Blanquette de veau deutsch

– Kalbs­ra­gout auf fran­zö­si­sche Art aus dem Slow Cooker

Blanquette de veau - Kalbsragout auf französische Art Blanquette de veau - Kalbsragout auf französische Art

chablisienne pilzgerichte französische küche

Blanquette de veau à l’ancienne (Kalbs­fri­kassée nach al­tem Re­zept)

Kalbsragout französische Art aus dem Slow Coo­ker

Wie bei jedem Rezept – und so auch bei Klas­si­kern der tra­di­tio­nellen Kü­che – gibt es vie­le, von Re­gion zu Re­gion und Kü­che zu Kü­che un­ter­schied­li­che Re­zept­va­ri­an­ten. So kann man « Blan­quette de veau » ganz nach per­sön­li­chen Vor­lie­ben mit oder oh­ne Cham­pig­nons oder Lauch bzw. Por­ree zu­be­rei­ten.

Ein echter Gau­men­schmaus, wes­halb man bei der Men­ge der cre­mi­gen Sau­ce auf kei­nen Fall gei­zen und sei­nen Gäs­ten ge­nü­gend Ba­guet­te­brot zum »säubern« der Tel­ler rei­chen soll­te.

Gemäß der « Novelle Cuisine » -Philo­so­phie, ha­ben wir die ver­wen­de­ten Zu­ta­ten nicht »in ei­nem Rutsch«, son­dern in ein­zel­nen Ar­beits­schrit­ten un­ter Bei­be­hal­tung bzw. In­ten­si­vie­rung des Ei­gen­ge­schmacks zu­be­rei­tet. Trotz der ein­fa­chen Zu­taten die­ses Re­zep­tes wird so aus dem Bis­tro-Klas­siker ein wirk­lich fei­nes Ge­richt. Fast schon « Haute Cui­sine », wie wir fin­den! 😊

Wichtiger Be­stand­teil des Ge­richts ist die Sau­ce, die aus ei­ner klas­si­schen Mehl­schwit­ze « Roux » ent­steht und erst kurz vor dem Ser­vie­ren zu­sam­men mit ei­ner « Crème » aus Ei­gelb, Zi­tro­nen­saft und Crè­me fraîche dem Ge­richt hin­zu­ge­fügt wird. Die­ses wird da­durch an­ge­dickt bzw. »le­giert«.

Gernekochen-Weintipp

Zu »Blanquette de veau deutsch« bzw. »Kalbs­ra­gout fran­zö­si­sche Art aus dem Slow Coo­ker« passt ein »Pe­tit Chab­lis Vi­brant« aus dem Bur­gund, der mit seiner Fruch­tig­keit und be­ein­dru­cken­den Mi­ne­ra­li­tät per­fekt zu zar­tem Kalbs­fleisch mit cre­mig-zi­tro­ni­ger Sau­ce har­mo­niert. Ein­fach mal auf un­ser »Wein­tipp-Icon« tip­pen und mehr er­fah­ren. « Bon ap­pe­tit ! » Wir wün­schen wie stets ei­nen guten Ap­pe­tit und: Wohl be­komm's!

Rezept:
Blanquette de veau deutsch – Kalbs­ra­gout auf fran­zö­si­sche Art

Zutaten für 4 Personen

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Für den Einkaufzettel:

  • ca. 1 kg Kalbsschulter
  • 2 ausgelöste Kalbsknochen
  • 200 g Champignons
  • 2 Möhren bzw. Gelbe Rüben
  • 1 große Stange Lauch bzw. Porree
  • 1 Bouquet garni aus Lorbeer, Rosmarin und Thymian
  • 1 große Gemüsewiebeln
  • 4–5 Gewürznelken
  • 400 ml Wasser oder Kalbsfond, Rinderfond selber machen »
  • 250 ml Weißwein trocken
  • 2 EL Butter für die Champignons
  • etwas Salz und
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Für die Mehlschwitze (Roux):

