Milchzickleinkeule aus dem Ofen nach Omas Art
Milchzickleinkeule aus dem Ofen nach Omas Art
Herzhaftes Sonn- und Feiertagsgericht aus Omas Küche. Unsere bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt wie's geht …
Was gibt es Schöneres an einem Sonntag, nach einem Waldspaziergang nach Hause zu kommen und mit dem verführerischen Duft eines Sonntagsbraten bereits in der Tür empfangen zu werden?
Wir finden genau das ist das Schöne an einem Schmorgericht. Während des Garens kann man die Zeit für andere Aktivitäten nutzen und sich auf den bevorstehenden Genuss freuen.
Unsere »Milchzickleinkeule aus dem Ofen nach Omas Art« kam so was von genussvoll auf den Teller, das es eine wahre Freude war. Nach Hälfte der Garzeit haben wir die Ofentemperatur auf 160 Grad reduziert und das Zicklein sanft zu Ende garen lassen. So blieb es saftig und zart.
Ergänzend zum Grundrezept mit Schnittlauch- und Petersilie-Kräutern, haben wir unserem Zicklein noch ein paar Zweige frischen Thymian und Rosmarin spendiert. So bekam das Gericht eine schöne mediterrane Note, welche wunderbar mit dem Ziegenfleisch harmonierte. Ach ja, unser »Sößchen«, welches wir aus dem Bratensud gezaubert haben, hat einfach unglaublich vom Ziegenfleischgeschmack profitiert. Ein wahrer Traum mit schöner Konsistenz, auch OHNE Industrie-Saucenbinder(!) Wie wir es gemacht haben, verrät unser Rezept ...
Zu »Milchzickleinkeule aus dem Ofen nach Omas Art«, passt ein aromatischer Bordeaux aus der gleichnamigen, weltweit bekannten Weinregion in Südwest-Frankreich. Einfach mal auf unser Weintipp-Icon tippen und mehr erfahren. Wir wünschen wie stets einen guten Appetit und: Wohl bekomm's!
Rezept:
Milchzickleinkeule aus dem Ofen nach Omas Art
Zutaten für 4 Personen
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Einkaufzettel:
- 1 Milchzickleinkeule, ca. 1–1,2 kg
- 400 ml Gemüsebrühe
- 200 ml Weißwein (optional)
- 2 cl Aceto Balsamico
- 2 kleine Möhren bzw. Gelbe Rüben
- 1 große Stange Lauch bzw. Porree
- 1 Fenchelknolle
- 2 Stangen Bleich- bzw. Staudensellerie
- 3 weiße Zwiebeln (1 Zwiebel davon zum Rösten)
- 100 ml Pflanzenöl, z. B. Premium-Olivenöl, leicht-fruchtig »
- etwas Butterschmalz bzw. »Braune Butter« zum Anbraten
- 1 kleiner Bund Schnittlauch
- 1 kleiner Bund Petersilie
- 1–2 Lorbeerblätter, je nach Größe
- 4–6 Knoblauchzehen, je nach Größe
- etwas Salz und
- Pfeffer aus der Mühle
Optionale Zutaten, abweichend vom Grundrezept. Für eine leichte, mediterrane Note haben wir noch folgende Zutaten verwendet:
- 2–3 Zweige Thymian
- 2–3 Zweige Rosmarin
Bitte beachten:
👉 Fleisch muss mindestens 12 Std. marinieren!
Schau Dir auch unseren Workshop an:
Workshop: Gemüsefond selber machen »
Für die Mehlbutter:
- 2 EL Mehl
- 2 EL Butter
Mehlbutter 45 Minuten vorher zubereiten! Dazu beide Zutaten gut miteinander vermengen und ins Eisfach stellen.
