Pissaladíere – Zwie­bel­ku­chen aus Niz­za

Pissaladíere – Zwiebelkuchen aus Nizza

französische küche

Pissaladíere – Zwiebelkuchen aus Nizza

Zwiebel-Hefekuchen « à la niçoise », ist ein Klas­si­ker der fran­zö­si­schen Kü­che und wie der Na­me be­reits er­ah­nen lässt, in der Pro­vence, ge­nau­er ge­sagt, der Re­gion Niz­za, be­hei­ma­tet.

Das Ge­richt ver­dankt sei­­nen Na­men dem « Pis­sa­la », ei­nem ge­würz­ten Fisch­pü­ree aus Sar­di­nen- und Sar­del­len­fleisch, Ge­wür­zen und Salz­lake, mit dem der Ku­chen tra­di­ti­o­n­ell vor dem Ba­cken be­stri­chen wur­de.

Heu­te er­setzt man das Pü­ree durch ei­ne Zwie­bel-Ei-Sah­ne-Le­gie­rung, die mit Sar­del­len und schwar­zen Oli­ven be­legt wird; das macht den Zwie­bel­ku­chen saf­ti­ger.

Um unserem französischen Zwie­bel­ku­chen et­was Far­be zu ver­lei­hen, ha­ben wir un­ser « Pis­sa­la­díe­re ni­çoise Re­­zept » zu­dem noch mit ge­vier­tel­ten Cock­­tail­to­ma­ten er­gänzt, was zwar nicht klas­sisch, aber durch­aus er­laubt ist. Wer beim ur­sprüng­li­chen Pis­­sa­­la­­díere-Re­zept blei­ben möch­te, lässt die To­ma­ten ein­fach weg.

Claudia Cartoons – Man muss auch mal Wein sagen können
Gernekochen-Weintipp

Zu »Pissaladíere ni­çoi­se Re­zept« em­pfeh­len wir ei­nen ba­di­schen Grau­bur­gun­der von Wein­gut Klumpp, ein Pa­ra­de-Grau­bur­gun­der, mit vol­lem Kör­per, kräut­ri­gem Duft und lan­gem Nach­hall. Ein­fach mal auf un­se­r Wein­tipp-Icon tip­pen und mehr er­fah­ren. Wir wünschen wie stets einen guten Ap­pe­tit und: Wohl be­komm's!

Rezept:
Pissaladíere ni­çoi­se Re­zept – fran­zö­si­scher Zwie­bel­ku­chen

Zutaten für 4 Personen

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Einkaufszettel:

  • 500 g italienisches Pizza-Mehl Typ: »00«
  • 40 g frische Bierhefe, erhältlich im Drogeriemarkt (alternativ: Weizenhefe)
  • 1 Tasse (200 ml) lauwarmes Wasser
  • 1 gestr. TL Zucker
  • 6 EL Olivenöl
  • 1 gestr. TL Salz

Für die Ei-Sahne-Legierung (Eierguß):

  • 2 Eier Größe »M«
  • 125 ml süße Sahne
  • 4 kleingehackte Sardellenfilets

Das benötigt man zusätzlich:

  • Etwas Mehl für die Arbeitsfläche
  • Olivenöl für das Backblech

Für den Belag:

  • 1 kg weiße Zwiebeln
  • 2 kleine Knoblauchzehen
  • 1–2 EL leicht-fruchtiges Olivenöl »
  • 1 handvoll ungeschwärzte, schwarze Oliven
  • 1 EL Rotweinessig
  • 8 Sardellenfilets a.d. Glas
  • 1 Bund Thymian
  • 1 Bund Oregano (alternativ: 1½ TL getrockneter Oregano)
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Gewürznelke
  • 100 ml trockener Weißwein
  • etwas Salz und
  • grob gemahlener Pfeffer
  • 1 EL in Flocken geschnittene Butter

Zubereitung:

1) Frischhefe in lauwarmem Wasser auflösen, Zucker zugeben, umrühren und 10 Min. gären lassen. Mehl in eine Schüssel geben. Die in Wasser aufgelöste He­fe zugeben und mit etwas Mehl be­deck­en. Vorteig 15–20 Min. quellen lassen.

