Sauerkraut mit Kass­ler

– herzhaftes Kassler mit fris­chem Sauer­kraut, Ap­fel und Meer­ret­tich

Sauerkraut mit Kassler Sauerkraut mit Kassler

Sauerkraut mit Kassler aus dem Slow Cooker

Kass­ler, alias Kas­se­ler, ist ein ech­ter Klas­si­ker der deut­schen Kü­che. Für un­ser Re­zept ver­wen­den wir ei­nen ge­pö­kel­ten und leicht ge­räu­cher­ten Schwei­ne­na­cken, den man auch als Kass­lerkamm be­zeich­net. Durch die scho­nen­de Zu­be­rei­tung im Slow Coo­ker wird das Fleisch be­son­ders zar­t und saf­tig.

Tra­di­tio­nell wird Kass­ler ger­ne mit Sau­er­kraut und Kar­tof­feln ser­viert. Wir ha­ben uns für fri­sches Sau­er­kraut vom Metz­ger un­se­res Ver­trau­ens ent­schie­den und kom­bi­nie­ren es mit Zwie­beln und Ap­fel. Lor­beer, Wa­chol­der, Pi­ment und Kümmel sor­gen für die ty­pi­sche herz­haf­te Wür­ze.

Eine be­son­de­re No­te be­kommt un­ser Sau­er­kraut durch Meer­ret­tich­senf. In äl­te­ren Koch­bü­chern fin­det sich Meer­ret­tich­senf häu­fig als Zu­tat zu Kass­ler. Die­se Kom­bi­na­ti­on hat uns zu ei­ner ei­ge­nen klei­nen Re­zept­idee in­spi­riert: Wir ha­ben das tra­di­tio­nel­le Ge­richt mit ge­trock­ne­ten Blät­tern von Moringa olei­fe­ra, dem so­ge­nann­ten Meer­ret­tich­baum, ver­fei­nert. Das ist na­tür­lich kei­ne klas­si­sche Zu­tat des Kass­lers mit Sau­er­kraut, son­dern un­se­re per­sön­li­che In­ter­pre­ta­ti­on.

Ob man sich da­für ent­schei­det oder den Klas­si­ker ganz tra­di­tio­nell zu­be­rei­tet, bleibt dem ei­ge­nen Ge­schmack über­las­sen. Denn auch oh­ne un­se­re klei­ne Moringa-In­ter­pre­ta­ti­on bleibt Sau­er­kraut mit Kass­ler ein ein­faches, kräf­ti­ges und wun­der­bar herz­haf­tes Ge­richt.

Kleines Küchenwissen:

Kass­ler ist kein be­stimm­tes Teil­stück vom Schwein, son­dern be­zeich­net ge­pö­kel­tes und meist leicht ge­räu­cher­tes Schweine­fleisch. Je nach Teil­stück kom­men bei­spiels­wei­se Kamm, Ko­te­lett, Schwei­ne­lach­s oder Schul­ter zum Ein­satz. Un­ser Kasslerkamm stammt aus dem Schwei­ne­na­cken und eig­net sich durch sei­ne saf­ti­ge Struk­tur be­son­ders gut für die scho­nen­de Zu­be­rei­tung.

Kass­ler und Sau­er­kraut ge­hö­ren da­bei zu den klas­si­schen Kom­bi­na­tio­nen der deut­schen Kü­che. Ob mit Salz­kar­tof­feln, Kar­tof­fel­pü­ree oder – wie bei un­se­rem Re­zept – ei­ner an­de­ren pas­sen­den Bei­la­ge: Der herz­haf­te Klas­si­ker lässt sich ein­fach zu­be­rei­ten und ist ge­ra­de in der kal­ten Jah­res­zeit ein ech­tes Wohl­fühl­ge­richt.

