Elsässer Baeckeoffe (Bä­cker­of­en) aus dem Slow Coo­ker

– mit Rind, Lamm und Schwein, lang­sam im Slow Cooker ge­gart

Elsässer Baeckeoffe (Bäckerofen) aus dem Slow Cooker Elsässer Baeckeoffe (Bäckerofen) aus dem Slow Cooker

französische küche

Elsässer Baecke­of­fe (Bä­cker­of­en) aus dem Slow Coo­ker

👉 – mit Rind, Lamm und Schwein, lang­sam im Slow Cooker ge­gart

»Baecke­offe« – oder auf Hochdeutsch »Bäcker­ofen« – ist ein ech­ter Klas­siker der el­säs­si­schen Küche. Tra­di­tio­nell wird das Schmor­ge­richt in ei­ner ver­schlos­sen­en Ton­terr­ine im Back­ofen zu­be­rei­tet. Wir ha­ben den klas­si­schen Baecke­offe für un­sere Küche et­was an­ders um­ge­setzt und ihn im Slow Cooker ge­gart.

Dabei bleibt die Grund­idee des Gerichts er­hal­ten: Rind, Lamm und Schwein wer­den zu­nächst in Weiß­wein ma­ri­niert und an­schlie­ßend zu­sam­men mit Kar­tof­feln, Zwie­beln, Möhren und Lauch lang­sam ge­gart. Das Fleisch braten wir vor­her por­tions­weise kräf­tig an. So ent­ste­hen schöne Röst­aro­men, die später zu­sam­men mit der Weiß­wein-Ma­ri­nade und dem Fond für die kräf­tige Sauce sor­gen.

Der Slow Cooker über­nimmt an­schlie­ßend die lange, scho­nende Ga­rung. Auf der Ein­stel­lung »LOW« darf der Baecke­offe rund acht Stun­den vor sich hin schmo­ren – und genau das macht diese Zu­be­rei­tungs­weise so an­ge­nehm. Wäh­rend das Ge­richt lang­sam gart, muss man sich um kaum et­was küm­mern. Wich­tig ist le­dig­lich, den De­ckel wäh­rend der ge­sam­ten Gar­zeit ge­schlos­sen zu halten.

Ganz zum Schluss be­kommt un­ser Baecke­offe noch sein knus­pri­ges Finale: Wir ver­fei­nern das Ge­richt mit Crème fraîche oder Schmand, be­streuen es mit Sem­mel­brö­seln und set­zen Butter­flöck­chen da­rauf. An­schlie­ßend kommt die Ton­terrine unter den hei­ßen Ofen­grill, bis sich eine ap­pe­tit­liche gold­braune Kruste ge­bil­det hat.

So verbinden wir die traditionelle Idee des el­säs­si­schen Baecke­offe mit den prak­ti­schen Vor­zü­gen des Slow Coo­kers – mit kräf­tig an­ge­bra­te­nem Fleisch, zar­tem Ge­mü­se, einer aro­ma­ti­schen Sauce und ei­ner wun­der­bar knus­pri­gen Kruste.

Claudia Cartoons – Wein, Winzer und Verantwortung
Gernekochen-Weintipp

Zu »Elsässer Baecke­of­fe (Bä­cker­of­en) aus dem Slow Coo­ker«, passt ein fruch­ti­ger Spät­bur­gun­der aus Ba­den. Ein­fach mal auf un­se­r Wein­tipp-Icon tip­pen und mehr er­fah­ren. Wir wün­schen wie stets ei­nen gu­ten Ap­pe­tit und: Wohl be­komm's!

