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Elsässer Baeckeoffe (Bäckerofen) aus dem Slow Cooker
– mit Rind, Lamm und Schwein, langsam im Slow Cooker gegart
Elsässer Baeckeoffe (Bäckerofen) aus dem Slow Cooker
👉 – mit Rind, Lamm und Schwein, langsam im Slow Cooker gegart
»Baeckeoffe« – oder auf Hochdeutsch »Bäckerofen« – ist ein echter Klassiker der elsässischen Küche. Traditionell wird das Schmorgericht in einer verschlossenen Tonterrine im Backofen zubereitet. Wir haben den klassischen Baeckeoffe für unsere Küche etwas anders umgesetzt und ihn im Slow Cooker gegart.
Dabei bleibt die Grundidee des Gerichts erhalten: Rind, Lamm und Schwein werden zunächst in Weißwein mariniert und anschließend zusammen mit Kartoffeln, Zwiebeln, Möhren und Lauch langsam gegart. Das Fleisch braten wir vorher portionsweise kräftig an. So entstehen schöne Röstaromen, die später zusammen mit der Weißwein-Marinade und dem Fond für die kräftige Sauce sorgen.
Der Slow Cooker übernimmt anschließend die lange, schonende Garung. Auf der Einstellung »LOW« darf der Baeckeoffe rund acht Stunden vor sich hin schmoren – und genau das macht diese Zubereitungsweise so angenehm. Während das Gericht langsam gart, muss man sich um kaum etwas kümmern. Wichtig ist lediglich, den Deckel während der gesamten Garzeit geschlossen zu halten.
Ganz zum Schluss bekommt unser Baeckeoffe noch sein knuspriges Finale: Wir verfeinern das Gericht mit Crème fraîche oder Schmand, bestreuen es mit Semmelbröseln und setzen Butterflöckchen darauf. Anschließend kommt die Tonterrine unter den heißen Ofengrill, bis sich eine appetitliche goldbraune Kruste gebildet hat.
So verbinden wir die traditionelle Idee des elsässischen Baeckeoffe mit den praktischen Vorzügen des Slow Cookers – mit kräftig angebratenem Fleisch, zartem Gemüse, einer aromatischen Sauce und einer wunderbar knusprigen Kruste.
Zu »Elsässer Baeckeoffe (Bäckerofen) aus dem Slow Cooker«, passt ein fruchtiger Spätburgunder aus Baden. Einfach mal auf unser »Weintipp-Icon« tippen und mehr erfahren. Wir wünschen wie stets einen guten Appetit und: Wohl bekomm's!
Warum Du unser Elsässer-Baeckeoffe-Rezept ausprobieren solltest
- Drei Sorten Fleisch: Rind, Lamm und Schwein sorgen gemeinsam für den charakteristischen Geschmack dieses elsässischen Klassikers
- Weißwein-Marinade: Fleisch und Gemüse werden mindestens 12 Stunden in trockenem Weißwein mit Knoblauch und Lorbeer mariniert – am besten über Nacht
- Kräftige Röstaromen: Wir braten das Fleisch portionsweise rundherum kräftig an. So entstehen schöne Röstaromen, ohne dass das Fleisch in der Pfanne zu kochen beginnt
- Bratensatz wird genutzt: Den aromatischen Bratensatz lösen wir mit Weißwein und geben ihn anschließend über das Fleisch – so landet auch dieses wichtige Aroma im Baeckeoffe
- Slow Cooker statt Backofen: Die lange, schonende Garung übernimmt der Slow Cooker. Auf »LOW« schmort der Baeckeoffe rund acht Stunden und entwickelt dabei sein volles Aroma
- Alles in einer Tonterrine: Kartoffeln, Zwiebeln, Fleisch und Gemüse werden direkt im Slow Cooker geschichtet und anschließend mit Marinade und Fond aufgegossen
- Knuspriges Finale: Crème fraîche oder Schmand, Semmelbrösel und Butterflöckchen sorgen unter dem heißen Ofengrill für eine goldbraune, knusprige Kruste
- Einfach vorzubereiten: Wer den Baeckeoffe am Vorabend mariniert und morgens in den Slow Cooker gibt, kann sich viele Stunden später auf ein fertiges, aromatisches Schmorgericht freuen
- Einfach nachzukochen: Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung führt auch Kochanfänger sicher ans Ziel
Rezept:
Bäckerofen-Rezept aus dem Elsass
Zutaten für 4 Personen
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Einkaufzettel:
- 250 g Schweinefleisch (z. B.: Duroc- oder Iberico-Schweinenacken)
- 250 g Rindfleisch (Keule, Schulter oder Hüfte)
- 250g Lammfleisch aus Hüfte oder Schulter. (Man kann auch das Fleisch aus 2-fingerdicken Lammkoteletts verwenden, dannn hat man direkt die benötigten Knochen.)