Für die Creme:

  • 2 Becher Créme fraîche
  • 3 Eigelb
  • 3–4 Spritzer Zitronensaft
  • 1 Msp. Zitronenschalenabrieb (Bio-Zitrone)

Blanquette de veau Beilagen:

Als Beilage zu »Blanquette de veau« eignen sich:

  • Kartoffeln
  • Baguettebrot
  • »G'schabte Spätzle«

Das benötigt man zusätzlich:

  • Crock-Pot bzw. Slow Cooker
  • 2–3 Stängel frische Petersilie zum Garnieren

Einkaufstipp: Wer keine Kalbsknochen bei seinem Metzger be­kom­men kann, kann es alternativ einmal bei einem türkischen Le­bens­mit­tel­händ­ler ver­su­chen. Wir konnten bei unserem Händler Kalbs­kno­chen OHNE Vorbestellung bekommen!

Stoneline Cocotte-Bräter Induktion, 6,6 L

Bräter oval, 32 cm, rot

Der ovale Stoneline-Bräter, mit größerem Durch­messer, ist optimal geeignet für Fleisch- und Gemüsegerichte (z. B. Rou­la­den, Ra­gouts). Ein Schmor­bra­ten ge­lingt da­rin eben­so leicht wie ein herz­haf­ter Ein­topf.

Eigenschaften:

  • Material Aluminium, antihaft­be­schich­tet (Hand­rei­ni­gung em­pfoh­len)
  • Größe 32 cm
  • Energieeffizien­tes Ko­chen durch ex­zel­len­te Wär­me­spei­cher­fä­hig­keit
  • Ofensicher bis 260 Grad
  • Besonders einfach zu rei­ni­gen
  • Große Griffe für den ein­fachen und si­che­ren Trans­port
  • Hitzebeständiger ergo­no­misch ge­form­ter Edel­stahl­knauf

Herstellerangaben: Alle Angaben ohne Gewähr!

Zubereitung:

1) Fleisch quer zur Faser in ca. 5–6 cm große Stü­cke schnei­den. Möh­ren put­zen, schä­len und quer in fin­ger­di­cke Stü­cke schnei­den. Ge­mü­se­zwie­bel quer hal­bie­ren und ei­ne Hälf­te klein ha­cken. Beim Lauch nur den zar­ten Teil des Grüns ver­wen­den, den dun­kel­grü­nen Rest so­wie die har­te, wei­ße Lauch­spit­ze ab­tren­nen. Lauch wie Ka­rot­ten quer in fin­ger­di­cke Stü­cke schnei­den.

Unbedingt mal ausprobieren: Unsere spe­ziel­le Brat­tech­nik für mög­lichst we­nig Rauch­ent­wick­lung, sprich »Qualm in der Hütte« 😊:

2.1) Bratpfanne auf ho­he Tem­pe­ra­tur er­hit­­zen. (Zum Tes­ten der Tem­pe­ra­tur ei­nen Trop­fen Was­ser in die Pfan­ne sprit­zen. Zer­platzt und ver­dampft dieser, hat die Pfan­ne die richtige Brat­tem­pe­ra­tur er­reicht!) Fleisch zu­nächst OH­NE Brat­fett por­­ti­ons­­wei­­se(!) rund­he­rum kräf­tig an­­bra­­ten, da­mit schö­­ne Röst­aro­men ent­­ste­­hen. Beim An­bra­ten da­­rauf ach­­­ten, das zwi­schen den ein­zel­nen Fleisch­­stü­­cken min­­des­­tens 2 cm Ab­stand be­steht. Liegt es zu eng ne­­ben­­ein­­an­­der, kocht das Fleisch und brät nicht mehr! Schwei­ne­schmalz hin­zu­fü­gen und das Gu­lasch unter re­gel­mä­ßi­gem Wen­den noch 1–2 Min. gold­braun bra­ten. Fleisch in einer Schüssel warmhalten. Pfanne vor dem nächs­ten Brat­vor­gang mit ei­nem Kü­chen­tuch aus­wi­schen.

