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Thüringer Fuhrmannsbraten aus dem Slow Cooker
– Fuhrmannsbraten mit Thüringer Klößen und Lauchgemüse
Thüringer Fuhrmannsbraten aus dem Slow Cooker
Unser Fuhrmannsbraten mit Thüringer Klößen und Lauchgemüse ist ein äußerst schmackhaftes Sonntagsgericht für die ganze Familie. Basis und Geheimnis für den fantastischen Geschmack ist das Röstgemüse, welches genau wie der Braten vor dem Schmoren kräftig in der Pfanne angebraten wird.
Kümmel, Piment (Nelkenpfeffer) und Paprikapulver verleihen dem Röstgemüse seinen herzhaften Geschmack. In Kombination mit einem leckeren Bratensößchen entsteht so eine wahre Aromenexplosion auf der Zunge und am Gaumen. Genau so und nicht anders stellen wir uns einen Sonntagsbraten vor. Nachahmung dringend empfohlen!
Statt im Bräter, wie es traditionell gemacht wird, haben wir unseren Braten im Slow Cooker zubereitet, der sich ganz hervorragend für dieses Gericht eignet.
Zu »Fuhrmannsbraten aus dem Slow Cooker« – passt neben einem Kellerbier – ein feinfruchtiger, weicher Rotwein aus dem Weinbaugebiet Saale-Unstrut in Thüringen. Einfach mal auf unser »Weintipp-Icon« tippen und mehr erfahren. Wir wünschen wie stets einen guten Appetit und: Wohl bekomm's!
Warum Du dieses Thüringer-Fuhrmannsbraten-Rezept ausprobieren solltest
- Ein echtes Sonntagsgericht: Saftiger Rinderbraten, Thüringer Klöße und aromatisches Lauchgemüse ergeben eine herzhafte Kombination, die perfekt zu einem gemütlichen Sonntagsessen mit der Familie passt
- Das Geheimnis liegt im Röstgemüse: Suppengrün, Zwiebel und Tomate werden ebenso wie der Braten kräftig angebraten. Dadurch entstehen intensive Röstaromen, die später die Grundlage für die aromatische Bratensauce bilden
- Herzhafte Gewürze für kräftiges Aroma: Kümmel, Piment und edelsüßes Paprikapulver verleihen dem Röstgemüse seine charakteristische Würze und harmonieren wunderbar mit dem Rindfleisch
- Saftige Hohe Rippe: Wir verwenden eine kräftig marmorierte »Hohe Rippe«, die auch als »Schorrippe«, »Hohrücken« oder »Rostbraten« bekannt ist und sich hervorragend zum Schmoren eignet
- Schonend im Slow Cooker zubereitet: Statt den Braten wie beim klassischen Schmoren im Bräter zu garen, nutzen wir den Slow Cooker. Das langsame Garen ist unkompliziert und eignet sich hervorragend für dieses Schmorgericht
- Thüringer Klöße und Lauchgemüse inklusive: Mit den traditionellen Thüringer Klößen und dem aromatischen Lauchgemüse wird aus dem Braten ein vollständiges und wunderbar herzhaftes Sonntagsessen
- Einfach nachzukochen: Unsere bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitung führt auch Kochanfänger sicher ans Ziel
Rezept:
Fuhrmannsbraten mit Thüringer Klößen und Lauchgemüse
Zutaten für 4 Personen
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Für den Einkaufszettel:
- 1,2–1,5 kg »Hohe Rippe« alias »Schorrippe« alias »Hohrücken« alias »Rostbraten« vom Rind (das Rückenstück zwischen der achten und zwölften Rippe)
- 150 g Suppengrün
- 4 TL *Paprikapulver edelsüß– original ungarisch »
- 4 TL Paprikapulver edelsüß– original ungarisch
- 2–3 Stangen Lauch, je nach Größe und Dicke
- 1 große gelbe oder weiße Zwiebel
- 1 große Tomate
- 2 EL Tomatenmark
- 1 Lorbeerblatt
- 4 Pimentkörner
- 1 TL gehackter Kümmel
-
400 ml Rinderfond a. d. Glas
Workshop: Rinderfond selber machen » - 400 ml Rinderfond a. d. Glas
-
1 Stich Braune Butter
Workshop: Braune Butter selber machen » - 1 Stich Braune Butter
- 1–2 EL saure Sahne
- Salz und
- Pfeffer aus der Mühle
Für die Mehlschwitze alias »Roux«:
- 800 ml Rinderfond a. d. Glas
- 60 g Butter
- 1 kleine, weiße Zwiebel
- 30 g Mehl
- 1 TL Salz
- 1 Msp. Pfeffer
Gernekochen – Mit Wein genießen-Tipp:
Statt (teuren) Fond aus dem Glas zu verwenden, haben wir uns unsere Brühe selbst gemacht. Am besten gleich eine größere Menge zubereiten. Der nicht benötigte Teil lässt sich in Gläsern oder Eisbeuteln prima einfrieren. So hat man immer einen Vorrat parat.
