Bœuf Bour­guig­non – fran­zö­si­scher Klas­si­ker aus dem Slow Coo­ker

– 24 Stunden mariniert für be­son­ders viel Aro­ma

Boeuf Bourguignon – fran­zö­si­scher Klas­si­ker aus dem Slow Coo­ker Boeuf Bourguignon – fran­zö­si­scher Klas­si­ker aus dem Slow Coo­ker

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Bœuf Bourguignon – fran­zö­si­scher Klas­si­ker aus dem Slow Coo­ker

Unser Bœuf Bour­guig­non ist ein echter Klas­si­ker der fran­zö­si­schen Küche. Für unser Rezept haben wir das Rind­fleisch zunächst 24 Stun­den in kräf­ti­gem Pinot Noir » sowie aro­ma­ti­schen Kräu­tern und Gewürzen mari­niert.

Für die intensive Aro­ma­tik sorgen das in der Ma­ri­nade mit­ge­zo­ge­ne Wurzel­ge­müse, gebräu­nter Speck und ein Bouquet garni. Kara­mel­li­sierte Perl­zwie­beln bringen zusätzlich eine feine Süße und einen ange­neh­men Biss in das Schmor­ge­richt.

Nach dem kräftigen An­bra­ten darf das Ragout in aller Ruhe schmoren, bis das Rind­fleisch but­ter­zart und saftig ist. Dazu gab es bei uns »Schwä­bi­sche G'schabte Spätzle« – und natürlich eine schön sämige Sauce. Die haben wir ganz klassisch mit Beurre manié, also Knet- bzw. Mehl­butter, gebunden.

Gernekochen-Weintipp

Zu « Boeuf Bourguignon » passt ein »Pi­not Noir« aus dem Bur­gund oder al­ter­na­tiv ein »Spät­bur­gun­der« aus dem son­nigen Ba­den. Ein­fach mal auf un­se­r »Wein­tipp-Icon« tip­pen und mehr er­fah­ren. Wir wün­schen mit un­se­rem Ori­gi­nal­re­zept beim Nach­ko­chen wie stets ei­nen gu­ten Ap­pe­tit und: Wohl be­komm's!

Warum Du dieses Bœuf-Bour­gui­gnon-Re­zept aus­pro­bie­ren soll­test

  • Ein französischer Schmor­klas­si­ker: Zartes Rind­fleisch, Rot­wein, Speck, Perl­zwie­beln und Kräu­ter ver­ei­nen sich zu einem inten­si­ven und aro­ma­ti­schen Schmor­ge­richt
  • 24 Stunden mariniert: Die Rot­wein­ma­ri­nade gibt dem Fleisch und der spä­te­ren Sauce eine beson­ders tiefe Aro­ma­tik
  • Aromatische Grund­la­ge: Wurzel­ge­müse, Bouquet garni, Knob­lauch und Gewürze sorgen für viel­schich­tige Aro­men
  • Karamellisierte Perl­zwie­beln: Sie bringen eine feine Süße und einen ange­neh­men Biss in das sonst so sämige Schmor­ge­richt
  • Klasisches Koch­hand­werk: Mit einer selbst ange­setz­ten »Beurre manié« wird die Sauce fein­sämig gebun­den
  • Slow Cooker oder klas­si­scher Schmortopf: Das Gericht lässt sich sowohl lang­sam im Slow Coo­ker als auch tra­di­tio­nell im Schmortopf zube­reiten
  • Vielseitig bei den Bei­lagen: Baguette, Kar­tof­fel­pü­ree oder Spätzle passen her­vor­ra­gend zur kräf­ti­gen Sauce
  • Einfach nach­zu­ko­chen: Unsere Schritt-für-Schritt-An­lei­tung führt auch Koch­an­fänger si­cher ans Ziel

Rezept:
Bœuf Bourguignon-Re­zept

Zutaten für 4 Personen

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Für den Einkaufszettel:

