Lachs mit Mandel­krus­te

– auf Zitro­nen-Es­tra­gon-Sau­ce, mit Ro­sen­kohl ser­­viert

Lachs mit Mandelkruste

Lachs mit Mandel­krus­te auf Zi­tro­nen-Es­tra­gon-Sau­ce

Für unser Lachs-Re­zept ha­ben wir hoch­­wer­­ti­gen VÅR­­LAKS-Lachs aus dem Nor­den Nor­we­gens ver­wen­det. Nach dem Bra­ten er­hielt un­ser Lachs noch ei­ne Man­del­krus­te, die wir u­nter dem Ofen­grill knus­prig üb­er­grillt ha­ben.

Die Kombina­tion von zar­tem Lachs, im Zu­sam­men­spiel mit knus­pri­gen Man­del­aro­men, er­zeug­te auf der Zun­ge und am Gau­men ein herr­li­ches Mund­ge­fühl. Auf ei­­ner cre­­mi­­gen Zi­tro­nen-Es­tra­gon-Sau­­ce, mit Ro­sen­kohl und Prin­zess-Kro­ket­ten ser­viert, ent­stand so ein äu­ßerst de­li­ka­tes Ge­richt mit ga­ran­tier­tem Ge­schmacks­er­leb­nis. Ein­­fach un­­wi­der­­steh­­lich le­cker.

Zubereitet haben wir unser Lachs­ge­richt ausschließlich mit fri­schen und hoch­wer­ti­gen Zu­ta­ten, ganz oh­ne in­dus­tri­el­le Zu­satz­stof­fe. Rein und ge­sund es­sen » eben.

Un­se­re be­bil­der­te Schritt-für-Schritt-An­lei­tung zeigt wie im­mer wie's geht …

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Die Basis un­se­rer Zi­tro­nen-Es­tra­gon-Sau­ce

Ob »Weiße Grund­sau­ce«, « Ve­lou­té » oder »Samt­sau­ce«. »Omas Mehl­schwit­ze« ist un­ter vie­len Na­men be­kannt und ei­ne wich­ti­ge Ba­sis­zu­tat der in­ter­na­tio­na­len Kü­che. Aus ihr las­sen sich vie­le wei­te­re Sau­cen­va­rian­ten wie z. B. Sau­ce Hol­lan­dai­se » oder »Sau­ce Be­cha­mél« ab­lei­ten. Wir ha­ben sie als Ba­sis für un­­se­­rer Zi­tro­nen-Es­tra­gon-Sau­ce ge­nutzt. Ver­edelt mit etwas Kur­ku­ma für den Ge­schmack und ei­ne schö­ne Far­be so­wie frisch ge­hack­tem Es­tra­gon, ent­­stand so ei­ne traum­haft le­cke­re Fein­schme­cker-Spe­zia­li­tät.

Gernekochen-Weintipp

Zu »Lachs mit Man­del­krus­te auf Zi­tro­;nen-Es­tra­gon-Sau­ce« ser­vie­ren wir ei­ne cha­rak­ter­vol­le, cre­mi­ge Cu­vée aus Rhein­land-Pfalz. Ein­fach mal auf un­ser »Wein­tipp-Icon« tip­pen und mehr er­fah­ren. Wir wün­schen wie stets ei­nen gu­ten Ap­pe­tit un: Wohl be­komm's!

Rezept:
Lachs mit Mandel­krus­te auf Zi­tro­nen-Es­tra­gon-Sau­ce

Zutaten für 4 Personen


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Für den Einkaufszettel:

  • 800 g Lachsfilet mit Haut
  • 1 Stich Butterschmalz zum Braten
  • 100 g gehackte Mandeln
  • 100 g Semmelbrösel
  • 3 Eigelb
  • 2 Schalotten
  • 1 kleiner Bund fri­sche Pe­ter­si­lie
  • 200 ml Ge­mü­se­fond a. d. Glas
    *Alternativ: Ge­mü­se­fond sel­ber ma­chen »
  • 3 Zweige Estragon
  • 100 ml Weißwein
  • 2 Stich Gute Butter
  • 30 g Mehl
  • 50 ml Sahne
  • 3 Pimentkörner
  • 1 Prise Muskatnussabrieb
  • 2 Zitronenzesten (Bio-Zitrone)
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • 2 Kaffir- alias Limonenblätter
  • 1 gestrichener TL Kurkumapulver
  • 1 TL Salz
  • 1 Msp. Pfeffer

Wir empfehlen Lachs aus Wild­fang oder alternativ VÅR­LAKS-Fi­sche », die ge­mäß Her­stel­ler­aus­sa­ge oh­ne An­ti­bio­ti­ka, Hor­mo­ne, GVO, Zu­sät­ze und Che­mi­ka­lien ge­füt­tert wer­den.

