Involtini mit Orecchiette Tricolore, Kastanien und Pfifferlingen
– Involtini con orecchiette tricolore, castagne e finferli
Involtini mit Orecchiette Tricolore, Kastanien und Pfifferlingen
Frei inspiriert von der Jahreszeit und leckeren Zutaten der italienischen Küche haben wir dieses herbstliche Schmorgericht kreiert.
Kulinarisches Star-Assemble
Frische Pfifferlinge und Kastanien sowie »Orecchiette Tricolore«, super-leckere, bunte »Öhrchennudeln«, sind die Hauptbeilagen unserer lecker gefüllten Involtini. Knusprig ausgebratener Backenspeck alias »Guanciale«, Frühlingszwiebeln und gerösteter Kastanienhack als Garnitur bzw. »Topping« unserer Involtini, machen unser Herbstgericht zu einem kulinarischen Highlight.
Wie immer, führt unsere bebilderte Rezeptanleitung, Schritt für Schritt, auch Koch-Anfänger sicher ans Ziel. Genuss und gute Laune, ganz im Sinne von »Gernekochen – Mit Wein genießen«, inklusive!
Zu »Involtini mit Orecchiette Tricolore, Kastanien und Pfifferlingen« harmoniert ein fruchtbetonter Pinot Grigio vom Gardasee der Cantina Delibori - Borgolago, vom südlichen Gardasee. Einfach mal auf unser »Weintipp-Icon« tippen und mehr erfahren. Wir wünschen wie stets einen guten Appetit und: Wohl bekomm's!
Rezept:
Involtini mit Orecchiette Tricolore, Kastanien und Pfifferlingen
Zutaten für 4 Personen
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Für den Einkaufszettel:
- 4 Kalbsrouladen (à 200 g)
- 350 g Orecchiette Tricolore
- 8 TL Feigensenf oder »Tessiner Senfsauce«
- 4 kleine Stangen Frühlingszwiebeln
- 4 Scheiben Parma-Schinken
- 1 Bund Suppengrün
- 2 handvoll Kastanien (lassen sich außerhalb der Saison durch Walnüsse ersetzen)
- 75 g Guanciale (ital. Backenspeck vom Schwein)
- 300 g frische Pfifferlinge
- 1 weiße Zwiebel
- 4 Knoblauchzehen
- 1 Bund frischer Thymian
- 3 EL Mehl
- 400 ml Kalbsfond
- 200 ml Portwein
- 1 TL Butterschmalz (braune Butter)
- 2 Stich Butter und
- etwas Olivenöl zum Braten
- etwas Salz, Koriandersamen und
- Pfeffer aus der Mühle
Unsere besondere Orecchiette-Empfehlung:
Für die Garnitur (Topping):
- 75 g Guanciale
- 1 mittelgroße weiße Zwiebel
- 2 Frühlingszwiebeln
Gernekochen – Mit Wein genießen-Tipp: Knoblauchliebhaber können der Rouladenfüllung optional auch noch 3–4 gehackte Knoblauchzehen hinzufügen.
Für die Mehlbutter:
- 2 EL Mehl
- 2 EL Butter
Mehlbutter 45 Minuten vorher zubereiten! Dazu beide Zutaten gut miteinander vermengen und ins Eisfach stellen.
Zubereitung:
1) Maronen ca. 5 Min. wässern und danach kreuzweise einritzen. Backofen auf 200 °C vorheizen. Kastanien auf einem Backblech verteilen. Eine ofenfeste Form mit Wasser füllen und unter das Backblech stellen (so trocknen die Maronen nicht aus). Kastanien 20–25 Min. rösten bis die Schale sternförmig aufgeht.
2) Ein paar Thymianzweige abbrausen und trockenschütteln. Suppengemüse putzen, in grobe Stücke schneiden. Zusammen mit dem Thymian für den Crock-Pot beiseite legen. Für die Rouladenfüllung Guanciale und Frühlingszwiebeln in kleine Würfel und Ringe schneiden. Geröstete Kastanien putzen und klein hacken. Restliche Zutaten bereit stellen.
