Omas Kartoffelsuppe mit Würst­chen und Speck

– Traditionelle, sä­mi­ge Kar­tof­fel­­sup­­pe nach al­tem Re­zept

Omas Kartoffelsuppe mit Würstchen und Speck Omas Kartoffelsuppe mit Würstchen und Speck

Omas Kartoffel­sup­pe mit Würst­chen und Speck

Gemäß statistischen Umfra­gen, ist die Kar­tof­fel nach wie vor die be­lieb­tes­te Bei­la­ge auf deut­schen Tel­lern (Un­ser Mi­cha­el geht in sei­ner an­schlie­ßen­den Nähr­wert- und Ge­sund­heits­ana­ly­se » da­rauf ein).

Aber auch als Haupt­ge­richt ist die Kar­tof­fel ein gern ge­se­he­ner Gast in deut­schen Kü­chen. So ist z. B. auch »Omas Kar­tof­fel­sup­pe mit Würst­chen und Speck« kei­ne Vor­spei­se oder Zwi­schen­mahl­zeit, son­dern de­fi­ni­tiv ein Haupt­ge­richt das satt und glück­lich macht.

Einfach, schnell und kos­ten­güns­tig zu­zu­be­rei­ten, kann man sie auch an Wo­chen­ta­gen ger­ne ge­nie­ßen. Wie im­mer, gibt es auch hier nicht nur ein ein­zi­ges »Ori­gi­nal­re­zept«, son­dern statt­des­sen vie­le Va­ri­an­ten; ganz nach per­sön­li­chem »Gus­­to« der Kö­chin oder des Kochs. So ha­ben wir z. B. bei un­se­rer vor­her­ge­hen­den Re­cher­che in ei­nem al­tem Koch­buch auch ei­ne Re­zept­an­lei­tung, die ei­ne Mehl­schwit­ze » be­in­hal­tet ge­fun­den.

Sämige Konsistenz

Natürlich soll eine klas­si­sche Kar­tof­fel­sup­pe ei­ne sä­mi­ge Kon­sis­tenz be­sit­zen und in der Tat, ha­ben nicht we­ni­ge Omas in deut­schen Kü­chen für die Zu­be­rei­tung ih­rer täg­li­chen Spei­sen ei­ne Mehl­schwit­ze als Ba­sis ver­wen­det. Un­se­re Kar­tof­fel­sup­pe, kommt aber auch oh­ne die­se schon recht mäch­tig und sät­ti­gend da­her, so­dass wir auf die Va­ri­an­te mit Mehl­schwit­ze be­wusst ver­zich­tet ha­ben. Al­ter­na­tiv zu die­ser, lässt sich die Sup­pe näm­lich auch pri­ma mit ei­ner Kar­tof­fel-Le­gie­rung bin­den. Ein oder zwei hand­voll ge­gar­te Kar­tof­feln – je nach ge­wünsch­ter Sä­mig­keit bzw. Kon­sis­tenz – mit dem Zau­ber­stab und et­was Brü­he fein pü­riert, ver­leiht der Sup­pe ratz­fatz und oh­ne viel Auf­wand die ge­wünsch­te Bin­dung. In un­se­rer be­bil­der­ten Re­zept­an­lei­tung zei­gen wir wie im­mer – Schritt für Schritt – wie es geht.

Siegeszug der »Erd­tuffel« – Kur­ze Kar­tof­fel-His­to­rie

Gemäß historischen Über­lie­fe­run­gen, wa­ren es die In­kas, die als Ers­te die »Pa­pas« – was so­viel wie »Knol­le« heißt – kul­ti­viert ha­ben. Und das be­reits weit v. Chr.(!) In Eu­ro­pa nahm die Ge­schich­te der »Erd­knol­le« ali­as »Grum­bee­re« da­ge­gen erst sehr viel spä­ter ih­ren Lauf. Spa­ni­sche Ent­de­cker und Er­obe­rer brach­ten sie aus der »Neu­en Welt« mit in die eu­ro­pä­ische Hei­mat.

