Thüringer Fuhr­manns­­bra­­ten aus dem Slow Coo­ker

– Fuhrmanns­bra­ten mit Thü­rin­ger Klö­ßen und Lauch­ge­mü­se

Thüringer Fuhrmannsbraten aus dem Slow Cooker Thüringer fuhrmannsbraten aus dem Slow Cooker

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Thüringer Fuhrmanns­bra­ten aus dem Slow Coo­ker

Unser Fuhrmannsbraten mit Thü­rin­ger Klö­ßen und Lauch­ge­mü­se ist ein äu­ßerst schmack­haf­tes Sonn­tags­ge­richt für die gan­ze Fa­mi­lie. Ba­sis und Ge­heim­nis für den fan­tas­ti­schen Ge­schmack ist das Röst­gemüse, wel­ches ge­nau wie der Bra­ten vor dem Schmo­ren kräf­tig in der Pfan­ne an­ge­bra­ten wird.

Kümmel, Pi­ment (Nel­ken­pfef­fer) und Pa­pri­ka­pul­ver ver­lei­hen dem Röst­ge­mü­se sei­nen herz­haf­ten Ge­schmack. In Kom­bi­na­tion mit ei­nem le­cke­ren Bra­ten­sößchen ent­steht so ei­ne wah­re Aro­men­ex­plo­sion auf der Zun­ge und am Gau­men. Ge­nau so und nicht an­ders stel­len wir uns ei­nen Sonn­tags­bra­ten vor. Nach­ah­mung drin­gend em­pfoh­len!

Statt im Brä­ter, wie es tra­di­tio­nell ge­macht wird, ha­ben wir un­se­ren Bra­ten im Slow Coo­ker zu­be­rei­tet, der sich ganz her­vor­ra­gend für die­ses Ge­richt eig­net.

Gernekochen-Weintipp

Zu »Fuhrmannsbraten aus dem Slow Cooker« – passt neben einem Kellerbier – ei­n fein­fruch­ti­ger, wei­cher Rot­wein aus dem Wein­bau­ge­biet Saa­le-Un­strut in Thü­rin­gen. Ein­fach mal auf un­ser »Wein­­­tipp-Ic­on« tip­­pen und mehr er­fah­ren. Wir wün­schen wie stets ei­nen gu­ten Ap­pe­tit und: Wohl be­komm's!

Warum Du dieses Thüringer-Fuhrmanns­braten-Re­zept aus­pro­bie­ren soll­test

  • Ein echtes Sonntagsgericht: Saftiger Rinder­bra­ten, Thü­rin­ger Klö­ße und aro­ma­ti­sches Lauch­ge­mü­se er­ge­ben eine herz­haf­te Kom­bi­na­tion, die per­fekt zu einem ge­müt­li­chen Sonn­tags­essen mit der Fa­milie passt
  • Das Geheimnis liegt im Röst­ge­müse: Sup­pen­grün, Zwie­bel und To­mate wer­den eben­so wie der Bra­ten kräf­tig an­ge­bra­ten. Da­durch ent­ste­hen in­ten­si­ve Röst­aro­men, die spä­ter die Grund­la­ge für die aro­ma­tische Bra­ten­sauce bil­den
  • Herzhafte Gewürze für kräf­ti­ges Aroma: Küm­mel, Pi­ment und edel­sü­ßes Pap­ri­ka­pul­ver ver­lei­hen dem Röst­ge­mü­se sei­ne cha­rak­te­ris­ti­sche Würze und har­mo­nie­ren wun­der­bar mit dem Rind­fleisch
  • Saftige Hohe Rippe: Wir ver­wen­den eine kräf­tig mar­mo­rierte »Hohe Rippe«, die auch als »Schor­rip­pe«, »Hoh­rücken« oder »Rost­braten« be­kannt ist und sich her­vor­ra­gend zum Schmo­ren eig­net
  • Schonend im Slow Cooker zu­be­reitet: Statt den Bra­ten wie beim klas­si­schen Schmo­ren im Brä­ter zu ga­ren, nut­zen wir den Slow Cooker. Das lang­sa­me Garen ist un­kom­pli­ziert und eig­net sich her­vor­ra­gend für die­ses Schmor­ge­richt
  • Thüringer Klöße und Lauch­ge­müse in­klu­sive: Mit den tra­di­tio­nel­len Thü­ringer Klö­ßen und dem aro­ma­ti­schen Lauch­ge­mü­se wird aus dem Braten ein voll­stän­di­ges und wun­der­bar herz­haf­tes Sonn­tags­essen
  • Einfach nach­zu­kochen: Unsere be­bil­derte Schritt-für-Schritt-An­lei­tung führt auch Koch­an­fän­ger si­cher ans Ziel

