Crêpes mit Krab­ben

– Crêpes bretonnes tra­di­tio­nell

Ein echter Klassiker und ty­pisch bre­to­nisch: Crê­pes mit Krab­ben

Crepes mit Krabben

französische küche

Crêpes mit Krabben (Crêpes bretonnes tra­di­tio­nell)

Unser Rezept zeigt Dir, wie Du Crêpes [bre­to­nisch: « Kram­poue­zenn » (Singular) bzw. « Kram­pouezh » (Plural)], den Klas­si­ker aus der Bre­tag­ne, Zu­hau­se ganz ein­fach sel­ber ma­chen kannst.

Es gibt ei­ne ganze Rei­he an Va­ri­an­ten. Ne­ben un­se­rem Klas­si­ker kannst Du zwi­schen z. B. »Crê­pes mit To­maten«, »Crêpes mit Spar­gel« oder »Crê­pes mit Ka­vi­ar« als be­son­ders feiner­ Vor­spei­se wäh­len und Dich für Deine per­sön­li­che Lieb­lings­va­ri­an­te ent­schei­den. Wir sind die­ses Mal beim Klas­si­ker mit Krab­ben ge­blie­ben.

Kleines Küchenwissen – Crêpe oder Galette?

Crêpes haben gegenüber Ga­let­tes qua­si ei­ne ku­li­na­ri­sche »Evo­lu­tion« durch­lau­fen. Buch­wei­zen und Was­ser als Ba­sis­zu­ta­ten, wur­den im Lau­fe der Zeit durch wei­ßes Wei­zen­mehl, Ei­er und Milch er­setzt. Ge­gen­über den klas­si­schen Ga­let­tes (aus Buch­wei­zen und Was­ser), prä­sen­tie­ren sich die Crê­pes da­her sü­ßer auf dem Gau­men. Sehr schön er­klärt wird der ge­naue Sach­ver­halt auf: https://de.france.fr/de/ »

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Zu »Crê­pes mit Krab­ben«, em­pfeh­len wir einen leich­ten »Sau­vig­non Blanc« oder al­ter­na­tiv ei­nen fruch­ti­gen »Mala­gouziá« vom Wein­gut Al­pha Es­ta­te aus West­makedonien, Grie­che­land. Ein­fach mal auf un­se­r Wein­tipp-Icon tip­pen und mehr er­fah­ren. Wir wün­schen wie stets ei­nen guten Ap­pe­tit und: Wohl be­komm's!

Rezept:
Crêpes bretonnes tra­di­tio­nell

Zutaten für 4 Personen

 

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Einkaufszettel:

  • 110 g Mehl Typ: »550«
  • 125 ml Milch
    125 ml Wasser
  • ¼ TL Salz
  • 3 Eier Größe »M«
  • 1 Eigelb
  • etwas flüssige braune Butter zum Ein­pin­seln

Des weiteren benötigt man:

  • 1 handvoll Grönland-Krabben oder Garnelen
  • 1 Bund frischer Dill
  • 1 Zitrone

Das benötigt man zusätzlich:

  • Beschichtete Pfanne (Crêpes-Pfanne)

Zubereitung:

1.1) Mehl fein sieben.

1.2) Milch langsam zugießen und dabei mit einem Schneebesen mit dem Mehl verrühren.

1.3) Ganze Eier, extra Eigelb und Salz zugeben. Alle Zutaten gut verquirlen.

2.1) Pfanne dünn mit flüssiger, brauner Butter einpinseln und mittelstark erhitzen.

2.2) Soviel Teig in die Pfanne geben, dass der Pfannenboden dünn bedeckt ist. Das geht am Besten wenn man die Pfanne leicht schräg hält und leicht schwenkt bis der Teig dünn verlaufen ist. Teig regelmäßig in der Schüssel umrühren, da sich sonst das Mehl am Boden absetzt.

