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Kalbsschnitzel mit Pfifferling-Rahmsauce
– saisonale Rezeptidee mit frischen Pfifferlingen
Kalbsschnitzel mit Pfifferling-Rahmsauce
👉 saisonale Rezeptidee mit frischen Pfifferlingen
Unser Kalbsschnitzel mit Pfifferling-Rahmsauce ist eine saisonale Rezeptidee, die den Klassiker aus der Wiener Küche mit den aromatischen Schätzen des Spätsommers und Herbstes verbindet. Zartes Kalbsfleisch trifft auf frisch gesammelte Pfifferlinge, eine cremige Rahmsauce und frische Kräuter wie Petersilie und Thymian. Dazu kommt eine besonders knusprige, goldgelbe Panierung, die das Gericht nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch zu einem echten Hingucker macht.
Bei der Zubereitung orientieren wir uns an den handwerklichen Grundsätzen, die auch für ein gutes Wiener Schnitzel gelten: Das Kalbsschnitzel wird dünn ausgeklopft, locker paniert und anschließend in ausreichend Butterschmalz schwimmend ausgebacken. Dabei drücken wir die Panierung nicht fest an, damit sie sich beim Ausbacken schön locker vom Fleisch abhebt.
Der Trick mit dem Paprikapulver
Für die Farbe der Panierung haben wir einen kleinen Trick ausprobiert: Auf Nachfrage hat uns ein Profikoch empfohlen, einen gestrichenen Teelöffel mildes Paprikapulver unter das Paniermehl zu mischen. Das Paprikapulver sorgt tatsächlich für eine besonders schöne, kräftige Goldfärbung der Panierung – sie wird dadurch nicht rot, sondern bekommt eine wunderbar warme, goldgelbe Farbe.
Allerdings hat unser Experiment auch einen kleinen Haken: Unser sonst bevorzugtes, grobflockiges Pankomehl nimmt das Paprikapulver nicht so gleichmäßig auf. Deshalb haben wir für diesen Versuch feines Standard-Paniermehl verwendet. Die Farbe wurde damit genau so, wie wir sie uns gewünscht hatten – bei der Luftigkeit hat das feine Paniermehl jedoch das Nachsehen.
Mit Panko wird die Panierung bei uns deutlich lockerer und wirft beim Ausbacken richtig schöne Wellen. Dadurch kommt mehr Luft unter die Panierung und sie wird besonders knusprig und »fluffig«.
Unser Fazit daher:
Die Pfifferling-Rahmsauce
Die Pfifferlinge werden in einer cremigen Rahmsauce zubereitet und bilden damit einen aromatischen Gegenpol zum knusprigen Schnitzel. Petersilie und ein wenig frischer Thymian bringen zusätzlich frische, würzige Noten ins Gericht.
Unsere bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitung und die dazugehörigen Küchentipps zeigen Dir, worauf es bei der Panierung, beim Ausbacken und bei der Zubereitung der Pfifferling-Rahmsauce ankommt. So gelingt Dir ein knuspriges Kalbsschnitzel mit einer cremigen, aromatischen Pfifferlingsauce, das nicht nur in der Pfifferlingssaison Freude macht.
Zu »Albóndigas – spanische Hackbällchen in Tomatensauce« servieren wir einen mittelkräftigen Rotwein mit ausgeprägter Frucht und mildem Tannin. Einfach mal auf unser »Weintipp-Icon« tippen und mehr erfahren. Wir wünschen wie stets einen guten Appetit und: Wohl bekomm's!
