Elsässer Baecke­of­fe (Bä­cker­of­en) aus dem Slow Coo­ker

– Elsässer Baeckeoffe Topf (Baecketopf)

Elsässer Bäckerofen aus dem Slow Cooker

französische küche

Elsässer Baecke­of­fe (Bä­cker­of­en) aus dem Slow Coo­ker – Elsässer Baeckeoffe Topf (Baecketopf) 

👉 Traditionelles Gericht aus dem Elsass

Statt das Schmorgericht der elsässischen Kü­che in einer Ton­ter­ri­ne bzw. »Römer­topf« im Ofen zu ga­ren, wie es tra­di­tio­nell ge­macht wurde, haben wir unseren »Bäggeoffe«, alias »Baecketopf«, im strom­spa­ren­den Slow Cooker bzw. Crock-Pot, der ja auch eine Ton­ter­rine be­sitzt, zu­b­ereitet. Auf die Schweinefüße, die früher hinzugefügt wurden, haben wir aus äs­the­tisch­en Gründen jedoch ver­zich­tet! 😉

Zitat: »Baecke­of­fe«, auch »Baeck­of­fe«, oder »Baecke­offa« (dt. »Bä­cker­ofen«), ist ein ale­man­nisch-el­säs­si­sches Gericht.

Typischerweise werden dafür Rind-, Lamm- und Schwei­ne­fleisch so­wie ge­ge­benen­falls Schwei­ne­fü­ße in tro­cke­nem Weiß­wein mit ver­schie­de­nen Ge­mü­sen min­des­tens 12 Stun­den ma­ri­niert und an­schlie­ßend zwei bis drei Stun­den im Ofen zu­sam­men mit Zwie­beln, Kar­tof­feln, Möh­ren und Por­ree ge­gart. Die Zu­be­rei­tung er­folgt in Ton­ter­rinen.

Das Ge­richt er­hielt sei­nen Na­men vom Back­ofen des Bä­ckers. Dort­hin brach­ten frü­her die Frau­en des Dor­fes ih­re Ter­ri­nen, wenn ih­nen die Ar­beit we­nig Zeit ließ und um die Rest­wär­me sei­nes Ofens aus­zu­nut­zen ...«  Quelle: Wikipedia »

Das Be­son­de­re am »El­säs­ser Bä­cker­ofen« ist – au­ßer dem Über­ba­cken – die Ver­wen­dung von gleich drei Sor­ten Fleisch und or­dent­lich viel Zwie­beln, wo­durch das Ge­richt seinen un­wi­der­steh­li­chen Ge­schmack erhält.

Zwei bis drei Kno­chen nach dem Aus­lö­sen des Fleisches ­nicht weg­werfen, son­dern mit­schmo­ren las­sen. Sie ver­lei­hen dem Ge­richt ein de­li­ka­tes Aro­ma und tra­gen so er­heb­lich zum gu­ten Ge­schmack bei. Wir ha­ben zwei Lamm­kno­chen ver­wen­det!

Gernekochen-Weintipp

Zu »Elsässer Baecke­of­fe (Bä­cker­of­en) aus dem Slow Coo­ker«, passt ein fruch­ti­ger Spät­bur­gun­der aus Ba­den. Ein­fach mal auf un­ser »Wein­tipp-Icon« tip­pen und mehr er­fah­ren. Wir wün­schen wie stets ei­nen gu­ten Ap­pe­tit und: Wohl be­komm's!

Bäckerofen-Rezept aus dem Elsass

Zutaten für 4 Personen

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Für den Einkaufzettel:

  • 250 g Schweinefleisch (z. B.: Duroc- oder Iberico-Schweinenacken)
  • 250 g Rindfleisch (Keule, Schulter oder Hüfte)
  • 250g Lammfleisch aus Hüfte oder Schulter. (Man kann auch das Fleisch aus 2-fingerdicken Lammkoteletts verwenden, dannn hat man direkt die benötigten Knochen.)
  • 2 Lammknochen
  • 2–4 Möhren bzw. Gelbe Rüben, je nach Größe
  • 1 große Stange Lauch bzw. Porree
  • 250 g weiße Zwiebeln oder Gemüsezwiebeln
  • 600 g Kartoffeln
  • ½ TL gerebelter Thymian
  • ½ TL gerebelter Basilikum
  • ½ TL gerebelter Bohnenkraut
  • 1–2 Lorbeerblätter, je nach Größe
  • 1–2 Knoblauchzehen, je nach Größe
  • 10 Pfefferkörner
  • 4 Pimentkörner
  • 1 Flasche trockener Weißwein
  • 250 ml Rinderfond, Rinderfond selber machen »
  • 1–2 Becher Creme Fraîche oder Schmand
  • 1 Prise Zucker
  • etwas Salz und
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle

(!) Fleisch muss mindestens 12 Std. marinieren!

