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Schweinefleisch mit Frühlingszwiebeln auf chinesische Art
Schweinefleisch mit Frühlingszwiebeln auf chinesische Art
Unsere asiatisch inspirierte Rezeptidee ist eine leckere Kombination aus gebratenem Schweinenacken bester Qualität, Basmati-Reis und Frühlingszwiebeln. Damit holen wir uns das kulinarische Flair Asiens auf den Teller.
Tomatenketchup und süße Chilisoße als spezielle Zutaten
Frische Ananas, eine fantastische, selbstgemachte Ketchup-Würzsauce sowie spezielle Gewürze der asiatischen Küche, verleihen unserer Kreation eine ausgeprägt exotische Note. Das Gericht ist in der Herstellung durch den Verzicht von Fertigprodukten (Ketchup, Würzsaucen, etc.) ein bisschen aufwändiger, aber ungleich besser und ganz bestimmt auch gesünder.
Unsere Rein und gesund essen – Clean Eating-Philosophie »: Industriell gefertigte Würzsaucen – nein, danke!
Bei diesem Gericht haben wir bewusst auf die üblichen Verdächtigen, will heißen, industriell gefertigte Würzsaucen wie z. B. Soja- oder Fisch- oder Hoi-Sin-Sauce & Co. verzichtet. Die Sojasauce haben wir geschmacklich ersetzt und statt einer Fertigsauce aus dem Regal, selbst eine süße Chilisauce hergestellt. Nicht nur diejenigen, die unter einer Glutenunverträglichkeit und weiteren, ähnlichen Lebensmittel-Unverträglichkeiten leiden, können von dieser Vorgehensweise profitieren. Die Liste an bedenklichen Zusatzstoffen in industriell verarbeiteten Lebensmitteln ist schließlich lang und kann bei der Lektüre schon mal Staunen und Kopfkratzen verursachen.
Unser Tipp: Unser selbstgemachter Ketchup wie auch unsere selbstgemachte, süße Chilisoße lassen sich an einem anderen Tag prima vorbereiten und halten sich im Kühlschrank über mehrere Tage. Die Zubereitung des eigentlichen Gerichtes geht dann ratzfatz. Das Gericht eignet sich – so vorbereitet – auch prima als schnelles und äußerst leckeres Wochengericht.
Rezept:
Schweinefleisch mit Frühlingszwiebeln auf chinesische Art
Zutaten für 4 Personen
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Für den Einkaufszettel:
- 600 g Schweinenacken vom Iberico- oder Duroc-Schwein
- 2–3 Bund Frühlingszwiebeln, je nach Größe
- 1 frische Ananas
- 4 EL geröstete Mandelblätter
- etwas Speiseöl
- etwas Salz und
- Szechuan-Pfeffer aus der Mühle zum Abschmecken
Für den Ketchup:
-
900 g frische San-Marzano-Tomaten, geschält
oder alternativ: - 500 g San-Marzano-Dosentomaten
- 75 g Butter
- 1 mittelgroße Zwiebel, geschält und halbiert
- Salz
Für die süße Chilisauce (für das Rezept werden 1–2 EL benötigt):
- 1 rote Chilischote
- 20 g Ingwerwurzel
- 1–3 Knoblauchzehen, je nach Größe und Vorliebe
- 4 EL Honig, direkt vom Imker
- 2 EL »Elixier JASMINE« (Ersatz für Sojasauce)
- 2 TL Szechuan-Pfefferkörner
- 2–3 TL Fenchelsamen
- 1 TL (gestrichen) Kurkuma »
- 1 TL (gestrichen) Kurkuma
- ½ TL Ceylon-Zimt »
- ½ TL Ceylon-Zimt
- 2 cl Sherry »medium dry«
Für die Marinade:
- 4–5 EL selbstgemachte, süße Chilisauce
- 1 Eiweiß, als Ersatz für Speisestärke
Für die Ketchup-Würzsauce:
- 350 g selbstgemachten Ketchup
- 4 EL Ananassaft
- 1–2 EL sebstgemachte, süße Chilisauce
Das benötigt man zusätzlich:
- 1 Ananasschneider
Spyridoula's 100% CHOICE – No Print
Elixier JASMINE
Hersteller: Fam. Vaimakis, Paramythia, Epirus, Nordgriechenland
Sorte: JASMINE
Produkt: Weinessig
Inhalt: 100, 250 oder 500 ml
Herstellung/Aromen: Fünf Jahre in Eichen- und Kastanienfässern gereifter Weinessig aus autochthonen epirotischen Rebsorten, veredelt mit dem Saft vollreifer griechischer Früchte, Minze, Pfefferminze und Eisenkraut.