Warum Du dieses Kalbsschnitzel-Rezept ausprobieren solltest
- Zartes Kalbsfleisch: Wir verwenden klassisches Wiener Schnitzel aus zartem Kalbsfleisch – für ein besonders feines und saftiges Schnitzel
- Besonders lockere Panierung: Ein kleiner Schuss geschlagene Sahne im verquirlten Ei macht die Panierung besonders »fluffig«
- Schöne goldgelbe Farbe: Ein gestrichener Teelöffel Paprikapulver im feinen Paniermehl sorgt für eine besonders kräftige, goldgelbe Färbung
- Aromatische Pfifferlinge: Frische Pfifferlinge treffen auf eine cremige Rahmsauce und bilden einen herrlichen Gegenpol zum knusprigen Schnitzel
- Besonders lockere Panierung: Ein kleiner Schuss geschlagene Sahne im Ei und das lockere Panieren ohne fest angedrückte Brösel sorgen für eine luftige, wellige Kruste
- Frische Kräuter: Petersilie und Thymian geben dem Gericht eine frische, würzige Note und machen es auch optisch zu einem Hingucker
- Viele praktische Küchentipps: Unsere Tipps zeigen Dir, worauf es bei Panierung, Ausbacken und der Zubereitung der Rahmsauce wirklich ankommt
- Einfach nachzukochen: Unsere bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitung führt auch Kochanfänger sicher ans Ziel.
Rezept:
Kalbsschnitzel mit Pfifferling-Rahmsauce
Zutaten für 4 Personen
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Für den Einkaufszettel:
- 4 Kalbschnitzel aus der Kalbsnuss (als Variante der gehobenen Küche)
– das zarte, magere Teilstück aus der Keule, perfekt für Schnitzel & feine Braten)
oder alternativ: - 4 Schweineschnitzel (als Variante der gutbürgerlichen Küche)
- 500 g frische Pfifferlinge
- 400 g frische Kartoffeln oder Spätzle
- 30 g Speck, z. B. »Guanciale« oder »Lardo« (unser Clean-Eating-Tipp!).
- 1 weiße Zwiebel oder Schalotte
- 250 ml Kalbsfond
- 125 ml Schlagsahne 30 %
- ½ TL frisch gehackter oder getrockneter Thymian
- 1 Bund Petersilie
- 4–5 Thymianzweige
- 1–2 TL Mehlbutter
- 2–4 EL braune Butter bzw. Butterschmalz
- 4 halbe Orangenscheiben als Garnitur
- etwas Salz und
- Pfeffer aus der Mühle
Dazu passen
- Petersilienkartoffeln
- Spätzle
- Pommes frites
- Reis oder
- Kartoffelkroketten
Lardo-Rückenspeck – traditionell luftgetrocknet ohne Zusatzstoffe
Traditionell hergestellter Lardo vom Altmeister Marino Giannarelli
Auf der Zutatenliste finden sich:
- Schweinespeck
- Meersalz
- Pfeffer
- Gewürze (Zimt, Gewürznelken, Muskatnuss, Koriander)
- frischer Knoblauch
- frischer Rosmarin
- Von Natur aus glutenfrei und laktosefrei
- Ohne Farbstoffe
- Ohne Aromastoffe
- Ausschließlich Naturgewürze
Das Produkt ist im Onlinehandel erhältlich. (Alle Angaben ohne Gewähr!)
Zubereitung:
1) Schalotten pellen und in dünne Spalten schneiden. Petersilie und Thymian abbrausen und trockenschütteln. Thymian von den Zweigen streifen, Petersilie klein hacken, die zarten Stiele mit verwenden. Restliche Zutaten bereitstellen. Optional: Je eine halbe Orangenscheibe als Deko. Wir haben das beim Garnieren glatt verschwitzt! 😉
2.1) Butter in einer Kasserolle bzw. Saucentopf auf mittlere Temperatur erhitzen und Mehl kurz darin anschwitzen. Mit einem Schuss Weißwein ablöschen. Unter ständigem Rühren so lange Pilzfond zugießen, bis eine schöne cremige Mehlschwitze mit der gewünschten Konsistenz entstanden ist.
2.2) Nach und nach Sahne hinzugießen, gut mit der Sauce vermengen und weiter einreduzieren lassen, sodass eine schöne, cremige Rahmsauce entsteht. Mit weißem Pfeffer abschmecken.
