Rehrücken Baden-Ba­den

– mit Pfifferlingen, ge­füll­ten Preisel­beer­bir­nen und kräf­ti­ger Wild­sauce

Rehrücken Baden-Baden

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Rehrücken Baden-Baden – tra­di­tio­nell in­spi­riert, mo­dern z­ube­rei­tet

Der Rehrücken Ba­den-Ba­den ge­hört zu den Klas­si­kern der fei­nen Wild­kü­che. Tra­di­tio­nell wird der zarte Reh­rü­cken mit Speck ge­spickt und wäh­rend des Ga­rens wie­der­holt mit Sahne über­gos­sen. Wir ha­ben diese Zu­be­rei­tungs­weise für un­sere Va­ri­an­te et­was ver­än­dert: Statt das Fleisch durch Ein­ste­chen zu spi­cken, belegen wir es mit durch­wach­se­nen Speck­schei­ben. So bleibt das Fleisch weit­geh­end un­ver­sehrt und wird wäh­rend des Ga­rens zu­sätz­lich ge­schützt.

Auf die Sahne verzichten wir be­wusst. Statt­des­sen be­rei­ten wir aus Wild­fond, Ge­müse und aro­ma­tischen Ge­wür­zen eine kräf­tige, dunkle Wild­sauce zu. Mit et­was Bal­sa­mico und einer fei­nen Note Tonka­bohne run­den wir sie ab. Das Er­geb­nis ist eine moderne Inter­pretation, die den Eigen­geschmack des Wild­fleischs in den Mittel­punkt stellt.

Bei den Beilagen blei­ben wir der Tra­di­tion treu: Ge­bra­tene Pfif­fer­linge und mit Prei­sel­bee­ren ge­füllte Bir­nen er­gän­zen den Reh­rü­cken um wür­zi­ge und fruch­tige Aro­men. Dazu ser­vie­ren wir Spätzle, die her­vor­ra­gend zur kräf­ti­gen Sauce pas­sen.

Mit unserer bebilderten Schritt-für-Schritt-An­le­tung zei­gen wir Dir, wie Du den Reh­rü­cken scho­nend im Back­ofen garst, eine aro­ma­ti­sche Wild­sauce zu­be­rei­test und die klas­sischen Bei­la­gen auf den Punkt bringst.

Claudia Cartoons – Winzer und Verantwotung
Gernekochen-Weintipp

Zu »Rehrücken Baden-Baden« em­pfeh­len wir ge­mäß dem Leit­satz der Ana­lo­gie ei­nen mit­tel­kräf­ti­gen, cha­rak­ter­vol­len Spät­bur­gun­der aus Bruch­sal in Ba­den. Ein­fach mal auf un­se­r Wein­tipp-Icon tip­pen und mehr er­fah­ren. Wir wün­schen wie stets ei­nen gu­ten Appetit und: Wohl be­komm's!

Warum Du unser Rehrücken-Ba­den-Ba­den-Re­zept aus­pro­bie­ren soll­test

  • Badischer Wildklassiker: Rehrücken Baden-Baden ver­bindet zartes Wild­fleisch mit klas­sischen Bei­la­gen und ei­ner kräf­ti­gen Wild­sauce
  • Schonend mit Speck gegart: Statt das Fleisch ein­zu­stechen und zu spi­cken, be­le­gen wir es mit durch­wach­se­nen Speck­schei­ben
  • Aromatische Wildsauce: Wild­fond, Wur­zel­ge­müse, Ge­würze und ein Hauch Tonka­bohne sor­gen für eine kräf­tige, fein ab­ge­stimmte Sauce
  • Goldbrauner Abschluss: Unter dem Back­ofen­grill erhält der Reh­rü­cken nach dem Ga­ren eine ap­pe­tit­liche Bräu­nung
  • Gebratene Pfifferlinge: Die aro­ma­ti­schen Pilze wer­den por­tions­weise scharf an­ge­bra­ten, da­mit sie Röst­aro­men ent­wi­ckeln und nicht gum­mi­artig werden
  • Gefüllte Preiselbeerbirnen: Fruch­tige Bir­nen mit Preisel­bee­ren bil­den einen klas­si­schen süß-säuer­lichen Kon­trast zum herz­haf­ten Wild­fleisch
  • Klassische Beilagen: Wir ser­vieren un­seren Reh­rü­cken mit Spätzle, die her­vor­ra­gend zur dunk­len Wild­sauce pas­sen
  • Einfach nachzukochen: Unsere Schritt-für-Schritt-An­lei­tung führt auch Koch­an­fänger si­cher ans Ziel