Rezept:
Fuhrmannsbraten mit Thü­rin­ger Klö­ßen und Lauch­ge­mü­se

Zutaten für 4 Personen

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Für den Einkaufszettel:

  • 1,2–1,5 kg »Hohe Rip­pe« ali­as »Schor­rip­pe« ali­as »Hoh­rü­cken« ali­as »Rost­bra­ten« vom Rind (das Rü­cken­stück zwi­schen der ach­ten und zwölf­ten Rip­pe)
  • 150 g Suppengrün
  • 4 TL *Paprikapulver edelsüß– original ungarisch »
  • 2–3 Stangen Lauch, je nach Größe und Dicke
  • 1 große gelbe oder weiße Zwiebel
  • 1 große Tomate
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 Lorbeerblatt
  • 4 Pimentkörner
  • 1 TL gehackter Kümmel
  • 400 ml Rinderfond a. d. Glas
    Workshop: Rinderfond selber machen »
  • 1 Stich Braune Butter
    Workshop: Braune Butter selber machen »
  • 1–2 EL saure Sahne
  • Salz und
  • Pfeffer aus der Mühle

Für die Mehlschwitze alias »Roux«:

  • 800 ml Rinderfond a. d. Glas
  • 60 g Butter
  • 1 kleine, weiße Zwiebel
  • 30 g Mehl
  • 1 TL Salz
  • 1 Msp. Pfeffer

Gernekochen – Mit Wein genießen-Tipp:

Statt (teuren) Fond aus dem Glas zu verwenden, ha­ben wir uns unsere Brühe selbst gemacht. Am besten gleich eine grö­ßere Menge zubereiten. Der nicht be­nö­tig­te Teil lässt sich in Gläsern oder Eis­beu­teln prima einfrieren. So hat man im­mer einen Vorrat pa­rat.

Workshop Thü­rin­ger Klö­ße

Das wohl be­kann­tes­te, tra­di­tio­nel­le Kloß-Re­­zept. Der au­gen­zwin­kern­den Sa­ge nach, sol­len die Klö­ße von kei­ner ge­rin­ge­ren als »Frau Hol­le« er­fun­den wor­den sein ...

Thüringer Klöße selber machen

Workshop Rinderfond

Rinderfond selber machen

Zubereitung:

1) Hohe Rippe waschen und trocken­tup­fen. Zwie­bel schä­len, Sup­pen­grün put­zen. Zu­ta­ten klein ha­cken (Pe­ter­si­lie so las­sen!). Rest­li­che Zu­ta­ten be­reit­stel­len.

2) Pfanne mit Speck aus­rei­ben und auf ho­he Tem­pe­ra­tur er­hit­zen. Bra­ten von al­len Sei­ten an­bra­ten, bis er ei­ne schö­ne Far­be be­kommt. (Mit zwei Koch­löf­feln – links und rechts ge­stützt – ge­lingt das An­bra­ten auch auf den schma­len Bra­ten­sei­ten.)

3) Braten anschließend aus der Pfan­ne neh­men. Mit Pfef­fer und Salz wür­zen. Pap­ri­ka­pul­ver dünn da­rü­ber­streu­en und mit den Fin­gern an­drü­cken. (Der Bra­ten ab­sor­biert das Pul­ver).

4.1) Pfanne mit dem darin verbliebenen Bra­tensatz erneut mittelstark bis stark er­hit­zen. Ei­nen Stich brau­­ne But­­ter zu­­ge­­ben und schmel­zen las­sen. Zu­erst das Wur­zelge­mü­se an­­rös­­ten. Dann das Zwie­bel­hack zu­fügen und kurz mit­schwit­zen las­sen.

