Schmorkartoffeln mit Zwiebeln und Speck
– herzhaft-deftiger Klassiker nach nach Omas Art
– herzhaft-deftiger Klassiker nach nach Omas Art
Schmorkartoffeln mit Zwiebeln und Speck nach Omas Art
Der herzhaft-deftige Küchenklassiker schmeckt gerade in den dunkleren Jahreszeiten besonders gut. Serviert als Hauptgericht oder Beilage, macht er satt und glücklich zugleich. Zudem ist das Gericht aus Omas Küche blitzschnell zubereitet, sodass man es auch in der Woche gerne einmal genießen kann.
Beim Speck darf es etwas Besonderes sein
Speck gibt den Schmorkartoffeln ihren charakteristischen, kräftigen Geschmack. Deshalb lohnt es sich, hier auf eine gute Qualität zu achten.
Ob Guanciale oder Lardo – beide Specksorten harmonieren hervorragend mit den Kartoffeln und Zwiebeln. Welchen wir besonders empfehlen können, verraten wir Dir hier:
- Guanciale: Italienischer Backenspeck, den man bei kleinen traditionellen Familienmanufakturen in hervorragender Qualität bekommen kann – eine sehr gute Wahl für die Schmorkartoffeln
- Lardo: Unser Geheimtipp. Italienischer Rückenspeck, der bei der Manufaktur von Marino Giannarelli traditionell gereift und ohne Zusatzstoffe wie z. B. Nitrite und Nitrate hergestellt wird
Die besondere Zubereitung
Wie der Name bereits verrät, werden die Kartoffeln hier nicht einfach gebraten. Stattdessen dürfen sie gemeinsam mit den Zwiebeln in Gemüsebrühe sanft schmoren. Dabei saugen sich die Kartoffeln mit der aromatischen Brühe voll und nehmen deren Geschmack auf.
Gleichzeitig geben sie beim Garen einen Teil ihrer Stärke an die Brühe ab. Dadurch wird diese ganz von allein etwas sämig und verbindet sich mit den Aromen von Zwiebeln, Speck und Kräutern. Das Ergebnis ist eine wunderbar kräftige Kartoffelbeilage mit einer saftigen, aromatischen Konsistenz.
Wir servieren unsere Schmorkartoffeln besonders gerne zu Fleischgerichten wie »Omas Zwiebelrostbraten«, aber auch als eigenständiges Gericht machen sie eine sehr gute Figur.
Wer es etwas säuerlich-pikant mag, kann zudem fein gehackte Gewürzgurken untermischen. Das sorgt für einen schönen Kontrast zur kräftigen und würzigen Kartoffelmasse.
Zu »Schmorkartoffeln mit Zwiebeln und Speck« harmoniert ein fruchtiger Spätburgunder ganz prächtig. Einfach mal auf unser »Weintipp-Icon« tippen und mehr erfahren. Wir wünschen wie stets einen guten Appetit und: Wohl bekomm's!
Warum Du diesen Schmorkartoffeln-mit-Zwiebeln-und-Speck-Rezept ausprobieren solltest
- Aromatisch statt nur gebraten: Die Kartoffeln werden in Gemüsebrühe geschmort und nehmen dabei das kräftige Aroma der Brühe, Zwiebeln und Kräuter auf
- Wunderbar sämig: Die beim Garen freigesetzte Kartoffelstärke bindet die Brühe und sorgt ganz natürlich für eine angenehm sämige Konsistenz
- Herzhaft und deftig: Durch den Speck erhalten die Kartoffeln ihren kräftigen, würzigen Geschmack
- Guter Speck macht den Unterschied: Wir haben unsere Schmorkartoffeln mit aromatischem »Lardo« zubereitet – eine besonders leckere Variante für Speckliebhaber und bestimmten Manufakturen ganz ohne gesundheitsbedenkliche Zusatzstoffe (siehe unseren Tipp!)
