Hinweis: Für papiersparenden Druck mit 2-spaltiger Darstellung empfehlen wir Safari.
Königsberger Klopse nach Omas Art
– der ostpreußische Klassiker mit zarten Fleischklößen und feiner Kapernsauce
Königsberger Klopse nach Omas Art
Königsberger Klopse sind ein echter Klassiker der ostpreußischen Küche: zarte Fleischklöße, gegart in einer aromatischen Brühe und serviert mit einer feinen, hellen Kapernsauce. Benannt wurden sie nach der ehemaligen ostpreußischen Haupt- und Residenzstadt Königsberg und dem ostpreußischen Wort »Klopse« für kleine Fleischklöße.
Unser Rezept für Königsberger Klopse nach Omas Art ist allerdings nicht der Versuch, eine vermeintlich einzig richtige Originalrezeptur nachzukochen. Denn gerade bei diesem Gericht gibt es erstaunlich viele Varianten. Schon früh haben wir gemerkt, dass offenbar jede Familie ihre eigene Vorstellung davon hat, wie die perfekten Klopse zu schmecken haben.
Besonders interessant ist die Fischkomponente: In unserer Variante sorgen Hering oder Sardellen für eine feine, herzhafte Würze. Was zunächst ein wenig ungewöhnlich klingen mag, passt hervorragend zum Gericht und verleiht der Fleischmasse ihren typischen, würzigen Charakter. Zusammen mit der cremigen Kapernsauce, Zitrone und einem Hauch Muskat entsteht so eine wunderbar harmonische Kombination.
Für unsere Klopse verwenden wir eine Mischung aus Kalbs- beziehungsweise Rinderhack und Schweinehack. Gebunden wird die Masse mit eingeweichtem Brötchen, Ei und etwas saurer Sahne. Die fertigen Klopse werden sanft gegart und anschließend in der selbstgemachten, hellen Kapernsauce serviert.
Dazu passen besonders gut kleine Pellkartoffeln, Kartoffelstampf oder klassisches Kartoffelpüree. Und wer sich bei der Zubereitung fragt, ob das nun wirklich »Omas Original« ist, dem können wir beruhigt sagen: »Natürlich – das Originalrezept meiner Großmutter!« 😉
Zu »Königsberger Klopse nach Omas Art« bzw. »Heringsklopse«, empfehlen wir einen charaktervollen Riesling aus dem Weinbaugebiet Saale-Unstrut oder alternativ einen Grünen Veltliner aus Österreich. Einfach mal auf unser »Weintipp-Icon« tippen und mehr erfahren. Wir wünschen wie stets einen guten Appetit und: Wohl bekomm's!
Warum Du dieses Königsberger-Klopse-Rezept ausprobieren solltest
- Ein echter Klassiker der ostpreußischen Küche: Zarte Fleischklöße und eine cremige Kapernsauce ergeben eine zeitlose Kombination, die seit Generationen beliebt ist
- Feine Würze durch Hering oder Sardellen: Die Fischkomponente sorgt für eine herzhafte Tiefe und gibt den Klopsen ihren besonderen Geschmack
- Cremige Kapernsauce mit Zitrone: Kapern, Zitronensaft und ein Hauch Muskat verleihen der hellen Sauce eine feinsäuerliche und aromatische Note
- Passt hervorragend zu Kartoffeln: Ob kleine Pellkartoffeln, »Schmörkes«, »Drillinge« oder Kartoffelpüree – die feine Sauce verlangt geradezu nach einer passenden Beilage
- Einfach nachzukochen: Unsere bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitung führt auch Kochanfänger sicher ans Ziel
Rezept:
Königsberger Klopse nach Omas Art
Zutaten für 4 Personen
Hinweis zu Affiliate-Links
Die mit einem * Sternchen gekennzeichneten Links sind Affiliate-Links. Wenn Du über einen dieser Links etwas kaufst, erhalten wir eine kleine Provision. Für Dich entstehen dadurch keine Mehrkosten.