Als Beilage zu Elsässer »Baeckeoffe« passt:

  • Baguettebrot

Das benötigt man zusätzlich:

  • Crock-Pot bzw. Slow Cooker
  • etwas Butter zum Ausfetten des Crock-Pots
  • Semmelbrösel und
  • Butterflocken zum Überbacken

Zubereitung:

1.1) Lammfleisch aus den Kno­chen lö­sen. Al­le Fleisch­sor­ten mit ei­nem schar­fen *Koch­mes­ser oder *San­to­ku-Mes­ser quer zur Fa­ser in ca. 5–6 cm gro­ße Stü­cke schnei­den.

1.2) Lauch und Möhren wa­­schen, trock­­nen und put­­zen. Beim Lauch nur den zar­­ten Teil des Grüns ver­­wen­­den, den dun­­kel­­grü­­nen Rest so­­wie das har­­te, wei­­ße Stiel­­en­­de ab­­tren­­nen. Lauch und Ka­­rot­­ten quer in fin­­ger­­di­­cke Stü­­cke schnei­­den.

1.3) Fleisch und Gemüse in ei­ne Schüs­sel ge­ben. Kno­blauch und Lor­beer hin­zu­fü­gen, mit Wein auf­gie­ßen und min­des­tens für 12 Std. ma­ri­nie­ren las­sen. Am bes­ten über Nacht zu­ge­deckt in den Kühl­schrank stel­len.

2) Zwiebeln und Kar­tof­feln schä­len. Kar­tof­feln in zen­ti­me­ter­di­cke Schei­ben, Zwie­beln längs in fei­ne Strei­fen schnei­den.

3.1) Eine schmiedeeiserne Bratpfanne mit Speck oder But­ter­schmalz aus­rei­ben und auf ho­he Stu­fe er­hit­zen. (Zum Tes­ten der Tem­pe­ra­tur ei­nen Trop­fen Was­ser in die Pfan­ne sprit­zen. Zer­platzt und ver­­dampft die­ser, hat die Pfan­ne die rich­ti­ge Brat­tem­pe­ra­tur er­reicht!) Fleisch por­ti­ons­wei­se(!) rund­he­rum kräf­tig an­bra­ten, da­mit schö­ne Röst­aro­men ent­ste­hen. Beim An­bra­ten da­rauf ach­ten, das zwi­schen den ein­zel­nen Fleisch­­stü­ck­en min­des­tens 2 cm Ab­stand be­steht. Liegt es zu eng ne­ben­ein­an­der, kocht das Fleisch und brät nicht mehr! Fleisch aus Pfan­ne neh­men und be­reit­stel­len.

3.2) Bratensatz in der noch hei­ßen Pfan­ne mit ei­nem kräf­ti­gen Schuss Weiß­wein ab­lö­schen (dé­gla­cie­ren), mit dem Pfan­nen­he­ber vom Bo­den lö­sen und über das Fleisch gie­ßen.

4.1) Crock-Pot mit But­ter aus­fet­ten.

4.2) Slow Cooker abwechselnd mit ei­ner Schicht Kar­tof­feln und Zwie­beln ...

4.3) sowie einer Schicht Fleisch und Ge­mü­se be­fül­len.

4.4) Abschließend noch Kräuter und Ge­wür­ze hin­zu­fü­gen. Bä­cker­of­en mit Weiß­wein-Ma­ri­na­de und Fond (In­halt knapp be­deckt) auf­gie­ßen. De­ckel auf­le­gen. Ge­richt auf Ein­stel­lung "LOW" (ca. 80–85°) 8 Std. schmo­­ren las­sen. Wich­tig: Wäh­rend des Ga­rens den De­ckel stets auf­ge­legt las­sen!

5) Nach dem Schmoren Crock-Pot aus dem Ge­häu­se neh­men. Cre­me fraî­che oder Schmand un­ter­he­ben. »Bae­cke­of­f­e« mit Sem­mel­brö­sel be­streu­en und But­ter­flo­cken be­le­gen.

6) Ofengrill auf 240 Grad Grill­funk­tion vor­hei­zen. Slow Coo­ker-Ton­­ter­ri­ne un­ter den Of­en­grill stel­len und das Ge­richt so lan­ge (ca. 4–6 Min.) über­gril­len, bis ei­ne schö­ne gold­brau­ne Brot­krus­te ent­stan­den ist.

Nährwert- & Gesundheitsanalyse

Lamm- und Rindfleisch

Neben hoch­wer­ti­gem Ei­weiß ent­hält Rind- wie auch Lamm­­fleisch die le­bens­wich­ti­gen Vi­ta­mi­ne B1, B2, B6 und B12 so­wie äu­ßerst wich­ti­ge Mi­­ne­­ral­­stof­­fe (wie z. B. die Men­gen­ele­men­te Cal­ci­um und Mag­ne­sium so­wie das Spu­­ren­­ele­­men­t Ei­sen).