Gernekochen-Weintipp

Zu »Sauer­kraut mit Kass­ler« passt ein »Edel­zwi­cker« bzw. »Chas­se­las«, wie er in der Schweiz ge­nannt wird, oder »Grü­ner Velt­li­ner« – ein »Pfeff­ri­ger«, wie er in Ös­ter­reich ge­nannt wird – ganz her­vor­ra­gend. Ein­fach mal auf un­ser »Wein­­­tipp-Ic­on« tip­­pen und mehr er­fah­ren. Wir wün­schen wie stets ei­nen gu­ten Ap­pe­tit und: Wohl be­komm's!

Warum Du dieses Sauerkraut-mit-Kassler-Re­zept aus­pro­bie­ren soll­test

  • Ein echter Klassiker der deut­schen Kü­che: Herz­haf­tes Kass­ler und aro­ma­ti­sches Sauer­kraut er­ge­ben ei­ne Kom­bi­na­tion, die nicht ohne Grund seit Ge­ne­ra­tio­nen be­liebt ist
  • Saftiger Kasslerkamm: Wir ver­wen­den ge­pö­kel­ten und leicht ge­räu­cher­ten Schwei­ne­na­cken, der durch die scho­nen­de Zu­be­reit­ung be­son­ders zart und saftig wird
  • Frisches Sauerkraut vom Metz­ger: Unser Sauer­kraut kau­fen wir frisch beim Metz­ger un­se­res Ver­trau­ens. Zu­sam­men mit Zwie­bel und Ap­fel ent­steht da­raus eine an­ge­nehm herz­ha­fte und zu­gleich leicht fruch­tige Be­glei­tung zum Kass­ler
  • Meerrettichsenf für die besondere Würze: Die Kom­bi­na­tion aus Di­jon-Senf und schar­fem Meer­ret­tich bringt eine kräf­ti­ge, pi­kan­te Note ins Gericht und passt her­vor­ra­gend zum Kassler
  • Unsere besondere Note mit Moringa: Als per­sön­li­che In­ter­pre­tation des Klas­sikers haben wir ge­trock­ne­te Blätter von Mo­ringa olei­fera, dem »Meer­rettich­baum«, ver­wen­det. Die Idee dazu ent­stand aus dem tra­di­tio­nel­len Meer­ret­tich­senf, der in äl­te­ren Re­zep­ten häu­fig als Zu­tat für Kass­ler ge­nannt wird
  • Ideal für den Slow Cooker: Das lang­s­ame Ga­ren bei nied­ri­ger Tem­pe­ra­tur ist un­kom­pli­ziert und sorgt dafür, dass sich die Aro­men von Kassler, Sauer­kraut, Ap­fel und Gewürzen har­mo­nisch mit­ein­an­der ver­binden
  • Einfach nach­zu­ko­chen: Unsere Schritt-für-Schritt-An­lei­tung führt auch Koch­an­fänger si­cher ans Ziel

Rezept:
Kassler mit Sauer­kraut aus dem Slow Coo­ker

Zutaten für 4 Personen

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Für den Einkaufszettel:

  • 1,2 kg Kassler (Schweinenacken bzw. »Kassler Kamm«, gepökelt und leicht geraucht)
  • 2 EL Meerrettichsenf (wir haben dafür Dijon-Senf mit scharfem Meerrettich a. d. Glas vermengt)
  • 1 große Gemüsezwiebel
  • 1 Apfel (z. B. Granny Smith)
  • 600 g frisches Sauerkraut vom Metzger Ihres Vertrauens
  • 400 ml Geflügelfond a. d. Glas
  • 2 Lorbeerblätter
  • 4 Wacholderbeeren
  • 3 Pimentkörner
  • 1 TL Kümmel
  • 1 TL schwarze Pfefferkörner
  • 2 Eßlöffel Moringa oleifera – Blätter getrocknet
  • etwas Salz und
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Das benötigt man zusätzlich:

  • Slow Cooker 3,5 l
  • Römertopf (alternativ)
  • Bräter (alternativ)

Zubereitung:

1) Zwiebel schälen und klein ha­cken. Ap­fel wa­schen und schä­len. Kern­ge­häu­se ent­fer­nen und Äp­fel in klei­ne Stü­cke schnei­den.