  • ca. 1,5 kg Rindfleisch (falsches Filet) oder die edle Va­ri­an­te: Schulter­scher­zel – Rinder­schul­ter vom Black An­gus Rind
  • 1 Lauchstange
  • 4–5 geviertelte Schalotten oder alternativ
    ca. 20 Perlzwiebeln (1 Glas, 250 g)
  • etwas Puderzucker zum Bestäuben
  • 3 TL Tomatenmark a. d. Glas
  • 1 TL Zucker
  • 1 großes Glas (400 ml) Rinderfond
  • 1 Bouquet garni – Basiswissen »
  • 200 g Speck, in dicke Scheiben ge­schnitten
  • 1 Schuss Cognac
  • 2 zerdrückte Knoblauchzehen
  • 1 Streifen Orangenzeste einer un­be­han­del­ten Orange
  • 2–3 Stängel gehackte Petersilie
  • etwas Salz und
  • Pfeffer aus der Mühle

Als Beilage dazu passen z. B.:

  • Baguette
  • Kartoffelpüree
  • Spätzle

Wir haben uns für »Schwäbische G'schabte Spätzle« entschieden.

Für die Marinade:

  • 1 Flasche Rotburgunder
  • 1 große geschälte, in Scheiben geschnittene Ka­rot­te
  • 1 Bouquet garni siehe Sidebar! »
    (Salbei, Lorbeer, Petersilie, Thymian & Ros­marin)
  • 2 Gewürznelken
  • 1 TL Tomatenmark
  • 1 kleines St. Ingwer in Scheiben geschnitten
  • 1 St. Knollensellerie in Scheiben geschnitten
  • 1/4 Möhre in Scheiben geschnitten
  • 1 handvoll Porree fein geschnitten
  • 2 gehackte, weiße Zwiebeln
  • 1 geschälte, in feine Scheiben ge­schnit­te­ne Knob­lauch­zehe
  • 1 paar schwarze Pfefferkörner oder Pi­ment-Pfeffer­körner

Für die « Beurre manié » (Knet- bzw. Mehl­butter):

  • 2 EL Mehl
  • 2 EL Butter

Mehlbutter 45 Minuten vorher zubereiten! Dazu bei­de Zu­ta­ten gut mit­ein­an­der ver­kne­ten und ins Eis­fach stellen.

Unser Tipp: Probiere für Schmor­ge­rich­te un­be­dingt ein­mal Fär­sen­fleisch. Ei­ne Fär­se ist ein ge­schlechts­rei­fes weib­li­ches Rind, das noch nicht ge­kalbt hat. Das Fleisch ver­fügt im Ver­gleich zu dem re­la­tiv ma­ge­ren Bul­len­fleisch üb­er ei­nen deut­lich hö­he­ren Fett­an­teil und ist da­mit ge­schmack­lich vor­zu­zie­hen.

Zubereitung:

1) Zubereitung Marinade und wei­tere Vor­be­rei­tun­gen:

Gemäß Boeuf Bourguignon Origi­nal­re­zept, muss das Fleisch min­des­tens 24 h ma­ri­nie­ren. Da­zu das Fleisch wa­schen, tro­cken­tup­fen, in gro­be Stü­cke schnei­den und da­nach in eine pas­sen­de Schüs­sel ge­ben. Öl, Ge­mü­se, und Ge­wür­ze zum Ra­gout ge­ben, gut un­ter­rüh­ren und mit Rot­bur­gun­der auf­fül­len. Ab­schlie­ßend noch Bouquet gar­ni hin­zu­geben und ab­ge­deckt 24 h lang im Kühl­schrank ma­ri­nie­ren las­sen.

Fleisch und Zutaten am nächsten Tag aus der Marinade neh­men, Fleisch sorgfältig tro­cken­tup­fen. Zu­ta­ten durch ein Sieb ab­trop­fen lassen.