Warum Du unser Elsässer-Baeckeoffe-Re­zept aus­pro­bie­ren soll­test

  • Drei Sorten Fleisch: Rind, Lamm und Schwein sorgen gemeinsam für den charakteristischen Geschmack dieses elsässischen Klassikers
  • Weißwein-Marinade: Fleisch und Gemüse werden mindestens 12 Stunden in trockenem Weißwein mit Knoblauch und Lorbeer mariniert – am besten über Nacht
  • Kräftige Röstaromen: Wir braten das Fleisch portionsweise rundherum kräftig an. So entstehen schöne Röstaromen, ohne dass das Fleisch in der Pfanne zu kochen beginnt
  • Bratensatz wird genutzt: Den aromatischen Bratensatz lösen wir mit Weißwein und geben ihn anschließend über das Fleisch – so landet auch dieses wichtige Aroma im Baecke­offe
  • Slow Cooker statt Backofen: Die lange, schonende Garung übernimmt der Slow Cooker. Auf »LOW« schmort der Baecke­offe rund acht Stunden und entwickelt dabei sein volles Aroma
  • Alles in einer Ton­terrine: Kartoffeln, Zwiebeln, Fleisch und Gemüse werden direkt im Slow Cooker geschichtet und anschließend mit Marinade und Fond aufgegossen
  • Knuspriges Finale: Crème fraîche oder Schmand, Semmel­brösel und Butterflöckchen sorgen unter dem heißen Ofen­grill für eine gold­braune, knusprige Kruste
  • Einfach vorzubereiten: Wer den Baecke­offe am Vor­abend mariniert und morgens in den Slow Cooker gibt, kann sich viele Stunden später auf ein fertiges, aromatisches Schmor­gericht freuen
  • Einfach nach­zu­ko­chen: Unsere Schritt-für-Schritt-An­lei­tung führt auch Koch­an­fänger si­cher ans Ziel

Rezept:
Bäckerofen-Rezept aus dem El­sass

Zutaten für 4 Personen

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Einkaufzettel:

  • 250 g Schweinefleisch (z. B.: Duroc- oder Ibe­rico-Schweine­nacken)
  • 250 g Rindfleisch (Keule, Schulter oder Hüfte)
  • 250g Lammfleisch aus Hüfte oder Schulter. (Man kann auch das Fleisch aus 2-fin­ger­di­cken Lamm­ko­te­letts ver­wen­den, dannn hat man di­rekt die be­nö­tig­ten Kno­chen.)
  • 2 Lammknochen
  • 2–4 Möhren bzw. Gelbe Rüben, je nach Größe
  • 1 große Stange Lauch bzw. Porree
  • 250 g weiße Zwiebeln oder Gemüsezwiebeln
  • 600 g Kartoffeln
  • ½ TL gerebelter Thymian
  • ½ TL gerebelter Basilikum
  • ½ TL gerebelter Bohnenkraut
  • 1–2 Lorbeerblätter, je nach Größe

Des weiteren benötigt man:

  • 1–2 Knoblauchzehen, je nach Größe
  • 10 Pfefferkörner
  • 4 Pimentkörner
  • 1 Flasche trockener Weißwein
  • 250 ml Rinderfond, Rinderfond sel­ber machen »
  • 1–2 Becher Creme Fraîche oder Schmand
  • 1 Prise Zucker
  • etwas Salz und
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle

(!) Fleisch muss mindes­tens 12 Std. ma­ri­nie­ren!

Als Beilage zu Elsässer »Baeckeoffe« passt:

  • Baguettebrot

Das benötigt man zusätzlich:

  • Crock-Pot bzw. Slow Cooker
  • etwas Butter zum Ausfetten des Crock-Pots
  • Semmelbrösel und
  • Butterflocken zum Überbacken

Tipp: Zwei bis drei Kno­chen nach dem Aus­lö­sen des Fleisches ­nicht weg­werfen, son­dern mit­schmo­ren las­sen. Sie ver­lei­hen dem Ge­richt ein de­li­ka­tes Aro­ma und tra­gen so er­heb­lich zum gu­ten Ge­schmack bei. Wir ha­ben zwei Lamm­kno­chen ver­wen­det!

Zubereitung:

1.1) Lammfleisch aus den Kno­chen lö­sen. Al­le Fleisch­sor­ten mit ei­nem schar­fen *Koch­mes­ser oder *San­to­ku-Mes­ser quer zur Fa­ser in ca. 5–6 cm gro­ße Stü­cke schnei­den.

