Rheinischer Sauer­bra­ten Ori­gi­nal­-Re­zept

Rheinischer Sauerbraten Original-Rezept Rheinischer Sauerbraten Original-Rezept

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Rheinischer Sauerbraten Original-Rezept bzw. Sau­er­bra­ten-Re­zept klas­sisch:

Unser Rezept zeigt de­tail­liert die ein­zel­nen er­for­der­li­chen Ar­beits­­schrit­te, so­­dass auch Koch­an­fän­ger in den Ge­nuss von »Omas rhei­ni­schem Sau­er­bra­ten« kommen kön­nen.

Um sei­nen cha­rak­teris­ti­schen zart-mür­ben Ge­schmack zu er­hal­ten, muss der Sau­er­bra­ten meh­re­re Ta­ge – bes­ser ei­ne gan­ze Wo­che – ein­ge­legt wer­den. Das Ge­­richt er­for­dert al­so ei­ne Vor­be­rei­tung. Die er­le­digt man am bes­ten am Wo­chen­en­de da­vor.

Tra­di­tio­nel­l wird Rot­kohl da­zu ge­reicht. Wie man le­cke­ren Rot­kohl sel­ber ma­chen kann, ver­rät un­ser Re­zept ebenso. Noch ein le­cke­res Söß­chen da­zu und ... bit­te­schön, es ist an­ge­rich­tet!

Rheinland trifft Vogtland

Statt den sonst üb­li­chen Kloß­va­rian­ten, ha­ben wir uns bei un­se­rem Sau­er­bra­ten für Erz­ge­bir­ger Wi­ckel­klö­ße » ent­schie­den, die aus ge­­ba­cke­nen Kar­tof­feln als Haupt­zu­tat und ei­ner herz­haf­ten Fül­lung aus Zwie­beln, Räu­cher­speck und Pe­ter­si­lie zu­be­rei­tet wer­den. Sen­sa­tionell le­cker!

Gernekochen-Weintipp

Zu »Rheinischer Sau­er­bra­ten Ori­gi­nal­re­zept«, har­mo­niert ein fruch­ti­ger Spät­bur­gun­der ganz präch­tig. Zur Hirsch-Va­ri­an­te darf es dann an Fest­ta­gen auch mal ein be­son­ders ed­les Tröp­fchen sein. Ein­fach mal auf un­ser »Wein­tipp-Icon« tip­pen und mehr er­fah­ren. Wir wün­schen wie stets ei­nen gu­ten Ap­p­e­tit und: Wohl be­komm's!

Für den Einkaufszettel:

  • ca. 1,5 kg Rinderschulter (Schaufelstück bzw. Bug) vom Metzger Ihres Vertrauens
  • 2 EL getrocknete, eingeweichte Rosinen
  • 800 ml (2 große Gläser) Rinderbrühe
    alternativ: Rinderfond selber machen »
  • 400 ml roter Portwein
  • 250 g Speck
  • 1 EL Zuckerrübensirup
  • etwas Zucker, am besten Kokosblütenzucker
  • 1 kleines Glas (ca. 75 ml) Rum oder Weinbrand zum Einweichen der Rosinen
  • etwas Tomatenmark
  • etwas Salz und
  • Pfeffer aus der Mühle
  • Optional, zum Ab­schme­cken der Bra­ten­sau­ce:

  • 1–2 Prise(n) Leb­ku­chen­ge­würz, be­ste­hend aus fol­gen­dem Ba­sis­re­zept:
    • 2 gestrichene TL Zimt
    • 2–3, im Mörser fein zeriebene, Gewürznelken
    • ½ TL, im Mörser fein zeriebener, Anissamen
    • ½ TL , im Mörser fein zeriebener, Kardamomsamen
    • ½ TL feiner Muskatnussabrieb

Für die Marinade:

  • 500 ml Rotweinessig
  • 500 ml Rotwein
  • 500 ml Wasser
  • 2 Möhren
  • ¼ Knollensellerie, je nach Grö­ße der Knol­le auch we­ni­ger
  • 1 Stange Lauch bzw. Porree
  • 1 Petersilienwurzel
  • 1 große Gemüsezwiebel
  • 3 Lorbeerblätter
  • 3 Nelken
  • 8–10 Wacholderbeeren
  • 6–8 Pimentkörner
  • 1 TL Salz

Für die Mehlbutter:

  • 2 EL Mehl
  • 2 EL Butter
  • Mehlbutter 45 Minuten vor­her zu­be­rei­ten! Da­zu bei­de Zu­ta­ten gut mit­ein­an­der ver­knet­en und ins Eis­fach stel­len.