In Deutschland, tat sie sich je­doch zu­erst schwer. Die Bau­ern moch­ten sie nicht und wehr­ten sich ge­gen ih­ren An­bau, da sie ih­re da­mals üb­li­che »Drei­fel­der­wirt­schaft« durch­brach. So kam es, dass die Kar­tof­fel in Deutsch­land erst um 1700 kul­ti­viert wur­de. Und das ge­schah aus­ge­rech­net im klei­nen Vogt­land, dem öst­li­chen Nach­barn Thü­rin­gens. »Erd­ep­fel« ali­as »Vogt­län­di­sche Knol­len«, wie sie an­fangs ge­nannt wur­den, er­blick­ten in Deutsch­land dort das Licht der Welt.

Auch und insbeson­de­re im be­nach­bar­ten Thü­rin­gen, dem »grü­nen Her­zen Deutsch­lands«, ist die »Tuf­fel« seit­dem nicht mehr weg­zu­den­ken. Die be­rühm­ten Thü­rin­ger Klö­ße » sind das bes­te Zeug­nis da­für! Da­bei ist es al­ler­dings nicht ge­blie­ben. Ih­ren Sie­ges­zug, hat die Kar­tof­fel seit­dem in ganz Deutsch­land ge­macht. Und das unter den ver­schie­dens­ten, re­gio­na­len Na­mens­ge­bun­gen: In der Pfalz nennt man sie »Grum­bee­re«, in Bay­ern und Ös­ter­reich »Erd­ap­fel« oder, aus dem Böh­mi­schen, scherz­haft auch »Bram­bo­ri« (tschechisch: »brambory«, was so viel wie »Bran­den­bur­ger« heißt). In allen Regionen ist sie bis heu­te be­kannt und be­liebt.

Gernekochen-Weintipp

Zu »Omas Kartoffel­sup­pe mit Würst­chen und Speck har­mo­niert ein ele­gan­ter, schwe­fel­frei­er »Weiß­bur­gun­der« des Wein­guts Rai­ner Heil, Mo­sel. Ein­fach mal auf un­se­r Wein­tipp-Icon tip­pen und mehr er­fah­ren. Wir wün­schen wie stets ei­nen gu­ten Ap­pe­tit und: Wohl be­komm's!

Re­zept:
Pürierte Kar­tof­fel­sup­pe

Zutaten für 4 Personen


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Einkaufszettel:

  • 1 kg vorwiegend fest­ko­chen­de Kar­tof­feln
  • 1 große (oder 2 kleine) Karotte(n) bzw. Möhre(n), »Gelbe Rübe(n)«
  • 1 Stange Lauch alias Porree
  • 200 g Knollensellerie
  • 1 große (oder 2 kleine) weiße Zwiebel(n)
  • 75 g Räucherspeck am Stück mit Schwar­te (wir ha­ben »Guan­ci­ale« verwendet)
  • 1,5 l (3 große Gläser) Kalbs- oder Gemüsefond
  • 100 ml Kochsahne
  • 1½ TL Majoran, frisch gehackt oder getrocknet
  • 1–2 Prisen Muskatnussabrieb
  • 20 g Butterschmalz
  • 1 Lorbeerblatt
  • 4 EL Essig
  • Salz und
  • Pfeffer aus der Mühle

Als Einlage, gemäß persönlicher Vorliebe:

  • 4 Weißwürstchen
    600 g Kassler oder alternativ
    4 Wiener Würstchen oder alternativ
    4 Mettenden
Gemüsefond selber machen

Zubereitung:

1) Kartoffeln, Möh­­ren und Sel­­le­­rie put­zen und schä­len. Möh­ren in Schei­ben, Kar­tof­feln in Stü­cke schnei­­­­­den. Zwie­­bel pel­len und klein ha­cken. Lauch sorg­fäl­tig wa­schen. Nur den zar­ten Teil des Grüns ver­wen­den und in Ringe schneiden, den dun­­kel­­grü­­nen Rest so­wie das har­te, wei­ße Lauch­­en­­de ab­­tren­­nen. Ma­jo­ran ab­­brau­­sen und tro­­cken­­schüt­­teln. Blät­ter vom Stiel zup­fen und klein ha­cken. Speck in klei­­ne Wür­­fel schnei­­den und für Ar­beits­schritt 3 beiseite stellen. Rest­­li­­che Zu­­ta­­ten be­­reit­­stel­­len.

