Apulisches Olivenbrot

– Pane pugliese al­le oli­ve

Apulisches Olivenbrot Apulisches Olivenbrot

Apulisches Olivenbrot – Pane pug­lie­se alle oli­ve

Nicht viele Landesküchen sind für die Qua­li­tät und Viel­falt ih­rer Pro­duk­te so be­kannt wie die Ita­lie­ni­sche.

Auch Land­bro­te zäh­len zu den herr­li­chen Köst­lich­kei­ten, die die ver­schie­de­nen Re­gio­nen Ita­li­ens zu bie­ten ha­ben. Ganz un­ten, an der Fer­se des ita­lie­ni­schen Stie­fels, im Süd­os­ten Ita­liens, liegt die Re­gion Apu­lien. Hier ent­stand und ent­steht bis heu­te ei­nes der bes­ten Brot­meh­le Ita­li­ens. Das da­zu pas­sen­de Re­zept für ein un­wi­der­steh­lich le­cke­res Oli­ven­brot, lie­fert die Re­gion gleich mit.

Für die Herstellung des mit schwar­zen Oli­ven ver­ed­el­ten Bro­tes, ver­wen­det man ei­nen Vor­teig, »Bi­ga« ge­nannt. Die­ser ist sehr leicht und schnell mit ei­ner klei­nen Men­ge He­fe und Mehl zu­be­rei­tet und muss vor der Wei­ter­ver­ar­bei­tung 14–18 Std. bei Raum­tem­pe­ra­tur ge­hen, bis er sein Vo­lu­men ver­dop­pelt hat.

Die weitere Herstel­lung des »Pa­ne pug­lie­se al­le oli­ve« ist Bä­cker­hand­werk pur und be­reits bei der Zu­be­rei­tung ei­ne rei­ne Freu­de bzw. Vor­freu­de auf das fer­ti­ge Brot.

Wir haben das Brot puris­tisch mit Oli­ven­öl und Salz, mit To­ma­ten und ein we­nig Salz so­wie mit Sar­del­len und Oli­ven­öl ge­nos­sen. Der pu­re Ge­nuss!

Gernekochen-Weintipp

Zu »Apulisches Oli­ven­brot – Pa­ne pug­lie­se al­le oli­ve«, pas­sen – je nach ge­;wähl­ter Bei­la­ge auf dem Brot – ein kräf­ti­ger Char­don­nay oder wür­zig-fruch­ti­ger Pri­mi­ti­vo. Ein­fach mal auf un­ser »Wein­tipp-Icon« tip­pen und mehr er­fah­ren. Wir wün­schen wie stets ei­nen gu­ten Ap­pe­tit und: Wohl be­komm's!

Originalrezept:
Apulisches Oli­ven­brot

Zutaten für 4 Personen


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Für den Einkaufszettel:

Für den Vorteig (Biga):

  • 170 g italienisches Weizenmehl, Typ »00«
  • Unsere alternative Mehl-Empfehlung:
    *Mehl aus Khorasan-Weizen »
  • ½ TL Trockenhefe (Bierhefe, erhältlich im Internet, alternativ Weizenhefe)
  • 100 g Butterschmalz
  • 8 EL lauwarmes Wasser

Das benötigt man zusätzlich:

  • Teigspatel
  • etwas Mehl für die Arbeitsfläche
  • etwas Olivenöl zum Ausfetten der Schüs­sel
  • Pizzaschieber (Pizzaschaufel)
  • Pizzastein/Brotbackbackstein
  • et­was gro­bes Voll­korn-Mehl, Mais­­mehl oder Voll­­korn-Pa­­nier­­brö­­sel zum Be­­streu­­en der Of­en­­schau­­fel, da­­mit der Brot­­teig leicht von der Schau­­fel rutscht
  • Auskühlgitter (Tortengitter)

Für den Hauptteig:

  • 300 g italienisches Weizenmehl, Typ »00«
  • Unsere alternative Mehl-Empfehlung:
    *Mehl aus Khorasan alias Kamut-Weizen »
  • 150 g Weizenmehl, Typ »550«
  • 1½ TL Trockenhefe (Bierhefe, erhältlich im Internet, alternativ Weizenhefe)
  • 350 ml lauwarmes Wasser
  • 140 g schwarze (ungefärbte) Kalamata-Oliven
  • 2 TL Salz

Unsere Empfehlung: Hochwertiges Mehl, Pasta, viele wei­te­re gu­te Zu­taten so­wie Koch-Uten­si­lien fin­det man bei:

Zubereitung:

1.1) Trockenhefe mit lauwarmen Was­ser ver­rüh­ren. Nach 10 Min. das Mehl zu­fü­gen und sorg­fäl­tig mit der in Was­ser auf­ge­lös­ten He­fe ver­men­gen.

1.2) Den »Biga« zu einer Kugel for­men und in eine dünn mit Oli­ven­öl aus­ge­fet­te­te Schüs­sel le­gen. Schüs­sel mit Klar­sicht­fo­lie ab­de­cken und den Vor­teig bei Zim­mer­tem­pe­ra­tur für 14–18 Std. ge­hen las­sen, bis er sein Vo­lu­men ver­dop­pelt hat. Den Teig da­bei vor kal­ter Zug­luft schüt­zen und nicht dem d­irek­ten Son­nen­licht aus­set­zen.

2.1) Nachdem der Vorteig fertig ist, geht es mit der Her­stel­lung des Haupt­tei­ges wei­ter. Da­zu zu­nächst die Oli­ven ab­brau­sen und trock­nen. Mit ei­nem schar­fen Kü­chen­mes­ser in der Mitte kreis­för­mig ein­schnei­den und die bei­den Oli­ven­kap­pen durch ge­gen­läu­fi­ge Dreh­ung vom Kern lö­sen. Das geht bei voll­rei­fen Oli­ven ganz ein­fach. Oli­ven­fleisch da­nach in Rin­ge schnei­den. Rest­li­che Zu­ta­ten für den Teig be­reit­stel­len.

2.2) Ein Drittel des lauwarmen Was­sers in ei­ne gro­ße Schüs­sel ge­ben. Tro­cken­he­fe hi­nein­rüh­ren und wie be­reits beim Vor­teig 10 Min. war­ten, bis die He­fe sich auf­ge­löst hat. Da­nach die Hälf­te des Vor­teigs, ein Drit­tel des Mehls und das Salz hin­zu­fü­gen. Al­le Zu­ta­ten mit ei­nem Spa­tel sorg­fäl­tig ver­men­gen.

2.3) Ab hier, haben wir die Auf­ga­be des Teig­kne­tens un­se­rer Kü­chen­ma­schi­ne über­ge­ben: Nach und nach das rest­li­che Mehl, den Vor­teig und lau­war­mes Was­ser zu­ge­ben. Kü­chen­ma­schi­ne da­bei auf lang­sa­mer bis mitt­le­rer Stu­fe lau­fen las­sen. Al­le Zu­ta­ten zu ei­ner kon­sis­ten­ten Teig­mas­se ver­ar­bei­ten.

2.4) Olivenringe hinzufügen und den Teig noch wei­te­re 8–9 Min. durch­ar­bei­ten. Am Schüs­sel­rand haf­ten­de Teig­res­te mit dem Spa­tel lösen. So­bald bis sich ei­ne Teig­ku­gel ge­bil­det hat, die nicht mehr nicht mehr am Schüs­sel­rand klebt, ist der Teig fer­tig.