Zusätzlich benötigt man:

  • Slow Cooker 3,5 l
  • Römertopf (alternativ)
  • Bräter (alternativ)

Rezeptvariante:
Unser Tipp für die Wild­sai­son

Hirschsauerbraten

Gernekochen – Mit Wein genie­ßen-Tipp:

Unser Sauerbraten-Rezept lässt sich zur Jagd­- bzw. Wildsai­son auch als »Hirsch­sau­er­bra­ten« va­ri­ie­ren. Da­zu ein­fach das Rind­fleisch ge­gen

  • Hirsch­schul­ter oder
  • Hirsch­(kalbs-)­keu­le

er­set­zen. Die Bra­ten­sau­ce ent­spre­chend mit

zu­be­rei­ten und ab­schme­cken.

Hirsch-Sauerbraten-Rezept


Zubereitung:

Sauerbraten selbst gemacht – Rezept Sau­er­bra­ten ein­le­gen

1) Gemüse putzen, wa­schen und schä­len. Beim Lauch nur den zar­ten Teil des Grüns ver­wen­den, den dun­kel­grü­nen Rest so­wie das har­te, wei­ße Lauch­en­de ab­tren­nen. Ge­mü­se in ca. 2–3 cm gro­ße Schei­ben schnei­den. Ge­mü­se­zwie­bel un­ge­schält quer hal­bie­ren.

2.1) Gemüsezwiebel auf ho­her Tem­pe­ra­tur in ei­ner Ei­sen­pfan­ne oh­ne Fett gold­braun rös­ten. Zwie­bel­hälf­ten da­nach mit Scha­le zum Ge­mü­se in den Sud ge­ben. Das ver­leiht der Ma­ri­na­de und spä­te­ren Sau­ce herr­li­che Röst­aro­men.

2.2) Sud mit allen Zutaten einmal kräf­tig auf­ko­chen, Hit­ze run­ter­schal­ten und noch wei­te­re 10 Min. sie­den las­sen. Topf von der Koch­stel­le zie­hen und Ma­ri­na­de ab­küh­len las­sen.

3) Rindfleisch in die ab­ge­kühlte Marinade ge­ben, Dec­kel auf­le­gen und den Bra­ten min­des­tens 5 Ta­ge (bes­ser 7–10 Ta­ge) zum Ma­ri­nie­ren bzw. Bei­zen an ei­nem küh­len Ort stel­len. Fleisch ein­mal am Tag wen­den.

Weitere Zubereitung:

Sauerbraten garen

4) Rheinischen Sauerbraten und Ge­mü­se aus der Bei­ze neh­men, ab­trop­fen las­sen und mit ei­nem Kü­chen­tuch sorg­fäl­tig tro­cken tup­fen. Speck in ca. 5 mm di­cke Schei­ben schnei­den und in ei­ner gro­ßen Brat­pfan­ne oder ei­nem Brä­ter aus­las­sen. Fleisch leicht meh­lie­ren und im Brat­fett von al­len Sei­ten an­bra­ten, bis es ei­ne schö­ne Far­be be­kommt. (Mit zwei Koch­löf­feln – links und rechts ge­stützt – ge­lingt das An­bra­ten auch auf den schma­len Bra­ten­sei­ten.) Ei­nen Ess­löf­fel brau­ne But­ter zu­ge­ben und Ge­mü­se eben­falls schön an­rös­ten. Ge­mü­se mit 1–2 TL Zu­cker be­streu­en, kurz ka­ra­mel­li­sie­ren und da­nach mit je 200 ml Por­twein und Rin­der­fond ab­lö­schen. Bra­ten pfef­fern und sal­zen. Al­le Zu­ta­ten in ei­nen gro­ßen Brä­ter, Rö­mer­topf oder Slow Coo­ker um­fül­len.