1.2) Lauch und Möhren wa­­schen, trock­­nen und put­­zen. Beim Lauch nur den zar­­ten Teil des Grüns ver­­wen­­den, den dun­­kel­­grü­­nen Rest so­­wie das har­­te, wei­­ße Stiel­­en­­de ab­­tren­­nen. Lauch und Ka­­rot­­ten quer in fin­­ger­­di­­cke Stü­­cke schnei­­den.

1.3) Fleisch und Gemüse in ei­ne Schüs­sel ge­ben. Kno­blauch und Lor­beer hin­zu­fü­gen, mit Wein auf­gie­ßen und min­des­tens für 12 Std. ma­ri­nie­ren las­sen. Am bes­ten über Nacht zu­ge­deckt in den Kühl­schrank stel­len.

2) Zwiebeln und Kar­tof­feln schä­len. Kar­tof­feln in zen­ti­me­ter­di­cke Schei­ben, Zwie­beln längs in fei­ne Strei­fen schnei­den.

3.1) Eine schmiedeeiserne Bratpfanne mit Speck oder But­ter­schmalz aus­rei­ben und auf ho­he Stu­fe er­hit­zen. (Zum Tes­ten der Tem­pe­ra­tur ei­nen Trop­fen Was­ser in die Pfan­ne sprit­zen. Zer­platzt und ver­­dampft die­ser, hat die Pfan­ne die rich­ti­ge Brat­tem­pe­ra­tur er­reicht!) Fleisch por­ti­ons­wei­se(!) rund­he­rum kräf­tig an­bra­ten, da­mit schö­ne Röst­aro­men ent­ste­hen. Beim An­bra­ten da­rauf ach­ten, das zwi­schen den ein­zel­nen Fleisch­­stü­ck­en min­des­tens 2 cm Ab­stand be­steht. Liegt es zu eng ne­ben­ein­an­der, kocht das Fleisch und brät nicht mehr! Fleisch aus Pfan­ne neh­men und be­reit­stel­len.

3.2) Bratensatz in der noch hei­ßen Pfan­ne mit ei­nem kräf­ti­gen Schuss Weiß­wein ab­lö­schen (dé­gla­cie­ren), mit dem Pfan­nen­he­ber vom Bo­den lö­sen und über das Fleisch gie­ßen.

4.1) Crock-Pot mit But­ter aus­fet­ten.

4.2) Slow Cooker abwechselnd mit ei­ner Schicht Kar­tof­feln und Zwie­beln ...

4.3) sowie einer Schicht Fleisch und Ge­mü­se be­fül­len.

4.4) Abschließend noch Kräuter und Ge­wür­ze hin­zu­fü­gen. Bä­cker­of­en mit Weiß­wein-Ma­ri­na­de und Fond (In­halt knapp be­deckt) auf­gie­ßen. De­ckel auf­le­gen. Ge­richt auf Ein­stel­lung "LOW" (ca. 80–85°) 8 Std. schmo­­ren las­sen. Wich­tig: Wäh­rend des Ga­rens den De­ckel stets auf­ge­legt las­sen!

5) Nach dem Schmoren Crock-Pot aus dem Ge­häu­se neh­men. Cre­me fraî­che oder Schmand un­ter­he­ben. »Bae­cke­of­f­e« mit Sem­mel­brö­sel be­streu­en und But­ter­flo­cken be­le­gen.

6) Ofengrill auf 240 Grad Grill­funk­tion vor­hei­zen. Slow Coo­ker-Ton­­ter­ri­ne un­ter den Of­en­grill stel­len und das Ge­richt so lan­ge (ca. 4–6 Min.) über­gril­len, bis ei­ne schö­ne gold­brau­ne Brot­krus­te ent­stan­den ist.

