Griechische Fischsuppe Kakaviá (Psarósoupa)
– Mediterrane Fischsuppe mit Wolfsbarsch, Garnelen und frischem Gemüse
Griechische Fischsuppe (Psarósoupa alias Kakaviá)
Kakaviá bzw. Psarósoupa zählt zu den traditionellen Fischsuppen Griechenlands und lebt von frischem Fisch, aromatischem Gemüse und einer klaren, kräftigen Brühe. Für unsere Variante haben wir Wolfsbarsch (Lavráki), Rotbarbe alias »Rote Meerbarbe« (Kókkini thalássia barbóunia), Garnelen und Muscheln mit frischem Gemüse kombiniert. So entsteht eine mediterrane Fischsuppe mit vielfältigen Aromen und einem wunderbar frischen Geschmack.
Die Zutaten einer griechischen Fischsuppe unterscheiden sich je nach Region und Familienrezept. Häufig findet man neben Fisch auch Fenchel und Fenchelgrün, weiße Bohnen, Kichererbsen oder Paprika. Diese Vielfalt macht Kakaviá bis heute zu einem der spannendsten Klassiker der griechischen Küche.
Für die Muscheln haben wir bewusst einen Vergleich gewagt und Herzmuscheln verwendet. Geschmacklich haben uns jedoch Miesmuscheln noch etwas mehr überzeugt, da sie der Suppe ein kräftigeres Meeresaroma verleihen. Genau diese Erfahrung möchten wir weitergeben. Serviert mit frischem Stangenbrot wird daraus ein leichtes, mediterranes Gericht, das Urlaubsstimmung auf den Teller bringt.
Zu »Psarósoupa« bzw. »Griechische Fischsuppe« harmoniert ein fruchtbetonter, trockener Roséwein aus Griechenland. Einfach mal auf unser »Weintipp-Icon« tippen und mehr erfahren.
Auch ein kräftiger Assyrtiko » von Santorin(i) oder Róbola » von Kefaloniá, wären denkbare Alternativen und uns somit eine Empfehlung wert. Kalí órexi – wir wünschen wie stets einen guten Appetit und: Wohl bekomm's!
Warum Du diese griechische Fischsuppe ausprobieren solltest
- Frischer Wolfsbarsch, Rotbarbe, Garnelen und Muscheln sorgen für ein vielschichtiges Meeresaroma.
- Frisches Gemüse und mediterrane Zutaten verleihen der Suppe ihre typische Frische.
- Wir haben Herzmuscheln und Miesmuscheln verglichen und empfehlen für ein noch intensiveres Aroma die klassischen Miesmuscheln.
- Die Zutaten lassen sich je nach Saison und Region in traditioneller Weise variieren.
- Mit frischem Stangenbrot serviert entsteht ein leichtes, genussvolles Hauptgericht der griechischen Küche.
Rezept:
Griechische Fischsuppe (Psarósoupa alias Kakaviá)
Zutaten für 4 Personen
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Für den Einkaufszettel:
- 2 Wolfsbarsche mit Kopf (alternativ bereits filetierte TK-Ware)
- 2 Rotbarben alias »Knurrhähne« mit Kopf (alternativ bereits filetierte TK-Ware)
- 2–4 Lorbeerblätter (je nach Größe)
- 8 Riesengarnelen z. B. »Arg. Rotgarnelen« oder »Black Tiger Prawns« mit Kopf
- 1 große oder 2 kleine Stangen Lauch
- 2–4 Knoblauchzehen (je nach Vorliebe)
- 1 Fenchelknolle
- 1 Rispe Cocktailtomaten (alternativ 1 Dose)
- 3–4 halbierte Kardamom-Kapseln
- 400 g (Füllgewicht) TK-Miesmuscheln
- 1 Bund glatte Petersilie
- 2 kleine, weiße Zwiebeln
- 2 Gewürznelken
- 750 ml Weißwein
- 2–3 Zitronenzesten einer unbehandelten Zitrone (Bio-Zitrone)
- 4 EL Premium-Olivenöl, leicht-fruchtig
- etwas Salz und Pfeffer aus der Mühle
- 400 g (Füllgewicht) TK-Mies- oder Herzmuscheln
- 1 Bund glatte Petersilie
- 2 kleine, weiße Zwiebeln
- 2 Gewürznelken
- 750 ml Weißwein
- 2–3 Zitronenzesten einer unbehandelten Zitrone (Bio-Zitrone) (dünne Streifen Zitronenschale ohne die Weiße)
- 4 EL Premium-Olivenöl, leicht-fruchtig »
- etwas Salz und
- Pfeffer aus der Mühle
Zubereitung:
Zubereitung:
1.1) Fenchelknollen waschen und putzen. Zwiebeln schälen, mit dem Fenchel in dünne Spalten schneiden. Lauch sorgfältig waschen, trockentupfen und in ca. 2 cm dicke Ringe schneiden.
