Linsen­sup­pe (Linseneintopf) nach Omas Art

– Deftige, tra­di­tio­nel­le Lin­sen­sup­pe nach al­tem Re­zept

Linsensuppe (Linseneintopf) nach Omas Art

hülsenfrüchte

Linsensuppe (Linseneintopf) nach Omas Art

Einfache traditionelle Kü­che kann sooo le­cker sein! Hand­werk­lich, mit fri­schen und ge­sun­den Zu­ta­ten zu­be­rei­tet, kön­nen wah­re Gour­met-Gau­men­freu­den da­raus ent­ste­hen.

So auch bei un­se­rer »Lin­sen­sup­pe nach Omas Art«. Def­tig, mit ei­nem hoch­wer­ti­gen, leicht ge­räu­cher­ten Ba­cken­speck und Wurst­ein­la­ge ver­se­hen, ist sie fast schon eher der Ka­te­go­rie »Ein­topf« statt »Sup­pe« zu­zu­ord­nen. Man kann da­rü­ber phi­lo­so­phie­ren und be­stimmt auch treff­lich strei­ten.

Satt und glücklich 😊

Eines aber ist gewiss: Sie macht de­fi­ni­tiv satt und an­ge­sichts ih­res her­vor­ra­gen­den Ge­schmacks auch glück­lich. Da­für sor­gen ne­ben den Lin­sen wei­te­re gu­te Zu­ta­ten wie fri­sches Wur­zel­ge­mü­se, Lauch und Pe­ter­si­lie.

Aufsetzen kann man die Suppe ganz or­di­när mit Was­ser. Noch aro­ma­ti­scher, wird sie aber mit ei­nem Ge­mü­se- oder Ge­flü­gel­fond. Wie man z. B. ei­nen le­cke­ren Ge­mü­se­fond, ein­fach und preis­wert sel­ber ma­chen kann, ver­rät un­ser gleich­­na­mi­ger Work­­shop.

Claudia Cartoons – in vino veritas
Gernekochen-Weintipp

Zu »Linsensuppe nach Omas Art« har­mo­niert ein ele­gan­ter »Graubur­gun­der« des Wein­guts Bürk­le in Ba­den. Ein­fach mal auf un­se­r Wein­tipp-Icon tip­pen und mehr er­fah­ren. Wir wün­schen wie stets ei­nen gu­ten Ap­pe­tit und: Wohl be­komm's!

Rezept:
Omas Linsen­suppe)

Zutaten für 4 Personen


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Einkaufszettel:

  • 500 g braune Teller-Linsen
  • 400 g Kartoffeln, mehlig kochend
  • 75 g ital. Schweinespeck am Stück mit Schwar­te, Lardo oder Guan­ciale (wir ha­ben dieses Mal »Guan­ci­ale« ver­wendet)

Lardo-Rückenspeck – traditionell luft­ge­trocknet ohne Zu­satz­stoffe

Traditionell hergestellter Lardo vom Altmeister Marino Giannarelli

Auf der Zu­ta­ten­lis­te fin­den sich:

  • Schweinespeck
  • Meersalz
  • Pfeffer
  • Gewürze (Zimt, Gewürznelken, Muskatnuss, Koriander)
  • frischer Knoblauch
  • frischer Rosmarin
  • Von Natur aus glutenfrei und laktosefrei
  • Ohne Farbstoffe
  • Ohne Aromastoffe
  • Ausschließlich Naturgewürze

Das Pro­dukt ist im On­line­han­del er­hält­lich. (Al­le An­ga­ben ohne Ge­währ!)