2) Teigmasse in ei­ne Kü­chen­ma­schi­ne ge­ben und ca. 15–20 Min. auf klei­ner Stu­fe kne­ten bis der Teig eine ho­mo­­ge­­ne Kon­sis­tenz be­kom­men hat. Oli­ven­öl tröp­f­chen­­wei­­se in In­ter­val­len zu­ge­ben. Teig in ei­ne Schüs­­sel ge­ben und an ei­nem war­men Ort zu­ge­deckt ca. 20 Min. ge­hen las­sen.

3) Teigkugel mit dem Nu­del­holz zu ei­nem Recht­eck (Back­­blech­­grö­­ße + 3 cm um­lau­fend für den Rand) aus­rol­len. Da­bei die Teig­­rän­der et­was di­cker las­sen.

4) Backblech mit Oli­ven­öl ein­pin­seln. Vor­ge­form­ten Teig da­rauf le­gen und die Form noch mit den Hän­den an das Blech an­pas­sen. He­fe­teig mit ei­ner Ga­bel per­­fo­­rie­­ren, so­dass er kei­ne Bla­sen wer­­fen kann.

5) Für den Belag Zwie­beln schä­len und der Län­ge nach in Strei­fen schnei­­den. Kräu­ter ab­brau­sen, tro­­cken­­tup­­fen und klein ­­ha­­­cken. Knob­­lauch schä­len und klein ­ha­­cken. Oli­ven­öl und Bal­sa­mi­co-Es­sig bzw. »Eli­­xier JAS­MI­NE« be­reit­stel­len.

6.1) Zwiebeln in Olivenöl auf mittlerer Temperatur in einer be­schich­te­ten Pfanne mit geschlossenem De­ckel düns­ten. Weiß­wein in Intervallen von 5 Mi­nu­ten schlückchenweise zu­ge­ben. Darauf achten, dass die Zwiebeln keine Farbe be­kom­men.

6.2) Kräuter, Knoblauch und Elixier jasmine zugeben. Zwiebeln ohne Deckel für weitere 15 Min. bei kleiner Hitze dünsten, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Mit je 1 Prise Salz und Pfeffer ab­schmec­k­en. Zwiebeln aus der Pfanne in eine Schüssel geben und erkalten lassen.

7.1) Eier mit­ein­an­der ver­quir­len. Sah­ne zu­gie­ßen und un­ter­rüh­ren.

7.2) Sardellfilets klein ha­cken und als Salz­er­satz in die Ei-Sah­ne-Mi­schung bzw. »Le­gie­rung« ge­ben.

7.3) Erkaltete Zwiebeln zur »Ei-Sahne-Legierung« ge­ben und gut mit dieser vermengen.

7.4) Legierte Zwiebeln gleichmäßig auf dem Teig ver­tei­len.

8.1) Tomaten wa­schen, tro­cken­tup­fen und vier­teln. Oli­ven und Sar­­­del­len aus dem Glas neh­men, ab­­brau­­sen und tro­­cken­­tup­­fen. Je zwei TL ge­hack­te Kräu­ter zum Gar­nie­ren des Zwie­bel­ku­chens vor­­be­­rei­­ten.

8.2) Backofen auf 220 Grad Ob­er-/Un­ter­hit­ze vor­­hei­­zen. Zwie­bel-He­fe-Ku­chen mit den Zu­ta­ten – ein­­schließ­­lich But­ter­flo­cken – be­le­gen.

9) Zwiebelkuchen im vorgeheizten Backofen ca. 35–40 Min. goldbraun ba­cken. Vor dem Servieren noch mit den frisch ge­hack­ten Kräu­tern aus Arbeitsschritt 8.1 be­streu­en.

Nährwert- & Ge­sund­heits­ana­ly­se

von Dipl. Ernährungs­wissen­schaftler Michael Pagelsdorf

Mehl bzw. Getreide

– Energielieferant mit Köpfchen

Mehl bzw. Getreide

Entgegen häufiger Aussagen be­sitzt Ge­trei­de kei­ne gro­ßen Men­gen an pflanz­li­chem Ei­weiß. Da­für punk­tet es mit ei­nem ho­hen An­teil an Koh­len­hy­dra­ten und deckt – be­zo­gen auf 100 g – fast ein Drit­tel des täg­li­chen Bal­last­stoff­be­darfs, bei gleich­zei­tig sehr ge­rin­gem Fett­ge­halt.

