Wiener Schnit­zel Original-Rezept mit Kartoffel­sa­lat

– klassische österrei­chische Kü­che mit zar­tem Kalb­fleisch, lo­ckerer Pa­nie­rung und haus­ge­mach­tem Kar­tof­fel­sa­lat

Wiener Schnitzel Original-Rezept mit Kartoffelsalat Wiener Schnitzel Original-Rezept mit Kartoffelsalat

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Wiener Schnitzel Origi­nal-Re­zept mit Kar­tof­fel­sa­lat

Das Wiener Schnitzel zählt zu den be­kann­tes­ten Klas­sikern der ös­ter­rei­chi­schen Kü­che. Für un­ser Wie­ner Schnit­zel Ori­gi­nal-R­ezept ori­en­tie­ren wir uns an der tra­di­tio­nel­len Zu­be­rei­tung mit zar­tem Kalb­fleisch statt Schwei­ne- oder Häh­nchen­fleisch, wie sie heu­te häu­fig an­ge­bo­ten wer­den.

Ein Esslöffel Sahne im ver­quirl­ten Ei sorgt für eine be­son­ders lo­ckere, gold­gel­be Pa­nie­rung bzw. Pa­nade, die sich beim Aus­ba­cken leicht vom Fleisch löst – ein ty­pisches Qua­li­täts­merk­mal ei­nes ge­lun­ge­nen Wie­ner Schnit­zels.

Serviert haben wir den öster­rei­chi­schen Klas­siker mit un­se­rem herz­haft-schlot­zi­gen Kar­tof­fel­sa­lat – der tra­di­tio­nel­len Be­glei­tung zu ei­nem Wie­ner Schnit­zel.

Gernekochen-Weintipp

Zu »Omas Wie­ner­schnit­zel Rezept original« passt ein Grü­ner Velt­li­ner – ein »Pfeff­ri­ger«, wie er in Ös­ter­reich ge­nannt wird, ganz her­vor­ra­gend. Ein­fach mal auf un­ser »Wein­tipp-Icon« tip­pen und mehr er­fah­ren. Wir wün­schen wie stets ei­nen gu­ten Ap­pe­tit und: Wohl be­komm's!

Rezept:
Original Wiener Schnit­zel Re­zept (mit Kalbs­schnit­zel)

Zutaten für 4 Personen

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Für den Einkaufszettel:

  • 8 kleine, dünne Kalbsschnitzel aus der Oberschale: à 60g (am besten beim Metzger vorbestellen!)
  • 2 Eier
  • 1 Msp. abgeriebene Zitronenschale (Bio!)
  • 1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
  • 1 EL Schlagsahne
  • 80 g *doppelgriffiges Mehl »
  • 200 g Panko-Weißbrotbrösel
  • etwas Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 150 ml Öl (am besten Olivenöl)
  • 50 g braune Butter
  • 1 unbehandelte Zitrone (Bio-Zitrone)

Optional als Garnitur:

  • 8 Sardellenfilets und evtl. noch ein paar Kapern
  • etwas Preiselbeer- oder Johannisbeergelee

Panko-Paniermehl

Sei es für ein Wiener Schnit­zel, Hähn­chen-Sticks, Gar­nelen (Shrimps), Sar­di­nen oder Sar­del­len. Pan­ko-Mehl ist DAS op­ti­ma­le Pa­nier­mehl für eine lo­cke­re und fluf­fi­ge Pa­nie­rung.

Unser Tipp, worauf Du achten soll­test:

Lei­der hat die­ses Pro­dukt auch die Le­bens­mit­tel­-Groß­in­­dus­­trie für sich ent­deckt. Da­raus re­sul­tiert, dass die über­wie­gen­de Mehr­heit der Pro­duk­te ei­nem Che­mie­bau­kas­ten gleicht. Gei­ze des­halb nicht am Preis und ach­te auf BIO-Qua­li­tät oh­ne Kon­ser­vie­rungs- und Zu­satz­stof­fe. Auch von Palm­öl auf der Zu­ta­ten­lis­te, soll­test Du aus gleich meh­re­ren Grün­den bes­ser Ab­stand neh­men!