- 2 Lammknochen
- 2–4 Möhren bzw. Gelbe Rüben, je nach Größe
- 1 große Stange Lauch bzw. Porree
- 250 g weiße Zwiebeln oder Gemüsezwiebeln
- 600 g Kartoffeln
- ½ TL gerebelter Thymian
- ½ TL gerebelter Basilikum
- ½ TL gerebelter Bohnenkraut
- 1–2 Lorbeerblätter, je nach Größe
Des weiteren benötigt man:
- 1–2 Knoblauchzehen, je nach Größe
- 10 Pfefferkörner
- 4 Pimentkörner
- 1 Flasche trockener Weißwein
- 250 ml Rinderfond, Rinderfond selber machen »
- 250 ml Rinderfond
- 1–2 Becher Creme Fraîche oder Schmand
- 1 Prise Zucker
- etwas Salz und
- schwarzer Pfeffer aus der Mühle
(!) Fleisch muss mindestens 12 Std. marinieren!
Als Beilage zu Elsässer »Baeckeoffe« passt:
- Baguettebrot
Das benötigt man zusätzlich:
- Crock-Pot bzw. Slow Cooker
- etwas Butter zum Ausfetten des Crock-Pots
- Semmelbrösel und
- Butterflocken zum Überbacken
Tipp: Zwei bis drei Knochen nach dem Auslösen des Fleisches nicht wegwerfen, sondern mitschmoren lassen. Sie verleihen dem Gericht ein delikates Aroma und tragen so erheblich zum guten Geschmack bei. Wir haben zwei Lammknochen verwendet!
Zubereitung:
1.1) Lammfleisch aus den Knochen lösen. Alle Fleischsorten mit einem scharfen *Kochmesser oder *Santoku-Messer quer zur Faser in ca. 5–6 cm große Stücke schneiden.
1.1) Lammfleisch aus den Knochen lösen. Alle Fleischsorten mit einem scharfen Msser quer zur Faser in ca. 5–6 cm große Stücke schneiden.
1.2) Lauch und Möhren waschen, trocknen und putzen. Beim Lauch nur den zarten Teil des Grüns verwenden, den dunkelgrünen Rest sowie das harte, weiße Stielende abtrennen. Lauch und Karotten quer in fingerdicke Stücke schneiden.
1.3) Fleisch und Gemüse in eine Schüssel geben. Knoblauch und Lorbeer hinzufügen, mit Wein aufgießen und mindestens für 12 Std. marinieren lassen. Am besten über Nacht zugedeckt in den Kühlschrank stellen.
2) Zwiebeln und Kartoffeln schälen. Kartoffeln in zentimeterdicke Scheiben, Zwiebeln längs in feine Streifen schneiden.
