Hinweis: Für papiersparenden Druck mit 2-spaltiger Darstellung empfehlen wir Safari.
Rehrücken Baden-Baden
– mit Pfifferlingen, gefüllten Preiselbeerbirnen und kräftiger Wildsauce
Rehrücken Baden-Baden – traditionell inspiriert, modern zubereitet
Der Rehrücken Baden-Baden gehört zu den Klassikern der feinen Wildküche. Traditionell wird der zarte Rehrücken mit Speck gespickt und während des Garens wiederholt mit Sahne übergossen. Wir haben diese Zubereitungsweise für unsere Variante etwas verändert: Statt das Fleisch durch Einstechen zu spicken, belegen wir es mit durchwachsenen Speckscheiben. So bleibt das Fleisch weitgehend unversehrt und wird während des Garens zusätzlich geschützt.
Auf die Sahne verzichten wir bewusst. Stattdessen bereiten wir aus Wildfond, Gemüse und aromatischen Gewürzen eine kräftige, dunkle Wildsauce zu. Mit etwas Balsamico und einer feinen Note Tonkabohne runden wir sie ab. Das Ergebnis ist eine moderne Interpretation, die den Eigengeschmack des Wildfleischs in den Mittelpunkt stellt.
Bei den Beilagen bleiben wir der Tradition treu: Gebratene Pfifferlinge und mit Preiselbeeren gefüllte Birnen ergänzen den Rehrücken um würzige und fruchtige Aromen. Dazu servieren wir Spätzle, die hervorragend zur kräftigen Sauce passen.
Mit unserer bebilderten Schritt-für-Schritt-Anletung zeigen wir Dir, wie Du den Rehrücken schonend im Backofen garst, eine aromatische Wildsauce zubereitest und die klassischen Beilagen auf den Punkt bringst.
Zu »Rehrücken Baden-Baden« empfehlen wir gemäß dem Leitsatz der Analogie einen mittelkräftigen, charaktervollen Spätburgunder aus Bruchsal in Baden. Einfach mal auf unser Weintipp-Icon tippen und mehr erfahren. Wir wünschen wie stets einen guten Appetit und: Wohl bekomm's!
Warum Du unser Rehrücken-Baden-Baden-Rezept ausprobieren solltest
- Badischer Wildklassiker: Rehrücken Baden-Baden verbindet zartes Wildfleisch mit klassischen Beilagen und einer kräftigen Wildsauce
- Schonend mit Speck gegart: Statt das Fleisch einzustechen und zu spicken, belegen wir es mit durchwachsenen Speckscheiben
- Aromatische Wildsauce: Wildfond, Wurzelgemüse, Gewürze und ein Hauch Tonkabohne sorgen für eine kräftige, fein abgestimmte Sauce
- Goldbrauner Abschluss: Unter dem Backofengrill erhält der Rehrücken nach dem Garen eine appetitliche Bräunung
- Gebratene Pfifferlinge: Die aromatischen Pilze werden portionsweise scharf angebraten, damit sie Röstaromen entwickeln und nicht gummiartig werden
- Gefüllte Preiselbeerbirnen: Fruchtige Birnen mit Preiselbeeren bilden einen klassischen süß-säuerlichen Kontrast zum herzhaften Wildfleisch
- Klassische Beilagen: Wir servieren unseren Rehrücken mit Spätzle, die hervorragend zur dunklen Wildsauce passen
- Einfach nachzukochen: Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung führt auch Kochanfänger sicher ans Ziel
Rezept:
Rehrücken Baden Baden
Zutaten für 4 Personen
Hinweis zu Affiliate-Links
Die mit einem * Sternchen gekennzeichneten Links sind Affiliate-Links. Wenn Du über einen dieser Links etwas kaufst, erhalten wir eine kleine Provision. Für Dich entstehen dadurch keine Mehrkosten.
