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Lendenschnitten mit Champignons nach altem Rezept
Lendenschnitten mit Champignons (nach altem Rezept)
Das Rezept war eines unserer ersten Sonntagsgerichte, als wir vor 40 (!) Jahren gemeinsam mit dem Kochen angefangen haben.
Da es uns sehr gemundet hat, haben wir es viele Jahre lang oft und gerne zubereitet. In den letzten Jahren war es dann jedoch – aus welchen Gründen auch immer – in Vergessenheit geraten. Sehr schade eigentlich und deshalb ein guter Grund, das leckere Rezept wieder einmal zu genießen und mit anderen Genießern zu teilen.
Ehrliches und gesundheitsförderndes Koch-Handwerk
Wichtiger Bestandteil des Gerichts ist seine cremige Sauce, bei deren Zubereitung wir auf industrielle Fertigprodukte wie Saucenbinder oder gar Tütensaucen komplett verzichtet haben. Ehrliches Handwerk eben. Der schöne Nebeneffekt dabei: Der bei weiterverarbeiteten Lebensmitteln obligatorische »Chemiebaukasten« in Form einer ellenlangen »E-XXX«-Auflistung glänzt durch Abwesenheit. Im Zeitalter einer stets steigenden Prozentzahl an Menschen, die unter Lebensmittelunverträglichkeiten leiden, ein nicht unerheblicher Aspekt.
Clean Eating – Rein und gesund essen »
In der Woche, nach Feierabend mal eben, wäre das Rezept allerdings nicht gerade unsere erste Wahl. Etwas Muße und Zeit, ganz im Sinne von »Gernekochen – Mit Wein genießen«, sollte man schon mitbringen, wenn man das Rezept einmal ausprobieren möchte. Und welcher Wochentag eignet sich für dieses Vorhaben besser als ein verregneter Sonntag, an dem man am liebsten zuhause bleibt?
Wie immer, analysiert unser Michael die für das Rezept verwendeten Zutaten: Nährwert- und Gesundheitsanalyse »
Zu »Lendenschnitten mit Champignons nach altem Rezept« harmoniert ein cremiger Chardonnay von Weingut Manz, ein Vorzeige-Chardonnay, mit reifer Frucht, praller Struktur und langem Nachhall. Einfach mal auf unser Weintipp-Icon tippen und mehr erfahren. Wir wünschen wie stets einen Guten Appetit und: Wohl bekomm's!
Rezept:
Lendenschnitten mit Champignons
Zutaten für 4 Personen
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Einkaufszettel:
- 800 g Lendenschnitten alias »Tournedos« von der Filetspitze des Rinds, die man zu kleinen, rundlichen, ca. 2–2,5 cm dicken Steaks verarbeitet)
- 1 EL Butter
- 1 EL Mehl
- 2 Schalotten
- 3 Eigelbe
- 1–2 Spritzer Zitronensaft
- ¼ l Weißwein (alternativ Milch)
- 400 ml Rinderfond
- 200 g braune Champignons
- etwas Salz und
- Pfeffer aus der Mühle
- etwas gefrorene Mehlbutter
Für die Mehlbutter:
- 2 EL Mehl
- 2 EL Butter
Mehlbutter 45 Minuten vorher zubereiten! Dazu beide Zutaten gut miteinander vermengen und ins Eisfach stellen.
Für die Pommes-Chips:
- 6–8 festkochende Kartoffeln, je nach Größe (z. B. »Belana« oder »Annabelle«)
- 4 EL Olivenöl
- 1 TL selbstgemachtes Zwiebel- und Knoblauchpulver
Wie man Zwiebel- und Knoblauchpulver ohne bedenkliche Konservierungsstoffe ganz einfach selber machen kann, verrät unser Workshop ...
Als Beilage zu unseren Lendenschnittchen empfehlen wir einen leckeren Blattsalat.