Dar­über hin­aus lie­fert Ge­trei­de wert­vol­le Mi­ne­ral­stof­fe wie Mag­ne­si­um, Ei­sen und Zink – wich­ti­ge Kom­po­nen­ten für Mus­kel- und Ner­ven­funk­tio­nen – und be­inhal­tet Vi­ta­mi­ne der B-Grup­pe, die un­se­ren Stoff­wech­sel un­ter­stüt­zen.

Für Men­schen, die auf Fleisch ver­zich­ten möch­ten, al­so Ve­ge­ta­rier und Ve­ga­ner (bei ve­ga­ner Er­näh­rung: Pas­ta sec­ca oh­ne Ei!), liegt Ge­trei­de da­mit voll im Trend und ist ein fes­ter Be­stand­teil des mo­der­nen Spei­se­plans ge­wor­den.

Für Per­so­nen mit Glu­ten­un­ver­träg­lich­keit ist Ge­trei­de je­doch un­ge­eig­net. Auch Dia­be­ti­ker oder Low-Carb-Anhänger hal­ten sich we­gen des ho­hen Koh­len­hy­drat­an­teils bes­ser zu­rück.

Kulinarische Verwendung

Getreide bil­det die Ba­sis un­zäh­li­ger Spei­sen und ist ei­ner der wich­tigs­ten Grund­bau­stei­ne un­se­rer Er­näh­rung. In Form von Mehl dient es als Haupt­zu­tat für Brot, Bröt­chen, Ku­chen, Pas­ta, Piz­za­teig und Back­wa­ren al­ler Art.

Als ganzes Korn, gequollen oder ge­kocht, wird es in Sa­la­ten, Auf­läu­fen, Sup­pen oder vegetarischen Brat­lin­gen ver­wen­det. Gemahlen, ge­rös­tet oder als Flocken und Brei (z. B. Ha­fer, Dink­el, Hirse oder Bul­gur) eig­net es sich für ei­ne voll­wer­ti­ge Früh­stücks- oder Bei­la­gen­kü­che.

In der modernen Ernäh­rung ge­win­nen al­ter­na­ti­ve Mehl­sor­ten – et­wa aus Hafer, Hirse, Reis, Buch­wei­zen oder Man­deln – zu­neh­mend an Be­deu­tung, da sie glu­ten­frei und oft mi­ne­ral­stoff­rei­cher sind. Da­durch lässt sich klas­si­sche Back­kunst mit in­di­vi­du­el­len Er­näh­rungs­for­men ver­bin­den.

Zwiebeln und Knoblauch

– natürliches Powerduo für Gesund­heit und Ge­schmack

Zwiebeln und Knoblauch

Beide sind ein na­tür­li­ches Anti­bio­ti­kum und be­kämp­fen wirk­sam schäd­li­che Pil­ze und krank­heits­er­re­gen­de Mi­kro­or­ga­nis­men. Die Zwie­bel ist eng mit dem Kno­blauch ver­wandt und be­sitzt ge­gen­über die­sem ei­ne mil­de­re Wir­kung. Die Kom­bi­na­tion der bei­den bringt ein star­kes Duo her­vor.

Bei­de ent­hal­ten wert­vol­le An­ti­oxi­dan­tien, die als Fän­ger »freier Ra­di­ka­ler« un­se­ren Or­ga­nis­mus da­bei hel­fen, ge­sund zu blei­ben.

Die zur Gat­tung der Li­li­en­ge­wäch­se ge­hö­ren­den Pflan­zen ver­fü­gen zu­dem über ei­nen ho­hen Vi­ta­min- und Mi­ne­ral­stoff­ge­halt, von dem wir eben­falls ge­sund­heit­lich pro­fi­tie­ren.

Ent­hal­ten sind die Vi­ta­mi­ne B1, B2 und B6 so­wie die Vi­ta­mi­ne C und E. Au­ßer den Mi­ne­ral­stof­fen Salz, Ei­sen, Zink und Mag­ne­si­um sind noch ei­ne gan­ze Rei­he wei­te­rer Mi­ne­ral­stof­fe in Zwie­beln und Kno­blauch ent­hal­ten, so­dass man bei­de Pflan­zen durch­aus als hoch­wer­ti­ge Mi­ne­ral­stoff-Lie­fe­ran­ten be­zeich­nen kann.