Rezept:
Rehrücken Baden Baden

Zutaten für 4 Personen

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Einkaufszettel:

  • 1 Rehrücken mit Knochen
  • 8–10 Scheiben durchwachsener Speck
  • 400 g frische Pfifferlinge (alter­nativ TK-Ware)
  • 2 kleine Möhren
  • 1 Stange Lauch
  • 1 kleines Stück Blumenkohl (optional)
  • 2 dicke Scheiben Ingwer
  • 4–5 Stängel frische Petersilie
  • 3–4 Stängel frischer Thymian (op­tio­nal)
  • 2 TL schwarze Pfefferkörner
  • 1 TL Pimentpfefferkörner
  • 1 TL Kardamom
  • 8 Wacholderbeeren
  • 2–3 Lorbeerblätter, je nach Größe
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 TL Muskovado Rohrzucker oder Kokos­blüten­zucker
  • 800 ml Wildfond
  • 1 EL Butterschmalz bzw. Braune Butter (Ghee)
  • 1 Prise Tonkabohnenabrieb
  • etwas Salz und
  • Pfeffer a. d. Mühle

Für die gefüllten Birnen:

  • 2 Birnen
  • 4 EL Preiselbeeren a. d. Glas
  • 250 ml weißer Port­wein (Wenn Kin­der mit­es­sen al­ter­na­tiv Was­ser)

Für die Mehlbutter:

  • 2 EL Mehl
  • 2 EL Butter

Mehlbutter 45 Minuten vor­her zu­be­rei­ten! Da­zu bei­de Zu­ta­ten gut mit­ein­an­der ver­men­gen und ins Eis­fach stel­len.

Als Beilage da­zu pas­sen z. B.:

  • Spätzle
    • Röstis
    • Kroketten
    • Reis
    • Klöße

Wir haben uns für »Spätzle« entschieden.

Das benötigt man zusätzlich:

  • Backpapier
  • Silberfolie

Rehrücken Baden-Baden Vorspeise

Rote-Bete-Sülze mit Schmand

Rote-Bete-Sülze mit Schmand

Hier geht's zum Rezept

Zubereitung:

1.1) Rehrücken abbrausen und trockentupfen. Mit ei­nem schar­fen Messer die Wild­haut ent­fer­nen.

1.2) Schwarzen Pfeffer, Wacholder­bee­ren, Pi­ment­kör­­ner, Kar­da­mom, in ei­ner Pfan­ne an­rös­ten und zu­­sam­­men mit den Lor­beer­blät­tern im Mör­ser zer­­sto­­ßen. Würz­mi­schung kräf­tig in den Reh­rück­en ein­mas­sier­en.

1.3) Rehrücken zuerst in Back­pa­pier und dann in Sil­ber­fo­lie ein­schla­gen und im Kühl­schrank über Nacht – bes­ser noch 24 Std. – bei­zen las­sen.

2) Gemüse wa­schen, put­zen und in Stü­cke schnei­den. 

Den »gebeizten« bzw. ma­ri­nier­ten Reh­rü­cken in ein tie­fes Back­blech, Auf­lauf­form oder Brä­ter le­gen. Ge­mü­se­stü­cke und Pe­ter­si­li­en­stän­gel da­rum ver­tei­len und mit Wild­fond auf­gie­ßen, so­dass das Ge­müse zu zwei Drit­tel vom Fond be­deckt ist.

Beizen pder marinieren?

»Beizen« hat in der klas­sischen Wild­küche eine ei­gene Tra­di­tion, wäh­rend »Ma­ri­nieren« der über­grei­fen­dere Be­griff ist.