3) Gehackte Kastanien auf mittlerer bis hoher Temperatur ohne Fett in einer Pfanne rösten.
4.1) Kalbsrouladen platt klopfen, pfeffern und salzen, mit Feigensenf bestreichen und mit etwas gemahlenem Koriander bestreuen. Danach mit einer Scheibe Parma-Schinken, der Hälfte vom Kastanienhack und restlichen Zutaten belegen.
4.2) Rouladen zusammenrollen und dabei etwas von den Rändern der Rouladen einklappen, damit beim Braten nichts austreten kann. Rouladen mit Küchengarn zusammenbinden und danach leicht mehlieren.
5) Pfanne mit etwas brauner Butter einreiben und die Rouladen bei mittlerer bis starker Hitze von allen Seiten goldgelb anbraten, damit ordentlich Röstaromen entstehen. Pfannensatz anschließend mit einem kräftigen Schuss Portwein ablöschen und mit einem Pfannenheber vom Boden lösen.
6) Rouladen in den Crock-Pot legen. Gelösten Pfannensatz über die Rouladen geben. Gemüse und Thymianzweige hinzufügen. Slow Cooker mit Fond auffüllen, bis alle Zutaten bedeckt sind. Salzen und pfeffern. Deckel auflegen und Involtini auf Einstellung »LOW« (ca. 80–85°) ca. 6–7 Std. schmoren lassen. Wichtig: Während des Garens den Deckel stets aufgelegt lassen! Am Ende der Garzeit den Gargrad der Involtini mit einem Stahlpicker prüfen.
7) Für eine schmackhafte Garnitur (»Topping«) der Rouladen, Zwiebel pellen und klein hacken. Guanciale in kleine Würfel schneiden. Frühlingszwiebeln abbrausen, trockenschütteln und putzen. Anschließend in kleine Ringe schneiden.
8.1) Pfanne mittelstark erhitzen. Guanciale darin ohne Fett unter gelegentlichem Wenden langsam knusprig ausbraten. Speckwürfel anschließend aus der Pfanne nehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. So bleiben sie knusprig.
8.2) Pfanne mittelstark erhitzen. Zwiebelmix in etwas Olivenöl unter gelegentlichem Wenden 2–3 Min. schwitzen lassen. Abgetropfte Speckwürfel und restlichen Kastanienhack zufügen. Temperatur auf kleinste Stufe reduzieren. Topping mit aufgelegtem Deckel warm halten.
9) Am Ende der Garzeit ausreichend Schmorfond aus dem Crock-Pot abschöpfen und durch ein feines Küchensieb in einen Saucentopf füllen. Unter gelegentlichem Umrühren einreduzieren lassen. Sollte die gewünschte Konsistenz noch nicht erreicht sein, kann man die Sauce durch bröckchenweises Einrühren von gefrorener Mehlbutter weiter binden.
10) Wasser aufkochen Anschließend 2 TL Salz hinzufügen. Orecchiette gemäß Packungsanweisung »al dente« garen. Topf von der Kochstelle ziehen. Orecchiette mit aufgelegtem Deckel warm halten.
11) Pfifferlinge nicht waschen, sondern nur mit einem Küchenpinsel säubern. Ein paar Thymianzweige abbrausen und trockenschütteln. Blätter gegen den Strich von den Zweigen abstreifen. Zwiebeln und Knoblauch pellen und klein hacken. Zwei Stich Butter bereitstellen.
12.1) Pfanne mit Butter und einem Schuss Olivenöl dreiviertelstark erhitzen. Pfifferlinge darin 10–12 Minuten unter gelegentlichem Schwenken sorgfältig durchbraten. Anschließend Zwiebeln und Knoblauch hinzufügen, unterheben und noch ca. 2 Min. mitschwitzen lassen.