2.2) Bratensatz in der noch heißen Pfan­ne mit ei­nem kräf­ti­gen Schuss Weiß­wein ab­lö­schen (dé­gla­cieren) und mit dem Pfan­nen­he­ber vom Bo­den lö­sen.

2.3) Den in Weißwein gelös­ten Bra­ten­satz über das Fleisch gie­ßen.

3) Pfanne mit Küchentuch trockenwischen. Zwie­bel­hälf­te da­rin oh­ne Fett gold­braun rös­ten und mit Ge­würz­nel­ken be­stü­cken.

4) Schmorpfanne auf mittlere Temperatur erhitzen. Zuerst Möh­­ren und Porree mit Butterschmalz darin an­schwit­zen. Dann ge­hack­te Zwiebeln zugeben und kurz mitschwitzen las­sen.

5) Alle Zutaten einschließlich Bouquet garni in den Crock-Pot ge­ben. « Blanquette de veau » mit Weiß­wein und Was­ser (noch aro­ma­ti­scher wird es mit Kalbs­fond) auf­gie­ßen, bis alle Zu­ta­ten be­deckt sind. De­ckel auf­le­gen.

Crock-Pot auf »High« stellen und Kalbs­fri­kas­sée 3 Std. darin ga­ren. Da­nach auf »LOW« um­stel­len und Kalbs­ra­gout für wei­tere 3 Std. ga­ren. Wichtig: Wäh­rend des Ga­rens den Deckel stets auf­ge­legt las­sen!

6.1) Champignons nur putzen, nicht waschen. Erd­res­te ggf. mit ei­ner Pilz­bürste ent­fer­nen und Cham­pig­nons da­nach in Schei­ben schnei­den.

6.2) Champignons auf mittlerer bis ho­her Tem­pe­ra­tur à la « Nou­velle Cuisine » oh­ne Fett rösten. So in­ten­si­vie­ren sich die Cham­pig­non­aro­men am bes­ten. Pfan­ne vom Herd zie­hen. Erst jetzt et­was gu­te But­ter hin­zu­fü­gen. Cham­pig­nons da­rin schwen­ken und in den Crock-Pot ge­ben.

7.1) Butter in einer Kasserolle bzw. Saucentopf auf mitt­le­re Tem­pe­ra­tur er­hit­zen und Mehl kurz da­rin an­schwit­zen. Mit ei­nem Schuss Milch ab­lö­schen. Un­ter stän­digem Rüh­ren so lan­ge wei­ter Milch zu­gie­ßen, bis eine schö­ne cre­mi­ge Mehl­schwit­ze mit der ge­wün­sch­ten Kon­sis­tenz ent­stan­den ist. Ab­schlie­ßend Cré­me fraî­che hin­zu­fü­gen und gut mit der « Roux » ver­men­gen.

7.2) Sauce in den Crock-Pot geben und mit den an­de­ren Zu­ta­ten ver­men­gen.

8.1) Für die Creme in einer Schale Ei­gelb und Zi­tro­nen­saft mit Cré­me fraîche ver­rüh­ren.

8.2) Tipp: Einen Extra-Frischekick erhält man, wenn man die Cre­me noch mit et­was Zi­tro­nen­scha­len­ab­rieb ab­schmeckt.

8.3) Teller im Ofen vorwärmen. Creme eben­falls in den Crock-Pot ge­ben und mit dem Kalbs­ra­gout ver­men­gen. Et voilá! Da der Slow Coo­ker zu kei­ner Zeit ge­kocht, also 100 Grad Cel­sius nicht über­schrit­ten hat, kann beim Ver­men­gen die Eigelb-Cré­me-fraî­che-Mas­se nicht ge­rin­nen! Kalbs­ragout auf den vor­ge­wärm­ten Tel­lern ver­tei­len und mit et­was frisch ge­hack­ter Pe­ter­si­lie gar­nie­ren.