4.2) Gemüse und Zwie­beln an den Pfan­nen­rand schie­ben. To­ma­ten­mark in der Pfan­nen­mit­te an­rös­ten, bis es brau­ne Stel­len be­kom­men hat. Al­le Zu­ta­ten mit­ein­an­der ver­men­gen. An­schlie­ßend – je nach Vor­liebe – 1–2 TL Pa­pri­ka­pul­ver da­rü­ber­streu­en.

4.3) Pfanneninhalt mit Rin­der­­fond ab­­­lö­­­schen. Die da­­bei ent­­ste­­hen­­de Sau­­ce ein­­­re­­­du­­­zie­­­ren, bis die­­­se ei­­­ne schö­­ne Kon­­­sis­­­tenz be­­­kom­­­men hat. Gewürze (Pi­­ment, Küm­­mel und Lor­­beer) zu­­fü­­gen. Mit Pfef­­fer und Salz ab­­schme­­cken.

4.4) Anschließend noch To­ma­ten und Pe­ter­si­lie zu­fü­gen und mit den an­de­ren Zu­ta­ten ver­men­gen.

5.1) Eine Lage Röst­ge­mü­se in den Slow Coo­ker ge­ben, den Bra­ten da­rauf bet­ten. Rest­li­chen Pfan­nen­in­halt auf den Fuhr­manns­bra­ten ver­tei­len.

5.2) Crock-Pot mit Rinderfond (und falls nö­tig noch et­was Was­ser) zu zwei Drit­tel auf­­fül­­len. De­ckel schlie­ßen, Crock-Pot auf »HIGH« stel­len und 1 Std. ga­ren. Da­nach die Tem­pe­ra­tur auf »LOW« re­du­zie­ren und den Bra­ten – je nach Grö­ße und Ge­wicht – wei­­te­­re 4–6 Std. ga­­ren. Wich­­tig: Wäh­rend des Ga­rens den De­ckel stets auf­ge­legt las­sen! Kurz vor Ende der Garzeit den Gargrad mit einem Stahlpicker prüfen.

Klassisch: Fuhrmanns­bra­ten aus dem Back­ofen

Rö­mer­topf oder Brä­ter im auf 180° vor­ge­heiz­ten Back­ofen stel­­len und mit ge­schlos­se­nem De­ckel – je nach Größe des Bratens – ca. 2–3 Stun­den schmo­ren. Je­de Stun­de ein­mal wen­den.

6.1) Für »Omas Mehl­­schwit­­ze« Zwie­­bel pel­len und fein ha­cken. Die Hälf­te der But­ter in ei­ner Kas­se­ro­le bzw. Sau­cen­topf mit­tel­stark er­hit­zen, auf­­schäu­­men las­sen und Zwie­­bel­­wür­­fel da­­rin an­­schwit­­zen.

6.2) Angedünstete Zwiebeln mit Mehl be­stäu­ben. Mehl eben­falls kurz an­­schwit­­zen. Rest­li­che But­ter zu­fü­gen. Mehl­­schwit­ze un­ter stän­­di­­gem Rüh­ren 10–12 Min. wei­­ter­­düns­­ten, aber auf kei­nen Fall bräu­nen.

6.3) Mehlschwitze ohne Klümp­chen: Kal­te Brü­he mit ei­ner Schöpf­kel­le un­ter stän­­di­­gem Rüh­r­en nach und nach zu­ge­ben. Da­bei mit dem Schnee­­be­­sen am Topf­­bo­­den krei­­sen, da­mit kei­­ne Klümp­­chen ent­­ste­h­en.

6.4) Am Ende der Gar­zeit ei­nen hal­ben Li­ter Braten­fond aus dem Slow Cooker neh­men. Fond durch ein fei­nes Sieb in die Bra­ten­sau­ce ge­ben und mit die­ser ver­men­gen. (Das ver­leiht der Bra­ten­sau­ce herr­li­che Fleisch- und Röst­aro­men.) Hit­ze auf mit­tel­star­ke Tem­pe­ra­tur re­du­zie­ren (die Sau­ce darf auf kei­nen Fall mehr ko­chen!!), da­mit die sau­re Sah­ne nicht flockt. Sau­re Sah­ne zu­fü­gen und mit der Bra­ten­sau­ce ver­men­gen. Sau­ce falls nö­tig noch mit Pfef­fer und Salz ab­schme­cken.