Einkaufszettel:
- 1 Rehrücken mit Knochen
- 8–10 Scheiben durchwachsener Speck
- 400 g frische Pfifferlinge (alternativ TK-Ware)
- 2 kleine Möhren
- 1 Stange Lauch
- 1 kleines Stück Blumenkohl (optional)
- 2 dicke Scheiben Ingwer
- 4–5 Stängel frische Petersilie
- 3–4 Stängel frischer Thymian (optional)
- 2 TL schwarze Pfefferkörner
- 1 TL Pimentpfefferkörner
- 1 TL Kardamom
- 8 Wacholderbeeren
- 2–3 Lorbeerblätter, je nach Größe
- 1 EL Tomatenmark
- 1 TL Muskovado Rohrzucker oder Kokosblütenzucker
- 800 ml Wildfond
- 1 EL Butterschmalz bzw. Braune Butter (Ghee)
- 1 Prise Tonkabohnenabrieb
- etwas Salz und
- Pfeffer a. d. Mühle
Für die gefüllten Birnen:
- 2 Birnen
- 4 EL Preiselbeeren a. d. Glas
- 250 ml weißer Portwein (Wenn Kinder mitessen alternativ Wasser)
Für die Mehlbutter:
- 2 EL Mehl
- 2 EL Butter
Mehlbutter 45 Minuten vorher zubereiten! Dazu beide Zutaten gut miteinander vermengen und ins Eisfach stellen.
Als Beilage dazu passen z. B.:
-
Spätzle
• Röstis
• Kroketten
• Reis
• Klöße
Wir haben uns für »Spätzle« entschieden.
Das benötigt man zusätzlich:
- Backpapier
- Silberfolie
Zubereitung:
1.1) Rehrücken abbrausen und trockentupfen. Mit einem scharfen Messer die Wildhaut entfernen.
1.2) Schwarzen Pfeffer, Wacholderbeeren, Pimentkörner, Kardamom, in einer Pfanne anrösten und zusammen mit den Lorbeerblättern im Mörser zerstoßen. Würzmischung kräftig in den Rehrücken einmassieren.
1.3) Rehrücken zuerst in Backpapier und dann in Silberfolie einschlagen und im Kühlschrank über Nacht – besser noch 24 Std. – beizen lassen.
2) Gemüse waschen, putzen und in Stücke schneiden.
Den »gebeizten« bzw. marinierten Rehrücken in ein tiefes Backblech, Auflaufform oder Bräter legen. Gemüsestücke und Petersilienstängel darum verteilen und mit Wildfond aufgießen, sodass das Gemüse zu zwei Drittel vom Fond bedeckt ist.
Beizen pder marinieren?
»Beizen« hat in der klassischen Wildküche eine eigene Tradition, während »Marinieren« der übergreifendere Begriff ist.
3) Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze einstellen. (Umluft ungeeignet!) Kernthermometer auf 54 Grad einstellen. Rehrücken baden-badener Art abhängig von der Größe und dem Gewicht ca. 30–40 Min. garen, bis die gewünschte Kerntemperatur erreicht ist.
Rehrücken kurz aus dem Ofen nehmen. Backofenbetriebsart auf 250 Grad Backofengrill umstellen und vorheizen.
Speckscheiben vom Rehrücken entfernen und diesen kurz unter dem Grill bräunen, bis die Kerntemperatur 54–56 Grad Celsius (medium-rare / zart-rosa) erreicht hat. Braten zuerst in Backpapier und dann in Alufolie einschlagen und je nach Größe 10–15 Min. ruhen lassen.
4.1) Birnen schälen und der Länge nach halbieren. Kerngehäuse entfernen und Birnenhälften sofort in Wasser mit einem Schuss Zitronensaft oder Essig legen, damit sie nicht braun werden. Preiselbeeren und weißen Port bereitstellen.
Zart rosa oder durchgebraten? – bitte beachten!
- Kulinarisches Garziel: 54–56 °C für einen zartrosa Rehrücken – die von uns angestrebte Genussvariante, die ihr in eigener Verantwortung ausprobieren könnt.
- Offizielle Sicherheitsempfehlung (Bundesinstitut für Risikobewertung): mindestens 70 °C für zwei Minuten im gesamten Fleischstück. Die rosa Zubereitung erfüllt diese Empfehlung nicht. !!
4.2) Pfanne mit weißem Port aufgießen und mittelstark bis stark erhitzen. Deckel auflegen, Birnenhälften ca. 2–3 Min. blanchieren und vor dem Servieren mit Preiselbeeren befüllen.
