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Blanquette de veau deutsch
– Kalbsragout auf französische Art aus dem Slow Cooker
Blanquette de veau à l’ancienne (Kalbsfrikassée nach altem Rezept)
Kalbsragout französische Art aus dem Slow Cooker
Wie bei jedem Rezept – und so auch bei Klassikern der traditionellen Küche – gibt es viele, von Region zu Region und Küche zu Küche unterschiedliche Rezeptvarianten. So kann man « Blanquette de veau » ganz nach persönlichen Vorlieben mit oder ohne Champignons oder Lauch bzw. Porree zubereiten.
Ein echter Gaumenschmaus, weshalb man bei der Menge der cremigen Sauce auf keinen Fall geizen und seinen Gästen genügend Baguettebrot zum »säubern« der Teller reichen sollte.
Gemäß der « Novelle Cuisine » -Philosophie, haben wir die verwendeten Zutaten nicht »in einem Rutsch«, sondern in einzelnen Arbeitsschritten unter Beibehaltung bzw. Intensivierung des Eigengeschmacks zubereitet. Trotz der einfachen Zutaten dieses Rezeptes wird so aus dem Bistro-Klassiker ein wirklich feines Gericht. Fast schon « Haute Cuisine », wie wir finden! 😊
Wichtiger Bestandteil des Gerichts ist die Sauce, die aus einer klassischen Mehlschwitze « Roux » entsteht und erst kurz vor dem Servieren zusammen mit einer « Crème » aus Eigelb, Zitronensaft und Crème fraîche dem Gericht hinzugefügt wird. Dieses wird dadurch angedickt bzw. »legiert«.
Zu »Blanquette de veau deutsch« bzw. »Kalbsragout französische Art aus dem Slow Cooker« passt ein »Petit Chablis Vibrant« aus dem Burgund, der mit seiner Fruchtigkeit und beeindruckenden Mineralität perfekt zu zartem Kalbsfleisch mit cremig-zitroniger Sauce harmoniert. Einfach mal auf unser »Weintipp-Icon« tippen und mehr erfahren. « Bon appetit ! » Wir wünschen wie stets einen guten Appetit und: Wohl bekomm's!
Rezept:
Blanquette de veau deutsch – Kalbsragout auf französische Art
Zutaten für 4 Personen
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Für den Einkaufzettel:
- ca. 1 kg Kalbsschulter
- 2 ausgelöste Kalbsknochen
- 200 g Champignons
- 2 Möhren bzw. Gelbe Rüben
- 1 große Stange Lauch bzw. Porree
- 1 Bouquet garni aus Lorbeer, Rosmarin und Thymian
- 1 große Gemüsewiebeln
- 4–5 Gewürznelken
- 400 ml Wasser oder Kalbsfond, Rinderfond selber machen »
- 400 ml Wasser oder Kalbsfond
- 250 ml Weißwein trocken
- 2 EL Butter für die Champignons
- etwas Salz und
- schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Für die Mehlschwitze (Roux):
- 20 g braune Butter, Braune Butter selber machen »
- 20 g braune Butter
- 50 g Mehl
- 300 ml Milch
- 1 Becher Créme fraîche
Für die Creme:
- 2 Becher Créme fraîche
- 3 Eigelb
- 3–4 Spritzer Zitronensaft
- 1 Msp. Zitronenschalenabrieb (Bio-Zitrone)
Blanquette de veau Beilagen:
Als Beilage zu »Blanquette de veau« eignen sich:
- Kartoffeln
- Baguettebrot
- »G'schabte Spätzle«
Das benötigt man zusätzlich:
- Crock-Pot bzw. Slow Cooker
- 2–3 Stängel frische Petersilie zum Garnieren
Einkaufstipp: Wer keine Kalbsknochen bei seinem Metzger bekommen kann, kann es alternativ einmal bei einem türkischen Lebensmittelhändler versuchen. Wir konnten bei unserem Händler Kalbsknochen OHNE Vorbestellung bekommen!
Stoneline Cocotte-Bräter Induktion, 6,6 L
Bräter oval, 32 cm, rot
Der ovale Stoneline-Bräter, mit größerem Durchmesser, ist optimal geeignet für Fleisch- und Gemüsegerichte (z. B. Rouladen, Ragouts). Ein Schmorbraten gelingt darin ebenso leicht wie ein herzhafter Eintopf.