Beilagentipp: Zu unserem Bistro-Klassiker « Blan­quette de veau », wird tra­di­tio­nell Ba­guet­te­brot ge­reicht. Aber auch »G'schabte Spät­zle« pas­sen her­vor­ra­gend zu die­sem Sau­cen­ge­richt.

Nährwert- & Ge­sund­heits­ana­ly­se

von Dipl. Ernährungs­wissen­schaftler Michael Pagelsdorf

Kalbfleisch

– mild im Ge­schmack, wert­voll für die Er­näh­rung

Kalbfleisch

Neben hochwertigem Eiweiß enthält Kalb­fleisch die le­bens­wich­ti­gen Vi­ta­mi­ne B2, B6 und B12 so­wie wich­ti­ge Mi­ne­ral­stof­fe wie Zink und Se­len. Vi­ta­min B1 ist eben­falls vor­han­den, je­doch in ge­rin­ge­ren Men­gen als bei­spiels­wei­se in Schwei­ne­fleisch.

Im Vergleich zu Rind- oder Lamm­fleisch ist der Ei­sen­ge­halt von Kalb­fleisch et­was nied­rig­er, den­noch leis­tet es ei­nen wert­vol­len Bei­trag zur Ver­sor­gung mit diesem Spu­ren­ele­ment. Be­son­ders Ei­sen und Vi­ta­min B12 spie­len ei­ne zen­tra­le Rol­le bei der Bil­dung ro­ter Blut­kör­per­chen. Vi­ta­min B12 kann in re­le­van­ten Men­gen fast nur über tie­ri­sche Pro­duk­te auf­ge­nom­men wer­den.

Daher lässt sich fest­stel­len, dass ei­ne rein ve­ga­ne Er­näh­rung oh­ne Sup­ple­mente nicht als voll­stän­dig aus­ge­wo­gen be­trach­tet wer­den kann. Be­reits 150 g Kalbs­filet kön­nen den Ta­ges­be­darf ei­nes Er­wach­se­nen an Vi­ta­min B12 de­cken und gleich­zei­tig zur Mi­ne­ral­stoff­ver­sor­gung bei­tra­gen.

Kulinarische Verwendung:

Kalb­fleisch zeich­net sich durch sei­ne zar­te Tex­tur und den fei­nen, mil­den Ge­schmack aus – ei­ne Ei­gen­schaft, die es in der ge­ho­be­nen Kü­che be­son­ders be­liebt macht. Es eig­net sich her­vor­ra­gend zum Bra­ten, Dünsten oder Schmo­ren, aber auch für fei­ne Ragouts und Schnit­zel. Zu den klas­si­schen Zu­be­rei­tun­gen zäh­len das Wiener Schnitzel, das Kalbs­rahm­ge­schnet­zel­te oder ein zart ge­schmor­tes Kalbs­haxn-Gericht. Auch Kalbs­rücken oder Filet las­sen sich kurz an­bra­ten und mit kräf­ti­gen Kräu­tern wie Sal­bei, Thy­mi­an oder Ros­ma­rin ver­fei­nern.

Dank sei­ner fei­nen Struk­tur har­mo­niert Kalb­fleisch be­son­ders gut mit cre­mi­gen Sau­cen, leich­ten Ge­mü­se­bei­la­gen oder Kar­tof­fel­pü­ree – ein leich­ter und ele­gan­ter Ge­nuss, der auch in mo­der­nen, ge­sund­heits­be­wuss­ten Kü­chen sei­nen fes­ten Platz hat.