7) Lauch wa­schen und put­zen. Nur den zar­ten Mit­tel­teil ver­wen­den und quer in Rin­ge schnei­­den.

8) Lauch zuerst 3 Min. in hei­ßem Was­ser blan­chie­ren. An­schlie­ßend noch auf mitt­le­rer Tem­pe­ra­tur in But­ter fi­na­li­sie­ren. Mit Pfef­fer und Salz so­wie 1 Pri­se Mus­kat­nuss­ab­rieb ab­schme­cken

Nährwert- & Ge­sund­heits­ana­ly­se

von Dipl. Ernährungs­wissen­schaftler Michael Pagelsdorf

Rindfleisch

– kräftig im Aroma, stark an Vitamin B12

Rindfleisch

Neben hochwerti­gem Ei­weiß ent­hält Rind- wie auch Lamm­fleisch die le­bens­wich­ti­gen Vi­ta­mi­ne B2, B6 und B12 so­wie wich­ti­ge Mi­ne­ral­stof­fe wie Ei­sen, Zink und Se­len. Vi­ta­min B1 ist eben­falls vor­han­den, je­doch in ge­rin­ge­ren Men­gen als bei­spiels­wei­se in Schwei­ne­fleisch.

Besonders Eisen und Vi­ta­min B12 spie­len ei­ne zen­tra­le Rol­le bei der Bil­dung ro­ter Blut­kör­per­chen. Vi­ta­min B12 kann in re­le­van­ten Men­gen fast nur üb­er tie­ri­sche Pro­duk­te auf­ge­nom­men wer­den.

Eisen ist nicht allein für die Blut­bil­dung, son­dern auch für den Mus­kel­auf­bau re­le­vant, da es ei­ne Schlüs­sel­rol­le beim Sau­er­stoff­trans­port zu den Mus­kel­zel­len spielt. Ei­ne aus­rei­chen­de Sau­er­stoff­ver­sor­gung ist für un­se­re Mus­keln die Vo­raus­set­zung für Leis­tung, Re­ge­ne­ra­tion und Wachs­tum.

Daher lässt sich feststellen, dass eine rein ve­gane Er­nährung oh­ne Sup­ple­mente nicht als voll­stän­dig aus­ge­wo­gen be­trach­tet wer­den kann. Be­reits 150 g Lamm- oder Rin­der­filet kön­nen den Ta­ges­be­darf eines Er­wach­se­nen an Vi­ta­min B12 de­cken und leis­ten zu­gleich ei­nen wert­vol­len Bei­trag zur Ei­sen­ver­sor­gung.

Kulinarische Verwendung:

Rindfleisch zählt zu den viel­sei­tigs­ten Fleisch­sor­ten über­haupt und ist aus der in­ter­na­tio­na­len Kü­che nicht weg­zu­den­ken. Je nach Teil­stück lässt es sich bra­ten, schmo­ren, gril­len oder roh ge­nie­ßen – et­wa als fei­nes Carpac­cio oder wür­zi­ges Ta­tar.

Zu den be­son­ders ed­len Cuts ge­hö­ren Filet, Ent­re­côte und Hüft­steak, die durch ihre zar­te Kon­sis­tenz und den kräf­ti­gen, aro­ma­ti­schen Ge­schmack über­zeu­gen. Für Schmor­ge­rich­te eig­nen sich hin­ge­gen Schul­ter, Wade oder Brust, die durch lang­sa­mes Garen in Wein, Brühe oder Ge­mü­se­sud be­son­ders saf­tig wer­den.

Auch in der mo­der­nen, leich­ten Küche spielt Rind­fleisch ei­ne wich­ti­ge Rol­le – et­wa in Form von kurz­ge­bra­te­nen Asia-Wok-Ge­rich­ten oder als pro­te­in­rei­ches Steak mit fri­schen Bei­la­gen.
So steht Rind­fleisch für in­ten­si­ven, ei­weiß­rei­chen Ge­nuss und kraft­vol­le Aro­men, die sich na­he­zu je­der Koch­kul­tur an­pas­sen las­sen.