3.1) Eine schmiedeeiserne Bratpfanne mit Speck oder Butterschmalz ausreiben und auf hohe Stufe erhitzen. (Zum Testen der Temperatur einen Tropfen Wasser in die Pfanne spritzen. Zerplatzt und verdampft dieser, hat die Pfanne die richtige Brattemperatur erreicht!) Fleisch portionsweise(!) rundherum kräftig anbraten, damit schöne Röstaromen entstehen. Beim Anbraten darauf achten, das zwischen den einzelnen Fleischstücken mindestens 2 cm Abstand besteht. Liegt es zu eng nebeneinander, kocht das Fleisch und brät nicht mehr! Fleisch aus Pfanne nehmen und bereitstellen.
3.2) Bratensatz in der noch heißen Pfanne mit einem kräftigen Schuss Weißwein ablöschen (déglacieren), mit dem Pfannenheber vom Boden lösen und über das Fleisch gießen.
4.1) Crock-Pot mit Butter ausfetten.
4.2) Slow Cooker abwechselnd mit einer Schicht Kartoffeln und Zwiebeln ...
4.3) sowie einer Schicht Fleisch und Gemüse befüllen.
4.4) Abschließend noch Kräuter und Gewürze hinzufügen. Bäckerofen mit Weißwein-Marinade und Fond (Inhalt knapp bedeckt) aufgießen. Deckel auflegen. Gericht auf Einstellung "LOW" (ca. 80–85°) 8 Std. schmoren lassen. Wichtig: Während des Garens den Deckel stets aufgelegt lassen!
5) Nach dem Schmoren Crock-Pot aus dem Gehäuse nehmen. Creme fraîche oder Schmand unterheben. »Baeckeoffe« mit Semmelbrösel bestreuen und Butterflocken belegen.
6) Ofengrill auf 240 Grad Grillfunktion vorheizen. Slow Cooker-Tonterrine unter den Ofengrill stellen und das Gericht so lange (ca. 4–6 Min.) übergrillen, bis eine schöne goldbraune Brotkruste entstanden ist.
Nährwert- & Gesundheitsanalyse
von Dipl. Ernährungswissenschaftler Michael Pagelsdorf
Rindfleisch
– kräftig im Aroma, stark an Vitamin B12
Neben hochwertigem Eiweiß enthält Rind- wie auch Lammfleisch die lebenswichtigen Vitamine B2, B6 und B12 sowie wichtige Mineralstoffe wie Eisen, Zink und Selen. Vitamin B1 ist ebenfalls vorhanden, jedoch in geringeren Mengen als beispielsweise in Schweinefleisch.
Besonders Eisen und Vitamin B12 spielen eine zentrale Rolle bei der Bildung roter Blutkörperchen. Vitamin B12 kann in relevanten Mengen fast nur über tierische Produkte aufgenommen werden.
Eisen ist nicht allein für die Blutbildung, sondern auch für den Muskelaufbau relevant, da es eine Schlüsselrolle beim Sauerstofftransport zu den Muskelzellen spielt. Eine ausreichende Sauerstoffversorgung ist für unsere Muskeln die Voraussetzung für Leistung, Regeneration und Wachstum.
Daher lässt sich feststellen, dass eine rein vegane Ernährung ohne Supplemente nicht als vollständig ausgewogen betrachtet werden kann. Bereits 150 g Lamm- oder Rinderfilet können den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin B12 decken und leisten zugleich einen wertvollen Beitrag zur Eisenversorgung.
Kulinarische Verwendung:
Rindfleisch zählt zu den vielseitigsten Fleischsorten überhaupt und ist aus der internationalen Küche nicht wegzudenken. Je nach Teilstück lässt es sich braten, schmoren, grillen oder roh genießen – etwa als feines Carpaccio oder würziges Tatar.
Zu den besonders edlen Cuts gehören Filet, Entrecôte und Hüftsteak, die durch ihre zarte Konsistenz und den kräftigen, aromatischen Geschmack überzeugen. Für Schmorgerichte eignen sich hingegen Schulter, Wade oder Brust, die durch langsames Garen in Wein, Brühe oder Gemüsesud besonders saftig werden.
