Och­sen­schwanz­sup­pe nach Omas Art

Ochsenschwanzsuppe nach Omas Art Ochsenschwanzsuppe nach Omas Art

Ochsenschwanzsuppe nach Omas Art

Bei unserem Rezept für »Omas Och­sen­schwanz­sup­pe«, ha­ben wir da­rauf ge­ach­tet, klas­si­sche Zu­ta­ten zu ver­wen­den. Wir woll­ten un­se­re Sup­pe ge­nau so zu­be­rei­ten, wie sie schon von vie­len, vie­len Omas seit et­li­chen Jahr­zehn­ten zu­be­rei­tet wur­de.

Wie im­mer, ha­ben wir bei un­se­rer Re­cher­che fest­ge­stellt, dass es nicht nur EIN »Ori­gi­nal­re­zept« gibt, son­dern statt­des­sen ei­ne gan­ze Rei­he an Re­zep­ten, die von Re­gion zu Re­gion und Kü­che zu Kü­che va­ri­ie­ren kön­nen.

Statt mit in­dus­tri­ell wei­ter­ver­ar­bei­te­ten Zu­ta­ten, ha­ben wir un­se­ren Kü­chen­klas­si­ker auss­chließ­lich mit fri­schen zu­be­rei­tet. So wie un­se­re Omas es auch frü­her ge­macht ha­ben und wie man es auch heu­te  – zu­min­dest  in ei­nem Res­tau­rant – er­war­ten kann und auch er­war­ten soll­te. Ehr­li­ches Hand­werk eben. Lec­ker, gesund und au­then­tisch!

Selbstgekocht ist doch am besten

Im Vergleich zu Fer­­tig­­pro­­dukten aus der Do­se, ist dies kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit. Die­se kön­nen Och­sen­schwanz ent­hal­ten, müs­sen es aber nicht zwin­gend. Ei­ne Ge­währ da­für, gibt es also nicht. Von wei­te­ren Zu­ta­ten wie Kon­ser­vie­rungs­mit­tel und Ge­schmacks­ver­stär­ker, die man nicht wirk­lich ha­ben möch­te, mal ganz ab­ge­se­hen. Gu­te Grün­de al­so, selbst zu ko­chen. So weiß man ge­nau, wel­che Zu­ta­ten ver­ar­bei­tet wur­den.

Zurück zum Rezept:

Eine Och­sen­schwanz­sup­pe kann man – ganz nach per­sön­li­cher Vor­lie­be – klar oder ge­bun­den zu­be­rei­ten. Die wich­tigs­te Haupt­zu­tat ist aber in je­dem Fall Och­sen­schwanz, wo­her sie schließ­lich ih­ren Na­men er­hal­ten hat. Nach dem Schmor­vor­gang wird das Fleisch vom Kno­chen ge­löst und klein ge­schnit­ten wie­der der Sup­pe hin­zu­ge­fügt.

Ge­schmack­lich, wie auch von ih­rer Kon­sis­tenz, ist ei­ne Och­sen­schwanz­sup­pe sehr kon­zen­triert und be­sitzt ei­ne schö­ne tief­brau­ne Far­be. Ab­ge­schmeckt und ver­fei­nert wird sie mit Ma­dei­ra oder Sher­ry. Wer auf Al­ko­hol ver­zich­ten möch­te kann al­ter­na­tiv Ace­to Bal­sa­mi­co ver­wen­den. Et­was fri­sche Pe­ter­si­lie und ge­düns­te­tes Ge­mü­se, als Gar­ni­tur, ver­leiht dem Sup­pen­klas­si­ker noch ei­ne schö­ne Op­tik.

Gernekochen-Weintipp

Zu »Ochsenschwanzsuppe nach Omas Art« har­mo­niert ein ele­gan­ter »Pi­not Noir« des Wein­guts Fried­rich Be­cker, Rhein­land-Pfalz. Ein­fach mal auf un­ser »Wein­­­tipp-Ic­on« tip­pen und mehr er­fah­ren. Wir wün­schen wie stets ei­nen gu­ten Ap­pe­tit und: Wohl be­komm's!