3) Backofen auf 200 Grad Ober-/Un­ter­hitze ein­stel­len. (Umluft un­ge­eignet!) Kern­ther­mo­me­ter auf 54 Grad ein­stel­len. Reh­rü­cken ba­den-ba­de­ner Art ab­häng­ig von der Grö­ße und dem Ge­wicht ca. 30–40 Min. ga­ren, bis die ge­wünschte Kern­tem­pe­ra­tur er­reicht ist. 

Reh­rücken kurz aus dem Of­en neh­men. Back­ofen­be­triebs­art auf 250 Grad Back­ofen­grill um­stellen und vor­hei­zen. 

Speck­schei­ben vom Reh­rü­cken ent­fer­nen und die­sen kurz un­ter dem Grill bräu­nen, bis die Kern­tem­pe­ra­tur 54–56 Grad Cel­si­us (me­dium-ra­re / zart-rosa) er­reicht hat. Bra­ten zu­erst in Back­pa­pier und dann in Alu­fo­lie ein­schla­gen und je nach Grö­ße 10–15 Min. ru­hen las­sen.

4.1) Birnen schä­len und der Län­ge nach hal­bie­ren. Kern­ge­häu­se ent­fer­nen und Bir­nen­hälf­ten so­fort in Was­ser mit ei­nem Schuss Zi­tro­nen­saft oder Es­sig le­gen, da­mit sie nicht braun wer­den. Prei­sel­bee­ren und wei­ßen Port be­reit­stel­len.

Zart rosa oder durchgebraten? – bitte beachten!

  • Kulinarisches Garziel: 54–56 °C für einen zartrosa Reh­rücken – die von uns an­ge­strebte Ge­nuss­va­ri­ante, die ihr in ei­ge­ner Ver­ant­wor­tung aus­probieren könnt.
  • Offizielle Sicherheitsempfehlung (Bun­des­institut für Risiko­be­wertung): min­des­tens 70 °C für zwei Mi­nu­ten im ge­sam­ten Fleisch­stück. Die rosa Zu­be­rei­tung er­füllt diese Em­pfeh­lung nicht. !!

4.2) Pfanne mit wei­ßem Port auf­gie­ßen und mit­tel­stark bis stark er­hit­zen. De­ckel auf­le­gen, Bir­nen­hälf­ten ca. 2–3 Min. blan­chie­ren und vor dem Ser­vie­ren mit Preisel­bee­ren be­füllen.

5.1) Zu Ende der Garzeit, et­was Bra­ten­fond und Ge­mü­se ent­neh­men. To­ma­ten­mark in ei­ner Kas­se­ro­le anrösten, Zu­cker hin­zu­fü­gen und ka­ra­mel­li­si­er­en las­sen, da­nach mit einem Schuss Fond ab­lö­schen. Nach und nach den Rest des Bra­ten­su­des so­wie das Ge­mü­se zu­fü­gen und die Wild­sau­ce ein­re­du­zier­en las­sen.

5.2) Gemüse und Ingwer ent­fer­nen. Für ei­ne schö­ne Kon­sis­tenz nach und nach et­was Mehl­butter un­ter­rühr­en und die Sau­ce mit Ace­to Bal­sa­mico, Salz und Pfef­fer und ei­ner Pri­se Ton­ka­boh­nen­ab­rieb ab­schme­cken.

6) So gelingen Pfif­fer­lin­ge per­fekt, oh­ne »gummiartig« zu wer­den:

Pfifferlinge nur mit ei­nem Pin­sel säu­bern, nicht wa­schen. Brau­ne But­ter (But­ter­schmalz) stark(!) er­hit­zen und Pil­ze da­rin por­ti­ons­weise 4–5 Min. an­bra­ten. Tem­pe­ra­tur auf mit­tel­star­ke Hit­ze re­du­zie­ren. Scha­lot­te und an­ge­drück­te Knob­lauch­ze­hen hin­zu­fü­gen. Nun al­le Pfif­fer­lin­ge zu­sam­men noch 8–10 Min. zu En­de bra­ten. Pil­ze mit Pfef­fer und Salz, fri­scher Pe­ter­si­lie oder fri­sch­em Thy­mi­an ab­schmeck­en.