Auch in der modernen, leichten Küche spielt Rindfleisch eine wichtige Rolle – etwa in Form von kurzgebratenen Asia-Wok-Gerichten oder als proteinreiches Steak mit frischen Beilagen.
So steht Rindfleisch für intensiven, eiweißreichen Genuss und kraftvolle Aromen, die sich nahezu jeder Kochkultur anpassen lassen.
Schweinefleisch
– zart im Biss, reich an B-Vitaminen
Bio-Haltung vorausgesetzt, liefert Schweinefleisch hochwertiges Eiweiß sowie wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Besonders bemerkenswert ist sein hoher Gehalt an Vitamin B1 (Thiamin) – Schweinefleisch gehört hier zu den Spitzenreitern unter allen Fleischsorten. Darüber hinaus enthält es nennenswerte Mengen an Vitamin B2, B6 und B12 sowie Mineralstoffe und Spurenelemente.
Vitamin B12 ist für die Bildung roter Blutkörperchen unentbehrlich und kann in relevanten Mengen fast ausschließlich nur über tierische Lebensmittel aufgenommen werden. Bei rein pflanzlicher (veganer) Ernährung muss es daher über Supplemente oder angereicherte Produkte zugeführt werden.
Im direkten Vergleich liefert rotes Fleisch wie Rind oder Lamm zwar deutlich mehr Vitamin B12 pro Portion, Schweinefleisch trägt jedoch – insbesondere durch seinen hohen Thiamin-Gehalt – wesentlich zu einer ausgewogenen Ernährung bei.
Kulinarische Verwendung:
Schweinefleisch bietet eine außergewöhnliche Vielfalt in der Küche – von traditionellen Schmorgerichten bis zu modernen, leichten Zubereitungen. Zartes Schweinefilet oder Schweinemedaillons eignen sich hervorragend zum Kurzbraten, während Nacken oder Schulter als aromatische Grundlage für Braten, Pulled Pork oder Gulasch dienen.
Auch Schnitzel, Koteletts und Kamm- alias Nackensteaks sind beliebte Klassiker, die sich durch würzige Panaden oder feine Kräuterkrusten verfeinern lassen. In der mediterranen Küche wird Schweinefleisch häufig mit Rosmarin, Thymian und Knoblauch kombiniert, in der asiatischen Küche mit Ingwer, Sojasauce und Sesamöl.
Ein besonderer Tipp für Feinschmecker ist geschmorter Schweinebauch oder *confiertes Schweinekarrée – eine Kombination aus zarter Textur und tiefem, aromatischem Geschmack. Ob gebraten, geschmort oder gegrillt – Schweinefleisch lässt sich wunderbar vielseitig zubereiten und bietet dabei ein breites Spektrum von rustikal bis elegant.
(*Confieren: Für eine besonders feine, nährstoffschonende Zubereitung empfiehlt sich das sanfte Garen bei niedriger Temperatur oder das Sous-vide-Verfahren.)
Lammfleisch
– kräftig im Aroma, stark an Vitamin B12
Neben hochwertigem Eiweiß enthält Lamm- wie auch Rindfleisch die lebenswichtigen Vitamine B2, B6 und B12 sowie wichtige Mineralstoffe wie Eisen, Zink und Selen. Vitamin B1 ist ebenfalls vorhanden, jedoch in geringeren Mengen als beispielsweise in Schweinefleisch.
Besonders Eisen und Vitamin B12 spielen eine zentrale Rolle bei der Bildung roter Blutkörperchen. Vitamin B12 kann in relevanten Mengen fast nur über tierische Produkte aufgenommen werden.
Eisen ist nicht allein für die Blutbildung, sondern auch für den Muskelaufbau relevant, da es eine Schlüsselrolle beim Sauerstofftransport zu den Muskelzellen spielt. Eine ausreichende Sauerstoffversorgung ist für unsere Muskeln die Voraussetzung für Leistung, Regeneration und Wachstum.