Zu beziehen über: Revela D – Spyridoula Kagliaoglou
Zubereitung:
Beinhaltet Workshop: »Süße asiatische Chilisauce selber machen«
1) Die Zubereitung unseres selbstgemachten Tomatenketchups ist kinderleicht und mit nur wenigen Handgriffen getan. Unser Workshop zeigt wie's geht.
2) Auch unsere selbstgemachte »Süße Chilisauce« lässt sich prima vorbereiten. Chilischote waschen, trocknen und der Länge nach aufschneiden. Kerngehäuse entfernen und Schote klein hacken. Knoblauch pellen, Ingwer schälen. Beide Zutaten ebenfalls klein hacken. Restliche Zutaten bereitstellen.
3) Fenchelsamen und Szechuan-Pfeffer unter Aufsicht (ohne Bratfett) rösten und danach in einem Küchen-Zerkleinerer pulverisieren.
4) Honig und alle restlichen Zutaten mit »Elixier Jasmine« verrühren. Fertig ist unsere selbstgemachte, süße Chilisauce. Gut in einem sterilisierten Glas verschlossen, hält sie sich im Kühlschrank über mehrere Tage.
5.1) Basmati-Reis in einem Sieb unter fließendem Wasser, lauwarmen Wasser spülen, um evtl. Mehlstaub zu entfernen. Reis mit dem abgemessenen Wasser und einer Prise Salz 15 Min. quellen lassen.
5.2) Basmati-Reis bei geöffnetem Topf zum kochen bringen und gelegentlich umrühren. Sobald das Wasser den Reis nicht mehr bedeckt, Butter hinzufügen und den Topf verschließen. Reis bei milder Hitze 15 Min. quellen lassen.
6) Bei der Ananas oben einen »Deckel« abschneiden und Fruchtfleisch mit einem Ananaschneider entnehmen. Ananasringe in kleine Stücke schneiden. Frühlingszwiebeln waschen und trockenschütteln. Wurzelspitzen und dunkelgrünen, harten Lauchteil der Zwiebeln entfernen. Frühlingszwiebeln schräg in kleine Stücke schneiden. Fleisch waschen, trocknen und quer zur Faser in Streifen oder mundgerechte Stücke schneiden. 1–2 EL der süßen Chilisauce für die Ketchup-Würzsauce übrig lassen. Nackenfleisch mit restlicher Chilisauce und Eiweiß vermengen und zugedeckt für mindestens 30 Min. im Kühlschrank marinieren lassen.
7) Tomatenketchup und Ananasstücke mit 1–2 EL süßer Chilisauce in eine Schüssel geben. Alle Zutaten gut miteinander vermengen.
8) Mandelblättchen auf mittlerer Temperatur unter Aufsicht und gelegentlichem Wenden goldbraun rösten. Mandelblättchen nach dem Rösten sofort aus der Pfanne nehmen und bereitstellen.
9) Pfanne mittelstark bis stark erhitzen und Frühlingszwiebeln in etwas Speiseöl röstig braten.
10) Wokpfanne stark erhitzen und Schweinefleisch von allen Seiten – portionsweise – goldbraun braten, sodass schöne Röstaromen entstehen. Beim Anbraten darauf achten, das zwischen den einzelnen Fleischstücken mindestens 2 cm Abstand besteht. Liegt es zu eng beieinander, kocht das Fleisch und brät nicht mehr!
11) Nach dem Braten Frühlingszwiebeln und Ketchup-Würzsauce zufügen. Alle Zutaten miteinander vermengen. Deckel auflegen und Pfanneninhalt auf kleiner Temperatur vor dem Servieren noch einmal erwärmen.
Nährwert- & Gesundheitsanalyse
von Dipl. Ernährungswissenschaftler Michael Pagelsdorf
Iberico-Schweinefleisch
– zart im Biss, reich an B-Vitaminen
Hochwertiges Schweinefleisch wie das vom Iberico-Schwein, welches nicht aus Massentierhaltung stammt, liefert hochwertiges Eiweiß sowie wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Besonders bemerkenswert ist sein hoher Gehalt an Vitamin B1 (Thiamin) – Schweinefleisch gehört hier zu den Spitzenreitern unter allen Fleischsorten. Das Vitamin ist essentiell für den Energiestoffwechsel, spielt eine zentrale Rolle in der Funktion des Nervensystems, unterstützt das Herz-Kreislaufsystem und fördert das Wachstum. Nicht wenige Fakten also, die für das Vitamin B1 sprechen.