  • 1 Stange Lauch alias Porree
  • 1 große (oder 2 kleine) Karotte(n) bzw. Möhre(n), »Gelbe Rübe(n)«
  • 150 g Knollensellerie
  • 1 große weiße Zwiebel
  • 500 ml (1 großes Glas) Gemüse- oder Geflügelfond
  • 1,5 Liter Wasser
  • 1 kleiner Bund Petersilie
  • 1½ TL Majoran
  • 1–2 Prisen Muskatnussabrieb
  • 20 g Schweineschmalz
  • 2–3 Lorbeerblätter, je nach Größe

Des weiteren benötigt man:

  • etwas Zitronenschalenabrieb (Bio-Zitrone)
  • 1 Prise Cayenne-Pfeffer
  • Salz und
  • Pfeffer aus der Mühle

Als Einlage, gemäß persönlicher Vorliebe:

  • 4 Mettenden
    600 g Kassler (alternativ)

Arosis – Bio-Linsen Grevena 500 g

Griechi­sche Bio-Lin­sen aus West­ma­ke­do­ni­en

  • 500 g aro­ma­ti­sche, brau­ne Mi­ni-Lin­sen von kon­trol­lier­ter Spitz­en­qua­li­tät
  • Biologischer An­bau, Gre­ve­na,West­ma­ke­do­ni­en in Grie­chen­land
  • Ohne chem. Zusatz­stof­fe
  • Ohne Ge­schmacks­ver­stär­ker

Die grie­chi­schen Bio-Lin­sen wer­den auf den Hoch­ebe­nen von Gre­ve­na in West­ma­ke­do­nien nach zer­ti­fi­zier­ten bio­lo­gi­schen Me­tho­den an­ge­baut.

Mit 24 g Ei­weiß und 30 g Bal­last­stof­fen pro 100 g so­wie Ei­sen und Fol­säur­e sind sie äu­ßerst nähr­stoff­reich und ge­sund. Per­fekt zu def­ti­gen Sup­pen, fri­schen Sa­la­ten und cre­mi­gen Dips.

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Zubereitung:

1.1) Linsen abbrau­sen …

1.2) Anschließend für 2 Std. in kal­tem Was­ser ein­wei­chen.

1.3) Eingeweichte Linsen durch ein Sieb ab­gie­ßen.

2) Kartoffeln, Möh­­ren und Sel­­le­­rie put­zen, schä­len und in kleine Wür­fel schnei­­­den. Zwie­­bel quer hal­bie­ren und klein ha­cken. Lauch sorg­fäl­tig wa­schen. Nur den zar­ten Teil des Grüns ver­wen­den und in Rin­ge schnei­den, den dun­­kel­­grü­­nen Rest so­wie das har­te, wei­ße Lauch­­en­­de ab­­tren­­nen. Speck eben­­falls in klei­­ne Wür­­fel schnei­­den. Pe­­ter­­si­­lie ab­­brau­­sen und tro­­cken­­schüt­­teln. Rest­­li­­che Zu­­ta­­ten be­­reit­­stel­­len.

3.1) Kochstelle mittelstark er­hit­zen. Zu­erst den Speck an­bra­ten.

3.2) Kartoffeln, Sellerie und Möh­ren hin­­zu­­fü­­gen und in But­ter­schmalz an­bra­ten. An­schlie­ßend Lauch und Zwie­­bel­­hack zu­­­fü­­­gen und ein paar Mi­­nu­­ten mit­­schwit­­zen las­­­sen. Ma­­­jo­­­ran zu­­­fü­­gen und mit den Zu­­­ta­­­ten ver­­­men­­­gen.

3.3) Linsen zu­fü­gen und unterheben. An­schlie­ßend noch den Lor­beer hin­zu­fü­gen.

3.4) Topfinhalt mit Brühe aufgie­ßen. Lin­sen­sup­pe/-ein­topf ca. 40 Min. auf klei­­ner Hit­­ze wei­­ter­­kö­­cheln las­­sen. (!) Wich­­tig: Topf­­in­­halt in re­­gel­­mä­­ßi­­gen Ab­­stän­­den um­­rüh­­ren, da­­mit nichts an­­brennt! (Falls nö­­tig, et­was Was­­ser nach­­gie­­ßen.)

3.5) Mettenden schräg in mund­ge­rech­te Stü­cke schnei­den und unterheben.