1.2) Fenchel, Zwiebelspalten und Porreeringe portionsweise mit ein paar Zweigen Thymian auf mittlerer Temperatur in Olivenöl anbraten. Aus der Pfanne nehmen und Gemüse bereitstellen.
2.1) Wolfsbarsche und Rotbarben waschen und mit einem Küchenmesser entschuppen (einfach gegen den Strich streichen), waschen und abtrocknen. Mit einem scharfen Messer hinter der vorderen Schwanzflosse einen schrägen Schnitt in Richtung Kopfanfang machen.
2.2) Barben und Barsche zuerst an der Bauchunterseite mit einem Längsschnitt bis zur Hälfte der Filethöhe mit dem Messer aufschneiden.
2.3) Fische drehen und von der Oberseite erneut mit einem Längsschnitt die zweite Filethälte vom Fisch ablösen. Das ist nicht so schwer, wie es sich anhört! ;-) Köpfe abschneiden und beiseite legen. Sie kommen später in unsere Fischsuppe und verleihen ihr einen herrlichen Geschmack.
2.4) Mit einer Pinzette die sichtbaren Gräten vorsichtig aus den Filets ziehen. Mit dem Daumen vom dicken Filetende zum dünnen Teil streichen. Die nicht sichtbaren Gräten etwas mit dem Daumen anheben und ebenfalls entfernen.
2.5) Wolfbarsch- und Rotbarbenfilets sowie Muscheln portionsweise in mild-aromatischem Premium-Olivenöl braten. Ungeöffnete Muscheln entfernen!
3.1) Aufgetaute Garnelen waschen und trockentupfen. Garnelenköpfe per Handdrehung entfernen und Black Tiger Prawns aus den Schalen befreien. Garnelen am Rücken entlang einschneiden und Darmfaden entfernen. Garnelenköpfe ebenfalls für den Fischsud beiseite legen. Vier Garnelen für eine schöne Tellerdekoration ungeputzt lassen.
3.2) Pfanne mit etwas Olivenöl auf mittlere Temperatur erhitzen und Garnelen in Olivenöl ca. 2 Min. von jeder Seite braten, bis ihre Farbe von schwarz nach rot gewechselt hat. Pfanne danach sofort vom Herd nehmen.
4) Gemüse, Zwiebeln, Fisch- und Garnelenköpfe, Cocktailtomaten, Fenchelgrün, Gewürze und Zitronenzesten in einen großen, mit ca. 3 Liter Wasser befüllten Topf geben und alles ca. 2 Std. köcheln lassen. Dabei regelmäßig mit einem Esslöffel den Schaum abschöpfen. Aus dem Sud entsteht so ein Fischfond, der als Basis unserer Fischsuppe dienen soll. 45 Min. vor Ende der Garzeit Wein zugießen. Nach dem Kochen Fond durch ein feines Sieb (wer einen ganz klaren Fischfond möchte, legt noch ein Küchentuch in das Sieb) in einen anderen großen Topf gießen und wieder auf dem Herd stellen.