Darüber hinaus enthält hochwertiges Schweinefleisch nennenswerte Mengen an Vitamin B2, B6 und B12 sowie Mineralstoffe und Spurenelemente.
Vitamin B12 ist für die Bildung roter Blutkörperchen unentbehrlich und kann in relevanten Mengen fast ausschließlich nur über tierische Lebensmittel aufgenommen werden. Bei rein pflanzlicher (veganer) Ernährung muss es daher über Supplemente oder angereicherte Produkte zugeführt werden.
Im direkten Vergleich ist rotes Fleisch wie Rind deutlich reicher an Vitamin B12 als handelsübliches Schweinefleisch. Eine Ausnahme bildet hochwertiger Iberico-Schinken, der durch Ernährung und spezielle Reifung außergewöhnlich viel B12 enthalten kann.
Wertvolle Omega-3-Fettsäuren
Einzigartig – sowohl im Geschmack als auch aus gesundheitlicher Sicht – wird das Fleisch durch die spezielle Ernährung des Iberico-Schweins. Die freilaufenden Tiere ernähren sich überwiegend von Eicheln, die für das charakteristisch nussige Aroma verantwortlich sind. Dank dieser eichelbasierten Ernährung ist das Fleisch reich an Omega-3-Fettsäuren und das Iberico besitzt zudem die seltene Fähigkeit, diese in seinen Fettzellen einzulagern – wodurch wir beim Verzehr direkt gesundheitlich profitieren.
Kulinarische Verwendung:
Premium-Schweinefleisch wie Iberico, Duroc oder Mangalitza steht für höchste Fleischqualität, feine Marmorierung und ein unverwechselbares, nuanciertes Aroma. Dank seines hohen intramuskulären Fettanteils bleibt es selbst bei starker Hitzeeinwirkung saftig und entfaltet seinen charakteristischen Geschmack besonders gut bei sanftem Braten, Grillen oder Sous-vide-Garen.
Ein Iberico-Karrée oder Duroc-Cotelettes lassen sich ideal bei mittlerer Hitze anbraten, wobei sich die leicht nussige Aromatik und die feine Fetttextur voll entfalten. Für Gourmets empfiehlt sich das kurzgebratene Secreto Iberico – ein verdeckter Muskelschnitt zwischen Schulter und Rücken, der als Delikatesse gilt. Auch Mangalitza-Speckschinken oder Duroc-Karree vom Holzgrill sind beliebte Beispiele für die Hochküche.
In der gastronomischen Praxis wird Premium-Schweinefleisch häufig wie ein edles Rinderstück behandelt: ruhig kurzgebraten, mit Kerntemperaturkontrolle und mit aromatischen Begleitern wie Rosmarin, Thymian, schwarzem Knoblauch, Fenchelsamen oder Apfel-Chutney serviert. In der asiatischen Küche findet man Premium-Schweinefleisch eher selten. Kombiniert wird es dort meistens mit Ingwer, Sojasauce und Sesamöl.
(Kulinarischer Tipp: Iberico oder Duroc mit leicht angerösteten Eichelsplittern und Olivenöl servieren – ein direktes Zitat seiner Herkunft und Ernährung, das Aromatik und Gesundheit in perfektem Gleichklang verbindet.)
Frühlingszwiebeln
– zart-milder Genuss mit geballter Nährstoffpower
Frühlingszwiebeln gehören zu den jungen, frisch geernteten Lauchpflanzen und punkten durch ihren hohen Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen. Sie enthalten die Vitamine B1, B2 und B6 sowie C und E, zudem verfügen sie über Salz, Eisen, Zink und Magnesium, was sie zu wertvollen Mineralstofflieferanten macht. Ihr Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen wirkt antioxidativ, unterstützt die Verdauung und trägt zur Stabilisierung des Stoffwechsels bei. Ernährungstechnisch steht die Frühlingszwiebel der Speisezwiebel in nichts nach.
Kulinarische Verwendung:
Kulinarisch eignet sich die Frühlingszwiebel für frische Salate, Bowls, Suppen, Pfannengerichte oder als frische Garnierung für gebratene Gemüsekomponenten. Die milde, leicht scharfe Note der grünen Blätter ergänzt Fisch, Fleisch und Auflaufspezialitäten, während die weißen Schäfte besonders gut gebraten oder geschmort Aroma verleihen. So lassen sich Genuss und Gesundheit harmonisch in die Alltagsküche integrieren.
