Hinweis: Für papiersparenden Druck mit optimaler Darstellung empfehlen wir Safari.
Rinderfilet Café de Paris
– würzig-cremige Steakküche nach Art des Entrecôte Café de Paris
Rinderfilet Café de Paris
Rinderfilet Café de Paris zählt zu den großen Klassikern der europäischen Steakküche und verbindet zartes Rindfleisch mit einer außergewöhnlich aromatischen Buttersauce. Entgegen ihrem französischen Namen soll das berühmte Rezept ursprünglich aus Genf in der Schweiz stammen, wo die würzige Café-de-Paris-Butter bis heute als legendäre Begleitung zu gegrilltem Fleisch gilt.
Kreiert wurde die berühmte Buttersauce um 1930 im Restaurant »du Coq d'Or« von Herrn Boubier. Durch das »Café de Paris« in der Rue du Mont-Blanc wurde sie weltberühmt.
Da wir in der Woche eher selten Fleisch essen, gönnen wir uns am Wochenende gerne einmal ein gutes, eben hochwertiges Stück Fleisch. Optimalerweise dann aus artgerechter Haltung. Wir empfehlen »Black-Angus-Beef« aus artgerechter Weidehaltung.
Das Herzstück des Gerichts bildet die cremig aufgeschlagene Café-de-Paris-Butter, die mit Schalotten, Sardellen, Kapern und Estragon eine ausdrucksstarke Würze entfaltet. Zitronensaft und ein Hauch Cognac sorgen für feine Frische und aromatische Tiefe, während Tomatenketchup und Senf die Sauce harmonisch abrunden. Durch die Zugabe von Sahne entsteht eine samtig-cremige Konsistenz, die das zarte Rinderfilet elegant umhüllt, ohne dessen feines Aroma zu überdecken.
Auch kulinarisch lebt das Gericht von seiner spannenden Balance aus Würze, Cremigkeit und feiner Säure. Die leicht salzigen Noten der Sardellen und Kapern verleihen der Butter eine besondere Tiefe, während Estragon und Zitrone frische, kräutrige Akzente setzen. So entsteht ein klassisches Steakgericht, das bis heute nichts von seiner Eleganz verloren hat.
In der modernen Küche eignet sich Rinderfilet Café de Paris hervorragend für besondere Anlässe, bleibt in der Zubereitung jedoch angenehm unkompliziert. Serviert mit knusprigen Bratkartoffeln oder frischem Gemüse entsteht ein zeitloser Genuss, der klassische Bistroküche mit moderner Raffinesse verbindet und Genuss und Gesundheit stilvoll zusammenführt.
👉 Die für unsere »Cafe-de-Paris-Butter« obligatorische »Wuustersauce« (Worcestersauce), haben wir bewusst durch »Spyridoula's Elixier ISIS« ersetzt. Elixier ISIS gehört zu einer Serie von griechischen Elixieren, die man nicht einfach als im Fass gereiften »Weinessig« bzw. »Balsamessig«, sondern vielmehr als »alkoholfreie Liköre« verstehen sollte. Die in Elixier ISIS enthaltenen Aromen, haben unserer »Café-de-Paris-Butter« eine besonders raffinierte Note verliehen.
Unser Tipp: Unbedingt mal ausprobieren! Als Garnierung unserer Filetsteaks, haben wir eine frisch zubereitete »Champignon-Walnuss-Gremolada« verwendet.
Zu »Rinderfilet Café de Paris« harmoniert ein körperreicher buttriger »»Chardonnay« aus Frankreich. Einfach mal auf unser »Weintipp-Icon« tippen und mehr erfahren. Wir wünschen wie stets einen guten Appetit und: Wohl bekomm's!
Rezept:
Rinderfilet mit Sauce à la Café de Paris (Café-de-Paris-Butter)
Zutaten für 4 Personen
Hinweis zu Affiliate-Links
Die mit einem * Sternchen gekennzeichneten Links sind Affiliate-Links. Wenn Du über einen dieser Links etwas kaufst, erhalten wir eine kleine Provision. Für Dich entstehen dadurch keine Mehrkosten.