2) Speck in der Pfanne leicht braun an­bra­ten, an­schlie­ßend he­raus­neh­men. 

Pfanne auf ho­he Stu­fe er­hit­zen. (Zum Tes­ten der Tem­pe­ra­tur ei­nen Trop­fen Was­ser in die Pfan­ne sprit­zen. Zer­platzt und ver­dampft die­ser, hat die Pfan­ne die rich­ti­ge Brat­tem­pe­ra­tur er­reicht!) 

Fleisch im ver­blie­be­nem Brat­fett por­tions­wei­se(!) rund­he­rum kräf­tig an­bra­ten, da­mit schö­ne Röst­aro­men ent­ste­hen. Beim An­bra­ten da­rauf ach­ten, das zwi­schen den ein­zel­nen Fleisch­stü­cken min­des­tens 2 cm Ab­stand be­steht. Liegt es zu eng ne­ben­ein­an­der, kocht das Fleisch und brät nicht mehr! Fleisch aus Pfan­ne neh­men und be­reit­stel­len.

3.1) Marinadezutaten in der Pfanne er­hit­zen, an den Pfan­nen­rand schieben. Tomaten­mark in der Pfan­nen­mitte auf ho­her Tem­pe­ra­tur an­rös­ten bis es schwar­ze Stel­len be­kom­men hat. Mit Zu­cker be­streu­en und unter Wen­den kurz ka­ra­mel­li­sie­ren las­sen.

3.2) Pfanneninhalt mit Wein ablö­schen. Zu­ta­ten ver­men­gen und an­schlie­ßend in ei­nen Schmor­topf oder Slow Coo­ker ge­ben. Fleisch, ge­bra­te­nen Speck und Bou­quet garni hin­zu­fü­gen. Mit hei­ßer Rin­der­brü­he auf­gie­ßen.

4) De­ckel auf­le­gen und Boeuf Bour­gui­gnon  6–8 Stun­den auf LOW« im Slow Coo­ker oder ca. 2 Std. auf mitt­le­rer Hit­ze im Schmor­topf schmo­ren las­sen.

Slow-Cooker-Vorteile: Beim Ga­ren auf Nied­rig­tem­pe­ra­tur ent­fällt das Wen­den eben­so, wie die Ge­fahr des An­bren­nens und das Ra­gout wird un­glaub­lich zart und saf­tig.

5.1) Kurz vor Ende der Garzeit aus­rei­chend Schmor­fond ab­schöp­fen und durch ein Kü­chen­sieb in ei­ne Kas­se­ro­le fül­len.

5.2) Schmorfond auf mitt­le­rer Hit­ze ein­re­du­zie­ren las­sen. Für ei­ne schö­ne, cre­mi­ge Kon­sis­tenz nach und nach bröck­chen­wei­se Beurre ma­nié alias Mehl­but­ter un­ter­rüh­ren. Sauce mit Pfeffer, salz und einem Schuss Cognac abschmecken.

Arbeitsschritt 6) Workshop – Spätzle sel­ber ma­chen

Spätzle selber machen Workshop

6) Spätzle gemäß Packungsanweisung zu­be­rei­ten oder mit un­se­rem Work­shops selber ma­chen.

7) Geviertelte Schalotten oder Perlzwiebeln in Butter gla­sig schwit­zen und mit et­was Puder­zucker ka­ra­mel­li­sie­ren.

8) Fleisch und Perlzwiebeln zur Sau­ce ge­ben, kurz er­hit­zen und mit den Spätz­le auf vor­ge­wärm­ten Tel­ler gar­nieren und so­fort ser­vie­ren.