Karotten alias Möhren

– vielseitiger Genuss, voll gesun­der Nähr­stoff­po­wer

Karotten alias Möhren

Die in Deutsch­land sehr be­lieb­ten und in der Kü­che viel­sei­tig ver­wend­ba­ren Möh­ren bzw. Mohr­rü­ben ge­hö­ren zu den Dol­den­blü­ten­ge­wäch­sen. Sie sind reich an Mi­ne­ral­stof­fen und Spu­ren­ele­men­ten wie Ka­li­um, Phos­phor, Cal­ci­um, Mag­ne­si­um und Zink so­wie reich an Ca­ro­tin, welches in den Möh­­ren in Form von Alpha- wie auch Be­ta-Ca­ro­tin (Pro­vi­ta­min A, ei­ner Vor­stu­fe von Vi­ta­min A) vor­kommt. Vitamin A un­ter­stützt un­se­re Seh­fä­hig­keit, be­son­ders bei Nacht, und wirkt sich po­s­i­tiv auf un­ser Im­mun­sys­tem wie auch un­ser Zell­wachs­tum aus.

Carotin (und auch einige Vita­mi­ne) kann am bes­ten vom Kör­per re­sor­biert wer­den, wenn man es zu­sam­men mit Fett in Form von Öl oder But­ter isst.

Kulinarische Verwendung:

Karotten eignen sich her­vor­ra­gend für sü­ße wie her­zhaf­te Ge­rich­te – ob als cre­mi­ge Sup­pe, ge­schmor­te Bei­la­ge, fri­scher Sa­lat oder saf­ti­ger Ku­chen. Ihr zar­tes, süß­li­ches Aro­ma ent­fal­tet sich be­son­ders gut in Kom­bi­na­ti­on mit et­was Öl oder But­ter und sorgt da­mit für na­tür­li­chen, ge­sun­den Ge­nuss.

Porree alias Lauch

– leichter Genuss mit viel Ge­sund­heit

Porree alias Lauch

»Allium por­rum«, auch »Lauch« ge­nannt, ist ei­ne krau­tige Pflan­ze und ge­hört zur Fa­milie des aus dem Mit­tel­meer­raum stam­men­den Acker­lauchs. Ge­schmack­lich ist sie ei­ne mil­de Va­riante der Zwie­bel und des Knob­lauchs. Da das Zwie­bel­ge­mü­se win­ter­fest ist, wird es in Deutsch­land ger­ne und oft im hei­mi­schen Gar­ten an­ge­baut. Un­ter­schie­den wird zwi­schen Win­ter­lauch und Som­mer­lauch, wo­bei letz­te­rer die et­was dün­ne­re und mil­de­re Va­ri­an­te dar­stellt.

An Nährstoffen sind in Lauch die Mi­neral­stof­fe Ei­sen und Ka­li­um ent­halten, die bei­de für den Gesunderhalt un­se­res Or­ga­nis­mus ei­ne wich­ti­ge Rol­le spie­len. Auch mit Vita­min C kann Por­ree punk­ten, wel­ches frei­lich beim Er­hit­zen zum größ­ten Teil ver­lo­ren­geht.

Champignons

– zart im Geschmack, stark an Vi­ta­min D

Champignons

Champignons sind nicht nur ein wich­ti­ger Mi­ne­ral­stoff­lie­fe­rant (Ei­sen, Cal­ci­um, Ka­li­um u. Na­tri­um), son­dern auch ein wert­vol­ler Vi­ta­min-D-Lie­fe­rant und so­mit eben­falls ei­ne Em­pfeh­lung auf dem Spei­se­zet­tel wert. Vi­ta­min D ge­hört zur Fa­mi­lie der fett­lös­li­chen Vi­­ta­mi­ne, wel­che gleich meh­re­re gu­te Ei­gen­schaf­ten mit sich brin­gen. Da­zu ge­hö­ren die po­si­ti­ve Be­ein­flus­sung der Re­gu­la­tion des Cal­ci­um- und Phos­phat­haus­hal­tes im mensch­lichen Kör­per wie auch die Steue­rung der Ein­la­ge­rung von Cal­ci­um in die Kno­chen. Au­ßer­dem un­ter­stützt Vitamin D die Vor­beugung vor Os­teo­po­ro­se und hemmt zu­dem die Zell­pro­li­fe­ra­tion ver­schie­de­ner Tu­mor­zel­len.