Workshop Thüringer Klöße
Das wohl bekannteste, traditionelle Kloß-Rezept. Der augenzwinkernden Sage nach, sollen die Klöße von keiner geringeren als »Frau Holle« erfunden worden sein ...
Zubereitung:
1) Hohe Rippe waschen und trockentupfen. Zwiebel schälen, Suppengrün putzen. Zutaten klein hacken (Petersilie so lassen!). Restliche Zutaten bereitstellen.
2) Pfanne mit Speck ausreiben und auf hohe Temperatur erhitzen. Braten von allen Seiten anbraten, bis er eine schöne Farbe bekommt. (Mit zwei Kochlöffeln – links und rechts gestützt – gelingt das Anbraten auch auf den schmalen Bratenseiten.)
2) Pfanne mit Speck ausreiben und auf hohe Temperatur erhitzen. Braten von allen Seiten anbraten, bis er eine schöne Farbe bekommt.
3) Braten anschließend aus der Pfanne nehmen. Mit Pfeffer und Salz würzen. Paprikapulver dünn darüberstreuen und mit den Fingern andrücken. (Der Braten absorbiert das Pulver).
4.1) Pfanne mit dem darin verbliebenen Bratensatz erneut mittelstark bis stark erhitzen. Einen Stich braune Butter zugeben und schmelzen lassen. Zuerst das Wurzelgemüse anrösten. Dann das Zwiebelhack zufügen und kurz mitschwitzen lassen.
4.2) Gemüse und Zwiebeln an den Pfannenrand schieben. Tomatenmark in der Pfannenmitte anrösten, bis es braune Stellen bekommen hat. Alle Zutaten miteinander vermengen. Anschließend – je nach Vorliebe – 1–2 TL Paprikapulver darüberstreuen.
4.3) Pfanneninhalt mit Rinderfond ablöschen. Die dabei entstehende Sauce einreduzieren, bis diese eine schöne Konsistenz bekommen hat. Gewürze (Piment, Kümmel und Lorbeer) zufügen. Mit Pfeffer und Salz abschmecken.
4.4) Anschließend noch Tomaten und Petersilie zufügen und mit den anderen Zutaten vermengen.
5.1) Eine Lage Röstgemüse in den Slow Cooker geben, den Braten darauf betten. Restlichen Pfanneninhalt auf den Fuhrmannsbraten verteilen.
5.2) Crock-Pot mit Rinderfond (und falls nötig noch etwas Wasser) zu zwei Drittel auffüllen. Deckel schließen, Crock-Pot auf »HIGH« stellen und 1 Std. garen. Danach die Temperatur auf »LOW« reduzieren und den Braten – je nach Größe und Gewicht – weitere 4–6 Std. garen. Wichtig: Während des Garens den Deckel stets aufgelegt lassen! Kurz vor Ende der Garzeit den Gargrad mit einem Stahlpicker prüfen.
Klassisch: Fuhrmannsbraten aus dem Backofen
Römertopf oder Bräter im auf 180° vorgeheizten Backofen stellen und mit geschlossenem Deckel – je nach Größe des Bratens – ca. 2–3 Stunden schmoren. Jede Stunde einmal wenden.
6.1) Für »Omas Mehlschwitze« Zwiebel pellen und fein hacken. Die Hälfte der Butter in einer Kasserole bzw. Saucentopf mittelstark erhitzen, aufschäumen lassen und Zwiebelwürfel darin anschwitzen.