5.1) Zu Ende der Garzeit, etwas Bratenfond und Gemüse entnehmen. Tomatenmark in einer Kasserole anrösten, Zucker hinzufügen und karamellisieren lassen, danach mit einem Schuss Fond ablöschen. Nach und nach den Rest des Bratensudes sowie das Gemüse zufügen und die Wildsauce einreduzieren lassen.
5.2) Gemüse und Ingwer entfernen. Für eine schöne Konsistenz nach und nach etwas Mehlbutter unterrühren und die Sauce mit Aceto Balsamico, Salz und Pfeffer und einer Prise Tonkabohnenabrieb abschmecken.
6) So gelingen Pfifferlinge perfekt, ohne »gummiartig« zu werden:
Pfifferlinge nur mit einem Pinsel säubern, nicht waschen. Braune Butter (Butterschmalz) stark(!) erhitzen und Pilze darin portionsweise 4–5 Min. anbraten. Temperatur auf mittelstarke Hitze reduzieren. Schalotte und angedrückte Knoblauchzehen hinzufügen. Nun alle Pfifferlinge zusammen noch 8–10 Min. zu Ende braten. Pilze mit Pfeffer und Salz, frischer Petersilie oder frischem Thymian abschmecken.
Nährwert- & Gesundheitsanalyse
von Dipl. Ernährungswissenschaftler Michael Pagelsdorf
Rehfleisch
– zarter Geschmack, reine Natur
Rehfleisch gilt als besonders mageres und feinfaseriges Wildfleisch mit einem zarten Aroma. Es liefert hochwertiges Eiweiß sowie zahlreiche wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Durch den niedrigen Fettgehalt zählt es zu den kalorienarmen Fleischsorten und ist daher auch für eine bewusste Ernährung interessant.
Reich an B-Vitaminen und Eisen
Rehfleisch ist eine ausgezeichnete Quelle für die Vitamine B2, B6 und B12. Diese sind entscheidend für Energiestoffwechsel, Nervenfunktion und Blutbildung. Besonders der hohe Anteil an Vitamin B12 macht Rehfleisch für alle interessant, die ihren Bedarf an diesem essenziellen Nährstoff über natürliche Lebensmittel decken möchten.
Zudem liefert Rehfleisch viel Eisen in einer gut bioverfügbaren Form, was die Blutbildung unterstützt und zur Sauerstoffversorgung des Körpers beiträgt.
Gesunde Fettsäuren
Obwohl Rehfleisch insgesamt fettarm ist, enthält es einen relativ hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, darunter wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Diese stammen von der natürlichen Ernährung der Tiere mit Kräutern, Gräsern und Knospen und wirken sich positiv auf Herz-Kreislauf-Gesundheit und Stoffwechsel aus.
Natürliche Herkunft – pures Aroma
Da Rehe in freier Wildbahn leben, ist das Fleisch frei von Hormonen, Wachstumsförderern oder Futtermittelzusätzen. Dies sorgt nicht nur für ein natürliches, aromatisches Geschmackserlebnis, sondern macht Rehfleisch auch zu einem besonders ursprünglichen und nachhaltigen Lebensmittel.
Kulinarische Verwendung:
Rehfleisch eignet sich besonders für festliche Wildgerichte – ob als zarter Rehrücken, Medaillons, Keule oder aromatisches Schmorgericht. Die feine Würze des Fleisches harmoniert hervorragend mit Wacholder, Thymian und Majoran sowie mit fruchtigen Komponenten wie Preisselbeeren, Pflaumen oder Äpfeln. Auch kräftige Saucen auf Basis von Rotwein oder Wildfond passen hervorragend zu dem zarten Wildaroma. Wegen des geringen Fettgehalts sollte Rehfleisch jedoch nicht zu lange oder zu heiß gegart werden, da es sonst schnell trocken werden kann.
Pfifferlinge alias Gelböhrchen
– der aromatische und nahrhafte Schatz des Waldes
Im früheren Ostpreußen, vor allem in Masuren, kannte man sie unter dem Namen »Gelböhrchen«. Im Vogtland heißen sie »Gelbschwämmele«. Die schmackhaften Waldpilze sind ein hochwertiger Eiweißlieferant mit sehr wenig Fett und auch nur einem geringen Anteil an Kohlenhydraten: ideale Voraussetzungen für figurbewusste Genießer. Aus dem in den gelben Pilzen enthaltenen Beta-Carotin kann unser Organismus wertvolles Vitamin A herstellen. Zudem verfügen Pfifferlinge über einen hohen Gehalt an Eisen und Kalium, beides wichtige Mineralstofflieferanten.