3) Arbeitsfläche bemehlen. Teig­ku­gel da­rauf­set­zen, mit den Hän­den plät­ten und rund­he­rum zur Mit­te hin um­fal­ten und plät­ten. Teig­mas­se um 90 Grad dre­hen und Vor­gang ryth­misch – 2–3 Min. lang – wie­der­ho­len. Klebt der Teig an den Hän­den oder der Ar­beits­flä­che, ist es hilf­reich, ihn noch mit et­was Mehl zu be­stäu­ben.

4) Einen EL Olivenöl in eine Schüssel geben. Teig in die Schüs­sel le­gen und mit den Hän­den da­rin wen­den bis er gleich­mä­ßig mit Öl über­zo­gen ist. Schüs­sel mit ei­nem feuch­ten Kü­chen­tuch ab­de­cken und den Teig bei Zim­mer­tem­pe­ra­tur für 3 Std. an ei­nem zug­frei­en Platz ru­hen las­sen

5) Nach der Ruhezeit, Ar­beits­flä­che und Hän­de er­neut mit Mehl be­stäu­ben. (!) Bei die­sem Ar­beits­schritt, än­dert sich un­se­re Knet­me­tho­de: Teig mit den Hand­flä­chen auf ca. 4–5 cm flach­drü­cken. Mit bei­den Hän­den den hin­te­ren, zum Kör­per ge­wand­ten Teig­rand auf­neh­men. Dau­men da­bei waa­ge­recht und pa­ral­lel so vor dem Kör­per hal­ten, das sich die Dau­men­spit­zen be­rüh­ren. Ein Drit­tel des Teigs nach vor­ne um­fal­ten und den Teig wie­der in sei­ne ur­sprüng­li­che La­ge zu­rück­drü­cken. Die­sen Vor­gang noch zwei­mal wie­der­ho­len. Teig wie in Ar­beits­schritt 3 um 90 Grad dre­hen und noch drei­mal auf die­se Art und Wei­se durch­ar­be­iten. Das hört sich komp­li­zier­ter an, als es ist! ;-) Auch hier wie­der Ar­beits­flä­che und Hän­de er­neut mit Mehl be­stäu­ben.

6) Teig nach dem Kneten in eine Ku­gel­form drü­cken, mit ei­ner um­ge­dreh­ten Schüs­sel ab­de­cken und noch ein­mal ei­ne gan­ze Stun­de ge­hen las­sen.

7) Ofen auf 220 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Backstein mindestens 30 Min. vor dem Backen auf der mittleren Schiene in den Ofen legen. Teigschaufel bemehlen, Brotteig darauflegen und mit kurzen, ruckartigen Vor- und Rückwärtsbewegungen auf den Backstein rutschen lassen. Nach 3 Minuten Backzeit, Temperatur auf 200 Grad reduzieren. Olivenbrot danach noch weitere 40 Min. backen.

8) Apulisches Olivenbrot nach dem Ba­cken auf ei­nem Tor­ten­git­ter ab­­küh­­len las­­sen.

Ger­ne­ko­chen – Mit Wein ge­nie­ßen-Tipp: Will man das Brot nach dem Ba­cken nicht kom­plett ver­brau­chen, lässt sich der nicht ver­wen­de­te Teil auch pri­ma ein­frie­ren. Wird es bei er­neu­tem Ver­zehr noch ein­mal sehr heiß auf­ge­ba­cken, schmeckt es min­des­tens ge­nau so gut – wenn nicht gar bes­ser –  als beim ers­ten Mal.


Nährwert- & Ge­sund­heits­ana­ly­se

von Dipl. Ernährungs­wissen­schaftler Michael Pagelsdorf

Mehl bzw. Getreide

– Energielieferant mit Köpfchen

Mehl bzw. Getreide

Entgegen häufiger Aussagen be­sitzt Ge­trei­de kei­ne gro­ßen Men­gen an pflanz­li­chem Ei­weiß. Da­für punk­tet es mit ei­nem ho­hen An­teil an Koh­len­hy­dra­ten und deckt – be­zo­gen auf 100 g – fast ein Drit­tel des täg­li­chen Bal­last­stoff­be­darfs, bei gleich­zei­tig sehr ge­rin­gem Fett­ge­halt.