Zutaten »Kopfsalat Klara« :
- 1 Kopf Blattsalat
- 1 hartgekochtes Ei
- 4 EL Premium-Olivenöl, z. B. AGURÉLEO-Frühernte-Olivenöl »
- 4 EL Premium-Olivenöl, z. B. AGURÉLEO-Frühernte-Olivenöl
- 1 TL deutscher Senf mittelscharf
-
1 kleiner Becher (150 ml) saure oder
125 ml süße Sahne, ganz nach Vorliebe - 1 Bund Petersilie
- 1 Bund Schnittlauch
- etwas Pfeffer und
- Salz aus der Mühle
Das benötigt man zusätzlich für das Hauptgericht:
- Wasserbad
Dazu eine Edelstahlschüssel in einem passenden, max. halb mit Wasser gefüllten Topf mit kochendem Wasser hängen. Der Boden der Schüssel sollte dabei das Wasser nicht berühren, sodass der Kochvorgang allein durch den aufsteigenden Wasserdampf geschieht. - Schüsselsieb zum Auffangen des Pilzsaftes (alternativ Küchensieb mit passendem Topf verwenden)
- Backblech mit Backpapier oder alternativ
- Perforiertes Backblech oder alternativ
- Backkorb aus Drahtgeflecht
Zubereitung:
1) Champignons nicht waschen, sondern – falls nötig – mit einem Küchenpinsel vorsichtig säubern. Eigelbe von Eiweiße trennen. Schalotten pellen und klein hacken. (Eine gehackte Schalotte für die Champignons aufbewahren.) Restliche Zutaten für die Sauce bereitstellen.
2.1) Kasserole mittelstark erhitzen. Butter und gehackte Schalotte unter Wenden kurz darin anschwitzen. Mehl hinzufügen, ebenfalls kurz anschwitzen und mit einem Schuss Weißwein ablöschen. Unter ständigem Rühren so lange weiter Wein zugießen, bis eine schöne sämige Mehlschwitze mit der gewünschten Konsistenz entstanden ist.
2.2) « Roux » bzw. Mehlschwitze nun in ein Wasserbad (siehe Hinweis Einkaufszettel!) setzen. Diese Vorgehensweise ist zwingend notwendig, damit die Eigelbe nicht gerinnen(!) Nun die Eigelbe mit dem Schneebesen unter ständigem Rühren mit der Roux verarbeiten.
2.3) Nach und nach Rinderfond in kleinen Mengen zugeben und mit der Saucenbasis vermengen. Für eine schöne Sensorik Sauce danach noch mit dem Zauberstab aufmixen.
3.1) Beschichtete Schmorpfanne mit Butter dreiviertelstark (max. 130°) erhitzen. Hitze auf mittlere Temperatur reduzieren und Champignons unter Wenden nur kurz anbraten. Sie sollen noch bissfest sein. Schalotten hinzufügen und ein paar Sekunden mitschwitzen lassen.
3.2) Pfanneninhalt mit einem kräftigen Schuss Weißwein ablöschen ...
3.3) und sofort in ein Schüsselsieb umfüllen. So garen die Champignons nicht weiter und behalten ihre bissfeste Konsistenz und ihren guten Geschmack. Deckel zum Warmhalten auflegen und ein paar Minuten warten, bis der Pilzsaft-Butter-Wein-Sud in die Auffangschüssel getropft ist.
3.4) Den aufgefangenen Sud in die Sauce geben und mit dem Schneebesen mit dieser vermengen.
3.5) Hat die Sauce noch nicht die gewünschte Konsistenz, kann man sie noch etwas einreduzieren und/oder bröckchenweise gefrorene Mehlbutter unterrühren um sie etwas anzudicken. Champignons solange separat warmhalten. Sauce final noch mit Pfeffer und Salz sowie 1–2 Spritzern Zitronensaft abschmecken. Hitze reduzieren, Champignons hinzufügen.
4) Backofen auf 80° Ober-/Unterhitze vorwärmen. Steakpfanne auf hohe Temperatur erhitzen. Tournedos alias Lendenschnitten ggf. portionsweise 2 Min. von jeder Seite scharf braten. Im Backofen vor dem Servieren 10–15 Min. ruhen lassen.