Als Beilage zu unserer Milchzickleinkeule passen:
- Petersilienkartoffeln oder
- Spätzle
Das benötigt man zusätzlich:
- Bräter oder
- Römertopf
Zubereitung:
1) Milchzickleinkeule abbrausen und trockentupfen. Knoblauch pellen und in feine Scheiben schneiden. Kräuter abbrausen und trockenschütteln. Grobe Petersilienstiele entfernen. Petersilie klein hacken, Schnittlauch in Röllchen schneiden. Die Hälfte der Zitronenschale mit einer feinen Küchenreibe abreiben. Saft auspressen. Aus den Zutaten eine Marinade erstellen und das Zicklein damit einreiben. Milchzicklein abgedeckt über Nacht in den Kühlschrank stellen und marinieren lassen.
2) Möhren, Fenchel, Lauch und Sellerie putzen, schälen und schräg in fingerdicke Stücke schneiden. Zartes Fenchelgrün nicht wegwerfen, sondern beiseite legen. Beim Lauch nur den zarten Teil des Grüns verwenden, den dunkelgrünen Rest sowie das harte, weiße Stielende abtrennen. Zwiebeln und Knoblauch pellen und klein hacken.
3) Zwiebel ungeschält halbieren. Bratpfanne ohne Fett auf hohe Temperatur erhitzen. Zwiebel darin rösten, anschließend aus der Pfanne nehmen. Hitze um ein Viertel reduzieren, Butterschmalz erhitzen. Alle Zutaten aus Arbeitsschritt 2 in die Pfanne geben und ca. 4–5 Min. unter gelegentlichem Wenden anbraten.
4) Zickleinkeule von der Kräutermarinade befreien (abbrausen). Diese würde beim scharfen Anbraten verbrennen. Pfanne mit etwas Butterschmalz einreiben und auf hohe Temperatur erhitzen. (Zum Testen der Temperatur einen Tropfen Wasser in die Pfanne spritzen. Zerplatzt und verdampft dieser, hat die Pfanne die richtige Brattemperatur erreicht!) Milchzickleinkeule darin rundherum kräftig anbraten.
5) Thymian und Rosmarin abrausen, trockenschütteln und von den Stielen abzupfen. Kräuter zusammen mit dem Fenchelgrün klein hacken.
6) Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Alle Zutaten in den Bräter geben und mit Brühe und Weißwein aufgießen.
7) Bräter in den vorgeheizten Backofen schieben und darin 60 Min. auf 180 Grad schmoren lassen. Danach die Hitze auf 160 Grad reduzieren und das Milchzicklein – je nach Vorliebe, Größe und Gewicht – für weitere 40–50 Min. (medium rosa) oder 60–70 Min. (durchgebraten) garen lassen. Wer ein Kernthermometer verwenden möchte, findet hier die entsprechenden Kerntemperaturen ».
8.1) Nach Ende der Garzeit ausreichend Bratensud in eine Kasserole geben. Milchzickleinkeule im Ofen auf 80 Grad warmhalten.
8.2) Für eine schöne Farbe und Aromatik »Aceto Balsamico« hinzufügen und Sauce auf mittlerer Temperatur einreduzieren, sprich einköcheln lassen.
8.3) Um die Sauce zu binden, bröckchenweise Mehlbutter unterrühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Bratensauce mit Salz und Pfeffer abschmecken und am besten danach in eine Sauciere umfüllen. So kann sich jeder soviel Sauce nehmen, wie er möchte.
Nährwert- & Gesundheitsanalyse
von Dipl. Ernährungswissenschaftler Michael Pagelsdorf
Ziegenfleisch
– aromatischer und fettarmer Proteinlieferant
Ziegenfleisch
Ziegenfleisch ist ein besonders mageres und zugleich proteinreiches Fleisch, das in der deutschen Küche noch immer eher ein Nischendasein führt. Mit seinem hohen Anteil an hochwertigem Protein und dem vergleichsweise geringen Fettgehalt ist es jedoch aus ernährungsphysiologischer Sicht durchaus interessant. Zudem liefert Ziegenfleisch beachtliche Mengen an Eisen und Zink sowie mehrere B-Vitamine. Besonders hervorzuheben sind Vitamin B12, Riboflavin (Vitamin B2) und Niacin (Vitamin B3), die an zahlreichen Stoffwechselvorgängen beteiligt sind. Auch der Gehalt an Vitamin B6 ist erwähnenswert. Mit seinem günstigen Verhältnis von Protein zu Fett stellt Ziegenfleisch damit eine nährstoffreiche Alternative zu anderen roten Fleischsorten dar.