Kulinarische Verwendung:

Zwie­beln und Kno­blauch bil­den das aromatische Grund­ge­rüst un­zäh­li­ger Ge­rich­te – von der hei­mi­schen bis zur in­ter­na­tio­na­len Kü­che. Ob an­ge­schwitzt, ge­bra­ten, kon­fi­tiert oder roh – ihr Ge­schmack reicht von süß­lich-mild bis kräf­tig-wür­zig und sorgt stets für Tie­fe und Cha­rak­ter.

In der me­di­ter­ra­nen Kü­che sind sie un­ver­zicht­bar: in Pas­ta­saucen, Ri­sot­tos, Ge­mü­se­ra­gouts, Schmor­ge­rich­ten oder Fisch­zu­be­rei­tun­gen mit Oli­ven­öl und Kräu­tern. Auch in der asi­a­ti­schen, ori­en­ta­li­schen und kre­o­li­schen Kü­che sind sie fes­ter Be­stand­teil von Cur­rys, Dips, Würz­pas­ten und Su­ben.

Kno­blauch­öloder Zwie­bel­con­fit ver­lei­hen ve­ge­ta­ri­schen wie auch Fleisch­ge­rich­ten ei­nen fei­nen, tief­wür­zi­gen Ak­zent, wäh­rend ge­rös­te­ter oder ge­schmor­ter Kno­blauch ei­ne but­ter­wei­che Süße ent­fal­tet, die be­son­ders zu Lamm, Kalb, Pil­zen oder ge­rös­te­tem Ge­mü­se passt.

So wer­den Zwie­beln und Kno­blauch nicht nur zu Ge­schmacks­trä­gern ers­ter Gü­te, son­dern auch zu Sym­bo­len für Ge­nuss und Ge­sund­heit – ein Duo, das kei­ner Kü­che feh­len soll­te.

Sardellen

– klein, würzig und vol­ler Nähr­stof­fe

Sardellen

Die sich von Plankton er­näh­ren­de Sar­del­le ist zwar klein, aber oho. Sie ist einer der mi­ne­ral­stoff­reichs­ten Fi­sche über­haupt, verfügt über gro­ße Men­gen an Ome­ga-3-Fett­säu­ren und be­sitzt ei­nen aus­ge­spro­chen ho­hen Ei­weiß­an­teil, einen wichtigen Be­stand­teil ei­ner aus­ge­wo­ge­nen, ge­sun­den Er­näh­rung. Pro­te­ine re­pa­rie­ren und er­neu­ern Ge­we­be, pro­du­zie­ren wich­ti­ge E­nzy­me und Hor­mo­ne in un­se­rem Kör­per und sind da­mit ein es­sen­ti­el­ler Be­stand­teil zum Er­halt von Kno­chen, Mus­keln, Knor­pel und Ge­we­be.

Gerade Sportlern hilft Ei­weiß da­bei, Mus­keln auf­zu­bau­en, al­ters­be­ding­tem Mus­kel­ab­bau ent­ge­gen­zu­wir­ken und die Ge­wichts­ab­nah­me zu un­ter­stüt­zen.

In Bezug auf Mineral­stof­fe ver­fü­gen Sar­del­len über reich­lich Cal­ci­um. Cal­ci­um wird von un­se­rem Kör­per es­sen­ti­ell für den Er­halt un­se­rer Ske­lett­struk­tur, ein­schließ­lich der Zähne, be­nö­tigt.

Zudem verfügen Sar­del­len über Vi­ta­min K, eben­falls wich­tig für den Er­halt un­se­rer Ge­sund­heit.

Kulinarische Verwendung:

Mit ihrem in­ten­siv-wür­zi­gen Aro­ma sind Sar­del­len be­son­ders in der mediterranen Kü­che be­liebt – ob ein­ge­legt oder als sal­zi­ges Fi­let auf Piz­za und Pas­ta.