Nährwert- & Ge­sund­heits­ana­ly­se

von Dipl. Ernährungs­wissen­schaftler Michael Pagelsdorf

Rindfleisch

– kräftig im Aroma, stark an Vitamin B12

Rindfleisch

Neben hochwerti­gem Ei­weiß ent­hält Rind- wie auch Lamm­fleisch die le­bens­wich­ti­gen Vi­ta­mi­ne B2, B6 und B12 so­wie wich­ti­ge Mi­ne­ral­stof­fe wie Ei­sen, Zink und Se­len. Vi­ta­min B1 ist eben­falls vor­han­den, je­doch in ge­rin­ge­ren Men­gen als bei­spiels­wei­se in Schwei­ne­fleisch.

Besonders Eisen und Vi­ta­min B12 spie­len ei­ne zen­tra­le Rol­le bei der Bil­dung ro­ter Blut­kör­per­chen. Vi­ta­min B12 kann in re­le­van­ten Men­gen fast nur üb­er tie­ri­sche Pro­duk­te auf­ge­nom­men wer­den.

Eisen ist nicht allein für die Blut­bil­dung, son­dern auch für den Mus­kel­auf­bau re­le­vant, da es ei­ne Schlüs­sel­rol­le beim Sau­er­stoff­trans­port zu den Mus­kel­zel­len spielt. Ei­ne aus­rei­chen­de Sau­er­stoff­ver­sor­gung ist für un­se­re Mus­keln die Vo­raus­set­zung für Leis­tung, Re­ge­ne­ra­tion und Wachs­tum.

Daher lässt sich feststellen, dass eine rein ve­gane Er­nährung oh­ne Sup­ple­mente nicht als voll­stän­dig aus­ge­wo­gen be­trach­tet wer­den kann. Be­reits 150 g Lamm- oder Rin­der­filet kön­nen den Ta­ges­be­darf eines Er­wach­se­nen an Vi­ta­min B12 de­cken und leis­ten zu­gleich ei­nen wert­vol­len Bei­trag zur Ei­sen­ver­sor­gung.

Kulinarische Verwendung:

Rindfleisch zählt zu den viel­sei­tigs­ten Fleisch­sor­ten über­haupt und ist aus der in­ter­na­tio­na­len Kü­che nicht weg­zu­den­ken. Je nach Teil­stück lässt es sich bra­ten, schmo­ren, gril­len oder roh ge­nie­ßen – et­wa als fei­nes Carpac­cio oder wür­zi­ges Ta­tar.

Zu den be­son­ders ed­len Cuts ge­hö­ren Filet, Ent­re­côte und Hüft­steak, die durch ihre zar­te Kon­sis­tenz und den kräf­ti­gen, aro­ma­ti­schen Ge­schmack über­zeu­gen. Für Schmor­ge­rich­te eig­nen sich hin­ge­gen Schul­ter, Wade oder Brust, die durch lang­sa­mes Garen in Wein, Brühe oder Ge­mü­se­sud be­son­ders saf­tig wer­den.

Auch in der mo­der­nen, leich­ten Küche spielt Rind­fleisch ei­ne wich­ti­ge Rol­le – et­wa in Form von kurz­ge­bra­te­nen Asia-Wok-Ge­rich­ten oder als pro­te­in­rei­ches Steak mit fri­schen Bei­la­gen.
So steht Rind­fleisch für in­ten­si­ven, ei­weiß­rei­chen Ge­nuss und kraft­vol­le Aro­men, die sich na­he­zu je­der Koch­kul­tur an­pas­sen las­sen.

Schweinefleisch

– zart im Biss, reich an B-Vi­ta­mi­nen

Schweinefleisch als Kasseler

Bio-Haltung vorausgesetzt, lie­fert Schweinefleisch hoch­wer­tiges Ei­weiß so­wie wich­ti­ge Vi­ta­mi­ne und Mi­ne­ral­stof­fe. Be­son­ders be­mer­kens­wert ist sein ho­her Ge­halt an Vi­ta­min B1 (Thiamin) – Schwei­ne­fleisch ge­hört hier zu den Spit­zen­rei­tern un­ter al­len Fleisch­sor­ten. Da­rü­ber hi­naus ent­hält es nen­nens­wer­te Men­gen an Vi­ta­min B2, B6 und B12 so­wie Mi­ne­ral­stof­fe und Spu­ren­ele­men­te.