Für den Einkaufszettel:
Rinderfiletsteaks:
- 4x *Don Carne – Black Angus Filet Medaillon »
- 4x Black Angus Filet Medaillon
- etwas Salz oder Salzflocken
- Pfeffer aus der Mühle
Café-de-Paris-Butter:
- 125 g irische Markenbutter
- 2 kleine Schalotten
- 1–2 Sardellenfilets a. d. Glas
- 1 TL Kapern
- 1 TL original deutscher, mittelscharfer Senf
- 2 EL Tomatenketchup, Workshop: Tomatenketchup selber machen »
- 2 EL Tomatenketchup
- 1 TL Cognac
- 1 EL Zitronensaft
- 1 Msp. Zitronenschalenabrieb (Bio-Zitrone)
- 200 ml Kochsahne
- etwas Salz oder Salzflocken
- Pfeffer aus der Mühle
- getrockneter Estragon
- 1½ EL Spyridoula's 100% CHOICE Elixier ISIS »
- 1½ ELSpyridoula's 100% CHOICE Elixier ISIS
(!) Und Worchestersauce?
Diese ist leider von der Zutatenwahl heute nicht mehr das, was sie ursprüglich einmal war. Auf Worchestersauce alias »Wuustersauce« (Sojasauce, Glutamat etc. als billiger Ersatz der Originalzutaten) haben wir gemäß unserer »Clean Eating-Philosophie« deshalb bewusst verzichtet!
Champignon-Walnuss-Gremolada:
- 150 g frische Champignons
- 1 handvoll Walnüsse
- 1 Bund Petersilie
- 1–2 EL Butter
- etwas Salz oder Salzflocken
- Pfeffer aus der Mühle
Für selbstgemachte Kartoffelkroketten:
- 500 g mehlig kochende Kartoffeln
- 3–4 EL Frischkäse, z. B. Ricotta oder Manouri »
- 3–4 EL Frischkäse, z. B. Ricotta oderManouri
- 1 Eigelb
- 2 TL Kartoffelmehl alias Kartoffelstärke
- 2 EL Butterschmalz bzw. »Braune Butter« (Ghee)
- 4 EL leicht-fruchtiges Olivenöl »
- 4 EL leicht-fruchtiges Olivenöl
- 1 Msp. Muskatnussabrieb
- 12 Scheiben »Südtiroler Pancetta«
- 1 Prise Salz und
- feiner Pfeffer a. d. Mühle
Workshop: Kartoffelkroketten selber machen
Zubereitung: Workshop Café de Paris-Butter & Gremolada:
1) Butter 30 Min. vor der Verarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen. Schalotten schälen und klein hacken. Restliche Zutaten der Café-de-Paris-Butter bereitstellen.
2) Weiche Butter zusammen mit den anderen Zutaten der Cafe-de-Paris-Butter in einen Mixbecher geben und mit dem Zauberstab bzw. Stabmixer pürieren.
3) Café-de-Paris-Butter in einer Kasserole auf mittlere Temperatur erhitzen und mit der Sahne zu einer cremigen Sauce verarbeiten.
4) Für die »Champignon-Walnuss-Gremolada«, Petersilie waschen, trocknen und klein hacken. Champignons putzen, falls nötig mit einem Pilzpinsel säubern und die Hälfte davon ebenfalls klein hacken. Je nach Größe, den Rest halbieren, vierteln oder in Scheiben schneiden.
5.1) Nun zuerst die Walnüsse ohne Fett auf mittlerer bis hoher Temperatur rösten, sofort aus der Pfanne nehmen und danach grob hacken.
5.2) Die Champignons ebenfalls ohne Fett von beiden Seiten goldbraun rösten. Pfanne vom Herd ziehen und Butter zufügen. Pilze darin schwenken, bis diese die Butter aufgenommen haben. Mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken und mit der Petersilie und den gehackten Walnüssen vermengen.
Zubereitung Filetsteaks 'Cafe de Paris' – in der Pfanne ...
Filetsteaks perfekt braten
Steak-Brattemperatur: Je nach Herd und verwendeter Pfanne, kann die Temperatureinstellung (niedrig, mittel, hoch) unterschiedliche Temperaturen erzeugen. Die optimale Brattemperatur für Steaks liegt bei 220–240 Grad. Liegt die Brattemperatur darunter, gelingt das Anbraten des Steaks nicht. Deshalb vor dem Anbraten den »Wassertropfen-Test« machen. Dazu einfach ein paar Tropfen kaltes Wasser in die Pfanne spritzen. Wenn die Tropfen zerplatzen und verdampfen, hat die Pfanne die richtige Arbeitstemperatur erreicht.