Gernekochen-Basiswissen: Steaks richtig braten
Steak-Brattemperatur: Je nach Herd und verwendeter Pfanne, kann die Temperatureinstellung (niedrig, mittel, hoch) unterschiedliche Temperaturen erzeugen. Die optimale Brattemperatur für Steaks liegt bei 220–240 Grad. Liegt die Brattemperatur darunter, gelingt das Anbraten der Steaks nicht. Deshalb vor dem Anbraten unbedingt den "Wassertropfen-Test" machen. Dazu einfach ein paar Tropfen kaltes Wasser in die Pfanne spritzen. Wenn die Tropfen zerplatzen und verdampfen, hat die Pfanne die richtige Arbeitstemperatur erreicht.
Pommes chips – ohne Friteuse und ohne Plattenfett
1) Kartoffeln schälen und mit einem scharfen Messer in ca. 3–4 mm dicke Scheiben schneiden.
2) Pommes chips in kaltem Wasser durch Bewegen von der Kartoffelstärke befreien. Behälter erneut mit Wasser befüllen und Pommes chips noch 15 Min. darin lassen, um noch die restliche Stärke auszuschwemmen.
3) Wasser abschütten, Pommes chips im Sieb trockenschütteln und in einer Schüssel in Olivenöl mehrfach wenden. Mit Zwiebel-Knoblauch-Pulver würzen.
4) Backofen auf 170° Umluft vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen und Pommes chips darauf verteilen. Je nach Kartoffelsorte 30–40 Min. goldbraun backen. Nach der halben Garzeit einmal wenden. Pommes chips in eine Schüssel geben, Salz hinzufügen und unter mehrfachen Wenden der Chips auf diese verteilen.
Unser Tipp: Mit einem Drahtkorb oder perforiertem Backblech entfällt das Wenden (und das Backpapier). Klasse!
Nährwert- & Gesundheitsanalyse
von Dipl. Ernährungswissenschaftler Michael Pagelsdorf
Rindfleisch
– kräftig im Aroma, stark an Vitamin B12
Neben hochwertigem Eiweiß enthält Rind- wie auch Lammfleisch die lebenswichtigen Vitamine B2, B6 und B12 sowie wichtige Mineralstoffe wie Eisen, Zink und Selen. Vitamin B1 ist ebenfalls vorhanden, jedoch in geringeren Mengen als beispielsweise in Schweinefleisch.
Besonders Eisen und Vitamin B12 spielen eine zentrale Rolle bei der Bildung roter Blutkörperchen. Vitamin B12 kann in relevanten Mengen fast nur über tierische Produkte aufgenommen werden.
Eisen ist nicht allein für die Blutbildung, sondern auch für den Muskelaufbau relevant, da es eine Schlüsselrolle beim Sauerstofftransport zu den Muskelzellen spielt. Eine ausreichende Sauerstoffversorgung ist für unsere Muskeln die Voraussetzung für Leistung, Regeneration und Wachstum.
Daher lässt sich feststellen, dass eine rein vegane Ernährung ohne Supplemente nicht als vollständig ausgewogen betrachtet werden kann. Bereits 150 g Lamm- oder Rinderfilet können den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin B12 decken und leisten zugleich einen wertvollen Beitrag zur Eisenversorgung.
Kulinarische Verwendung:
Rindfleisch zählt zu den vielseitigsten Fleischsorten überhaupt und ist aus der internationalen Küche nicht wegzudenken. Je nach Teilstück lässt es sich braten, schmoren, grillen oder roh genießen – etwa als feines Carpaccio oder würziges Tatar.
Zu den besonders edlen Cuts gehören Filet, Entrecôte und Hüftsteak, die durch ihre zarte Konsistenz und den kräftigen, aromatischen Geschmack überzeugen. Für Schmorgerichte eignen sich hingegen Schulter, Wade oder Brust, die durch langsames Garen in Wein, Brühe oder Gemüsesud besonders saftig werden.
Auch in der modernen, leichten Küche spielt Rindfleisch eine wichtige Rolle – etwa in Form von kurzgebratenen Asia-Wok-Gerichten oder als proteinreiches Steak mit frischen Beilagen.
So steht Rindfleisch für intensiven, eiweißreichen Genuss und kraftvolle Aromen, die sich nahezu jeder Kochkultur anpassen lassen.