Für den Einkaufszettel:
- 500 g Kalbs- oder Rinderhack
- 250 g Schweinehack
- 1 eingelegter, grüner Hering (Rollmops) oder alternativ
6 Sardellen - 1 weiße Zwiebel oder Schalotte
- 2 Eier
- 3 EL Paniermehl
- 1 in Milch eingeweichtes Brötchen
- 1 gehäufter EL saure Sahne
- etwas Zitronenschalenabrieb (Bio-Zitrone)
- 100 ml Weißweinessig
- 1–2 TL Salz
- etwas fein gemahlener Pfeffer
Das benötigt man zusätzlich:
- 1 Küchentuch oder feinmaschiges Sieb zum Passieren der Sauce
- 4 Sardellen, Schnittlauch und Petersilie sowie grob gemahlener Pfeffer für die Garnitur
Für die weiße Grundsauce Velouté bzw. »Omas Mehlschwitze«:
- 800 ml Kalbs- oder Gemüsefond a. d. Glas
- 60 g Butter
- 1 kleine, weiße Zwiebel
- 30 g Mehl
- 250 ml Sahne
- 1 TL Salz
- 1 Msp. Pfeffer
- Zum abschmecken bzw. vollenden der Grundsauce:
- 1 Becher saure Sahne
- 100 ml trockener Weißwein
- 2 TL Kapern
- 1–2 Spritzer Zitronensaft
- 1 Msp. Muskatnussabrieb
- 1 Prise Zucker
Königsberger Klopse Beilage:
- Kleine Pellkartoffeln, z. B. »Schmörkes« oder »Drillinge«
- Kartoffelstampf bzw. Kartoffelpüree
Gernekochen – Mit Wein genießen-Tipp:
Statt (teuren) Fond aus dem Glas zu verwenden, haben wir uns unsere Brühe selbst gemacht. Am besten gleich eine größere Menge zubereiten. Der nicht benötigte Teil lässt sich in Gläsern oder Eisbeuteln prima einfrieren. So hat man immer einen Vorrat parat.
Für selbstgemachte Gemüsebrühe:
- 3,5 l Wasser
- 2 Möhren
- 1 Stück Knollensellerie
- 1 große Stange Lauch bzw. Porree
- 10–12 schwarze Pfefferkörner
- 1 kleine weiße Zwiebel
- 2 kleine Lorbeerblätter
- 2 Nelken
- 1 Bund Petersilie
- 1–2 TL Salz
Zubereitung:
Hinweis: Verwendet man für die weiße Grundsauce Fond aus dem Glas, entfallen die Arbeitsschritte 1 und 2. Die Brühe lässt sich aber auch prima am Vortag zubereiten.
1) Gemüse abbrausen, putzen und schräg in fingerdicke Stücke schneiden. Petersilie abbrausen. Zwiebel pellen und mit den beiden Nelken bespicken.
2) Für die selbst gemachte Gemüsebrühe Wasser in einem ausreichend großen Topf erhitzen. Zutaten zufügen und 30 Min. kochen. Hitze runterschalten. Nach 1 Std. ausschalten. Brühe mindestens noch eine weitere Stunde ziehen lassen. Je länger, desto besser!
3.1) Brötchen in Milch einweichen und danach gut auspressen. Zwiebel pellen, klein hacken und in etwas Butter auf mäßiger Hitze anschwitzen. Hering oder Sardellen fein hacken.
3.2) Hackfleisch und Fisch mit den restlichen Zutaten gut miteinander vermengen. Mit Pfeffer und Salz sowie 1 Msp. Zitronenschalenabrieb abschmecken.
3.3) Hände befeuchten und aus der Masse kleine Klößchen bzw. »Klopse« formen.
4) Einen großen Topf mit Wasser befüllen und erhitzen. Essig und Salz zufügen. Königsberger Klopse darin sieden, nicht kochen, bis sie wie Kartoffelklöße oben schwimmen.
5.1) Für die weiße Grundsauce bzw. »Omas Mehlschwitze« Zwiebel pellen und fein hacken. Die Hälfte der Butter in einer Kasserole mittelstark erhitzen. Butter aufschäumen lassen und Zwiebelhack darin anschwitzen.