Vitamin B12 ist für die Bil­dung ro­ter Blut­kör­per­chen un­ent­behr­lich und kann in re­le­van­ten Men­gen fast aus­schließ­lich nur üb­er tie­ri­sche Le­bens­mit­tel auf­ge­nom­men wer­den. Bei rein pflanz­li­cher (ve­ga­ner) Er­näh­rung muss es da­her über Supp­le­men­te oder an­ge­rei­cher­te Pro­duk­te zu­ge­führt wer­den.

Im direkten Vergleich lie­fert ro­tes Fleisch wie Rind oder Lamm zwar deut­lich mehr Vi­ta­min B12 pro Por­tion, Schwei­ne­fleisch trägt je­doch – ins­be­son­de­re durch sei­nen ho­hen Thia­min-Ge­halt – we­sent­lich zu ei­ner aus­ge­wo­ge­nen Er­näh­rung bei.

Kulinarische Verwendung:

Schweinefleisch bietet eine außer­ge­wöhn­li­che Viel­falt in der Kü­che – von tra­di­tio­nel­len Schmor­ge­rich­ten bis zu mo­der­nen, leich­ten Zu­be­rei­tun­gen. Zartes Schwei­ne­fi­let oder Schwei­ne­me­dail­lons eig­nen sich her­vor­ra­gend zum Kurz­bra­ten, wäh­rend Nacken oder Schul­ter als aro­ma­ti­sche Grund­la­ge für Braten, Pul­led Pork oder Gulasch die­nen.

Auch Schnitzel, Kote­letts und Kamm- alias Nackensteaks sind be­lieb­te Klas­si­ker, die sich durch wür­zi­ge Pa­na­den oder fei­ne Kräu­ter­krus­ten ver­fei­nern las­sen. In der me­di­ter­ra­nen Kü­che wird Schwei­ne­fleisch häu­fig mit Ros­ma­rin, Thy­mi­an und Knob­lauch kom­bi­niert, in der asia­ti­schen Kü­che mit Ing­wer, So­ja­sauce und Se­sam­öl.

Ein besonderer Tipp für Fein­schme­cker ist ge­schmor­ter Schwei­ne­bauch oder *confiertes Schwei­ne­kar­rée – ei­ne Kom­bi­na­ti­on aus zar­ter Tex­tur und tie­fem, aro­ma­ti­schem Ge­schmack. Ob ge­bra­ten, ge­schmort oder ge­grillt – Schwei­ne­fleisch lässt sich wun­der­bar viel­sei­tig zu­be­rei­ten und bie­tet da­bei ein brei­tes Spek­trum von rus­ti­kal bis ele­gant.

(*Confieren: Für ei­ne be­son­ders fei­ne, nähr­stoff­scho­nen­de Zu­be­rei­tung emp­fiehlt sich das sanf­te Gar­en bei nied­ri­ger Tem­pe­ra­tur oder das Sous-vide-Ver­fah­ren.)

Lammfleisch

– kräftig im Aro­ma, stark an Vi­ta­min B12

Lammfleisch

Neben hochwertigem Eiweiß enthält Lamm- wie auch Rind­fleisch die le­bens­wich­ti­gen Vi­ta­mi­ne B2, B6 und B12 so­wie wich­ti­ge Mi­ne­ral­stof­fe wie Ei­sen, Zink und Se­len. Vi­ta­min B1 ist eben­falls vor­han­den, je­doch in ge­rin­ge­ren Men­gen als bei­spiels­wei­se in Schwei­ne­fleisch.

Besonders Eisen und Vi­ta­min B12 spie­len ei­ne zen­tra­le Rol­le bei der Bil­dung ro­ter Blut­kör­per­chen. Vi­ta­min B12 kann in re­le­van­ten Men­gen fast nur üb­er tie­ri­sche Pro­duk­te auf­ge­nom­men wer­den.