Kulinarische Verwendung
Ziegenfleisch besitzt je nach Alter des Tieres einen mildwürzigen bis kräftigeren, leicht wildartigen Geschmack. Das Fleisch jüngerer Ziegen ist besonders zart und eignet sich zum Braten und Grillen, während älteres Fleisch durch längeres, schonendes Schmoren an Aroma und Zartigkeit gewinnt. Besonders gut harmoniert Ziegenfleisch mit kräftigen Kräutern und Gewürzen, Tomaten, Knoblauch, Zwiebeln und Paprika. Auch in Currys, Ragouts und herzhaften Eintöpfen kommt sein eigenständiges Aroma gut zur Geltung. Magere Teilstücke sollten allerdings nicht zu lange gegart werden, da sie sonst trocken werden können.
Karotten alias Möhren
– vielseitiger Genuss, voll gesunder Nährstoffpower
Die in Deutschland sehr beliebten und in der Küche vielseitig verwendbaren Möhren bzw. Mohrrüben gehören zu den Doldenblütengewächsen. Sie sind reich an Mineralstoffen und Spurenelementen wie Kalium, Phosphor, Calcium, Magnesium und Zink sowie reich an Carotin, welches in den Möhren in Form von Alpha- wie auch Beta-Carotin (Provitamin A, einer Vorstufe von Vitamin A) vorkommt. Vitamin A unterstützt unsere Sehfähigkeit, besonders bei Nacht, und wirkt sich positiv auf unser Immunsystem wie auch unser Zellwachstum aus.
Carotin (und auch einige Vitamine) kann am besten vom Körper resorbiert werden, wenn man es zusammen mit Fett in Form von Öl oder Butter isst.
Kulinarische Verwendung:
Karotten eignen sich hervorragend für süße wie herzhafte Gerichte – ob als cremige Suppe, geschmorte Beilage, frischer Salat oder saftiger Kuchen. Ihr zartes, süßliches Aroma entfaltet sich besonders gut in Kombination mit etwas Öl oder Butter und sorgt damit für natürlichen, gesunden Genuss.
Porree alias Lauch
– leichter Genuss mit viel Gesundheit
»Allium porrum«, auch »Lauch« genannt, ist eine krautige Pflanze und gehört zur Familie des aus dem Mittelmeerraum stammenden Ackerlauchs. Geschmacklich ist sie eine milde Variante der Zwiebel und des Knoblauchs. Da das Zwiebelgemüse winterfest ist, wird es in Deutschland gerne und oft im heimischen Garten angebaut. Unterschieden wird zwischen Winterlauch und Sommerlauch, wobei letzterer die etwas dünnere und mildere Variante darstellt.
An Nährstoffen sind in Lauch die Mineralstoffe Eisen und Kalium enthalten, die beide für den Gesunderhalt unseres Organismus eine wichtige Rolle spielen. Auch mit Vitamin C kann Porree punkten, welches freilich beim Erhitzen zum größten Teil verlorengeht.
Fenchel
– frische Aromatik, wohltuend für Körper und Geist
Nicht nur in der deutschen, sondern auch in der asiatischen und mediterranen Küche ist Fenchel sehr beliebt. Er gehört zur Familie der Doldenblütler und wird nicht nur als Gemüse oder Gewürz (Fenchelsamen), sondern auch als Heilpflanze verwendet. Fenchel ist reich an Vitamin C und in Deutschland unter anderem durch seinen »Fencheltee« sehr populär.