5.2) Angedünstete Zwiebeln mit Mehl bestäuben und kurz anschwitzen. Restliche Butter zufügen und Mehlschwitze unter ständigem Rühren 10–12 Min. weiterdünsten, aber auf keinen Fall bräunen.
5.3) Kalte Brühe mit einer Schöpfkelle unter ständigem Rühren nach und nach zugeben. Dabei mit dem Schneebesen am Topfboden kreisen, damit keine Klümpchen entstehen.
5.4) Sauce auf kleiner Hitze 30 Min. weiterköcheln lassen. Den dabei entstehenden Schaum mit einem Löffel am Topfrand abschöpfen.
5.5) Sahne um die Hälfte einreduzieren und unter die Sauce rühren.
5.6) Sauce durch ein Küchentuch oder feinmaschiges Sieb passieren. Wir kamen aufgrund der dickflüssigen Saucenkonsistenz mit unserem Küchentuch nicht ans Ziel und haben deshalb ein Sieb benutzt.
6) Weiße Grundsauce alias « Velouté » mit Wein, Kapern, saurer Sahne, Salz und Pfeffer, 1–2 Spritzern Zitronensaft, 1 Prise Zucker sowie etwas Muskatnussabrieb abschmecken. Königsberger Klopse 10 Min. darin ziehen lassen.
Nährwert- & Gesundheitsanalyse
von Dipl. Ernährungswissenschaftler Michael Pagelsdorf
Kalbfleisch
– mild im Geschmack, wertvoll für die Ernährung
Neben hochwertigem Eiweiß enthält Kalbfleisch die lebenswichtigen Vitamine B2, B6 und B12 sowie wichtige Mineralstoffe wie Zink und Selen. Vitamin B1 ist ebenfalls vorhanden, jedoch in geringeren Mengen als beispielsweise in Schweinefleisch.
Im Vergleich zu Rind- oder Lammfleisch ist der Eisengehalt von Kalbfleisch etwas niedriger, dennoch leistet es einen wertvollen Beitrag zur Versorgung mit diesem Spurenelement. Besonders Eisen und Vitamin B12 spielen eine zentrale Rolle bei der Bildung roter Blutkörperchen. Vitamin B12 kann in relevanten Mengen fast nur über tierische Produkte aufgenommen werden.
Daher lässt sich feststellen, dass eine rein vegane Ernährung ohne Supplemente nicht als vollständig ausgewogen betrachtet werden kann. Bereits 150 g Kalbsfilet können den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin B12 decken und gleichzeitig zur Mineralstoffversorgung beitragen.
Kulinarische Verwendung:
Kalbfleisch zeichnet sich durch seine zarte Textur und den feinen, milden Geschmack aus – eine Eigenschaft, die es in der gehobenen Küche besonders beliebt macht. Es eignet sich hervorragend zum Braten, Dünsten oder Schmoren, aber auch für feine Ragouts und Schnitzel. Zu den klassischen Zubereitungen zählen das Wiener Schnitzel, das Kalbsrahmgeschnetzelte oder ein zart geschmortes Kalbshaxn-Gericht. Auch Kalbsrücken oder Filet lassen sich kurz anbraten und mit kräftigen Kräutern wie Salbei, Thymian oder Rosmarin verfeinern.
Dank seiner feinen Struktur harmoniert Kalbfleisch besonders gut mit cremigen Saucen, leichten Gemüsebeilagen oder Kartoffelpüree – ein leichter und eleganter Genuss, der auch in modernen, gesundheitsbewussten Küchen seinen festen Platz hat.
Hering
– vielseitig, nährstoffreich und natürlich aus dem Meer
»Wenn Heringe so teuer wären wie Kaviar, würden ihn die Leute weitaus mehr schätzen.«
Dieses Zitat – zugeschrieben Otto von Bismarck » – lässt sich, auch in preislicher Hinsicht, treffend auf den Heringsrogen übertragen.
Kaum ein anderer Speisefisch verbindet Geschmack und Gesundheit so überzeugend wie der Hering. Seit Jahrhunderten zählt er zu den bedeutendsten Speisefischen Europas und überzeugt mit einem außergewöhnlich wertvollen Nährstoffprofil.