Für den Kartoffelsalat (Erdäp­fel-Vogerl­sa­lat):

  • 1 kg festkochende Kartoffeln
  • etwas Salz
  • ½ EL ganzer Kümmel
  • 1 EL Öl
  • 1 kleine Zwiebel oder Schalotte
  • 350 ml Hühnerbrühe
  • 3 EL Weißweinessig
  • 1 EL scharfer Senf, z. B. »Löwensenf« oder »Bautz'ner Senf« – scharf clas­sic
  • Pfeffer aus der Mühle
  • etwas Zucker
  • 2 EL flüssige, braune Butter
  • 1 Handvoll Feldsalat alias Vogerl­salat (ver­le­sen & ge­wa­schen)

Khorasan- alias ®Kamut-Mehl

Khorasan-Weizen ist eine Jahr­tau­sende al­te, je­doch über lan­ge Zeit in Ver­ges­sen­heit ge­ra­te­ne Ge­trei­de­sor­te, die seit ei­ni­ger Zeit er­folg­reich re­kul­ti­viert wur­de. Be­kannt­ ge­wor­den ist der na­tür­li­che Hy­brid aus »Hart­wei­zen« und ei­ner »Wei­zen-Wild­form« un­ter den ge­schütz­ten Mar­ken­na­men »Ka­mut®«.

Gegenüber modernen Sorten, un­ter­schei­det sich Ka­mut® mit gleich ei­ner gan­zen Rei­he po­si­ti­ver Merk­ma­le. So be­sitzt Kho­ra­san ali­as Ka­mut ei­nen er­heb­lich hö­he­ren Ei­weiß­an­teil so­wie her­vor­ra­gen­de Kle­ber­ei­gen­schaf­ten. Das prä­des­tiniert das Mehl als ers­te Wahl für elas­ti­sche Tei­ge. Ein ech­ter Ge­heim­tipp für le­cke­re Bro­te und sen­sa­tio­nel­len Piz­za­teig. Und das Bes­te zum Schluss: Ka­mut ist ein­fach un­glaub­lich le­cker!

Zubereitung:

Kartoffelsalat:

1) Die Kartoffeln gut waschen. Aus­rei­chend Was­ser in ei­nen Topf fül­len und die Kar­tof­feln mit Küm­mel und 2–3 TL Salz – je nach Grö­ße der Kar­tof­feln – ca. 20–25 min. ga­ren. Nach dem Ga­ren ab­schüt­ten und kurz aus­damp­fen las­sen. Die noch hei­ßen Kar­tof­feln pel­len und in dün­ne Schei­ben schnei­den. Kar­tof­feln in ei­ner Schüs­sel vor der wei­te­ren Ver­ar­bei­tung er­kal­ten las­sen. (*sie­he Michaels Kommentar! »)

2) Die Zwie­bel schä­len, fein ha­cken und in ei­ner be­schich­te­ten Pfan­ne bei mil­der Hit­ze kurz düns­ten. Pfan­ne da­nach vom Herd neh­men.

3) Die Brühe er­hit­zen und da­nach in ei­nen ho­hen Mix­be­cher fül­len. 1 hand­voll Kar­tof­fel­schei­ben, Es­sig und den Senf zu­ge­ben und mit dem Zau­ber­stab, bzw. Stab­mi­xer pü­rie­ren. Mit et­was Salz, frisch ge­mah­le­nem Pfef­fer und 1 Prise Zu­cker wür­zen und por­tions­­wei­­se mit dem Kar­tof­fel­sa­lat gut, aber be­hut­sam ver­men­gen, da­mit dieser beim um­rühren nicht zer­brö­selt.

4) Braune Butter in ei­ner klei­nen Pfan­ne er­wär­men. Flüs­si­ge But­ter und die ge­düns­te­ten Zwie­beln dem Kar­tof­fel­sa­lat hin­zu­fü­gen und be­hut­sam un­ter­he­ben. Den Sa­lat min­des­tens ei­ne ½ Std. ru­hen las­sen. An­schlie­ßend ab­schme­cken und falls nö­tig noch et­was nach­wür­zen. Erst di­rekt vor dem Ser­vie­ren noch vor­sich­tig den Feld­sa­lat un­ter­he­ben.