Rezept:
Omas Ochsenschwanz­sup­pe

Zutaten für 4 Personen

Für den Einkaufszettel:

  • 750 g Ochsenschwanz (beim Metzger vorbestellen)
  • 80 g Speck, gut durchwachsen
  • 2–3 weiße Zwiebeln, je nach Größe
  • ½ Stange Lauch alias Porree
  • 2 Karotten bzw. Möhren, »Gelbe Rüben«
  • ½ Stange Staudensellerie
  • ¼ Sellerie
  • 2 EL Tomatenmark
  • 125 ml Rotwein
  • 1 l Rinderfond (siehe Workshop!)
  • 1 Lorbeerblatt
  • 10 Pimentkörner
  • 2 EL Braune Butter
  • Madeira oder Sherry (als Ersatz Aceto Balsamico)
  • Salz und
  • Pfeffer aus der Mühle

Für die Mehlschwitze (Roux):

Für die gefrorene Mehlbutter:

  • 2 EL Mehl
  • 2 EL Butter

gut mit­ein­an­der ver­men­gen und für 45 Min. ins Eis­fach stel­len.

Zubereitung:

1) Ochsenschwanz waschen, tro­cken­tup­fen und – so­weit noch nicht vom Metz­ger ge­sche­hen – zwi­schen den Kno­chen mit ei­nem schar­fen Mes­ser durch­tren­nen. Möh­ren put­zen, schä­len und quer in fin­ger­di­cke Stü­cke schnei­­­den. Ge­­mü­­se­­zwie­­bel quer hal­bie­ren und klein ha­cken. Beim Lauch nur den zar­ten Teil des Grüns ver­wen­den, den dun­­kel­­grü­­nen Rest so­wie das har­te, wei­ße Lauch­­en­­de ab­­tren­­nen. Lauch und (Stau­­den-)Sel­­le­­rie wie Ka­rot­ten quer in fin­ger­di­cke Stü­­cke schnei­den. Rest­­li­­che Zu­­ta­­ten be­­reit­­stel­­len.

2) Bratpfanne mit Butterschmalz stark erhitzen. (Zum Testen der Temperatur einen Tropfen Wasser in die Pfanne spritzen. Zer­platzt und ver­dampft dieser, hat die Pfanne die richtige Brat­tem­pe­ra­tur er­reicht!) Och­­sen­schwanz­stü­cke von al­len Sei­ten kräf­tig an­braten, damit schöne Röstaromen entstehen. Da­bei da­rauf ach­ten, das zwischen den ein­zel­nen Fleisch­stü­cken min­des­tens 2 cm Ab­stand be­steht. Liegt es zu eng ne­ben­ein­an­der, kocht das Fleisch und brät nicht mehr!

3.1) Pfanne mit Butter mittel­stark er­hit­zen. Ge­mü­se und Speck da­rin un­ter mehr­fa­chen Wen­den an­schwit­zen. Ge­mü­se kreis­rund an den Pfan­nen­rand schie­ben. To­ma­ten­mark hin­zu­fü­gen und in der hei­ßen Pfan­­nen­­mit­­te an­­rös­­ten, bis es schwar­ze Stel­len be­kom­men hat.

3.2) Pfan­nen­in­halt mit Rot­wein ab­lö­schen und kurz auf­ko­chen las­sen.

4.1) Ochsenschwanz und Schmor­ge­mü­se in ei­nen aus­rei­chend di­men­sio­nier­ten Koch­topf fül­len ...

4.2) und mit Rinderfond aufgießen. De­ckel auf­le­gen. Och­sen­schwanz und Ge­mü­se auf klei­ner bis mittelstarker Hitze ca. 2½ Std. schmo­ren las­sen.

5.1) Nach dem Schmoren die Ochs­en­schwanz­wir­bel he­raus­neh­men, das Fleisch vom Kno­chen lö­sen und in klei­ne Stü­cke schnei­den. Sau­cen­fond mit dem Ge­mü­se durch ein Sieb in ei­nen Topf sei­hen. Ge­mü­se mit ei­nem Holz­löf­fel aus­drü­cken. Falls nö­tig, mit dem Löf­fel über­schüs­si­ges Fett vom Topf­rand ab­schöp­fen. Etwas Restfett darf ruhig bleiben, das trägt zum gu­ten Ge­schmack der Sup­pe bei.