2.3) Backofen auf 80 Grad vorheizen. Crêpes von beiden Seiten in der Pfanne bräunen. (Wenn die Crêpes sich vom Pfannenrand lösen, kann man sie wenden.) Die einzelnen, fertigen Crêpes übereinandergeschichtet zwischen zwei Tellern legen (mit Backpapier voneinander trennen) und im vorgeheizten Ofen warm halten bis alle Crêpes fertig sind.

Nährwert- & Ge­sund­heits­ana­ly­se

von Dipl. Ernährungs­wissen­schaftler Michael Pagelsdorf

Mehl bzw. Getreide

– Energielieferant mit Köpfchen

Mehl bzw. Getreide

Entgegen häufiger Aussagen be­sitzt Ge­trei­de kei­ne gro­ßen Men­gen an pflanz­li­chem Ei­weiß. Da­für punk­tet es mit ei­nem ho­hen An­teil an Koh­len­hy­dra­ten und deckt – be­zo­gen auf 100 g – fast ein Drit­tel des täg­li­chen Bal­last­stoff­be­darfs, bei gleich­zei­tig sehr ge­rin­gem Fett­ge­halt.

Dar­über hin­aus lie­fert Ge­trei­de wert­vol­le Mi­ne­ral­stof­fe wie Mag­ne­si­um, Ei­sen und Zink – wich­ti­ge Kom­po­nen­ten für Mus­kel- und Ner­ven­funk­tio­nen – und be­inhal­tet Vi­ta­mi­ne der B-Grup­pe, die un­se­ren Stoff­wech­sel un­ter­stüt­zen.

Für Men­schen, die auf Fleisch ver­zich­ten möch­ten, al­so Ve­ge­ta­rier und Ve­ga­ner (bei ve­ga­ner Er­näh­rung: Pas­ta sec­ca oh­ne Ei!), liegt Ge­trei­de da­mit voll im Trend und ist ein fes­ter Be­stand­teil des mo­der­nen Spei­se­plans ge­wor­den.

Für Per­so­nen mit Glu­ten­un­ver­träg­lich­keit ist Ge­trei­de je­doch un­ge­eig­net. Auch Dia­be­ti­ker oder Low-Carb-Anhänger hal­ten sich we­gen des ho­hen Koh­len­hy­drat­an­teils bes­ser zu­rück.

Kulinarische Verwendung:

Getreide bil­det die Ba­sis un­zäh­li­ger Spei­sen und ist ei­ner der wich­tigs­ten Grund­bau­stei­ne un­se­rer Er­näh­rung. In Form von Mehl dient es als Haupt­zu­tat für Brot, Bröt­chen, Ku­chen, Pas­ta, Piz­za­teig und Back­wa­ren al­ler Art.

Als ganzes Korn, gequollen oder ge­kocht, wird es in Sa­la­ten, Auf­läu­fen, Sup­pen oder vegetarischen Brat­lin­gen ver­wen­det. Gemahlen, ge­rös­tet oder als Flocken und Brei (z. B. Ha­fer, Dink­el, Hirse oder Bul­gur) eig­net es sich für ei­ne voll­wer­ti­ge Früh­stücks- oder Bei­la­gen­kü­che.

In der modernen Ernäh­rung ge­win­nen al­ter­na­ti­ve Mehl­sor­ten – et­wa aus Hafer, Hirse, Reis, Buch­wei­zen oder Man­deln – zu­neh­mend an Be­deu­tung, da sie glu­ten­frei und oft mi­ne­ral­stoff­rei­cher sind. Da­durch lässt sich klas­si­sche Back­kunst mit in­di­vi­du­el­len Er­näh­rungs­for­men ver­bin­den.