(!) Salzen nur bei Bedarf, da der einreduzierte Fond bereits eine salzige Note erzeugt.
3.1) Pfanne dreiviertelstark erhitzen. Pfifferlinge in Butter und Olivenöl unter gelegentlichem Wenden 5–6 Min. anbraten.
3.2) Anschließend die Zwiebelspalten zufügen und kurz mitschwitzen lassen.
3.3) Thymian zufügen, mit den Pfifferlingen vermengen. Nach ca. 12–15 Min. Gesamtbratzeit (je nach Größe der Pilze), sind die Pfifferlinge durchgebraten und servierbereit.
So gelingt Dir das perfekte Kalbsschnitzel
4.1) Mehl, Eier und Paniermehl in je einen Teller geben. Eier aufschlagen und nur grob verquirlen. Mit einer feinen Küchenreibe etwas Bio-Zitronenschale, Muskatnuss und die geschlagene Sahne dazugeben und unter die verquirlten Eier schlagen.
Profitipp für die verquirlten Eier:
👉 Durch die Kombination von verquirlten Eiern mit einem EL geschlagene Sahne wird die Panierung besonders luftig.
4.2) Paniermehl mit einem gestr. TL Paprikapulver vermengen. Die geplätteten Schnitzel (wer keinen Fleischplätter hat, nimmt einen schweren Saucentopf) mit Pfeffer und Salz würzen und dann der Reihe nach
- Zuerst mehlieren
- Danach durch die Ei-Sahnemischung ziehen.
- Abschließend noch in dem mit Paprikapulver vermengten Paniermehl wenden
So panierst Du ein Schnitzel richtig:
👉 Damit die Panierung »fluffig« bleibt, darauf achten, dass die Brösel nicht fest angedrückt werden.
Panierung oder Panade – gibt es da einen Unterschied?
Schnitzel, Fisch oder eben Jagdwurst in einer schönen, knusprigen »Panade«. Jeder weiß, was damit gemeint ist. Aber ist der Begriff auch handwerklich korrekt? Im Alltag werden beide Begriffe häufig gleichgesetzt. In der klassischen Küchensprache wird die knusprige Hülle eines Schnitzels jedoch meist als Panierung bezeichnet, während der Begriff »Panade« eher ein Füll- oder Lockerungsmittel aus eingeweichtem Brot meint.
Quelle: gastronomische-akademie.de »
Im alltäglichen Sprachgebrauch hat sich der Begriff Panade für die knusprige Hülle jedoch weit verbreitet.
5) Panierte Schnitzel richtig braten: Reichlich Butterschmalz in einer beschichteten Schmorpfanne erhitzen. Schnitzel bei mittlerer bis dreiviertel Hitze – nicht höher! – auf einer Seite solange braten, bis die Schnitzelränder goldbraun werden. Schnitzel danach wenden und das Ganze wiederholen.
So brätst du ein paniertes Schnitzel richtig:
👉 Entscheidend für eine fluffige Panade bzw. Panierung ist, dass die Schnitzel in reichlich Butterschmalz »schwimmend« ausgebacken werden.
Tipp: Haben die Schnitzel nach dem Wenden noch helle Stellen, die nicht knusprig sind, kann man etwas Bratfett darauf geben. Dies gelingt am besten, wenn man durch eine leichte Pfannen-Vor- und Rückbewegung etwas von der Ölbutter über die Schnitzel schwappen lässt. Wer dazu kein Geschick hat nimmt einen Esslöffel und schöpft damit aus der schräg gehaltenen Pfanne das Bratfett über die Schnitzel.
6) Nach dem Braten die Schnitzel auf Küchenpapier gut abtropfen lassen.
So kommen Deine Kalbsschnitzel knusprig auf dem Teller:
Die Oberseiten zusätzlich mit Küchenpapier leicht abtupfen. 👉 So bleibt die Panierung schön knusprig.