Nährwert- & Ge­sund­heits­ana­ly­se

von Dipl. Ernährungs­wissen­schaftler Michael Pagelsdorf

Rindfleisch

– kräftig im Aroma, stark an Vitamin B12

Rindfleisch

Neben hochwerti­gem Ei­weiß ent­hält Rind- wie auch Lamm­fleisch die le­bens­wich­ti­gen Vi­ta­mi­ne B2, B6 und B12 so­wie wich­ti­ge Mi­ne­ral­stof­fe wie Ei­sen, Zink und Se­len. Vi­ta­min B1 ist eben­falls vor­han­den, je­doch in ge­rin­ge­ren Men­gen als bei­spiels­wei­se in Schwei­ne­fleisch.

Besonders Eisen und Vi­ta­min B12 spie­len ei­ne zen­tra­le Rol­le bei der Bil­dung ro­ter Blut­kör­per­chen. Vi­ta­min B12 kann in re­le­van­ten Men­gen fast nur üb­er tie­ri­sche Pro­duk­te auf­ge­nom­men wer­den.

Eisen ist nicht allein für die Blut­bil­dung, son­dern auch für den Mus­kel­auf­bau re­le­vant, da es ei­ne Schlüs­sel­rol­le beim Sau­er­stoff­trans­port zu den Mus­kel­zel­len spielt. Ei­ne aus­rei­chen­de Sau­er­stoff­ver­sor­gung ist für un­se­re Mus­keln die Vo­raus­set­zung für Leis­tung, Re­ge­ne­ra­tion und Wachs­tum.

Daher lässt sich feststellen, dass eine rein ve­gane Er­nährung oh­ne Sup­ple­mente nicht als voll­stän­dig aus­ge­wo­gen be­trach­tet wer­den kann. Be­reits 150 g Lamm- oder Rin­der­filet kön­nen den Ta­ges­be­darf eines Er­wach­se­nen an Vi­ta­min B12 de­cken und leis­ten zu­gleich ei­nen wert­vol­len Bei­trag zur Ei­sen­ver­sor­gung.

Kulinarische Verwendung:

Rindfleisch zählt zu den viel­sei­tigs­ten Fleisch­sor­ten über­haupt und ist aus der in­ter­na­tio­na­len Kü­che nicht weg­zu­den­ken. Je nach Teil­stück lässt es sich bra­ten, schmo­ren, gril­len oder roh ge­nie­ßen – et­wa als fei­nes Carpac­cio oder wür­zi­ges Ta­tar.

Zu den be­son­ders ed­len Cuts ge­hö­ren Filet, Ent­re­côte und Hüft­steak, die durch ihre zar­te Kon­sis­tenz und den kräf­ti­gen, aro­ma­ti­schen Ge­schmack über­zeu­gen. Für Schmor­ge­rich­te eig­nen sich hin­ge­gen Schul­ter, Wade oder Brust, die durch lang­sa­mes Garen in Wein, Brühe oder Ge­mü­se­sud be­son­ders saf­tig wer­den.

Auch in der mo­der­nen, leich­ten Küche spielt Rind­fleisch ei­ne wich­ti­ge Rol­le – et­wa in Form von kurz­ge­bra­te­nen Asia-Wok-Ge­rich­ten oder als pro­te­in­rei­ches Steak mit fri­schen Bei­la­gen.
So steht Rind­fleisch für in­ten­si­ven, ei­weiß­rei­chen Ge­nuss und kraft­vol­le Aro­men, die sich na­he­zu je­der Koch­kul­tur an­pas­sen las­sen.

Zwiebeln und Knoblauch

– natürliches Powerduo für Gesund­heit und Ge­schmack

Zwiebeln und Knoblauch

Beide sind ein na­tür­li­ches Anti­bio­ti­kum und be­kämp­fen wirk­sam schäd­li­che Pil­ze und krank­heits­er­re­gen­de Mi­kro­or­ga­nis­men. Die Zwie­bel ist eng mit dem Kno­blauch ver­wandt und be­sitzt ge­gen­über die­sem ei­ne mil­de­re Wir­kung. Die Kom­bi­na­tion der bei­den bringt ein star­kes Duo her­vor.