Eigenschaften:
- Material Aluminium, antihaftbeschichtet (Handreinigung empfohlen)
- Größe 32 cm
- Energieeffizientes Kochen durch exzellente Wärmespeicherfähigkeit
- Ofensicher bis 260 Grad
- Besonders einfach zu reinigen
- Große Griffe für den einfachen und sicheren Transport
- Hitzebeständiger ergonomisch geformter Edelstahlknauf
Herstellerangaben: Alle Angaben ohne Gewähr!
Zubereitung:
1) Fleisch quer zur Faser in ca. 5–6 cm große Stücke schneiden. Möhren putzen, schälen und quer in fingerdicke Stücke schneiden. Gemüsezwiebel quer halbieren und eine Hälfte klein hacken. Beim Lauch nur den zarten Teil des Grüns verwenden, den dunkelgrünen Rest sowie die harte, weiße Lauchspitze abtrennen. Lauch wie Karotten quer in fingerdicke Stücke schneiden.
Unbedingt mal ausprobieren: Unsere spezielle Brattechnik für möglichst wenig Rauchentwicklung, sprich »Qualm in der Hütte« 😊:
2.1) Bratpfanne auf hohe Temperatur erhitzen. (Zum Testen der Temperatur einen Tropfen Wasser in die Pfanne spritzen. Zerplatzt und verdampft dieser, hat die Pfanne die richtige Brattemperatur erreicht!) Fleisch zunächst OHNE Bratfett portionsweise(!) rundherum kräftig anbraten, damit schöne Röstaromen entstehen. Beim Anbraten darauf achten, das zwischen den einzelnen Fleischstücken mindestens 2 cm Abstand besteht. Liegt es zu eng nebeneinander, kocht das Fleisch und brät nicht mehr! Schweineschmalz hinzufügen und das Gulasch unter regelmäßigem Wenden noch 1–2 Min. goldbraun braten. Fleisch in einer Schüssel warmhalten. Pfanne vor dem nächsten Bratvorgang mit einem Küchentuch auswischen.
2.2) Bratensatz in der noch heißen Pfanne mit einem kräftigen Schuss Weißwein ablöschen (déglacieren) und mit dem Pfannenheber vom Boden lösen.
2.3) Den in Weißwein gelösten Bratensatz über das Fleisch gießen.
3) Pfanne mit Küchentuch trockenwischen. Zwiebelhälfte darin ohne Fett goldbraun rösten und mit Gewürznelken bestücken.
4) Schmorpfanne auf mittlere Temperatur erhitzen. Zuerst Möhren und Porree mit Butterschmalz darin anschwitzen. Dann gehackte Zwiebeln zugeben und kurz mitschwitzen lassen.
5) Alle Zutaten einschließlich Bouquet garni in den Crock-Pot geben. « Blanquette de veau » mit Weißwein und Wasser (noch aromatischer wird es mit Kalbsfond) aufgießen, bis alle Zutaten bedeckt sind. Deckel auflegen.
Crock-Pot auf »High« stellen und Kalbsfrikassée 3 Std. darin garen. Danach auf »LOW« umstellen und Kalbsragout für weitere 3 Std. garen. Wichtig: Während des Garens den Deckel stets aufgelegt lassen!
6.1) Champignons nur putzen, nicht waschen. Erdreste ggf. mit einer Pilzbürste entfernen und Champignons danach in Scheiben schneiden.
6.2) Champignons auf mittlerer bis hoher Temperatur à la « Nouvelle Cuisine » ohne Fett rösten. So intensivieren sich die Champignonaromen am besten. Pfanne vom Herd ziehen. Erst jetzt etwas gute Butter hinzufügen. Champignons darin schwenken und in den Crock-Pot geben.
7.1) Butter in einer Kasserolle bzw. Saucentopf auf mittlere Temperatur erhitzen und Mehl kurz darin anschwitzen. Mit einem Schuss Milch ablöschen. Unter ständigem Rühren so lange weiter Milch zugießen, bis eine schöne cremige Mehlschwitze mit der gewünschten Konsistenz entstanden ist. Abschließend Créme fraîche hinzufügen und gut mit der « Roux » vermengen.
7.2) Sauce in den Crock-Pot geben und mit den anderen Zutaten vermengen.
8.1) Für die Creme in einer Schale Eigelb und Zitronensaft mit Créme fraîche verrühren.
8.2) Tipp: Einen Extra-Frischekick erhält man, wenn man die Creme noch mit etwas Zitronenschalenabrieb abschmeckt.
