Tagliatelle Bolog­nese – Ra­gù al­la bo­log­ne­se con 'nduja

– Bologneser Fleischsauce mit 'ndu­ja als raf­fi­nier­te Zu­tat

Tagliatelle Bolognese – Ragù alla bolognese con 'nduja

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»Ragù al­la bolognese Rezept« – neu interpretiert

Beim Originalrezept der be­lieb­ten »Bologneser Fleischsauce« wer­den als Ba­sis­zu­ta­ten für das Hack zwei Drit­tel Schwei­ne­fleisch mit ei­nem Drit­tel Rind­fleisch so­wie Pan­cet­ta kom­bi­niert. Auch die Zu­ga­be von Hüh­ner­le­ber, in Kom­bi­na­tion mit dem Hack, ist be­liebt und weit ver­brei­tet. Statt Hüh­ner­le­ber, haben wir bei un­se­rer spe­ziel­len Re­zept­va­rian­te dem Hack 'Ndu­ja, eine streich­fä­hi­ge, ka­la­bre­si­sche Sa­la­mi­spe­zia­li­tät hin­zu­ge­fügt. Ein Tipp, den wir von ei­nem ita­lie­ni­schen Koch aus Köln er­hal­ten ha­ben.

Und Pancetta?

'Ndu­ja be­in­hal­tet be­reits or­dent­lich viel Speck (Lar­do, Guan­cia­le und Pan­chet­ta), so­dass wir in die­sem Fall auf wei­te­ren Speck als Zu­tat ver­zich­tet ha­ben. Die Streich­sa­la­mi ist auf­grund der ver­wen­de­ten Zu­ta­ten sehr ge­schmacks­in­ten­siv und durch Pe­pe­ron­ci­ni als wei­te­re Zu­tat – je nach an­ge­wand­ter Re­zep­tur – mit­tel­scharf bis scharf.

Statt Schweine- und Rin­der­hack ha­ben wir uns für Kalbs­hack ent­schie­den. Kalbs­hack be­sitzt ge­gen­über Schwei­ne­hack ei­nen ge­rin­ge­ren Fett­an­teil, was sich aber durch die ge­halt­vol­le Streich­sa­la­mi wie­der kom­pen­siert.

Spaghetti Bolognese? – Che co­sa dov­reb­be es­se­re?

In Deutsch­land kennt man das bo­log­ne­ser Pas­ta­ge­richt vor al­lem als »Spa­ghet­ti Bo­­log­­ne­­se«. Ko­mi­scher­wei­­se sind in Bo­log­na »Spa­ghet­ti al­la bo­log­ne­se« un­be­kannt. ;-) Je­de lei­den­schaft­li­che, bo­log­ne­si­sche Kö­chin, und je­der Koch, wird höchst­wahr­schein­lich mit Ent­set­zen rea­gie­ren, wenn man ihr – res­pek­ti­ve ihm – »Bologneser Fleischsauce« in die­ser Kom­bi­na­tion ser­viert.

Einfache Regel

Dabei ist es ganz ein­fach: Je fei­ner und leich­ter die Zu­ta­ten, des­to fei­ner und leich­ter die da­zu­ge­hö­ri­gen Pas­ta und um­ge­kehrt. Spaghetti mit Mee­res­früch­ten sind z. B. ei­ne ge­lun­ge­ne Kom­bi­na­tion, mit ei­nem def­ti­gen, ge­halt­vol­len Ra­gù al­la bo­log­ne­se ser­viert, da­ge­gen ein ech­ter Faux­pas.

Die­ser ein­fa­chen Re­gel fol­gend, haben wir un­se­re In­ter­pre­ta­tion ei­nes »Ra­gù al­la bo­log­ne­se« mit fri­schen »Tagliatelle« serviert. So, wie es auch in Bo­log­na ge­hand­habt wird.

Gernekochen-Weintipp

Zu »Tagliatelle alla bologne­se con 'ndu­ja» har­mo­niert ein fruch­ti­ger San­gio­ve­se aus der Tos­ca­na. Ein­fach mal auf un­ser »Wein­tipp-Icon« tip­pen und mehr er­fah­ren. Buon ap­pe­tito – wir wün­schen wie stets ei­nen gu­ten Ap­pe­tit und: Wohl be­komm's!

Ragù alla bolognese – Rezept mit 'Nduja

Zutaten für 4 Personen:

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Die mit einem * Sternchen ge­kenn­zeich­neten Links sind Affi­liate-Links. Wenn Du über einen dieser Links et­was kaufst, er­halten wir eine kleine Pro­vi­sion. Für Dich ent­stehen da­durch keine Mehr­kos­ten.