Statt (teuren) Fond aus dem Glas zu verwenden, ha­ben wir uns unsere Brühe selbst gemacht. Am besten gleich eine grö­ßere Menge zubereiten. Der nicht be­nö­tig­te Teil lässt sich in Gläsern oder Eis­beu­teln prima einfrieren. So hat man im­mer einen Vorrat pa­rat.

Für selbstgemachte Gemüsebrühe:

  • 3,5 l Wasser
  • 2 Möhren
  • 1 Stück Knollensellerie
  • 1 große Stange Lauch bzw. Porree
  • 10–12 schwarze Pfefferkörner
  • 1 kleine weiße Zwiebel
  • 2 kleine Lorbeerblätter
  • 2 Nelken
  • 1 Bund Petersilie
  • 1–2 TL Salz

Als Beilage zu unserem Lachsgericht passen:




Zubereitung:

1) Kräuter abbrausen, tro­cken­schüt­teln und klein ha­cken. Zwie­bel pel­­len und eben­falls klein ha­cken. Zi­trone wa­schen. Drei Zi­tro­nen­zes­ten ab­schnei­den, mög­lichst oh­ne das in­nere Weiß der Zi­tro­ne mit­zu­neh­men. Rest­li­che Zu­ta­ten be­reit­stel­len

2) Für die Lachs-Pa­nie­rung ge­hack­te Pe­ter­si­lie, Man­deln, Sem­mel­brö­sel und Ei­gel­be in ei­ne Schüs­sel ge­ben und mit­ein­an­der ver­men­gen.

3.1) Für »Omas Mehl­schwit­ze« Zwie­bel pellen und fein hacken. Die Hälfte der Butter mit­tel­stark erhitzen, auf­schäu­men lassen und Zwie­bel­wür­fel da­rin an­schwit­zen. An­ge­düns­tete Zwiebeln mit Mehl bestäuben und kurz an­schwit­zen. Restliche Butter zu­fü­gen und Mehl­schwitze unter stän­di­gem Rüh­ren 10–12 Min. wei­ter­düns­ten, aber auf keinen Fall bräunen.

3.2) Mehlschwitze ohne Klümpchen: Kalte Brühe unter stän­di­gem Rühr­en nach und nach zugeben. Dabei mit dem Schnee­­be­sen am Topf­bo­den krei­sen, damit kei­ne Klümp­chen ent­steh­en.

3.3) Sauce auf klei­ner Hit­ze 30 Min. wei­ter­kö­cheln las­sen. Den da­bei ent­ste­hen­den Schaum mit ei­nem Löf­fel am Topf­rand ab­schöpf­en. Ge­wür­ze, Li­mo­nen­blät­ter und Zi­tro­nen­zes­ten zu­fü­gen. Saft ei­ner hal­ben Zi­tro­ne durch ein Sieb aus­pres­sen.

3.4) Mit ei­nem Schuss Weiß­wein und Sah­ne, Pfef­fer und Salz ab­schme­cken. Sauce am Ende noch mit ge­hack­tem Es­tra­gon fi­na­li­sie­ren. Kaf­fir­blät­ter und Pi­ment­kör­ner vor dem Ser­vie­ren ent­fer­nen.

4) Pfanne mit Butter­schmalz mit­tel­stark bis stark er­hit­zen. Lachs zu­erst auf der Fisch­sei­te ca. 2 Min. bra­ten. Da­nach wen­den und auf der Haut­sei­te wei­ter­bra­ten, bis der Lachs zart­ro­sa ge­gart ist. Lachs so­fort aus der Pfan­ne neh­men.

5 und 6) Lachs mit Pa­nie­rung ver­se­hen. Ofen­grill auf 250 Grad vor­hei­zen. Lachs un­ter Auf­sicht über­gril­len, bis die Pa­nie­rung gold­braun und knus­prig ge­wor­den ist. Al­le Zu­ta­ten auf vor­ge­wärm­ten Tel­lern an­rich­ten und ser­vier­en.