Dar­über hin­aus lie­fert Ge­trei­de wert­vol­le Mi­ne­ral­stof­fe wie Mag­ne­si­um, Ei­sen und Zink – wich­ti­ge Kom­po­nen­ten für Mus­kel- und Ner­ven­funk­tio­nen – und be­inhal­tet Vi­ta­mi­ne der B-Grup­pe, die un­se­ren Stoff­wech­sel un­ter­stüt­zen.

Für Men­schen, die auf Fleisch ver­zich­ten möch­ten, al­so Ve­ge­ta­rier und Ve­ga­ner (bei ve­ga­ner Er­näh­rung: Pas­ta sec­ca oh­ne Ei!), liegt Ge­trei­de da­mit voll im Trend und ist ein fes­ter Be­stand­teil des mo­der­nen Spei­se­plans ge­wor­den.

Für Per­so­nen mit Glu­ten­un­ver­träg­lich­keit ist Ge­trei­de je­doch un­ge­eig­net. Auch Dia­be­ti­ker oder Low-Carb-Anhänger hal­ten sich we­gen des ho­hen Koh­len­hy­drat­an­teils bes­ser zu­rück.

Kulinarische Verwendung:

Getreide bil­det die Ba­sis un­zäh­li­ger Spei­sen und ist ei­ner der wich­tigs­ten Grund­bau­stei­ne un­se­rer Er­näh­rung. In Form von Mehl dient es als Haupt­zu­tat für Brot, Bröt­chen, Ku­chen, Pas­ta, Piz­za­teig und Back­wa­ren al­ler Art.

Als ganzes Korn, gequollen oder ge­kocht, wird es in Sa­la­ten, Auf­läu­fen, Sup­pen oder vegetarischen Brat­lin­gen ver­wen­det. Gemahlen, ge­rös­tet oder als Flocken und Brei (z. B. Ha­fer, Dink­el, Hirse oder Bul­gur) eig­net es sich für ei­ne voll­wer­ti­ge Früh­stücks- oder Bei­la­gen­kü­che.

In der modernen Ernäh­rung ge­win­nen al­ter­na­ti­ve Mehl­sor­ten – et­wa aus Hafer, Hirse, Reis, Buch­wei­zen oder Man­deln – zu­neh­mend an Be­deu­tung, da sie glu­ten­frei und oft mi­ne­ral­stoff­rei­cher sind. Da­durch lässt sich klas­si­sche Back­kunst mit in­di­vi­du­el­len Er­näh­rungs­for­men ver­bin­den.

Oliven und Olivenöl

– das Herz der Mittelmeer­kü­che

Oliven und Olivenöl

Geschwärzte Oli­ven solltest Du ver­mei­den!

Die­se ent­hal­ten Ei­sen­glu­co­nat (Ei­sen(II)-glu­co­nat, E-579). Fügt man die­sen so­ge­nann­ten »Le­bens­mit­tel­zu­satz­stoff« den Oli­ven hin­zu, kommt es zu ei­nem Oxi­da­tions­vor­gang, der die ein­heit­lich schwar­ze Fär­bung der Oli­ven be­wirkt. In­te­res­sant und sehr be­merkens­wert:

Als Grund­la­ge von ge­schwärz­ten Oli­ven die­nen nicht schwar­ze, son­dern grü­ne Oli­ven. 

Ob nicht al­lein schon die­se Tat­sa­che eine Täu­schung der Ver­brau­cher dar­stellt, soll je­der für sich selbst ent­schei­den.