6.2) Angedünstete Zwiebeln mit Mehl bestäuben. Mehl ebenfalls kurz anschwitzen. Restliche Butter zufügen. Mehlschwitze unter ständigem Rühren 10–12 Min. weiterdünsten, aber auf keinen Fall bräunen.
6.3) Mehlschwitze ohne Klümpchen: Kalte Brühe mit einer Schöpfkelle unter ständigem Rühren nach und nach zugeben. Dabei mit dem Schneebesen am Topfboden kreisen, damit keine Klümpchen entstehen.
6.4) Am Ende der Garzeit einen halben Liter Bratenfond aus dem Slow Cooker nehmen. Fond durch ein feines Sieb in die Bratensauce geben und mit dieser vermengen. (Das verleiht der Bratensauce herrliche Fleisch- und Röstaromen.) Hitze auf mittelstarke Temperatur reduzieren (die Sauce darf auf keinen Fall mehr kochen!!), damit die saure Sahne nicht flockt. Saure Sahne zufügen und mit der Bratensauce vermengen. Sauce falls nötig noch mit Pfeffer und Salz abschmecken.
7) Lauch waschen und putzen. Nur den zarten Mittelteil verwenden und quer in Ringe schneiden.
8) Lauch zuerst 3 Min. in heißem Wasser blanchieren. Anschließend noch auf mittlerer Temperatur in Butter finalisieren. Mit Pfeffer und Salz sowie 1 Prise Muskatnussabrieb abschmecken
Nährwert- & Gesundheitsanalyse
von Dipl. Ernährungswissenschaftler Michael Pagelsdorf
Rindfleisch
– kräftig im Aroma, stark an Vitamin B12
Neben hochwertigem Eiweiß enthält Rind- wie auch Lammfleisch die lebenswichtigen Vitamine B2, B6 und B12 sowie wichtige Mineralstoffe wie Eisen, Zink und Selen. Vitamin B1 ist ebenfalls vorhanden, jedoch in geringeren Mengen als beispielsweise in Schweinefleisch.
Besonders Eisen und Vitamin B12 spielen eine zentrale Rolle bei der Bildung roter Blutkörperchen. Vitamin B12 kann in relevanten Mengen fast nur über tierische Produkte aufgenommen werden.
Eisen ist nicht allein für die Blutbildung, sondern auch für den Muskelaufbau relevant, da es eine Schlüsselrolle beim Sauerstofftransport zu den Muskelzellen spielt. Eine ausreichende Sauerstoffversorgung ist für unsere Muskeln die Voraussetzung für Leistung, Regeneration und Wachstum.
Daher lässt sich feststellen, dass eine rein vegane Ernährung ohne Supplemente nicht als vollständig ausgewogen betrachtet werden kann. Bereits 150 g Lamm- oder Rinderfilet können den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin B12 decken und leisten zugleich einen wertvollen Beitrag zur Eisenversorgung.
Kulinarische Verwendung:
Rindfleisch zählt zu den vielseitigsten Fleischsorten überhaupt und ist aus der internationalen Küche nicht wegzudenken. Je nach Teilstück lässt es sich braten, schmoren, grillen oder roh genießen – etwa als feines Carpaccio oder würziges Tatar.
Zu den besonders edlen Cuts gehören Filet, Entrecôte und Hüftsteak, die durch ihre zarte Konsistenz und den kräftigen, aromatischen Geschmack überzeugen. Für Schmorgerichte eignen sich hingegen Schulter, Wade oder Brust, die durch langsames Garen in Wein, Brühe oder Gemüsesud besonders saftig werden.
Auch in der modernen, leichten Küche spielt Rindfleisch eine wichtige Rolle – etwa in Form von kurzgebratenen Asia-Wok-Gerichten oder als proteinreiches Steak mit frischen Beilagen.
So steht Rindfleisch für intensiven, eiweißreichen Genuss und kraftvolle Aromen, die sich nahezu jeder Kochkultur anpassen lassen.
Kartoffeln alias Erdäpfel
– natürliche Energie, die schmeckt
Kartoffeln, in bestimmten Regionen Deutschlands sowie einigen Nachbarländern auch als »Erdäpfel« oder »Grundbirnen« bzw. »Grumbeeren« (Pfalz)) und weiteren Regionalnamen bekannt, gehören wie auch Tomaten und Paprika zur Familie der Nachtschattengewächse.