3.6) Optional: Eine Pri­se Mus­kat­nuss­ab­rieb so­wie et­was Zi­tro­nen­scha­len­ab­rieb ver­lei­hen der Sup­pe noch ei­nen fei­nen und fri­schen Ge­schmack.

Unser Tipp: Bleibt et­was über, kann man die rest­li­che Sup­pe am nächs­ten Tag es­sen oder ein­frie­ren. Uns kam die Idee, sie am zwei­ten Tag mit »Gar­ne­len im Speck­man­tel« zu kom­bi­nie­ren.

Nährwert- & Ge­sund­heits­ana­ly­se

von Dipl. Ernährungs­wissen­schaftler Michael Pagelsdorf

Linsen

– eiweißreich, ballaststoffstark und viel­seitig

Linsen

Die Linse, ali­as »Kü­chen-Lin­se« ge­hört zur Groß­fa­mi­lie der Hül­sen­früch­te.

Linsen verfügen über ei­nen ho­hen Nähr­stoff­an­teil. Un­ter den Vi­ta­mi­nen, sind di­ver­se B-Vi­ta­mine, (B1, B2 und B6, Nia­cin und Fol­säu­re) in den Schmet­ter­lings­blüt­lern ent­hal­ten. Hin­zu ge­sel­len sich das für das Im­mun­sys­tem und Seh­kraft re­le­van­te Vi­ta­min A und das zell­schüt­zen­de Vi­ta­min E.

Vitamin A unterstützt die Seh­kraft un­se­rer Au­gen und ist – ähn­lich wie das Vi­ta­min B 12, wel­ches in tie­ri­schem Ei­weiss ent­hal­ten ist – mit­ver­ant­wort­lich für die Blut­bil­dung un­se­res Kör­pers und den Er­halt des Im­mun­sys­tems. Vi­ta­min E – auch als Frucht­bar­keits-Vi­ta­min be­zeich­net – wirkt an­ti­oxi­da­tiv und be­kämpft so wirk­sam die be­rühmt-be­rüch­tig­ten »Frei­en Ra­di­ka­len«.

Die ballaststoffrei­che Hülsen­frucht ver­fügt au­ßer­dem über die Mi­ne­ral­stof­fe Mag­ne­sium, Zink und Ei­sen, die für den Ge­sund­er­halt un­se­res Or­ga­nis­mus ei­ne äu­ßerst re­le­van­te Rol­le spie­len.

Gute Gründe al­so, Lin­sen mit auf die Lis­te ge­sun­der Le­bens­mit­tel zu set­zen sow­ie ih­nen ei­nen fes­ten Platz im per­sön­li­chen, ge­sund­heits­ori­en­tier­ten Er­näh­rungs­plan zu ge­ben.

Kulinarische Verwendung:

Linsen eignen sich für klas­sische Ein­töpfe, herz­hafte Sup­pen und aroma­tische Cur­rys. Sie be­rei­chern Sa­late, Ge­müse­pfan­nen ebenso wie Bei­la­gen zu Fleisch und Fisch. Je nach Sorte blei­ben sie beim Ga­ren biss­fest oder ent­wickeln eine wei­chere Kon­sis­tenz, die sich auch für Pü­rees und Auf­striche eignet.

Be­son­ders gut har­mo­nieren Lin­sen mit Zwie­beln, Knob­lauch, Wur­zel­ge­mü­se und fri­schen Kräu­tern so­wie mit Ge­wür­zen wie Kreuz­küm­mel, Ko­ri­an­der und Curry.

Kartoffeln alias Erd­äp­fel

– natürliche Energie, die schmeckt

Kartoffeln

Kartoffeln, in bestimm­ten Re­gio­nen Deutsch­lands so­wie ei­ni­gen Nach­bar­län­dern auch als »Erd­äp­fel« oder »Grund­bir­nen« bzw. »Grum­bee­ren« (Pfalz)) und wei­te­ren Re­gio­nal­na­men be­kannt, ge­hö­ren wie auch To­ma­ten und Pap­ri­ka zur Fa­mi­lie der Nacht­schat­ten­ge­wäch­se.