Eisen ist nicht allein für die Blut­bil­dung, son­dern auch für den Mus­kel­auf­bau re­le­vant, da es ei­ne Schlüs­sel­rol­le beim Sau­er­stoff­trans­port zu den Mus­kel­zel­len spielt. Ei­ne aus­rei­chen­de Sau­er­stoff­ver­sor­gung ist für un­se­re Mus­keln die Vo­raus­set­zung für Leis­tung, Re­ge­ne­ra­tion und Wachs­tum. 

Daher lässt sich feststellen, dass eine rein ve­gane Er­nährung oh­ne Sup­ple­mente nicht als voll­stän­dig aus­ge­wo­gen be­trach­tet wer­den kann. Be­reits 150 g Lamm- oder Rin­der­filet kön­nen den Ta­ges­be­darf eines Er­wach­se­nen an Vi­ta­min B12 de­cken und leis­ten zu­gleich ei­nen wert­vol­len Bei­trag zur Ei­sen­ver­sor­gung.

Kulinarische Verwendung:

Lammfleisch ist ei­ne be­son­ders fei­ne Fleisch­sor­te, die durch ihr zar­tes, leicht wür­zi­ges Aro­ma über­zeugt. Es fin­det in der mit­tel­meer­län­di­schen wie auch in der orientalischen Kü­che ei­nen ho­hen Stel­len­wert und wird gern mit Kräu­tern wie Ros­ma­rin, Thy­mi­an, Ore­ga­no oder Knob­lauch ver­fei­nert.

Be­son­ders be­liebt sind zar­te Teil­stü­cke wie La­m­m­keu­le, Lamm­kar­ree oder La­m­m­fi­let, die sich zum Bra­ten, Gril­len oder Schmo­ren eig­nen. Lang­sam ge­gart ent­fal­tet Lamm sei­ne vol­le Zart­heit und ein rundes, fei­nes Aro­ma, das her­vor­ra­gend zu Ge­mü­se, Oli­ven­öl und mil­den Säu­re­no­ten passt.

Auch in leich­te­ren Va­ria­tio­nen – et­wa als ge­würz­te Spi­eße, Lamm-Bur­ger oder Me­zze-Kom­po­nen­te – lässt sich das Fleisch ku­li­>na>­risch viel­sei­tig ein­set­zen.

Lamm steht für wür­zi­gen Ge­nuss mit fei­nem Cha­rak­ter, der Na­tur­aro­ma, Ele­ganz und Nähr­stoff­dich­te auf har­mo­ni­sche Wei­se ver­eint.

Karotten alias Möhren

– vielseitiger Genuss, voll gesun­der Nähr­stoff­po­wer

Karotten alias Möhren

Die in Deutsch­land sehr be­lieb­ten und in der Kü­che viel­sei­tig ver­wend­ba­ren Möh­ren bzw. Mohr­rü­ben ge­hö­ren zu den Dol­den­blü­ten­ge­wäch­sen. Sie sind reich an Mi­ne­ral­stof­fen und Spu­ren­ele­men­ten wie Ka­li­um, Phos­phor, Cal­ci­um, Mag­ne­si­um und Zink so­wie reich an Ca­ro­tin, welches in den Möh­­ren in Form von Alpha- wie auch Be­ta-Ca­ro­tin (Pro­vi­ta­min A, ei­ner Vor­stu­fe von Vi­ta­min A) vor­kommt. Vitamin A un­ter­stützt un­se­re Seh­fä­hig­keit, be­son­ders bei Nacht, und wirkt sich po­s­i­tiv auf un­ser Im­mun­sys­tem wie auch un­ser Zell­wachs­tum aus.

Carotin (und auch einige Vita­mi­ne) kann am bes­ten vom Kör­per re­sor­biert wer­den, wenn man es zu­sam­men mit Fett in Form von Öl oder But­ter isst.

Kulinarische Verwendung:

Karotten eignen sich her­vor­ra­gend für sü­ße wie her­zhaf­te Ge­rich­te – ob als cre­mi­ge Sup­pe, ge­schmor­te Bei­la­ge, fri­scher Sa­lat oder saf­ti­ger Ku­chen. Ihr zar­tes, süß­li­ches Aro­ma ent­fal­tet sich be­son­ders gut in Kom­bi­na­ti­on mit et­was Öl oder But­ter und sorgt da­mit für na­tür­li­chen, ge­sun­den Ge­nuss.