Zubereitung Gemüse:

1) Rosenkohl putzen, schälen und Strunk entfernen.

2) Rosenkohl 3 Min. blanchieren. Beschichtete Pfanne mit Butterschmalz auf mittlere Temperatur erhitzen und Gemüse darin ca. 10–12 Min. »al dente« braten.

Nährwert- & Ge­sund­heits­ana­ly­se

von Dipl. Ernährungs­wissen­schaftler Michael Pagelsdorf

Lachs

– edler Fisch mit feinem Schmelz, ge­sun­der Ge­nuss aus dem Meer

Lachs

Lachs

Lachs kann man sai­son­un­ab­hän­gig das gan­ze Jahr lang frisch kau­fen. Er ge­hört zu den so­ge­nann­ten »Fett­fi­schen« und be­sitzt da­durch ei­nen ho­hen An­teil an mehr­fach un­ge­sät­tig­ten, ge­sund­heits­för­dern­den Ome­ga-3-Fett­säu­ren.

Ein wert­vol­les Plus, das ihn für ge­sund­heits­be­wuss­te Men­schen at­trak­tiv macht.

Zudem enthält er auch noch Vi­ta­min A und Vi­ta­mi­ne der B-Fa­mi­lie so­wie ei­nen nicht un­er­heb­li­chen An­teil an Phos­phor. Mit Ei­sen, Flu­or und Jod kann er au­ßer­dem noch mit ei­nem ho­hen Ge­halt an Spu­ren­ele­men­ten punk­ten.

Zuchtlachs vs. Wild­lachs

Zuchtlachs aus Aqua­kul­tur ist bei der Auf­­zucht ho­hem Stress aus­ge­setzt. Im Ver­gleich zu Wild­lachs be­wegt er sich zu­dem we­ni­ger. Da er des Wei­te­ren noch durch »fal­sches« Fut­ter un­ter wirt­schaft­li­chen As­pek­ten mög­lichst schnell zur Schlacht­rei­fe kom­­men soll, ist Zucht­lachs in Be­zug auf Qua­li­tät nicht mit sei­nen frei le­ben­den Art­ge­nos­sen zu ver­glei­chen.

Unbelasteten Lebens­raum vo­raus­ge­setzt, ist Lachs aus Wild­fang so­mit Lachs aus kon­ven­tio­nel­ler Aqua­kul­tur vor­zu­zie­hen.

Rosenkohl

– kleine Kugeln, große Rund­um-Po­wer

Rosenkohl

Rosenkohl – auch be­kannt als »Brüs­seler Kohl« oder in Ös­ter­reich als »Spros­sen­kohl« – ge­hört zur Fa­mi­lie der Kreuz­blüt­ler und zählt zu den ge­sün­des­ten Win­ter­ge­mü­sen. Sei­n ho­her Vi­ta­min­an­teil bleibt so­wohl als Roh­kost­sa­lat als auch bei scho­nen­der Zu­be­rei­tung wie dem Dampf­ga­ren weit­ge­hend er­hal­ten.

Der nahezu fett­freie Kohl lie­fert wert­vol­le Mi­ne­ral­stof­fe wie Ka­li­um so­wie Spu­ren­ele­men­te wie Zink. Au­ßer­dem ist er reich an Vitamin C, Vitamin K, Fol­säu­re und Bal­last­stof­fen. Die­se Kom­bi­na­tion un­ter­stützt Im­mun­sys­tem, Kno­chen­sta­bi­li­tät und Stoff­wech­sel­pro­zes­se. Se­kun­dä­re Pflan­zen­stof­fe – ins­be­son­de­re Glu­co­si­no­la­te – wir­ken an­ti­oxi­da­tiv und hel­fen, zell­schä­di­gen­den frei­en Ra­di­ka­len ent­ge­gen­zu­wir­ken.

Gerade in der Erkäl­tungs­zeit ist Ro­sen­kohl da­her ein nahr­haf­tes und em­pfeh­lens­wer­tes Ge­mü­se. In grö­ße­ren Men­gen kann er je­doch blä­hend wir­ken – daher em­pfiehlt sich ein maß­vol­ler Ge­nuss.