Gemäß statistischen Umfragen ist die Knol­len­frucht nach wie vor der Deut­schen liebs­te Bei­la­ge und das ist auch gar nicht schlecht.

Kartoffeln sind vi­ta­min- und mi­ne­ral­stoff­reich und da­bei noch ka­lo­ri­en­arm. Vor al­lem das Vi­ta­min-C ist in nen­nens­wer­ten Men­gen in der Nutz­pflan­ze ent­hal­ten. Des wei­te­ren be­sit­zen die Knollen ei­nen ho­hen Ei­weiß­an­teil, der in Kom­bi­na­tion mit den in un­se­rem Re­zept ver­wen­de­ten Ei­ern sehr gut von un­se­rem Or­ga­nis­mus re­sor­biert und in kör­per­ei­ge­nes Ei­weiß trans­for­miert werden kann.

Gekochte Kartoffeln wir­ken sich al­ler­dings stark auf den Blut­zu­cker aus, da die Stär­ke durch den Koch­vor­gang als na­he­zu rei­ne Glu­co­se im Dünn­darm auf­ge­nom­men wird.

Lässt man die Kartof­fel nach dem Koch­vor­gang er­kal­ten und ver­ar­bei­tet sie dann erst wei­ter, bil­det sich ei­ne »Re­sis­ten­te Stär­ke«, die sich we­sent­lich güns­ti­ger auf den Blut­zu­cker­spie­gel aus­wirkt. So wer­den z. B. Brat­kar­tof­feln klas­si­scher­wei­se aus ER­KALTE­TEN Kar­toffeln her­ge­stellt.

Kulinarische Verwendung:

Kartoffeln sind aus der Küche kaum weg­zu­den­ken – ob als cre­mi­ges Pü­ree, knusp­ri­ge Brat­kar­tof­feln, herz­haf­te Gra­tins oder fei­ne Sup­pen. Sie las­sen sich in un­zäh­li­gen Va­ria­tio­nen zu­be­rei­ten und pas­sen zu na­he­zu je­dem Ge­richt. Ihr zar­ter, neu­tra­ler Ge­schmack macht sie zu ei­nem idea­len Ba­sis­le­bens­mit­tel für leich­ten und ge­sun­den Ge­nuss.

Lardo

– traditionell gereift, fein im Schmelz und vol­ler ita­lie­ni­scher Genuss­kul­tur

Lardo

Lardo ist ein tra­di­tio­nell her­ge­stell­ter ita­lie­ni­scher Rü­cken­speck, der vor al­lem in den Re­gio­nen der Tos­ka­na und Li­gu­ri­en ei­ne lan­ge ku­li­na­ri­sche Tra­di­ti­on be­sitzt. Be­son­ders be­kannt ist der „Lar­do di Co­lon­na­ta“, der im klei­nen Mar­mor­ort Co­lon­na­ta in der Tos­ka­na seit Jahr­hun­der­ten auf hand­werk­li­che Wei­se ge­reift wird. Im Ge­gen­satz zu vie­len in­dus­tri­ell her­ge­stell­ten Speck­spe­zia­li­tä­ten wird tra­di­tio­nel­ler Lar­do nicht ge­räu­chert und häu­fig auch oh­ne Ni­trit­pö­kel­salz her­ge­stellt, son­dern aus­schließ­lich mit Salz, Kräu­tern, Ge­wür­zen und ei­ner lan­gen Luft­rei­fung ver­edelt.

Für die Her­stel­lung wird fes­ter Rückenspeck vom Schwein ver­wen­det, der in Mar­mor­trö­gen mit Salz, Ros­ma­rin, Knob­lauch, Pfef­fer und wei­te­ren Ge­wür­zen ge­schich­tet wird. Wäh­rend der mehr­mo­na­ti­gen Rei­fung ent­steht ei­ne be­son­ders zar­te, fast cre­mi­ge Kon­si­stenz mit fei­nem Kräu­ter­aro­ma und mil­der Wür­ze.