Tipp: Vermengt man die Butter mit einem Schuss Öl, erhöht sich die max. mögliche Brattemperatur der Butter.
12.2) Pfifferlinge erst nach dem Garen salzen (sonst werden die Pilze hart). Gezupften Thymian zufügen und unterheben.
12.3) Orecchiette in einem Sieb abschütten. Mit einer Tasse noch etwas Nudelwasser aus dem Kochtopf schöpfen. Orecchiette in die Pfanne geben und mit den anderen Zutaten vermengen. Etwas Nudelwasser hinzufügen. Pfanneninhalt vorsichtig miteinander vermengen, bis das Nudelwasser aufgesogen wurde. Teller vorwärmen und anschließend mit einem Saucenspiegel versehen. Alle Zutaten darauf anrichten. Involtini abschließend noch mit dem Topping garnieren.
Nährwert- & Gesundheitsanalyse
von Dipl. Ernährungswissenschaftler Michael Pagelsdorf
Kalbfleisch
– mild im Geschmack, wertvoll für die Ernährung
Neben hochwertigem Eiweiß enthält Kalbfleisch die lebenswichtigen Vitamine B2, B6 und B12 sowie wichtige Mineralstoffe wie Zink und Selen. Vitamin B1 ist ebenfalls vorhanden, jedoch in geringeren Mengen als beispielsweise in Schweinefleisch.
Im Vergleich zu Rind- oder Lammfleisch ist der Eisengehalt von Kalbfleisch etwas niedriger, dennoch leistet es einen wertvollen Beitrag zur Versorgung mit diesem Spurenelement. Besonders Eisen und Vitamin B12 spielen eine zentrale Rolle bei der Bildung roter Blutkörperchen. Vitamin B12 kann in relevanten Mengen fast nur über tierische Produkte aufgenommen werden.
Daher lässt sich feststellen, dass eine rein vegane Ernährung ohne Supplemente nicht als vollständig ausgewogen betrachtet werden kann. Bereits 150 g Kalbsfilet können den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin B12 decken und gleichzeitig zur Mineralstoffversorgung beitragen.
Kulinarische Verwendung:
Kalbfleisch zeichnet sich durch seine zarte Textur und den feinen, milden Geschmack aus – eine Eigenschaft, die es in der gehobenen Küche besonders beliebt macht. Es eignet sich hervorragend zum Braten, Dünsten oder Schmoren, aber auch für feine Ragouts und Schnitzel. Zu den klassischen Zubereitungen zählen das Wiener Schnitzel, das Kalbsrahmgeschnetzelte oder ein zart geschmortes Kalbshaxn-Gericht. Auch Kalbsrücken oder Filet lassen sich kurz anbraten und mit kräftigen Kräutern wie Salbei, Thymian oder Rosmarin verfeinern.
Dank seiner feinen Struktur harmoniert Kalbfleisch besonders gut mit cremigen Saucen, leichten Gemüsebeilagen oder Kartoffelpüree – ein leichter und eleganter Genuss, der auch in modernen, gesundheitsbewussten Küchen seinen festen Platz hat.
Mehl bzw. Getreide
– Energielieferant mit Köpfchen
Entgegen häufiger Aussagen besitzt Getreide keine großen Mengen an pflanzlichem Eiweiß. Dafür punktet es mit einem hohen Anteil an Kohlenhydraten und deckt – bezogen auf 100 g – fast ein Drittel des täglichen Ballaststoffbedarfs, bei gleichzeitig sehr geringem Fettgehalt.
Darüber hinaus liefert Getreide wertvolle Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen und Zink – wichtige Komponenten für Muskel- und Nervenfunktionen – und beinhaltet Vitamine der B-Gruppe, die unseren Stoffwechsel unterstützen.