... oder auf dem Grill:
1) Filetsteaks 30 Min. vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen. Gasgrill auf mittlerer Temperatur bringen. Filetsteaks darauf 90 Sek. pro Seite anbraten. Steaks anschließend auf indirekte kleine Hitze fertiggaren, bis sie eine Kerntemperatur von 50–52 Grad Celsius (»medium rare« = vorwiegend rosa) erreicht haben. Danach die Steaks in eine Lage Backpapier (innen) und Alufolie (außen) einwickeln und 15–20 Min. ruhen lassen. Die Kerntemperatur steigt in dieser Zeit um ca. 4 Grad. Je nach Vorliebe, kann man die Steaks auch auf eine Kerntemperatur von 54 bis max. 56 Grad garen, dann sind sie »medium« = zart rosa gegart.
2) Nach der Ruhezeit und Erreichen der Kerntemperatur, die Steaks noch einmal 10–15 Sek. von jeder Seite in der Pfanne oder auf dem Grill erwärmen. Wir haben die Pfanne genutzt und diese mit einem Stück Fett ausgerieben.
Nährwert- & Gesundheitsanalyse
von Dipl. Ernährungswissenschaftler Michael Pagelsdorf
Rindfleisch
– kräftig im Aroma, stark an Vitamin B12
Neben hochwertigem Eiweiß enthält Rind- wie auch Lammfleisch die lebenswichtigen Vitamine B2, B6 und B12 sowie wichtige Mineralstoffe wie Eisen, Zink und Selen. Vitamin B1 ist ebenfalls vorhanden, jedoch in geringeren Mengen als beispielsweise in Schweinefleisch.
Besonders Eisen und Vitamin B12 spielen eine zentrale Rolle bei der Bildung roter Blutkörperchen. Vitamin B12 kann in relevanten Mengen fast nur über tierische Produkte aufgenommen werden.
Eisen ist nicht allein für die Blutbildung, sondern auch für den Muskelaufbau relevant, da es eine Schlüsselrolle beim Sauerstofftransport zu den Muskelzellen spielt. Eine ausreichende Sauerstoffversorgung ist für unsere Muskeln die Voraussetzung für Leistung, Regeneration und Wachstum.
Daher lässt sich feststellen, dass eine rein vegane Ernährung ohne Supplemente nicht als vollständig ausgewogen betrachtet werden kann. Bereits 150 g Lamm- oder Rinderfilet können den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin B12 decken und leisten zugleich einen wertvollen Beitrag zur Eisenversorgung.
Kulinarische Verwendung:
Rindfleisch zählt zu den vielseitigsten Fleischsorten überhaupt und ist aus der internationalen Küche nicht wegzudenken. Je nach Teilstück lässt es sich braten, schmoren, grillen oder roh genießen – etwa als feines Carpaccio oder würziges Tatar.
Zu den besonders edlen Cuts gehören Filet, Entrecôte und Hüftsteak, die durch ihre zarte Konsistenz und den kräftigen, aromatischen Geschmack überzeugen. Für Schmorgerichte eignen sich hingegen Schulter, Wade oder Brust, die durch langsames Garen in Wein, Brühe oder Gemüsesud besonders saftig werden.
Auch in der modernen, leichten Küche spielt Rindfleisch eine wichtige Rolle – etwa in Form von kurzgebratenen Asia-Wok-Gerichten oder als proteinreiches Steak mit frischen Beilagen.
So steht Rindfleisch für intensiven, eiweißreichen Genuss und kraftvolle Aromen, die sich nahezu jeder Kochkultur anpassen lassen.
Butter alias Gute Butter
– cremiger Genuss voller wertvoller Omega-3-Fettsäuren
Nachdem Butter über Jahrzehnte hinweg systematisch schlechtgeredet wurde, ohne dies auf wissenschaftliche Studien zu stützen, ist sie zwischenzeitlich von ihrem schlechten Ruf »freigesprochen« worden – und das völlig zu Recht.
Butter besitzt einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, die eben NICHT – wie lange Zeit behauptet – schlecht für unseren Organismus sind. Aber auch einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind in Butter enthalten.
Gegenüber Olivenöl kann sie zudem noch mit einem echten Plus punkten: Abhängig von der Nahrung, die Kühe zu sich nehmen, besitzt Butter die für den Menschen zwingend erforderlichen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA. Je mehr frisches Gras (Stichwort: Freilandhaltung!) eine Kuh zu sich nimmt, desto höher der Omega-3-Anteil in der Milch und deren Produkten.