Porree alias Lauch

– leichter Genuss mit viel Ge­sund­heit

Porree alias Lauch

»Allium por­rum«, auch »Lauch« ge­nannt, ist ei­ne krau­tige Pflan­ze und ge­hört zur Fa­milie des aus dem Mit­tel­meer­raum stam­men­den Acker­lauchs. Ge­schmack­lich ist sie ei­ne mil­de Va­riante der Zwie­bel und des Knob­lauchs. Da das Zwie­bel­ge­mü­se win­ter­fest ist, wird es in Deutsch­land ger­ne und oft im hei­mi­schen Gar­ten an­ge­baut. Un­ter­schie­den wird zwi­schen Win­ter­lauch und Som­mer­lauch, wo­bei letz­te­rer die et­was dün­ne­re und mil­de­re Va­ri­an­te dar­stellt.

An Nährstoffen sind in Lauch die Mi­neral­stof­fe Ei­sen und Ka­li­um ent­halten, die bei­de für den Gesunderhalt un­se­res Or­ga­nis­mus ei­ne wich­ti­ge Rol­le spie­len. Auch mit Vita­min C kann Por­ree punk­ten, wel­ches frei­lich beim Er­hit­zen zum größ­ten Teil ver­lo­ren­geht.

Kartoffeln alias Erd­äp­fel

– natürliche Energie, die schmeckt

Kartoffeln

Kartoffeln, in bestimm­ten Re­gio­nen Deutsch­lands so­wie ei­ni­gen Nach­bar­län­dern auch als »Erd­äp­fel« oder »Grund­bir­nen« bzw. »Grum­bee­ren« (Pfalz)) und wei­te­ren Re­gio­nal­na­men be­kannt, ge­hö­ren wie auch To­ma­ten und Pap­ri­ka zur Fa­mi­lie der Nacht­schat­ten­ge­wäch­se.

Gemäß statistischen Umfragen ist die Knol­len­frucht nach wie vor der Deut­schen liebs­te Bei­la­ge und das ist auch gar nicht schlecht.

Kartoffeln sind vi­ta­min- und mi­ne­ral­stoff­reich und da­bei noch ka­lo­ri­en­arm. Vor al­lem das Vi­ta­min-C ist in nen­nens­wer­ten Men­gen in der Nutz­pflan­ze ent­hal­ten. Des wei­te­ren be­sit­zen die Knollen ei­nen ho­hen Ei­weiß­an­teil, der in Kom­bi­na­tion mit den in un­se­rem Re­zept ver­wen­de­ten Ei­ern sehr gut von un­se­rem Or­ga­nis­mus re­sor­biert und in kör­per­ei­ge­nes Ei­weiß trans­for­miert werden kann.

Gekochte Kartoffeln wir­ken sich al­ler­dings stark auf den Blut­zu­cker aus, da die Stär­ke durch den Koch­vor­gang als na­he­zu rei­ne Glu­co­se im Dünn­darm auf­ge­nom­men wird.

Lässt man die Kartof­fel nach dem Koch­vor­gang er­kal­ten und ver­ar­bei­tet sie dann erst wei­ter, bil­det sich ei­ne »Re­sis­ten­te Stär­ke«, die sich we­sent­lich güns­ti­ger auf den Blut­zu­cker­spie­gel aus­wirkt. So wer­den z. B. Brat­kar­tof­feln klas­si­scher­wei­se aus ER­KALTE­TEN Kar­toffeln her­ge­stellt.