Fein gehackt oder zer­drückt schmel­zen Sar­del­len beim Er­hit­zen förm­lich in Sau­cen und ver­stär­ken de­ren Aro­ma auf na­tür­li­che Wei­se. So bil­den sie bei­spiels­wei­se ei­ne wich­ti­ge Grund­zu­tat für Pas­ta­sau­cen, wür­zi­ge To­ma­ten­zu­be­rei­tun­gen oder tra­di­tio­nel­le Dres­sings. Auch in klas­si­schen Ge­rich­ten wie dem be­kann­ten Caesar Salad » oder auf knus­pri­ger Pizza sor­gen sie für ei­nen cha­rak­te­ris­ti­schen, sa­lig-wür­zi­gen Ak­zent.

Hühnereier

– das unterschätzte Kraftpa­ket im Klein­for­mat

Hühnereier

Hühnereier be­sit­zen durch­schnitt­lich 7 g Pro­te­ine und da­mit ei­nen ho­hen Ge­halt an bio­lo­gisch wert­vol­len Subs­tan­zen. Bio­lo­gisch wert­voll des­halb, da die im Ei ent­hal­te­nen Pro­te­ine ei­nen ho­hen A­nteil an es­sen­ti­ell­en Ami­no­säuren mit ei­nem sehr gu­ten Gleich­ge­wicht auf­weis­en. Der Pro­te­in­ge­halt ei­nes Hüh­ner­eis wird des­halb als Re­fe­renz­wert an­ge­se­hen. Ein Ver­gleich mit an­de­ren Le­bens­mit­teln macht dies deut­lich: Zwei Hüh­ner­ei­er ent­hal­ten die­sel­be Men­ge an Pro­te­in­en wie bspw. 100 g Fisch oder 100 g Fleisch.

Der durchschnittliche Fettgehalt ist mit 7 g ge­nau so hoch wie der Pro­te­in­ge­halt. Es ist vor all­em im Ei­gelb und we­niger im Ei­weiß ent­halten. Bei den Fett­säu­ren im Ei handelt es sich zu zwei Dritteln um un­ge­sät­tig­te Fet­tsäuren.

Etwas in Verruf kam eine Zeit lang der Ver­zehr von Ei auf­grund sei­nes – mit ca. 180 mg – recht ho­hen Cho­les­te­rin­ge­halts, was man je­doch auf keinen Fall über­be­wer­ten soll­te, da solc­he Warnungen und Ein­stu­fun­gen meist ge­wissen Trends un­ter­lie­gen und sich so­mit auch wie­der än­dern kön­nen. Zu­dem be­sit­zen Hüh­ner­ei­er einen ho­hen Vitamin-A-, D- und E-An­teil und ent­hal­ten die Spu­ren­ele­men­te Ei­sen und Zink.

Kulinarische Verwendung:

Hühnereier lassen sich in der Kü­che au­ßer­or­dent­lich viel­sei­tig ein­set­zen und kön­nen so­wohl pur als auch in Kom­bi­na­tion mit an­de­ren Le­bens­mit­teln ge­nos­sen wer­den. Sie eig­nen sich zum Ko­chen, Bra­ten, Po­chieren oder Ba­cken, die­nen als Bin­de­mit­tel, Lo­cke­rungs­mit­tel und Ver­fei­ne­rung in Sau­cen, Auf­läufen und Tei­gen und er­gänzen zahl­rei­che Ge­rich­te auf ein­fa­che und ge­schmack­vol­le Wei­se.

Tomaten alias Paradeiser

– sonnengereift, ge­sund und vol­ler Ge­schmack

Tomaten alias Paradeiser

Außer einem hohen Was­ser­an­teil ent­hal­ten To­ma­ten viele se­kun­dä­re Pflan­zen­stof­fe wie auch ver­schie­de­ne Mi­ne­ral­stof­fe. Be­son­ders Ka­li­um stellt für den Men­schen ei­nen wich­ti­gen ge­sund­heit­li­chen Fak­­tor für eine aus­ge­wo­ge­ne Er­näh­rung dar, da Ka­li­um für die Re­gu­la­tion des Blut­drucks, aber auch für Mus­keln und Ner­ven ein wert­vol­ler Ini­tia­tor ist.