2) Kassler von allen Sei­ten mit Meer­ret­tich­senf be­strei­chen.

3) Zwiebel- und Apfelwürfel in den Slow Coo­ker ge­ben, aro­ma­ti­sier­ten Schwei­ne­na­cken und Sauer­kraut da­rauf le­gen. Ge­wür­ze zu­ge­ben, noch mit et­was Salz und Pfef­fer aus der Müh­le wür­zen und Slow Coo­ker mit Ge­flü­gel­fond bis max. drei Vier­tel auf­fül­len.

4) Deckel auflegen und Sauer­kraut mit Kass­ler im Slow Coo­ker 7 Std. auf Stufe »LOW« ga­ren.

Slow-Cooking-Vorteile: Beim Garen auf Nie­drig­tem­pe­ra­tur ent­fällt das Wen­den des Bra­tens, eben­so die Ge­fahr des Anbrennens, und er wird un­glaub­lich zart und saf­tig.

Garen im Römertopf oder Brä­ter:

Alternativ zum Slow Cooker kann man das Ge­richt auch auf Nied­rig­tem­pe­ra­tur im Rö­mer­topf oder Brä­ter im Back­of­en ga­ren. Da­bei am bes­ten ein Bra­ten-Kern­ther­mo­m­eter ver­wen­den. Die Lang­zeit-Gar­tem­pe­ra­tur soll­te bei 80 – max. 85° lie­gen. Die Gar­zeit be­trägt da­bei eben­falls ca. 6–8 Stun­den, je nach Ge­wicht und Grö­ße des Kass­lers.

Zubereitungstipp – Kerntemperatur für Kass­ler:

Wer sicher gehen will, kann für die ge­naue Kon­trol­le der Fleisch­tem­pe­ra­tur im Slow Coo­ker ein Fleisch­ther­mo­me­ter ver­wen­den. Für un­ser Kass­ler – well done ge­gart – em­pfeh­len wir ei­ne Kern­tem­pe­ra­tur von 64–68°C.

Wir haben dieses Mal da­rauf ver­zichtet und ganz auf die sta­bile Nied­rig­tem­pe­ra­tur un­se­res Slow Coo­kers bzw. Crock-Pots ver­traut.

Für nähere Informatio­nen – auch zu an­de­ren Kern­tem­pe­ra­tu­ren – ha­ben wir ei­nen aus­führ­li­chen Bei­trag ver­fasst. Sie­he Hin­weis wei­ter un­ten!

Der hohe Vitamin C-Anteil macht Sau­er­kraut so ge­sund, denn wie je­der weiß, un­ter­stützt Vitamin C un­se­ren Or­ga­nis­mus bei der Ab­wehr von Er­käl­tungs­krank­hei­ten, und da Sau­er­kraut so gut wie gar kein Fett ent­hält, ist es auch für fi­gur­be­wuss­te Ge­nie­ßer ein ech­ter Tipp auf dem Spei­se­zet­tel. Zudem ist es reich an Bal­last­stof­fen, die im Zusammenspiel mit der na­tür­lichen, in Sau­er­kraut ent­hal­te­nen Milch­säu­re ei­ne ver­dau­ungs­för­dern­de Wir­kung auf un­se­ren Stoff­wech­sel ha­ben. Die Milch­säu­re­bak­te­rien wie­de­rum sor­gen für ei­ne gu­te Darm­flo­ra (Mi­kro­biom), eine wich­ti­ge Vo­raus­set­zung für ein star­kes Im­mun­sys­tem.

Wie bei allen Gemüs­en gilt na­tür­lich auch bei Sau­er­kraut: Je mehr ich das Kraut er­hit­ze, des­to we­ni­ger kann ich von den vor­han­de­nen Vi­ta­mi­nen und – im Fal­le des Sau­er­krauts – Milch­säu­re­bak­te­rien pro­fi­tie­ren. Ich ha­be al­ler­dings schon als Kind ger­ne mal ro­hes Sau­er­kraut vom Metz­ger roh aus der Hand ge­ges­sen und das hat sich bis heu­te nicht ge­än­dert.