Nur die halbe Wahr­heit …

Zwar gilt E-579 of­fi­ziell als ge­sund­heit­lich un­bedenk­lich, die ent­ste­hen­den Wech­sel­wir­kun­gen beim Oxi­da­tions­pro­zess wer­den bei die­ser Ein­stu­fung je­doch nicht be­rück­sich­tigt. Das durch den vor­ge­nann­ten Oxi­da­tions­pro­zess ent­ste­hen­de 

»Acryl­amid« be­sitzt ei­ne merk­li­che aku­te ora­le To­xi­zi­tät, 

ist also alles an­de­re als ge­sund­heit­lich un­be­denk­lich. Ganz im Ge­gen­teil: Wer Acrylamid re­gel­mä­ßig ver­zehrt (Tief­kühl-Pom­mes las­sen grü­ßen), setzt sich da­durch ­einem er­höh­ten Ri­si­ko aus, an Krebs zu er­kran­ken.

Un­ge­färb­te schwar­ze Oli­ven er­kennt man da­ran, dass ih­re Farb­ge­bung zwi­schen hel­len und dunk­len Schwarz- und Braun­tö­nen va­ri­iert.

Ge­schwärz­te Oli­ven er­kennt man an ihrer ein­heit­lichen, tief­schwar­zen Fär­bung, wie sie in der Na­tur so nicht vor­kommt.

Na­türli­che, al­so un­ge­färb­te schwar­ze Oli­ven sind voll aus­ge­reif­te grü­ne Oli­ven. Noch grü­ne Oli­ven ent­hal­ten mehr Vi­ta­mi­ne und Mi­ne­ral­stof­fe, aber eb­en auch mehr Was­ser als die schwarzen. Zu­dem be­sit­zen sie ge­gen­üb­er den Schwar­zen ei­nen we­sent­lich hö­he­ren An­teil wert­vol­ler, ein­fach un­ge­sät­tig­ter Fett­säu­ren.

Und ebenso wichtig, da es hier ja nicht al­lein um Ge­sund­heit, son­dern auch um Ge­nuss geht: Ge­schwärz­te Oli­ven schme­cken an­ders und bei wei­tem nicht so gut wie na­tur­be­las­se­ne Oli­ven!

Olivenöl in Pre­mi­um-Qua­li­tät

Nicht nur ich, son­dern un­ser ganzes Team », be­geis­tert sich für gu­tes, al­so hoch­wer­tig er­zeug­tes Oli­ven­öl. Ja, mehr noch, man kann uns als ech­te »Oli­ven­öl-­Fans« be­zeich­nen.

Das liegt in ers­ter Li­nie am her­vor­ra­gen­den Ge­schmack von gu­tem Olivenöl, aber auch an ei­nem zwei­ten, eben­so wich­ti­gen As­pekt, denn bei nä­he­rer Be­trach­tung be­sitzt Oli­ven­öl ein ge­ball­tes Bün­del an po­si­ti­ven Ei­gen­schaf­ten, die un­se­rem Kör­per hel­fen, ge­sund zu blei­ben.

So verfügt Oliven­öl ne­ben vie­len Vi­ta­mi­nen und Mi­ne­ral­stof­fen üb­er zahl­reiche se­kun­dä­re Pflan­zen­stof­fe. Die po­si­ti­ven Wir­kun­gen die­ser Stof­fe auf un­se­ren Or­ga­nis­mus be­ginnt die Wis­sen­schaft erst lang­sam zu ver­ste­hen.

inige von Ih­nen wer­den erst durch die Ver­stoff­wech­se­lung im Darm durch un­se­re Darm­bak­te­rien rich­tig ak­tiv und be­güns­ti­gen so zahl­rei­che po­si­ti­ve bio­lo­gi­sche Wir­kun­gen. Z. B. sind sie an­ti­bak­te­ri­ell, an­ti­oxi­da­tiv (ähnlich den Vi­ta­mi­nen) und da­bei in ei­nem so hohen Maß ent­zün­dungs­hem­mend, dass sie da­bei teilwei­se so­gar den Vi­ta­mi­nen weit über­le­gen sind.