Tipp: Die grünen Blätter der Frühlingszwiebel können als Schnittlauch-Ersatz verwendet werden.
Reis
– das vielseitige, gesunde Korn. Natürlich leicht und voller Genuss
Reis zählt zu den ältesten und wichtigsten Kulturpflanzen der Welt. Er ist in vielen Ländern Asiens das Hauptnahrungsmittel und gehört auch bei uns zu den beliebtesten Beilagen. Besonders wertvoll sind naturbelassene Varianten wie Vollkorn- oder Parboiled-Reis, da sie – im Gegensatz zu stark polierten Sorten – noch wertvolle Mineralstoffe und Ballaststoffe enthalten.
Reis ist von Natur aus glutenfrei und leicht verdaulich, was ihn für Menschen mit empfindlichem Magen oder Unverträglichkeiten ideal macht. Er liefert wertvolle Kohlenhydrate, die als langsam verfügbare Energiequelle den Blutzuckerspiegel stabil halten. Zugleich enthält er wichtige Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen und Kalium sowie Vitamine der B-Gruppe (insbesondere Niacin und Thiamin), die für Stoffwechsel und Nervensystem von Bedeutung sind.
Kulinarische Verwendung:
Da Reis kaum Fett enthält und je nach Zubereitung kalorienarm bleibt, eignet er sich ideal für eine leichte, bewusst gesunde Ernährung und ist oft Hauptbestandteil aromatischer asiatischer Gerichte.
In der internationalen Küche spielt Reis eine zentrale Rolle: als Risotto in Italien, als Paella in Spanien, als Sushi in Japan oder als Curry-Reis in Indien. Auch als Reissalat, gefüllte Paprika, Reissuppe oder Reisauflauf, als Beilage oder in in Salaten findet er vielseitige Verwendung.
Für einen hohen Nährstoffgehalt lohnt es sich, Natur- oder Parboiled-Reis zu verwenden, da diese Varianten mehr Ballast- und Mineralstoffe enthalten als weißer Langkornreis. In Kombination mit Gemüse, Kräutern oder Hülsenfrüchten wird Reis zu einem vollwertigen, leichten und zugleich sättigenden Gericht.
Ananas
– tropischer Fruchtgenuss mit frischer Leichtigkeit
Die Ananas stammt ursprünglich aus Südamerika und zählt heute zu den beliebtesten Tropenfrüchten weltweit. Mit ihrem saftig-süßen Fruchtfleisch und der angenehm feinsäuerlichen Note bringt sie exotisches Aroma in zahlreiche Gerichte. Zugleich überzeugt sie durch ihren hohen Wassergehalt und ihre erfrischende Leichtigkeit.
Ernährungsphysiologisch liefert Ananas vor allem Vitamin C, Mangan und Ballaststoffe. Vitamin C unterstützt das Immunsystem und den Zellschutz, während Mangan eine wichtige Rolle im Energiestoffwechsel und für gesunde Knochen spielt. Zudem enthält Ananas das Enzym Bromelain, das Eiweiße spalten kann und traditionell mit einer guten Verdauung in Verbindung gebracht wird.
Dank ihrer ausgewogenen Nährstoffzusammensetzung und ihres fruchtig-frischen Geschmacks ist Ananas eine hervorragende Zutat für eine abwechslungsreiche Ernährung, bei der Genuss und Gesundheit ideal miteinander verbunden werden.
Kulinarische Verwendung:
Ananas schmeckt hervorragend pur, im Obstsalat oder in Smoothies. Sie verfeinert Desserts, Kuchen und Sorbets ebenso wie herzhafte Gerichte. Besonders gut harmoniert sie mit Geflügel, Schweinefleisch, Garnelen oder Fisch und sorgt in Currys, Woks oder mediterranen Sommersalaten oder einem klassischen Schichtsalat für eine angenehme fruchtige Frische. Auch gegrillt entfaltet sie ein intensives Aroma und passt hervorragend zu süßen wie auch herzhaften Zubereitungen.
Ingwer
– würzig-scharf, reich an Gingerol
Ingwer zählt seit Jahrtausen zu den beliebtesten Gewürz- und Heilpflanzen der Welt. Die aromatische Wurzel verleiht Speisen nicht nur eine angenehm würzig-scharfe Note, sondern überzeugt auch mit einer Vielzahl wertvoller Inhaltsstoffe.