5) Fischfilets und Meeresfrüchte portionsweise auf Suppenteller verteilen. Mit der Fischsuppe aufgießen und sofort servieren.
Serviertipp: Dazu passt Stangenweißbrot. Entweder ganz schlicht, mit ein paar Tropfen Olivenöl beträufelt und etwas grobem Meesalz bestreut oder alternativ - wer es gerne deftiger mag - serviert mit einer Zitronen-Knoblauch-Mayonnaise.
Nährwert- & Gesundheitsanalyse
von Dipl. Ernährungswissenschaftler Michael Pagelsdorf
Wolfsbarsch
– feiner, leichter Fischgenuss – mediterran und nährstoffreich
Wolfsbarsch, alias Lavráki (gr) oder Loup de mer, (fr), auch unter dem Namen »Labraks« bekannt, ist ein beliebter mediterraner Speisefisch, der sich durch sein feines, festes und aromatisches Fleisch auszeichnet. Er lebt vorwiegend in den Küstengewässern des Mittelmeers und des nordöstlichen Atlantiks und wird sowohl als Wildfang als auch in Aquakultur angeboten. Hochwertige Aquakultur kann durchaus eine konstante Qualität liefern, dennoch gilt – einen unbelasteten Lebensraum vorausgesetzt – Wildfang häufig als geschmacklich besonders ausgeprägt.
Ernährungsphysiologisch zählt der Wolfsbarsch zu den eher mageren Fischen. Im Vergleich zu Fettfischen wie Lachs enthält er geringere Mengen an Omega-3-Fettsäuren, überzeugt jedoch durch einen hohen Gehalt an hochwertigem Eiweiß, das wichtig für den Muskelaufbau und die Regeneration des Körpers ist.
Zudem ist Wolfsbarsch eine gute Quelle für Jod, ein essentielles Spurenelement für die Funktion der Schilddrüse. Er liefert darüber hinaus Vitamine der B-Familie, insbesondere Vitamin B12, B6 und Niacin, die den Energiestoffwechsel und das Nervensystem unterstützen. Auch fettlösliche Vitamine wie Vitamin D und E sind enthalten und tragen zum Zellschutz sowie zur Knochengesundheit bei.
Durch seinen geringen Fettgehalt und seine gute Bekömmlichkeit eignet sich Wolfsbarsch besonders für eine leichte, gesundheitsbewusste Ernährung, ohne dabei auf Genuss verzichten zu müssen.
Kulinarische Verwendung:
Kulinarisch ist Wolfsbarsch ein vielseitiger Speisefisch, der sich durch sein festes Fleisch besonders gut für verschiedene Zubereitungsarten eignet. Klassisch ist er ein beliebter Bestandteil von Fischsuppen », wird im Ganzen gegrillt oder im Ofen gegart, oft mit frischen Kräutern, Zitrone und Olivenöl, wobei sein natürliches Aroma besonders gut zur Geltung kommt.
Auch in der Pfanne auf der Haut knusprig gebraten entwickelt er eine feine Textur und lässt sich hervorragend mit mediterranen Beilagen wie Gemüse, Kartoffeln oder leichten Saucen kombinieren. Zudem eignet er sich – wie bereits erwähnt – sehr gut für Fischsuppen oder aromatische Fonds, da er eine angenehme Geschmacksbasis liefert. In der modernen Küche wird Wolfsbarsch auch gerne als Filet verarbeitet und in leichten, gesundheitsorientierten Gerichten eingesetzt.