Hühnereier

– das unterschätzte Kraftpa­ket im Klein­for­mat

Hühnereier

Hühnereier be­sit­zen durch­schnitt­lich 7 g Pro­te­ine und da­mit ei­nen ho­hen Ge­halt an bio­lo­gisch wert­vol­len Subs­tan­zen. Bio­lo­gisch wert­voll des­halb, da die im Ei ent­hal­te­nen Pro­te­ine ei­nen ho­hen A­nteil an es­sen­ti­ell­en Ami­no­säuren mit ei­nem sehr gu­ten Gleich­ge­wicht auf­weis­en. Der Pro­te­in­ge­halt ei­nes Hüh­ner­eis wird des­halb als Re­fe­renz­wert an­ge­se­hen. Ein Ver­gleich mit an­de­ren Le­bens­mit­teln macht dies deut­lich: Zwei Hüh­ner­ei­er ent­hal­ten die­sel­be Men­ge an Pro­te­in­en wie bspw. 100 g Fisch oder 100 g Fleisch.

Der durchschnittliche Fettgehalt ist mit 7 g ge­nau so hoch wie der Pro­te­in­ge­halt. Es ist vor all­em im Ei­gelb und we­niger im Ei­weiß ent­halten. Bei den Fett­säu­ren im Ei handelt es sich zu zwei Dritteln um un­ge­sät­tig­te Fet­tsäuren.

Etwas in Verruf kam eine Zeit lang der Ver­zehr von Ei auf­grund sei­nes – mit ca. 180 mg – recht ho­hen Cho­les­te­rin­ge­halts, was man je­doch auf keinen Fall über­be­wer­ten soll­te, da solc­he Warnungen und Ein­stu­fun­gen meist ge­wissen Trends un­ter­lie­gen und sich so­mit auch wie­der än­dern kön­nen. Zu­dem be­sit­zen Hüh­ner­ei­er einen ho­hen Vitamin-A-, D- und E-An­teil und ent­hal­ten die Spu­ren­ele­men­te Ei­sen und Zink.

Kulinarische Verwendung:

Hühnereier lassen sich in der Kü­che au­ßer­or­dent­lich viel­sei­tig ein­set­zen und kön­nen so­wohl pur als auch in Kom­bi­na­tion mit an­de­ren Le­bens­mit­teln ge­nos­sen wer­den. Sie eig­nen sich zum Ko­chen, Bra­ten, Po­chieren oder Ba­cken, die­nen als Bin­de­mit­tel, Lo­cke­rungs­mit­tel und Ver­fei­ne­rung in Sau­cen, Auf­läufen und Tei­gen und er­gänzen zahl­rei­che Ge­rich­te auf ein­fa­che und ge­schmack­vol­le Wei­se.

Krabben

– mager, zart und vol­ler Mee­res­aro­ma

Krabben

Krabben sind auf­grund ihres hohen Ei­weiß­ge­hal­tes bei gleich­zei­tig sehr ge­rin­gem Fett­an­teil eine her­vor­ra­gen­de Op­ti­on für eine ka­lo­ri­en­be­wuss­te Er­näh­rung. Ihr äu­ßerst ge­rin­ger Fett­an­teil und der be­acht­li­che Pro­tein­ge­halt ma­chen sie zu einer wert­vol­len Kom­po­nen­te für eine ei­weiß­be­ton­te Mahl­zeit. Sie lie­fern hoch­wer­ti­ges Ei­weiß und ent­hal­ten kaum Koh­len­hy­dra­te. Da­mit eig­nen sie sich gut für eine aus­ge­wo­ge­ne Er­näh­rung, bei der eine be­wuss­te Nähr­stoff­ver­sor­gung und ku­li­na­ri­scher Ge­nuss zu­sam­men­kom­men.

Kulinarische Verwendung:

Ku­li­na­risch über­zeu­gen Krabben durch ihr fei­nes, leicht süß­li­ches Mee­res­aro­ma. Be­son­ders Nord­see­krab­ben sind viel­sei­tig ver­wend­bar und ver­lei­hen zahl­rei­chen Ge­rich­ten eine ma­ri­ti­me No­te. In der Pfan­ne las­sen sie sich kurz und scho­nend er­wär­men, bei­spiels­wei­se mit etwas But­ter, fri­schen Kräu­tern und einem Sprit­zer Zi­tro­nen­saft.