Nährwert- & Ge­sund­heits­ana­ly­se

von Dipl. Ernährungs­wissen­schaftler Michael Pagelsdorf

Rohes Sauerkraut

– die ver­dau­ungsför­dern­de Vitamin-C-Bom­be

Rohes Sauerkraut

Nicht nur in Deutschland, son­dern be­reits im an­ti­ken Grie­chen­land und Un­garn war Sau­er­kraut be­kannt und be­liebt. Das hat sich bis heute – ins­be­son­de­re auch in den ost­euro­pä­ischen Bal­kan­län­dern – nicht ge­än­dert. So er­lebt das Ge­mü­se im­mer noch und im­mer wie­der die wun­der­bare »Meta­mor­phose« vom or­di­nä­ren Weiß­kohl zum fei­nen Sau­er­kraut.

Sauerkraut wird meist aus Weiß­kohl, sel­tener aus Spitzkohl, her­ge­stellt. Damit aus dem Kohl le­ckeres Sauer­kraut wird, schnei­det man ihn zu­erst in feine Strei­fen und zer­stampft und presst ihn an­schlie­ßend kräf­tig.

Dem dabei austreten­den Saft wird Salz zu­ge­setzt, wel­ches die­sen bei der Kon­ser­vier­ung des Krauts un­ter­stützt und ihm noch wei­ter Flüs­sig­keit ent­zieht. Milch­säu­re­bak­te­rien sind für die nun ein­set­zen­de Gä­rung und auch für den säu­er­lich­en Ge­schmack des zu­künf­ti­gen Sau­er­krauts ver­ant­wort­lich. Der Gär­vor­gang dau­ert meh­re­re Wo­chen, in de­nen der Kohl immer wie­der er­neut ge­stampft und ge­presst wird, bis er sei­ne Markt­rei­fe er­reicht hat.

Rohes Sauerkraut – die ver­dau­ungs­för­dern­de Vi­ta­min C-Bom­be

Der hohe Vitamin C-Anteil macht Sau­er­kraut so ge­sund, denn wie je­der weiß, un­ter­stützt Vitamin C un­se­ren Or­ga­nis­mus bei der Ab­wehr von Er­käl­tungs­krank­hei­ten, und da Sau­er­kraut so gut wie gar kein Fett ent­hält, ist es auch für fi­gur­be­wuss­te Ge­nie­ßer ein ech­ter Tipp auf dem Spei­se­zet­tel. Zudem ist es reich an Bal­last­stof­fen, die im Zusammenspiel mit der na­tür­lichen, in Sau­er­kraut ent­hal­te­nen Milch­säu­re ei­ne ver­dau­ungs­för­dern­de Wir­kung auf un­se­ren Stoff­wech­sel ha­ben. Die Milch­säu­re­bak­te­rien wie­de­rum sor­gen für ei­ne gu­te Darm­flo­ra (Mi­kro­biom), eine wich­ti­ge Vo­raus­set­zung für ein star­kes Im­mun­sys­tem.

Wie bei allen Gemüs­en gilt na­tür­lich auch bei Sau­er­kraut: Je mehr ich das Kraut er­hit­ze, des­to we­ni­ger kann ich von den vor­han­de­nen Vi­ta­mi­nen und – im Fal­le des Sau­er­krauts – Milch­säu­re­bak­te­rien pro­fi­tie­ren. Ich ha­be al­ler­dings schon als Kind ger­ne mal ro­hes Sau­er­kraut vom Metz­ger roh aus der Hand ge­ges­sen und das hat sich bis heu­te nicht ge­än­dert.