Kartoffeln alias Erd­äp­fel

– natürliche Energie, die schmeckt

Kartoffeln

Kartoffeln, in bestimm­ten Re­gio­nen Deutsch­lands so­wie ei­ni­gen Nach­bar­län­dern auch als »Erd­äp­fel« oder »Grund­bir­nen« bzw. »Grum­bee­ren« (Pfalz)) und wei­te­ren Re­gio­nal­na­men be­kannt, ge­hö­ren wie auch To­ma­ten und Pap­ri­ka zur Fa­mi­lie der Nacht­schat­ten­ge­wäch­se.

Gemäß statistischen Umfragen ist die Knol­len­frucht nach wie vor der Deut­schen liebs­te Bei­la­ge und das ist auch gar nicht schlecht.

Kartoffeln sind vi­ta­min- und mi­ne­ral­stoff­reich und da­bei noch ka­lo­ri­en­arm. Vor al­lem das Vi­ta­min-C ist in nen­nens­wer­ten Men­gen in der Nutz­pflan­ze ent­hal­ten. Des wei­te­ren be­sit­zen die Knollen ei­nen ho­hen Ei­weiß­an­teil, der in Kom­bi­na­tion mit den in un­se­rem Re­zept ver­wen­de­ten Ei­ern sehr gut von un­se­rem Or­ga­nis­mus re­sor­biert und in kör­per­ei­ge­nes Ei­weiß trans­for­miert werden kann.

Gekochte Kartoffeln wir­ken sich al­ler­dings stark auf den Blut­zu­cker aus, da die Stär­ke durch den Koch­vor­gang als na­he­zu rei­ne Glu­co­se im Dünn­darm auf­ge­nom­men wird.

Lässt man die Kartof­fel nach dem Koch­vor­gang er­kal­ten und ver­ar­bei­tet sie dann erst wei­ter, bil­det sich ei­ne »Re­sis­ten­te Stär­ke«, die sich we­sent­lich güns­ti­ger auf den Blut­zu­cker­spie­gel aus­wirkt. So wer­den z. B. Brat­kar­tof­feln klas­si­scher­wei­se aus ER­KALTE­TEN Kar­toffeln her­ge­stellt.

Kulinarische Verwendung:

Kartoffeln sind aus der Küche kaum weg­zu­den­ken – ob als cre­mi­ges Pü­ree, knusp­ri­ge Brat­kar­tof­feln, herz­haf­te Gra­tins oder fei­ne Sup­pen. Sie las­sen sich in un­zäh­li­gen Va­ria­tio­nen zu­be­rei­ten und pas­sen zu na­he­zu je­dem Ge­richt. Ihr zar­ter, neu­tra­ler Ge­schmack macht sie zu ei­nem idea­len Ba­sis­le­bens­mit­tel für leich­ten und ge­sun­den Ge­nuss.

Porree alias Lauch

– leichter Genuss mit viel Ge­sund­heit

Porree alias Lauch

»Allium por­rum«, auch »Lauch« ge­nannt, ist ei­ne krau­tige Pflan­ze und ge­hört zur Fa­milie des aus dem Mit­tel­meer­raum stam­men­den Acker­lauchs. Ge­schmack­lich ist sie ei­ne mil­de Va­riante der Zwie­bel und des Knob­lauchs. Da das Zwie­bel­ge­mü­se win­ter­fest ist, wird es in Deutsch­land ger­ne und oft im hei­mi­schen Gar­ten an­ge­baut. Un­ter­schie­den wird zwi­schen Win­ter­lauch und Som­mer­lauch, wo­bei letz­te­rer die et­was dün­ne­re und mil­de­re Va­ri­an­te dar­stellt.

An Nährstoffen sind in Lauch die Mi­neral­stof­fe Ei­sen und Ka­li­um ent­halten, die bei­de für den Gesunderhalt un­se­res Or­ga­nis­mus ei­ne wich­ti­ge Rol­le spie­len. Auch mit Vita­min C kann Por­ree punk­ten, wel­ches frei­lich beim Er­hit­zen zum größ­ten Teil ver­lo­ren­geht.