Und ... Vitamin-D macht gute Laune. 😊

Kulinarische Verwendung:

Cham­pignons sind wah­re All­roun­der in der Kü­che und las­sen sich roh, ge­bra­ten oder ge­grillt ge­nießen. Ihr mil­der, leicht nussi­ger Ge­schmack macht sie zur per­fek­ten Bei­la­ge zu Fleisch-, Fisch- und Ge­mü­se­ge­rich­ten. In Schei­ben ge­schnit­ten ver­fei­nern sie fri­sche Sa­la­te, wäh­rend sie in But­ter oder Oliven­öl an­ge­bra­ten ihr vol­les Aro­ma ent­fal­ten – ide­al für Pas­ta, Ome­lettes oder Rahm­ge­rich­te.

Auch in der ve­ge­ta­ri­schen Kü­che spie­len Cham­pignons ei­ne wich­ti­ge Rol­le: als herz­haf­ter Fleisch­er­satz in Bur­gern, ge­füllt aus dem Ofen oder zu Risot­to und Quiche. Dank ih­rer aro­ma­ti­schen Tie­fe brin­gen sie ei­ne fei­ne Umami-Note in vie­le Ge­rich­te – ein leich­ter, stim­mungs­auf­hel­len­der Ge­nuss, der Kör­per und See­le glei­cher­ma­ßen guttut.

Mehl bzw. Getreide

– Energielieferant mit Köpfchen

Mehl bzw. Getreide

Entgegen häufiger Aussagen be­sitzt Ge­trei­de kei­ne gro­ßen Men­gen an pflanz­li­chem Ei­weiß. Da­für punk­tet es mit ei­nem ho­hen An­teil an Koh­len­hy­dra­ten und deckt – be­zo­gen auf 100 g – fast ein Drit­tel des täg­li­chen Bal­last­stoff­be­darfs, bei gleich­zei­tig sehr ge­rin­gem Fett­ge­halt.

Dar­über hin­aus lie­fert Ge­trei­de wert­vol­le Mi­ne­ral­stof­fe wie Mag­ne­si­um, Ei­sen und Zink – wich­ti­ge Kom­po­nen­ten für Mus­kel- und Ner­ven­funk­tio­nen – und be­inhal­tet Vi­ta­mi­ne der B-Grup­pe, die un­se­ren Stoff­wech­sel un­ter­stüt­zen.

Für Men­schen, die auf Fleisch ver­zich­ten möch­ten, al­so Ve­ge­ta­rier und Ve­ga­ner (bei ve­ga­ner Er­näh­rung: Pas­ta sec­ca oh­ne Ei!), liegt Ge­trei­de da­mit voll im Trend und ist ein fes­ter Be­stand­teil des mo­der­nen Spei­se­plans ge­wor­den.

Für Per­so­nen mit Glu­ten­un­ver­träg­lich­keit ist Ge­trei­de je­doch un­ge­eig­net. Auch Dia­be­ti­ker oder Low-Carb-Anhänger hal­ten sich we­gen des ho­hen Koh­len­hy­drat­an­teils bes­ser zu­rück.

Kulinarische Verwendung:

Getreide bil­det die Ba­sis un­zäh­li­ger Spei­sen und ist ei­ner der wich­tigs­ten Grund­bau­stei­ne un­se­rer Er­näh­rung. In Form von Mehl dient es als Haupt­zu­tat für Brot, Bröt­chen, Ku­chen, Pas­ta, Piz­za­teig und Back­wa­ren al­ler Art.