Für den Einkaufszettel:

  • 450 g Kalbshack
    (alternativ 300 g Schweinehack und 150 g Rinderhack)
  • 80 g 'Nduja, erhältlich im Online-Handel
    *'Nduja calabrese piccante »
  • 2 Stangen Staudensellerie
  • 3–4 Möhren, je nach Größe
  • 500 g vollreife Tomaten, frisch oder aus der Dose
  • 1 kleiner Bund Oregano, optional
  • 4 Stiele Salbei, optional
  • 85 g gehackte Zwiebeln
  • 3–4 Knoblauchzehen (optional, nicht im Originalrezept)
  • 250 ml Vollmilch
  • 250 ml Weißwein trocken
  • 1 Prise Muskatnussabrieb
  • 1–2 EL Pflanzenöl (Raps- oder Traubenkernöl)
  • 30 g Butter
  • 1 Msp. frisch geriebene Muskatnuss
  • frisch geriebener Parmigiano Reggiano
  • etwas Salz oder Salzflocken
  • Pfeffer aus der Mühle

Tipp: Wer so wie wir Kapern mag, kann diese noch optional dem Einkaufszettel hinzufügen. Sie harmonieren perfekt zu unserer speziellen Rezeptvariante.

  • Kapern (optional)

Ragù alla bolognese Beilage – für die Tagliatelle:

  • 400 g Mehl, Typ '00' (alternativ: 150 g Mehl Typ '00', weich und 150 g Hartweizengrieß)
  • 4 Hühnereier, groß (alternativ: 5 Eier, klein)
  • Das benötigt man zusätzlich:

  • etwas Salz für das Nudelwasser
  • 1 EL Butter für die Pasta

Unsere Pasta-Empfehlung:

Tagliatelle a Matassa

Hochwertige Tagliatelle aus Kam­pa­ni­en:

  • Traditionelle Pasta aus hoch­wer­tig­em Hart­wei­zen­korn
  • 100 % Made in Cam­pa­nia
  • Hoher Protein- und Mi­ne­ral­stoff­ge­halt
  • Raue Ober­fläche für idea­len Halt für jede Art von Sau­ce
  • Hergestellt nach al­tem, tra­di­tio­nel­lem Hand­werk

Die hervorragenden, hand­werk­lich her­ge­stell­ten »Tag­lia­tel­le a Ma­tas­sa« mit ih­rem herr­li­chen Duft nach Wei­zen und ei­nem ho­hen Pro­te­in­ge­halt bie­ten mit ih­rer rau­en Ober­flä­che idea­len Halt für je­de Art von Sau­ce – von tra­di­tio­nell bis hin zu ein­fach!

Jetzt bestellen und genießen

Zubereitung:

1) Alle Zutaten vermengen und Tag­lia­tel­le mit der *Profi-Pasta-Walze AT970A » her­stel­len. Dabei genau so vor­ge­hen, wie in un­se­rem Work­shop Spaghetti selber machen » be­schrie­ben.

Pasta danach auf dem *KitchenAid Pas­ta-Trock­ner » (sie­he Work­shop!) trock­nen las­sen. Dies ist not­­wen­­dig, da die noch feuch­ten Tag­lia­tel­le sonst beim Ko­chen ver­kle­ben.

2) Staudensellerie abbrausen, trock­nen und put­zen. Mit Kü­chen­mes­ser und Dau­men be­ginnend vom Stiel­an­fang die Fä­den zie­hen. Möh­ren put­zen und in klei­ne Wür­fel schnei­den. Zwie­beln und Knob­lauch schä­len und klein ha­cken. Fri­sche To­ma­ten in ko­chen­dem Was­ser 2 Min. blan­chie­ren und ent­häu­ten. Den wei­ßen Mit­tel­strang ent­fer­nen und da­nach die To­ma­ten klein­ schnei­­­den. (Al­ter­na­tiv Do­sen­to­ma­ten be­reit­stel­len.) Kräu­ter ab­brau­sen, tro­cken­schüt­teln und klein ha­cken. Rest­li­che Zu­ta­ten be­reit­stel­len.




3) »Sofrito« zubereiten:

Statt die Zwiebeln zu­sam­men mit dem Fleisch scharf an­zu­bra­ten (wie es in den meis­ten Re­zep­ten – hand­werk­lich falsch(!) – be­schrie­ben wird), ma­chen wir doch lie­ber ein le­cke­res »So­fri­to« bzw. »Sof­fri­to« als Ba­sis un­se­rer Sau­ce Bo­log­ne­se. Ein Sof­fr­ito be­steht aus klei­nen Zwie­bel- und Wur­zel­ge­mü­se­wür­feln wie z. B. Möh­re, Pe­ter­si­lien­wur­zel oder Sel­le­rie und wird in nur we­­nig Öl und et­was But­ter auf mitt­le­rer Tem­pe­ra­tur ca. 15–20 Min. scho­nend gar ge­schwitzt. So zu­be­rei­tet, kön­nen die Zwie­bel­wür­fel ga­ran­tiert nicht ver­bren­nen und das Hack­fleisch durch die (beim ver­bren­nen) ent­stan­de­nen Bit­ter­stof­fe ge­schmack­lich rui­nie­ren. Nach dem Fer­tig­ga­ren für ei­ne schö­ne Tel­ler­de­ko 4 ge­häuf­te EL Sof­fri­to bei­sei­te stel­len.

