Skrei an Ajvar-Pfeffer­sau­ce mit Spi­nat und Cho­ri­zo

Skrei an Ajvar-Pfeffersauce mit Spinat und Chorizo

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Skrei an Ajvar-Pfeffer­sau­ce mit Spi­nat und Cho­ri­zo – Äu­ßerst pi­kan­te Win­ter­ka­bel­jau-Re­zept­idee

In Norwegen nennt man ge­schlechts­rei­fen, ark­ti­schen Ka­bel­jau »Skrei«. Ge­fischt wird er von Ja­nu­ar bis Os­tern in Nord­nor­we­gen, ge­nauer ge­sagt in den Lo­fo­ten, einer Re­gion in der nor­we­gischen Pro­vinz Nord­land und Teil ei­ner In­sel­grup­pe, be­ste­hend aus et­wa 80 In­seln.

Skrei ver­fügt über ei­nen äu­ßerst fei­nen Ge­schmack. In Gour­met­kreisen gilt er als »der bes­te Ka­bel­jau der Welt«. Sein fes­tes, schnee­wei­ßes Fleisch, sei­ne fei­ne Tex­tur so­wie sein de­li­ka­ter, fei­ner Ge­schmack ma­chen ihn so be­liebt. Das ed­le »Rü­cken­filet«, das so­genannte Loin, ist da­bei be­son­ders saf­tig. Nicht nur in Res­tau­rants, auch in »Ger­ne­kü­chen« wie un­se­rer ist er des­halb ein gern ge­se­he­ner Gast auf dem Spei­se­plan.

Sensorisch wie auch op­tisch ge­lingt die Zu­be­rei­tung von Skrei be­son­ders gut, wenn man ihn mit Haut zu­be­rei­tet. Beim Bra­ten auf der Haut­sei­te schützt die Haut den Fisch vor über­mä­ßi­ger Hit­ze, so­dass das Fisch­ei­weiß beim Bra­ten nicht so schnell austreten kann. Der Fisch bleibt saf­tig, und er zer­fällt beim Wen­den nicht. Die Vo­raus­set­zung für ei­ne schö­ne Op­tik auf dem Tel­ler. 

Kom­bi­niert und an­ge­rich­tet ha­ben wir un­se­ren Winterka­bel­jau an ei­ner frisch zu­be­rei­te­ten Aj­var-Pfef­fer­sau­ce und da­zu Blatt­spi­nat mit Cho­ri­zo aus dem Of­en ge­reicht. Ein Genusserlebnis: pu­re Exzellenz. Un­sere be­bil­der­te Schritt-für-Schritt-Anleitung führt Dich wie im­mer sic­her ans Ziel.

Gernekochen-Weintipp

Zu »Skrei an Ajvar-Pfef­fer­sauce mit Spi­nat und Cho­ri­zo« ser­vieren wir ei­nen cha­rak­ter­vol­len Ro­sé aus der Pro­vence. Ein­fach mal auf un­ser »Wein­tipp-Icon« tip­pen und mehr er­fah­ren.

Rezept:
Skrei an Ajvar-Pfeffer­sau­ce mit Spi­nat und Cho­ri­zo

Zutaten für 4 Personen


Für den Einkaufszettel:

  • 600 g norwegischer Skrei mit Haut
    Tipp: Die Skreisaison geht von Ja­nu­ar bis Os­tern. Au­ßer­halb der Sai­son kannst Du Skrei durch Ka­bel­jau durch Ka­bel­jau er­set­zen.
  • 800 g Spinat
  • 200 g Chorizo

     

Für die Ajvar-Pfeffersauce:

  • 1 große Paprikaschote, rote
  • 350 g Tomaten, geschälte
  • 200 g Zwiebeln
  • 100 ml extra natives Olivenöl
  • 150 ml Weißwein trocken
  • etwas Salz und
  • Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

1) Tomaten kreuzweise einrit­zen und 3 Min. ko­chen las­sen, bis die Haut sich löst. An­schlie­ßend un­ter kal­tem Was­ser ab­schre­cken und häu­ten.

2) Paprika waschen und putzen und zu­sammen mit den ge­häu­teten To­ma­ten grob klein hac­ken. Zwie­beln und Knob­lauch pel­len und klein ha­cken. Rest­li­che Aj­var-Zu­ta­ten be­reit­stel­len.

3.1) Paprika, Zwiebeln und Knob­lauch in reich­lich Oli­ven­öl an­schwit­zen

3.2) und anschließend mit Weiß­wein ab­lö­schen.

3.3) Tomatenwürfel hinzufü­gen und kurz mit­schwit­zen las­sen.