Als ganzes Korn, gequollen oder ge­kocht, wird es in Sa­la­ten, Auf­läu­fen, Sup­pen oder vegetarischen Brat­lin­gen ver­wen­det. Gemahlen, ge­rös­tet oder als Flocken und Brei (z. B. Ha­fer, Dink­el, Hirse oder Bul­gur) eig­net es sich für ei­ne voll­wer­ti­ge Früh­stücks- oder Bei­la­gen­kü­che.

In der modernen Ernäh­rung ge­win­nen al­ter­na­ti­ve Mehl­sor­ten – et­wa aus Hafer, Hirse, Reis, Buch­wei­zen oder Man­deln – zu­neh­mend an Be­deu­tung, da sie glu­ten­frei und oft mi­ne­ral­stoff­rei­cher sind. Da­durch lässt sich klas­si­sche Back­kunst mit in­di­vi­du­el­len Er­näh­rungs­for­men ver­bin­den.

Zwiebeln und Knoblauch

– natürliches Powerduo für Gesund­heit und Ge­schmack

Zwiebeln und Knoblauch

Beide sind ein na­tür­li­ches Anti­bio­ti­kum und be­kämp­fen wirk­sam schäd­li­che Pil­ze und krank­heits­er­re­gen­de Mi­kro­or­ga­nis­men. Die Zwie­bel ist eng mit dem Kno­blauch ver­wandt und be­sitzt ge­gen­über die­sem ei­ne mil­de­re Wir­kung. Die Kom­bi­na­tion der bei­den bringt ein star­kes Duo her­vor.

Bei­de ent­hal­ten wert­vol­le An­ti­oxi­dan­tien, die als Fän­ger »freier Ra­di­ka­ler« un­se­ren Or­ga­nis­mus da­bei hel­fen, ge­sund zu blei­ben.

Die zur Gat­tung der Li­li­en­ge­wäch­se ge­hö­ren­den Pflan­zen ver­fü­gen zu­dem über ei­nen ho­hen Vi­ta­min- und Mi­ne­ral­stoff­ge­halt, von dem wir eben­falls ge­sund­heit­lich pro­fi­tie­ren.

Ent­hal­ten sind die Vi­ta­mi­ne B1, B2 und B6 so­wie die Vi­ta­mi­ne C und E. Au­ßer den Mi­ne­ral­stof­fen Salz, Ei­sen, Zink und Mag­ne­si­um sind noch ei­ne gan­ze Rei­he wei­te­rer Mi­ne­ral­stof­fe in Zwie­beln und Kno­blauch ent­hal­ten, so­dass man bei­de Pflan­zen durch­aus als hoch­wer­ti­ge Mi­ne­ral­stoff-Lie­fe­ran­ten be­zeich­nen kann.

Kulinarische Verwendung:

Zwie­beln und Kno­blauch bil­den das aromatische Grund­ge­rüst un­zäh­li­ger Ge­rich­te – von der hei­mi­schen bis zur in­ter­na­tio­na­len Kü­che. Ob an­ge­schwitzt, ge­bra­ten, kon­fi­tiert oder roh – ihr Ge­schmack reicht von süß­lich-mild bis kräf­tig-wür­zig und sorgt stets für Tie­fe und Cha­rak­ter.

In der me­di­ter­ra­nen Kü­che sind sie un­ver­zicht­bar: in Pas­ta­saucen, Ri­sot­tos, Ge­mü­se­ra­gouts, Schmor­ge­rich­ten oder Fisch­zu­be­rei­tun­gen mit Oli­ven­öl und Kräu­tern. Auch in der asi­a­ti­schen, ori­en­ta­li­schen und kre­o­li­schen Kü­che sind sie fes­ter Be­stand­teil von Cur­rys, Dips, Würz­pas­ten und Su­ben.

Kno­blauch­öl oder Zwie­bel­con­fit ver­lei­hen ve­ge­ta­ri­schen wie auch Fleisch­ge­rich­ten ei­nen fei­nen, tief­wür­zi­gen Ak­zent, wäh­rend ge­rös­te­ter oder ge­schmor­ter Kno­blauch ei­ne but­ter­wei­che Süße ent­fal­tet, die be­son­ders zu Lamm, Kalb, Pil­zen oder ge­rös­te­tem Ge­mü­se passt.