Ernährungsphysiologisch zählt Lar­do na­tür­lich zu den ener­gie­rei­chen Le­bens­mit­teln, da er über­wie­gend aus Fett be­steht. Da­bei han­delt es sich je­doch nicht aus­schließ­lich um ge­sät­tig­te Fett­säu­ren. Hoch­wer­ti­ger Rückenspeck ent­hält auch nen­nens­wer­te Men­gen ein­fach un­ge­sät­tig­ter Fett­säu­ren, wie sie auch in Oli­ven­öl vor­kom­men. Zu­dem lie­fert Lar­do fett­lös­li­che Vi­ta­mi­ne wie Vi­ta­min D und Vi­ta­min E so­wie klei­ne Men­gen an Se­len und Zink.

Besonders interessant ist die tra­di­tio­nel­le Her­stel­lungs­wei­se oh­ne Ni­trit­pö­kel­salz, wie sie bei ei­ni­gen hand­werk­li­chen Ma­nu­fak­tu­ren noch prak­ti­ziert wird. Da­durch ent­fällt der Zu­satz von E-250, der bei stark ver­ar­bei­te­ten Fleisch­wa­ren häu­fig kri­tisch dis­ku­tiert wird. Ent­schei­dend ist hier je­doch die Qua­li­tät der Roh­stof­fe und die sorg­fäl­ti­ge Rei­fung, wes­halb tra­di­tio­nell ge­fer­tig­ter Lar­do als be­son­de­re De­li­ka­tes­se gilt.

Kulinarische Verwendung:

Kulinarisch wird Lar­do meist hauch­dünn ge­schnit­ten ser­viert, da er durch die Kör­per­wär­me leicht an­schmilzt und sein vol­les Ar­o­ma ent­fal­tet. Klas­sisch ist die Kom­bi­na­ti­on mit war­mem Brot oder ge­rös­te­ter Bruschet­ta, auf der der Speck sanft schmilzt und ei­ne fast but­ter­ar­ti­ge Tex­tur ent­wi­ckelt. Auch zu ge­grill­tem Fleisch, Kar­tof­feln oder po­len­ta­ba­sier­ten Ge­rich­ten passt Lar­do her­vor­ra­gend.

In der modernen Küche wird er zu­dem gern zum Um­man­teln von mage­rem Fleisch oder Fisch ver­wen­det, da er beim Er­wär­men Ar­o­ma und Saftig­keit ab­gibt. Fein ge­ho­belt kann er auch Pas­ta­ge­rich­te, Ri­sot­tos oder Ge­mü­se ver­edeln – ein tra­di­tio­nel­les ita­lie­ni­sches Pro­dukt für au­then­ti­schen Ge­nuss und hand­werk­li­che Es­s­kul­tur.

Porree alias Lauch

– leichter Genuss mit viel Ge­sund­heit

Porree alias Lauch

»Allium por­rum«, auch »Lauch« ge­nannt, ist ei­ne krau­tige Pflan­ze und ge­hört zur Fa­milie des aus dem Mit­tel­meer­raum stam­men­den Acker­lauchs. Ge­schmack­lich ist sie ei­ne mil­de Va­riante der Zwie­bel und des Knob­lauchs. Da das Zwie­bel­ge­mü­se win­ter­fest ist, wird es in Deutsch­land ger­ne und oft im hei­mi­schen Gar­ten an­ge­baut. Un­ter­schie­den wird zwi­schen Win­ter­lauch und Som­mer­lauch, wo­bei letz­te­rer die et­was dün­ne­re und mil­de­re Va­ri­an­te dar­stellt.

An Nährstoffen sind in Lauch die Mi­neral­stof­fe Ei­sen und Ka­li­um ent­halten, die bei­de für den Gesunderhalt un­se­res Or­ga­nis­mus ei­ne wich­ti­ge Rol­le spie­len. Auch mit Vita­min C kann Por­ree punk­ten, wel­ches frei­lich beim Er­hit­zen zum größ­ten Teil ver­lo­ren­geht.