5.2) Für eine klare Ochsen­schwanz­sup­pe ab­schlie­ßend das klein­ge­schnit­te­ne Fleisch hin­zu­fü­gen. Sup­pe mit Ma­dei­ra, Pfef­fer und Salz ab­schme­cken und vor dem Ser­vie­ren noch ein­mal auf­ko­chen las­sen.

Für eine gebundene Ochsen­schwanz­sup­pe But­ter in ei­ner Kas­se­rol­le auf mitt­le­re Tem­­pe­­ra­­tur er­hit­zen und Mehl kurz da­rin an­­schwit­­zen. Mit ei­nem Schuss Fond ab­lö­schen. Un­ter stän­di­gem Rüh­ren so lan­ge wei­ter Fond zu­­gie­­ßen, bis ei­ne schö­ne sä­mi­ge Mehl­schwit­ze mit der ge­­­wün­sch­­ten Kon­sis­tenz ent­stan­den ist. Mehl­schwit­ze in die Sup­pe ge­ben, mit dem Schnee­be­sen un­ter­rüh­ren und die Och­sen­schwanz­sup­pe so bin­den. Soll­te die Sup­pe da­nach noch nicht die ge­wünsch­te Kon­sis­tenz be­sit­zen, kann man sie durch bröck­chen­wei­ses Ein­rüh­ren von ge­fro­re­ner Mehl­but­ter wei­ter bin­den. Sup­pe (so wie ob­en bei der un­ge­bun­de­nen Va­rian­te be­schrie­ben) fi­na­li­sie­ren.

Nährwert- & Ge­sund­heits­ana­ly­se

von Dipl. Ernährungs­wissen­schaftler Michael Pagelsdorf

Rindfleisch

– kräftig im Aroma, stark an Vitamin B12

Rindfleisch

Neben hochwerti­gem Ei­weiß ent­hält Rind- wie auch Lamm­fleisch die le­bens­wich­ti­gen Vi­ta­mi­ne B2, B6 und B12 so­wie wich­ti­ge Mi­ne­ral­stof­fe wie Ei­sen, Zink und Se­len. Vi­ta­min B1 ist eben­falls vor­han­den, je­doch in ge­rin­ge­ren Men­gen als bei­spiels­wei­se in Schwei­ne­fleisch.

Besonders Eisen und Vi­ta­min B12 spie­len ei­ne zen­tra­le Rol­le bei der Bil­dung ro­ter Blut­kör­per­chen. Vi­ta­min B12 kann in re­le­van­ten Men­gen fast nur üb­er tie­ri­sche Pro­duk­te auf­ge­nom­men wer­den.

Eisen ist nicht allein für die Blut­bil­dung, son­dern auch für den Mus­kel­auf­bau re­le­vant, da es ei­ne Schlüs­sel­rol­le beim Sau­er­stoff­trans­port zu den Mus­kel­zel­len spielt. Ei­ne aus­rei­chen­de Sau­er­stoff­ver­sor­gung ist für un­se­re Mus­keln die Vo­raus­set­zung für Leis­tung, Re­ge­ne­ra­tion und Wachs­tum.

Daher lässt sich feststellen, dass eine rein ve­gane Er­nährung oh­ne Sup­ple­mente nicht als voll­stän­dig aus­ge­wo­gen be­trach­tet wer­den kann. Be­reits 150 g Lamm- oder Rin­der­filet kön­nen den Ta­ges­be­darf eines Er­wach­se­nen an Vi­ta­min B12 de­cken und leis­ten zu­gleich ei­nen wert­vol­len Bei­trag zur Ei­sen­ver­sor­gung.