Hier können sich z. B. der deutsche Marktführer Kerrygold sowie eine Handvoll weiterer Hersteller mit der Qualität ihrer Butter und den darin enthaltenen gesunden Fettsäuren ganz klar aus der Menge der Butterproduzenten hervorheben.
Freilandhaltung vorausgesetzt (gem. Bio-Verordnung mindestens 120 Tage im Jahr), verdient Butter ihren Namen »Gute Butter«, den ihr bereits unsere Großeltern gegeben haben, also völlig zu Recht.
Butterschmalz
Wie auch Claudia und Jürgen in ihren Rezepten mit Butterschmalz schreiben, gibt es viele Namen für »Braune Butter«, die vom Milcheiweiß befreite (geläuterte) Variante der Basisbutter. Um den Begriff »Ghee« wird seit geraumer Zeit ein Hype gemacht, dabei handelt es sich dabei um nichts anderes als eben braune Butter.
Mit dem Begriff »Ghee« ist allerdings auch eine Lebensphilosophie verbunden. Das hat auch die Industrie erkannt und so kommt es, dass man Ghee im Verkaufsregal meist höherpreisig vorfindet als eben »ordinäres« Butterschmalz, das ja bereits mehr als teuer genug ist.
Greifen Sie in diesem Fall also ruhig zum Butterschmalz. Artgerechte Freilandhaltung zur Erzeugung des Rohstoffs Butter vorausgesetzt, ist dieser eine ebenso gute und zudem preiswertere Wahl.
Champignons
– zart im Geschmack, stark an Vitamin D
Champignons sind nicht nur ein wichtiger Mineralstofflieferant (Eisen, Calcium, Kalium u. Natrium), sondern auch ein wertvoller Vitamin-D-Lieferant und somit ebenfalls eine Empfehlung auf dem Speisezettel wert. Vitamin D gehört zur Familie der fettlöslichen Vitamine, welche gleich mehrere gute Eigenschaften mit sich bringen. Dazu gehören die positive Beeinflussung der Regulation des Calcium- und Phosphathaushaltes im menschlichen Körper wie auch die Steuerung der Einlagerung von Calcium in die Knochen. Außerdem unterstützt Vitamin D die Vorbeugung vor Osteoporose und hemmt zudem die Zellproliferation verschiedener Tumorzellen.
Und ... Vitamin-D macht gute Laune. 😊
Kulinarische Verwendung:
Champignons sind wahre Allrounder in der Küche und lassen sich roh, gebraten oder gegrillt genießen. Ihr milder, leicht nussiger Geschmack macht sie zur perfekten Beilage zu Fleisch-, Fisch- und Gemüsegerichten. In Scheiben geschnitten verfeinern sie frische Salate, während sie in Butter oder Olivenöl angebraten ihr volles Aroma entfalten – ideal für Pasta, Omelettes oder Rahmgerichte.
Auch in der vegetarischen Küche spielen Champignons eine wichtige Rolle: als herzhafter Fleischersatz in Burgern, gefüllt aus dem Ofen oder zu Risotto und Quiche. Dank ihrer aromatischen Tiefe bringen sie eine feine Umami-Note in viele Gerichte – ein leichter, stimmungsaufhellender Genuss, der Körper und Seele gleichermaßen guttut.
Sardellen
– klein, würzig und voller Nährstoffe
Die sich von Plankton ernährende Sardelle ist zwar klein, aber oho. Sie ist einer der mineralstoffreichsten Fische überhaupt, verfügt über große Mengen an Omega-3-Fettsäuren und besitzt einen ausgesprochen hohen Eiweißanteil, einen wichtigen Bestandteil einer ausgewogenen, gesunden Ernährung. Proteine reparieren und erneuern Gewebe, produzieren wichtige Enzyme und Hormone in unserem Körper und sind damit ein essentieller Bestandteil zum Erhalt von Knochen, Muskeln, Knorpel und Gewebe.
Gerade Sportlern hilft Eiweiß dabei, Muskeln aufzubauen, altersbedingtem Muskelabbau entgegenzuwirken und die Gewichtsabnahme zu unterstützen.
In Bezug auf Mineralstoffe verfügen Sardellen über reichlich Calcium. Calcium wird von unserem Körper essentiell für den Erhalt unserer Skelettstruktur, einschließlich der Zähne, benötigt.
Zudem verfügen Sardellen über Vitamin K, ebenfalls wichtig für den Erhalt unserer Gesundheit.