4.1) Bratpfanne mit Pflan­zenöl ein­pin­seln, auf hohe Tem­pe­ra­tur er­hit­zen und Kalbs­hack – bei klei­nen Pfan­nen ggf. por­tions­wei­se – scharf an­bra­ten. Fleisch zu­nächst oh­ne Wen­den et­was bra­ten las­sen, da­mit Röst­aro­men ent­ste­hen. 'Ndu­ja zer­brö­seln und eben­falls an­bra­ten. Hack und 'Ndu­ja sal­zen, da­mit beim wei­te­ren Ga­ren für einen guten Ge­schmack Fleisch­­­saft aus­­tritt. Hit­ze re­du­zie­ren und Pfan­nen­in­halt – nun un­ter ge­le­gent­li­chem Wen­den – fer­tig ga­ren.

4.2) Nach dem Braten zu­erst die Milch zu­gie­ßen und un­ter Rüh­ren so­lan­ge bro­deln las­sen, bis sie ver­dampft ist. Da­nach den Wein zu­gie­ßen und eben­falls lang­sam ver­damp­fen las­sen.

4.3) Tomaten hinzufügen. Sobald auch sie zu bro­deln be­gin­nen, Hit­ze re­du­zie­ren und die Hack­sau­ce wei­ter kö­cheln las­sen. Ab­schlie­ßend noch das Sof­fri­to hin­zu­fü­gen und mit der Sau­ce Bo­log­ne­se ver­men­gen. Je län­ger die Hack­fleisch­sau­ce nun ein­kocht, des­to bes­ser wird sie. Bis zu 3(!) Stun­den Zeit sind er­for­der­lich, um die Sau­ce zu ei­nem sen­sa­tio­nel­len, un­ver­gess­li­chem Ge­schmacks­er­leb­nis wer­den zu las­sen. Ist zu viel Flüs­sig­keit ver­dampft, fügt man – ähnlich ei­nem Ri­sot­to – von Zeit zu Zeit et­was Flüs­sig­keit (Was­ser) hin­zu. So kann nichts an­bren­nen. Am En­de der Zu­be­rei­tung, soll­te na­tür­lich das Was­ser ver­dampft sein.

4.4) Ragù Bolognese auf kleiner Tem­pe­ra­tur fer­tig ga­ren. Mit Pfef­fer, Mus­kat­nuss­ab­rieb und – falls nö­tig – noch mit et­was Salz ab­schme­cken. Wir ha­ben un­se­rer spe­zi­el­len Re­zept­va­rian­te noch ge­hack­te Kräu­ter (Ore­ga­no und Sal­bei) hin­zu­ge­fügt.

5) Selbstgemachte Tagliatelle 4–5 Min. (gekauf­te Tag­lia­tel­le ge­mäß Pa­ckungs­an­wei­sung) in sie­den­dem Salz­was­ser ga­ren. Pas­ta in ei­nem Sieb ab­schüt­ten, in ei­ner Pfan­ne in But­ter schwen­ken oder al­ter­na­tiv vor­sich­tig un­ter die Sau­ce he­ben. Tag­lia­tel­le al­la bo­log­ne­se auf vor­ge­wärm­te Tel­ler ge­ben. Pas­ta­ge­rich­te noch mit dem rest­li­chen Sof­fri­to gar­nie­ren, mit ei­ner fei­nen Kü­chen­rei­be Par­me­san da­rü­ber rei­ben und so­fort ser­vie­ren.

Nährwert- & Ge­sund­heits­ana­ly­se

von Dipl. Ernährungs­wissen­schaftler Michael Pagelsdorf

Kalbfleisch

– mild im Ge­schmack, wert­voll für die Er­näh­rung

Kalbfleisch

Neben hochwertigem Eiweiß enthält Kalb­fleisch die le­bens­wich­ti­gen Vi­ta­mi­ne B2, B6 und B12 so­wie wich­ti­ge Mi­ne­ral­stof­fe wie Zink und Se­len. Vi­ta­min B1 ist eben­falls vor­han­den, je­doch in ge­rin­ge­ren Men­gen als bei­spiels­wei­se in Schwei­ne­fleisch.