In der Küche verwendet man überwiegend die Knolle – seltener das Fenchelgrün – meist als Beilage zu Fisch, in Suppen oder vegetarischen Gerichten. Neben seinem hohen Vitamin-C-Gehalt enthält Fenchel Kohlenhydrate, Eiweiß, Ballaststoffe und wertvolle ätherische Öle. Diese beinhalten die Wirkstoffe Fenchon, Anethol und Menthol, welche die Verdauung unterstützen und positiv auf den Magen-Darm-Trakt wirken.
Anethol sorgt für das charakteristische, anisähnliche Aroma, während Fenchon der Knolle eine leicht bittere Note verleiht.
Zu den wichtigen Mineralstoffen zählen Eisen (für die Blutbildung), Kalium und Provitamin A, die Fenchel zu einem rundum wertvollen Gemüse machen – mit Frische, Aromatik und belebender Wirkung.
Kulinarische Verwendung:
Fenchel ist ein wahres Multitalent in der Küche und verbindet Frische, Leichtigkeit und mediterrane Würze. Die feine, anisartige Note harmoniert hervorragend mit Fisch und Meeresfrüchten – besonders in Gerichten wie gegrilltem Lachs oder Thunfisch auf Fenchelgemüse, Fenchel-Orangen-Salat » oder Ofenfenchel mit Parmesan.
In der italienischen Küche ist Fenchel fester Bestandteil zahlreicher Traditionsgerichte, etwa in der sizilianischen Spezialität »Pasta con le sarde alla siciliana«, bei der Fenchel, Sardinen, Rosinen und Pinienkerne ein einzigartig aromatisches Ensemble bilden.
Auch fein gehobelt als roher Fenchelsalat mit Zitrone und Olivenöl, in Risotti oder zusammen mit Tomaten, Oliven und Knoblauch entfaltet das Gemüse seine elegante Aromatik. Selbst das Fenchelgrün lässt sich als frische Kräuterbeigabe nutzen und verleiht Speisen einen leichten, kräuterigen Akzent.
Kartoffeln alias Erdäpfel
– natürliche Energie, die schmeckt
Kartoffeln, in bestimmten Regionen Deutschlands sowie einigen Nachbarländern auch als »Erdäpfel« oder »Grundbirnen« bzw. »Grumbeeren« (Pfalz)) und weiteren Regionalnamen bekannt, gehören wie auch Tomaten und Paprika zur Familie der Nachtschattengewächse.
Gemäß statistischen Umfragen ist die Knollenfrucht nach wie vor der Deutschen liebste Beilage und das ist auch gar nicht schlecht.
Kartoffeln sind vitamin- und mineralstoffreich und dabei noch kalorienarm. Vor allem das Vitamin-C ist in nennenswerten Mengen in der Nutzpflanze enthalten. Des weiteren besitzen die Knollen einen hohen Eiweißanteil, der in Kombination mit den in unserem Rezept verwendeten Eiern sehr gut von unserem Organismus resorbiert und in körpereigenes Eiweiß transformiert werden kann.
Gekochte Kartoffeln wirken sich allerdings stark auf den Blutzucker aus, da die Stärke durch den Kochvorgang als nahezu reine Glucose im Dünndarm aufgenommen wird.
Lässt man die Kartoffel nach dem Kochvorgang erkalten und verarbeitet sie dann erst weiter, bildet sich eine »Resistente Stärke«, die sich wesentlich günstiger auf den Blutzuckerspiegel auswirkt. So werden z. B. Bratkartoffeln klassischerweise aus ERKALTETEN Kartoffeln hergestellt.
Kulinarische Verwendung:
Kartoffeln sind aus der Küche kaum wegzudenken – ob als cremiges Püree, knusprige Bratkartoffeln, herzhafte Gratins oder feine Suppen. Sie lassen sich in unzähligen Variationen zubereiten und passen zu nahezu jedem Gericht. Ihr zarter, neutraler Geschmack macht sie zu einem idealen Basislebensmittel für leichten und gesunden Genuss.