Knollensellerie alias Sellerie

– aromati­scher All­roun­der für leich­ten Ge­nuss mit Nähr­stoff­po­wer

Knollensellerie alias Sellerie

Knollensel­lerie zählt zu den aro­ma­tischs­ten Ge­mü­se­sor­ten der hei­mi­schen Kü­che und ist – zu­sam­men mit Karot­ten, Lauch und Pe­ter­si­lie – ein fes­ter Be­stand­teil des klas­si­schen Sup­pen­grüns. Die knol­li­ge Wur­zel aus der Fa­mi­lie der Dol­den­blüt­ler wird in Mit­tel­eu­ro­pa seit Jahr­hun­der­ten kul­ti­viert und ge­schätzt – nicht nur we­gen ih­res aus­ge­präg­ten Ge­schmacks, son­dern auch we­gen ih­rer ge­sund­heits­för­dern­den Ei­gen­schaf­ten.

Knol­len­sel­le­rie ent­hält äthe­ri­sche Öle, die ver­dau­ungs­för­dernd, ent­wäs­sernd und ent­zün­dungs­hem­mend wir­ken. Zu­dem ist er reich an Vi­ta­min C, Vi­ta­min K, Folat und den B-Vi­ta­mi­nen, wel­che Stoff­wech­sel und Ner­ven­funk­ti­on un­ter­stüt­zen. Die ent­hal­te­nen Mi­ne­ral­stof­fe, vor al­lem Ka­li­um, Cal­ci­um, Na­tri­um und Phos­phor, tra­gen zu ei­nem aus­ge­gli­che­nen Säu­re-Ba­sen-Haus­halt bei.

Das aro­ma­ti­sche, leicht her­be Aro­ma des Sel­le­ries stammt von sei­nen na­tür­li­chen Phe­nyl­pro­pa­no­iden – se­kun­dä­ren Pflan­zen­stof­fen, die an­ti­oxi­da­tiv wir­ken und zur Stär­kung des Im­mun­sys­tems bei­tra­gen.

Kulinarische Verwendung

Knol­len­sel­le­rie ist ei­ne viel­sei­ti­ge Zu­tat, die in kei­ner Küche feh­len soll­te. Er dient als Grund­la­ge für Brü­hen, Sup­pen und Fonds, ver­leiht Ge­müse­ein­töpfen Tie­fe und Fleisch­ge­rich­ten ei­ne fei­ne Wür­ze. Fein ge­ras­pelt ver­wan­delt er sich in Sel­le­rie­sa­lat – klas­sisch mit Ap­fel und Joghurt oder ele­gant mit Wal­nuss und Zi­tro­ne.

Als Pü­ree oder Ge­mü­se­bei­la­ge har­mo­niert er wun­der­bar mit Wild, Rind, Fisch oder Ge­flü­gel, wäh­rend ge­rös­te­ter Sel­le­rie aus dem Ofen mit Oli­ven­öl und Thy­mi­an zu den mo­der­nen Stars der ve­ge­ta­ri­schen Kü­che zählt. Auch in cre­mi­gen Risot­tos oder fei­nen Soßen bringt er ei­ne un­ver­wech­sel­ba­re, war­me Aro­ma­tik ein.

Karotten alias Möhren

– vielseitiger Genuss, voll gesun­der Nähr­stoff­po­wer

Karotten alias Möhren

Die in Deutsch­land sehr be­lieb­ten und in der Kü­che viel­sei­tig ver­wend­ba­ren Möh­ren bzw. Mohr­rü­ben ge­hö­ren zu den Dol­den­blü­ten­ge­wäch­sen. Sie sind reich an Mi­ne­ral­stof­fen und Spu­ren­ele­men­ten wie Ka­li­um, Phos­phor, Cal­ci­um, Mag­ne­si­um und Zink so­wie reich an Ca­ro­tin, welches in den Möh­­ren in Form von Alpha- wie auch Be­ta-Ca­ro­tin (Pro­vi­ta­min A, ei­ner Vor­stu­fe von Vi­ta­min A) vor­kommt. Vitamin A un­ter­stützt un­se­re Seh­fä­hig­keit, be­son­ders bei Nacht, und wirkt sich po­s­i­tiv auf un­ser Im­mun­sys­tem wie auch un­ser Zell­wachs­tum aus.