Für Menschen, die auf Fleisch verzichten möchten, also Vegetarier und Veganer (bei veganer Ernährung: Pasta secca ohne Ei!), liegt Getreide damit voll im Trend und ist ein fester Bestandteil des modernen Speiseplans geworden.
Für Personen mit Glutenunverträglichkeit ist Getreide jedoch ungeeignet. Auch Diabetiker oder Low-Carb-Anhänger halten sich wegen des hohen Kohlenhydratanteils besser zurück.
Kulinarische Verwendung:
Getreide bildet die Basis unzähliger Speisen und ist einer der wichtigsten Grundbausteine unserer Ernährung. In Form von Mehl dient es als Hauptzutat für Brot, Brötchen, Kuchen, Pasta, Pizzateig und Backwaren aller Art.
Als ganzes Korn, gequollen oder gekocht, wird es in Salaten, Aufläufen, Suppen oder vegetarischen Bratlingen verwendet. Gemahlen, geröstet oder als Flocken und Brei (z. B. Hafer, Dinkel, Hirse oder Bulgur) eignet es sich für eine vollwertige Frühstücks- oder Beilagenküche.
In der modernen Ernährung gewinnen alternative Mehlsorten – etwa aus Hafer, Hirse, Reis, Buchweizen oder Mandeln – zunehmend an Bedeutung, da sie glutenfrei und oft mineralstoffreicher sind. Dadurch lässt sich klassische Backkunst mit individuellen Ernährungsformen verbinden.
Maronen bzw. Esskastanien
– der aromatische und nahrhafte Schatz des Herbstes
Maronen, die beliebteste Variante der Esskastanie, vereinen feinen Geschmack mit hohem Nährwert. Ob im Ofen geröstet, in Suppen, Pürées oder als Beilage zu Wild und Gemüse – sie verleihen vielen Herbst- und Wintergerichten eine milde, leicht süßliche Note.
Mit ihrem hohen Ballaststoff- und Stärkegehalt sorgen Maronen für eine lang anhaltende Sättigung und unterstützen eine gesunde Verdauung. Trotz ihrer energiereichen Zusammensetzung enthalten sie nur rund 2 % Fett und sind damit eine leichtere Alternative zu vielen anderen Nussarten.
Darüber hinaus sind Esskastanien wertvolle Nährstofflieferanten: Sie enthalten B-Vitamine (vor allem B6 und Folsäure), Vitamin C sowie die Mineralstoffe Kalium, Magnesium, Phosphor und Eisen. Diese Kombination unterstützt Nerven, Muskeln und Stoffwechsel – und macht Maronen zu einem besonders bekömmlichen Herbstgenuss.
Kulinarische Verwendung:
Kulinarisch sind Maronen ein echter Saisonklassiker und überzeugen durch ihre vielseitige Einsetzbarkeit sowohl in herzhaften als auch in süßen Gerichten. Traditionell werden sie im Ofen oder in der Pfanne geröstet und entwickeln dabei ihr typisches, leicht süßliches und nussiges Aroma. Besonders beliebt sind sie als Beilage zu Wildgerichten, Geflügel oder herbstlichen Gemüsekombinationen, wo sie für eine angenehme Textur und Geschmackstiefe sorgen.
Zudem eignen sich Maronen hervorragend für cremige Suppen und feine Pürees, die durch ihre natürliche Süße eine harmonische Basis bilden. Auch in Füllungen, etwa für Braten oder Geflügel, kommen sie häufig zum Einsatz. In der süßen Küche werden sie zu Desserts, Kuchen oder als Maronencreme verarbeitet und passen besonders gut zu Schokolade, Vanille oder herbstlichen Gewürzen. Selbst in modernen Bowls oder als Topping für Salate setzen sie einen aromatischen, saisonalen Akzent.