8.3) Teller im Ofen vorwärmen. Creme ebenfalls in den Crock-Pot geben und mit dem Kalbsragout vermengen. Et voilá! Da der Slow Cooker zu keiner Zeit gekocht, also 100 Grad Celsius nicht überschritten hat, kann beim Vermengen die Eigelb-Créme-fraîche-Masse nicht gerinnen! Kalbsragout auf den vorgewärmten Tellern verteilen und mit etwas frisch gehackter Petersilie garnieren.
Beilagentipp: Zu unserem Bistro-Klassiker « Blanquette de veau », wird traditionell Baguettebrot gereicht. Aber auch »G'schabte Spätzle« passen hervorragend zu diesem Saucengericht.
Nährwert- & Gesundheitsanalyse
von Dipl. Ernährungswissenschaftler Michael Pagelsdorf
Kalbfleisch
– mild im Geschmack, wertvoll für die Ernährung
Neben hochwertigem Eiweiß enthält Kalbfleisch die lebenswichtigen Vitamine B2, B6 und B12 sowie wichtige Mineralstoffe wie Zink und Selen. Vitamin B1 ist ebenfalls vorhanden, jedoch in geringeren Mengen als beispielsweise in Schweinefleisch.
Im Vergleich zu Rind- oder Lammfleisch ist der Eisengehalt von Kalbfleisch etwas niedriger, dennoch leistet es einen wertvollen Beitrag zur Versorgung mit diesem Spurenelement. Besonders Eisen und Vitamin B12 spielen eine zentrale Rolle bei der Bildung roter Blutkörperchen. Vitamin B12 kann in relevanten Mengen fast nur über tierische Produkte aufgenommen werden.
Daher lässt sich feststellen, dass eine rein vegane Ernährung ohne Supplemente nicht als vollständig ausgewogen betrachtet werden kann. Bereits 150 g Kalbsfilet können den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin B12 decken und gleichzeitig zur Mineralstoffversorgung beitragen.
Kulinarische Verwendung:
Kalbfleisch zeichnet sich durch seine zarte Textur und den feinen, milden Geschmack aus – eine Eigenschaft, die es in der gehobenen Küche besonders beliebt macht. Es eignet sich hervorragend zum Braten, Dünsten oder Schmoren, aber auch für feine Ragouts und Schnitzel. Zu den klassischen Zubereitungen zählen das Wiener Schnitzel, das Kalbsrahmgeschnetzelte oder ein zart geschmortes Kalbshaxn-Gericht. Auch Kalbsrücken oder Filet lassen sich kurz anbraten und mit kräftigen Kräutern wie Salbei, Thymian oder Rosmarin verfeinern.
Dank seiner feinen Struktur harmoniert Kalbfleisch besonders gut mit cremigen Saucen, leichten Gemüsebeilagen oder Kartoffelpüree – ein leichter und eleganter Genuss, der auch in modernen, gesundheitsbewussten Küchen seinen festen Platz hat.
Karotten alias Möhren
– vielseitiger Genuss, voll gesunder Nährstoffpower
Die in Deutschland sehr beliebten und in der Küche vielseitig verwendbaren Möhren bzw. Mohrrüben gehören zu den Doldenblütengewächsen. Sie sind reich an Mineralstoffen und Spurenelementen wie Kalium, Phosphor, Calcium, Magnesium und Zink sowie reich an Carotin, welches in den Möhren in Form von Alpha- wie auch Beta-Carotin (Provitamin A, einer Vorstufe von Vitamin A) vorkommt. Vitamin A unterstützt unsere Sehfähigkeit, besonders bei Nacht, und wirkt sich positiv auf unser Immunsystem wie auch unser Zellwachstum aus.
Carotin (und auch einige Vitamine) kann am besten vom Körper resorbiert werden, wenn man es zusammen mit Fett in Form von Öl oder Butter isst.
Kulinarische Verwendung:
Karotten eignen sich hervorragend für süße wie herzhafte Gerichte – ob als cremige Suppe, geschmorte Beilage, frischer Salat oder saftiger Kuchen. Ihr zartes, süßliches Aroma entfaltet sich besonders gut in Kombination mit etwas Öl oder Butter und sorgt damit für natürlichen, gesunden Genuss.
Porree alias Lauch
– leichter Genuss mit viel Gesundheit
»Allium porrum«, auch »Lauch« genannt, ist eine krautige Pflanze und gehört zur Familie des aus dem Mittelmeerraum stammenden Ackerlauchs. Geschmacklich ist sie eine milde Variante der Zwiebel und des Knoblauchs. Da das Zwiebelgemüse winterfest ist, wird es in Deutschland gerne und oft im heimischen Garten angebaut. Unterschieden wird zwischen Winterlauch und Sommerlauch, wobei letzterer die etwas dünnere und mildere Variante darstellt.