Staudensellerie
– frische Aromatik mit gesunder Wirkung voll gesunder Nährstoffpower
Staudensellerie zählt zu den Gemüsesorten mit besonders hohem Wasseranteil und einem frischen, aromatischen Geschmack. Er stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und wird heute weltweit kultiviert. In der Mittelmeerküche wird er häufig roh, gedünstet oder als Geschmacksträger in Soßen und Suppen verwendet.
Mit nur rund 15 kcal pro 100 g zählt Staudensellerie zu den kalorienärmsten Gemüsesorten überhaupt. Er besteht zu über 90 % aus Wasser, enthält aber gleichzeitig wertvolle Mineralstoffe wie Kalium, Natrium, Calcium und Magnesium – Mineralien, die für den Elektrolythaushalt und eine normale Herz-Kreislauf-Funktion wichtig sind. Zudem liefert er Vitamin C, Vitamin K und mehrere B-Vitamine, die den Energiestoffwechsel und das Nervensystem unterstützen.
Besonders erwähnenswert ist der entwässernde Effekt des hohen Kaliumgehalts, der den Körper auf sanfte Weise entlasten kann. Zudem stellt Kalium für den Menschen einen wichtigen gesundheitlichen Faktor für eine ausgewogene Ernährung dar, da Kalium für die Regulation des Blutdrucks, aber auch für Muskeln und Nerven ein wertvoller Initiator ist.
Auch enthaltene Sekundärstoffe wie Apiogenin und Phthalide werden mit positiven Effekten auf Blutdruck und Entzündungsprozesse in Verbindung gebracht.
Damit vereint Staudensellerie eine Vielzahl gesundheitsfördernder Eigenschaften mit leichter Frische und charakteristischem Aroma – ein wahres Allroundgemüse für die ausgewogene, mittelmeertypische Ernährung.
Kulinarische Verwendung:
Staudensellerie ist ein echter Allrounder in der Küche und verleiht Gerichten eine frische, aromatische Note mit leicht herbem, mineralischem Unterton.
Roh geschnitten bringt er Knack und Würze in Salate, Bowls und Green-Smoothies. In feine Scheiben geraspelt, passt er hervorragend zu Äpfeln, Karotten oder Walnüssen. Gedünstet oder angebraten entfaltet er sein typisches Aroma in Gemüsepfannen, Pasta oder Risotto.
In Soßen und Suppen wirkt er als natürlicher Geschmacksträger und bildet die aromatische Basis vieler mittelmeertypischer Gerichte – etwa im klassisch italienischen Soffritto mit Zwiebeln und Möhren. Gebacken oder gegrillt entsteht eine neue, süßlich-würzige Aromenvielfalt, die ihn auch als Beilage zu Fisch und Fleisch besonders interessant macht.
Kombinationstipp:
Sein kräftiges, leicht salziges Aroma harmoniert wunderbar mit frischen Zitrusnoten, Apfel, Birne oder auch süßlich-fruchtigen Komponenten wie Trauben und Datteln – eine kulinarische Brücke zwischen Genuss und Gesundheit.
Zwiebeln und Knoblauch
– natürliches Powerduo für Gesundheit und Geschmack
Beide sind ein natürliches Antibiotikum und bekämpfen wirksam schädliche Pilze und krankheitserregende Mikroorganismen. Die Zwiebel ist eng mit dem Knoblauch verwandt und besitzt gegenüber diesem eine mildere Wirkung. Die Kombination der beiden bringt ein starkes Duo hervor.
Beide enthalten wertvolle Antioxidantien, die als Fänger »freier Radikaler« unseren Organismus dabei helfen, gesund zu bleiben.
Die zur Gattung der Liliengewächse gehörenden Pflanzen verfügen zudem über einen hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt, von dem wir ebenfalls gesundheitlich profitieren.