Hering zählt zu den besten natürlichen Lieferanten von Omega-3-Fettsäuren, die Herz und Kreislauf unterstützen. Zugleich liefert er reichlich hochwertiges Eiweiß sowie wichtige Vitamine D, B12, A und E. Er enthält außerdem wertvolle Mineralstoffe und Spurenelemente wie Jod, Selen, Phosphor und Kalium, die unter anderem den Energiestoffwechsel, die Schilddrüsenfunktion und das Immunsystem unterstützen.
Mit seinem ausgewogenen Verhältnis aus gesunden Fetten und Eiweiß ist Hering ein wertvoller Bestandteil einer abwechslungsreichen und bewussten Ernährung.
Kulinarische Verwendung
Ob frisch, gebraten, geräuchert oder eingelegt – Hering ist außerordentlich vielseitig. Klassische Zubereitungen wie Matjes, Bismarckhering oder Bückling passen hervorragend zu Kartoffeln, Äpfeln, Zwiebeln und frischen Kräutern. Auch gebraten oder vom Grill entfaltet Hering sein kräftig-würziges Aroma und ist ein fester Bestandteil der nordeuropäischen Küche.
Kapern
– klein in der Größe, groß im Aroma und voller mediterraner Würze
Kapern sind die eingelegten Blütenknospen des Kapernstrauchs (Capparis spinosa), der vor allem im Mittelmeerraum auf trockenen, sonnenreichen Böden wächst. Bereits in der antiken Küche waren Kapern als würzige Zutat geschätzt und gehören heute zu den klassischen Bestandteilen der mediterranen Küche.
Die kleinen, fest geschlossenen Knospen werden von Hand geerntet und anschließend in Salz, Essig oder Salzlake eingelegt. Erst durch diesen Reifeprozess entsteht ihr typisch würzig-herbes, leicht säuerliches Aroma. Je kleiner die Kapern, desto feiner und aromatischer gelten sie in der Regel.
Ernährungsphysiologisch sind Kapern trotz ihrer geringen Verzehrmenge interessant. Sie enthalten verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe, darunter Flavonoide wie Quercetin und Rutin, die für ihre antioxidativen Eigenschaften bekannt sind. Diese können dazu beitragen, Zellen vor oxidativem Stress zu schützen und die Verhinderung von Entzündungsprozessen im Körper zu unterstützen.
Zudem liefern Kapern kleine Mengen an Vitamin K, Eisen und Calcium. Durch die traditionelle Einlegung enthalten sie jedoch auch relativ viel Salz, weshalb sie bewusst und eher als Würzzutat verwendet werden sollten. Ein kurzes Abspülen kann den Salzgehalt etwas reduzieren, ohne das Aroma stark zu beeinträchtigen.
Kulinarische Verwendung:
Kulinarisch verleihen Kapern vielen Gerichten eine markante, pikante Würze mit leicht zitronigen und salzigen Noten. Sie passen klassisch zu Fleisch- und Fischgerichten wie Königsberger Klopsen », Vitello Tonnato oder gebratenem Seefisch und sind ein fester Bestandteil vieler mediterraner Saucen.
Auch in Pastagerichten, Salaten oder auf Pizzen sorgen sie für aromatische Tiefe. Besonders gut harmonieren sie mit Tomaten, Oliven, Zitrone und Olivenöl. Fein gehackt können Kapern zu Dressings, Kräuterbutter oder Tapenaden verarbeitet werden – eine kleine Zutat mit großer geschmacklicher Wirkung für mediterranen Genuss und raffinierte Frische.
Kartoffeln alias Erdäpfel
– natürliche Energie, die schmeckt
Kartoffeln, in bestimmten Regionen Deutschlands sowie einigen Nachbarländern auch als »Erdäpfel« oder »Grundbirnen« bzw. »Grumbeeren« (Pfalz)) und weiteren Regionalnamen bekannt, gehören wie auch Tomaten und Paprika zur Familie der Nachtschattengewächse.