Nährwert- & Ge­sund­heits­ana­ly­se

von Dipl. Ernährungs­wissen­schaftler Michael Pagelsdorf

Rehfleisch

– zarter Geschmack, reine Na­tur

Rehfleisch

Rehfleisch gilt als be­son­ders ma­ge­res und fein­fa­se­ri­ges Wild­fleisch mit ei­nem zar­ten Aro­ma. Es lie­fert hoch­wer­ti­ges Ei­weiß so­wie zahl­rei­che wich­ti­ge Vi­ta­mi­ne und Mi­ne­ral­stof­fe. Durch den nied­ri­gen Fett­ge­halt zählt es zu den ka­lo­ri­en­ar­men Fleisch­sor­ten und ist da­her auch für ei­ne be­wuss­te Er­näh­rung in­ter­es­sant.

Reich an B-Vitaminen und Ei­sen

Rehfleisch ist ei­ne aus­ge­zeich­ne­te Quel­le für die Vi­ta­mi­ne B2, B6 und B12. Die­se sind ent­schei­dend für En­er­gie­stoff­wech­sel, Ner­ven­funk­ti­on und Blut­bil­dung. Be­son­ders der ho­he An­teil an Vi­ta­min B12 macht Reh­fleisch für al­le in­ter­es­sant, die ih­ren Be­darf an die­sem es­sen­zi­el­len Nähr­stoff über na­tür­li­che Le­bens­mit­tel de­cken möch­ten.

Zu­dem lie­fert Reh­fleisch viel Ei­sen in ei­ner gut bio­ver­füg­ba­ren Form, was die Blut­bil­dung un­ter­stützt und zur Sau­er­stoff­ver­sor­gung des Kör­pers bei­trägt.

Gesunde Fettsäuren

Ob­wohl Reh­fleisch ins­ge­samt fett­arm ist, ent­hält es ei­nen re­la­tiv ho­hen An­teil an un­ge­sät­tig­ten Fett­säu­ren, dar­un­ter wert­vol­le Ome­ga-3-Fett­säu­ren. Die­se stam­men von der na­tür­li­chen Er­näh­rung der Tie­re mit Kräu­tern, Grä­sern und Knos­pen und wir­ken sich po­si­tiv auf Herz-Kreis­lauf-Ge­sund­heit und Stoff­wech­sel aus.

Natürliche Herkunft – pu­res Aro­ma

Da Rehe in freier Wild­bahn le­ben, ist das Fleisch frei von Hor­mo­nen, Wachstumsförderern oder Fut­ter­mit­tel­zu­sät­zen. Dies sorgt nicht nur für ein na­tür­li­ches, aro­ma­ti­sches Ge­schmacks­er­leb­nis, son­dern macht Reh­fleisch auch zu ei­nem be­son­ders ur­sprüng­li­chen und nach­hal­ti­gen Le­bens­mit­tel.

Kulinarische Verwendung:

Rehfleisch eignet sich be­son­ders für fest­li­che Wild­ge­rich­te – ob als zar­ter Reh­rü­cken, Me­daillons, Keu­le oder aro­ma­ti­sches Schmor­ge­richt. Die fei­ne Wür­ze des Flei­sches har­mo­niert her­vor­ra­gend mit Wach­ol­der, Thy­mi­an und Ma­jo­ran so­wie mit fruch­ti­gen Kom­po­nen­ten wie Preis­sel­bee­ren, Pflau­men oder Äp­feln. Auch kräf­ti­ge Sau­cen auf Ba­sis von Rot­wein oder Wild­fond pas­sen her­vor­ra­gend zu dem zar­ten Wild­aro­ma. We­gen des ge­rin­gen Fett­ge­halts soll­te Reh­fleisch je­doch nicht zu lan­ge oder zu heiß ge­gart wer­den, da es sonst schnell tro­cken wer­den kann.