Die abgetropften Schnitzel zusammen mit der Pfifferling-Rahmsauce, den Petersilienkartoffeln und den Orangenscheibenhälften auf vorgewärmten Tellern anrichten und sofort servieren.
Nährwert- & Gesundheitsanalyse
von Dipl. Ernährungswissenschaftler Michael Pagelsdorf
Kalbfleisch
– mild im Geschmack, wertvoll für die Ernährung
Neben hochwertigem Eiweiß enthält Kalbfleisch die lebenswichtigen Vitamine B2, B6 und B12 sowie wichtige Mineralstoffe wie Zink und Selen. Vitamin B1 ist ebenfalls vorhanden, jedoch in geringeren Mengen als beispielsweise in Schweinefleisch.
Im Vergleich zu Rind- oder Lammfleisch ist der Eisengehalt von Kalbfleisch etwas niedriger, dennoch leistet es einen wertvollen Beitrag zur Versorgung mit diesem Spurenelement. Besonders Eisen und Vitamin B12 spielen eine zentrale Rolle bei der Bildung roter Blutkörperchen. Vitamin B12 kann in relevanten Mengen fast nur über tierische Produkte aufgenommen werden.
Daher lässt sich feststellen, dass eine rein vegane Ernährung ohne Supplemente nicht als vollständig ausgewogen betrachtet werden kann. Bereits 150 g Kalbsfilet können den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin B12 decken und gleichzeitig zur Mineralstoffversorgung beitragen.
Kulinarische Verwendung:
Kalbfleisch zeichnet sich durch seine zarte Textur und den feinen, milden Geschmack aus – eine Eigenschaft, die es in der gehobenen Küche besonders beliebt macht. Es eignet sich hervorragend zum Braten, Dünsten oder Schmoren, aber auch für feine Ragouts und Schnitzel. Zu den klassischen Zubereitungen zählen das Wiener Schnitzel, das Kalbsrahmgeschnetzelte oder ein zart geschmortes Kalbshaxn-Gericht. Auch Kalbsrücken oder Filet lassen sich kurz anbraten und mit kräftigen Kräutern wie Salbei, Thymian oder Rosmarin verfeinern.
Dank seiner feinen Struktur harmoniert Kalbfleisch besonders gut mit cremigen Saucen, leichten Gemüsebeilagen oder Kartoffelpüree – ein leichter und eleganter Genuss, der auch in modernen, gesundheitsbewussten Küchen seinen festen Platz hat.
Pfifferlinge alias Gelböhrchen
– der aromatische und nahrhafte Schatz des Waldes
Im früheren Ostpreußen, vor allem in Masuren, kannte man sie unter dem Namen »Gelböhrchen«. Im Vogtland heißen sie »Gelbschwämmele«. Die schmackhaften Waldpilze sind ein hochwertiger Eiweißlieferant mit sehr wenig Fett und auch nur einem geringen Anteil an Kohlenhydraten: ideale Voraussetzungen für figurbewusste Genießer. Aus dem in den gelben Pilzen enthaltenen Beta-Carotin kann unser Organismus wertvolles Vitamin A herstellen. Zudem verfügen Pfifferlinge über einen hohen Gehalt an Eisen und Kalium, beides wichtige Mineralstofflieferanten.
Der lösliche Ballaststoff Beta-Glucan, den man auch in Haferflocken findet, ist auch in Pilzen enthalten. Er ist besonders unserem Darm bzw. dem Mikrobiom (Darmflora) zuträglich und reguliert zugleich den Blutzuckerspiegel.
Regelmäßig wird vor dem übermäßigen Verzehr von Waldpilzen gewarnt, da diese angeblich durch den Reaktorunfall von Tschernobyl immer noch belastet sein können. Die Empfehlung für einen unbedenklichen Genuss beläuft sich auf ca. 200 g pro Woche. Stillende Mütter und Kleinkinder sollten gemäß den Empfehlungen generell auf den Genuss von Waldpilzen verzichten. Da mir hierzu die notwendigen wissenschaftlichen Studien fehlen, kann ich diese Aussage weder bestätigen noch dementieren.