An Nährstoffen sind in Lauch die Mineralstoffe Eisen und Kalium enthalten, die beide für den Gesunderhalt unseres Organismus eine wichtige Rolle spielen. Auch mit Vitamin C kann Porree punkten, welches freilich beim Erhitzen zum größten Teil verlorengeht.
Champignons
– zart im Geschmack, stark an Vitamin D
Champignons sind nicht nur ein wichtiger Mineralstofflieferant (Eisen, Calcium, Kalium u. Natrium), sondern auch ein wertvoller Vitamin-D-Lieferant und somit ebenfalls eine Empfehlung auf dem Speisezettel wert. Vitamin D gehört zur Familie der fettlöslichen Vitamine, welche gleich mehrere gute Eigenschaften mit sich bringen. Dazu gehören die positive Beeinflussung der Regulation des Calcium- und Phosphathaushaltes im menschlichen Körper wie auch die Steuerung der Einlagerung von Calcium in die Knochen. Außerdem unterstützt Vitamin D die Vorbeugung vor Osteoporose und hemmt zudem die Zellproliferation verschiedener Tumorzellen.
Und ... Vitamin-D macht gute Laune. 😊
Kulinarische Verwendung:
Champignons sind wahre Allrounder in der Küche und lassen sich roh, gebraten oder gegrillt genießen. Ihr milder, leicht nussiger Geschmack macht sie zur perfekten Beilage zu Fleisch-, Fisch- und Gemüsegerichten. In Scheiben geschnitten verfeinern sie frische Salate, während sie in Butter oder Olivenöl angebraten ihr volles Aroma entfalten – ideal für Pasta, Omelettes oder Rahmgerichte.
Auch in der vegetarischen Küche spielen Champignons eine wichtige Rolle: als herzhafter Fleischersatz in Burgern, gefüllt aus dem Ofen oder zu Risotto und Quiche. Dank ihrer aromatischen Tiefe bringen sie eine feine Umami-Note in viele Gerichte – ein leichter, stimmungsaufhellender Genuss, der Körper und Seele gleichermaßen guttut.
Mehl bzw. Getreide
– Energielieferant mit Köpfchen
Entgegen häufiger Aussagen besitzt Getreide keine großen Mengen an pflanzlichem Eiweiß. Dafür punktet es mit einem hohen Anteil an Kohlenhydraten und deckt – bezogen auf 100 g – fast ein Drittel des täglichen Ballaststoffbedarfs, bei gleichzeitig sehr geringem Fettgehalt.
Darüber hinaus liefert Getreide wertvolle Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen und Zink – wichtige Komponenten für Muskel- und Nervenfunktionen – und beinhaltet Vitamine der B-Gruppe, die unseren Stoffwechsel unterstützen.
Für Menschen, die auf Fleisch verzichten möchten, also Vegetarier und Veganer (bei veganer Ernährung: Pasta secca ohne Ei!), liegt Getreide damit voll im Trend und ist ein fester Bestandteil des modernen Speiseplans geworden.
Für Personen mit Glutenunverträglichkeit ist Getreide jedoch ungeeignet. Auch Diabetiker oder Low-Carb-Anhänger halten sich wegen des hohen Kohlenhydratanteils besser zurück.
Kulinarische Verwendung:
Getreide bildet die Basis unzähliger Speisen und ist einer der wichtigsten Grundbausteine unserer Ernährung. In Form von Mehl dient es als Hauptzutat für Brot, Brötchen, Kuchen, Pasta, Pizzateig und Backwaren aller Art.
Als ganzes Korn, gequollen oder gekocht, wird es in Salaten, Aufläufen, Suppen oder vegetarischen Bratlingen verwendet. Gemahlen, geröstet oder als Flocken und Brei (z. B. Hafer, Dinkel, Hirse oder Bulgur) eignet es sich für eine vollwertige Frühstücks- oder Beilagenküche.
In der modernen Ernährung gewinnen alternative Mehlsorten – etwa aus Hafer, Hirse, Reis, Buchweizen oder Mandeln – zunehmend an Bedeutung, da sie glutenfrei und oft mineralstoffreicher sind. Dadurch lässt sich klassische Backkunst mit individuellen Ernährungsformen verbinden.
Zwiebeln und Knoblauch
– natürliches Powerduo für Gesundheit und Geschmack
Beide sind ein natürliches Antibiotikum und bekämpfen wirksam schädliche Pilze und krankheitserregende Mikroorganismen. Die Zwiebel ist eng mit dem Knoblauch verwandt und besitzt gegenüber diesem eine mildere Wirkung. Die Kombination der beiden bringt ein starkes Duo hervor.