Auch als Fül­lung für Crê­pes, in einem fri­schen Sa­lat oder als Ein­la­ge in Sup­pen und Sau­cen kom­men sie her­vor­ra­gend zur Gel­tung. In der nord­deut­schen Kü­che sind sie zu­dem als Krab­ben­brot oder zu­sam­men mit Rühr­ei be­liebt. Da ihr zar­tes Fleisch be­reits ge­gart ist, soll­ten Krab­ben nicht un­nö­tig lan­ge er­hitzt wer­den. So blei­ben ihre fei­ne Kon­sis­tenz und ihr cha­rak­te­ris­ti­sches Mee­res­aro­ma best­mög­lich er­hal­ten.

Butter alias Gute Butter

– cremiger Genuss voller wert­voller Ome­ga-3-Fett­säu­ren

Butter alias Gute Butter

Nachdem Butter über Jahrzehnte hin­weg sys­te­ma­tisch schlecht­ge­re­det wur­de, oh­ne dies auf wis­sen­schaft­li­che Stu­dien zu stützen, ist sie zwi­schen­zeit­lich von ih­rem schlech­ten Ruf »frei­ge­spro­chen« wor­den – und das völ­lig zu Recht.

Butter besitzt ei­nen ho­hen An­teil an ge­sät­tig­ten Fett­säu­ren, die eb­en NICHT – wie lan­ge Zeit be­haup­tet – schlecht für un­se­ren Or­ga­nis­mus sind. Aber auch ein­fach und mehr­fach un­ge­sät­tig­te Fett­säu­ren sind in But­ter ent­hal­ten.

Gegenüber Olivenöl kann sie zu­dem noch mit ei­nem ech­ten Plus­ punk­ten: Ab­hän­gig von der Nah­rung, die Kü­he zu sich neh­men, be­sitzt But­ter die für den Men­schen zwin­gend er­for­der­li­chen Ome­ga-3-Fett­säu­ren EPA und DHA. Je mehr fri­sches Gras (Stich­wort: Frei­land­hal­tung!) ei­ne Kuh zu sich nimmt, des­to hö­her der Ome­ga-3-Anteil in der Milch und de­ren Pro­duk­ten.

Hier können sich z. B. der deut­sche Markt­führer Ker­ry­gold so­wie ei­ne Hand­voll wei­te­rer Her­stel­ler mit der Qua­lität ihrer But­ter und den da­rin ent­hal­te­nen ge­sun­den Fett­säu­ren ganz klar aus der Men­ge der But­ter­pro­du­zen­ten her­vor­he­ben.

Freilandhaltung vorausgesetzt (gem. Bio-Ver­ord­nung min­des­tens 120 Ta­ge im Jahr), ver­dient But­ter ih­ren Na­men »Gu­te But­ter«, den ihr be­reits un­se­re Groß­el­tern ge­ge­ben ha­ben, al­so völ­lig zu Recht.

Butterschmalz

Wie auch Claudia und Jürgen in ih­ren Re­zep­ten mit But­ter­schmalz schrei­ben, gibt es vie­le Na­men für »Braune Butter«, die vom Milcheiweiß befreite (geläuterte) Variante der Ba­sis­but­ter. Um den Be­griff »Ghee« wird seit ge­rau­mer Zeit ein Hy­pe ge­macht, da­bei han­delt es sich dabei um nichts an­de­res als eben brau­ne Butter.

Mit dem Begriff »Ghee« ist aller­dings auch eine Le­bens­phi­lo­so­phie ver­bun­den. Das hat auch die In­dus­trie er­kannt und so kommt es, dass man Ghee im Ver­kaufs­re­gal meist hö­her­prei­sig vor­fin­det als eben »ordinäres« But­ter­schmalz, das ja be­reits mehr als teu­er ge­nug ist.

Greifen Sie in diesem Fall al­so ru­hig zum But­ter­schmalz. Art­ge­rech­te Frei­land­hal­tung zur Er­zeu­gung des Roh­stoffs Butter vo­raus­ge­setzt, ist die­ser ei­ne eben­so gu­te und zu­dem preis­wer­tere Wahl.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oecotrophologe)

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