Kulinarische Verwendung:
Kulinarisch gehören Pfifferlinge zu den beliebtesten Waldpilzen und überzeugen durch ihr fein-würziges, leicht pfeffriges Aroma. Besonders klassisch werden sie in der Pfanne mit etwas Butter und Zwiebeln angebraten und entfalten dabei ihren vollen Geschmack. In Kombination mit frischen Kräutern eignen sie sich hervorragend als Beilage zu Fleischgerichten oder als aromatische Ergänzung zu Kartoffeln und Pasta.
Auch in cremigen Saucen, etwa zu Schnitzel oder Geflügel, sind Pfifferlinge ein echter Klassiker der saisonalen Küche. Darüber hinaus lassen sie sich gut in Risotto, Omeletts oder herzhafte Tartes integrieren. In der modernen Küche finden sie zudem Verwendung in leichten Sommergerichten, beispielsweise in Salaten oder als feines Topping für Bowls, wo sie einen würzigen und natürlichen Waldakzent setzen.
Zwiebeln und Knoblauch
– natürliches Powerduo für Gesundheit und Geschmack
Beide sind ein natürliches Antibiotikum und bekämpfen wirksam schädliche Pilze und krankheitserregende Mikroorganismen. Die Zwiebel ist eng mit dem Knoblauch verwandt und besitzt gegenüber diesem eine mildere Wirkung. Die Kombination der beiden bringt ein starkes Duo hervor.
Beide enthalten wertvolle Antioxidantien, die als Fänger »freier Radikaler« unseren Organismus dabei helfen, gesund zu bleiben.
Die zur Gattung der Liliengewächse gehörenden Pflanzen verfügen zudem über einen hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt, von dem wir ebenfalls gesundheitlich profitieren.
Enthalten sind die Vitamine B1, B2 und B6 sowie die Vitamine C und E. Außer den Mineralstoffen Salz, Eisen, Zink und Magnesium sind noch eine ganze Reihe weiterer Mineralstoffe in Zwiebeln und Knoblauch enthalten, sodass man beide Pflanzen durchaus als hochwertige Mineralstoff-Lieferanten bezeichnen kann.
Kulinarische Verwendung:
Zwiebeln und Knoblauch bilden das aromatische Grundgerüst unzähliger Gerichte – von der heimischen bis zur internationalen Küche. Ob angeschwitzt, gebraten, konfitiert oder roh – ihr Geschmack reicht von süßlich-mild bis kräftig-würzig und sorgt stets für Tiefe und Charakter.
In der mediterranen Küche sind sie unverzichtbar: in Pastasaucen, Risottos, Gemüseragouts, Schmorgerichten oder Fischzubereitungen mit Olivenöl und Kräutern. Auch in der asiatischen, orientalischen und kreolischen Küche sind sie fester Bestandteil von Currys, Dips, Würzpasten und Suben.
Knoblauchöloder Zwiebelconfit verleihen vegetarischen wie auch Fleischgerichten einen feinen, tiefwürzigen Akzent, während gerösteter oder geschmorter Knoblauch eine butterweiche Süße entfaltet, die besonders zu Lamm, Kalb, Pilzen oder geröstetem Gemüse passt.
So werden Zwiebeln und Knoblauch nicht nur zu Geschmacksträgern erster Güte, sondern auch zu Symbolen für Genuss und Gesundheit – ein Duo, das keiner Küche fehlen sollte.
Hühnereier
– das unterschätzte Kraftpaket im Kleinformat
Hühnereier besitzen durchschnittlich 7 g Proteine und damit einen hohen Gehalt an biologisch wertvollen Substanzen. Biologisch wertvoll deshalb, da die im Ei enthaltenen Proteine einen hohen Anteil an essentiellen Aminosäuren mit einem sehr guten Gleichgewicht aufweisen. Der Proteingehalt eines Hühnereis wird deshalb als Referenzwert angesehen. Ein Vergleich mit anderen Lebensmitteln macht dies deutlich: Zwei Hühnereier enthalten dieselbe Menge an Proteinen wie bspw. 100 g Fisch oder 100 g Fleisch.