Daher lässt sich feststellen, dass eine rein vegane Ernährung ohne Supplemente nicht als vollständig ausgewogen betrachtet werden kann. Bereits 150 g Lamm- oder Rinderfilet können den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin B12 decken und leisten zugleich einen wertvollen Beitrag zur Eisenversorgung.
Kulinarische Verwendung:
Lammfleisch ist eine besonders feine Fleischsorte, die durch ihr zartes, leicht würziges Aroma überzeugt. Es findet in der mittelmeerländischen wie auch in der orientalischen Küche einen hohen Stellenwert und wird gern mit Kräutern wie Rosmarin, Thymian, Oregano oder Knoblauch verfeinert.
Besonders beliebt sind zarte Teilstücke wie Lammkeule, Lammkarree oder Lammfilet, die sich zum Braten, Grillen oder Schmoren eignen. Langsam gegart entfaltet Lamm seine volle Zartheit und ein rundes, feines Aroma, das hervorragend zu Gemüse, Olivenöl und milden Säurenoten passt.
Auch in leichteren Variationen – etwa als gewürzte Spieße, Lamm-Burger oder Mezze-Komponente – lässt sich das Fleisch kuli>na>risch vielseitig einsetzen.
Lamm steht für würzigen Genuss mit feinem Charakter, der Naturaroma, Eleganz und Nährstoffdichte auf harmonische Weise vereint.
Karotten alias Möhren
– vielseitiger Genuss, voll gesunder Nährstoffpower
Die in Deutschland sehr beliebten und in der Küche vielseitig verwendbaren Möhren bzw. Mohrrüben gehören zu den Doldenblütengewächsen. Sie sind reich an Mineralstoffen und Spurenelementen wie Kalium, Phosphor, Calcium, Magnesium und Zink sowie reich an Carotin, welches in den Möhren in Form von Alpha- wie auch Beta-Carotin (Provitamin A, einer Vorstufe von Vitamin A) vorkommt. Vitamin A unterstützt unsere Sehfähigkeit, besonders bei Nacht, und wirkt sich positiv auf unser Immunsystem wie auch unser Zellwachstum aus.
Carotin (und auch einige Vitamine) kann am besten vom Körper resorbiert werden, wenn man es zusammen mit Fett in Form von Öl oder Butter isst.
Kulinarische Verwendung:
Karotten eignen sich hervorragend für süße wie herzhafte Gerichte – ob als cremige Suppe, geschmorte Beilage, frischer Salat oder saftiger Kuchen. Ihr zartes, süßliches Aroma entfaltet sich besonders gut in Kombination mit etwas Öl oder Butter und sorgt damit für natürlichen, gesunden Genuss.
Porree alias Lauch
– leichter Genuss mit viel Gesundheit
»Allium porrum«, auch »Lauch« genannt, ist eine krautige Pflanze und gehört zur Familie des aus dem Mittelmeerraum stammenden Ackerlauchs. Geschmacklich ist sie eine milde Variante der Zwiebel und des Knoblauchs. Da das Zwiebelgemüse winterfest ist, wird es in Deutschland gerne und oft im heimischen Garten angebaut. Unterschieden wird zwischen Winterlauch und Sommerlauch, wobei letzterer die etwas dünnere und mildere Variante darstellt.
An Nährstoffen sind in Lauch die Mineralstoffe Eisen und Kalium enthalten, die beide für den Gesunderhalt unseres Organismus eine wichtige Rolle spielen. Auch mit Vitamin C kann Porree punkten, welches freilich beim Erhitzen zum größten Teil verlorengeht.
Kartoffeln alias Erdäpfel
– natürliche Energie, die schmeckt
Kartoffeln, in bestimmten Regionen Deutschlands sowie einigen Nachbarländern auch als »Erdäpfel« oder »Grundbirnen« bzw. »Grumbeeren« (Pfalz)) und weiteren Regionalnamen bekannt, gehören wie auch Tomaten und Paprika zur Familie der Nachtschattengewächse.