Kulinarische Verwendung:

Rindfleisch zählt zu den viel­sei­tigs­ten Fleisch­sor­ten über­haupt und ist aus der in­ter­na­tio­na­len Kü­che nicht weg­zu­den­ken. Je nach Teil­stück lässt es sich bra­ten, schmo­ren, gril­len oder roh ge­nie­ßen – et­wa als fei­nes Carpac­cio oder wür­zi­ges Ta­tar.

Zu den be­son­ders ed­len Cuts ge­hö­ren Filet, Ent­re­côte und Hüft­steak, die durch ihre zar­te Kon­sis­tenz und den kräf­ti­gen, aro­ma­ti­schen Ge­schmack über­zeu­gen. Für Schmor­ge­rich­te eig­nen sich hin­ge­gen Schul­ter, Wade oder Brust, die durch lang­sa­mes Garen in Wein, Brühe oder Ge­mü­se­sud be­son­ders saf­tig wer­den.

Auch in der mo­der­nen, leich­ten Küche spielt Rind­fleisch ei­ne wich­ti­ge Rol­le – et­wa in Form von kurz­ge­bra­te­nen Asia-Wok-Ge­rich­ten oder als pro­te­in­rei­ches Steak mit fri­schen Bei­la­gen.
So steht Rind­fleisch für in­ten­si­ven, ei­weiß­rei­chen Ge­nuss und kraft­vol­le Aro­men, die sich na­he­zu je­der Koch­kul­tur an­pas­sen las­sen.

Räucherspeck

– besser nicht zu oft ge­nießen

Räucherspeck

So lecker er auch ist: Zu oft – im Sin­ne von re­gel­mä­ßig – soll­te man ihn nicht auf sei­nen Spei­se­zet­tel set­zen, da das für die Pö­ke­lung und Kon­ser­vie­rung des Schin­kens ver­wen­de­te Nitrit­pökel­salz auf­grund zahl­rei­cher, in den letzten Jah­ren durch­ge­führ­ter Stu­dien im Ruf steht, in­di­rekt krebs­er­re­gend zu sein. 

Achtung: Nitrite sind toxisch!

Nitrite sind für sich al­lein be­reits für den Men­schen to­xisch, doch da­mit nicht ge­nug. Be­son­ders bei starker Er­hit­zung (z. B. Gril­len) be­güns­tigt Na­tri­um­ni­trit im sau­ren Mi­lieu des Ma­gens die Ent­steh­ung sogenannter »Ni­tro­sa­mi­ne«, die von der Wis­sen­schaft als krebs­er­re­gend ein­ge­stuft wer­den. Oder an­ders for­mu­liert: Wer Le­bens­mit­tel, die mit Ni­tri­tpö­kel­salz halt­bar ge­macht wurden, zu oft kon­su­miert, setzt sich da­mit ei­nem er­höh­ten Krebs­ri­si­ko aus!

Petition: Schluss mit den Nitriten, die unserer Nahrung zugesetzt werden »

Karotten alias Möhren

– vielseitiger Genuss, voll gesun­der Nähr­stoff­po­wer

Karotten alias Möhren

Die in Deutsch­land sehr be­lieb­ten und in der Kü­che viel­sei­tig ver­wend­ba­ren Möh­ren bzw. Mohr­rü­ben ge­hö­ren zu den Dol­den­blü­ten­ge­wäch­sen. Sie sind reich an Mi­ne­ral­stof­fen und Spu­ren­ele­men­ten wie Ka­li­um, Phos­phor, Cal­ci­um, Mag­ne­si­um und Zink so­wie reich an Ca­ro­tin, welches in den Möh­­ren in Form von Alpha- wie auch Be­ta-Ca­ro­tin (Pro­vi­ta­min A, ei­ner Vor­stu­fe von Vi­ta­min A) vor­kommt. Vitamin A un­ter­stützt un­se­re Seh­fä­hig­keit, be­son­ders bei Nacht, und wirkt sich po­s­i­tiv auf un­ser Im­mun­sys­tem wie auch un­ser Zell­wachs­tum aus.

Carotin (und auch einige Vita­mi­ne) kann am bes­ten vom Kör­per re­sor­biert wer­den, wenn man es zu­sam­men mit Fett in Form von Öl oder But­ter isst.