Die typische Schärfe stammt von den natürlichen Gingerolen und Shogaolen, denen entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften zugeschrieben werden. Zudem liefert Ingwer Vitamin C, Vitamin B6 sowie die Mineralstoffe Kalium, Magnesium und Mangan. Traditionell wird Ingwer außerdem zur Unterstützung der Verdauung geschätzt und kann Übelkeit lindern.
Mit seinem intensiven Aroma und seinen wertvollen Pflanzenstoffen ist Ingwer eine gesunde Bereicherung für eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung.
Kulinarische Verwendung
Frischer Ingwer ist ein echter Allrounder in der Küche. Er verfeinert Currys, Wokgerichte, Suppen und Marinaden, passt hervorragend zu Fisch, Geflügel und Gemüse und setzt auch in Tee, Limonaden, Desserts oder weihnachtlichem Gebäck frische, zitronig-scharfe Akzente.
Paprika und Peperoni
– gesunde Vitaminpower für Genießer
Paprika gehören zur Familie der Nachtschattengewächse und tauchen je nach Geschmack und Schärfegrad unter verschiedenen Bezeichnungen wie Chilischoten, Pfefferonen, Peperoni, Peperoncini usw. auf. Im Vergleich zu Zitronen besitzen sie einen zwei- bis dreimal so hohen Vitamin C-Gehalt, ein Vitamin, das ja bekannterweise wichtig für unsere Abwehrkräfte ist.
Die Vitamine A und E, sind ebenfalls in Paprika enthalten. Vitamin A unterstützt die Sehkraft unserer Augen und ist – ähnlich wie das Vitamin B 12, welches in tierischem Eiweiß enthalten ist – mitverantwortlich für die Blutbildung unseres Körpers. Vitamin E wird als das Fruchtbarkeits-Vitamin bezeichnet.
Auch wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Calcium und Tocopherol sind in den verschiedenen Paprikasorten enthalten. Somit ist Paprika als »gesunde« Gemüsesorte einzustufen.
Außerdem enthalten gelbe wie auch rote Paprika Betakarotin. Den höchsten Nährwert besitzt rote Paprika, darauf folgen die orangefarbenen und gelben Paprika. Grüne Gemüsepaprika, ist die nährstoffärmste aller Sorten. Genau wie Meerrettich und auch Ingwer, stimulieren Chilischoten mit ihren antibiotischen Eigenschaften unseren Blutkreislauf und verbessern so unsere Durchblutung.
Kulinarische Verwendung:
Paprika zählt zu den wandlungsfähigsten Gemüsesorten überhaupt – ob roh, gegart, gegrillt oder gefüllt, sie verleiht Gerichten Farbe, Frische und eine angenehm süß-würzige Note.Roh genießt man Paprika gerne in Salaten, Gemüseplatten oder Dips (etwa mit Hummus oder Frischkäse). In der warmen Küche entfaltet sie durch Rösten und Schmoren ihr volles Aroma – klassisch in Dolma (gefüllte Paprika mit Reis und Hackfleisch), im ungarischen Gulasch oder als Bestandteil mediterraner Gerichte wie Ratatouille oder Paella.
Gegrillt oder im Ofen geröstet entwickelt sie ein intensives, leicht karamelliges Aroma, das besonders gut mit Olivenöl, Knoblauch und Kräutern harmoniert. Auch in Saucen, Suppen oder Eintöpfen (z. B. Paprikasuppe oder Letscho) spielt sie eine tragende Rolle.
Nicht zuletzt sorgt die scharfe Variante – Chili oder Peperoni – für belebende Würze und fördert dank ihres Capsaicin-Gehalts sogar die Durchblutung und den Stoffwechsel. Paprika steht somit für farbenfrohen Genuss und natürliche Vitalität – ein echtes Multitalent der leichten Küche.
Tomaten alias Paradeiser
– sonnengereift, gesund und voller Geschmack
Außer einem hohen Wasseranteil enthalten Tomaten viele sekundäre Pflanzenstoffe wie auch verschiedene Mineralstoffe. Besonders Kalium stellt für den Menschen einen wichtigen gesundheitlichen Faktor für eine ausgewogene Ernährung dar, da Kalium für die Regulation des Blutdrucks, aber auch für Muskeln und Nerven ein wertvoller Initiator ist.