Bei­de ent­hal­ten wert­vol­le An­ti­oxi­dan­tien, die als Fän­ger »freier Ra­di­ka­ler« un­se­ren Or­ga­nis­mus da­bei hel­fen, ge­sund zu blei­ben.

Die zur Gat­tung der Li­li­en­ge­wäch­se ge­hö­ren­den Pflan­zen ver­fü­gen zu­dem über ei­nen ho­hen Vi­ta­min- und Mi­ne­ral­stoff­ge­halt, von dem wir eben­falls ge­sund­heit­lich pro­fi­tie­ren.

Ent­hal­ten sind die Vi­ta­mi­ne B1, B2 und B6 so­wie die Vi­ta­mi­ne C und E. Au­ßer den Mi­ne­ral­stof­fen Salz, Ei­sen, Zink und Mag­ne­si­um sind noch ei­ne gan­ze Rei­he wei­te­rer Mi­ne­ral­stof­fe in Zwie­beln und Kno­blauch ent­hal­ten, so­dass man bei­de Pflan­zen durch­aus als hoch­wer­ti­ge Mi­ne­ral­stoff-Lie­fe­ran­ten be­zeich­nen kann.

Kulinarische Verwendung:

Zwie­beln und Kno­blauch bil­den das aromatische Grund­ge­rüst un­zäh­li­ger Ge­rich­te – von der hei­mi­schen bis zur in­ter­na­tio­na­len Kü­che. Ob an­ge­schwitzt, ge­bra­ten, kon­fi­tiert oder roh – ihr Ge­schmack reicht von süß­lich-mild bis kräf­tig-wür­zig und sorgt stets für Tie­fe und Cha­rak­ter.

In der me­di­ter­ra­nen Kü­che sind sie un­ver­zicht­bar: in Pas­ta­saucen, Ri­sot­tos, Ge­mü­se­ra­gouts, Schmor­ge­rich­ten oder Fisch­zu­be­rei­tun­gen mit Oli­ven­öl und Kräu­tern. Auch in der asi­a­ti­schen, ori­en­ta­li­schen und kre­o­li­schen Kü­che sind sie fes­ter Be­stand­teil von Cur­rys, Dips, Würz­pas­ten und Su­ben.

Kno­blauch­öl oder Zwie­bel­con­fit ver­lei­hen ve­ge­ta­ri­schen wie auch Fleisch­ge­rich­ten ei­nen fei­nen, tief­wür­zi­gen Ak­zent, wäh­rend ge­rös­te­ter oder ge­schmor­ter Kno­blauch ei­ne but­ter­wei­che Süße ent­fal­tet, die be­son­ders zu Lamm, Kalb, Pil­zen oder ge­rös­te­tem Ge­mü­se passt.

So wer­den Zwie­beln und Kno­blauch nicht nur zu Ge­schmacks­trä­gern ers­ter Gü­te, son­dern auch zu Sym­bo­len für Ge­nuss und Ge­sund­heit – ein Duo, das kei­ner Kü­che feh­len soll­te.

Tomaten und Tomatenmark

– sonnengereift, ge­sund und vol­ler Ge­schmack

Tomaten alias Paradeiser

Außer einem hohen Was­ser­an­teil ent­hal­ten To­ma­ten viele se­kun­dä­re Pflan­zen­stof­fe wie auch ver­schie­de­ne Mi­ne­ral­stof­fe. Be­son­ders Ka­li­um stellt für den Men­schen ei­nen wich­ti­gen ge­sund­heit­li­chen Fak­­tor für eine aus­ge­wo­ge­ne Er­näh­rung dar, da Ka­li­um für die Re­gu­la­tion des Blut­drucks, aber auch für Mus­keln und Ner­ven ein wert­vol­ler Ini­tia­tor ist.

