Avocado-Bärlauch-Suppe mit Gnocchi
Avocado-Bärlauch-Suppe mit Gnocchi
Frische Frühlingsküche – der pure Genuss: Diese außergewöhnliche Zutatenkombination aus der Frühjahrsküche ist einfach unwiderstehlich lecker. Die Avocado verleiht der Suppe eine schöne, cremige Konsistenz, sodass auf Kartoffeln zur Andickung der Suppe verzichtet werden kann.
Spinat-Ricotta-Gnocchi als Suppeneinlage bilden das kulinarische »i-Tüpfelchen« und runden unsere Frühlingssuppe geschmacklich perfekt ab.
Unserer Meinung nach die »weltbeste Bärlauchsuppe!« 😊
Zu unserer »Avocado-Bärlauch-Suppe mit Gnocchi«, passt ein mittelkräftiger Weißwein, z. B. ein eleganter, fruchtfrischer »Weißburgunder« aus Rheinhessen. Einfach mal auf unser »Weintipp-Icon« tippen und mehr erfahren. Wir wünschen wie stets einen guten Appetit und: Wohl bekomm's!
Avocado-Bärlauch-Suppe mit Gnocchi Rezept
Zutaten für 4 Personen
Hinweis zu Affiliate-Links
Die mit einem * Sternchen gekennzeichneten Links sind Affiliate-Links. Wenn Du über einen dieser Links etwas kaufst, erhalten wir eine kleine Provision. Für Dich entstehen dadurch keine Mehrkosten.
Für den Einkaufszettel:
- 90–120 g frischer Bärlauch, je nach gewünschter Intensität
- 1 verzehrreife Avocado
- 800 ml (zwei große Gläser) Gemüsefond
- 1 Schalotte oder weiße Zwiebel
- 1 Stange Lauch (nur das Weiße)
- 125 ml Kochsahne
- 1–3 Lorbeerblätter, je nach Größe
- 2 Wacholderbeeren
- 25 g Butter
- 1 Beet Brunnenkresse
- 1 Msp. Zitronenschalenabrieb (Bio-Zitrone)
- 1–2 Prise(n) Cayennepfeffer
- etwas Salz und
- Pfeffer aus der Mühle
Für die Gnocchi:
Workshop: Spinat-Ricotta-Gnocchi selber machen »
Optional:
- 100 g geräucherter Stremellachs als Suppeneinlage
Zubereitung:
1) Porree und Bärlauch putzen und abbrausen. Das harte Stielende und das Lauchgrün des Porrees abschneiden. Schalotte pellen und zusammen mit dem Lauch kleinhacken. Avocado mit einem Kreisschnitt aufschneiden, halbieren und Kern entfernen. Fruchtfleisch mit einem Löffel ausschaben und kleinhacken.
2.1) Suppentopf mit Butter mittelstark erhitzen. Porree und Schalotte mit Lorbeer und Wacholderbeeren darin anschwitzen.
2.2) Gehackten Bärlauch und Avocado-Fruchtfleisch zugeben und kurz mitschwitzen lassen. Lorbeerblätter und Wacholderbeeren entfernen.
2.3) Mit Gemüsefond ablöschen. Sahne zugeben und Suppe mit dem Stabmixer pürieren. Avocado-Bärlauch-Suppe mit Zitronenschalenabrieb, Cayennepfeffer, Salz und Pfeffer abschmecken.
Gernekochen-Serviertipp:
Zu unserer Avocado-Bärlauch-Suppe mit Gnocchi passt klein gezupfter, geräucherter Stremel-Lachs. Für eine schöne Tellerdeko haben wir ein paar Bärlauchblätter in Olivenöl frittiert. Etwas gehackte Brunnenkresse rundet das Frühlings-Gericht optisch wie auch sensorisch ab.
Nährwert- & Gesundheitsanalyse
von Dipl. Ernährungswissenschaftler Michael Pagelsdorf
Avocados
– cremiger Genuss und gesunde Energie in perfekter Balance
Vollkommen zu Unrecht stehen Avocados im Ruf, fette Kalorienbomben und damit ungesund zu sein. Zwar enthalten sie tatsächlich einen hohen Fettanteil, doch dieser besteht zu über 80 Prozent aus einfach ungesättigten Fettsäuren – ähnlich wie bei Oliven oder Olivenöl. Hinzu kommt ein geringer, aber wertvoller Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die für Herz, Kreislauf und Zellschutz bedeutsam sind.
Daher gilt: Trotz ihres Fettgehalts sind Avocados keine Dickmacher, sondern vielmehr natürliche Energiespender, die zugleich den Stoffwechsel anregen können. Das in der Frucht enthaltene Enzym Lipase unterstützt den Fettabbau im Körper, indem es den Fettstoffwechsel aktiviert und eine überschüssige Fettspeicherung hemmt.