Kulinarische Verwendung:
Mit ihrem intensiv-würzigen Aroma sind Sardellen besonders in der mediterranen Küche beliebt – ob eingelegt oder als salziges Filet auf Pizza und Pasta.
Fein gehackt oder zerdrückt schmelzen Sardellen beim Erhitzen förmlich in Saucen und verstärken deren Aroma auf natürliche Weise. So bilden sie beispielsweise eine wichtige Grundzutat für Pastasaucen, würzige Tomatenzubereitungen oder traditionelle Dressings. Auch in klassischen Gerichten wie dem bekannten Caesar Salad » oder auf knuspriger Pizza sorgen sie für einen charakteristischen, salig-würzigen Akzent.
Kapern
– klein in der Größe, groß im Aroma und voller mediterraner Würze
Kapern sind die eingelegten Blütenknospen des Kapernstrauchs (Capparis spinosa), der vor allem im Mittelmeerraum auf trockenen, sonnenreichen Böden wächst. Bereits in der antiken Küche waren Kapern als würzige Zutat geschätzt und gehören heute zu den klassischen Bestandteilen der mediterranen Küche.
Die kleinen, fest geschlossenen Knospen werden von Hand geerntet und anschließend in Salz, Essig oder Salzlake eingelegt. Erst durch diesen Reifeprozess entsteht ihr typisch würzig-herbes, leicht säuerliches Aroma. Je kleiner die Kapern, desto feiner und aromatischer gelten sie in der Regel.
Ernährungsphysiologisch sind Kapern trotz ihrer geringen Verzehrmenge interessant. Sie enthalten verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe, darunter Flavonoide wie Quercetin und Rutin, die für ihre antioxidativen Eigenschaften bekannt sind. Diese können dazu beitragen, Zellen vor oxidativem Stress zu schützen und die Verhinderung von Entzündungsprozessen im Körper zu unterstützen.
Zudem liefern Kapern kleine Mengen an Vitamin K, Eisen und Calcium. Durch die traditionelle Einlegung enthalten sie jedoch auch relativ viel Salz, weshalb sie bewusst und eher als Würzzutat verwendet werden sollten. Ein kurzes Abspülen kann den Salzgehalt etwas reduzieren, ohne das Aroma stark zu beeinträchtigen.
Kulinarische Verwendung:
Kulinarisch verleihen Kapern vielen Gerichten eine markante, pikante Würze mit leicht zitronigen und salzigen Noten. Sie passen klassisch zu Fleisch- und Fischgerichten wie Königsberger Klopsen », Vitello Tonnato oder gebratenem Seefisch und sind ein fester Bestandteil vieler mediterraner Saucen.
Auch in Pastagerichten, Salaten oder auf Pizzen sorgen sie für aromatische Tiefe. Besonders gut harmonieren sie mit Tomaten, Oliven, Zitrone und Olivenöl. Fein gehackt können Kapern zu Dressings, Kräuterbutter oder Tapenaden verarbeitet werden – eine kleine Zutat mit großer geschmacklicher Wirkung für mediterranen Genuss und raffinierte Frische.
Zwiebeln und Knoblauch
– natürliches Powerduo für Gesundheit und Geschmack
Beide sind ein natürliches Antibiotikum und bekämpfen wirksam schädliche Pilze und krankheitserregende Mikroorganismen. Die Zwiebel ist eng mit dem Knoblauch verwandt und besitzt gegenüber diesem eine mildere Wirkung. Die Kombination der beiden bringt ein starkes Duo hervor.
Beide enthalten wertvolle Antioxidantien, die als Fänger »freier Radikaler« unseren Organismus dabei helfen, gesund zu bleiben.
Die zur Gattung der Liliengewächse gehörenden Pflanzen verfügen zudem über einen hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt, von dem wir ebenfalls gesundheitlich profitieren.
Enthalten sind die Vitamine B1, B2 und B6 sowie die Vitamine C und E. Außer den Mineralstoffen Salz, Eisen, Zink und Magnesium sind noch eine ganze Reihe weiterer Mineralstoffe in Zwiebeln und Knoblauch enthalten, sodass man beide Pflanzen durchaus als hochwertige Mineralstoff-Lieferanten bezeichnen kann.