Gemäß statistischen Umfragen ist die Knollenfrucht nach wie vor der Deutschen liebste Beilage und das ist auch gar nicht schlecht.
Kartoffeln sind vitamin- und mineralstoffreich und dabei noch kalorienarm. Vor allem das Vitamin-C ist in nennenswerten Mengen in der Nutzpflanze enthalten. Des weiteren besitzen die Knollen einen hohen Eiweißanteil, der in Kombination mit den in unserem Rezept verwendeten Eiern sehr gut von unserem Organismus resorbiert und in körpereigenes Eiweiß transformiert werden kann.
Gekochte Kartoffeln wirken sich allerdings stark auf den Blutzucker aus, da die Stärke durch den Kochvorgang als nahezu reine Glucose im Dünndarm aufgenommen wird.
Lässt man die Kartoffel nach dem Kochvorgang erkalten und verarbeitet sie dann erst weiter, bildet sich eine »Resistente Stärke«, die sich wesentlich günstiger auf den Blutzuckerspiegel auswirkt. So werden z. B. Bratkartoffeln klassischerweise aus ERKALTETEN Kartoffeln hergestellt.
Kulinarische Verwendung:
Kartoffeln sind aus der Küche kaum wegzudenken – ob als cremiges Püree, knusprige Bratkartoffeln, herzhafte Gratins oder feine Suppen. Sie lassen sich in unzähligen Variationen zubereiten und passen zu nahezu jedem Gericht. Ihr zarter, neutraler Geschmack macht sie zu einem idealen Basislebensmittel für leichten und gesunden Genuss.
Butter alias Gute Butter
– cremiger Genuss voller wertvoller Omega-3-Fettsäuren
Nachdem Butter über Jahrzehnte hinweg systematisch schlechtgeredet wurde, ohne dies auf wissenschaftliche Studien zu stützen, ist sie zwischenzeitlich von ihrem schlechten Ruf »freigesprochen« worden – und das völlig zu Recht.
Butter besitzt einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, die eben NICHT – wie lange Zeit behauptet – schlecht für unseren Organismus sind. Aber auch einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind in Butter enthalten.
Gegenüber Olivenöl kann sie zudem noch mit einem echten Plus punkten: Abhängig von der Nahrung, die Kühe zu sich nehmen, besitzt Butter die für den Menschen zwingend erforderlichen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA. Je mehr frisches Gras (Stichwort: Freilandhaltung!) eine Kuh zu sich nimmt, desto höher der Omega-3-Anteil in der Milch und deren Produkten.
Hier können sich z. B. der deutsche Marktführer Kerrygold sowie eine Handvoll weiterer Hersteller mit der Qualität ihrer Butter und den darin enthaltenen gesunden Fettsäuren ganz klar aus der Menge der Butterproduzenten hervorheben.
Freilandhaltung vorausgesetzt (gem. Bio-Verordnung mindestens 120 Tage im Jahr), verdient Butter ihren Namen »Gute Butter«, den ihr bereits unsere Großeltern gegeben haben, also völlig zu Recht.
Butterschmalz
Wie auch Claudia und Jürgen in ihren Rezepten mit Butterschmalz schreiben, gibt es viele Namen für »Braune Butter«, die vom Milcheiweiß befreite (geläuterte) Variante der Basisbutter. Um den Begriff »Ghee« wird seit geraumer Zeit ein Hype gemacht, dabei handelt es sich dabei um nichts anderes als eben braune Butter.
Mit dem Begriff »Ghee« ist allerdings auch eine Lebensphilosophie verbunden. Das hat auch die Industrie erkannt und so kommt es, dass man Ghee im Verkaufsregal meist höherpreisig vorfindet als eben »ordinäres« Butterschmalz, das ja bereits mehr als teuer genug ist.
Greifen Sie in diesem Fall also ruhig zum Butterschmalz. Artgerechte Freilandhaltung zur Erzeugung des Rohstoffs Butter vorausgesetzt, ist dieser eine ebenso gute und zudem preiswertere Wahl.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oecotrophologe)