Modern: Sauerbraten aus dem Slow Coo­ker

5) Braten und Gemüse in den Crock-Pot ge­ben. Mit Fond, Rot­wein und 200 ml  Bei­ze auf­fül­len. De­ckel schlie­ßen, Crock-Pot auf »HIGH« stel­len und 1 Std. ga­ren. Da­nach die Tem­pe­ra­tur auf »LOW« re­du­zie­ren und den Sau­er­bra­ten wei­te­re 4–5 Std. ga­ren. Wich­tig: Wäh­rend des Ga­rens den De­ckel stets auf­ge­legt las­sen!

Klassisch: Omas Rhei­ni­scher Sau­er­bra­ten aus dem Back­ofen

5) Rö­mer­topf oder Brä­ter mit Rin­der­brü­he, Rotwein und 200 ml Bei­ze so weit auf­fül­len, bis der Bra­ten und das Ge­mü­se voll­stän­dig be­deckt sind. Sau­er­bra­ten in den auf 180° vor­ge­heiz­ten Back­ofen stel­len und mit ge­schlos­se­nem De­ckel ca. 2,5–3 Stun­den schmo­ren. Je­de Stun­de ein­mal wen­den.

Sauerbraten Kerntemperatur

Tipp Bratthermometer: Alternativ zum Slow Cooker kann man das Gericht auch im Bräter oder Römertopf im Backofen auf Nied­rig­tem­pe­ra­tur garen, so wie Oma es gemacht hat. Dabei am besten ein Braten-Kernthermometer verwenden. Die Langzeit-Gar­tem­pe­ra­tur bzw. Sau­er­bra­ten-Kern­tem­pe­ra­tur sollte bei ca. 85° lie­gen. Die Gar­zeit be­trägt da­bei eben­falls ca. 4–6 Stun­den, je nach Ge­wicht und Grö­ße des Bra­tens. Op­ti­mal saf­tig bleibt das Fleisch, wenn die In­nen­hit­ze im Topf bei ge­schlos­se­nem De­ckel 150° nicht über­schrei­tet. Zur ge­nau­en Kon­trol­le der Kern­tem­pe­ra­tur em­pfeh­len wir ein Kern­ther­mo­me­ter.

– durch ein Braten-Kern­ther­mo­me­ter Fleisch und Fisch op­ti­mal ga­ren

Die wich­tigs­ten Gar­gra­de und de­ren em­pfoh­le­ne Kern­tem­pe­ra­tu­ren. So ga­ren Sie Rind, Kalb, Lamm, Wild, Schwein, Fisch und Ge­flü­gel per­fekt auf den Punkt. Wis­sens­wer­tes über: »Slow Coo­king – der neue (alte) Trend« und wert­vol­le Hin­ter­grund­in­fos zum The­ma Lang­zeit­ga­ren er­gän­zen un­se­ren Bei­trag.


Erzgebirgische Wickelklöße à la Gernekochen

»Erzgebirgische Wickelklöße», nicht zu ver­wech­seln mit der Re­zep­tur für »Thü­rin­ger Wi­ckel­klö­ße», sind – wer hät­te es ge­dacht – ei­ne Kloß­spe­zi­ali­tät aus dem Erz­ge­bir­ge.

Ge­gen­über den eben­­falls be­lieb­ten »Thü­rin­ger Wi­ckel­klö­ßen», die aus ei­nem ein­fa­chen Nudel­teig mit Ei­ern und Mehl so­wie et­was Back­pul­ver oder Spei­se­­stär­ke be­ste­hen, wer­den bei der Erz­ge­bir­ger Va­rian­te GE­BA­CKE­NE Kar­tof­feln als we­sent­li­cher Be­stand­teil des Kloß-Re­zep­tes ver­wen­det.