2.1) Topf mit Butterschmalz mittel­­stark er­­hit­­zen. Zu­­erst das Wur­zel­ge­mü­se un­ter ge­le­gent­li­chem Wen­den gla­sig an­­bra­­ten. An­schlie­ßend Lor­beer­blatt hin­zu­fügen.

2.2) An­schlie­ßend Zwie­beln, Lauch und Kar­tof­feln zu­­fü­­gen. Al­les un­­­ter ge­le­gent­li­chem Wen­­­den mit­­schwit­­zen las­­sen.

2.3) Topf­­in­­halt mit Kalbs- oder Ge­­mü­­se­­fond auf­gie­ßen. (Wir haben Kalbs­fond ver­wen­det!)

2.4) Eine handvoll Kartoffeln mit ca. 500 ml Flüs­sig­keit ent­neh­men und in ei­nen Mix­be­cher fül­len. Mit dem Zau­ber­stab sä­mig pü­rie­ren. Kar­tof­fel-Le­gie­rung in die Sup­pe ein­rüh­ren. Die sä­mi­ge Bin­dung trägt er­heb­lich zum gu­­ten Ge­­schmack der Sup­­pe bei.

2.5) Lorbeerblatt entnehmen. Sup­pe noch mit einem Stich But­ter und Sah­ne ver­edeln. Mit Es­sig, Ma­jo­ran, Pfef­fer und Salz ab­schme­cken. Optional: Eine Pri­se Mus­kat­nuss­ab­rieb ver­leiht der Sup­pe noch ei­nen fei­nen Ge­schmack.

3) Würstchen schräg in mund­ge­rech­te Stü­cke schnei­den. Pfan­ne mit­tel­stark bis stark er­hit­zen. Speck­wür­fel un­ter ge­le­gent­li­chem Wen­den knus­prig aus­bra­ten.

4) Abschließend noch Würstchen und Speck zu­fü­gen und kurz mit­kö­cheln las­sen.

Nährwert- & Ge­sund­heits­ana­ly­se

von Dipl. Ernährungs­wissen­schaftler Michael Pagelsdorf

Kartoffeln alias Erd­äp­fel

– natürliche Energie, die schmeckt

Kartoffeln

Kartoffeln, in bestimm­ten Re­gio­nen Deutsch­lands so­wie ei­ni­gen Nach­bar­län­dern auch als »Erd­äp­fel« oder »Grund­bir­nen« bzw. »Grum­bee­ren« (Pfalz)) und wei­te­ren Re­gio­nal­na­men be­kannt, ge­hö­ren wie auch To­ma­ten und Pap­ri­ka zur Fa­mi­lie der Nacht­schat­ten­ge­wäch­se.

Gemäß statistischen Umfragen ist die Knol­len­frucht nach wie vor der Deut­schen liebs­te Bei­la­ge und das ist auch gar nicht schlecht.

Kartoffeln sind vi­ta­min- und mi­ne­ral­stoff­reich und da­bei noch ka­lo­ri­en­arm. Vor al­lem das Vi­ta­min-C ist in nen­nens­wer­ten Men­gen in der Nutz­pflan­ze ent­hal­ten. Des wei­te­ren be­sit­zen die Knollen ei­nen ho­hen Ei­weiß­an­teil, der in Kom­bi­na­tion mit den in un­se­rem Re­zept ver­wen­de­ten Ei­ern sehr gut von un­se­rem Or­ga­nis­mus re­sor­biert und in kör­per­ei­ge­nes Ei­weiß trans­for­miert werden kann.