- Schnell und einfach: Mit wenigen Zutaten und überschaubaren Arbeitsschritten steht diese herzhafte Beilage relativ schnell auf dem Tisch
- Vielseitig einsetzbar: Die Schmorkartoffeln passen hervorragend zu Braten und anderen Fleischgerichten, schmecken aber auch als eigenständiges Gericht
- Einfach nachzukochen: Unsere bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitung führt auch Kochanfänger sicher ans Ziel
Rezept:
Schmorkartoffeln mit Zwiebeln und Speck nach Omas Art
Zutaten für 4 Personen
Hinweis zu Affiliate-Links
Die mit einem * Sternchen gekennzeichneten Links sind Affiliate-Links. Wenn Du über einen dieser Links etwas kaufst, erhalten wir eine kleine Provision. Für Dich entstehen dadurch keine Mehrkosten.
Einkaufszettel:
- 1,2 kg fest kochende Kartoffeln
- 200 g durchwachsener Speck (wir empfehlen italienischen »Lardo«)
- 4 mittelgroße weiße Zwiebeln
- 400 ml Gemüsebrühe
- 2 Lorbeerblätter
- 1–2 TL Thymian, je nach Vorliebe
- 1 TL Bohnenkraut oder Majoran
Optionale Zutat:
Optional und je nach Vorliebe, kann man den Schmorkartoffeln noch
- klein gehackte Gewürzgurken
hinzufügen.
Lardo-Rückenspeck – traditionell luftgetrocknet ohne Zusatzstoffe
Traditionell hergestellter Lardo vom Altmeister Marino Giannarelli
Auf der Zutatenliste finden sich:
- Schweinespeck
- Meersalz
- Pfeffer
- Gewürze (Zimt, Gewürznelken, Muskatnuss, Koriander)
- frischer Knoblauch
- frischer Rosmarin
- Von Natur aus glutenfrei und laktosefrei
- Ohne Farbstoffe
- Ohne Aromastoffe
- Ausschließlich Naturgewürze
Das Produkt ist im Onlinehandel erhältlich. (Alle Angaben ohne Gewähr!)
Zubereitung:
1) Zwiebeln pellen und klein hacken. Speck klein würfeln. Kartoffeln schälen und quer in dünne Scheiben schneiden. Restliche Zutaten bereitstellen.
2.1) Beschichtete Pfanne mittelstark bis stark erhitzen. Zuerst den Speck knusprig ausbraten. Anschließend die Zwiebeln zufügen und kurz mitschwitzen lassen bis sie glasig sind.
2.2) Kartoffeln und Gewürze zufügen. 50 ml Brühe beiseite stellen. Pfanne mit der restlichen Brühe aufgießen, bis die Kartoffeln bedeckt sind. Kartoffeln auf mittlerer Temperatur schmoren lassen. Schmorkartoffeln dabei gelegentlich umrühren, damit sie nicht ansetzen.
2.3) Nach ca. 30 Min. eine Kartoffelscheibe herausnehmen und den Gargrad überprüfen. Für eine schöne, sämige Bindung eine handvoll Kartoffelscheiben entnehmen und mit der beiseite gestellten Brühe pürieren. Bindung in die Pfanne geben und mit den Kartoffeln vermengen. Schmorkartoffeln evtl. noch mit Pfeffer abschmecken (Salzen nicht nötig!).
Nährwert- & Gesundheitsanalyse
von Dipl. Ernährungswissenschaftler Michael Pagelsdorf
Kartoffeln alias Erdäpfel
– natürliche Energie, die schmeckt
Kartoffeln, in bestimmten Regionen Deutschlands sowie einigen Nachbarländern auch als »Erdäpfel« oder »Grundbirnen« bzw. »Grumbeeren« (Pfalz)) und weiteren Regionalnamen bekannt, gehören wie auch Tomaten und Paprika zur Familie der Nachtschattengewächse.
Gemäß statistischen Umfragen ist die Knollenfrucht nach wie vor der Deutschen liebste Beilage und das ist auch gar nicht schlecht.
Kartoffeln sind vitamin- und mineralstoffreich und dabei noch kalorienarm. Vor allem das Vitamin-C ist in nennenswerten Mengen in der Nutzpflanze enthalten. Des weiteren besitzen die Knollen einen hohen Eiweißanteil, der in Kombination mit den in unserem Rezept verwendeten Eiern sehr gut von unserem Organismus resorbiert und in körpereigenes Eiweiß transformiert werden kann.
Gekochte Kartoffeln wirken sich allerdings stark auf den Blutzucker aus, da die Stärke durch den Kochvorgang als nahezu reine Glucose im Dünndarm aufgenommen wird.