Kulinarische Verwendung:

Karotten eignen sich her­vor­ra­gend für sü­ße wie her­zhaf­te Ge­rich­te – ob als cre­mi­ge Sup­pe, ge­schmor­te Bei­la­ge, fri­scher Sa­lat oder saf­ti­ger Ku­chen. Ihr zar­tes, süß­li­ches Aro­ma ent­fal­tet sich be­son­ders gut in Kom­bi­na­ti­on mit et­was Öl oder But­ter und sorgt da­mit für na­tür­li­chen, ge­sun­den Ge­nuss.

Porree alias Lauch

– leichter Genuss mit viel Ge­sund­heit

Porree alias Lauch

»Allium por­rum«, auch »Lauch« ge­nannt, ist ei­ne krau­tige Pflan­ze und ge­hört zur Fa­milie des aus dem Mit­tel­meer­raum stam­men­den Acker­lauchs. Ge­schmack­lich ist sie ei­ne mil­de Va­riante der Zwie­bel und des Knob­lauchs. Da das Zwie­bel­ge­mü­se win­ter­fest ist, wird es in Deutsch­land ger­ne und oft im hei­mi­schen Gar­ten an­ge­baut. Un­ter­schie­den wird zwi­schen Win­ter­lauch und Som­mer­lauch, wo­bei letz­te­rer die et­was dün­ne­re und mil­de­re Va­ri­an­te dar­stellt.

An Nährstoffen sind in Lauch die Mi­neral­stof­fe Ei­sen und Ka­li­um ent­halten, die bei­de für den Gesunderhalt un­se­res Or­ga­nis­mus ei­ne wich­ti­ge Rol­le spie­len. Auch mit Vita­min C kann Por­ree punk­ten, wel­ches frei­lich beim Er­hit­zen zum größ­ten Teil ver­lo­ren­geht.

Knollensellerie alias Sellerie

– aromati­scher All­roun­der für leich­ten Ge­nuss mit Nähr­stoff­po­wer

Knollensellerie alias Sellerie

Knollensel­lerie zählt zu den aro­ma­tischs­ten Ge­mü­se­sor­ten der hei­mi­schen Kü­che und ist – zu­sam­men mit Karot­ten, Lauch und Pe­ter­si­lie – ein fes­ter Be­stand­teil des klas­si­schen Sup­pen­grüns. Die knol­li­ge Wur­zel aus der Fa­mi­lie der Dol­den­blüt­ler wird in Mit­tel­eu­ro­pa seit Jahr­hun­der­ten kul­ti­viert und ge­schätzt – nicht nur we­gen ih­res aus­ge­präg­ten Ge­schmacks, son­dern auch we­gen ih­rer ge­sund­heits­för­dern­den Ei­gen­schaf­ten.

Knol­len­sel­le­rie ent­hält äthe­ri­sche Öle, die ver­dau­ungs­för­dernd, ent­wäs­sernd und ent­zün­dungs­hem­mend wir­ken. Zu­dem ist er reich an Vi­ta­min C, Vi­ta­min K, Folat und den B-Vi­ta­mi­nen, wel­che Stoff­wech­sel und Ner­ven­funk­ti­on un­ter­stüt­zen. Die ent­hal­te­nen Mi­ne­ral­stof­fe, vor al­lem Ka­li­um, Cal­ci­um, Na­tri­um und Phos­phor, tra­gen zu ei­nem aus­ge­gli­che­nen Säu­re-Ba­sen-Haus­halt bei.

Das aro­ma­ti­sche, leicht her­be Aro­ma des Sel­le­ries stammt von sei­nen na­tür­li­chen Phe­nyl­pro­pa­no­iden – se­kun­dä­ren Pflan­zen­stof­fen, die an­ti­oxi­da­tiv wir­ken und zur Stär­kung des Im­mun­sys­tems bei­tra­gen.

