­schmack über­zeu­gen. Für Schmor­ge­rich­te eig­nen sich hin­ge­gen Schul­ter, Wade oder Brust, die durch lang­sa­mes Garen in Wein, Brühe oder Ge­mü­se­sud be­son­ders saf­tig wer­den.

Auch in der mo­der­nen, leich­ten Küche spielt Rind­fleisch ei­ne wich­ti­ge Rol­le – et­wa in Form von kurz­ge­bra­te­nen Asia-Wok-Ge­rich­ten oder als pro­te­in­rei­ches Steak mit fri­schen Bei­la­gen.
So steht Rind­fleisch für in­ten­si­ven, ei­weiß­rei­chen Ge­nuss und kraft­vol­le Aro­men, die sich na­he­zu je­der Koch­kul­tur an­pas­sen las­sen.

Schweinefleisch

– zart im Biss, reich an B-Vi­ta­mi­nen

Schweinefleisch als Kasseler

Bio-Haltung vorausgesetzt, lie­fert Schweinefleisch hoch­wer­tiges Ei­weiß so­wie wich­ti­ge Vi­ta­mi­ne und Mi­ne­ral­stof­fe. Be­son­ders be­mer­kens­wert ist sein ho­her Ge­halt an Vi­ta­min B1 (Thiamin) – Schwei­ne­fleisch ge­hört hier zu den Spit­zen­rei­tern un­ter al­len Fleisch­sor­ten. Da­rü­ber hi­naus ent­hält es nen­nens­wer­te Men­gen an Vi­ta­min B2, B6 und B12 so­wie Mi­ne­ral­stof­fe und Spu­ren­ele­men­te.

Vitamin B12 ist für die Bil­dung ro­ter Blut­kör­per­chen un­ent­behr­lich und kann in re­le­van­ten Men­gen fast aus­schließ­lich nur üb­er tie­ri­sche Le­bens­mit­tel auf­ge­nom­men wer­den. Bei rein pflanz­li­cher (ve­ga­ner) Er­näh­rung muss es da­her über Supp­le­men­te oder an­ge­rei­cher­te Pro­duk­te zu­ge­führt wer­den.

Im direkten Vergleich lie­fert ro­tes Fleisch wie Rind oder Lamm zwar deut­lich mehr Vi­ta­min B12 pro Por­tion, Schwei­ne­fleisch trägt je­doch – ins­be­son­de­re durch sei­nen ho­hen Thia­min-Ge­halt – we­sent­lich zu ei­ner aus­ge­wo­ge­nen Er­näh­rung bei.

Kulinarische Verwendung:

Schweinefleisch bietet eine außer­ge­wöhn­li­che Viel­falt in der Kü­che – von tra­di­tio­nel­len Schmor­ge­rich­ten bis zu mo­der­nen, leich­ten Zu­be­rei­tun­gen. Zartes Schwei­ne­fi­let oder Schwei­ne­me­dail­lons eig­nen sich her­vor­ra­gend zum Kurz­bra­ten, wäh­rend Nacken oder Schul­ter als aro­ma­ti­sche Grund­la­ge für Braten, Pul­led Pork oder Gulasch die­nen.

Auch Schnitzel, Kote­letts und Kamm- alias Nackensteaks sind be­lieb­te Klas­si­ker, die sich durch wür­zi­ge Pa­na­den oder fei­ne Kräu­ter­krus­ten ver­fei­nern las­sen. In der me­di­ter­ra­nen Kü­che wird Schwei­ne­fleisch häu­fig mit Ros­ma­rin, Thy­mi­an und Knob­lauch kom­bi­niert, in der asia­ti­schen Kü­che mit Ing­wer, So­ja­sauce und Se­sam­öl.