Der lösliche Ballaststoff Beta-Glucan, den man auch in Haferflocken findet, ist auch in Pilzen enthalten. Er ist besonders unserem Darm bzw. dem Mikrobiom (Darmflora) zuträglich und reguliert zugleich den Blutzuckerspiegel.
Regelmäßig wird vor dem übermäßigen Verzehr von Waldpilzen gewarnt, da diese angeblich durch den Reaktorunfall von Tschernobyl immer noch belastet sein können. Die Empfehlung für einen unbedenklichen Genuss beläuft sich auf ca. 200 g pro Woche. Stillende Mütter und Kleinkinder sollten gemäß den Empfehlungen generell auf den Genuss von Waldpilzen verzichten. Da mir hierzu die notwendigen wissenschaftlichen Studien fehlen, kann ich diese Aussage weder bestätigen noch dementieren.
Kulinarische Verwendung:
Kulinarisch gehören Pfifferlinge zu den beliebtesten Waldpilzen und überzeugen durch ihr fein-würziges, leicht pfeffriges Aroma. Besonders klassisch werden sie in der Pfanne mit etwas Butter und Zwiebeln angebraten und entfalten dabei ihren vollen Geschmack. In Kombination mit frischen Kräutern eignen sie sich hervorragend als Beilage zu Fleischgerichten oder als aromatische Ergänzung zu Kartoffeln und Pasta.
Auch in cremigen Saucen, etwa zu Schnitzel oder Geflügel, sind Pfifferlinge ein echter Klassiker der saisonalen Küche. Darüber hinaus lassen sie sich gut in Risotto, Omeletts oder herzhafte Tartes integrieren. In der modernen Küche finden sie zudem Verwendung in leichten Sommergerichten, beispielsweise in Salaten oder als feines Topping für Bowls, wo sie einen würzigen und natürlichen Waldakzent setzen.
Birnen
– sanft, süß und unterschätzt
Mit viel Wasser, Ballaststoffen und Kalium bringt sie dein Herz in Balance und deinen Darm in Schwung. Ihre Stärke? Pektin für die Verdauung und Flavonoide gegen Zellstress. Je reifer, desto beikömmlicher – und mit Schale isst du gleich die meisten Vitalstoffe mit! Birnen sind nicht laut. Aber sie wirken – von innen.
Kulinarische Verwendung:
Birnen sind in der Küche außerordentlich vielseitig und lassen sich sowohl süß als auch herzhaft einsetzen. Roh verzehrt eignen sie sich ideal als frischer Snack, in Obstsalaten oder fein gehobelt im Müesli, wo ihre milde Süße und saftige Textur zur Geltung kommen.
Gegart entfalten Birnen ein besonders aromatisches Profil, etwa als Kompott, Pochierfrucht oder im Ofen gebacken, wobei sie sich gut mit Gewürzen wie Vanille, Zimt oder Kardamom kombinieren lassen.
In der herzhaften Küche harmonieren Birnen hervorragend mit Käsesorten wie Blauschimmel oder Ziegenkäse, mit Nüssen und Blattsalaten oder als feiner Kontrast zu Wild- und Geflügelgerichten. Auch als Zutat in Chutneys oder Saucen bringt die Birne eine sanfte Süße und Frische ins Gericht, die Genuss und Gesundheit auf unaufdringliche Weise verbindet.
Karotten alias Möhren
– vielseitiger Genuss, voll gesunder Nährstoffpower
Die in Deutschland sehr beliebten und in der Küche vielseitig verwendbaren Möhren bzw. Mohrrüben gehören zu den Doldenblütengewächsen. Sie sind reich an Mineralstoffen und Spurenelementen wie Kalium, Phosphor, Calcium, Magnesium und Zink sowie reich an Carotin, welches in den Möhren in Form von Alpha- wie auch Beta-Carotin (Provitamin A, einer Vorstufe von Vitamin A) vorkommt. Vitamin A unterstützt unsere Sehfähigkeit, besonders bei Nacht, und wirkt sich positiv auf unser Immunsystem wie auch unser Zellwachstum aus.