Kasseler-Schweinefleisch

– zart im Biss, reich an B-Vi­ta­mi­nen

Schweinefleisch als Kasseler

Bio-Haltung voraus­ge­setzt, lie­fert Schweinefleisch hoch­wer­tiges Ei­weiß so­wie wich­ti­ge Vi­ta­mi­ne und Mi­ne­ral­stof­fe. Be­son­ders be­mer­kens­wert ist sein ho­her Ge­halt an Vi­ta­min B1 (Thiamin) – Schwei­ne­fleisch ge­hört hier zu den Spit­zen­rei­tern un­ter al­len Fleisch­sor­ten. Da­rü­ber hi­naus ent­hält es nen­nens­wer­te Men­gen an Vi­ta­min B2, B6 und B12 so­wie Mi­ne­ral­stof­fe und Spu­ren­ele­men­te.

Vitamin B12 ist für die Bil­dung ro­ter Blut­kör­per­chen un­ent­behr­lich und kann in re­le­van­ten Men­gen fast aus­schließ­lich nur üb­er tie­ri­sche Le­bens­mit­tel auf­ge­nom­men wer­den. Bei rein pflanz­li­cher (ve­ga­ner) Er­näh­rung muss es da­her über Supp­le­men­te oder an­ge­rei­cher­te Pro­duk­te zu­ge­führt wer­den.

Im direkten Vergleich lie­fert ro­tes Fleisch wie Rind oder Lamm zwar deut­lich mehr Vi­ta­min B12 pro Por­tion, Schwei­ne­fleisch trägt je­doch – ins­be­son­de­re durch sei­nen ho­hen Thia­min-Ge­halt – we­sent­lich zu ei­ner aus­ge­wo­ge­nen Er­näh­rung bei.

Und Kasseler?

Durch den Pö­kel­pro­zess ent­hält Kas­se­ler im Ver­gleich zu fri­schem Schwei­ne­fleisch je­doch er­höh­te Men­gen an Salz so­wie Nit­rit­pö­kel­salz. Ein maß­vol­ler Kon­sum ist da­her aus ge­sund­heit­li­cher Sicht emp­feh­lens­wert, ins­be­son­de­re für Men­schen mit Blut­hoch­druck oder ei­ner salz­sen­si­ti­ven Er­näh­rung. Ge­le­gent­lich ge­nos­sen und im Rah­men ei­ner ins­ge­samt aus­ge­wo­ge­nen Kost kann Kas­se­ler den­noch ei­nen Bei­trag zur Ei­weiß- und B-Vi­ta­min-Ver­sor­gung leis­ten, soll­te je­doch nicht als täg­li­ches Fleisch­pro­dukt ein­ge­plant wer­den.

Kulinarische Verwendung:

Schweinefleisch bietet eine außer­ge­wöhn­li­che Viel­falt in der Kü­che – von tra­di­tio­nel­len Schmor­ge­rich­ten bis zu mo­der­nen, leich­ten Zu­be­rei­tun­gen. Zartes Schwei­ne­fi­let oder Schwei­ne­me­dail­lons eig­nen sich her­vor­ra­gend zum Kurz­bra­ten, wäh­rend Nacken oder Schul­ter als aro­ma­ti­sche Grund­la­ge für Braten, Pul­led Pork oder Gulasch die­nen.

Auch Schnitzel, Kote­letts und Kamm- alias Nackensteaks sind be­lieb­te Klas­si­ker, die sich durch wür­zi­ge Pa­na­den oder fei­ne Kräu­ter­krus­ten ver­fei­nern las­sen. In der me­di­ter­ra­nen Kü­che wird Schwei­ne­fleisch häu­fig mit Ros­ma­rin, Thy­mi­an und Knob­lauch kom­bi­niert, in der asia­ti­schen Kü­che mit Ing­wer, So­ja­sauce und Se­sam­öl.

Ein besonderer Tipp für Fein­schme­cker ist ge­schmor­ter Schwei­ne­bauch oder *confiertes Schwei­ne­kar­rée – ei­ne Kom­bi­na­ti­on aus zar­ter Tex­tur und tie­fem, aro­ma­ti­schem Ge­schmack. Ob ge­bra­ten, ge­schmort oder ge­grillt – Schwei­ne­fleisch lässt sich wun­der­bar viel­sei­tig zu­be­rei­ten und bie­tet da­bei ein brei­tes Spek­trum von rus­ti­kal bis ele­gant.