Erhitzt gesünder als roh

Zudem sind To­ma­ten ei­ni­ge der we­ni­gen Ge­mü­se­sor­ten, de­ren ge­sund­heits­för­dern­de In­halts­stof­fe sich durch Er­hit­zen ver­bes­sern, statt sich zu ver­schlech­tern. Ge­meint sind die in To­ma­ten ent­hal­te­nen Poly­phe­no­le, so­ge­nann­te An­ti­oxi­dan­ti­en, wirk­sa­me Fän­ger der zell­schä­di­gen­den »frei­en Ra­di­kalen«, die – so­bald aktiv – ih­rem Na­men al­le Ehre ma­chen.

Hervorzuheben ist in die­sem Be­zug der in To­ma­ten reich­lich ent­hal­te­ne, zur Fa­mi­lie der Ca­ro­ti­noi­de ge­hö­ren­de Farb­stoff Ly­co­pin. Die­ser Farb- bzw. Wirk­stoff al­lein ist be­reits ein gu­ter Grund, re­gel­mä­ßig To­ma­ten auf den Spei­se­zet­tel zu stel­len. Na­tür­li­chen Nähr­bo­den bei der Auf­zucht der To­ma­ten vo­raus­set­zend!

Kulinarische Verwendung:

Tomaten sind die All­roun­der der me­di­ter­ra­nen Kü­che und bil­den die Ba­sis zahl­rei­cher Klas­si­ker – von Pas­ta- und Pizza-Saucen über Sup­pen und Ein­töp­fe bis hin zu fri­schen Sa­la­ten.

Roh ent­fal­ten sie ihr vol­les Aro­ma be­son­ders in Ca­pre­se (mit Mo­z­za­rel­la, Ba­si­li­kum und Oli­ven­öl) oder in som­mer­li­chen To­ma­ten­sa­la­ten mit ro­ten Zwie­beln und Bal­sa­mi­co. In Kom­bi­na­ti­on mit Kräu­tern wie Thy­mi­an, Ore­ga­no und Ros­ma­rin ent­ste­hen aro­ma­ti­sche Dres­sings oder Bru­schet­ta-Be­lä­ge.

Durch Er­hit­zen in­ten­si­viert sich der Ge­schmack und das wert­vol­le Ly­co­pin wird bes­ser ver­füg­bar – ide­al in To­ma­ten­sau­cen, Ra­ta­touille, Sha­kshu­ka oder als Grund­la­ge für Ri­sot­to und Ge­mü­se­pfan­nen. Im Ofen lang­sam ge­schmor­te oder ge­trock­ne­te To­ma­ten ent­wi­ckeln ein tie­fes, süß-wür­zi­ges Aro­ma, das be­son­ders gut zu Fleisch, Fisch oder An­ti­pas­ti passt.

Auch in der fei­nen Kü­che spie­len sie ei­ne Rol­le – et­wa als To­ma­ten­con­som­mé, Sor­bet oder Ta­tar aus con­fier­ten To­ma­ten.

To­ma­ten ste­hen so­mit für Son­nen­rei­fe, me­di­ter­ra­ne Fri­sche und ge­sun­den Ge­nuss, der in na­he­zu je­der Kü­che der Welt sei­ne ku­li­na­ri­sche Hei­mat ge­fun­den hat.

Räucherspeck

– besser nicht zu oft ge­nießen

Räucherspeck

So lecker er auch ist: Zu oft – im Sin­ne von re­gel­mä­ßig – soll­te man ihn nicht auf sei­nen Spei­se­zet­tel set­zen, da das für die Pö­ke­lung und Kon­ser­vie­rung des Schin­kens ver­wen­de­te Nitrit­pökel­salz auf­grund zahl­rei­cher, in den letzten Jah­ren durch­ge­führ­ter Stu­dien im Ruf steht, in­di­rekt krebs­er­re­gend zu sein. 

Achtung: Nitrite sind toxisch!