Karotten alias Möh­ren alias Mohr­rüben

– vielseitiger Genuss, voll gesun­der Nähr­stoff­po­wer

Karotten alias Möhren

Die in Deutsch­land sehr be­lieb­ten und in der Kü­che viel­sei­tig ver­wend­ba­ren Möh­ren bzw. Mohr­rü­ben ge­hö­ren zu den Dol­den­blü­ten­ge­wäch­sen. Sie sind reich an Mi­ne­ral­stof­fen und Spu­ren­ele­men­ten wie Ka­li­um, Phos­phor, Cal­ci­um, Mag­ne­si­um und Zink so­wie reich an Ca­ro­tin, welches in den Möh­­ren in Form von Alpha- wie auch Be­ta-Ca­ro­tin (Pro­vi­ta­min A, ei­ner Vor­stu­fe von Vi­ta­min A) vor­kommt. Vitamin A un­ter­stützt un­se­re Seh­fä­hig­keit, be­son­ders bei Nacht, und wirkt sich po­s­i­tiv auf un­ser Im­mun­sys­tem wie auch un­ser Zell­wachs­tum aus.

Carotin (und auch einige Vita­mi­ne) kann am bes­ten vom Kör­per re­sor­biert wer­den, wenn man es zu­sam­men mit Fett in Form von Öl oder But­ter isst.

Kulinarische Verwendung:

Karotten eignen sich her­vor­ra­gend für sü­ße wie her­zhaf­te Ge­rich­te – ob als cre­mi­ge Sup­pe, ge­schmor­te Bei­la­ge, fri­scher Sa­lat oder saf­ti­ger Ku­chen. Ihr zar­tes, süß­li­ches Aro­ma ent­fal­tet sich be­son­ders gut in Kom­bi­na­ti­on mit et­was Öl oder But­ter und sorgt da­mit für na­tür­li­chen, ge­sun­den Ge­nuss.

Zwiebeln und Knoblauch

– natürliches Powerduo für Gesund­heit und Ge­schmack

Zwiebeln und Knoblauch

Beide sind ein na­tür­li­ches Anti­bio­ti­kum und be­kämp­fen wirk­sam schäd­li­che Pil­ze und krank­heits­er­re­gen­de Mi­kro­or­ga­nis­men. Die Zwie­bel ist eng mit dem Kno­blauch ver­wandt und be­sitzt ge­gen­über die­sem ei­ne mil­de­re Wir­kung. Die Kom­bi­na­tion der bei­den bringt ein star­kes Duo her­vor.

Bei­de ent­hal­ten wert­vol­le An­ti­oxi­dan­tien, die als Fän­ger »freier Ra­di­ka­ler« un­se­ren Or­ga­nis­mus da­bei hel­fen, ge­sund zu blei­ben.

Die zur Gat­tung der Li­li­en­ge­wäch­se ge­hö­ren­den Pflan­zen ver­fü­gen zu­dem über ei­nen ho­hen Vi­ta­min- und Mi­ne­ral­stoff­ge­halt, von dem wir eben­falls ge­sund­heit­lich pro­fi­tie­ren.

Ent­hal­ten sind die Vi­ta­mi­ne B1, B2 und B6 so­wie die Vi­ta­mi­ne C und E. Au­ßer den Mi­ne­ral­stof­fen Salz, Ei­sen, Zink und Mag­ne­si­um sind noch ei­ne gan­ze Rei­he wei­te­rer Mi­ne­ral­stof­fe in Zwie­beln und Kno­blauch ent­hal­ten, so­dass man bei­de Pflan­zen durch­aus als hoch­wer­ti­ge Mi­ne­ral­stoff-Lie­fe­ran­ten be­zeich­nen kann.

Kulinarische Verwendung:

Zwie­beln und Kno­blauch bil­den das aromatische Grund­ge­rüst un­zäh­li­ger Ge­rich­te – von der hei­mi­schen bis zur in­ter­na­tio­na­len Kü­che. Ob an­ge­schwitzt, ge­bra­ten, kon­fi­tiert oder roh – ihr Ge­schmack reicht von süß­lich-mild bis kräf­tig-wür­zig und sorgt stets für Tie­fe und Cha­rak­ter.

In der me­di­ter­ra­nen Kü­che sind sie un­ver­zicht­bar: in Pas­ta­saucen, Ri­sot­tos, Ge­mü­se­ra­gouts, Schmor­ge­rich­ten oder Fisch­zu­be­rei­tun­gen mit Oli­ven­öl und Kräu­tern. Auch in der asi­a­ti­schen, ori­en­ta­li­schen und kre­o­li­schen Kü­che sind sie fes­ter Be­stand­teil von Cur­rys, Dips, Würz­pas­ten und Su­ben.