Die Klö­ße wer­den mit ei­ner def­ti­gen Mi­schung aus Pe­ter­si­lie, Speck und Zwie­beln ge­füllt, [...]

Zubereitung Bratensauce:

Was zu unserem »Rheinischen Sauerbraten« noch fehlt, ist natürlich ein leckeres Sößchen ...

1) Schalotten schälen und vier­teln. Sau­cen­topf auf mitt­le­re Tem­pe­ra­tur er­hit­zen, 1 EL brau­ne But­ter zu­fü­gen und die Scha­lot­ten da­rin an­bräu­nen. Et­was Zu­cker da­rü­ber streu­en und Scha­lot­ten ka­ra­mel­li­sie­ren. Scha­lot­ten an den Topf­rand schie­ben, et­was To­ma­ten­mark zu­ge­ben und in der Topf­mit­te an­rös­ten.

2) Saucenansatz mit Rinderbrühe ablöschen und umrühren, bis sich eine sämige Konsistenz ergibt. Aus dem Garbehälter ca. 400 ml Sud ab­schöp­fen und nach und nach unter stän­di­gem Rüh­ren in den Sau­cen­topf geben.
Sirup zufügen und Sauce weiter reduzieren lassen. Topf­in­halt durch ein feines Sieb passieren und ohne Schalotten wieder in den Topf geben. Eingeweichte Ro­si­nen zu­ge­ben und Sau­er­bra­ten­sau­ce mit Pfef­fer und Salz sowie 1 Prise Zimt oder Leb­ku­chen­ge­würz (optional) ab­schme­cken. (Soll­te die Kon­sis­tenz noch nicht sä­mig ge­nug sein, kann man die Bra­ten­sau­ce durch bröck­chen­wei­ses zu­fü­gen von Mehl­but­ter bin­den, bis die Sau­ce ei­ne schö­ne Kon­sis­tenz be­kom­men hat.)

Rotkohl mit Apfel selber machen

Zutaten für 4 Personen

Das gehört auf den Einkaufszettel:

  • 400 g Rotkohl
  • 1 Schalotte oder Rote Zwiebel
  • 2 saure Äpfel
  • 1 Sternanis
  • 1 Gewürznelke
  • 3 Körner Piment-Pfeffer
  • 1 TL Wacholderbeeren
  • ½ TL Zimt
  • 4 EL Apfel- oder Himbeeressig
  • 200 ml Rotwein
  • 200 ml Wasser
  • 2 EL Johannisbeergelee
  • 1 EL Butterschmalz (braune Butter)
  • 1 EL Weizenmehl
  • 2 TL Zucker
  • etwas Salz und
  • Pfeffer aus der Mühle

Das benötigt man zusätzlich:

1 Gaze-Gewürzsäckchen oder Teebeutel

1) Beim Rotkohl die äu­ße­ren Blät­ter ent­fernen. Kohl mit einem schar­fen Mes­ser in fei­ne Strei­fen schnei­den. Rot­kohl mit Rot­wein, Was­ser, Es­sig, Ge­wür­zen (im Ge­würz­sack oder Tee­beu­tel), Salz und Zu­cker in ei­ne Schüs­sel ge­ben. Gut mit­ein­an­der ver­men­gen und 24 Std. ma­ri­nie­ren las­sen.

2.1) Schalotte oder Ro­te Zwie­bel schä­len und in fei­ne Strei­fen schnei­den. Kas­se­role mit einem EL brau­ner But­ter auf mitt­lerer Tem­pe­ra­tur er­hit­zen und Scha­lot­ten da­rin ca. 8–10 Min. gla­sig düns­ten.

2.2) Rotkohl zu den Schalot­ten ge­ben und bei ge­schlos­se­nem De­ckel ca. 50 Min. weich ga­ren.

2.3) Äpfel schälen, vier­teln, Kern­ge­häu­se ent­fer­nen und mit ei­ner gro­ben Kü­chen­rei­be an den Rot­kohl rei­ben. Um das »Blau­kraut« zu bin­den und ei­ne sä­mi­ge Kon­sis­tenz zu ver­lei­hen, am En­de der Gar­zeit noch 1 EL Wei­zen­mehl mit 2 EL Was­ser ver­men­gen und un­ter den Rot­kohl rüh­ren. Mit et­was Salz, Ap­fel­es­sig und 1 Pri­se Zu­cker ab­schme­cken.