Rotbarbe (Rote Meerbarbe) alias »Knurrhahn«
– fein aromatischer, magerer Meeresgenuss mit wertvollem Eiweiß
Die Rote Meerbarbe alias Rotbarbe ist ein im nordöstlichen Atlantik und im Mittelmeer heimischer, barschverwandter Meeresfisch, der bevorzugt bodennah in größeren Schwärmen lebt. Ihr festes, feinfaseriges Fleisch und das charakteristisch aromatische, leicht süßlich-nussige Geschmacksprofil machen sie seit der Antike zu einem geschätzten Speisefisch im Mittelmeerraum. Besonders in der südeuropäischen Küche gilt sie als Delikatesse, die traditionell einfach und produktfokussiert zubereitet wird, um ihr natürliches Aroma zu bewahren.
Ernährungsphysiologisch zeichnet sich die Rote Meerbarbe durch einen hohen Gehalt an hochwertigem, leicht verdaulichem Eiweiß aus, das alle essenziellen Aminosäuren enthält und damit zum Erhalt und Aufbau von Muskulatur sowie zur Zellregeneration beiträgt.
Mit ihrem geringen Fettanteil zählt sie zu den mageren Fischarten und eignet sich daher gut für eine kalorienbewusste und fettarme Ernährung. Im Gegensatz zu fettreicheren Kaltwasserfischen liefert sie jedoch nur moderate Mengen an langkettigen Omega-3-Fettsäuren.
Dennoch enthält sie wertvolle Mikronährstoffe wie Jod, das für eine normale Schilddrüsenfunktion essenziell ist, sowie Selen, das als Bestandteil antioxidativer Enzymsysteme zum Zellschutz beiträgt. Zusätzlich liefert sie B-Vitamine, insbesondere Vitamin B12, das für Blutbildung und Nervenfunktion bedeutend ist. Damit verbindet die Rote Meerbarbe einen feinen, leichten Genuss mit einer soliden Nährstoffbasis für eine ausgewogene Ernährung.
Kulinarische Verwendung:
Kulinarisch entfaltet die Rote Meerbarbe ihr Aroma besonders gut bei kurzer, schonender Zubereitung. Im Ganzen gebraten oder gegrillt – etwa mit Olivenöl, Knoblauch und frischen Kräutern – bleibt ihr Fleisch saftig und aromatisch.
Auch im Ofen gegart oder als Bestandteil einer mediterranen Fischsuppe oder Fischpfanne mit Tomaten, Fenchel und Weißwein ist sie ein klassischer Genuss.
Aufgrund ihres geringen Fettgehalts empfiehlt sich eine nicht zu lange Garzeit, um ein Austrocknen zu vermeiden. So entsteht ein leichter und gesunder Genuss mit feiner Meeresnote, der sich ideal in eine bewusste Küche integrieren lässt.
Garnelen
– mager, zart und voller Meeresaroma
Garnelen sind aufgrund ihres hohen Eiweißgehaltes bei gleichzeitiger Abwesenheit von Kohlenhydraten eine hervorragende Option für eine kalorienbewusste Ernährung. Ihr äußerst geringer Fettanteil und der beachtliche Proteingehalt machen sie zu einer idealen Komponente für eine eiweißbetonte Mahlzeit, die lange sättigt, ohne schwer im Magen zu liegen. Wer Wert auf eine definierte Körperkomposition legt und im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung Muskulatur erhalten oder aufbauen möchte, findet in Garnelen eine nährstoffreiche und gleichzeitig leichte Proteinquelle.
Kulinarische Verwendung:
Kulinarisch sind Garnelen außerordentlich vielseitig und überzeugen durch ihre kurze Garzeit. In der Pfanne mit Olivenöl, Knoblauch und frischen Kräutern scharf angebraten, entfalten sie in wenigen Minuten ihr leicht süßliches, maritimes Aroma.
Auch gegrillt, als Einlage in einem leichten Salat oder als Proteinkomponente in einer Gemüsepfanne sind sie eine praktische Wahl für eine bewusste Küche.