Gemäß statistischen Umfragen ist die Knollenfrucht nach wie vor der Deutschen liebste Beilage und das ist auch gar nicht schlecht.
Kartoffeln sind vitamin- und mineralstoffreich und dabei noch kalorienarm. Vor allem das Vitamin-C ist in nennenswerten Mengen in der Nutzpflanze enthalten. Des weiteren besitzen die Knollen einen hohen Eiweißanteil, der in Kombination mit den in unserem Rezept verwendeten Eiern sehr gut von unserem Organismus resorbiert und in körpereigenes Eiweiß transformiert werden kann.
Gekochte Kartoffeln wirken sich allerdings stark auf den Blutzucker aus, da die Stärke durch den Kochvorgang als nahezu reine Glucose im Dünndarm aufgenommen wird.
Lässt man die Kartoffel nach dem Kochvorgang erkalten und verarbeitet sie dann erst weiter, bildet sich eine »Resistente Stärke«, die sich wesentlich günstiger auf den Blutzuckerspiegel auswirkt. So werden z. B. Bratkartoffeln klassischerweise aus ERKALTETEN Kartoffeln hergestellt.
Kulinarische Verwendung:
Kartoffeln sind aus der Küche kaum wegzudenken – ob als cremiges Püree, knusprige Bratkartoffeln, herzhafte Gratins oder feine Suppen. Sie lassen sich in unzähligen Variationen zubereiten und passen zu nahezu jedem Gericht. Ihr zarter, neutraler Geschmack macht sie zu einem idealen Basislebensmittel für leichten und gesunden Genuss.
Porree alias Lauch
– leichter Genuss mit viel Gesundheit
»Allium porrum«, auch »Lauch« genannt, ist eine krautige Pflanze und gehört zur Familie des aus dem Mittelmeerraum stammenden Ackerlauchs. Geschmacklich ist sie eine milde Variante der Zwiebel und des Knoblauchs. Da das Zwiebelgemüse winterfest ist, wird es in Deutschland gerne und oft im heimischen Garten angebaut. Unterschieden wird zwischen Winterlauch und Sommerlauch, wobei letzterer die etwas dünnere und mildere Variante darstellt.
An Nährstoffen sind in Lauch die Mineralstoffe Eisen und Kalium enthalten, die beide für den Gesunderhalt unseres Organismus eine wichtige Rolle spielen. Auch mit Vitamin C kann Porree punkten, welches freilich beim Erhitzen zum größten Teil verlorengeht.
Karotten alias Möhren alias Mohrrüben
– vielseitiger Genuss, voll gesunder Nährstoffpower
Die in Deutschland sehr beliebten und in der Küche vielseitig verwendbaren Möhren bzw. Mohrrüben gehören zu den Doldenblütengewächsen. Sie sind reich an Mineralstoffen und Spurenelementen wie Kalium, Phosphor, Calcium, Magnesium und Zink sowie reich an Carotin, welches in den Möhren in Form von Alpha- wie auch Beta-Carotin (Provitamin A, einer Vorstufe von Vitamin A) vorkommt. Vitamin A unterstützt unsere Sehfähigkeit, besonders bei Nacht, und wirkt sich positiv auf unser Immunsystem wie auch unser Zellwachstum aus.
Carotin (und auch einige Vitamine) kann am besten vom Körper resorbiert werden, wenn man es zusammen mit Fett in Form von Öl oder Butter isst.
Kulinarische Verwendung:
Karotten eignen sich hervorragend für süße wie herzhafte Gerichte – ob als cremige Suppe, geschmorte Beilage, frischer Salat oder saftiger Kuchen. Ihr zartes, süßliches Aroma entfaltet sich besonders gut in Kombination mit etwas Öl oder Butter und sorgt damit für natürlichen, gesunden Genuss.
Zwiebeln und Knoblauch
– natürliches Powerduo für Gesundheit und Geschmack
Beide sind ein natürliches Antibiotikum und bekämpfen wirksam schädliche Pilze und krankheitserregende Mikroorganismen. Die Zwiebel ist eng mit dem Knoblauch verwandt und besitzt gegenüber diesem eine mildere Wirkung. Die Kombination der beiden bringt ein starkes Duo hervor.
Beide enthalten wertvolle Antioxidantien, die als Fänger »freier Radikaler« unseren Organismus dabei helfen, gesund zu bleiben.