Zudem enthält die Avocado wichtige Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium sowie die Vitamine E, K, B6 und Folsäure – eine Kombination, die zur Zellschutzfunktion, Nervengesundheit und Herzkreislaufstabilität beiträgt.
Kulinarische Verwendung:
Avocados sind kulinarisch äußerst vielseitig: pur mit etwas Zitronensaft und Salz, als Cremes oder Dips wie Guacamole, als Topping auf Vollkornbrot, in Salaten oder Bowls. Auch in warmen Gerichten – etwa kurz angegrillt, als Füllung von Wraps oder in Pasta mit Zitrone und Knoblauch – entfaltet sie ihr feines, butterartiges Aroma.
Bärlauch
– das unterschätzte Frühlingskraut, natürlich, würzig und gesund
Seine kurze Erntesaison kürt Spargel zum König unter den Gemüsesorten. Diese Wertschätzung kommt beim Frühlingskraut Bärlauch leider nicht zum Tragen. Zu Unrecht, denn auch seine Saison ist besonders kurz – sie dauert von Anfang März bis Mitte Mai – und Bärlauch ist gesund!
Das Kraut besitzt die gleichen gesundheitsförderlichen Effekte und ein ähnliches Aroma wie Knoblauch – mit einem herausragenden Vorteil: Von einer unangenehmen »Knoblauchfahne« bleiben wir verschont. Ein wahres Geschmackserlebnis – ohne mögliche Beschwerden des Büronachbarn oder Unannehmlichkeiten im Kundengespräch. Grund genug, die Bärlauchsaison in vollen Zügen zu nutzen – und vor allem zu genießen.
Bärlauch enthält eine Vielzahl wertvoller Wirkstoffe, darunter Vitamin C, Eisen, Magnesium und die schwefelhaltigen Verbindungen Alliin und Allicin, die antibakteriell und durchblutungsfördernd wirken. Er regelt Blutdruck und Cholesterinspiegel, stärkt das Immunsystem und hat gleichzeitig einen positiven Einfluss auf die Verdauung.
Kulinarische Verwendung:
Bärlauch ist eine echte Frühlingsdelikatesse, die in der Küche auf vielfältige Weise einsetzbar ist. Fein gehackt verleiht er Butter, Quark oder Kräuterfrischkäse eine würzige Note. Als Pesto » mit Olivenöl, Parmesan und Pinienkernen ist er eine aromatische Alternative zu Basilikumpesto. Auch in Risotto, Pasta, Suppen oder als Würze für Omeletts und Kartoffelgerichte zeigt sich Bärlauch von seiner besten Seite. Er sollte jedoch stets frisch verarbeitet werden, da sein Aroma schnell verfliegt.
Porree alias Lauch
– leichter Genuss mit viel Gesundheit
»Allium porrum«, auch »Lauch« genannt, ist eine krautige Pflanze und gehört zur Familie des aus dem Mittelmeerraum stammenden Ackerlauchs. Geschmacklich ist sie eine milde Variante der Zwiebel und des Knoblauchs. Da das Zwiebelgemüse winterfest ist, wird es in Deutschland gerne und oft im heimischen Garten angebaut. Unterschieden wird zwischen Winterlauch und Sommerlauch, wobei letzterer die etwas dünnere und mildere Variante darstellt.
An Nährstoffen sind in Lauch die Mineralstoffe Eisen und Kalium enthalten, die beide für den Gesunderhalt unseres Organismus eine wichtige Rolle spielen. Auch mit Vitamin C kann Porree punkten, welches freilich beim Erhitzen zum größten Teil verlorengeht.
Zwiebeln und Knoblauch
– natürliches Powerduo für Gesundheit und Geschmack
Beide sind ein natürliches Antibiotikum und bekämpfen wirksam schädliche Pilze und krankheitserregende Mikroorganismen. Die Zwiebel ist eng mit dem Knoblauch verwandt und besitzt gegenüber diesem eine mildere Wirkung. Die Kombination der beiden bringt ein starkes Duo hervor.
Beide enthalten wertvolle Antioxidantien, die als Fänger »freier Radikaler« unseren Organismus dabei helfen, gesund zu bleiben.
Die zur Gattung der Liliengewächse gehörenden Pflanzen verfügen zudem über einen hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt, von dem wir ebenfalls gesundheitlich profitieren.