Gekochte Kartoffeln wir­ken sich al­ler­dings stark auf den Blut­zu­cker aus, da die Stär­ke durch den Koch­vor­gang als na­he­zu rei­ne Glu­co­se im Dünn­darm auf­ge­nom­men wird.

Lässt man die Kartof­fel nach dem Koch­vor­gang er­kal­ten und ver­ar­bei­tet sie dann erst wei­ter, bil­det sich ei­ne »Re­sis­ten­te Stär­ke«, die sich we­sent­lich güns­ti­ger auf den Blut­zu­cker­spie­gel aus­wirkt. So wer­den z. B. Brat­kar­tof­feln klas­si­scher­wei­se aus ER­KALTE­TEN Kar­toffeln her­ge­stellt.

Kulinarische Verwendung:

Kartoffeln sind aus der Küche kaum weg­zu­den­ken – ob als cre­mi­ges Pü­ree, knusp­ri­ge Brat­kar­tof­feln, herz­haf­te Gra­tins oder fei­ne Sup­pen. Sie las­sen sich in un­zäh­li­gen Va­ria­tio­nen zu­be­rei­ten und pas­sen zu na­he­zu je­dem Ge­richt. Ihr zar­ter, neu­tra­ler Ge­schmack macht sie zu ei­nem idea­len Ba­sis­le­bens­mit­tel für leich­ten und ge­sun­den Ge­nuss.

Mettwurst

– rusti­ka­ler Fleisch­ge­nuss mit Tra­di­tion

Mettwurst

Mettwurst ist eine traditio­nel­le Roh­wurst­sor­te, die vor al­lem im deutsch­spra­chi­gen Raum fest ver­an­kert ist. Ihr Na­me lei­tet sich vom Be­griff »Mett« für fein zer­klei­ner­tes, ro­hes Schwei­ne­fleisch ab und be­schreibt da­mit die Grund­la­ge ih­rer Her­stel­lung. Je nach Re­gi­on wird sie grob oder fein ge­wolf­tes Fleisch mit Salz, Pfef­fer und wei­te­ren Ge­wür­zen ver­ar­bei­tet und an­schlie­ßend ge­räu­chert oder luft­ge­reift. Der Räu­cher­pro­zess prägt nicht nur das ty­pi­sche, herzhaf­te Aro­ma, son­dern trägt auch zur Halt­bar­keit bei. Ent­spre­chend un­ter­schei­det man schnitt­fes­te, län­ger ge­reif­te Sor­ten und fri­sche­re, streich­fä­hi­ge Va­ri­an­ten.

Ernährungsphysio­lo­gisch ist Met­twurst ein en­er­gie­rei­ches Le­bens­mit­tel mit ho­hem Ei­weiß­ge­halt. Sie lie­fert Ei­sen und Zink, die für Blut­bil­dung, Im­mun­sys­tem und Stoff­wech­sel wich­tig sind, ent­hält je­doch gleich­zei­tig re­la­tiv viel Fett und Salz. Da­durch zählt sie er­näh­rungs­wis­sen­schaft­lich zu den Le­bens­mit­teln, die we­ni­ger der Sät­ti­gung als viel­mehr dem in­ten­si­ven Ge­schmacks­er­leb­nis die­nen und ent­spre­chend maß­voll kon­su­miert wer­den soll­ten.

Achtung: Nitrite und Nitrate
Wie viele Rohwürste wird auch Mett­wurst in der Re­gel mit Ni­trit­pö­kel­salz halt­bar ge­macht. Die­ses sorgt für die sta­bi­le, rö­t­li­che Far­be, ver­län­gert die Halt­bar­keit und schützt vor schäd­li­chen Bak­te­ri­en, wäh­rend es gleich­zei­tig das ty­pi­sche Pö­kel­aro­ma er­zeugt. Bei häu­fi­gem Kon­sum kön­nen sich je­doch po­ten­zi­ell krebs­er­re­gen­de Ni­tro­sa­mi­ne bil­den. Aus die­sem Grund gilt auch für Mett­wurst, sie als De­li­ka­tes­se zu be­trach­ten, die in klei­nen Men­gen ge­nos­sen wird und nicht zum täg­li­chen Be­stand­teil der Er­näh­rung wer­den soll­te.