Lässt man die Kartoffel nach dem Kochvorgang erkalten und verarbeitet sie dann erst weiter, bildet sich eine »Resistente Stärke«, die sich wesentlich günstiger auf den Blutzuckerspiegel auswirkt. So werden z. B. Bratkartoffeln klassischerweise aus ERKALTETEN Kartoffeln hergestellt.
Kulinarische Verwendung:
Kartoffeln sind aus der Küche kaum wegzudenken – ob als cremiges Püree, knusprige Bratkartoffeln, herzhafte Gratins oder feine Suppen. Sie lassen sich in unzähligen Variationen zubereiten und passen zu nahezu jedem Gericht. Ihr zarter, neutraler Geschmack macht sie zu einem idealen Basislebensmittel für leichten und gesunden Genuss.
Zwiebeln und Knoblauch
– natürliches Powerduo für Gesundheit und Geschmack
Beide sind ein natürliches Antibiotikum und bekämpfen wirksam schädliche Pilze und krankheitserregende Mikroorganismen. Die Zwiebel ist eng mit dem Knoblauch verwandt und besitzt gegenüber diesem eine mildere Wirkung. Die Kombination der beiden bringt ein starkes Duo hervor.
Beide enthalten wertvolle Antioxidantien, die als Fänger »freier Radikaler« unseren Organismus dabei helfen, gesund zu bleiben.
Die zur Gattung der Liliengewächse gehörenden Pflanzen verfügen zudem über einen hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt, von dem wir ebenfalls gesundheitlich profitieren.
Enthalten sind die Vitamine B1, B2 und B6 sowie die Vitamine C und E. Außer den Mineralstoffen Salz, Eisen, Zink und Magnesium sind noch eine ganze Reihe weiterer Mineralstoffe in Zwiebeln und Knoblauch enthalten, sodass man beide Pflanzen durchaus als hochwertige Mineralstoff-Lieferanten bezeichnen kann.
Kulinarische Verwendung:
Zwiebeln und Knoblauch bilden das aromatische Grundgerüst unzähliger Gerichte – von der heimischen bis zur internationalen Küche. Ob angeschwitzt, gebraten, konfitiert oder roh – ihr Geschmack reicht von süßlich-mild bis kräftig-würzig und sorgt stets für Tiefe und Charakter.
In der mediterranen Küche sind sie unverzichtbar: in Pastasaucen, Risottos, Gemüseragouts, Schmorgerichten oder Fischzubereitungen mit Olivenöl und Kräutern. Auch in der asiatischen, orientalischen und kreolischen Küche sind sie fester Bestandteil von Currys, Dips, Würzpasten und Suben.
Knoblauchöl oder Zwiebelconfit verleihen vegetarischen wie auch Fleischgerichten einen feinen, tiefwürzigen Akzent, während gerösteter oder geschmorter Knoblauch eine butterweiche Süße entfaltet, die besonders zu Lamm, Kalb, Pilzen oder geröstetem Gemüse passt.
So werden Zwiebeln und Knoblauch nicht nur zu Geschmacksträgern erster Güte, sondern auch zu Symbolen für Genuss und Gesundheit – ein Duo, das keiner Küche fehlen sollte.
Lardo
– traditionell gereift, fein im Schmelz und voller italienischer Genusskultur
Lardo ist ein traditionell hergestellter italienischer Rückenspeck, der vor allem in den Regionen der Toskana und Ligurien eine lange kulinarische Tradition besitzt. Besonders bekannt ist der „Lardo di Colonnata“, der im kleinen Marmorort Colonnata in der Toskana seit Jahrhunderten auf handwerkliche Weise gereift wird. Im Gegensatz zu vielen industriell hergestellten Speckspezialitäten wird traditioneller Lardo nicht geräuchert und häufig auch ohne Nitritpökelsalz hergestellt, sondern ausschließlich mit Salz, Kräutern, Gewürzen und einer langen Luftreifung veredelt.
Für die Herstellung wird fester Rückenspeck vom Schwein verwendet, der in Marmortrögen mit Salz, Rosmarin, Knoblauch, Pfeffer und weiteren Gewürzen geschichtet wird. Während der mehrmonatigen Reifung entsteht eine besonders zarte, fast cremige Konsistenz mit feinem Kräuteraroma und milder Würze.