Nährwert- & Ge­sund­heits­ana­ly­se

von Dipl. Ernährungs­wissen­schaftler Michael Pagelsdorf

Rindfleisch

– kräftig im Aroma, stark an Vitamin B12

Rindfleisch

Neben hochwerti­gem Ei­weiß ent­hält Rind- wie auch Lamm­fleisch die le­bens­wich­ti­gen Vi­ta­mi­ne B2, B6 und B12 so­wie wich­ti­ge Mi­ne­ral­stof­fe wie Ei­sen, Zink und Se­len. Vi­ta­min B1 ist eben­falls vor­han­den, je­doch in ge­rin­ge­ren Men­gen als bei­spiels­wei­se in Schwei­ne­fleisch.

Besonders Eisen und Vi­ta­min B12 spie­len ei­ne zen­tra­le Rol­le bei der Bil­dung ro­ter Blut­kör­per­chen. Vi­ta­min B12 kann in re­le­van­ten Men­gen fast nur üb­er tie­ri­sche Pro­duk­te auf­ge­nom­men wer­den.

Eisen ist nicht allein für die Blut­bil­dung, son­dern auch für den Mus­kel­auf­bau re­le­vant, da es ei­ne Schlüs­sel­rol­le beim Sau­er­stoff­trans­port zu den Mus­kel­zel­len spielt. Ei­ne aus­rei­chen­de Sau­er­stoff­ver­sor­gung ist für un­se­re Mus­keln die Vo­raus­set­zung für Leis­tung, Re­ge­ne­ra­tion und Wachs­tum.

Daher lässt sich feststellen, dass eine rein ve­gane Er­nährung oh­ne Sup­ple­mente nicht als voll­stän­dig aus­ge­wo­gen be­trach­tet wer­den kann. Be­reits 150 g Lamm- oder Rin­der­filet kön­nen den Ta­ges­be­darf eines Er­wach­se­nen an Vi­ta­min B12 de­cken und leis­ten zu­gleich ei­nen wert­vol­len Bei­trag zur Ei­sen­ver­sor­gung.

Kulinarische Verwendung:

Rindfleisch zählt zu den viel­sei­tigs­ten Fleisch­sor­ten über­haupt und ist aus der in­ter­na­tio­na­len Kü­che nicht weg­zu­den­ken. Je nach Teil­stück lässt es sich bra­ten, schmo­ren, gril­len oder roh ge­nie­ßen – et­wa als fei­nes Carpac­cio oder wür­zi­ges Ta­tar.

Zu den be­son­ders ed­len Cuts ge­hö­ren Filet, Ent­re­côte und Hüft­steak, die durch ihre zar­te Kon­sis­tenz und den kräf­ti­gen, aro­ma­ti­schen Ge­schmack über­zeu­gen. Für Schmor­ge­rich­te eig­nen sich hin­ge­gen Schul­ter, Wade oder Brust, die durch lang­sa­mes Garen in Wein, Brühe oder Ge­mü­se­sud be­son­ders saf­tig wer­den.

Auch in der mo­der­nen, leich­ten Küche spielt Rind­fleisch ei­ne wich­ti­ge Rol­le – et­wa in Form von kurz­ge­bra­te­nen Asia-Wok-Ge­rich­ten oder als pro­te­in­rei­ches Steak mit fri­schen Bei­la­gen.
So steht Rind­fleisch für in­ten­si­ven, ei­weiß­rei­chen Ge­nuss und kraft­vol­le Aro­men, die sich na­he­zu je­der Koch­kul­tur an­pas­sen las­sen.