Kalbsschnitzel:

1) Paniermehl, Eier und die Panko-Weiß­brot­brö­sel in je ei­nen Tel­ler ge­ben. Eier auf­schla­gen und ver­quir­len. Mit ei­ner fei­nen Kü­chen­rei­be et­was Bio-Zi­tro­nen­scha­le, Mus­­kat­­nuss und die ge­schla­ge­ne Sah­ne da­zu­ge­ben und un­ter die ver­quirl­ten Ei­er schla­gen.

Tipp: Du kannst die Sah­ne auch durch ei­nen TL Grie­chi­schen Sah­nejo­ghurt er­set­zen.

2) Die ge­plät­te­ten Kalbs­schnit­zel (wer kei­nen Fleisch­plät­ter hat, nimmt ei­nen schwe­ren Sau­cen­topf) mit Pfef­fer und Salz wür­zen und dann der Rei­he nach

  1. Zu­erst meh­lie­ren
  2. Da­nach durch die Ei-Sah­ne­mi­schung zie­hen. 
  3. Ab­schlie­ßend noch in den Sem­melbröseln wen­den

Da­mit die Pa­nie­rung »fluf­fig« bleibt, da­rauf ach­ten, dass die Brö­sel nur leicht an­ge­drückt wer­den.

Panierung oder Panade – gibt es da ei­nen Un­ter­schied?

Schnitzel, Fisch oder eben Jagdwurst in einer schö­nen, knus­pri­gen »Pa­na­de«. Je­der weiß, was da­mit ge­meint ist. Aber ist der Be­griff auch hand­werk­lich kor­rekt? Im All­tag wer­den bei­de Be­grif­fe häu­fig gleich­ge­setzt. In der klas­si­schen Kü­chen­spra­che wird die knusp­ri­ge Hül­le ei­nes Schnit­zels je­doch meist als Pa­nie­rung be­zeich­net, wäh­rend der Begriff »Pa­na­de« eher ein Füll- oder Lo­cke­rungs­mit­tel aus ein­ge­weich­tem Brot meint.

Quelle: gastronomische-akademie.de »

Im all­täg­li­chen Sprach­ge­brauch hat sich der Be­griff Pa­na­de für die knusp­ri­ge Hül­le je­doch weit ver­brei­tet.

3) Kalbsschnitzel richtig bra­ten: Oli­ven­öl und brau­ne But­ter in ei­ner be­schich­te­ten Schmor­pfan­ne er­hit­zen und die Wie­ner Kalbs­schnit­zel bei mitt­le­rer bis drei­vier­tel Hit­ze – nicht hö­her! – auf ei­ner Sei­te so­lan­ge bra­ten, bis die Schnit­zel­rän­der gold­braun wer­den. Schnit­zel da­nach wen­den und das Gan­ze wie­der­ho­len.

Tipp: Haben die Schnit­zel nach dem Wen­den noch hel­le Stel­len, die nicht knus­prig sind, kann man et­was Brat­fett da­rauf ge­ben. Dies ge­lingt am bes­ten, wenn man durch ei­ne leich­te Pfan­nen-Vor- und Rück­be­we­gung et­was von der Öl­but­ter über die Schnit­zel schwap­pen lässt. Wer da­zu kein Ge­schick hat nimmt ei­nen Ess­löf­fel und schöpft da­mit aus der schräg ge­hal­te­nen Pfan­ne das Brat­fett über die Schnit­zel.

4) Nach dem Braten die Wie­ner Schnit­zel auf Kü­chen­pa­pier gut ab­trop­fen las­sen. Die Ob­er­sei­ten zu­sätz­lich mit Kü­chen­pa­pier leicht ab­tup­fen. So bleibt die Pa­nie­rung schön knus­prig. In der Zwi­schen­zeit die ge­wa­sche­ne Zi­tro­ne je nach Grö­ße in Vier­tel oder Ach­tel schnei­den. Die ab­ge­tropf­ten Schnit­zel zu­sam­men mit dem Kar­tof­fel­sa­lat und den Zi­tro­nen­spal­ten auf vor­ge­wärm­ten Tel­lern an­rich­ten, so­dass sich je­der selbst nach per­sön­li­cher Vor­lie­be et­was Zi­tro­nen­saft auf die Schnit­zel träu­feln kann.