Erhitzt gesünder als roh

Zudem sind To­ma­ten ei­ni­ge der we­ni­gen Ge­mü­se­sor­ten, de­ren ge­sund­heits­för­dern­de In­halts­stof­fe sich durch Er­hit­zen ver­bes­sern, statt sich zu ver­schlech­tern. Ge­meint sind die in To­ma­ten ent­hal­te­nen Poly­phe­no­le, so­ge­nann­te An­ti­oxi­dan­ti­en, wirk­sa­me Fän­ger der zell­schä­di­gen­den »frei­en Ra­di­kalen«, die – so­bald aktiv – ih­rem Na­men al­le Ehre ma­chen.

Hervorzuheben ist in die­sem Be­zug der in To­ma­ten reich­lich ent­hal­te­ne, zur Fa­mi­lie der Ca­ro­ti­noi­de ge­hö­ren­de Farb­stoff Ly­co­pin. Die­ser Farb- bzw. Wirk­stoff al­lein ist be­reits ein gu­ter Grund, re­gel­mä­ßig To­ma­ten auf den Spei­se­zet­tel zu stel­len. Na­tür­li­chen Nähr­bo­den bei der Auf­zucht der To­ma­ten vo­raus­set­zend!

Kulinarische Verwendung:

Tomaten sind die All­roun­der der me­di­ter­ra­nen Kü­che und bil­den die Ba­sis zahl­rei­cher Klas­si­ker – von Pas­ta- und Pizza-Saucen über Sup­pen und Ein­töp­fe bis hin zu fri­schen Sa­la­ten.

Roh ent­fal­ten sie ihr vol­les Aro­ma be­son­ders in Ca­pre­se (mit Mo­z­za­rel­la, Ba­si­li­kum und Oli­ven­öl) oder in som­mer­li­chen To­ma­ten­sa­la­ten mit ro­ten Zwie­beln und Bal­sa­mi­co. In Kom­bi­na­ti­on mit Kräu­tern wie Thy­mi­an, Ore­ga­no und Ros­ma­rin ent­ste­hen aro­ma­ti­sche Dres­sings oder Bru­schet­ta-Be­lä­ge.

Durch Er­hit­zen in­ten­si­viert sich der Ge­schmack und das wert­vol­le Ly­co­pin wird bes­ser ver­füg­bar – ide­al in To­ma­ten­sau­cen, Ra­ta­touille, Sha­kshu­ka oder als Grund­la­ge für Ri­sot­to und Ge­mü­se­pfan­nen. Im Ofen lang­sam ge­schmor­te oder ge­trock­ne­te To­ma­ten ent­wi­ckeln ein tie­fes, süß-wür­zi­ges Aro­ma, das be­son­ders gut zu Fleisch, Fisch oder An­ti­pas­ti passt.

Auch in der fei­nen Kü­che spie­len sie ei­ne Rol­le – et­wa als To­ma­ten­con­som­mé, Sor­bet oder Ta­tar aus con­fier­ten To­ma­ten.

To­ma­ten ste­hen so­mit für Son­nen­rei­fe, me­di­ter­ra­ne Fri­sche und ge­sun­den Ge­nuss, der in na­he­zu je­der Kü­che der Welt sei­ne ku­li­na­ri­sche Hei­mat ge­fun­den hat.

Oliven und Olivenöl

– das Herz der Mittelmeer­kü­che

Oliven und Olivenöl

Geschwärzte Oli­ven solltest Du ver­mei­den!

Die­se ent­hal­ten Ei­sen­glu­co­nat (Ei­sen(II)-glu­co­nat, E-579). Fügt man die­sen so­ge­nann­ten »Le­bens­mit­tel­zu­satz­stoff« den Oli­ven hin­zu, kommt es zu ei­nem Oxi­da­tions­vor­gang, der die ein­heit­lich schwar­ze Fär­bung der Oli­ven be­wirkt. In­te­res­sant und sehr be­merkens­wert:

Als Grund­la­ge von ge­schwärz­ten Oli­ven die­nen nicht schwar­ze, son­dern grü­ne Oli­ven.

Ob nicht al­lein schon die­se Tat­sa­che eine Täu­schung der Ver­brau­cher dar­stellt, soll je­der für sich selbst ent­schei­den.