Rotkohl alias Blau­kohl alias Blau­kraut

– der Vitalstoff-Booster für Dei­ne Ge­sund­heit

Rotkohl alias Blaukohl alias Blaukraut

Rotkohl – auch als Blau­kraut oder Blau­kohl be­kannt – ist ein ech­ter Vi­ta­min-C-Lie­fe­rant. Be­reits 200 g Rot­kohl de­cken mit rund 100 mg den Ta­ges­be­darf ei­nes Er­wach­se­nen. Noch be­mer­kens­wer­ter ist al­ler­dings sein ho­her Vi­ta­min-K-An­teil: Mit bis zu 400 % der emp­foh­le­nen Ta­ges­do­sis zählt Rot­kohl zu den wich­tigs­ten pflanz­li­chen Quel­len die­ses es­sen­ti­el­len Vi­ta­mins. Zu­sätz­lich ent­hält er reich­lich Se­len, Ka­li­um und Mag­ne­si­um.

Mit sei­nem ho­hen An­teil an Bal­last­stof­fen macht Rot­kohl lan­ge satt und bringt gleich­zei­tig ei­ne trä­ge Ver­dau­ung sanft in Schwung.

Für die kräf­ti­ge, tief­ro­te Far­be sind die se­kun­dä­ren Pflan­zen­stof­fe ver­ant­wort­lich – dar­un­ter An­tho­zy­a­ne, Fla­vo­noi­de und In­do­le. Sie wir­ken als na­tür­li­che An­ti­oxi­dan­ti­en, schüt­zen die Zel­len vor frei­en Ra­di­ka­len und kön­nen da­mit nicht nur den Al­te­rungs­pro­zess ver­lang­sa­men, son­dern auch zur Vor­beu­gung ge­wis­ser Krebs­ar­ten bei­tra­gen.

Ge­sund­heit­lich spricht al­so al­les für den re­gel­mä­ßi­gen Ge­nuss von Rot­kohl.

Ku­li­na­ri­sche Ver­wen­dung:

Rotkohl ist ein klassi­scher Be­glei­ter zu herz­haf­ten Ge­rich­ten und zeigt sich zu­gleich von sei­ner mo­der­nen Sei­te. Tra­di­tio­nell wird er ge­schmort und mit Ap­fel oder Preis­el­bee­ren ver­fei­nert zu Braten, Wild oder Ge­flü­gel ser­viert. In der fri­schen Kü­che macht er auch als knacki­ger Salat mit Oran­gen, Wal­nüs­sen oder Bal­sa­mi­co-Dres­sing ei­ne gu­te Fi­gur. Eben­so lässt er sich in Wraps, Bowls oder Wok­ge­rich­ten ver­ar­bei­ten – für ei­nen leich­ten, far­ben­fro­hen Ge­nuss mit Bo­nus für Ge­sund­heit und Au­ge.

Kartoffeln alias Erd­äp­fel

– natürliche Energie, die schmeckt

Kartoffeln

Kartoffeln, in bestimm­ten Re­gio­nen Deutsch­lands so­wie ei­ni­gen Nach­bar­län­dern auch als »Erd­äp­fel« oder »Grund­bir­nen« bzw. »Grum­bee­ren« (Pfalz)) und wei­te­ren Re­gio­nal­na­men be­kannt, ge­hö­ren wie auch To­ma­ten und Pap­ri­ka zur Fa­mi­lie der Nacht­schat­ten­ge­wäch­se.

Gemäß statistischen Umfragen ist die Knol­len­frucht nach wie vor der Deut­schen liebs­te Bei­la­ge und das ist auch gar nicht schlecht.

Kartoffeln sind vi­ta­min- und mi­ne­ral­stoff­reich und da­bei noch ka­lo­ri­en­arm. Vor al­lem das Vi­ta­min-C ist in nen­nens­wer­ten Men­gen in der Nutz­pflan­ze ent­hal­ten. Des wei­te­ren be­sit­zen die Knollen ei­nen ho­hen Ei­weiß­an­teil, der in Kom­bi­na­tion mit den in un­se­rem Re­zept ver­wen­de­ten Ei­ern sehr gut von un­se­rem Or­ga­nis­mus re­sor­biert und in kör­per­ei­ge­nes Ei­weiß trans­for­miert werden kann.