Kulinarische Verwendung

Knol­len­sel­le­rie ist ei­ne viel­sei­ti­ge Zu­tat, die in kei­ner Küche feh­len soll­te. Er dient als Grund­la­ge für Brü­hen, Sup­pen und Fonds, ver­leiht Ge­müse­ein­töpfen Tie­fe und Fleisch­ge­rich­ten ei­ne fei­ne Wür­ze. Fein ge­ras­pelt ver­wan­delt er sich in Sel­le­rie­sa­lat – klas­sisch mit Ap­fel und Joghurt oder ele­gant mit Wal­nuss und Zi­tro­ne.

Als Pü­ree oder Ge­mü­se­bei­la­ge har­mo­niert er wun­der­bar mit Wild, Rind, Fisch oder Ge­flü­gel, wäh­rend ge­rös­te­ter Sel­le­rie aus dem Ofen mit Oli­ven­öl und Thy­mi­an zu den mo­der­nen Stars der ve­ge­ta­ri­schen Kü­che zählt. Auch in cre­mi­gen Risot­tos oder fei­nen Soßen bringt er ei­ne un­ver­wech­sel­ba­re, war­me Aro­ma­tik ein.

Zwiebeln und Knoblauch

– natürliches Powerduo für Gesund­heit und Ge­schmack

Zwiebeln und Knoblauch

Beide sind ein na­tür­li­ches Anti­bio­ti­kum und be­kämp­fen wirk­sam schäd­li­che Pil­ze und krank­heits­er­re­gen­de Mi­kro­or­ga­nis­men. Die Zwie­bel ist eng mit dem Kno­blauch ver­wandt und be­sitzt ge­gen­über die­sem ei­ne mil­de­re Wir­kung. Die Kom­bi­na­tion der bei­den bringt ein star­kes Duo her­vor.

Bei­de ent­hal­ten wert­vol­le An­ti­oxi­dan­tien, die als Fän­ger »freier Ra­di­ka­ler« un­se­ren Or­ga­nis­mus da­bei hel­fen, ge­sund zu blei­ben.

Die zur Gat­tung der Li­li­en­ge­wäch­se ge­hö­ren­den Pflan­zen ver­fü­gen zu­dem über ei­nen ho­hen Vi­ta­min- und Mi­ne­ral­stoff­ge­halt, von dem wir eben­falls ge­sund­heit­lich pro­fi­tie­ren.

Ent­hal­ten sind die Vi­ta­mi­ne B1, B2 und B6 so­wie die Vi­ta­mi­ne C und E. Au­ßer den Mi­ne­ral­stof­fen Salz, Ei­sen, Zink und Mag­ne­si­um sind noch ei­ne gan­ze Rei­he wei­te­rer Mi­ne­ral­stof­fe in Zwie­beln und Kno­blauch ent­hal­ten, so­dass man bei­de Pflan­zen durch­aus als hoch­wer­ti­ge Mi­ne­ral­stoff-Lie­fe­ran­ten be­zeich­nen kann.

Kulinarische Verwendung:

Zwie­beln und Kno­blauch bil­den das aromatische Grund­ge­rüst un­zäh­li­ger Ge­rich­te – von der hei­mi­schen bis zur in­ter­na­tio­na­len Kü­che. Ob an­ge­schwitzt, ge­bra­ten, kon­fi­tiert oder roh – ihr Ge­schmack reicht von süß­lich-mild bis kräf­tig-wür­zig und sorgt stets für Tie­fe und Cha­rak­ter.

In der me­di­ter­ra­nen Kü­che sind sie un­ver­zicht­bar: in Pas­ta­saucen, Ri­sot­tos, Ge­mü­se­ra­gouts, Schmor­ge­rich­ten oder Fisch­zu­be­rei­tun­gen mit Oli­ven­öl und Kräu­tern. Auch in der asi­a­ti­schen, ori­en­ta­li­schen und kre­o­li­schen Kü­che sind sie fes­ter Be­stand­teil von Cur­rys, Dips, Würz­pas­ten und Su­ben.