Kulinarische Verwendung:

Mettwurst wird in der Kü­che vor al­lem als wür­zi­ger Ge­schmacks­ge­ber ge­schätzt. Klas­sisch kommt sie kalt auf Brot oder Bröt­chen zum Ein­satz, häu­fig be­glei­tet von Zwie­beln, Gur­ken oder Senf. Schnitt­fes­te Sor­ten eig­nen sich her­vor­ra­gend für Ein­töp­fe, Sup­pen und Kohl­ge­rich­te, in de­nen sie ih­re Wür­ze beim Mit­kö­cheln ab­ge­ben. Fein ge­wür­felt oder an­ge­bra­ten ver­leiht Met­twurst auch Kar­tof­fel- oder Hülsen­frucht­ge­rich­ten Tie­fe und Herz­haf­tig­keit, wo­bei be­reits klei­ne Men­gen aus­rei­chen, um ein aus­ge­präg­tes Aro­ma zu er­zeu­gen.

Räucherspeck

– besser nicht zu oft ge­nießen

Räucherspeck

So lecker er auch ist: Zu oft – im Sin­ne von re­gel­mä­ßig – soll­te man ihn nicht auf sei­nen Spei­se­zet­tel set­zen, da das für die Pö­ke­lung und Kon­ser­vie­rung des Schin­kens ver­wen­de­te Nitrit­pökel­salz auf­grund zahl­rei­cher, in den letzten Jah­ren durch­ge­führ­ter Stu­dien im Ruf steht, in­di­rekt krebs­er­re­gend zu sein.

Achtung: Nitrite sind toxisch!

Nitrite sind für sich al­lein be­reits für den Men­schen to­xisch, doch da­mit nicht ge­nug. Be­son­ders bei starker Er­hit­zung (z. B. Gril­len) be­güns­tigt Na­tri­um­ni­trit im sau­ren Mi­lieu des Ma­gens die Ent­steh­ung sogenannter »Ni­tro­sa­mi­ne«, die von der Wis­sen­schaft als krebs­er­re­gend ein­ge­stuft wer­den. Oder an­ders for­mu­liert: Wer Le­bens­mit­tel, die mit Ni­tri­tpö­kel­salz halt­bar ge­macht wurden, zu oft kon­su­miert, setzt sich da­mit ei­nem er­höh­ten Krebs­ri­si­ko aus!

Petition:Schluss mit den Nitriten, die unserer Nahrung zugesetzt werden »

Zwiebeln und Knoblauch

– natürliches Powerduo für Gesund­heit und Ge­schmack

Zwiebeln und Knoblauch

Beide sind ein na­tür­li­ches Anti­bio­ti­kum und be­kämp­fen wirk­sam schäd­li­che Pil­ze und krank­heits­er­re­gen­de Mi­kro­or­ga­nis­men. Die Zwie­bel ist eng mit dem Kno­blauch ver­wandt und be­sitzt ge­gen­über die­sem ei­ne mil­de­re Wir­kung. Die Kom­bi­na­tion der bei­den bringt ein star­kes Duo her­vor.

Bei­de ent­hal­ten wert­vol­le An­ti­oxi­dan­tien, die als Fän­ger »freier Ra­di­ka­ler« un­se­ren Or­ga­nis­mus da­bei hel­fen, ge­sund zu blei­ben.

Die zur Gat­tung der Li­li­en­ge­wäch­se ge­hö­ren­den Pflan­zen ver­fü­gen zu­dem über ei­nen ho­hen Vi­ta­min- und Mi­ne­ral­stoff­ge­halt, von dem wir eben­falls ge­sund­heit­lich pro­fi­tie­ren.