Gekochte Kartoffeln wir­ken sich al­ler­dings stark auf den Blut­zu­cker aus, da die Stär­ke durch den Koch­vor­gang als na­he­zu rei­ne Glu­co­se im Dünn­darm auf­ge­nom­men wird.

Lässt man die Kartof­fel nach dem Koch­vor­gang er­kal­ten und ver­ar­bei­tet sie dann erst wei­ter, bil­det sich ei­ne »Re­sis­ten­te Stär­ke«, die sich we­sent­lich güns­ti­ger auf den Blut­zu­cker­spie­gel aus­wirkt. So wer­den z. B. Brat­kar­tof­feln klas­si­scher­wei­se aus ER­KALTE­TEN Kar­toffeln her­ge­stellt.

Kulinarische Verwendung:

Kartoffeln sind aus der Küche kaum weg­zu­den­ken – ob als cre­mi­ges Pü­ree, knusp­ri­ge Brat­kar­tof­feln, herz­haf­te Gra­tins oder fei­ne Sup­pen. Sie las­sen sich in un­zäh­li­gen Va­ria­tio­nen zu­be­rei­ten und pas­sen zu na­he­zu je­dem Ge­richt. Ihr zar­ter, neu­tra­ler Ge­schmack macht sie zu ei­nem idea­len Ba­sis­le­bens­mit­tel für leich­ten und ge­sun­den Ge­nuss.

Karotten alias Möhren

– vielseitiger Genuss, voll gesun­der Nähr­stoff­po­wer

Karotten alias Möhren

Die in Deutsch­land sehr be­lieb­ten und in der Kü­che viel­sei­tig ver­wend­ba­ren Möh­ren bzw. Mohr­rü­ben ge­hö­ren zu den Dol­den­blü­ten­ge­wäch­sen. Sie sind reich an Mi­ne­ral­stof­fen und Spu­ren­ele­men­ten wie Ka­li­um, Phos­phor, Cal­ci­um, Mag­ne­si­um und Zink so­wie reich an Ca­ro­tin, welches in den Möh­­ren in Form von Alpha- wie auch Be­ta-Ca­ro­tin (Pro­vi­ta­min A, ei­ner Vor­stu­fe von Vi­ta­min A) vor­kommt. Vitamin A un­ter­stützt un­se­re Seh­fä­hig­keit, be­son­ders bei Nacht, und wirkt sich po­s­i­tiv auf un­ser Im­mun­sys­tem wie auch un­ser Zell­wachs­tum aus.

Carotin (und auch einige Vita­mi­ne) kann am bes­ten vom Kör­per re­sor­biert wer­den, wenn man es zu­sam­men mit Fett in Form von Öl oder But­ter isst.

Kulinarische Verwendung:

Karotten eignen sich her­vor­ra­gend für sü­ße wie her­zhaf­te Ge­rich­te – ob als cre­mi­ge Sup­pe, ge­schmor­te Bei­la­ge, fri­scher Sa­lat oder saf­ti­ger Ku­chen. Ihr zar­tes, süß­li­ches Aro­ma ent­fal­tet sich be­son­ders gut in Kom­bi­na­ti­on mit et­was Öl oder But­ter und sorgt da­mit für na­tür­li­chen, ge­sun­den Ge­nuss.

Porree alias Lauch

– leichter Genuss mit viel Ge­sund­heit

Porree alias Lauch

»Allium por­rum«, auch »Lauch« ge­nannt, ist ei­ne krau­tige Pflan­ze und ge­hört zur Fa­milie des aus dem Mit­tel­meer­raum stam­men­den Acker­lauchs. Ge­schmack­lich ist sie ei­ne mil­de Va­riante der Zwie­bel und des Knob­lauchs. Da das Zwie­bel­ge­mü­se win­ter­fest ist, wird es in Deutsch­land ger­ne und oft im hei­mi­schen Gar­ten an­ge­baut. Un­ter­schie­den wird zwi­schen Win­ter­lauch und Som­mer­lauch, wo­bei letz­te­rer die et­was dün­ne­re und mil­de­re Va­ri­an­te dar­stellt.