Gemäß statistischen Umfragen ist die Knollenfrucht nach wie vor der Deutschen liebste Beilage und das ist auch gar nicht schlecht.
Kartoffeln sind vitamin- und mineralstoffreich und dabei noch kalorienarm. Vor allem das Vitamin-C ist in nennenswerten Mengen in der Nutzpflanze enthalten. Des weiteren besitzen die Knollen einen hohen Eiweißanteil, der in Kombination mit den in unserem Rezept verwendeten Eiern sehr gut von unserem Organismus resorbiert und in körpereigenes Eiweiß transformiert werden kann.
Gekochte Kartoffeln wirken sich allerdings stark auf den Blutzucker aus, da die Stärke durch den Kochvorgang als nahezu reine Glucose im Dünndarm aufgenommen wird.
Lässt man die Kartoffel nach dem Kochvorgang erkalten und verarbeitet sie dann erst weiter, bildet sich eine »Resistente Stärke«, die sich wesentlich günstiger auf den Blutzuckerspiegel auswirkt. So werden z. B. Bratkartoffeln klassischerweise aus ERKALTETEN Kartoffeln hergestellt.
Kulinarische Verwendung:
Kartoffeln sind aus der Küche kaum wegzudenken – ob als cremiges Püree, knusprige Bratkartoffeln, herzhafte Gratins oder feine Suppen. Sie lassen sich in unzähligen Variationen zubereiten und passen zu nahezu jedem Gericht. Ihr zarter, neutraler Geschmack macht sie zu einem idealen Basislebensmittel für leichten und gesunden Genuss.
Zwiebeln und Knoblauch
– natürliches Powerduo für Gesundheit und Geschmack
Beide sind ein natürliches Antibiotikum und bekämpfen wirksam schädliche Pilze und krankheitserregende Mikroorganismen. Die Zwiebel ist eng mit dem Knoblauch verwandt und besitzt gegenüber diesem eine mildere Wirkung. Die Kombination der beiden bringt ein starkes Duo hervor.
Beide enthalten wertvolle Antioxidantien, die als Fänger »freier Radikaler« unseren Organismus dabei helfen, gesund zu bleiben.
Die zur Gattung der Liliengewächse gehörenden Pflanzen verfügen zudem über einen hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt, von dem wir ebenfalls gesundheitlich profitieren.
Enthalten sind die Vitamine B1, B2 und B6 sowie die Vitamine C und E. Außer den Mineralstoffen Salz, Eisen, Zink und Magnesium sind noch eine ganze Reihe weiterer Mineralstoffe in Zwiebeln und Knoblauch enthalten, sodass man beide Pflanzen durchaus als hochwertige Mineralstoff-Lieferanten bezeichnen kann.
Kulinarische Verwendung:
Zwiebeln und Knoblauch bilden das aromatische Grundgerüst unzähliger Gerichte – von der heimischen bis zur internationalen Küche. Ob angeschwitzt, gebraten, konfitiert oder roh – ihr Geschmack reicht von süßlich-mild bis kräftig-würzig und sorgt stets für Tiefe und Charakter.
In der mediterranen Küche sind sie unverzichtbar: in Pastasaucen, Risottos, Gemüseragouts, Schmorgerichten oder Fischzubereitungen mit Olivenöl und Kräutern. Auch in der asiatischen, orientalischen und kreolischen Küche sind sie fester Bestandteil von Currys, Dips, Würzpasten und Suben.
Knoblauchöl oder Zwiebelconfit verleihen vegetarischen wie auch Fleischgerichten einen feinen, tiefwürzigen Akzent, während gerösteter oder geschmorter Knoblauch eine butterweiche Süße entfaltet, die besonders zu Lamm, Kalb, Pilzen oder geröstetem Gemüse passt.
So werden Zwiebeln und Knoblauch nicht nur zu Geschmacksträgern erster Güte, sondern auch zu Symbolen für Genuss und Gesundheit – ein Duo, das keiner Küche fehlen sollte.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oekotrophologe)