Kno­blauch­öl oder Zwie­bel­con­fit ver­lei­hen ve­ge­ta­ri­schen wie auch Fleisch­ge­rich­ten ei­nen fei­nen, tief­wür­zi­gen Ak­zent, wäh­rend ge­rös­te­ter oder ge­schmor­ter Kno­blauch ei­ne but­ter­wei­che Süße ent­fal­tet, die be­son­ders zu Lamm, Kalb, Pil­zen oder ge­rös­te­tem Ge­mü­se passt.

So wer­den Zwie­beln und Kno­blauch nicht nur zu Ge­schmacks­trä­gern ers­ter Gü­te, son­dern auch zu Sym­bo­len für Ge­nuss und Ge­sund­heit – ein Duo, das kei­ner Kü­che feh­len soll­te.

Butter alias Gute Butter

– cremiger Genuss voller wert­voller Ome­ga-3-Fett­säu­ren

Butter alias Gute Butter

Nachdem Butter über Jahrzehnte hin­weg sys­te­ma­tisch schlecht­ge­re­det wur­de, oh­ne dies auf wis­sen­schaft­li­che Stu­dien zu stützen, ist sie zwi­schen­zeit­lich von ih­rem schlech­ten Ruf »frei­ge­spro­chen« wor­den – und das völ­lig zu Recht.

Butter besitzt ei­nen ho­hen An­teil an ge­sät­tig­ten Fett­säu­ren, die eb­en NICHT – wie lan­ge Zeit be­haup­tet – schlecht für un­se­ren Or­ga­nis­mus sind. Aber auch ein­fach und mehr­fach un­ge­sät­tig­te Fett­säu­ren sind in But­ter ent­hal­ten.

Gegenüber Olivenöl kann sie zu­dem noch mit ei­nem ech­ten Plus­ punk­ten: Ab­hän­gig von der Nah­rung, die Kü­he zu sich neh­men, be­sitzt But­ter die für den Men­schen zwin­gend er­for­der­li­chen Ome­ga-3-Fett­säu­ren EPA und DHA. Je mehr fri­sches Gras (Stich­wort: Frei­land­hal­tung!) ei­ne Kuh zu sich nimmt, des­to hö­her der Ome­ga-3-Anteil in der Milch und de­ren Pro­duk­ten.

Hier können sich z. B. der deut­sche Markt­führer Ker­ry­gold so­wie ei­ne Hand­voll wei­te­rer Her­stel­ler mit der Qua­lität ihrer But­ter und den da­rin ent­hal­te­nen ge­sun­den Fett­säu­ren ganz klar aus der Men­ge der But­ter­pro­du­zen­ten her­vor­he­ben.

Freilandhaltung vorausgesetzt (gem. Bio-Ver­ord­nung min­des­tens 120 Ta­ge im Jahr), ver­dient But­ter ih­ren Na­men »Gu­te But­ter«, den ihr be­reits un­se­re Groß­el­tern ge­ge­ben ha­ben, al­so völ­lig zu Recht.

Butterschmalz

Wie auch Claudia und Jürgen in ih­ren Re­zep­ten mit But­ter­schmalz schrei­ben, gibt es vie­le Na­men für »Braune Butter«, die vom Milcheiweiß befreite (geläuterte) Variante der Ba­sis­but­ter. Um den Be­griff »Ghee« wird seit ge­rau­mer Zeit ein Hy­pe ge­macht, da­bei han­delt es sich dabei um nichts an­de­res als eben brau­ne Butter.

Mit dem Begriff »Ghee« ist aller­dings auch eine Le­bens­phi­lo­so­phie ver­bun­den. Das hat auch die In­dus­trie er­kannt und so kommt es, dass man Ghee im Ver­kaufs­re­gal meist hö­her­prei­sig vor­fin­det als eben »ordinäres« But­ter­schmalz, das ja be­reits mehr als teu­er ge­nug ist.

Greifen Sie in diesem Fall al­so ru­hig zum But­ter­schmalz. Art­ge­rech­te Frei­land­hal­tung zur Er­zeu­gung des Roh­stoffs Butter vo­raus­ge­setzt, ist die­ser ei­ne eben­so gu­te und zu­dem preis­wer­tere Wahl.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oecotrophologe)