Enthalten sind die Vitamine B1, B2 und B6 sowie die Vitamine C und E. Außer den Mineralstoffen Salz, Eisen, Zink und Magnesium sind noch eine ganze Reihe weiterer Mineralstoffe in Zwiebeln und Knoblauch enthalten, sodass man beide Pflanzen durchaus als hochwertige Mineralstoff-Lieferanten bezeichnen kann.
Kulinarische Verwendung:
Zwiebeln und Knoblauch bilden das aromatische Grundgerüst unzähliger Gerichte – von der heimischen bis zur internationalen Küche. Ob angeschwitzt, gebraten, konfitiert oder roh – ihr Geschmack reicht von süßlich-mild bis kräftig-würzig und sorgt stets für Tiefe und Charakter.
In der mediterranen Küche sind sie unverzichtbar: in Pastasaucen, Risottos, Gemüseragouts, Schmorgerichten oder Fischzubereitungen mit Olivenöl und Kräutern. Auch in der asiatischen, orientalischen und kreolischen Küche sind sie fester Bestandteil von Currys, Dips, Würzpasten und Suben.
Knoblauchöl oder Zwiebelconfit verleihen vegetarischen wie auch Fleischgerichten einen feinen, tiefwürzigen Akzent, während gerösteter oder geschmorter Knoblauch eine butterweiche Süße entfaltet, die besonders zu Lamm, Kalb, Pilzen oder geröstetem Gemüse passt.
So werden Zwiebeln und Knoblauch nicht nur zu Geschmacksträgern erster Güte, sondern auch zu Symbolen für Genuss und Gesundheit – ein Duo, das keiner Küche fehlen sollte.
Butter alias Gute Butter
– cremiger Genuss voller wertvoller Omega-3-Fettsäuren
Nachdem Butter über Jahrzehnte hinweg systematisch schlechtgeredet wurde, ohne dies auf wissenschaftliche Studien zu stützen, ist sie zwischenzeitlich von ihrem schlechten Ruf »freigesprochen« worden – und das völlig zu Recht.
Butter besitzt einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, die eben NICHT – wie lange Zeit behauptet – schlecht für unseren Organismus sind. Aber auch einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind in Butter enthalten.
Gegenüber Olivenöl kann sie zudem noch mit einem echten Plus punkten: Abhängig von der Nahrung, die Kühe zu sich nehmen, besitzt Butter die für den Menschen zwingend erforderlichen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA. Je mehr frisches Gras (Stichwort: Freilandhaltung!) eine Kuh zu sich nimmt, desto höher der Omega-3-Anteil in der Milch und deren Produkten.
Hier können sich z. B. der deutsche Marktführer Kerrygold sowie eine Handvoll weiterer Hersteller mit der Qualität ihrer Butter und den darin enthaltenen gesunden Fettsäuren ganz klar aus der Menge der Butterproduzenten hervorheben.
Freilandhaltung vorausgesetzt (gem. Bio-Verordnung mindestens 120 Tage im Jahr), verdient Butter ihren Namen »Gute Butter«, den ihr bereits unsere Großeltern gegeben haben, also völlig zu Recht.
Butterschmalz
Wie auch Claudia und Jürgen in ihren Rezepten mit Butterschmalz schreiben, gibt es viele Namen für »Braune Butter«, die vom Milcheiweiß befreite (geläuterte) Variante der Basisbutter. Um den Begriff »Ghee« wird seit geraumer Zeit ein Hype gemacht, dabei handelt es sich dabei um nichts anderes als eben braune Butter.
Mit dem Begriff »Ghee« ist allerdings auch eine Lebensphilosophie verbunden. Das hat auch die Industrie erkannt und so kommt es, dass man Ghee im Verkaufsregal meist höherpreisig vorfindet als eben »ordinäres« Butterschmalz, das ja bereits mehr als teuer genug ist.
Greifen Sie in diesem Fall also ruhig zum Butterschmalz. Artgerechte Freilandhaltung zur Erzeugung des Rohstoffs Butter vorausgesetzt, ist dieser eine ebenso gute und zudem preiswertere Wahl.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oecotrophologe)