Ist das nicht wunder­bar? Ge­sun­des kann so le­cker sein. Aber ich be­to­ne aus­drück­lich: Alle po­si­ti­ven Wir­kun­gen be­kommt man nur bei Oli­ven­öl bes­ter Qua­li­tät. Und die be­kommt man eb­en nicht für 4,50 Euro beim Dis­coun­ter. Da­rüber soll­te man sich im Kla­ren sein.

Butter alias Gute Butter

– cremiger Genuss voller wert­voller Ome­ga-3-Fett­säu­ren

Butter alias Gute Butter

Nachdem Butter über Jahrzehnte hin­weg sys­te­ma­tisch schlecht­ge­re­det wur­de, oh­ne dies auf wis­sen­schaft­li­che Stu­dien zu stützen, ist sie zwi­schen­zeit­lich von ih­rem schlech­ten Ruf »frei­ge­spro­chen« wor­den – und das völ­lig zu Recht.

Butter besitzt ei­nen ho­hen An­teil an ge­sät­tig­ten Fett­säu­ren, die eb­en NICHT – wie lan­ge Zeit be­haup­tet – schlecht für un­se­ren Or­ga­nis­mus sind. Aber auch ein­fach und mehr­fach un­ge­sät­tig­te Fett­säu­ren sind in But­ter ent­hal­ten.

Gegenüber Olivenöl kann sie zu­dem noch mit ei­nem ech­ten Plus­ punk­ten: Ab­hän­gig von der Nah­rung, die Kü­he zu sich neh­men, be­sitzt But­ter die für den Men­schen zwin­gend er­for­der­li­chen Ome­ga-3-Fett­säu­ren EPA und DHA. Je mehr fri­sches Gras (Stich­wort: Frei­land­hal­tung!) ei­ne Kuh zu sich nimmt, des­to hö­her der Ome­ga-3-Anteil in der Milch und de­ren Pro­duk­ten.

Hier können sich z. B. der deut­sche Markt­führer Ker­ry­gold so­wie ei­ne Hand­voll wei­te­rer Her­stel­ler mit der Qua­lität ihrer But­ter und den da­rin ent­hal­te­nen ge­sun­den Fett­säu­ren ganz klar aus der Men­ge der But­ter­pro­du­zen­ten her­vor­he­ben.

Freilandhaltung vorausgesetzt (gem. Bio-Ver­ord­nung min­des­tens 120 Ta­ge im Jahr), ver­dient But­ter ih­ren Na­men »Gu­te But­ter«, den ihr be­reits un­se­re Groß­el­tern ge­ge­ben ha­ben, al­so völ­lig zu Recht.

Butterschmalz

Wie auch Claudia und Jürgen in ih­ren Re­zep­ten mit But­ter­schmalz schrei­ben, gibt es vie­le Na­men für »Braune Butter«, die vom Milcheiweiß befreite (geläuterte) Variante der Ba­sis­but­ter. Um den Be­griff »Ghee« wird seit ge­rau­mer Zeit ein Hy­pe ge­macht, da­bei han­delt es sich dabei um nichts an­de­res als eben brau­ne Butter.

Mit dem Begriff »Ghee« ist aller­dings auch eine Le­bens­phi­lo­so­phie ver­bun­den. Das hat auch die In­dus­trie er­kannt und so kommt es, dass man Ghee im Ver­kaufs­re­gal meist hö­her­prei­sig vor­fin­det als eben »ordinäres« But­ter­schmalz, das ja be­reits mehr als teu­er ge­nug ist.

Greifen Sie in diesem Fall al­so ru­hig zum But­ter­schmalz. Art­ge­rech­te Frei­land­hal­tung zur Er­zeu­gung des Roh­stoffs Butter vo­raus­ge­setzt, ist die­ser ei­ne eben­so gu­te und zu­dem preis­wer­tere Wahl.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oecotrophologe)