Kulinarische Verwendung:
Zwiebeln und Knoblauch bilden das aromatische Grundgerüst unzähliger Gerichte – von der heimischen bis zur internationalen Küche. Ob angeschwitzt, gebraten, konfitiert oder roh – ihr Geschmack reicht von süßlich-mild bis kräftig-würzig und sorgt stets für Tiefe und Charakter.
In der mediterranen Küche sind sie unverzichtbar: in Pastasaucen, Risottos, Gemüseragouts, Schmorgerichten oder Fischzubereitungen mit Olivenöl und Kräutern. Auch in der asiatischen, orientalischen und kreolischen Küche sind sie fester Bestandteil von Currys, Dips, Würzpasten und Suben.
Knoblauchöl oder Zwiebelconfit verleihen vegetarischen wie auch Fleischgerichten einen feinen, tiefwürzigen Akzent, während gerösteter oder geschmorter Knoblauch eine butterweiche Süße entfaltet, die besonders zu Lamm, Kalb, Pilzen oder geröstetem Gemüse passt.
So werden Zwiebeln und Knoblauch nicht nur zu Geschmacksträgern erster Güte, sondern auch zu Symbolen für Genuss und Gesundheit – ein Duo, das keiner Küche fehlen sollte.
Zitrusfüchte
– der frische geschmackliche Akzent der Mittelmeerküche
Zitronen, Mandarinen, Limetten und Orangen zählen zu den am häufigsten angebauten Zitrusfrüchten der Welt. Bei der Orange – oder umgangssprachlich Apfelsine – handelt es sich übrigens um eine Kreuzung aus Mandarine und Pampelmuse.
Reich an Vitaminen und Antioxidantien
Zitrusfrüchte enthalten große Mengen an Vitamin C, das unser Immunsystem stärkt und die Abwehrkräfte mobilisiert. Darüber hinaus liefern sie Vitamine der B-Gruppe, Folsäure sowie die Mineralstoffe Kalium, Phosphor und Eisen. Letzteres spielt eine wichtige Rolle bei der Bildung roter Blutkörperchen.
Neben Vitaminen punkten Zitrusfrüchte mit sekundären Pflanzenstoffen wie Flavonoiden – sie wirken antioxidativ und schützen unsere Zellen vor freien Radikalen.
Wer auf seine Kalorienbilanz achtet, darf bei Orangen, Zitronen & Co. gerne zugreifen: Zitrusfrüchte gehören zu den kalorienarmen Lebensmitteln und erfrischen durch ihren natürlichen Säuregehalt auf gesunde Weise.
Kulinarische Verwendung:
In der mediterranen Küche verleihen Zitrusfrüchte mit ihrem feinen Säurearoma vielen Gerichten – von Salaten bis Fisch – Frische, Frucht (Frucht = Schalenabrieb) und geschmackliche Balance.
Kartoffeln alias Erdäpfel
– natürliche Energie, die schmeckt
Kartoffeln, in bestimmten Regionen Deutschlands sowie einigen Nachbarländern auch als »Erdäpfel« oder »Grundbirnen« bzw. »Grumbeeren« (Pfalz)) und weiteren Regionalnamen bekannt, gehören wie auch Tomaten und Paprika zur Familie der Nachtschattengewächse.
Gemäß statistischen Umfragen ist die Knollenfrucht nach wie vor der Deutschen liebste Beilage und das ist auch gar nicht schlecht.
Kartoffeln sind vitamin- und mineralstoffreich und dabei noch kalorienarm. Vor allem das Vitamin-C ist in nennenswerten Mengen in der Nutzpflanze enthalten. Des weiteren besitzen die Knollen einen hohen Eiweißanteil, der in Kombination mit den in unserem Rezept verwendeten Eiern sehr gut von unserem Organismus resorbiert und in körpereigenes Eiweiß transformiert werden kann.
Gekochte Kartoffeln wirken sich allerdings stark auf den Blutzucker aus, da die Stärke durch den Kochvorgang als nahezu reine Glucose im Dünndarm aufgenommen wird.
Lässt man die Kartoffel nach dem Kochvorgang erkalten und verarbeitet sie dann erst weiter, bildet sich eine »Resistente Stärke«, die sich wesentlich günstiger auf den Blutzuckerspiegel auswirkt. So werden z. B. Bratkartoffeln klassischerweise aus ERKALTETEN Kartoffeln hergestellt.