(*Confieren: Für ei­ne be­son­ders fei­ne, nähr­stoff­scho­nen­de Zu­be­rei­tung emp­fiehlt sich das sanf­te Gar­en bei nied­ri­ger Tem­pe­ra­tur oder das Sous-vide-Ver­fah­ren.)

Äpfel

– frischer, knackiger Ge­nuss mit wert­vol­len Ballast­stof­fen

Äpfel

Äpfel sind reich an Pektin, ei­nem Ballaststoff, der für un­se­re Darm­ge­sund­heit wich­tig ist. Wie vie­le an­de­re Obst­sor­ten auch be­sit­zen Äp­fel zu­dem ei­nen ho­hen Vi­ta­min-C-An­teil. Das macht sie zwei­fels­frei zu ei­nem ge­sun­den Le­bens­mit­tel.

»An apple a day keeps the doc­tor away.«

Ein Apfel allein – wie wir es von ei­nem al­ten eng­li­schen Sprich­wort her ken­nen – hält je­doch den Doktor nicht fern. Wie im­mer ist es statt­des­sen das Zu­sam­men­spiel ver­schie­de­ner, sich er­gän­zen­der Nähr­stoff­bau­stei­ne, wel­ches uns bei der Er­hal­tung un­se­rer Ge­sund­heit un­ter­stützt. Oder auf den Punkt ge­bracht: eine aus­ge­wo­ge­ne, nicht ein­sei­ti­ge und so­mit ge­sun­de Er­näh­rung.

Zwiebeln und Knoblauch

– natürliches Powerduo für Gesund­heit und Ge­schmack

Zwiebeln und Knoblauch

Beide sind ein na­tür­li­ches Anti­bio­ti­kum und be­kämp­fen wirk­sam schäd­li­che Pil­ze und krank­heits­er­re­gen­de Mi­kro­or­ga­nis­men. Die Zwie­bel ist eng mit dem Kno­blauch ver­wandt und be­sitzt ge­gen­über die­sem ei­ne mil­de­re Wir­kung. Die Kom­bi­na­tion der bei­den bringt ein star­kes Duo her­vor.

Bei­de ent­hal­ten wert­vol­le An­ti­oxi­dan­tien, die als Fän­ger »freier Ra­di­ka­ler« un­se­ren Or­ga­nis­mus da­bei hel­fen, ge­sund zu blei­ben.

Die zur Gat­tung der Li­li­en­ge­wäch­se ge­hö­ren­den Pflan­zen ver­fü­gen zu­dem über ei­nen ho­hen Vi­ta­min- und Mi­ne­ral­stoff­ge­halt, von dem wir eben­falls ge­sund­heit­lich pro­fi­tie­ren.

Ent­hal­ten sind die Vi­ta­mi­ne B1, B2 und B6 so­wie die Vi­ta­mi­ne C und E. Au­ßer den Mi­ne­ral­stof­fen Salz, Ei­sen, Zink und Mag­ne­si­um sind noch ei­ne gan­ze Rei­he wei­te­rer Mi­ne­ral­stof­fe in Zwie­beln und Kno­blauch ent­hal­ten, so­dass man bei­de Pflan­zen durch­aus als hoch­wer­ti­ge Mi­ne­ral­stoff-Lie­fe­ran­ten be­zeich­nen kann.

Kulinarische Verwendung:

Zwie­beln und Kno­blauch bil­den das aromatische Grund­ge­rüst un­zäh­li­ger Ge­rich­te – von der hei­mi­schen bis zur in­ter­na­tio­na­len Kü­che. Ob an­ge­schwitzt, ge­bra­ten, kon­fi­tiert oder roh – ihr Ge­schmack reicht von süß­lich-mild bis kräf­tig-wür­zig und sorgt stets für Tie­fe und Cha­rak­ter.