Pfifferlinge alias Gelböhrchen

– der aromatische und nahrhafte Schatz des Wal­des

Pfifferlinge alias Gelböhrchen

Im früheren Ostpreußen, vor al­lem in Ma­su­ren, kann­te man sie un­ter dem Na­men »Gelb­öhr­chen«. Im Vogt­land hei­ßen sie »Gelb­schwäm­me­le«. Die schmack­haften Wald­pil­ze sind ein hoch­wer­ti­ger Ei­weiß­lie­fe­rant mit sehr we­nig Fett und auch nur ei­nem ge­rin­gen An­teil an Koh­len­hy­dra­ten: idea­le Vo­raus­set­zun­gen für fi­gur­be­wuss­te Ge­nie­ßer. Aus dem in den gel­ben Pil­zen enthaltenen Be­ta-Ca­ro­tin kann un­ser Or­ga­nis­mus wert­vol­les Vi­ta­min A her­stel­len. Zu­dem ver­fü­gen Pfif­fer­lin­ge über ei­nen ho­hen Ge­halt an Ei­sen und Ka­li­um, beides wich­ti­ge Mi­ne­ral­stoff­lie­fe­r­an­ten.

Der lös­li­che Bal­last­stoff Be­ta-Glu­can, den man auch in Ha­fer­flo­cken fin­det, ist auch in Pil­zen ent­hal­ten. Er ist be­son­ders un­se­rem Darm bzw. dem Mi­kro­bi­om (Darm­flo­ra) zu­träg­lich und re­gu­liert zu­gleich den Blut­zu­cker­spie­gel.

Re­gel­mä­ßig wird vor dem über­mä­ßi­gen Ver­zehr von Wald­pil­zen ge­warnt, da die­se an­geb­lich durch den Re­ak­tor­un­fall von Tscher­no­byl im­mer noch be­las­tet sein kön­nen. Die Em­pfeh­lung für ei­nen un­be­denk­li­chen Ge­nuss be­läuft sich auf ca. 200 g pro Wo­che. Stil­len­de Müt­ter und Klein­kin­der soll­ten ge­mäß den Em­pfeh­lun­gen ge­ne­rell auf den Ge­nuss von Wald­pil­zen ver­zich­ten. Da mir hier­zu die not­wen­di­gen wis­sen­schaft­li­ch­en Stu­dien feh­len, kann ich die­se Aus­sa­ge we­der be­stä­ti­gen noch de­men­tie­ren.

Kulinarische Verwendung:

Kulinarisch gehören Pfif­fer­lin­ge zu den be­lieb­tes­ten Wald­pil­zen und über­zeu­gen durch ihr fein-wür­zi­ges, leicht pfef­fri­ges Aro­ma. Be­son­ders klas­sisch wer­den sie in der Pfan­ne mit et­was But­ter und Zwie­beln an­ge­bra­ten und ent­fal­ten da­bei ih­ren vol­len Ge­schmack. In Kom­bi­na­ti­on mit fri­schen Kräu­tern eig­nen sie sich her­vor­ra­gend als Bei­la­ge zu Fleisch­ge­rich­ten oder als aro­ma­ti­sche Er­gän­zung zu Kar­tof­feln und Pas­ta.

Auch in cremigen Sau­cen, et­wa zu Schnit­zel oder Ge­flü­gel, sind Pfif­fer­lin­ge ein ech­ter Klas­si­ker der sai­so­na­len Kü­che. Dar­über hin­aus las­sen sie sich gut in Ri­sot­to, Ome­letts oder herz­haf­te Tar­tes in­te­grie­ren. In der mo­der­nen Kü­che fin­den sie zu­dem Ver­wen­dung in leich­ten Som­mer­ge­rich­ten, bei­spiels­wei­se in Sa­la­ten oder als fei­nes Top­ping für Bowls, wo sie ei­nen wür­zi­gen und na­tür­li­chen Wald­ak­zent set­zen.

Birnen

– sanft, süß und unter­schätzt

Birnen

Mit viel Was­ser, Ballast­stof­fen und Ka­li­um bringt sie dein Herz in Ba­lan­ce und dei­nen Darm in Schwung. Ihre Stär­ke? Pek­tin für die Ver­dau­ung und Fla­vo­no­ide ge­gen Zell­stress. Je reifer, des­to bei­kömm­li­cher – und mit Scha­le isst du gleich die meis­ten Vi­tal­stof­fe mit! Bir­nen sind nicht laut. Aber sie wir­ken – von in­nen.

Kulinarische Verwendung:

Bir­nen sind in der Kü­che au­ßer­or­dent­lich viel­sei­tig und las­sen sich so­wohl süß als auch herz­haft ein­set­zen. Roh ver­zehrt eig­nen sie sich ide­al als fri­scher Snack, in Obst­sa­la­ten oder fein ge­ho­belt im Mües­li, wo ih­re mil­de Sü­ße und saf­ti­ge Tex­tur zur Gel­tung kom­men.