Ein besonderer Tipp für Fein­schme­cker ist ge­schmor­ter Schwei­ne­bauch oder *confiertes Schwei­ne­kar­rée – ei­ne Kom­bi­na­ti­on aus zar­ter Tex­tur und tie­fem, aro­ma­ti­schem Ge­schmack. Ob ge­bra­ten, ge­schmort oder ge­grillt – Schwei­ne­fleisch lässt sich wun­der­bar viel­sei­tig zu­be­rei­ten und bie­tet da­bei ein brei­tes Spek­trum von rus­ti­kal bis ele­gant.

(*Confieren: Für ei­ne be­son­ders fei­ne, nähr­stoff­scho­nen­de Zu­be­rei­tung emp­fiehlt sich das sanf­te Gar­en bei nied­ri­ger Tem­pe­ra­tur oder das Sous-vide-Ver­fah­ren.)

Rohes Sauerkraut

– die ver­dau­ungsför­dern­de Vitamin-C-Bom­be

Rohes Sauerkraut

Nicht nur in Deutschland, son­dern be­reits im an­ti­ken Grie­chen­land und Un­garn war Sau­er­kraut be­kannt und be­liebt. Das hat sich bis heute – ins­be­son­de­re auch in den ost­euro­pä­ischen Bal­kan­län­dern – nicht ge­än­dert. So er­lebt das Ge­mü­se im­mer noch und im­mer wie­der die wun­der­bare »Meta­mor­phose« vom or­di­nä­ren Weiß­kohl zum fei­nen Sau­er­kraut.

Sauerkraut wird meist aus Weiß­kohl, sel­tener aus Spitzkohl, her­ge­stellt. Damit aus dem Kohl le­ckeres Sauer­kraut wird, schnei­det man ihn zu­erst in feine Strei­fen und zer­stampft und presst ihn an­schlie­ßend kräf­tig.

Dem dabei austreten­den Saft wird Salz zu­ge­setzt, wel­ches die­sen bei der Kon­ser­vier­ung des Krauts un­ter­stützt und ihm noch wei­ter Flüs­sig­keit ent­zieht. Milch­säu­re­bak­te­rien sind für die nun ein­set­zen­de Gä­rung und auch für den säu­er­lich­en Ge­schmack des zu­künf­ti­gen Sau­er­krauts ver­ant­wort­lich. Der Gär­vor­gang dau­ert meh­re­re Wo­chen, in de­nen der Kohl immer wie­der er­neut ge­stampft und ge­presst wird, bis er sei­ne Markt­rei­fe er­reicht hat.

Rohes Sauerkraut – die ver­dau­ungs­för­dern­de Vi­ta­min C-Bom­be

Der hohe Vitamin C-Anteil macht Sau­er­kraut so ge­sund, denn wie je­der weiß, un­ter­stützt Vitamin C un­se­ren Or­ga­nis­mus bei der Ab­wehr von Er­käl­tungs­krank­hei­ten, und da Sau­er­kraut so gut wie gar kein Fett ent­hält, ist es auch für fi­gur­be­wuss­te Ge­nie­ßer ein ech­ter Tipp auf dem Spei­se­zet­tel. Zudem ist es reich an Bal­last­stof­fen, die im Zusammenspiel mit der na­tür­lichen, in Sau­er­kraut ent­hal­te­nen Milch­säu­re ei­ne ver­dau­ungs­för­dern­de Wir­kung auf un­se­ren Stoff­wech­sel ha­ben. Die Milch­säu­re­bak­te­rien wie­de­rum sor­gen für ei­ne gu­te Darm­flo­ra (Mi­kro­biom), eine wich­ti­ge Vo­raus­set­zung für ein star­kes Im­mun­sys­tem.

Wie bei allen Gemüs­en gilt na­tür­lich auch bei Sau­er­kraut: Je mehr ich das Kraut er­hit­ze, des­to we­ni­ger kann ich von den vor­han­de­nen Vi­ta­mi­nen und – im Fal­le des Sau­er­krauts – Milch­säu­re­bak­te­rien pro­fi­tie­ren. Ich ha­be al­ler­dings schon als Kind ger­ne mal ro­hes Sau­er­kraut vom Metz­ger roh aus der Hand ge­ges­sen und das hat sich bis heu­te nicht ge­än­dert.