In der me­di­ter­ra­nen Kü­che sind sie un­ver­zicht­bar: in Pas­ta­saucen, Ri­sot­tos, Ge­mü­se­ra­gouts, Schmor­ge­rich­ten oder Fisch­zu­be­rei­tun­gen mit Oli­ven­öl und Kräu­tern. Auch in der asi­a­ti­schen, ori­en­ta­li­schen und kre­o­li­schen Kü­che sind sie fes­ter Be­stand­teil von Cur­rys, Dips, Würz­pas­ten und Su­ben.

Kno­blauch­öl oder Zwie­bel­con­fit ver­lei­hen ve­ge­ta­ri­schen wie auch Fleisch­ge­rich­ten ei­nen fei­nen, tief­wür­zi­gen Ak­zent, wäh­rend ge­rös­te­ter oder ge­schmor­ter Kno­blauch ei­ne but­ter­wei­che Süße ent­fal­tet, die be­son­ders zu Lamm, Kalb, Pil­zen oder ge­rös­te­tem Ge­mü­se passt.

So wer­den Zwie­beln und Kno­blauch nicht nur zu Ge­schmacks­trä­gern ers­ter Gü­te, son­dern auch zu Sym­bo­len für Ge­nuss und Ge­sund­heit – ein Duo, das kei­ner Kü­che feh­len soll­te.

Kartoffeln alias Erd­äp­fel

– natürliche Energie, die schmeckt

Kartoffeln

Kartoffeln, in bestimm­ten Re­gio­nen Deutsch­lands so­wie ei­ni­gen Nach­bar­län­dern auch als »Erd­äp­fel« oder »Grund­bir­nen« bzw. »Grum­bee­ren« (Pfalz)) und wei­te­ren Re­gio­nal­na­men be­kannt, ge­hö­ren wie auch To­ma­ten und Pap­ri­ka zur Fa­mi­lie der Nacht­schat­ten­ge­wäch­se.

Gemäß statistischen Umfragen ist die Knol­len­frucht nach wie vor der Deut­schen liebs­te Bei­la­ge und das ist auch gar nicht schlecht.

Kartoffeln sind vi­ta­min- und mi­ne­ral­stoff­reich und da­bei noch ka­lo­ri­en­arm. Vor al­lem das Vi­ta­min-C ist in nen­nens­wer­ten Men­gen in der Nutz­pflan­ze ent­hal­ten. Des wei­te­ren be­sit­zen die Knollen ei­nen ho­hen Ei­weiß­an­teil, der in Kom­bi­na­tion mit den in un­se­rem Re­zept ver­wen­de­ten Ei­ern sehr gut von un­se­rem Or­ga­nis­mus re­sor­biert und in kör­per­ei­ge­nes Ei­weiß trans­for­miert werden kann.

Gekochte Kartoffeln wir­ken sich al­ler­dings stark auf den Blut­zu­cker aus, da die Stär­ke durch den Koch­vor­gang als na­he­zu rei­ne Glu­co­se im Dünn­darm auf­ge­nom­men wird.

Lässt man die Kartof­fel nach dem Koch­vor­gang er­kal­ten und ver­ar­bei­tet sie dann erst wei­ter, bil­det sich ei­ne »Re­sis­ten­te Stär­ke«, die sich we­sent­lich güns­ti­ger auf den Blut­zu­cker­spie­gel aus­wirkt. So wer­den z. B. Brat­kar­tof­feln klas­si­scher­wei­se aus ER­KALTE­TEN Kar­toffeln her­ge­stellt.

Kulinarische Verwendung:

Kartoffeln sind aus der Küche kaum weg­zu­den­ken – ob als cre­mi­ges Pü­ree, knusp­ri­ge Brat­kar­tof­feln, herz­haf­te Gra­tins oder fei­ne Sup­pen. Sie las­sen sich in un­zäh­li­gen Va­ria­tio­nen zu­be­rei­ten und pas­sen zu na­he­zu je­dem Ge­richt. Ihr zar­ter, neu­tra­ler Ge­schmack macht sie zu ei­nem idea­len Ba­sis­le­bens­mit­tel für leich­ten und ge­sun­den Ge­nuss.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissen­schaftler (Oeko­tropho­loge)