In der mediterranen Küche werden sie häufig mit Zitronensaft, Tomaten und frischen Kräutern kombiniert, während sie in der asiatischen Küche in Wokgerichten oder mit Sojasauce und Ingwer zu ihrem Recht kommen. Entscheidend ist eine schonende, kurze Garzeit, damit das Fleisch saftig und zart bleibt – so entsteht ein leichter und gesunder Genuss mit hohem Eiweißanteil, der sich mühelos in einen aktiven, ernährungsbewussten Alltag integrieren lässt.
Miesmuscheln
– der pure Geschmack des Meeres, reich an Kraft und Nährstoffen
Frische Miesmuscheln – und auch hochwertig verarbeitete, tiefgefrorene Varianten – besitzen einen intensiven, charakteristischen Meeresgeschmack. Bei Liebhabern der Meeresküche sind sie daher äußerst beliebt.
Sie sind nicht nur kulinarisch ein Genuss, sondern auch wertvolle Lieferanten wichtiger Nährstoffe. Miesmuscheln enthalten viel gesundes Eiweiß, sind reich an Vitamin A und bieten zusätzlich wertvolle Mineralstoffe wie Jod, Zink und Selen – eine Kombination, die Immunsystem und Stoffwechsel stärkt.
In der kalten Jahreszeit, während der Muschelsaison im Herbst und Winter, stehen sie – auch in Deutschland – besonders hoch im Kurs. In den Sommermonaten hingegen sollte man lieber auf tiefgefrorene Muscheln ausweichen, da frische Muscheln in warmen Gewässern häufiger mit Schadstoffen belastet sein können.
Ihr intensiver Geschmack lässt uns gedanklich ans Meer reisen. Gleichzeitig punkten sie mit ihrem hohen Eiweißgehalt bei geringem Fett- und Kohlenhydratanteil – ideal also auch als kalorienarmes, gesundes Abendessen.
Fenchel
– frische Aromatik, wohltuend für Körper und Geist
Nicht nur in der deutschen, sondern auch in der asiatischen und mediterranen Küche ist Fenchel sehr beliebt. Er gehört zur Familie der Doldenblütler und wird nicht nur als Gemüse oder Gewürz (Fenchelsamen), sondern auch als Heilpflanze verwendet. Fenchel ist reich an Vitamin C und in Deutschland unter anderem durch seinen »Fencheltee« sehr populär.
In der Küche verwendet man überwiegend die Knolle – seltener das Fenchelgrün – meist als Beilage zu Fisch, in Suppen oder vegetarischen Gerichten. Neben seinem hohen Vitamin-C-Gehalt enthält Fenchel Kohlenhydrate, Eiweiß, Ballaststoffe und wertvolle ätherische Öle. Diese beinhalten die Wirkstoffe Fenchon, Anethol und Menthol, welche die Verdauung unterstützen und positiv auf den Magen-Darm-Trakt wirken.
Anethol sorgt für das charakteristische, anisähnliche Aroma, während Fenchon der Knolle eine leicht bittere Note verleiht.
Zu den wichtigen Mineralstoffen zählen Eisen (für die Blutbildung), Kalium und Provitamin A, die Fenchel zu einem rundum wertvollen Gemüse machen – mit Frische, Aromatik und belebender Wirkung.
Kulinarische Verwendung:
Fenchel ist ein wahres Multitalent in der Küche und verbindet Frische, Leichtigkeit und mediterrane Würze. Die feine, anisartige Note harmoniert hervorragend mit Fisch und Meeresfrüchten – besonders in Gerichten wie gegrilltem Lachs oder Thunfisch auf Fenchelgemüse, Fenchel-Orangen-Salat » oder Ofenfenchel mit Parmesan.
In der italienischen Küche ist Fenchel fester Bestandteil zahlreicher Traditionsgerichte, etwa in der sizilianischen Spezialität »Pasta con le sarde alla siciliana«, bei der Fenchel, Sardinen, Rosinen und Pinienkerne ein einzigartig aromatisches Ensemble bilden.