3.4) Ajvar auf mittlerer Hitze ein­re­du­zieren, bis die Flüs­sig­keit ver­dampft ist und sich eine sä­mige Kon­sis­tenz er­ge­ben hat. Aj­var miit Salz und Pfeffer ab­schme­cken.

4) Ajvar in einen unbeschichteten Sau­cen­topf um­fül­len, mit dem Stab­mi­xer pü­rie­ren und auf­ge­leg­tem De­ckel warm hal­ten.

5) Chorizo in grobe Würfel schneiden bei 180 Grad ein paar Mi­nu­ten in den Of­en stel­len, bis die Cho­rizo­wür­fel ei­ne knus­pri­ge Op­tik be­kom­men ha­ben.

6) Olivenöl und Knoblauch in eine Schmor­pfan­ne oder Topf ge­ben und mit­tel­stark er­hit­zen. Blatt­spi­nat sorg­fäl­tig wa­schen und hin­zu­fü­gen. Mit auf­ge­leg­tem De­ckel 3–4 Mi­nu­ten bra­ten las­sen, bis der Spi­nat in sich zu­sam­men­ge­fal­len ist. Mit Salz und Pfef­fer ab­schme­cken.

7) Skrei waschen und mit Küchenpa­pier trocken­tup­fen. Be­schich­te­te Pfan­ne mit Oli­ven­öl aus­pin­seln und drei­vier­tel­stark er­hit­zen. Skrei auf der Haut­sei­te ca. 5–6 Min. bra­ten, bis die Haut schön knus­prig ge­wor­den ist.

8) Skrei bei 180 Grad Ober-/Unterhitze im Ofen fer­tig ga­ren. Tel­ler vor­wär­men. Zu­erst mit der Aj­var-Pfef­fer­sau­ce auf den Tel­lern ei­nen »Spiegel« ma­chen. Skrei mit der Haut­sei­te nach ob­en an den Sau­cen­spie­gel set­zen. Spi­nat da­ne­ben ar­ran­gie­ren und mit den ge­ba­cke­nen Chho­ri­zo­wür­feln be­streu­en. Fertig!

Nährwert- & Gesundheitsanalyse

Kabeljau

Vitamin- und nährstoffreich

Er ist reich an Vitaminen, Pro­te­inen, Ei­wei­ßen und Mi­ne­ra­lien und ver­fügt zu­dem über das Spu­ren­ele­ment Se­len, wel­ches zur Ge­sund­­er­­hal­­tung un­­se­­res Or­­ga­nis­mus ei­nen wertvollen Bei­trag leis­tet.

Omega-3-Fettsäuren?

Als fettarmer Ma­ger­fisch, kann er – re­la­tiv ge­sehen – ei­gent­lich kei­nen ho­hen Anteil an Ome­ga-3-Fett­­säu­ren besitzen. Aller­dings ent­hal­ten die vor­han­de­nen Fett­an­teile des Kabel­jau ei­ne au­ßer­ge­wöhn­lich ho­he Kon­zen­tra­tion der für un­se­ren Or­ga­nis­mus so wert­vol­len Fett­säu­ren, so­dass sich der ge­ringe, ge­sund­heit­lich po­sitiv ein­zu­stu­fen­de Fett­an­teil wie­der et­was re­la­ti­viert. Ganz al­lein de­cken, kann der Fisch un­se­ren Ome­ga-3-Fett­­säu­­ren­­be­­darf je­doch nicht!

Vitamin B 12 – wichtiges Vi­ta­min zum Er­halt un­se­rer Ge­sund­heit

Bei der Bildung roter Blut­körperchen, spielt das Vi­ta­min B 12 eine zentrale Rolle, es kann in nen­nens­wer­ten Men­gen nur über tierische Produkte auf­ge­nom­men werden, daran erkennt man, dass man bei einer »rein-veganen Er­näh­­rung« nicht mehr von einer – für den Men­schen – aus­ge­wo­ge­nen Er­näh­rung ausgehen kann.

Die Summe der positiven Nähr­wert­ei­gen­schaf­ten in Bezug auf die ebenfalls positiven gesundheitlichen Aspekte, machen Kabeljau zu einer gesunden Ge­nuss-Em­pfeh­lung für Figurbewusste.

Butter

Nachdem gute Butter über Jahrzehnte systematisch schlecht geredet wurde, ohne dies auf wis­sen­schaft­li­che Stu­dien zu begründen, ist Butter zwi­schen­zeit­lich von ihrem schlechten Ruf „frei­ge­sprochen“ worden und das völlig zu Recht.