Ernährungsphysiologisch zählt Lardo natürlich zu den energiereichen Lebensmitteln, da er überwiegend aus Fett besteht. Dabei handelt es sich jedoch nicht ausschließlich um gesättigte Fettsäuren. Hochwertiger Rückenspeck enthält auch nennenswerte Mengen einfach ungesättigter Fettsäuren, wie sie auch in Olivenöl vorkommen. Zudem liefert Lardo fettlösliche Vitamine wie Vitamin D und Vitamin E sowie kleine Mengen an Selen und Zink.
Besonders interessant ist die traditionelle Herstellungsweise ohne Nitritpökelsalz, wie sie bei einigen handwerklichen Manufakturen noch praktiziert wird. Dadurch entfällt der Zusatz von E-250, der bei stark verarbeiteten Fleischwaren häufig kritisch diskutiert wird. Entscheidend ist hier jedoch die Qualität der Rohstoffe und die sorgfältige Reifung, weshalb traditionell gefertigter Lardo als besondere Delikatesse gilt.
Kulinarische Verwendung:
Kulinarisch wird Lardo meist hauchdünn geschnitten serviert, da er durch die Körperwärme leicht anschmilzt und sein volles Aroma entfaltet. Klassisch ist die Kombination mit warmem Brot oder gerösteter Bruschetta, auf der der Speck sanft schmilzt und eine fast butterartige Textur entwickelt. Auch zu gegrilltem Fleisch, Kartoffeln oder polentabasierten Gerichten passt Lardo hervorragend.
In der modernen Küche wird er zudem gern zum Ummanteln von magerem Fleisch oder Fisch verwendet, da er beim Erwärmen Aroma und Saftigkeit abgibt. Fein gehobelt kann er auch Pastagerichte, Risottos oder Gemüse veredeln – ein traditionelles italienisches Produkt für authentischen Genuss und handwerkliche Esskultur.
Butter alias Gute Butter
– cremiger Genuss voller wertvoller Omega-3-Fettsäuren
Nachdem Butter über Jahrzehnte hinweg systematisch schlechtgeredet wurde, ohne dies auf wissenschaftliche Studien zu stützen, ist sie zwischenzeitlich von ihrem schlechten Ruf »freigesprochen« worden – und das völlig zu Recht.
Butter besitzt einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, die eben NICHT – wie lange Zeit behauptet – schlecht für unseren Organismus sind. Aber auch einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind in Butter enthalten.
Gegenüber Olivenöl kann sie zudem noch mit einem echten Plus punkten: Abhängig von der Nahrung, die Kühe zu sich nehmen, besitzt Butter die für den Menschen zwingend erforderlichen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA. Je mehr frisches Gras (Stichwort: Freilandhaltung!) eine Kuh zu sich nimmt, desto höher der Omega-3-Anteil in der Milch und deren Produkten.
Hier können sich z. B. der deutsche Marktführer Kerrygold sowie eine Handvoll weiterer Hersteller mit der Qualität ihrer Butter und den darin enthaltenen gesunden Fettsäuren ganz klar aus der Menge der Butterproduzenten hervorheben.
Freilandhaltung vorausgesetzt (gem. Bio-Verordnung mindestens 120 Tage im Jahr), verdient Butter ihren Namen »Gute Butter«, den ihr bereits unsere Großeltern gegeben haben, also völlig zu Recht.
Butterschmalz
Wie auch Claudia und Jürgen in ihren Rezepten mit Butterschmalz schreiben, gibt es viele Namen für »Braune Butter«, die vom Milcheiweiß befreite (geläuterte) Variante der Basisbutter. Um den Begriff »Ghee« wird seit geraumer Zeit ein Hype gemacht, dabei handelt es sich dabei um nichts anderes als eben braune Butter.
Mit dem Begriff »Ghee« ist allerdings auch eine Lebensphilosophie verbunden. Das hat auch die Industrie erkannt und so kommt es, dass man Ghee im Verkaufsregal meist höherpreisig vorfindet als eben »ordinäres« Butterschmalz, das ja bereits mehr als teuer genug ist.
Greifen Sie in diesem Fall also ruhig zum Butterschmalz. Artgerechte Freilandhaltung zur Erzeugung des Rohstoffs Butter vorausgesetzt, ist dieser eine ebenso gute und zudem preiswertere Wahl.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oecotrophologe)