Ent­hal­ten sind die Vi­ta­mi­ne B1, B2 und B6 so­wie die Vi­ta­mi­ne C und E. Au­ßer den Mi­ne­ral­stof­fen Salz, Ei­sen, Zink und Mag­ne­si­um sind noch ei­ne gan­ze Rei­he wei­te­rer Mi­ne­ral­stof­fe in Zwie­beln und Kno­blauch ent­hal­ten, so­dass man bei­de Pflan­zen durch­aus als hoch­wer­ti­ge Mi­ne­ral­stoff-Lie­fe­ran­ten be­zeich­nen kann.

Kulinarische Verwendung:

Zwie­beln und Kno­blauch bil­den das aromatische Grund­ge­rüst un­zäh­li­ger Ge­rich­te – von der hei­mi­schen bis zur in­ter­na­tio­na­len Kü­che. Ob an­ge­schwitzt, ge­bra­ten, kon­fi­tiert oder roh – ihr Ge­schmack reicht von süß­lich-mild bis kräf­tig-wür­zig und sorgt stets für Tie­fe und Cha­rak­ter.

In der me­di­ter­ra­nen Kü­che sind sie un­ver­zicht­bar: in Pas­ta­saucen, Ri­sot­tos, Ge­mü­se­ra­gouts, Schmor­ge­rich­ten oder Fisch­zu­be­rei­tun­gen mit Oli­ven­öl und Kräu­tern. Auch in der asi­a­ti­schen, ori­en­ta­li­schen und kre­o­li­schen Kü­che sind sie fes­ter Be­stand­teil von Cur­rys, Dips, Würz­pas­ten und Su­ben.

Kno­blauch­öloder Zwie­bel­con­fit ver­lei­hen ve­ge­ta­ri­schen wie auch Fleisch­ge­rich­ten ei­nen fei­nen, tief­wür­zi­gen Ak­zent, wäh­rend ge­rös­te­ter oder ge­schmor­ter Kno­blauch ei­ne but­ter­wei­che Süße ent­fal­tet, die be­son­ders zu Lamm, Kalb, Pil­zen oder ge­rös­te­tem Ge­mü­se passt.

So wer­den Zwie­beln und Kno­blauch nicht nur zu Ge­schmacks­trä­gern ers­ter Gü­te, son­dern auch zu Sym­bo­len für Ge­nuss und Ge­sund­heit – ein Duo, das kei­ner Kü­che feh­len soll­te.

Karotten alias Möhren

– vielseitiger Genuss, voll gesun­der Nähr­stoff­po­wer

Karotten alias Möhren

Die in Deutsch­land sehr be­lieb­ten und in der Kü­che viel­sei­tig ver­wend­ba­ren Möh­ren bzw. Mohr­rü­ben ge­hö­ren zu den Dol­den­blü­ten­ge­wäch­sen. Sie sind reich an Mi­ne­ral­stof­fen und Spu­ren­ele­men­ten wie Ka­li­um, Phos­phor, Cal­ci­um, Mag­ne­si­um und Zink so­wie reich an Ca­ro­tin, welches in den Möh­­ren in Form von Alpha- wie auch Be­ta-Ca­ro­tin (Pro­vi­ta­min A, ei­ner Vor­stu­fe von Vi­ta­min A) vor­kommt. Vitamin A un­ter­stützt un­se­re Seh­fä­hig­keit, be­son­ders bei Nacht, und wirkt sich po­s­i­tiv auf un­ser Im­mun­sys­tem wie auch un­ser Zell­wachs­tum aus.

Carotin (und auch einige Vita­mi­ne) kann am bes­ten vom Kör­per re­sor­biert wer­den, wenn man es zu­sam­men mit Fett in Form von Öl oder But­ter isst.

Kulinarische Verwendung:

Karotten eignen sich her­vor­ra­gend für sü­ße wie her­zhaf­te Ge­rich­te – ob als cre­mi­ge Sup­pe, ge­schmor­te Bei­la­ge, fri­scher Sa­lat oder saf­ti­ger Ku­chen. Ihr zar­tes, süß­li­ches Aro­ma ent­fal­tet sich be­son­ders gut in Kom­bi­na­ti­on mit et­was Öl oder But­ter und sorgt da­mit für na­tür­li­chen, ge­sun­den Ge­nuss.