Auch fein gehobelt als roher Fenchelsalat mit Zitrone und Olivenöl, in Risotti oder zusammen mit Tomaten, Oliven und Knoblauch entfaltet das Gemüse seine elegante Aromatik. Selbst das Fenchelgrün lässt sich als frische Kräuterbeigabe nutzen und verleiht Speisen einen leichten, kräuterigen Akzent.
Porree alias Lauch
– leichter Genuss mit viel Gesundheit
»Allium porrum«, auch »Lauch« genannt, ist eine krautige Pflanze und gehört zur Familie des aus dem Mittelmeerraum stammenden Ackerlauchs. Geschmacklich ist sie eine milde Variante der Zwiebel und des Knoblauchs. Da das Zwiebelgemüse winterfest ist, wird es in Deutschland gerne und oft im heimischen Garten angebaut. Unterschieden wird zwischen Winterlauch und Sommerlauch, wobei letzterer die etwas dünnere und mildere Variante darstellt.
An Nährstoffen sind in Lauch die Mineralstoffe Eisen und Kalium enthalten, die beide für den Gesunderhalt unseres Organismus eine wichtige Rolle spielen. Auch mit Vitamin C kann Porree punkten, welches freilich beim Erhitzen zum größten Teil verlorengeht.
Tomaten alias Paradeiser
– sonnengereift, gesund und voller Geschmack
Außer einem hohen Wasseranteil enthalten Tomaten viele sekundäre Pflanzenstoffe wie auch verschiedene Mineralstoffe. Besonders Kalium stellt für den Menschen einen wichtigen gesundheitlichen Faktor für eine ausgewogene Ernährung dar, da Kalium für die Regulation des Blutdrucks, aber auch für Muskeln und Nerven ein wertvoller Initiator ist.
Erhitzt gesünder als roh
Zudem sind Tomaten einige der wenigen Gemüsesorten, deren gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe sich durch Erhitzen verbessern, statt sich zu verschlechtern. Gemeint sind die in Tomaten enthaltenen Polyphenole, sogenannte Antioxidantien, wirksame Fänger der zellschädigenden »freien Radikalen«, die – sobald aktiv – ihrem Namen alle Ehre machen.
Hervorzuheben ist in diesem Bezug der in Tomaten reichlich enthaltene, zur Familie der Carotinoide gehörende Farbstoff Lycopin. Dieser Farb- bzw. Wirkstoff allein ist bereits ein guter Grund, regelmäßig Tomaten auf den Speisezettel zu stellen. Natürlichen Nährboden bei der Aufzucht der Tomaten voraussetzend!
Kulinarische Verwendung:
Tomaten sind die Allrounder der mediterranen Küche und bilden die Basis zahlreicher Klassiker – von Pasta- und Pizza-Saucen über Suppen und Eintöpfe bis hin zu frischen Salaten.
Roh entfalten sie ihr volles Aroma besonders in Caprese (mit Mozzarella, Basilikum und Olivenöl) oder in sommerlichen Tomatensalaten mit roten Zwiebeln und Balsamico. In Kombination mit Kräutern wie Thymian, Oregano und Rosmarin entstehen aromatische Dressings oder Bruschetta-Beläge.
Durch Erhitzen intensiviert sich der Geschmack und das wertvolle Lycopin wird besser verfügbar – ideal in Tomatensaucen, Ratatouille, Shakshuka oder als Grundlage für Risotto und Gemüsepfannen. Im Ofen langsam geschmorte oder getrocknete Tomaten entwickeln ein tiefes, süß-würziges Aroma, das besonders gut zu Fleisch, Fisch oder Antipasti passt.
Auch in der feinen Küche spielen sie eine Rolle – etwa als Tomatenconsommé, Sorbet oder Tatar aus confierten Tomaten.
Tomaten stehen somit für Sonnenreife, mediterrane Frische und gesunden Genuss, der in nahezu jeder Küche der Welt seine kulinarische Heimat gefunden hat.