Butter besitzt einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, die eben NICHT – wie lange Zeit be­haup­tet – schlecht für unseren Organismus sind. Aber auch einfach und mehrfach ungesättigte Fett­säu­ren sind in Butter enthalten. Gegenüber Oli­ven­öl kann sie zudem noch mit einem echten Plus­punkt punkten: Abhängig von der Nahrung, wel­che Kühe zu sich nehmen, besitzt Butter die für den Menschen zwin­gend erforderlichen Omega 3-Fettsäuren EPA und DHA. Je mehr frisches Gras (Stichwort: Frei­land­hal­tung!) eine Kuh zu sich nimmt, desto höher der Ome­ga 3-Anteil in der Milch und deren Produkten.

Hier können sich z. B. der deut­sche Markt­führer Ker­ry­gold so­wie eine hand­voll wei­te­rer Her­steller mit der Qua­li­tät ihrer Butter und der darin enthaltenen ge­sunden Fettsäuren ganz klar aus der Menge der But­ter­­pro­du­zenten hervorheben.

Butterschmalz

Wie Claudia und Jürgen bereits in ihrer Einleitung geschrieben haben, gibt es viele Namen für »Braune Butter«, der vom Milcheiweiss be­freiten (geläuterten) Variante der Basisbutter. Um den Begriff „Ghee“, wird im Augenblick ein Hype gemacht, dabei handelt es dabei um nichts anderes als eben braune Butter.

Mit dem Begriff »Ghee« ist allerdings auch eine Le­bens­phi­lo­so­phie verbunden. Das hat auch die In­dus­trie er­kannt und so kommt es, dass man Ghee im Verkaufsregal meist höherpreisig vorfindet als eben „ordinären“ Butterschmalz. Greifen Sie in die­sem Fall also ruhig zum Butterschmalz, art­ge­rechte Frei­land­hal­tung zur Erzeugung des Rohstoffs Butter vo­raus­ge­setzt, ist dieser eine ebenso gute und zu­dem preiswertere Wahl.

Olivenöl in Premium-Qualität

Nicht nur ich, sondern unser ganzes Team », be­geis­tert sich für gutes, also hochwertig erzeugtes Olivenöl. Ja mehr noch, man kann uns als echte »Oli­ven­öl-Fans«, bezeichnen.

Das liegt in erster Linie am hervorragenden Ge­schmack von gutem Olivenöl, aber auch an einem zweiten, ebenso wich­ti­gen Aspekt, denn bei näherer Betrachtung besitzt Olivenöl ein geballtes Bündel an positiven Eigenschaften, die un­se­rem Körper helfen gesund zu bleiben.

So verfügt Olivenöl neben vielen Vitaminen und Mi­ne­ral­stof­fen über zahlreiche, sekundäre Pflanzenstoffe. Die positiven Wirkungen dieser Stoffe auf unseren Or­ga­nis­mus, beginnt die Wissenschaft erst langsam zu ver­ste­hen.

Einige von Ihnen werden erst durch die Ver­stoff­wech­se­lung im Darm durch unsere Darm­bak­te­rien richtig aktiv und be­güns­ti­gen so zahl­rei­che positive, bio­lo­gische Wirkungen, z. B. sind sie antibakteriell, an­ti­oxi­dativ (ähnlich den Vi­ta­mi­nen) und dabei in ei­nem so hohen Maß ent­zün­dungs­hem­mend, dass sie dabei teilweise sogar den Vi­ta­mi­nen weit über­le­gen sind.

Ist das nicht wunderbar? Gesundes kann so lecker sein. Aber ich betone ausdrücklich: alle positiven Aus­wir­kun­gen bekommt man nur bei Olivenöl bester Qualität. Und die be­kommt man eben nicht für 4,50 Euro beim Discounter, da­rü­ber sollte man sich im Klaren sein.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oekotrophologe)

Kerntemperaturen und »Slow Cooking« – der neue (alte) Trend

– durch ein Braten-Kern­ther­mo­me­ter Fleisch und Fisch op­ti­mal ga­ren

Die wich­tigs­ten Gar­gra­de und de­ren em­pfoh­le­ne Kern­tem­pe­ra­tu­ren. So ga­ren Sie Rind, Kalb, Lamm, Wild, Schwein, Fisch und Ge­flü­gel per­fekt auf den Punkt. Wis­sens­wer­tes über: »Slow Coo­king – der neue (alte) Trend« und wert­vol­le Hin­ter­grund­in­fos zum The­ma Lang­zeit­ga­ren er­gän­zen un­se­ren Bei­trag.

Kerntemperaturen u. Slow Cooking

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