An Nährstoffen sind in Lauch die Mi­neral­stof­fe Ei­sen und Ka­li­um ent­halten, die bei­de für den Gesunderhalt un­se­res Or­ga­nis­mus ei­ne wich­ti­ge Rol­le spie­len. Auch mit Vita­min C kann Por­ree punk­ten, wel­ches frei­lich beim Er­hit­zen zum größ­ten Teil ver­lo­ren­geht.

Zwiebeln und Knoblauch

– natürliches Powerduo für Gesund­heit und Ge­schmack

Zwiebeln und Knoblauch

Beide sind ein na­tür­li­ches Anti­bio­ti­kum und be­kämp­fen wirk­sam schäd­li­che Pil­ze und krank­heits­er­re­gen­de Mi­kro­or­ga­nis­men. Die Zwie­bel ist eng mit dem Kno­blauch ver­wandt und be­sitzt ge­gen­über die­sem ei­ne mil­de­re Wir­kung. Die Kom­bi­na­tion der bei­den bringt ein star­kes Duo her­vor.

Bei­de ent­hal­ten wert­vol­le An­ti­oxi­dan­tien, die als Fän­ger »freier Ra­di­ka­ler« un­se­ren Or­ga­nis­mus da­bei hel­fen, ge­sund zu blei­ben.

Die zur Gat­tung der Li­li­en­ge­wäch­se ge­hö­ren­den Pflan­zen ver­fü­gen zu­dem über ei­nen ho­hen Vi­ta­min- und Mi­ne­ral­stoff­ge­halt, von dem wir eben­falls ge­sund­heit­lich pro­fi­tie­ren.

Ent­hal­ten sind die Vi­ta­mi­ne B1, B2 und B6 so­wie die Vi­ta­mi­ne C und E. Au­ßer den Mi­ne­ral­stof­fen Salz, Ei­sen, Zink und Mag­ne­si­um sind noch ei­ne gan­ze Rei­he wei­te­rer Mi­ne­ral­stof­fe in Zwie­beln und Kno­blauch ent­hal­ten, so­dass man bei­de Pflan­zen durch­aus als hoch­wer­ti­ge Mi­ne­ral­stoff-Lie­fe­ran­ten be­zeich­nen kann.

Kulinarische Verwendung:

Zwie­beln und Kno­blauch bil­den das aromatische Grund­ge­rüst un­zäh­li­ger Ge­rich­te – von der hei­mi­schen bis zur in­ter­na­tio­na­len Kü­che. Ob an­ge­schwitzt, ge­bra­ten, kon­fi­tiert oder roh – ihr Ge­schmack reicht von süß­lich-mild bis kräf­tig-wür­zig und sorgt stets für Tie­fe und Cha­rak­ter.

In der me­di­ter­ra­nen Kü­che sind sie un­ver­zicht­bar: in Pas­ta­saucen, Ri­sot­tos, Ge­mü­se­ra­gouts, Schmor­ge­rich­ten oder Fisch­zu­be­rei­tun­gen mit Oli­ven­öl und Kräu­tern. Auch in der asi­a­ti­schen, ori­en­ta­li­schen und kre­o­li­schen Kü­che sind sie fes­ter Be­stand­teil von Cur­rys, Dips, Würz­pas­ten und Su­ben.

Kno­blauch­öl oder Zwie­bel­con­fit ver­lei­hen ve­ge­ta­ri­schen wie auch Fleisch­ge­rich­ten ei­nen fei­nen, tief­wür­zi­gen Ak­zent, wäh­rend ge­rös­te­ter oder ge­schmor­ter Kno­blauch ei­ne but­ter­wei­che Süße ent­fal­tet, die be­son­ders zu Lamm, Kalb, Pil­zen oder ge­rös­te­tem Ge­mü­se passt.

So wer­den Zwie­beln und Kno­blauch nicht nur zu Ge­schmacks­trä­gern ers­ter Gü­te, son­dern auch zu Sym­bo­len für Ge­nuss und Ge­sund­heit – ein Duo, das kei­ner Kü­che feh­len soll­te.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oekotrophologe)

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