So wer­den Zwie­beln und Kno­blauch nicht nur zu Ge­schmacks­trä­gern ers­ter Gü­te, son­dern auch zu Sym­bo­len für Ge­nuss und Ge­sund­heit – ein Duo, das kei­ner Kü­che feh­len soll­te.

Butter alias Gute Butter

– cremiger Genuss voller wert­voller Ome­ga-3-Fett­säu­ren

Butter alias Gute Butter

Nachdem Butter über Jahrzehnte hin­weg sys­te­ma­tisch schlecht­ge­re­det wur­de, oh­ne dies auf wis­sen­schaft­li­che Stu­dien zu stützen, ist sie zwi­schen­zeit­lich von ih­rem schlech­ten Ruf »frei­ge­spro­chen« wor­den – und das völ­lig zu Recht.

Butter besitzt ei­nen ho­hen An­teil an ge­sät­tig­ten Fett­säu­ren, die eb­en NICHT – wie lan­ge Zeit be­haup­tet – schlecht für un­se­ren Or­ga­nis­mus sind. Aber auch ein­fach und mehr­fach un­ge­sät­tig­te Fett­säu­ren sind in But­ter ent­hal­ten.

Gegenüber Olivenöl kann sie zu­dem noch mit ei­nem ech­ten Plus­ punk­ten: Ab­hän­gig von der Nah­rung, die Kü­he zu sich neh­men, be­sitzt But­ter die für den Men­schen zwin­gend er­for­der­li­chen Ome­ga-3-Fett­säu­ren EPA und DHA. Je mehr fri­sches Gras (Stich­wort: Frei­land­hal­tung!) ei­ne Kuh zu sich nimmt, des­to hö­her der Ome­ga-3-Anteil in der Milch und de­ren Pro­duk­ten.

Hier können sich z. B. der deut­sche Markt­führer Ker­ry­gold so­wie ei­ne Hand­voll wei­te­rer Her­stel­ler mit der Qua­lität ihrer But­ter und den da­rin ent­hal­te­nen ge­sun­den Fett­säu­ren ganz klar aus der Men­ge der But­ter­pro­du­zen­ten her­vor­he­ben.

Freilandhaltung vorausgesetzt (gem. Bio-Ver­ord­nung min­des­tens 120 Ta­ge im Jahr), ver­dient But­ter ih­ren Na­men »Gu­te But­ter«, den ihr be­reits un­se­re Groß­el­tern ge­ge­ben ha­ben, al­so völ­lig zu Recht.

Butterschmalz

Wie auch Claudia und Jürgen in ih­ren Re­zep­ten mit But­ter­schmalz schrei­ben, gibt es vie­le Na­men für »Braune Butter«, die vom Milcheiweiß befreite (geläuterte) Variante der Ba­sis­but­ter. Um den Be­griff »Ghee« wird seit ge­rau­mer Zeit ein Hy­pe ge­macht, da­bei han­delt es sich dabei um nichts an­de­res als eben brau­ne Butter.

Mit dem Begriff »Ghee« ist aller­dings auch eine Le­bens­phi­lo­so­phie ver­bun­den. Das hat auch die In­dus­trie er­kannt und so kommt es, dass man Ghee im Ver­kaufs­re­gal meist hö­her­prei­sig vor­fin­det als eben »ordinäres« But­ter­schmalz, das ja be­reits mehr als teu­er ge­nug ist.

Greifen Sie in diesem Fall al­so ru­hig zum But­ter­schmalz. Art­ge­rech­te Frei­land­hal­tung zur Er­zeu­gung des Roh­stoffs Butter vo­raus­ge­setzt, ist die­ser ei­ne eben­so gu­te und zu­dem preis­wer­tere Wahl.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oecotrophologe)