Pfifferlinge alias Gelböhrchen
– der aromatische und nahrhafte Schatz des Herbstes
Im früheren Ostpreußen, vor allem in Masuren, kannte man sie unter dem Namen »Gelböhrchen«. Im Vogtland heißen sie »Gelbschwämmele«. Die schmackhaften Waldpilze sind ein hochwertiger Eiweißlieferant mit sehr wenig Fett und auch nur einem geringen Anteil an Kohlenhydraten: ideale Voraussetzungen für figurbewusste Genießer. Aus dem in den gelben Pilzen enthaltenen Beta-Carotin kann unser Organismus wertvolles Vitamin A herstellen. Zudem verfügen Pfifferlinge über einen hohen Gehalt an Eisen und Kalium, beides wichtige Mineralstofflieferanten.
Der lösliche Ballaststoff Beta-Glucan, den man auch in Haferflocken findet, ist auch in Pilzen enthalten. Er ist besonders unserem Darm bzw. dem Mikrobiom (Darmflora) zuträglich und reguliert zugleich den Blutzuckerspiegel.
Regelmäßig wird vor dem übermäßigen Verzehr von Waldpilzen gewarnt, da diese angeblich durch den Reaktorunfall von Tschernobyl immer noch belastet sein können. Die Empfehlung für einen unbedenklichen Genuss beläuft sich auf ca. 200 g pro Woche. Stillende Mütter und Kleinkinder sollten gemäß den Empfehlungen generell auf den Genuss von Waldpilzen verzichten. Da mir hierzu die notwendigen wissenschaftlichen Studien fehlen, kann ich diese Aussage weder bestätigen noch dementieren.
Kulinarische Verwendung:
Kulinarisch gehören Pfifferlinge zu den beliebtesten Waldpilzen und überzeugen durch ihr fein-würziges, leicht pfeffriges Aroma. Besonders klassisch werden sie in der Pfanne mit etwas Butter und Zwiebeln angebraten und entfalten dabei ihren vollen Geschmack. In Kombination mit frischen Kräutern eignen sie sich hervorragend als Beilage zu Fleischgerichten oder als aromatische Ergänzung zu Kartoffeln und Pasta.
Auch in cremigen Saucen, etwa zu Schnitzel oder Geflügel, sind Pfifferlinge ein echter Klassiker der saisonalen Küche. Darüber hinaus lassen sie sich gut in Risotto, Omeletts oder herzhafte Tartes integrieren. In der modernen Küche finden sie zudem Verwendung in leichten Sommergerichten, beispielsweise in Salaten oder als feines Topping für Bowls, wo sie einen würzigen und natürlichen Waldakzent setzen.
Frühlingszwiebeln
– zart-milder Genuss mit geballter Nährstoffpower
Frühlingszwiebeln gehören zu den jungen, frisch geernteten Lauchpflanzen und punkten durch ihren hohen Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen. Sie enthalten die Vitamine B1, B2 und B6 sowie C und E, zudem verfügen sie über Salz, Eisen, Zink und Magnesium, was sie zu wertvollen Mineralstofflieferanten macht. Ihr Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen wirkt antioxidativ, unterstützt die Verdauung und trägt zur Stabilisierung des Stoffwechsels bei. Ernährungstechnisch steht die Frühlingszwiebel der Speisezwiebel in nichts nach.
Kulinarische Verwendung:
Kulinarisch eignet sich die Frühlingszwiebel für frische Salate, Bowls, Suppen, Pfannengerichte oder als frische Garnierung für gebratene Gemüsekomponenten. Die milde, leicht scharfe Note der grünen Blätter ergänzt Fisch, Fleisch und Auflaufspezialitäten, während die weißen Schäfte besonders gut gebraten oder geschmort Aroma verleihen. So lassen sich Genuss und Gesundheit harmonisch in die Alltagsküche integrieren.
Tipp: Die grünen Blätter der Frühlingszwiebel können als Schnittlauch-Ersatz verwendet werden.