Serviertipp: Wer mag, kann – ge­mäß dem Ori­gi­nal­re­zept – ein paar Ka­pern auf die Kalbs­schnit­zel streu­en und die­se noch mit ei­ner ein­zel­nen Sar­del­le gar­nie­ren. Wir ha­ben zu­sätz­lich noch ein paar Trop­fen Jo­han­nis­beer­ge­lee rund­he­rum auf den Tel­ler ge­träu­felt.



Nährwert- & Ge­sund­heits­ana­ly­se

von Dipl. Ernährungs­wissen­schaftler Michael Pagelsdorf

Kalbfleisch

– mild im Ge­schmack, wert­voll für die Er­näh­rung

Kalbfleisch

Neben hochwertigem Eiweiß enthält Kalb­fleisch die le­bens­wich­ti­gen Vi­ta­mi­ne B2, B6 und B12 so­wie wich­ti­ge Mi­ne­ral­stof­fe wie Zink und Se­len. Vi­ta­min B1 ist eben­falls vor­han­den, je­doch in ge­rin­ge­ren Men­gen als bei­spiels­wei­se in Schwei­ne­fleisch.

Im Vergleich zu Rind- oder Lamm­fleisch ist der Ei­sen­ge­halt von Kalb­fleisch et­was nied­rig­er, den­noch leis­tet es ei­nen wert­vol­len Bei­trag zur Ver­sor­gung mit diesem Spu­ren­ele­ment. Be­son­ders Ei­sen und Vi­ta­min B12 spie­len ei­ne zen­tra­le Rol­le bei der Bil­dung ro­ter Blut­kör­per­chen. Vi­ta­min B12 kann in re­le­van­ten Men­gen fast nur über tie­ri­sche Pro­duk­te auf­ge­nom­men wer­den.

Daher lässt sich fest­stel­len, dass ei­ne rein ve­ga­ne Er­näh­rung oh­ne Sup­ple­mente nicht als voll­stän­dig aus­ge­wo­gen be­trach­tet wer­den kann. Be­reits 150 g Kalbs­filet kön­nen den Ta­ges­be­darf ei­nes Er­wach­se­nen an Vi­ta­min B12 de­cken und gleich­zei­tig zur Mi­ne­ral­stoff­ver­sor­gung bei­tra­gen.

Kulinarische Verwendung:

Kalb­fleisch zeich­net sich durch sei­ne zar­te Tex­tur und den fei­nen, mil­den Ge­schmack aus – ei­ne Ei­gen­schaft, die es in der ge­ho­be­nen Kü­che be­son­ders be­liebt macht. Es eig­net sich her­vor­ra­gend zum Bra­ten, Dünsten oder Schmo­ren, aber auch für fei­ne Ragouts und Schnit­zel. Zu den klas­si­schen Zu­be­rei­tun­gen zäh­len das Wiener Schnitzel, das Kalbs­rahm­ge­schnet­zel­te oder ein zart ge­schmor­tes Kalbs­haxn-Gericht. Auch Kalbs­rücken oder Filet las­sen sich kurz an­bra­ten und mit kräf­ti­gen Kräu­tern wie Sal­bei, Thy­mi­an oder Ros­ma­rin ver­fei­nern.

Dank sei­ner fei­nen Struk­tur har­mo­niert Kalb­fleisch be­son­ders gut mit cre­mi­gen Sau­cen, leich­ten Ge­mü­se­bei­la­gen oder Kar­tof­fel­pü­ree – ein leich­ter und ele­gan­ter Ge­nuss, der auch in mo­der­nen, ge­sund­heits­be­wuss­ten Kü­chen sei­nen fes­ten Platz hat.

Kartoffeln alias Erd­äp­fel

– natürliche Energie, die schmeckt

Kartoffeln

Kartoffeln, in bestimm­ten Re­gio­nen Deutsch­lands so­wie ei­ni­gen Nach­bar­län­dern auch als »Erd­äp­fel« oder »Grund­bir­nen« bzw. »Grum­bee­ren« (Pfalz)) und wei­te­ren Re­gio­nal­na­men be­kannt, ge­hö­ren wie auch To­ma­ten und Pap­ri­ka zur Fa­mi­lie der Nacht­schat­ten­ge­wäch­se.