Ge­gart ent­fal­ten Bir­nen ein be­son­ders aro­ma­ti­sches Pro­fil, et­wa als Kom­pott, Po­chier­frucht oder im Ofen ge­ba­cken, wo­bei sie sich gut mit Ge­wür­zen wie Va­nil­le, Zimt oder Kar­da­mom kom­bi­nie­ren las­sen.

In der herz­haf­ten Kü­che har­mo­nie­ren Bir­nen her­vor­ra­gend mit Kä­se­sorten wie Blau­schim­mel oder Zie­gen­kä­se, mit Nüs­sen und Blatt­sa­la­ten oder als fei­ner Kon­trast zu Wild- und Ge­flü­gel­ge­rich­ten. Auch als Zu­tat in Chut­neys oder Saucen bringt die Bir­ne ei­ne sanf­te Sü­ße und Fri­sche ins Ge­richt, die Ge­nuss und Ge­sund­heit auf un­auf­dring­li­che Wei­se ver­bin­det.

Karotten alias Möhren

– vielseitiger Genuss, voll gesun­der Nähr­stoff­po­wer

Karotten alias Möhren

Die in Deutsch­land sehr be­lieb­ten und in der Kü­che viel­sei­tig ver­wend­ba­ren Möh­ren bzw. Mohr­rü­ben ge­hö­ren zu den Dol­den­blü­ten­ge­wäch­sen. Sie sind reich an Mi­ne­ral­stof­fen und Spu­ren­ele­men­ten wie Ka­li­um, Phos­phor, Cal­ci­um, Mag­ne­si­um und Zink so­wie reich an Ca­ro­tin, welches in den Möh­­ren in Form von Alpha- wie auch Be­ta-Ca­ro­tin (Pro­vi­ta­min A, ei­ner Vor­stu­fe von Vi­ta­min A) vor­kommt. Vitamin A un­ter­stützt un­se­re Seh­fä­hig­keit, be­son­ders bei Nacht, und wirkt sich po­s­i­tiv auf un­ser Im­mun­sys­tem wie auch un­ser Zell­wachs­tum aus.

Carotin (und auch einige Vita­mi­ne) kann am bes­ten vom Kör­per re­sor­biert wer­den, wenn man es zu­sam­men mit Fett in Form von Öl oder But­ter isst.

Kulinarische Verwendung:

Karotten eignen sich her­vor­ra­gend für sü­ße wie her­zhaf­te Ge­rich­te – ob als cre­mi­ge Sup­pe, ge­schmor­te Bei­la­ge, fri­scher Sa­lat oder saf­ti­ger Ku­chen. Ihr zar­tes, süß­li­ches Aro­ma ent­fal­tet sich be­son­ders gut in Kom­bi­na­ti­on mit et­was Öl oder But­ter und sorgt da­mit für na­tür­li­chen, ge­sun­den Ge­nuss.

Porree alias Lauch

– leichter Genuss mit viel Ge­sund­heit

Porree alias Lauch

»Allium por­rum«, auch »Lauch« ge­nannt, ist ei­ne krau­tige Pflan­ze und ge­hört zur Fa­milie des aus dem Mit­tel­meer­raum stam­men­den Acker­lauchs. Ge­schmack­lich ist sie ei­ne mil­de Va­riante der Zwie­bel und des Knob­lauchs. Da das Zwie­bel­ge­mü­se win­ter­fest ist, wird es in Deutsch­land ger­ne und oft im hei­mi­schen Gar­ten an­ge­baut. Un­ter­schie­den wird zwi­schen Win­ter­lauch und Som­mer­lauch, wo­bei letz­te­rer die et­was dün­ne­re und mil­de­re Va­ri­an­te dar­stellt.

An Nährstoffen sind in Lauch die Mi­neral­stof­fe Ei­sen und Ka­li­um ent­halten, die bei­de für den Gesunderhalt un­se­res Or­ga­nis­mus ei­ne wich­ti­ge Rol­le spie­len. Auch mit Vita­min C kann Por­ree punk­ten, wel­ches frei­lich beim Er­hit­zen zum größ­ten Teil ver­lo­ren­geht.