Kulinarische Verwendung:

Kartoffeln sind aus der Küche kaum weg­zu­den­ken – ob als cre­mi­ges Pü­ree, knusp­ri­ge Brat­kar­tof­feln, herz­haf­te Gra­tins oder fei­ne Sup­pen. Sie las­sen sich in un­zäh­li­gen Va­ria­tio­nen zu­be­rei­ten und pas­sen zu na­he­zu je­dem Ge­richt. Ihr zar­ter, neu­tra­ler Ge­schmack macht sie zu ei­nem idea­len Ba­sis­le­bens­mit­tel für leich­ten und ge­sun­den Ge­nuss.

Zwiebeln und Knoblauch

– natürliches Powerduo für Gesund­heit und Ge­schmack

Zwiebeln und Knoblauch

Beide sind ein na­tür­li­ches Anti­bio­ti­kum und be­kämp­fen wirk­sam schäd­li­che Pil­ze und krank­heits­er­re­gen­de Mi­kro­or­ga­nis­men. Die Zwie­bel ist eng mit dem Kno­blauch ver­wandt und be­sitzt ge­gen­über die­sem ei­ne mil­de­re Wir­kung. Die Kom­bi­na­tion der bei­den bringt ein star­kes Duo her­vor.

Bei­de ent­hal­ten wert­vol­le An­ti­oxi­dan­tien, die als Fän­ger »freier Ra­di­ka­ler« un­se­ren Or­ga­nis­mus da­bei hel­fen, ge­sund zu blei­ben.

Die zur Gat­tung der Li­li­en­ge­wäch­se ge­hö­ren­den Pflan­zen ver­fü­gen zu­dem über ei­nen ho­hen Vi­ta­min- und Mi­ne­ral­stoff­ge­halt, von dem wir eben­falls ge­sund­heit­lich pro­fi­tie­ren.

Ent­hal­ten sind die Vi­ta­mi­ne B1, B2 und B6 so­wie die Vi­ta­mi­ne C und E. Au­ßer den Mi­ne­ral­stof­fen Salz, Ei­sen, Zink und Mag­ne­si­um sind noch ei­ne gan­ze Rei­he wei­te­rer Mi­ne­ral­stof­fe in Zwie­beln und Kno­blauch ent­hal­ten, so­dass man bei­de Pflan­zen durch­aus als hoch­wer­ti­ge Mi­ne­ral­stoff-Lie­fe­ran­ten be­zeich­nen kann.

Kulinarische Verwendung:

Zwiebeln und Kno­blauch bil­den das aromatische Grund­ge­rüst un­zäh­li­ger Ge­rich­te – von der hei­mi­schen bis zur in­ter­na­tio­na­len Kü­che. Ob an­ge­schwitzt, ge­bra­ten, kon­fi­tiert oder roh – ihr Ge­schmack reicht von süß­lich-mild bis kräf­tig-wür­zig und sorgt stets für Tie­fe und Cha­rak­ter.

In der me­di­ter­ra­nen Kü­che sind sie un­ver­zicht­bar: in Pas­ta­saucen, Ri­sot­tos, Ge­mü­se­ra­gouts, Schmor­ge­rich­ten oder Fisch­zu­be­rei­tun­gen mit Oli­ven­öl und Kräu­tern. Auch in der asi­a­ti­schen, ori­en­ta­li­schen und kre­o­li­schen Kü­che sind sie fes­ter Be­stand­teil von Cur­rys, Dips, Würz­pas­ten und Su­ben.

Kno­blauch­öl oder Zwie­bel­con­fit ver­lei­hen ve­ge­ta­ri­schen wie auch Fleisch­ge­rich­ten ei­nen fei­nen, tief­wür­zi­gen Ak­zent, wäh­rend ge­rös­te­ter oder ge­schmor­ter Kno­blauch ei­ne but­ter­wei­che Süße ent­fal­tet, die be­son­ders zu Lamm, Kalb, Pil­zen oder ge­rös­te­tem Ge­mü­se passt.

So werden Zwie­beln und Kno­blauch nicht nur zu Ge­schmacks­trä­gern ers­ter Gü­te, son­dern auch zu Sym­bo­len für Ge­nuss und Ge­sund­heit – ein Duo, das kei­ner Kü­che feh­len soll­te.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissen­schaftler (Oeko­tropho­loge)

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