Carotin (und auch einige Vitamine) kann am besten vom Körper resorbiert werden, wenn man es zusammen mit Fett in Form von Öl oder Butter isst.
Kulinarische Verwendung:
Karotten eignen sich hervorragend für süße wie herzhafte Gerichte – ob als cremige Suppe, geschmorte Beilage, frischer Salat oder saftiger Kuchen. Ihr zartes, süßliches Aroma entfaltet sich besonders gut in Kombination mit etwas Öl oder Butter und sorgt damit für natürlichen, gesunden Genuss.
Porree alias Lauch
– leichter Genuss mit viel Gesundheit
»Allium porrum«, auch »Lauch« genannt, ist eine krautige Pflanze und gehört zur Familie des aus dem Mittelmeerraum stammenden Ackerlauchs. Geschmacklich ist sie eine milde Variante der Zwiebel und des Knoblauchs. Da das Zwiebelgemüse winterfest ist, wird es in Deutschland gerne und oft im heimischen Garten angebaut. Unterschieden wird zwischen Winterlauch und Sommerlauch, wobei letzterer die etwas dünnere und mildere Variante darstellt.
An Nährstoffen sind in Lauch die Mineralstoffe Eisen und Kalium enthalten, die beide für den Gesunderhalt unseres Organismus eine wichtige Rolle spielen. Auch mit Vitamin C kann Porree punkten, welches freilich beim Erhitzen zum größten Teil verlorengeht.
Blumenkohl
– Leichte Vielfalt für Genießer
Wie bereits sein Name unschwer vermuten lässt, gehört Blumenkohl – auch bekannt als »Karfiol« oder »Italienischer Kohl« – zu den Kohlsorten. Er lässt sich als Gemüse sowohl roh als auch gebraten oder gekocht zubereiten und verzehren.
Durch Erhitzung geht – wie bei allen anderen Lebensmitteln auch – der größte Teil der in Blumenkohl enthaltenen Vitamine (Vitamin C und K) verloren. Bereitet man das schmackhafte Gemüse dagegen als Rohkostsalat zu, kann man von dem hohen Vitaminanteil des Kohls profitieren.
Des Weiteren enthält Blumenkohl die für unseren Organismus wertvollen Mineralstoffe Magnesium und Kalium.
Wer Blumenkohl doch lieber gegart als roh verzehrt, muss trotzdem nicht auf alle guten Eigenschaften des Gemüses verzichten. Zumindest ein Teil der Vitamine und Mineralstoffe bleibt bei Blumenkohl auch nach dem Erhitzen erhalten.
Kulinarische Verwendung:
Man kann Blumenkohl also auch mal gegart zubereiten. Er besitzt einen hohen Wasser- und geringen Kalorienanteil, was ihn zum einen leicht bekömmlich und zum anderen zu einem Tipp für Figurbewusste macht.
Ingwer
– würzig-scharf, reich an Gingerol
Ingwer zählt seit Jahrtausen zu den beliebtesten Gewürz- und Heilpflanzen der Welt. Die aromatische Wurzel verleiht Speisen nicht nur eine angenehm würzig-scharfe Note, sondern überzeugt auch mit einer Vielzahl wertvoller Inhaltsstoffe.
Die typische Schärfe stammt von den natürlichen Gingerolen und Shogaolen, denen entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften zugeschrieben werden. Zudem liefert Ingwer Vitamin C, Vitamin B6 sowie die Mineralstoffe Kalium, Magnesium und Mangan. Traditionell wird Ingwer außerdem zur Unterstützung der Verdauung geschätzt und kann Übelkeit lindern.
Mit seinem intensiven Aroma und seinen wertvollen Pflanzenstoffen ist Ingwer eine gesunde Bereicherung für eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung.
Kulinarische Verwendung
Frischer Ingwer ist ein echter Allrounder in der Küche. Er verfeinert Currys, Wokgerichte, Suppen und Marinaden, passt hervorragend zu Fisch, Geflügel und Gemüse und setzt auch in Tee, Limonaden, Desserts oder weihnachtlichem Gebäck frische, zitronig-scharfe Akzente.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oekotrophologe)