Zwiebeln und Knoblauch
– natürliches Powerduo für Gesundheit und Geschmack
Beide sind ein natürliches Antibiotikum und bekämpfen wirksam schädliche Pilze und krankheitserregende Mikroorganismen. Die Zwiebel ist eng mit dem Knoblauch verwandt und besitzt gegenüber diesem eine mildere Wirkung. Die Kombination der beiden bringt ein starkes Duo hervor.
Beide enthalten wertvolle Antioxidantien, die als Fänger »freier Radikaler« unseren Organismus dabei helfen, gesund zu bleiben.
Die zur Gattung der Liliengewächse gehörenden Pflanzen verfügen zudem über einen hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt, von dem wir ebenfalls gesundheitlich profitieren.
Enthalten sind die Vitamine B1, B2 und B6 sowie die Vitamine C und E. Außer den Mineralstoffen Salz, Eisen, Zink und Magnesium sind noch eine ganze Reihe weiterer Mineralstoffe in Zwiebeln und Knoblauch enthalten, sodass man beide Pflanzen durchaus als hochwertige Mineralstoff-Lieferanten bezeichnen kann.
Kulinarische Verwendung:
Zwiebeln und Knoblauch bilden das aromatische Grundgerüst unzähliger Gerichte – von der heimischen bis zur internationalen Küche. Ob angeschwitzt, gebraten, konfitiert oder roh – ihr Geschmack reicht von süßlich-mild bis kräftig-würzig und sorgt stets für Tiefe und Charakter.
In der mediterranen Küche sind sie unverzichtbar: in Pastasaucen, Risottos, Gemüseragouts, Schmorgerichten oder Fischzubereitungen mit Olivenöl und Kräutern. Auch in der asiatischen, orientalischen und kreolischen Küche sind sie fester Bestandteil von Currys, Dips, Würzpasten und Suben.
Knoblauchöl oder Zwiebelconfit verleihen vegetarischen wie auch Fleischgerichten einen feinen, tiefwürzigen Akzent, während gerösteter oder geschmorter Knoblauch eine butterweiche Süße entfaltet, die besonders zu Lamm, Kalb, Pilzen oder geröstetem Gemüse passt.
So werden Zwiebeln und Knoblauch nicht nur zu Geschmacksträgern erster Güte, sondern auch zu Symbolen für Genuss und Gesundheit – ein Duo, das keiner Küche fehlen sollte.
Zitrusfüchte
– der frische geschmackliche Akzent der Mittelmeerküche
Zitronen, Mandarinen, Limetten und Orangen zählen zu den am häufigsten angebauten Zitrusfrüchten der Welt. Bei der Orange – oder umgangssprachlich Apfelsine – handelt es sich übrigens um eine Kreuzung aus Mandarine und Pampelmuse.
Reich an Vitaminen und Antioxidantien
Zitrusfrüchte enthalten große Mengen an Vitamin C, das unser Immunsystem stärkt und die Abwehrkräfte mobilisiert. Darüber hinaus liefern sie Vitamine der B-Gruppe, Folsäure sowie die Mineralstoffe Kalium, Phosphor und Eisen. Letzteres spielt eine wichtige Rolle bei der Bildung roter Blutkörperchen.
Neben Vitaminen punkten Zitrusfrüchte mit sekundären Pflanzenstoffen wie Flavonoiden – sie wirken antioxidativ und schützen unsere Zellen vor freien Radikalen.
Wer auf seine Kalorienbilanz achtet, darf bei Orangen, Zitronen & Co. gerne zugreifen: Zitrusfrüchte gehören zu den kalorienarmen Lebensmitteln und erfrischen durch ihren natürlichen Säuregehalt auf gesunde Weise.
Kulinarische Verwendung:
In der mediterranen Küche verleihen Zitrusfrüchte mit ihrem feinen Säurearoma vielen Gerichten – von Salaten bis Fisch – Frische, Frucht (Frucht = Schalenabrieb) und geschmackliche Balance.