Enthalten sind die Vitamine B1, B2 und B6 sowie die Vitamine C und E. Außer den Mineralstoffen Salz, Eisen, Zink und Magnesium sind noch eine ganze Reihe weiterer Mineralstoffe in Zwiebeln und Knoblauch enthalten, sodass man beide Pflanzen durchaus als hochwertige Mineralstoff-Lieferanten bezeichnen kann.
Kulinarische Verwendung:
Zwiebeln und Knoblauch bilden das aromatische Grundgerüst unzähliger Gerichte – von der heimischen bis zur internationalen Küche. Ob angeschwitzt, gebraten, konfitiert oder roh – ihr Geschmack reicht von süßlich-mild bis kräftig-würzig und sorgt stets für Tiefe und Charakter.
In der mediterranen Küche sind sie unverzichtbar: in Pastasaucen, Risottos, Gemüseragouts, Schmorgerichten oder Fischzubereitungen mit Olivenöl und Kräutern. Auch in der asiatischen, orientalischen und kreolischen Küche sind sie fester Bestandteil von Currys, Dips, Würzpasten und Suben.
Knoblauchöl oder Zwiebelconfit verleihen vegetarischen wie auch Fleischgerichten einen feinen, tiefwürzigen Akzent, während gerösteter oder geschmorter Knoblauch eine butterweiche Süße entfaltet, die besonders zu Lamm, Kalb, Pilzen oder geröstetem Gemüse passt.
So werden Zwiebeln und Knoblauch nicht nur zu Geschmacksträgern erster Güte, sondern auch zu Symbolen für Genuss und Gesundheit – ein Duo, das keiner Küche fehlen sollte.
Zitrusfüchte
– der frische geschmackliche Akzent der Mittelmeerküche
Zitronen, Mandarinen, Limetten und Orangen zählen zu den am häufigsten angebauten Zitrusfrüchten der Welt. Bei der Orange – oder umgangssprachlich Apfelsine – handelt es sich übrigens um eine Kreuzung aus Mandarine und Pampelmuse.
Reich an Vitaminen und Antioxidantien
Zitrusfrüchte enthalten große Mengen an Vitamin C, das unser Immunsystem stärkt und die Abwehrkräfte mobilisiert. Darüber hinaus liefern sie Vitamine der B-Gruppe, Folsäure sowie die Mineralstoffe Kalium, Phosphor und Eisen. Letzteres spielt eine wichtige Rolle bei der Bildung roter Blutkörperchen.
Neben Vitaminen punkten Zitrusfrüchte mit sekundären Pflanzenstoffen wie Flavonoiden – sie wirken antioxidativ und schützen unsere Zellen vor freien Radikalen.
Wer auf seine Kalorienbilanz achtet, darf bei Orangen, Zitronen & Co. gerne zugreifen: Zitrusfrüchte gehören zu den kalorienarmen Lebensmitteln und erfrischen durch ihren natürlichen Säuregehalt auf gesunde Weise.
Kulinarische Verwendung:
In der mediterranen Küche verleihen Zitrusfrüchte mit ihrem feinen Säurearoma vielen Gerichten – von Salaten bis Fisch – Frische, Frucht (Frucht = Schalenabrieb) und geschmackliche Balance.
Olivenöl in Premium-Qualität
– das Herz der Mittelmeerküche
Nicht nur ich, sondern unser ganzes Team », begeistert sich für gutes, also hochwertig erzeugtes Olivenöl. Ja, mehr noch, man kann uns als echte »Olivenöl-Fans« bezeichnen.
Das liegt in erster Linie am hervorragenden Geschmack von gutem Olivenöl, aber auch an einem zweiten, ebenso wichtigen Aspekt, denn bei näherer Betrachtung besitzt Olivenöl ein geballtes Bündel an positiven Eigenschaften, die unserem Körper helfen, gesund zu bleiben.
So verfügt Olivenöl neben vielen Vitaminen und Mineralstoffen über zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe. Die positiven Wirkungen dieser Stoffe auf unseren Organismus beginnt die Wissenschaft erst langsam zu verstehen.
Einige von Ihnen werden erst durch die Verstoffwechselung im Darm durch unsere Darmbakterien richtig aktiv und begünstigen so zahlreiche positive biologische Wirkungen. Z. B. sind sie antibakteriell, antioxidativ (ähnlich den Vitaminen) und dabei in einem so hohen Maß entzündungshemmend, dass sie dabei teilweise sogar den Vitaminen weit überlegen sind.
Ist das nicht wunderbar? Gesundes kann so lecker sein. Aber ich betone ausdrücklich: Alle positiven Wirkungen bekommt man nur bei Olivenöl bester Qualität. Und die bekommt man eben nicht für 4,50 Euro beim Discounter. Darüber sollte man sich im Klaren sein.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oekotrophologe)