Beide enthalten wertvolle Antioxidantien, die als Fänger »freier Radikaler« unseren Organismus dabei helfen, gesund zu bleiben.
Die zur Gattung der Liliengewächse gehörenden Pflanzen verfügen zudem über einen hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt, von dem wir ebenfalls gesundheitlich profitieren.
Enthalten sind die Vitamine B1, B2 und B6 sowie die Vitamine C und E. Außer den Mineralstoffen Salz, Eisen, Zink und Magnesium sind noch eine ganze Reihe weiterer Mineralstoffe in Zwiebeln und Knoblauch enthalten, sodass man beide Pflanzen durchaus als hochwertige Mineralstoff-Lieferanten bezeichnen kann.
Kulinarische Verwendung:
Zwiebeln und Knoblauch bilden das aromatische Grundgerüst unzähliger Gerichte – von der heimischen bis zur internationalen Küche. Ob angeschwitzt, gebraten, konfitiert oder roh – ihr Geschmack reicht von süßlich-mild bis kräftig-würzig und sorgt stets für Tiefe und Charakter.
In der mediterranen Küche sind sie unverzichtbar: in Pastasaucen, Risottos, Gemüseragouts, Schmorgerichten oder Fischzubereitungen mit Olivenöl und Kräutern. Auch in der asiatischen, orientalischen und kreolischen Küche sind sie fester Bestandteil von Currys, Dips, Würzpasten und Suben.
Knoblauchöl oder Zwiebelconfit verleihen vegetarischen wie auch Fleischgerichten einen feinen, tiefwürzigen Akzent, während gerösteter oder geschmorter Knoblauch eine butterweiche Süße entfaltet, die besonders zu Lamm, Kalb, Pilzen oder geröstetem Gemüse passt.
So werden Zwiebeln und Knoblauch nicht nur zu Geschmacksträgern erster Güte, sondern auch zu Symbolen für Genuss und Gesundheit – ein Duo, das keiner Küche fehlen sollte.
Butter alias Gute Butter
– cremiger Genuss voller wertvoller Omega-3-Fettsäuren
Nachdem Butter über Jahrzehnte hinweg systematisch schlechtgeredet wurde, ohne dies auf wissenschaftliche Studien zu stützen, ist sie zwischenzeitlich von ihrem schlechten Ruf »freigesprochen« worden – und das völlig zu Recht.
Butter besitzt einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, die eben NICHT – wie lange Zeit behauptet – schlecht für unseren Organismus sind. Aber auch einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind in Butter enthalten.
Gegenüber Olivenöl kann sie zudem noch mit einem echten Plus punkten: Abhängig von der Nahrung, die Kühe zu sich nehmen, besitzt Butter die für den Menschen zwingend erforderlichen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA. Je mehr frisches Gras (Stichwort: Freilandhaltung!) eine Kuh zu sich nimmt, desto höher der Omega-3-Anteil in der Milch und deren Produkten.
Hier können sich z. B. der deutsche Marktführer Kerrygold sowie eine Handvoll weiterer Hersteller mit der Qualität ihrer Butter und den darin enthaltenen gesunden Fettsäuren ganz klar aus der Menge der Butterproduzenten hervorheben.
Freilandhaltung vorausgesetzt (gem. Bio-Verordnung mindestens 120 Tage im Jahr), verdient Butter ihren Namen »Gute Butter«, den ihr bereits unsere Großeltern gegeben haben, also völlig zu Recht.
Butterschmalz
Wie auch Claudia und Jürgen in ihren Rezepten mit Butterschmalz schreiben, gibt es viele Namen für »Braune Butter«, die vom Milcheiweiß befreite (geläuterte) Variante der Basisbutter. Um den Begriff »Ghee« wird seit geraumer Zeit ein Hype gemacht, dabei handelt es sich dabei um nichts anderes als eben braune Butter.
Mit dem Begriff »Ghee« ist allerdings auch eine Lebensphilosophie verbunden. Das hat auch die Industrie erkannt und so kommt es, dass man Ghee im Verkaufsregal meist höherpreisig vorfindet als eben »ordinäres« Butterschmalz, das ja bereits mehr als teuer genug ist.
Greifen Sie in diesem Fall also ruhig zum Butterschmalz. Artgerechte Freilandhaltung zur Erzeugung des Rohstoffs Butter vorausgesetzt, ist dieser eine ebenso gute und zudem preiswertere Wahl.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oecotrophologe)