Porree alias Lauch

– leichter Genuss mit viel Ge­sund­heit

Porree alias Lauch

»Allium por­rum«, auch »Lauch« ge­nannt, ist ei­ne krau­tige Pflan­ze und ge­hört zur Fa­milie des aus dem Mit­tel­meer­raum stam­men­den Acker­lauchs. Ge­schmack­lich ist sie ei­ne mil­de Va­riante der Zwie­bel und des Knob­lauchs. Da das Zwie­bel­ge­mü­se win­ter­fest ist, wird es in Deutsch­land ger­ne und oft im hei­mi­schen Gar­ten an­ge­baut. Un­ter­schie­den wird zwi­schen Win­ter­lauch und Som­mer­lauch, wo­bei letz­te­rer die et­was dün­ne­re und mil­de­re Va­ri­an­te dar­stellt.

An Nährstoffen sind in Lauch die Mi­neral­stof­fe Ei­sen und Ka­li­um ent­halten, die bei­de für den Gesunderhalt un­se­res Or­ga­nis­mus ei­ne wich­ti­ge Rol­le spie­len. Auch mit Vita­min C kann Por­ree punk­ten, wel­ches frei­lich beim Er­hit­zen zum größ­ten Teil ver­lo­ren­geht.

Knollensellerie alias Sellerie

– aromati­scher All­roun­der für leich­ten Ge­nuss mit Nähr­stoff­po­wer

Knollensellerie alias Sellerie

Knollensel­lerie zählt zu den aro­ma­tischs­ten Ge­mü­se­sor­ten der hei­mi­schen Kü­che und ist – zu­sam­men mit Karot­ten, Lauch und Pe­ter­si­lie – ein fes­ter Be­stand­teil des klas­si­schen Sup­pen­grüns. Die knol­li­ge Wur­zel aus der Fa­mi­lie der Dol­den­blüt­ler wird in Mit­tel­eu­ro­pa seit Jahr­hun­der­ten kul­ti­viert und ge­schätzt – nicht nur we­gen ih­res aus­ge­präg­ten Ge­schmacks, son­dern auch we­gen ih­rer ge­sund­heits­för­dern­den Ei­gen­schaf­ten.

Knol­len­sel­le­rie ent­hält äthe­ri­sche Öle, die ver­dau­ungs­för­dernd, ent­wäs­sernd und ent­zün­dungs­hem­mend wir­ken. Zu­dem ist er reich an Vi­ta­min C, Vi­ta­min K, Folat und den B-Vi­ta­mi­nen, wel­che Stoff­wech­sel und Ner­ven­funk­ti­on un­ter­stüt­zen. Die ent­hal­te­nen Mi­ne­ral­stof­fe, vor al­lem Ka­li­um, Cal­ci­um, Na­tri­um und Phos­phor, tra­gen zu ei­nem aus­ge­gli­che­nen Säu­re-Ba­sen-Haus­halt bei.

Das aro­ma­ti­sche, leicht her­be Aro­ma des Sel­le­ries stammt von sei­nen na­tür­li­chen Phe­nyl­pro­pa­no­iden – se­kun­dä­ren Pflan­zen­stof­fen, die an­ti­oxi­da­tiv wir­ken und zur Stär­kung des Im­mun­sys­tems bei­tra­gen.

Kulinarische Verwendung

Knol­len­sel­le­rie ist ei­ne viel­sei­ti­ge Zu­tat, die in kei­ner Küche feh­len soll­te. Er dient als Grund­la­ge für Brü­hen, Sup­pen und Fonds, ver­leiht Ge­müse­ein­töpfen Tie­fe und Fleisch­ge­rich­ten ei­ne fei­ne Wür­ze. Fein ge­ras­pelt ver­wan­delt er sich in Sel­le­rie­sa­lat – klas­sisch mit Ap­fel und Joghurt oder ele­gant mit Wal­nuss und Zi­tro­ne.