Nur die halbe Wahr­heit …

Zwar gilt E-579 offi­ziell als ge­sund­heit­lich un­bedenk­lich, die ent­ste­hen­den Wech­sel­wir­kun­gen beim Oxi­da­tions­pro­zess wer­den bei die­ser Ein­stu­fung je­doch nicht be­rück­sich­tigt. Das durch den vor­ge­nann­ten Oxi­da­tions­pro­zess ent­ste­hen­de 

»Acryl­amid« be­sitzt ei­ne merk­li­che aku­te ora­le To­xi­zi­tät,

ist also alles an­de­re als ge­sund­heit­lich un­be­denk­lich. Ganz im Ge­gen­teil: Wer Acrylamid re­gel­mä­ßig ver­zehrt (Tief­kühl-Pom­mes las­sen grü­ßen), setzt sich da­durch ­einem er­höh­ten Ri­si­ko aus, an Krebs zu er­kran­ken.

Un­ge­färb­te schwar­ze Oli­ven er­kennt man da­ran, dass ih­re Farb­ge­bung zwi­schen hel­len und dunk­len Schwarz- und Braun­tö­nen va­ri­iert.

Ge­schwärz­te Oli­ven er­kennt man an ihrer ein­heit­lichen, tief­schwar­zen Fär­bung, wie sie in der Na­tur so nicht vor­kommt.

Na­türli­che, al­so un­ge­färb­te schwar­ze Oli­ven sind voll aus­ge­reif­te grü­ne Oli­ven. Noch grü­ne Oli­ven ent­hal­ten mehr Vi­ta­mi­ne und Mi­ne­ral­stof­fe, aber eb­en auch mehr Was­ser als die schwarzen. Zu­dem be­sit­zen sie ge­gen­üb­er den Schwar­zen ei­nen we­sent­lich hö­he­ren An­teil wert­vol­ler, ein­fach un­ge­sät­tig­ter Fett­säu­ren.

Und ebenso wichtig, da es hier ja nicht al­lein um Ge­sund­heit, son­dern auch um Ge­nuss geht: Ge­schwärz­te Oli­ven schme­cken an­ders und bei wei­tem nicht so gut wie na­tur­be­las­se­ne Oli­ven!

Olivenöl in Premium-Qualität

Nicht nur ich, son­dern un­ser ganzes Team », be­geis­tert sich für gu­tes, al­so hoch­wer­tig er­zeug­tes Oli­ven­öl. Ja, mehr noch, man kann uns als ech­te »Oli­ven­öl-­Fans« be­zeich­nen.

Das liegt in ers­ter Li­nie am her­vor­ra­gen­den Ge­schmack von gu­tem Olivenöl, aber auch an ei­nem zwei­ten, eben­so wich­ti­gen As­pekt, denn bei nä­he­rer Be­trach­tung be­sitzt Oli­ven­öl ein ge­ball­tes Bün­del an po­si­ti­ven Ei­gen­schaf­ten, die un­se­rem Kör­per hel­fen, ge­sund zu blei­ben.

So verfügt Oliven­öl ne­ben vie­len Vi­ta­mi­nen und Mi­ne­ral­stof­fen üb­er zahl­reiche se­kun­dä­re Pflan­zen­stof­fe. Die po­si­ti­ven Wir­kun­gen die­ser Stof­fe auf un­se­ren Or­ga­nis­mus be­ginnt die Wis­sen­schaft erst lang­sam zu ver­ste­hen.

Einige von Ih­nen wer­den erst durch die Ver­stoff­wech­se­lung im Darm durch un­se­re Darm­bak­te­rien rich­tig ak­tiv und be­güns­ti­gen so zahl­rei­che po­si­ti­ve bio­lo­gi­sche Wir­kun­gen. Z. B. sind sie an­ti­bak­te­ri­ell, an­ti­oxi­da­tiv (ähnlich den Vi­ta­mi­nen) und da­bei in ei­nem so hohen Maß ent­zün­dungs­hem­mend, dass sie da­bei teilwei­se so­gar den Vi­ta­mi­nen weit über­le­gen sind.

Ist das nicht wunder­bar? Ge­sun­des kann so le­cker sein. Aber ich be­to­ne aus­drück­lich: Alle po­si­ti­ven Wir­kun­gen be­kommt man nur bei Oli­ven­öl bes­ter Qua­li­tät. Und die be­kommt man eb­en nicht für 4,50 Euro beim Dis­coun­ter. Da­rüber soll­te man sich im Kla­ren sein.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oekotrophologe)

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