Kartoffeln alias »Erdäpfel«

Kartof­feln, in be­stimm­ten Re­gio­nen Deutsch­lands so­wie ei­ni­gen Nach­bar­län­dern auch als »Erdäpfel« oder »Grund­bir­nen« bzw. »Grum­bee­ren« (Pfalz)) und wei­te­ren Re­gio­nal­na­men be­kannt, ge­hö­ren wie auch To­ma­ten und Pap­ri­ka zur Fa­mi­lie der Nacht­schat­ten­ge­wäch­se.

Gemäß statistischen Umfragen ist die Knol­len­frucht nach wie vor der Deutschen liebste Beilage und das ist auch gar nicht schlecht.

Kartoffeln sind vitamin- und mi­ne­ral­stoff­reich und da­bei noch kalorienarm. Vor allem das Vitamin-C ist in nen­nens­wer­ten Men­gen in der Nutz­pflan­ze ent­hal­ten. Des Weiteren be­sit­zen die Knollen ei­nen ho­hen Ei­­weiß­­an­­teil, der in Kom­bi­na­tion mit den in unserem Re­zept ver­wende­ten Eiern sehr gut von unserem Or­ga­nis­mus re­sor­biert und in kör­per­ei­ge­nes Ei­weiß trans­for­miert werden kann.

Gekochte Kartoffeln wirken sich allerdings stark auf den Blutzucker aus, da die Stärke durch den Koch­vor­gang als nahezu reine Glucose im Dünn­darm auf­ge­nom­men wird.

Lässt man die Kartoffeln nach dem Kochvorgang er­kal­ten und verarbeitet sie dann erst weiter, bil­det sich eine »re­sis­ten­te Stärke«, die sich we­sent­lich güns­ti­ger auf den Blut­zu­cker­spie­gel auswirkt. So wer­den z. B. Bratkartoffeln klas­si­scher­wei­se aus ER­KALTETEN Kar­tof­feln her­ge­stellt.

Karotten ali­as »Möh­ren« ali­as »Mohr­rü­ben« ali­as »Gel­be Rü­ben«

Die in Deutschland sehr be­lieb­ten und in der Kü­che viel­sei­tig ver­wend­ba­ren Möh­ren bzw. Mohr­rü­ben, ge­hö­ren zu den Dol­den­blü­ten­ge­wäch­sen. Sie sind reich an Mi­ne­ral­stof­fen und Spu­ren­ele­men­ten wie Ka­li­um, Phos­phor, Cal­ci­um, Mag­ne­si­um und Zink so­wie reich an Ca­ro­tin, wel­ches in den Möh­­ren in Form von Alpha- wie auch Be­ta-Ca­ro­tin (Pro­vi­­ta­min A, ei­ner Vor­stu­fe von Vi­ta­min A) vor­kommt. Vitamin A un­ter­stützt un­se­re Seh­fä­hig­keit, be­son­ders bei Nacht und wirkt sich po­s­i­tiv auf un­ser Im­mun­­sys­­tem wie auch un­ser Zell­wachs­tum aus.

Carotin (und auch einige Vita­mi­ne) kann am bes­ten vom Kör­per re­­sor­biert wer­den, wenn man es zu­sam­men mit Fett in Form von Öl oder But­ter isst.

Zwiebeln bzw. Scha­lot­ten

Zwiebeln und der mit ihr ver­wand­te Knob­lauch sind bei­de ein na­tür­li­ches An­ti­bio­ti­kum und be­kämp­fen wirk­sam schäd­li­che Pil­ze und krank­heits­er­re­gen­de Mik­ro­or­ga­nis­men. Die Zwie­bel ist eng mit dem Knob­lauch ver­wandt und be­sitzt ge­gen­üb­er die­sem ei­ne mil­de­re Wir­kung. Die Kom­bi­na­tion der bei­den bringt ein star­kes Duo her­vor. Bei­de ent­hal­ten wert­vol­le An­ti­oxi­dan­tien, die als Fän­ger »Frei­er Ra­di­ka­ler« un­se­ren Or­ga­nis­mus da­bei hel­fen, ge­sund zu blei­ben. Die zur Gat­tung der Li­li­en­ge­wäch­se ge­hö­ren­den Pflan­zen ver­fü­gen zu­dem über ei­nen ho­hen Vi­ta­min- und Mi­ne­ral­stoff­ge­halt, von dem wir eben­falls ge­sund­heit­lich pro­fi­tie­ren. Ent­hal­ten sind die Vi­ta­mi­ne B1, B2 und B6 so­wie die Vi­ta­mine C und E. Au­ßer den Mi­ne­ral­stof­fen Salz, Ei­sen, Zink und Mag­ne­sium, sind noch ei­ne gan­ze Rei­he wei­te­rer Mi­ne­ral­stof­fe in Zwie­beln ent­hal­ten, so­dass man bei­de Pflan­zen durch­aus als hoch­wer­ti­ge Mi­ne­ral­stoff-Lie­fe­ran­ten be­zeich­nen kann.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oekotrophologe)