Blumenkohl

– Leichte Vielfalt für Ge­nießer

Blumenkohl

Wie bereits sein Na­me un­schwer ver­mu­ten lässt, ge­hört Blu­men­kohl – auch be­kannt als »Kar­fi­ol« oder »Ita­li­eni­scher Kohl« – zu den Kohl­sor­ten. Er lässt sich als Ge­mü­se so­wohl roh als auch ge­bra­ten oder ge­kocht zu­be­rei­ten und ver­zeh­ren.

Durch Erhitzung geht – wie bei al­len an­de­ren Le­bens­mit­teln auch – der größ­te Teil der in Blu­men­kohl ent­hal­te­nen Vi­ta­mi­ne (Vi­ta­min C und K) ver­lo­ren. Be­rei­tet man das schmack­haf­te Ge­mü­se da­ge­gen als Roh­kost­sa­lat zu, kann man von dem ho­hen Vi­ta­min­an­teil des Kohls pro­fi­tie­ren.

Des Weiteren enthält Blu­men­kohl die für un­se­ren Or­ga­nis­mus wert­vol­len Mi­ne­ral­stof­fe Mag­ne­si­um und Ka­li­um.

Wer Blu­men­kohl doch lie­ber ge­gart als roh ver­zehrt, muss trotz­dem nicht auf al­le gu­ten Ei­gen­schaf­ten des Ge­mü­ses ver­zich­ten. Zu­min­dest ein Teil der Vi­ta­mi­ne und Mi­n­eral­stof­fe bleibt bei Blu­men­kohl auch nach dem Er­hit­zen er­hal­ten.

Kulinarische Verwendung:

Man kann Blu­men­kohl al­so auch mal ge­gart zu­be­rei­ten. Er be­sitzt ei­nen ho­hen Was­ser- und ge­rin­gen Ka­lo­rien­an­teil, was ihn zum ei­nen leicht be­kömm­lich und zum an­de­ren zu einem Tipp für Fi­gur­be­wuss­te macht.

Ingwer

– würzig-scharf, reich an Gingerol

Ingwer

Ingwer zählt seit Jahr­tau­sen zu den be­lieb­tes­ten Ge­würz- und Heil­pflan­zen der Welt. Die aro­ma­ti­sche Wur­zel ver­leiht Spei­sen nicht nur ei­ne an­ge­nehm wür­zig-schar­fe No­te, son­dern über­zeugt auch mit ei­ner Viel­zahl wert­vol­ler In­halts­stof­fe.

Die ty­pi­sche Schär­fe stammt von den na­tür­li­chen Gin­ge­ro­len und Sho­gao­len, de­nen ent­zün­dungs­hem­men­de und an­ti­oxi­da­ti­ve Ei­gen­schaf­ten zu­ge­schrie­ben wer­den. Zu­dem lie­fert In­gwer Vi­ta­min C, Vi­ta­min B6 so­wie die Mi­ne­ral­stof­fe Ka­li­um, Ma­gne­si­um und Man­gan. Tra­di­tio­nell wird In­gwer au­ßer­dem zur Un­ter­stüt­zung der Ver­dau­ung ge­schätzt und kann Übel­keit lin­dern.

Mit seinem in­ten­si­ven Aro­ma und sei­nen wert­vol­len Pflan­zen­stof­fen ist In­gwer ei­ne ge­sun­de Be­rei­che­rung für ei­ne ab­wechs­lungs­rei­che und aus­ge­wo­ge­ne Er­näh­rung.

Kulinarische Verwendung

Frischer Ingwer ist ein ech­ter All­roun­der in der Kü­che. Er ver­fei­nert Cur­rys, Wok­ge­rich­te, Sup­pen und Ma­ri­na­den, passt her­vor­ra­gend zu Fisch, Ge­flü­gel und Ge­mü­se und setzt auch in Tee, Li­mo­na­den, Des­serts oder weih­nacht­li­chem Ge­bäck fri­sche, zi­tro­nig-schar­fe Ak­zen­te.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissen­schaftler (Oeko­tropho­loge)

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