Als Pü­ree oder Ge­mü­se­bei­la­ge har­mo­niert er wun­der­bar mit Wild, Rind, Fisch oder Ge­flü­gel, wäh­rend ge­rös­te­ter Sel­le­rie aus dem Ofen mit Oli­ven­öl und Thy­mi­an zu den mo­der­nen Stars der ve­ge­ta­ri­schen Kü­che zählt. Auch in cre­mi­gen Risot­tos oder fei­nen Soßen bringt er ei­ne un­ver­wech­sel­ba­re, war­me Aro­ma­tik ein.

Butter alias Gute Butter

– cremiger Genuss voller wert­voller Ome­ga-3-Fett­säu­ren

Butter alias Gute Butter

Nachdem Butter über Jahrzehnte hin­weg sys­te­ma­tisch schlecht­ge­re­det wur­de, oh­ne dies auf wis­sen­schaft­li­che Stu­dien zu stützen, ist sie zwi­schen­zeit­lich von ih­rem schlech­ten Ruf »frei­ge­spro­chen« wor­den – und das völ­lig zu Recht.

Butter besitzt ei­nen ho­hen An­teil an ge­sät­tig­ten Fett­säu­ren, die eb­en NICHT – wie lan­ge Zeit be­haup­tet – schlecht für un­se­ren Or­ga­nis­mus sind. Aber auch ein­fach und mehr­fach un­ge­sät­tig­te Fett­säu­ren sind in But­ter ent­hal­ten.

Gegenüber Olivenöl kann sie zu­dem noch mit ei­nem ech­ten Plus­ punk­ten: Ab­hän­gig von der Nah­rung, die Kü­he zu sich neh­men, be­sitzt But­ter die für den Men­schen zwin­gend er­for­der­li­chen Ome­ga-3-Fett­säu­ren EPA und DHA. Je mehr fri­sches Gras (Stich­wort: Frei­land­hal­tung!) ei­ne Kuh zu sich nimmt, des­to hö­her der Ome­ga-3-Anteil in der Milch und de­ren Pro­duk­ten.

Hier können sich z. B. der deut­sche Markt­führer Ker­ry­gold so­wie ei­ne Hand­voll wei­te­rer Her­stel­ler mit der Qua­lität ihrer But­ter und den da­rin ent­hal­te­nen ge­sun­den Fett­säu­ren ganz klar aus der Men­ge der But­ter­pro­du­zen­ten her­vor­he­ben.

Freilandhaltung vorausgesetzt (gem. Bio-Ver­ord­nung min­des­tens 120 Ta­ge im Jahr), ver­dient But­ter ih­ren Na­men »Gu­te But­ter«, den ihr be­reits un­se­re Groß­el­tern ge­ge­ben ha­ben, al­so völ­lig zu Recht.

Butterschmalz

Wie auch Claudia und Jürgen in ih­ren Re­zep­ten mit But­ter­schmalz schrei­ben, gibt es vie­le Na­men für »Braune Butter«, die vom Milcheiweiß befreite (geläuterte) Variante der Ba­sis­but­ter. Um den Be­griff »Ghee« wird seit ge­rau­mer Zeit ein Hy­pe ge­macht, da­bei han­delt es sich dabei um nichts an­de­res als eben brau­ne Butter.

Mit dem Begriff »Ghee« ist aller­dings auch eine Le­bens­phi­lo­so­phie ver­bun­den. Das hat auch die In­dus­trie er­kannt und so kommt es, dass man Ghee im Ver­kaufs­re­gal meist hö­her­prei­sig vor­fin­det als eben »ordinäres« But­ter­schmalz, das ja be­reits mehr als teu­er ge­nug ist.

Greifen Sie in diesem Fall al­so ru­hig zum But­ter­schmalz. Art­ge­rech­te Frei­land­hal­tung zur Er­zeu­gung des Roh­stoffs Butter vo­raus­ge­setzt, ist die­ser ei­ne eben­so gu­te und zu­dem preis­wer­tere Wahl.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oecotrophologe)

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