Kno­blauch­öl oder Zwie­bel­con­fit ver­lei­hen ve­ge­ta­ri­schen wie auch Fleisch­ge­rich­ten ei­nen fei­nen, tief­wür­zi­gen Ak­zent, wäh­rend ge­rös­te­ter oder ge­schmor­ter Kno­blauch ei­ne but­ter­wei­che Süße ent­fal­tet, die be­son­ders zu Lamm, Kalb, Pil­zen oder ge­rös­te­tem Ge­mü­se passt.

So wer­den Zwie­beln und Kno­blauch nicht nur zu Ge­schmacks­trä­gern ers­ter Gü­te, son­dern auch zu Sym­bo­len für Ge­nuss und Ge­sund­heit – ein Duo, das kei­ner Kü­che feh­len soll­te.

Butter alias Gute Butter

– cremiger Genuss voller wert­voller Ome­ga-3-Fett­säu­ren

Butter alias Gute Butter

Nachdem Butter über Jahrzehnte hin­weg sys­te­ma­tisch schlecht­ge­re­det wur­de, oh­ne dies auf wis­sen­schaft­li­che Stu­dien zu stützen, ist sie zwi­schen­zeit­lich von ih­rem schlech­ten Ruf »frei­ge­spro­chen« wor­den – und das völ­lig zu Recht.

Butter besitzt ei­nen ho­hen An­teil an ge­sät­tig­ten Fett­säu­ren, die eb­en NICHT – wie lan­ge Zeit be­haup­tet – schlecht für un­se­ren Or­ga­nis­mus sind. Aber auch ein­fach und mehr­fach un­ge­sät­tig­te Fett­säu­ren sind in But­ter ent­hal­ten.

Gegenüber Olivenöl kann sie zu­dem noch mit ei­nem ech­ten Plus­ punk­ten: Ab­hän­gig von der Nah­rung, die Kü­he zu sich neh­men, be­sitzt But­ter die für den Men­schen zwin­gend er­for­der­li­chen Ome­ga-3-Fett­säu­ren EPA und DHA. Je mehr fri­sches Gras (Stich­wort: Frei­land­hal­tung!) ei­ne Kuh zu sich nimmt, des­to hö­her der Ome­ga-3-Anteil in der Milch und de­ren Pro­duk­ten.

Hier können sich z. B. der deut­sche Markt­führer Ker­ry­gold so­wie ei­ne Hand­voll wei­te­rer Her­stel­ler mit der Qua­lität ihrer But­ter und den da­rin ent­hal­te­nen ge­sun­den Fett­säu­ren ganz klar aus der Men­ge der But­ter­pro­du­zen­ten her­vor­he­ben.

Freilandhaltung vorausgesetzt (gem. Bio-Ver­ord­nung min­des­tens 120 Ta­ge im Jahr), ver­dient But­ter ih­ren Na­men »Gu­te But­ter«, den ihr be­reits un­se­re Groß­el­tern ge­ge­ben ha­ben, al­so völ­lig zu Recht.

Butterschmalz

Wie auch Claudia und Jürgen in ih­ren Re­zep­ten mit But­ter­schmalz schrei­ben, gibt es vie­le Na­men für »Braune Butter«, die vom Milcheiweiß befreite (geläuterte) Variante der Ba­sis­but­ter. Um den Be­griff »Ghee« wird seit ge­rau­mer Zeit ein Hy­pe ge­macht, da­bei han­delt es sich dabei um nichts an­de­res als eben brau­ne Butter.

Mit dem Begriff »Ghee« ist aller­dings auch eine Le­bens­phi­lo­so­phie ver­bun­den. Das hat auch die In­dus­trie er­kannt und so kommt es, dass man Ghee im Ver­kaufs­re­gal meist hö­her­prei­sig vor­fin­det als eben »ordinäres« But­ter­schmalz, das ja be­reits mehr als teu­er ge­nug ist.

Greifen Sie in diesem Fall al­so ru­hig zum But­ter­schmalz. Art­ge­rech­te Frei­land­hal­tung zur Er­zeu­gung des Roh­stoffs Butter vo­raus­ge­setzt, ist die­ser ei­ne eben­so gu­te und zu­dem preis­wer­tere Wahl.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oecotrophologe)

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