Gemäß statistischen Umfragen ist die Knol­len­frucht nach wie vor der Deut­schen liebs­te Bei­la­ge und das ist auch gar nicht schlecht.

Kartoffeln sind vi­ta­min- und mi­ne­ral­stoff­reich und da­bei noch ka­lo­ri­en­arm. Vor al­lem das Vi­ta­min-C ist in nen­nens­wer­ten Men­gen in der Nutz­pflan­ze ent­hal­ten. Des wei­te­ren be­sit­zen die Knollen ei­nen ho­hen Ei­weiß­an­teil, der in Kom­bi­na­tion mit den in un­se­rem Re­zept ver­wen­de­ten Ei­ern sehr gut von un­se­rem Or­ga­nis­mus re­sor­biert und in kör­per­ei­ge­nes Ei­weiß trans­for­miert werden kann.

Gekochte Kartoffeln wir­ken sich al­ler­dings stark auf den Blut­zu­cker aus, da die Stär­ke durch den Koch­vor­gang als na­he­zu rei­ne Glu­co­se im Dünn­darm auf­ge­nom­men wird.

Lässt man die Kartof­fel nach dem Koch­vor­gang er­kal­ten und ver­ar­bei­tet sie dann erst wei­ter, bil­det sich ei­ne »Re­sis­ten­te Stär­ke«, die sich we­sent­lich güns­ti­ger auf den Blut­zu­cker­spie­gel aus­wirkt. So wer­den z. B. Brat­kar­tof­feln klas­si­scher­wei­se aus ER­KALTE­TEN Kar­toffeln her­ge­stellt.

Kulinarische Verwendung:

Kartoffeln sind aus der Küche kaum weg­zu­den­ken – ob als cre­mi­ges Pü­ree, knusp­ri­ge Brat­kar­tof­feln, herz­haf­te Gra­tins oder fei­ne Sup­pen. Sie las­sen sich in un­zäh­li­gen Va­ria­tio­nen zu­be­rei­ten und pas­sen zu na­he­zu je­dem Ge­richt. Ihr zar­ter, neu­tra­ler Ge­schmack macht sie zu ei­nem idea­len Ba­sis­le­bens­mit­tel für leich­ten und ge­sun­den Ge­nuss.

Hühnereier

– das unterschätzte Kraftpa­ket im Klein­for­mat

Hühnereier

Hühnereier be­sit­zen durch­schnitt­lich 7 g Pro­te­ine und da­mit ei­nen ho­hen Ge­halt an bio­lo­gisch wert­vol­len Subs­tan­zen. Bio­lo­gisch wert­voll des­halb, da die im Ei ent­hal­te­nen Pro­te­ine ei­nen ho­hen A­nteil an es­sen­ti­ell­en Ami­no­säuren mit ei­nem sehr gu­ten Gleich­ge­wicht auf­weis­en. Der Pro­te­in­ge­halt ei­nes Hüh­ner­eis wird des­halb als Re­fe­renz­wert an­ge­se­hen. Ein Ver­gleich mit an­de­ren Le­bens­mit­teln macht dies deut­lich: Zwei Hüh­ner­ei­er ent­hal­ten die­sel­be Men­ge an Pro­te­in­en wie bspw. 100 g Fisch oder 100 g Fleisch.

Der durchschnittliche Fettgehalt ist mit 7 g ge­nau so hoch wie der Pro­te­in­ge­halt. Es ist vor all­em im Ei­gelb und we­niger im Ei­weiß ent­halten. Bei den Fett­säu­ren im Ei handelt es sich zu zwei Dritteln um un­ge­sät­tig­te Fet­tsäuren.

Etwas in Verruf kam eine Zeit lang der Ver­zehr von Ei auf­grund sei­nes – mit ca. 180 mg – recht ho­hen Cho­les­te­rin­ge­halts, was man je­doch auf keinen Fall über­be­wer­ten soll­te, da solc­he Warnungen und Ein­stu­fun­gen meist ge­wissen Trends un­ter­lie­gen und sich so­mit auch wie­der än­dern kön­nen. Zu­dem be­sit­zen Hüh­ner­ei­er einen ho­hen Vitamin-A-, D- und E-An­teil und ent­hal­ten die Spu­ren­ele­men­te Ei­sen und Zink.