Champignons
– zart im Geschmack, stark an Vitamin D
Champignons sind nicht nur ein wichtiger Mineralstofflieferant (Eisen, Calcium, Kalium u. Natrium), sondern auch ein wertvoller Vitamin-D-Lieferant und somit ebenfalls eine Empfehlung auf dem Speisezettel wert. Vitamin D gehört zur Familie der fettlöslichen Vitamine, welche gleich mehrere gute Eigenschaften mit sich bringen. Dazu gehören die positive Beeinflussung der Regulation des Calcium- und Phosphathaushaltes im menschlichen Körper wie auch die Steuerung der Einlagerung von Calcium in die Knochen. Außerdem unterstützt Vitamin D die Vorbeugung vor Osteoporose und hemmt zudem die Zellproliferation verschiedener Tumorzellen.
Und ... Vitamin-D macht gute Laune. 😊
Kulinarische Verwendung:
Champignons sind wahre Allrounder in der Küche und lassen sich roh, gebraten oder gegrillt genießen. Ihr milder, leicht nussiger Geschmack macht sie zur perfekten Beilage zu Fleisch-, Fisch- und Gemüsegerichten. In Scheiben geschnitten verfeinern sie frische Salate, während sie in Butter oder Olivenöl angebraten ihr volles Aroma entfalten – ideal für Pasta, Omelettes oder Rahmgerichte.
Auch in der vegetarischen Küche spielen Champignons eine wichtige Rolle: als herzhafter Fleischersatz in Burgern, gefüllt aus dem Ofen oder zu Risotto und Quiche. Dank ihrer aromatischen Tiefe bringen sie eine feine Umami-Note in viele Gerichte – ein leichter, stimmungsaufhellender Genuss, der Körper und Seele gleichermaßen guttut.
Hühnereier
– das unterschätzte Kraftpaket im Kleinformat
Hühnereier besitzen durchschnittlich 7 g Proteine und damit einen hohen Gehalt an biologisch wertvollen Substanzen. Biologisch wertvoll deshalb, da die im Ei enthaltenen Proteine einen hohen Anteil an essentiellen Aminosäuren mit einem sehr guten Gleichgewicht aufweisen. Der Proteingehalt eines Hühnereis wird deshalb als Referenzwert angesehen. Ein Vergleich mit anderen Lebensmitteln macht dies deutlich: Zwei Hühnereier enthalten dieselbe Menge an Proteinen wie bspw. 100 g Fisch oder 100 g Fleisch.
Der durchschnittliche Fettgehalt ist mit 7 g genau so hoch wie der Proteingehalt. Es ist vor allem im Eigelb und weniger im Eiweiß enthalten. Bei den Fettsäuren im Ei handelt es sich zu zwei Dritteln um ungesättigte Fettsäuren.
Etwas in Verruf kam eine Zeit lang der Verzehr von Ei aufgrund seines – mit ca. 180 mg – recht hohen Cholesteringehalts, was man jedoch auf keinen Fall überbewerten sollte, da solche Warnungen und Einstufungen meist gewissen Trends unterliegen und sich somit auch wieder ändern können. Zudem besitzen Hühnereier einen hohen Vitamin-A-, D- und E-Anteil und enthalten die Spurenelemente Eisen und Zink.
Kulinarische Verwendung:
Hühnereier lassen sich in der Küche außerordentlich vielseitig einsetzen und können sowohl pur als auch in Kombination mit anderen Lebensmitteln genossen werden. Sie eignen sich zum Kochen, Braten, Pochieren oder Backen, dienen als Bindemittel, Lockerungsmittel und Verfeinerung in Saucen, Aufläufen und Teigen und ergänzen zahlreiche Gerichte auf einfache und geschmackvolle Weise.
Zwiebeln und Knoblauch
– natürliches Powerduo für Gesundheit und Geschmack
Beide sind ein natürliches Antibiotikum und bekämpfen wirksam schädliche Pilze und krankheitserregende Mikroorganismen. Die Zwiebel ist eng mit dem Knoblauch verwandt und besitzt gegenüber diesem eine mildere Wirkung. Die Kombination der beiden bringt ein starkes Duo hervor.
Beide enthalten wertvolle Antioxidantien, die als Fänger »freier Radikaler« unseren Organismus dabei helfen, gesund zu bleiben.
Die zur Gattung der Liliengewächse gehörenden Pflanzen verfügen zudem über einen hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt, von dem wir ebenfalls gesundheitlich profitieren.