Carotin (und auch einige Vita­mi­ne) kann am bes­ten vom Kör­per re­sor­biert wer­den, wenn man es zu­sam­men mit Fett in Form von Öl oder But­ter isst.

Kulinarische Verwendung:

Karotten eignen sich her­vor­ra­gend für sü­ße wie her­zhaf­te Ge­rich­te – ob als cre­mi­ge Sup­pe, ge­schmor­te Bei­la­ge, fri­scher Sa­lat oder saf­ti­ger Ku­chen. Ihr zar­tes, süß­li­ches Aro­ma ent­fal­tet sich be­son­ders gut in Kom­bi­na­ti­on mit et­was Öl oder But­ter und sorgt da­mit für na­tür­li­chen, ge­sun­den Ge­nuss.

Zwiebeln und Knoblauch

– natürliches Powerduo für Gesund­heit und Ge­schmack

Zwiebeln und Knoblauch

Beide sind ein na­tür­li­ches Anti­bio­ti­kum und be­kämp­fen wirk­sam schäd­li­che Pil­ze und krank­heits­er­re­gen­de Mi­kro­or­ga­nis­men. Die Zwie­bel ist eng mit dem Kno­blauch ver­wandt und be­sitzt ge­gen­über die­sem ei­ne mil­de­re Wir­kung. Die Kom­bi­na­tion der bei­den bringt ein star­kes Duo her­vor.

Bei­de ent­hal­ten wert­vol­le An­ti­oxi­dan­tien, die als Fän­ger »freier Ra­di­ka­ler« un­se­ren Or­ga­nis­mus da­bei hel­fen, ge­sund zu blei­ben.

Die zur Gat­tung der Li­li­en­ge­wäch­se ge­hö­ren­den Pflan­zen ver­fü­gen zu­dem über ei­nen ho­hen Vi­ta­min- und Mi­ne­ral­stoff­ge­halt, von dem wir eben­falls ge­sund­heit­lich pro­fi­tie­ren.

Ent­hal­ten sind die Vi­ta­mi­ne B1, B2 und B6 so­wie die Vi­ta­mi­ne C und E. Au­ßer den Mi­ne­ral­stof­fen Salz, Ei­sen, Zink und Mag­ne­si­um sind noch ei­ne gan­ze Rei­he wei­te­rer Mi­ne­ral­stof­fe in Zwie­beln und Kno­blauch ent­hal­ten, so­dass man bei­de Pflan­zen durch­aus als hoch­wer­ti­ge Mi­ne­ral­stoff-Lie­fe­ran­ten be­zeich­nen kann.

Kulinarische Verwendung:

Zwie­beln und Kno­blauch bil­den das aromatische Grund­ge­rüst un­zäh­li­ger Ge­rich­te – von der hei­mi­schen bis zur in­ter­na­tio­na­len Kü­che. Ob an­ge­schwitzt, ge­bra­ten, kon­fi­tiert oder roh – ihr Ge­schmack reicht von süß­lich-mild bis kräf­tig-wür­zig und sorgt stets für Tie­fe und Cha­rak­ter.

In der me­di­ter­ra­nen Kü­che sind sie un­ver­zicht­bar: in Pas­ta­saucen, Ri­sot­tos, Ge­mü­se­ra­gouts, Schmor­ge­rich­ten oder Fisch­zu­be­rei­tun­gen mit Oli­ven­öl und Kräu­tern. Auch in der asi­a­ti­schen, ori­en­ta­li­schen und kre­o­li­schen Kü­che sind sie fes­ter Be­stand­teil von Cur­rys, Dips, Würz­pas­ten und Su­ben.