Zwiebeln und Knoblauch
– natürliches Powerduo für Gesundheit und Geschmack
Beide sind ein natürliches Antibiotikum und bekämpfen wirksam schädliche Pilze und krankheitserregende Mikroorganismen. Die Zwiebel ist eng mit dem Knoblauch verwandt und besitzt gegenüber diesem eine mildere Wirkung. Die Kombination der beiden bringt ein starkes Duo hervor.
Beide enthalten wertvolle Antioxidantien, die als Fänger »freier Radikaler« unseren Organismus dabei helfen, gesund zu bleiben.
Die zur Gattung der Liliengewächse gehörenden Pflanzen verfügen zudem über einen hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt, von dem wir ebenfalls gesundheitlich profitieren.
Enthalten sind die Vitamine B1, B2 und B6 sowie die Vitamine C und E. Außer den Mineralstoffen Salz, Eisen, Zink und Magnesium sind noch eine ganze Reihe weiterer Mineralstoffe in Zwiebeln und Knoblauch enthalten, sodass man beide Pflanzen durchaus als hochwertige Mineralstoff-Lieferanten bezeichnen kann.
Kulinarische Verwendung:
Zwiebeln und Knoblauch bilden das aromatische Grundgerüst unzähliger Gerichte – von der heimischen bis zur internationalen Küche. Ob angeschwitzt, gebraten, konfitiert oder roh – ihr Geschmack reicht von süßlich-mild bis kräftig-würzig und sorgt stets für Tiefe und Charakter.
In der mediterranen Küche sind sie unverzichtbar: in Pastasaucen, Risottos, Gemüseragouts, Schmorgerichten oder Fischzubereitungen mit Olivenöl und Kräutern. Auch in der asiatischen, orientalischen und kreolischen Küche sind sie fester Bestandteil von Currys, Dips, Würzpasten und Suben.
Knoblauchöl oder Zwiebelconfit verleihen vegetarischen wie auch Fleischgerichten einen feinen, tiefwürzigen Akzent, während gerösteter oder geschmorter Knoblauch eine butterweiche Süße entfaltet, die besonders zu Lamm, Kalb, Pilzen oder geröstetem Gemüse passt.
So werden Zwiebeln und Knoblauch nicht nur zu Geschmacksträgern erster Güte, sondern auch zu Symbolen für Genuss und Gesundheit – ein Duo, das keiner Küche fehlen sollte.
Olivenöl in Premium-Qualität
– das Herz der Mittelmeerküche
Nicht nur ich, sondern unser ganzes Team », begeistert sich für gutes, also hochwertig erzeugtes Olivenöl. Ja, mehr noch, man kann uns als echte »Olivenöl-Fans« bezeichnen.
Das liegt in erster Linie am hervorragenden Geschmack von gutem Olivenöl, aber auch an einem zweiten, ebenso wichtigen Aspekt, denn bei näherer Betrachtung besitzt Olivenöl ein geballtes Bündel an positiven Eigenschaften, die unserem Körper helfen, gesund zu bleiben.
So verfügt Olivenöl neben vielen Vitaminen und Mineralstoffen über zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe. Die positiven Wirkungen dieser Stoffe auf unseren Organismus beginnt die Wissenschaft erst langsam zu verstehen.
Einige von Ihnen werden erst durch die Verstoffwechselung im Darm durch unsere Darmbakterien richtig aktiv und begünstigen so zahlreiche positive biologische Wirkungen. Z. B. sind sie antibakteriell, antioxidativ (ähnlich den Vitaminen) und dabei in einem so hohen Maß entzündungshemmend, dass sie dabei teilweise sogar den Vitaminen weit überlegen sind.
Ist das nicht wunderbar? Gesundes kann so lecker sein. Aber ich betone ausdrücklich: Alle positiven Wirkungen bekommt man nur bei Olivenöl bester Qualität. Und die bekommt man eben nicht für 4,50 Euro beim Discounter. Darüber sollte man sich im Klaren sein.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oekotrophologe)