Nitrite sind für sich al­lein be­reits für den Men­schen to­xisch, doch da­mit nicht ge­nug. Be­son­ders bei starker Er­hit­zung (z. B. Gril­len) be­güns­tigt Na­tri­um­ni­trit im sau­ren Mi­lieu des Ma­gens die Ent­steh­ung sogenannter »Ni­tro­sa­mi­ne«, die von der Wis­sen­schaft als krebs­er­re­gend ein­ge­stuft wer­den. Oder an­ders for­mu­liert: Wer Le­bens­mit­tel, die mit Ni­tri­tpö­kel­salz halt­bar ge­macht wurden, zu oft kon­su­miert, setzt sich da­mit ei­nem er­höh­ten Krebs­ri­si­ko aus!

Petition: Schluss mit den Nitriten, die unserer Nahrung zugesetzt werden »

Mehl bzw. Getreide

– Energielieferant mit Köpfchen

Mehl bzw. Getreide

Entgegen häufiger Aussagen be­sitzt Ge­trei­de kei­ne gro­ßen Men­gen an pflanz­li­chem Ei­weiß. Da­für punk­tet es mit ei­nem ho­hen An­teil an Koh­len­hy­dra­ten und deckt – be­zo­gen auf 100 g – fast ein Drit­tel des täg­li­chen Bal­last­stoff­be­darfs, bei gleich­zei­tig sehr ge­rin­gem Fett­ge­halt.

Dar­über hin­aus lie­fert Ge­trei­de wert­vol­le Mi­ne­ral­stof­fe wie Mag­ne­si­um, Ei­sen und Zink – wich­ti­ge Kom­po­nen­ten für Mus­kel- und Ner­ven­funk­tio­nen – und be­inhal­tet Vi­ta­mi­ne der B-Grup­pe, die un­se­ren Stoff­wech­sel un­ter­stüt­zen.

Für Men­schen, die auf Fleisch ver­zich­ten möch­ten, al­so Ve­ge­ta­rier und Ve­ga­ner (bei ve­ga­ner Er­näh­rung: Pas­ta sec­ca oh­ne Ei!), liegt Ge­trei­de da­mit voll im Trend und ist ein fes­ter Be­stand­teil des mo­der­nen Spei­se­plans ge­wor­den.

Für Per­so­nen mit Glu­ten­un­ver­träg­lich­keit ist Ge­trei­de je­doch un­ge­eig­net. Auch Dia­be­ti­ker oder Low-Carb-Anhänger hal­ten sich we­gen des ho­hen Koh­len­hy­drat­an­teils bes­ser zu­rück.

Kulinarische Verwendung:

Getreide bil­det die Ba­sis un­zäh­li­ger Spei­sen und ist ei­ner der wich­tigs­ten Grund­bau­stei­ne un­se­rer Er­näh­rung. In Form von Mehl dient es als Haupt­zu­tat für Brot, Bröt­chen, Ku­chen, Pas­ta, Piz­za­teig und Back­wa­ren al­ler Art.

Als ganzes Korn, gequollen oder ge­kocht, wird es in Sa­la­ten, Auf­läu­fen, Sup­pen oder vegetarischen Brat­lin­gen ver­wen­det. Gemahlen, ge­rös­tet oder als Flocken und Brei (z. B. Ha­fer, Dink­el, Hirse oder Bul­gur) eig­net es sich für ei­ne voll­wer­ti­ge Früh­stücks- oder Bei­la­gen­kü­che.

In der modernen Ernäh­rung ge­win­nen al­ter­na­ti­ve Mehl­sor­ten – et­wa aus Hafer, Hirse, Reis, Buch­wei­zen oder Man­deln – zu­neh­mend an Be­deu­tung, da sie glu­ten­frei und oft mi­ne­ral­stoff­rei­cher sind. Da­durch lässt sich klas­si­sche Back­kunst mit in­di­vi­du­el­len Er­näh­rungs­for­men ver­bin­den.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissen­schaftler (Oeko­tropho­loge)