Hühnereier

– das unterschätzte Kraftpa­ket im Klein­for­mat

Hühnereier

Hühnereier be­sit­zen durch­schnitt­lich 7 g Pro­te­ine und da­mit ei­nen ho­hen Ge­halt an bio­lo­gisch wert­vol­len Subs­tan­zen. Bio­lo­gisch wert­voll des­halb, da die im Ei ent­hal­te­nen Pro­te­ine ei­nen ho­hen A­nteil an es­sen­ti­ell­en Ami­no­säuren mit ei­nem sehr gu­ten Gleich­ge­wicht auf­weis­en. Der Pro­te­in­ge­halt ei­nes Hüh­ner­eis wird des­halb als Re­fe­renz­wert an­ge­se­hen. Ein Ver­gleich mit an­de­ren Le­bens­mit­teln macht dies deut­lich: Zwei Hüh­ner­ei­er ent­hal­ten die­sel­be Men­ge an Pro­te­in­en wie bspw. 100 g Fisch oder 100 g Fleisch.

Der durchschnittliche Fettgehalt ist mit 7 g ge­nau so hoch wie der Pro­te­in­ge­halt. Es ist vor all­em im Ei­gelb und we­niger im Ei­weiß ent­halten. Bei den Fett­säu­ren im Ei handelt es sich zu zwei Dritteln um un­ge­sät­tig­te Fet­tsäuren.

Etwas in Verruf kam eine Zeit lang der Ver­zehr von Ei auf­grund sei­nes – mit ca. 180 mg – recht ho­hen Cho­les­te­rin­ge­halts, was man je­doch auf keinen Fall über­be­wer­ten soll­te, da solc­he Warnungen und Ein­stu­fun­gen meist ge­wissen Trends un­ter­lie­gen und sich so­mit auch wie­der än­dern kön­nen. Zu­dem be­sit­zen Hüh­ner­ei­er einen ho­hen Vitamin-A-, D- und E-An­teil und ent­hal­ten die Spu­ren­ele­men­te Ei­sen und Zink.

Kulinarische Verwendung:

Hühnereier lassen sich in der Kü­che au­ßer­or­dent­lich viel­sei­tig ein­set­zen und kön­nen so­wohl pur als auch in Kom­bi­na­tion mit an­de­ren Le­bens­mit­teln ge­nos­sen wer­den. Sie eig­nen sich zum Ko­chen, Bra­ten, Po­chieren oder Ba­cken, die­nen als Bin­de­mit­tel, Lo­cke­rungs­mit­tel und Ver­fei­ne­rung in Sau­cen, Auf­läufen und Tei­gen und er­gänzen zahl­rei­che Ge­rich­te auf ein­fa­che und ge­schmack­vol­le Wei­se.

Zitrusfüchte

– der frische geschmackliche Akzent der Mit­tel­meerkü­che

Zitrusfüchte

Zitronen, Mandarinen, Limet­ten und Oran­gen zäh­len zu den am häu­figs­ten an­ge­bau­ten Zit­rus­früch­ten der Welt. Bei der Oran­ge – oder um­gangs­sprach­lich Ap­fel­si­ne – han­delt es sich üb­ri­gens um ei­ne Kreu­zung aus Man­da­ri­ne und Pam­pel­mu­se.

Reich an Vi­ta­mi­nen und An­ti­oxi­dan­ti­en

Zit­rus­früch­te ent­hal­ten gro­ße Men­gen an Vi­ta­min C, das un­ser Im­mun­sys­tem stärkt und die Ab­wehr­kräf­te mo­bi­li­siert. Da­rü­ber hin­aus lie­fern sie Vi­ta­mi­ne der B-Grup­pe, Fol­säu­re so­wie die Mi­ne­ral­stof­fe Ka­li­um, Phos­phor und Ei­sen. Letz­te­res spielt ei­ne wich­ti­ge Rol­le bei der Bil­dung ro­ter Blut­kör­per­chen.

Ne­ben Vi­ta­mi­nen punk­ten Zit­rus­früch­te mit se­kun­dä­ren Pflan­zen­stof­fen wie Fla­vo­noi­den – sie wir­ken an­ti­oxi­da­tiv und schüt­zen un­se­re Zel­len vor frei­en Ra­di­ka­len.