Erhitzt gesünder als roh
Zudem sind Tomaten einige der wenigen Gemüsesorten, deren gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe sich durch Erhitzen verbessern, statt sich zu verschlechtern. Gemeint sind die in Tomaten enthaltenen Polyphenole, sogenannte Antioxidantien, wirksame Fänger der zellschädigenden »freien Radikalen«, die – sobald aktiv – ihrem Namen alle Ehre machen.
Hervorzuheben ist in diesem Bezug der in Tomaten reichlich enthaltene, zur Familie der Carotinoide gehörende Farbstoff Lycopin. Dieser Farb- bzw. Wirkstoff allein ist bereits ein guter Grund, regelmäßig Tomaten auf den Speisezettel zu stellen. Natürlichen Nährboden bei der Aufzucht der Tomaten voraussetzend!
Kulinarische Verwendung:
Tomaten sind die Allrounder der mediterranen Küche und bilden die Basis zahlreicher Klassiker – von Pasta- und Pizza-Saucen über Suppen und Eintöpfe bis hin zu frischen Salaten.
Roh entfalten sie ihr volles Aroma besonders in Caprese (mit Mozzarella, Basilikum und Olivenöl) oder in sommerlichen Tomatensalaten mit roten Zwiebeln und Balsamico. In Kombination mit Kräutern wie Thymian, Oregano und Rosmarin entstehen aromatische Dressings oder Bruschetta-Beläge.
Durch Erhitzen intensiviert sich der Geschmack und das wertvolle Lycopin wird besser verfügbar – ideal in Tomatensaucen, Ratatouille, Shakshuka oder als Grundlage für Risotto und Gemüsepfannen. Im Ofen langsam geschmorte oder getrocknete Tomaten entwickeln ein tiefes, süß-würziges Aroma, das besonders gut zu Fleisch, Fisch oder Antipasti passt.
Auch in der feinen Küche spielen sie eine Rolle – etwa als Tomatenconsommé, Sorbet oder Tatar aus confierten Tomaten.
Tomaten stehen somit für Sonnenreife, mediterrane Frische und gesunden Genuss, der in nahezu jeder Küche der Welt seine kulinarische Heimat gefunden hat.
Zwiebeln und Knoblauch
– natürliches Powerduo für Gesundheit und Geschmack
Beide sind ein natürliches Antibiotikum und bekämpfen wirksam schädliche Pilze und krankheitserregende Mikroorganismen. Die Zwiebel ist eng mit dem Knoblauch verwandt und besitzt gegenüber diesem eine mildere Wirkung. Die Kombination der beiden bringt ein starkes Duo hervor.
Beide enthalten wertvolle Antioxidantien, die als Fänger »freier Radikaler« unseren Organismus dabei helfen, gesund zu bleiben.
Die zur Gattung der Liliengewächse gehörenden Pflanzen verfügen zudem über einen hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt, von dem wir ebenfalls gesundheitlich profitieren.
Enthalten sind die Vitamine B1, B2 und B6 sowie die Vitamine C und E. Außer den Mineralstoffen Salz, Eisen, Zink und Magnesium sind noch eine ganze Reihe weiterer Mineralstoffe in Zwiebeln und Knoblauch enthalten, sodass man beide Pflanzen durchaus als hochwertige Mineralstoff-Lieferanten bezeichnen kann.
Kulinarische Verwendung:
Zwiebeln und Knoblauch bilden das aromatische Grundgerüst unzähliger Gerichte – von der heimischen bis zur internationalen Küche. Ob angeschwitzt, gebraten, konfitiert oder roh – ihr Geschmack reicht von süßlich-mild bis kräftig-würzig und sorgt stets für Tiefe und Charakter.
In der mediterranen Küche sind sie unverzichtbar: in Pastasaucen, Risottos, Gemüseragouts, Schmorgerichten oder Fischzubereitungen mit Olivenöl und Kräutern. Auch in der asiatischen, orientalischen und kreolischen Küche sind sie fester Bestandteil von Currys, Dips, Würzpasten und Suben.
Knoblauchöl oder Zwiebelconfit verleihen vegetarischen wie auch Fleischgerichten einen feinen, tiefwürzigen Akzent, während gerösteter oder geschmorter Knoblauch eine butterweiche Süße entfaltet, die besonders zu Lamm, Kalb, Pilzen oder geröstetem Gemüse passt.
So werden Zwiebeln und Knoblauch nicht nur zu Geschmacksträgern erster Güte, sondern auch zu Symbolen für Genuss und Gesundheit – ein Duo, das keiner Küche fehlen sollte.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oekotrophologe)