Kno­blauch­öloder Zwie­bel­con­fit ver­lei­hen ve­ge­ta­ri­schen wie auch Fleisch­ge­rich­ten ei­nen fei­nen, tief­wür­zi­gen Ak­zent, wäh­rend ge­rös­te­ter oder ge­schmor­ter Kno­blauch ei­ne but­ter­wei­che Süße ent­fal­tet, die be­son­ders zu Lamm, Kalb, Pil­zen oder ge­rös­te­tem Ge­mü­se passt.

So wer­den Zwie­beln und Kno­blauch nicht nur zu Ge­schmacks­trä­gern ers­ter Gü­te, son­dern auch zu Sym­bo­len für Ge­nuss und Ge­sund­heit – ein Duo, das kei­ner Kü­che feh­len soll­te.

Butter alias Gute Butter

– cremiger Genuss voller wert­voller Ome­ga-3-Fett­säu­ren

Butter alias Gute Butter

Nachdem Butter über Jahrzehnte hin­weg sys­te­ma­tisch schlecht­ge­re­det wur­de, oh­ne dies auf wis­sen­schaft­li­che Stu­dien zu stützen, ist sie zwi­schen­zeit­lich von ih­rem schlech­ten Ruf »frei­ge­spro­chen« wor­den – und das völ­lig zu Recht.

Butter besitzt ei­nen ho­hen An­teil an ge­sät­tig­ten Fett­säu­ren, die eb­en NICHT – wie lan­ge Zeit be­haup­tet – schlecht für un­se­ren Or­ga­nis­mus sind. Aber auch ein­fach und mehr­fach un­ge­sät­tig­te Fett­säu­ren sind in But­ter ent­hal­ten.

Gegenüber Olivenöl kann sie zu­dem noch mit ei­nem ech­ten Plus­ punk­ten: Ab­hän­gig von der Nah­rung, die Kü­he zu sich neh­men, be­sitzt But­ter die für den Men­schen zwin­gend er­for­der­li­chen Ome­ga-3-Fett­säu­ren EPA und DHA. Je mehr fri­sches Gras (Stich­wort: Frei­land­hal­tung!) ei­ne Kuh zu sich nimmt, des­to hö­her der Ome­ga-3-Anteil in der Milch und de­ren Pro­duk­ten.

Hier können sich z. B. der deut­sche Markt­führer Ker­ry­gold so­wie ei­ne Hand­voll wei­te­rer Her­stel­ler mit der Qua­lität ihrer But­ter und den da­rin ent­hal­te­nen ge­sun­den Fett­säu­ren ganz klar aus der Men­ge der But­ter­pro­du­zen­ten her­vor­he­ben.

Freilandhaltung vorausgesetzt (gem. Bio-Ver­ord­nung min­des­tens 120 Ta­ge im Jahr), ver­dient But­ter ih­ren Na­men »Gu­te But­ter«, den ihr be­reits un­se­re Groß­el­tern ge­ge­ben ha­ben, al­so völ­lig zu Recht.

Butterschmalz

Wie auch Claudia und Jürgen in ih­ren Re­zep­ten mit But­ter­schmalz schrei­ben, gibt es vie­le Na­men für »Braune Butter«, die vom Milcheiweiß befreite (geläuterte) Variante der Ba­sis­but­ter. Um den Be­griff »Ghee« wird seit ge­rau­mer Zeit ein Hy­pe ge­macht, da­bei han­delt es sich dabei um nichts an­de­res als eben brau­ne Butter.

Mit dem Begriff »Ghee« ist aller­dings auch eine Le­bens­phi­lo­so­phie ver­bun­den. Das hat auch die In­dus­trie er­kannt und so kommt es, dass man Ghee im Ver­kaufs­re­gal meist hö­her­prei­sig vor­fin­det als eben »ordinäres« But­ter­schmalz, das ja be­reits mehr als teu­er ge­nug ist.

Greifen Sie in diesem Fall al­so ru­hig zum But­ter­schmalz. Art­ge­rech­te Frei­land­hal­tung zur Er­zeu­gung des Roh­stoffs Butter vo­raus­ge­setzt, ist die­ser ei­ne eben­so gu­te und zu­dem preis­wer­tere Wahl.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oecotrophologe)

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