Wer auf sei­ne Ka­lo­ri­en­bi­lanz ach­tet, darf bei Oran­gen, Zi­tro­nen & Co. ger­ne zu­grei­fen: Zit­rus­früch­te ge­hö­ren zu den ka­lo­ri­en­ar­men Le­bens­mit­teln und er­fri­schen durch ih­ren na­tür­li­chen Säu­re­ge­halt auf ge­sun­de Wei­se.

Kulinarische Verwendung:

In der me­di­ter­ra­nen Kü­che ver­lei­hen Zi­trus­früch­te mit ih­rem fei­nen Säu­re­a­ro­ma vie­len Ge­rich­ten – von Sa­la­ten bis Fisch – Fri­sche, Frucht (Frucht = Scha­len­ab­rieb) und ge­schmack­li­che Ba­lan­ce.

Butter alias Gute Butter

– cremiger Genuss voller wert­voller Ome­ga-3-Fett­säu­ren

Butter alias Gute Butter

Nachdem Butter über Jahrzehnte hin­weg sys­te­ma­tisch schlecht­ge­re­det wur­de, oh­ne dies auf wis­sen­schaft­li­che Stu­dien zu stützen, ist sie zwi­schen­zeit­lich von ih­rem schlech­ten Ruf »frei­ge­spro­chen« wor­den – und das völ­lig zu Recht.

Butter besitzt ei­nen ho­hen An­teil an ge­sät­tig­ten Fett­säu­ren, die eb­en NICHT – wie lan­ge Zeit be­haup­tet – schlecht für un­se­ren Or­ga­nis­mus sind. Aber auch ein­fach und mehr­fach un­ge­sät­tig­te Fett­säu­ren sind in But­ter ent­hal­ten.

Gegenüber Olivenöl kann sie zu­dem noch mit ei­nem ech­ten Plus­ punk­ten: Ab­hän­gig von der Nah­rung, die Kü­he zu sich neh­men, be­sitzt But­ter die für den Men­schen zwin­gend er­for­der­li­chen Ome­ga-3-Fett­säu­ren EPA und DHA. Je mehr fri­sches Gras (Stich­wort: Frei­land­hal­tung!) ei­ne Kuh zu sich nimmt, des­to hö­her der Ome­ga-3-Anteil in der Milch und de­ren Pro­duk­ten.

Hier können sich z. B. der deut­sche Markt­führer Ker­ry­gold so­wie ei­ne Hand­voll wei­te­rer Her­stel­ler mit der Qua­lität ihrer But­ter und den da­rin ent­hal­te­nen ge­sun­den Fett­säu­ren ganz klar aus der Men­ge der But­ter­pro­du­zen­ten her­vor­he­ben.

Freilandhaltung vorausgesetzt (gem. Bio-Ver­ord­nung min­des­tens 120 Ta­ge im Jahr), ver­dient But­ter ih­ren Na­men »Gu­te But­ter«, den ihr be­reits un­se­re Groß­el­tern ge­ge­ben ha­ben, al­so völ­lig zu Recht.

Butterschmalz

Wie auch Claudia und Jürgen in ih­ren Re­zep­ten mit But­ter­schmalz schrei­ben, gibt es vie­le Na­men für »Braune Butter«, die vom Milcheiweiß befreite (geläuterte) Variante der Ba­sis­but­ter. Um den Be­griff »Ghee« wird seit ge­rau­mer Zeit ein Hy­pe ge­macht, da­bei han­delt es sich dabei um nichts an­de­res als eben brau­ne Butter.

Mit dem Begriff »Ghee« ist aller­dings auch eine Le­bens­phi­lo­so­phie ver­bun­den. Das hat auch die In­dus­trie er­kannt und so kommt es, dass man Ghee im Ver­kaufs­re­gal meist hö­her­prei­sig vor­fin­det als eben »ordinäres« But­ter­schmalz, das ja be­reits mehr als teu­er ge­nug ist.

Greifen Sie in diesem Fall al­so ru­hig zum But­ter­schmalz. Art­ge­rech­te Frei­land­hal­tung zur Er­zeu­gung des Roh­stoffs Butter vo­raus­ge­setzt, ist die­ser ei­ne eben­so gu­te und zu­dem preis­wer­tere Wahl.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oecotrophologe)