Kulinarische Verwendung:

Hühnereier lassen sich in der Kü­che au­ßer­or­dent­lich viel­sei­tig ein­set­zen und kön­nen so­wohl pur als auch in Kom­bi­na­tion mit an­de­ren Le­bens­mit­teln ge­nos­sen wer­den. Sie eig­nen sich zum Ko­chen, Bra­ten, Po­chieren oder Ba­cken, die­nen als Bin­de­mit­tel, Lo­cke­rungs­mit­tel und Ver­fei­ne­rung in Sau­cen, Auf­läufen und Tei­gen und er­gänzen zahl­rei­che Ge­rich­te auf ein­fa­che und ge­schmack­vol­le Wei­se.

Butter alias Gute Butter

– cremiger Genuss voller wert­voller Ome­ga-3-Fett­säu­ren

Butter alias Gute Butter

Nachdem Butter über Jahrzehnte hin­weg sys­te­ma­tisch schlecht­ge­re­det wur­de, oh­ne dies auf wis­sen­schaft­li­che Stu­dien zu stützen, ist sie zwi­schen­zeit­lich von ih­rem schlech­ten Ruf »frei­ge­spro­chen« wor­den – und das völ­lig zu Recht.

Butter besitzt ei­nen ho­hen An­teil an ge­sät­tig­ten Fett­säu­ren, die eb­en NICHT – wie lan­ge Zeit be­haup­tet – schlecht für un­se­ren Or­ga­nis­mus sind. Aber auch ein­fach und mehr­fach un­ge­sät­tig­te Fett­säu­ren sind in But­ter ent­hal­ten.

Gegenüber Olivenöl kann sie zu­dem noch mit ei­nem ech­ten Plus­ punk­ten: Ab­hän­gig von der Nah­rung, die Kü­he zu sich neh­men, be­sitzt But­ter die für den Men­schen zwin­gend er­for­der­li­chen Ome­ga-3-Fett­säu­ren EPA und DHA. Je mehr fri­sches Gras (Stich­wort: Frei­land­hal­tung!) ei­ne Kuh zu sich nimmt, des­to hö­her der Ome­ga-3-Anteil in der Milch und de­ren Pro­duk­ten.

Hier können sich z. B. der deut­sche Markt­führer Ker­ry­gold so­wie ei­ne Hand­voll wei­te­rer Her­stel­ler mit der Qua­lität ihrer But­ter und den da­rin ent­hal­te­nen ge­sun­den Fett­säu­ren ganz klar aus der Men­ge der But­ter­pro­du­zen­ten her­vor­he­ben.

Freilandhaltung vorausgesetzt (gem. Bio-Ver­ord­nung min­des­tens 120 Ta­ge im Jahr), ver­dient But­ter ih­ren Na­men »Gu­te But­ter«, den ihr be­reits un­se­re Groß­el­tern ge­ge­ben ha­ben, al­so völ­lig zu Recht.

Butterschmalz

Wie auch Claudia und Jürgen in ih­ren Re­zep­ten mit But­ter­schmalz schrei­ben, gibt es vie­le Na­men für »Braune Butter«, die vom Milcheiweiß befreite (geläuterte) Variante der Ba­sis­but­ter. Um den Be­griff »Ghee« wird seit ge­rau­mer Zeit ein Hy­pe ge­macht, da­bei han­delt es sich dabei um nichts an­de­res als eben brau­ne Butter.

Mit dem Begriff »Ghee« ist aller­dings auch eine Le­bens­phi­lo­so­phie ver­bun­den. Das hat auch die In­dus­trie er­kannt und so kommt es, dass man Ghee im Ver­kaufs­re­gal meist hö­her­prei­sig vor­fin­det als eben »ordinäres« But­ter­schmalz, das ja be­reits mehr als teu­er ge­nug ist.

Greifen Sie in diesem Fall al­so ru­hig zum But­ter­schmalz. Art­ge­rech­te Frei­land­hal­tung zur Er­zeu­gung des Roh­stoffs Butter vo­raus­ge­setzt, ist die­ser ei­ne eben­so gu­te und zu­dem preis­wer­tere Wahl.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oecotrophologe)