Die zur Gattung der Liliengewächse gehörenden Pflanzen verfügen zudem über einen hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt, von dem wir ebenfalls gesundheitlich profitieren.
Enthalten sind die Vitamine B1, B2 und B6 sowie die Vitamine C und E. Außer den Mineralstoffen Salz, Eisen, Zink und Magnesium sind noch eine ganze Reihe weiterer Mineralstoffe in Zwiebeln und Knoblauch enthalten, sodass man beide Pflanzen durchaus als hochwertige Mineralstoff-Lieferanten bezeichnen kann.
Kulinarische Verwendung:
Zwiebeln und Knoblauch bilden das aromatische Grundgerüst unzähliger Gerichte – von der heimischen bis zur internationalen Küche. Ob angeschwitzt, gebraten, konfitiert oder roh – ihr Geschmack reicht von süßlich-mild bis kräftig-würzig und sorgt stets für Tiefe und Charakter.
In der mediterranen Küche sind sie unverzichtbar: in Pastasaucen, Risottos, Gemüseragouts, Schmorgerichten oder Fischzubereitungen mit Olivenöl und Kräutern. Auch in der asiatischen, orientalischen und kreolischen Küche sind sie fester Bestandteil von Currys, Dips, Würzpasten und Suben.
Knoblauchöl oder Zwiebelconfit verleihen vegetarischen wie auch Fleischgerichten einen feinen, tiefwürzigen Akzent, während gerösteter oder geschmorter Knoblauch eine butterweiche Süße entfaltet, die besonders zu Lamm, Kalb, Pilzen oder geröstetem Gemüse passt.
So werden Zwiebeln und Knoblauch nicht nur zu Geschmacksträgern erster Güte, sondern auch zu Symbolen für Genuss und Gesundheit – ein Duo, das keiner Küche fehlen sollte.
Butter alias Gute Butter
– cremiger Genuss voller wertvoller Omega-3-Fettsäuren
Nachdem Butter über Jahrzehnte hinweg systematisch schlechtgeredet wurde, ohne dies auf wissenschaftliche Studien zu stützen, ist sie zwischenzeitlich von ihrem schlechten Ruf »freigesprochen« worden – und das völlig zu Recht.
Butter besitzt einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, die eben NICHT – wie lange Zeit behauptet – schlecht für unseren Organismus sind. Aber auch einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind in Butter enthalten.
Gegenüber Olivenöl kann sie zudem noch mit einem echten Plus punkten: Abhängig von der Nahrung, die Kühe zu sich nehmen, besitzt Butter die für den Menschen zwingend erforderlichen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA. Je mehr frisches Gras (Stichwort: Freilandhaltung!) eine Kuh zu sich nimmt, desto höher der Omega-3-Anteil in der Milch und deren Produkten.
Hier können sich z. B. der deutsche Marktführer Kerrygold sowie eine Handvoll weiterer Hersteller mit der Qualität ihrer Butter und den darin enthaltenen gesunden Fettsäuren ganz klar aus der Menge der Butterproduzenten hervorheben.
Freilandhaltung vorausgesetzt (gem. Bio-Verordnung mindestens 120 Tage im Jahr), verdient Butter ihren Namen »Gute Butter«, den ihr bereits unsere Großeltern gegeben haben, also völlig zu Recht.
Butterschmalz
Wie auch Claudia und Jürgen in ihren Rezepten mit Butterschmalz schreiben, gibt es viele Namen für »Braune Butter«, die vom Milcheiweiß befreite (geläuterte) Variante der Basisbutter. Um den Begriff »Ghee« wird seit geraumer Zeit ein Hype gemacht, dabei handelt es sich dabei um nichts anderes als eben braune Butter.
Mit dem Begriff »Ghee« ist allerdings auch eine Lebensphilosophie verbunden. Das hat auch die Industrie erkannt und so kommt es, dass man Ghee im Verkaufsregal meist höherpreisig vorfindet als eben »ordinäres« Butterschmalz, das ja bereits mehr als teuer genug ist.
Greifen Sie in diesem Fall also ruhig zum Butterschmalz. Artgerechte Freilandhaltung zur Erzeugung des Rohstoffs Butter vorausgesetzt, ist dieser eine ebenso gute und zudem preiswertere Wahl.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oecotrophologe)