Enthalten sind die Vitamine B1, B2 und B6 sowie die Vitamine C und E. Außer den Mineralstoffen Salz, Eisen, Zink und Magnesium sind noch eine ganze Reihe weiterer Mineralstoffe in Zwiebeln und Knoblauch enthalten, sodass man beide Pflanzen durchaus als hochwertige Mineralstoff-Lieferanten bezeichnen kann.
Kulinarische Verwendung:
Zwiebeln und Knoblauch bilden das aromatische Grundgerüst unzähliger Gerichte – von der heimischen bis zur internationalen Küche. Ob angeschwitzt, gebraten, konfitiert oder roh – ihr Geschmack reicht von süßlich-mild bis kräftig-würzig und sorgt stets für Tiefe und Charakter.
In der mediterranen Küche sind sie unverzichtbar: in Pastasaucen, Risottos, Gemüseragouts, Schmorgerichten oder Fischzubereitungen mit Olivenöl und Kräutern. Auch in der asiatischen, orientalischen und kreolischen Küche sind sie fester Bestandteil von Currys, Dips, Würzpasten und Suben.
Knoblauchöloder Zwiebelconfit verleihen vegetarischen wie auch Fleischgerichten einen feinen, tiefwürzigen Akzent, während gerösteter oder geschmorter Knoblauch eine butterweiche Süße entfaltet, die besonders zu Lamm, Kalb, Pilzen oder geröstetem Gemüse passt.
So werden Zwiebeln und Knoblauch nicht nur zu Geschmacksträgern erster Güte, sondern auch zu Symbolen für Genuss und Gesundheit – ein Duo, das keiner Küche fehlen sollte.
Butter alias Gute Butter
– cremiger Genuss voller wertvoller Omega-3-Fettsäuren
Nachdem Butter über Jahrzehnte hinweg systematisch schlechtgeredet wurde, ohne dies auf wissenschaftliche Studien zu stützen, ist sie zwischenzeitlich von ihrem schlechten Ruf »freigesprochen« worden – und das völlig zu Recht.
Butter besitzt einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, die eben NICHT – wie lange Zeit behauptet – schlecht für unseren Organismus sind. Aber auch einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind in Butter enthalten.
Gegenüber Olivenöl kann sie zudem noch mit einem echten Plus punkten: Abhängig von der Nahrung, die Kühe zu sich nehmen, besitzt Butter die für den Menschen zwingend erforderlichen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA. Je mehr frisches Gras (Stichwort: Freilandhaltung!) eine Kuh zu sich nimmt, desto höher der Omega-3-Anteil in der Milch und deren Produkten.
Hier können sich z. B. der deutsche Marktführer Kerrygold sowie eine Handvoll weiterer Hersteller mit der Qualität ihrer Butter und den darin enthaltenen gesunden Fettsäuren ganz klar aus der Menge der Butterproduzenten hervorheben.
Freilandhaltung vorausgesetzt (gem. Bio-Verordnung mindestens 120 Tage im Jahr), verdient Butter ihren Namen »Gute Butter«, den ihr bereits unsere Großeltern gegeben haben, also völlig zu Recht.
Butterschmalz
Wie auch Claudia und Jürgen in ihren Rezepten mit Butterschmalz schreiben, gibt es viele Namen für »Braune Butter«, die vom Milcheiweiß befreite (geläuterte) Variante der Basisbutter. Um den Begriff »Ghee« wird seit geraumer Zeit ein Hype gemacht, dabei handelt es sich dabei um nichts anderes als eben braune Butter.
Mit dem Begriff »Ghee« ist allerdings auch eine Lebensphilosophie verbunden. Das hat auch die Industrie erkannt und so kommt es, dass man Ghee im Verkaufsregal meist höherpreisig vorfindet als eben »ordinäres« Butterschmalz, das ja bereits mehr als teuer genug ist.
Greifen Sie in diesem Fall also ruhig zum Butterschmalz. Artgerechte Freilandhaltung zur Erzeugung des Rohstoffs Butter vorausgesetzt, ist dieser eine ebenso gute und zudem preiswertere Wahl.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oecotrophologe)