Oliven und Olivenöl
– das Herz der Mittelmeerküche
Geschwärzte Oliven solltest Du vermeiden!
Diese enthalten Eisengluconat (Eisen(II)-gluconat, E-579). Fügt man diesen sogenannten »Lebensmittelzusatzstoff« den Oliven hinzu, kommt es zu einem Oxidationsvorgang, der die einheitlich schwarze Färbung der Oliven bewirkt. Interessant und sehr bemerkenswert:
Als Grundlage von geschwärzten Oliven dienen nicht schwarze, sondern grüne Oliven.
Ob nicht allein schon diese Tatsache eine Täuschung der Verbraucher darstellt, soll jeder für sich selbst entscheiden.
Nur die halbe Wahrheit …
Zwar gilt E-579 offiziell als gesundheitlich unbedenklich, die entstehenden Wechselwirkungen beim Oxidationsprozess werden bei dieser Einstufung jedoch nicht berücksichtigt. Das durch den vorgenannten Oxidationsprozess entstehende
»Acrylamid« besitzt eine merkliche akute orale Toxizität,
ist also alles andere als gesundheitlich unbedenklich. Ganz im Gegenteil: Wer Acrylamid regelmäßig verzehrt (Tiefkühl-Pommes lassen grüßen), setzt sich dadurch einem erhöhten Risiko aus, an Krebs zu erkranken.
Ungefärbte schwarze Oliven erkennt man daran, dass ihre Farbgebung zwischen hellen und dunklen Schwarz- und Brauntönen variiert.
Geschwärzte Oliven erkennt man an ihrer einheitlichen, tiefschwarzen Färbung, wie sie in der Natur so nicht vorkommt.
Natürliche, also ungefärbte schwarze Oliven sind voll ausgereifte grüne Oliven. Noch grüne Oliven enthalten mehr Vitamine und Mineralstoffe, aber eben auch mehr Wasser als die schwarzen. Zudem besitzen sie gegenüber den Schwarzen einen wesentlich höheren Anteil wertvoller, einfach ungesättigter Fettsäuren.
Und ebenso wichtig, da es hier ja nicht allein um Gesundheit, sondern auch um Genuss geht: Geschwärzte Oliven schmecken anders und bei weitem nicht so gut wie naturbelassene Oliven!
Olivenöl in Premium-Qualität
Nicht nur ich, sondern unser ganzes Team », begeistert sich für gutes, also hochwertig erzeugtes Olivenöl. Ja, mehr noch, man kann uns als echte »Olivenöl-Fans« bezeichnen.
Das liegt in erster Linie am hervorragenden Geschmack von gutem Olivenöl, aber auch an einem zweiten, ebenso wichtigen Aspekt, denn bei näherer Betrachtung besitzt Olivenöl ein geballtes Bündel an positiven Eigenschaften, die unserem Körper helfen, gesund zu bleiben.
So verfügt Olivenöl neben vielen Vitaminen und Mineralstoffen über zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe. Die positiven Wirkungen dieser Stoffe auf unseren Organismus beginnt die Wissenschaft erst langsam zu verstehen.
inige von Ihnen werden erst durch die Verstoffwechselung im Darm durch unsere Darmbakterien richtig aktiv und begünstigen so zahlreiche positive biologische Wirkungen. Z. B. sind sie antibakteriell, antioxidativ (ähnlich den Vitaminen) und dabei in einem so hohen Maß entzündungshemmend, dass sie dabei teilweise sogar den Vitaminen weit überlegen sind.
Ist das nicht wunderbar? Gesundes kann so lecker sein. Aber ich betone ausdrücklich: Alle positiven Wirkungen bekommt man nur bei Olivenöl bester Qualität. Und die bekommt man eben nicht für 4,50 Euro beim Discounter. Darüber sollte man sich im Klaren sein.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oekotrophologe)