Zwiebeln und Knoblauch

– natürliches Powerduo für Gesund­heit und Ge­schmack

Zwiebeln und Knoblauch

Beide sind ein na­tür­li­ches Anti­bio­ti­kum und be­kämp­fen wirk­sam schäd­li­che Pil­ze und krank­heits­er­re­gen­de Mi­kro­or­ga­nis­men. Die Zwie­bel ist eng mit dem Kno­blauch ver­wandt und be­sitzt ge­gen­über die­sem ei­ne mil­de­re Wir­kung. Die Kom­bi­na­tion der bei­den bringt ein star­kes Duo her­vor.

Bei­de ent­hal­ten wert­vol­le An­ti­oxi­dan­tien, die als Fän­ger »freier Ra­di­ka­ler« un­se­ren Or­ga­nis­mus da­bei hel­fen, ge­sund zu blei­ben.

Die zur Gat­tung der Li­li­en­ge­wäch­se ge­hö­ren­den Pflan­zen ver­fü­gen zu­dem über ei­nen ho­hen Vi­ta­min- und Mi­ne­ral­stoff­ge­halt, von dem wir eben­falls ge­sund­heit­lich pro­fi­tie­ren.

Ent­hal­ten sind die Vi­ta­mi­ne B1, B2 und B6 so­wie die Vi­ta­mi­ne C und E. Au­ßer den Mi­ne­ral­stof­fen Salz, Ei­sen, Zink und Mag­ne­si­um sind noch ei­ne gan­ze Rei­he wei­te­rer Mi­ne­ral­stof­fe in Zwie­beln und Kno­blauch ent­hal­ten, so­dass man bei­de Pflan­zen durch­aus als hoch­wer­ti­ge Mi­ne­ral­stoff-Lie­fe­ran­ten be­zeich­nen kann.

Kulinarische Verwendung:

Zwie­beln und Kno­blauch bil­den das aromatische Grund­ge­rüst un­zäh­li­ger Ge­rich­te – von der hei­mi­schen bis zur in­ter­na­tio­na­len Kü­che. Ob an­ge­schwitzt, ge­bra­ten, kon­fi­tiert oder roh – ihr Ge­schmack reicht von süß­lich-mild bis kräf­tig-wür­zig und sorgt stets für Tie­fe und Cha­rak­ter.

In der me­di­ter­ra­nen Kü­che sind sie un­ver­zicht­bar: in Pas­ta­saucen, Ri­sot­tos, Ge­mü­se­ra­gouts, Schmor­ge­rich­ten oder Fisch­zu­be­rei­tun­gen mit Oli­ven­öl und Kräu­tern. Auch in der asi­a­ti­schen, ori­en­ta­li­schen und kre­o­li­schen Kü­che sind sie fes­ter Be­stand­teil von Cur­rys, Dips, Würz­pas­ten und Su­ben.

Kno­blauch­öl oder Zwie­bel­con­fit ver­lei­hen ve­ge­ta­ri­schen wie auch Fleisch­ge­rich­ten ei­nen fei­nen, tief­wür­zi­gen Ak­zent, wäh­rend ge­rös­te­ter oder ge­schmor­ter Kno­blauch ei­ne but­ter­wei­che Süße ent­fal­tet, die be­son­ders zu Lamm, Kalb, Pil­zen oder ge­rös­te­tem Ge­mü­se passt.

So wer­den Zwie­beln und Kno­blauch nicht nur zu Ge­schmacks­trä­gern ers­ter Gü­te, son­dern auch zu Sym­bo­len für Ge­nuss und Ge­sund­heit – ein Duo, das kei­ner Kü­che feh­len soll­te.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oekotrophologe)