Kulinarische Verwendung:
Kartoffeln sind aus der Küche kaum wegzudenken – ob als cremiges Püree, knusprige Bratkartoffeln, herzhafte Gratins oder feine Suppen. Sie lassen sich in unzähligen Variationen zubereiten und passen zu nahezu jedem Gericht. Ihr zarter, neutraler Geschmack macht sie zu einem idealen Basislebensmittel für leichten und gesunden Genuss.
Panchetta bzw. Räucherspeck
– besser nicht zu oft genießen
So lecker er auch ist: Zu oft – im Sinne von regelmäßig – sollte man ihn nicht auf seinen Speisezettel setzen, da das für die Pökelung und Konservierung des Schinkens verwendete Nitritpökelsalz aufgrund zahlreicher, in den letzten Jahren durchgeführter Studien im Ruf steht, indirekt krebserregend zu sein.
Achtung: Nitrite sind toxisch!
Nitrite sind für sich allein bereits für den Menschen toxisch, doch damit nicht genug. Besonders bei starker Erhitzung (z. B. Grillen) begünstigt Natriumnitrit im sauren Milieu des Magens die Entstehung sogenannter »Nitrosamine«, die von der Wissenschaft als krebserregend eingestuft werden. Oder anders formuliert: Wer Lebensmittel, die mit Nitritpökelsalz haltbar gemacht wurden, zu oft konsumiert, setzt sich damit einem erhöhten Krebsrisiko aus!
Petition: Schluss mit den Nitriten, die unserer Nahrung zugesetzt werden »
Walnüsse
– knackiger Genuss für Körper und Geist
Die Walnuss zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt und wurde bereits in der Antike hochgeschätzt. Ursprünglich aus Zentralasien stammend, fand sie früh ihren Weg nach Europa und ist heute aus der mediterranen wie auch der heimischen Küche nicht mehr wegzudenken. Ihre charakteristische, leicht bitter-nussige Aromatik sowie ihre knackige Textur machen sie zu einer vielseitigen Zutat in süßen und herzhaften Gerichten.
Ernährungsphysiologisch gehören Walnüsse zu den besonders nährstoffreichen Lebensmitteln. Sie zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren aus, insbesondere an Omega-3-Fettsäuren, die eine wichtige Rolle für Herz- und Gefäßgesundheit spielen können. Trotz ihrer relativ hohen Kaloriendichte gilt die Fettzusammensetzung als ernährungsphysiologisch wertvoll und kann sich positiv auf den Cholesterinspiegel auswirken.
Darüber hinaus liefern Walnüsse pflanzliches Eiweiß sowie wichtige Ballaststoffe, die zu einem lange anhaltenden Sättigungsgefühl beitragen und die Verdauung unterstützen können. Besonders hervorzuheben ist ihr Gehalt an Vitaminen der B-Gruppe, insbesondere Vitamin B6, das den Energiestoffwechsel und das Nervensystem unterstützt. Auch Vitamin E ist enthalten und wirkt als Antioxidantionsschutz für unsere Zellen.
An Mineralstoffen bieten Walnüsse unter anderem Magnesium, Kalium, Zink und Eisen, die wichtige Funktionen im Körper übernehmen – von der Muskel- und Nerventätigkeit bis hin zur Unterstützung des Immunsystems. Die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe, darunter Polyphenole, können zusätzlich einen Beitrag zum Zellschutz leisten.
Kulinarische Verwendung:
Kulinarisch sind Walnüsse äußerst vielseitig einsetzbar und bereichern sowohl süße als auch herzhafte Gerichte. Ihr aromatischer, leicht herber Geschmack harmoniert besonders gut mit frischen Salaten, Käse, Obst oder herbstlichen Gemüsegerichten. Geröstet entfalten sie ein noch intensiveres Aroma und eignen sich hervorragend als Topping für Bowls oder Suppen.
Auch in der warmen Küche finden Walnüsse vielfältige Verwendung, etwa in Pastagerichten, Füllungen oder als Basis für aromatische Pesto- oder Mayo-Varianten ». In der süßen Küche sind sie ein Klassiker in Kuchen, Desserts oder in Kombination mit Honig und Früchten. Darüber hinaus eignen sie sich hervorragend als gesunder Snack für zwischendurch und lassen sich problemlos in eine ausgewogene Alltagsernährung integrieren.
Besonders harmonisch wirkt die Kombination aus Walnüssen, mildem Käse und frischen Früchten wie Birnen oder Feigen – ein einfaches, aber geschmacklich ausgewogenes Gericht mit hohem Genussfaktor.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oecotrophologe)