Der durchschnittliche Fettgehalt ist mit 7 g genau so hoch wie der Proteingehalt. Es ist vor allem im Eigelb und weniger im Eiweiß enthalten. Bei den Fettsäuren im Ei handelt es sich zu zwei Dritteln um ungesättigte Fettsäuren.
Etwas in Verruf kam eine Zeit lang der Verzehr von Ei aufgrund seines – mit ca. 180 mg – recht hohen Cholesteringehalts, was man jedoch auf keinen Fall überbewerten sollte, da solche Warnungen und Einstufungen meist gewissen Trends unterliegen und sich somit auch wieder ändern können. Zudem besitzen Hühnereier einen hohen Vitamin-A-, D- und E-Anteil und enthalten die Spurenelemente Eisen und Zink.
Kulinarische Verwendung:
Hühnereier lassen sich in der Küche außerordentlich vielseitig einsetzen und können sowohl pur als auch in Kombination mit anderen Lebensmitteln genossen werden. Sie eignen sich zum Kochen, Braten, Pochieren oder Backen, dienen als Bindemittel, Lockerungsmittel und Verfeinerung in Saucen, Aufläufen und Teigen und ergänzen zahlreiche Gerichte auf einfache und geschmackvolle Weise.
Butter alias Gute Butter
– cremiger Genuss voller wertvoller Omega-3-Fettsäuren
Nachdem Butter über Jahrzehnte hinweg systematisch schlechtgeredet wurde, ohne dies auf wissenschaftliche Studien zu stützen, ist sie zwischenzeitlich von ihrem schlechten Ruf »freigesprochen« worden – und das völlig zu Recht.
Butter besitzt einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, die eben NICHT – wie lange Zeit behauptet – schlecht für unseren Organismus sind. Aber auch einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind in Butter enthalten.
Gegenüber Olivenöl kann sie zudem noch mit einem echten Plus punkten: Abhängig von der Nahrung, die Kühe zu sich nehmen, besitzt Butter die für den Menschen zwingend erforderlichen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA. Je mehr frisches Gras (Stichwort: Freilandhaltung!) eine Kuh zu sich nimmt, desto höher der Omega-3-Anteil in der Milch und deren Produkten.
Hier können sich z. B. der deutsche Marktführer Kerrygold sowie eine Handvoll weiterer Hersteller mit der Qualität ihrer Butter und den darin enthaltenen gesunden Fettsäuren ganz klar aus der Menge der Butterproduzenten hervorheben.
Freilandhaltung vorausgesetzt (gem. Bio-Verordnung mindestens 120 Tage im Jahr), verdient Butter ihren Namen »Gute Butter«, den ihr bereits unsere Großeltern gegeben haben, also völlig zu Recht.
Butterschmalz
Wie auch Claudia und Jürgen in ihren Rezepten mit Butterschmalz schreiben, gibt es viele Namen für »Braune Butter«, die vom Milcheiweiß befreite (geläuterte) Variante der Basisbutter. Um den Begriff »Ghee« wird seit geraumer Zeit ein Hype gemacht, dabei handelt es sich dabei um nichts anderes als eben braune Butter.
Mit dem Begriff »Ghee« ist allerdings auch eine Lebensphilosophie verbunden. Das hat auch die Industrie erkannt und so kommt es, dass man Ghee im Verkaufsregal meist höherpreisig vorfindet als eben »ordinäres« Butterschmalz, das ja bereits mehr als teuer genug ist.
Greifen Sie in diesem Fall also ruhig zum Butterschmalz. Artgerechte Freilandhaltung zur Erzeugung des Rohstoffs Butter vorausgesetzt, ist dieser eine ebenso gute und zudem preiswertere Wahl.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oecotrophologe)