Im Vergleich zu Rind- oder Lamm­fleisch ist der Ei­sen­ge­halt von Kalb­fleisch et­was nied­rig­er, den­noch leis­tet es ei­nen wert­vol­len Bei­trag zur Ver­sor­gung mit diesem Spu­ren­ele­ment. Be­son­ders Ei­sen und Vi­ta­min B12 spie­len ei­ne zen­tra­le Rol­le bei der Bil­dung ro­ter Blut­kör­per­chen. Vi­ta­min B12 kann in re­le­van­ten Men­gen fast nur über tie­ri­sche Pro­duk­te auf­ge­nom­men wer­den.

Daher lässt sich fest­stel­len, dass ei­ne rein ve­ga­ne Er­näh­rung oh­ne Sup­ple­mente nicht als voll­stän­dig aus­ge­wo­gen be­trach­tet wer­den kann. Be­reits 150 g Kalbs­filet kön­nen den Ta­ges­be­darf ei­nes Er­wach­se­nen an Vi­ta­min B12 de­cken und gleich­zei­tig zur Mi­ne­ral­stoff­ver­sor­gung bei­tra­gen.

Kulinarische Verwendung:

Kalb­fleisch zeich­net sich durch sei­ne zar­te Tex­tur und den fei­nen, mil­den Ge­schmack aus – ei­ne Ei­gen­schaft, die es in der ge­ho­be­nen Kü­che be­son­ders be­liebt macht. Es eig­net sich her­vor­ra­gend zum Bra­ten, Dünsten oder Schmo­ren, aber auch für fei­ne Ragouts und Schnit­zel. Zu den klas­si­schen Zu­be­rei­tun­gen zäh­len das Wiener Schnitzel, das Kalbs­rahm­ge­schnet­zel­te oder ein zart ge­schmor­tes Kalbs­haxn-Gericht. Auch Kalbs­rücken oder Filet las­sen sich kurz an­bra­ten und mit kräf­ti­gen Kräu­tern wie Sal­bei, Thy­mi­an oder Ros­ma­rin ver­fei­nern.

Dank sei­ner fei­nen Struk­tur har­mo­niert Kalb­fleisch be­son­ders gut mit cre­mi­gen Sau­cen, leich­ten Ge­mü­se­bei­la­gen oder Kar­tof­fel­pü­ree – ein leich­ter und ele­gan­ter Ge­nuss, der auch in mo­der­nen, ge­sund­heits­be­wuss­ten Kü­chen sei­nen fes­ten Platz hat.

Tomaten alias Paradeiser

– sonnengereift, ge­sund und vol­ler Ge­schmack

Tomaten alias Paradeiser

Außer einem hohen Was­ser­an­teil ent­hal­ten To­ma­ten viele se­kun­dä­re Pflan­zen­stof­fe wie auch ver­schie­de­ne Mi­ne­ral­stof­fe. Be­son­ders Ka­li­um stellt für den Men­schen ei­nen wich­ti­gen ge­sund­heit­li­chen Fak­­tor für eine aus­ge­wo­ge­ne Er­näh­rung dar, da Ka­li­um für die Re­gu­la­tion des Blut­drucks, aber auch für Mus­keln und Ner­ven ein wert­vol­ler Ini­tia­tor ist.

Erhitzt gesünder als roh

Zudem sind To­ma­ten ei­ni­ge der we­ni­gen Ge­mü­se­sor­ten, de­ren ge­sund­heits­för­dern­de In­halts­stof­fe sich durch Er­hit­zen ver­bes­sern, statt sich zu ver­schlech­tern. Ge­meint sind die in To­ma­ten ent­hal­te­nen Poly­phe­no­le, so­ge­nann­te An­ti­oxi­dan­ti­en, wirk­sa­me Fän­ger der zell­schä­di­gen­den »frei­en Ra­di­kalen«, die – so­bald aktiv – ih­rem Na­men al­le Ehre ma­chen.

Hervorzuheben ist in die­sem Be­zug der in To­ma­ten reich­lich ent­hal­te­ne, zur Fa­mi­lie der Ca­ro­ti­noi­de ge­hö­ren­de Farb­stoff Ly­co­pin. Die­ser Farb- bzw. Wirk­stoff al­lein ist be­reits ein gu­ter Grund, re­gel­mä­ßig To­ma­ten auf den Spei­se­zet­tel zu stel­len. Na­tür­li­chen Nähr­bo­den bei der Auf­zucht der To­ma­ten vo­raus­set­zend!

Kulinarische Verwendung:

Tomaten sind die All­roun­der der me­di­ter­ra­nen Kü­che und bil­den die Ba­sis zahl­rei­cher Klas­si­ker – von Pas­ta- und Pizza-Saucen über Sup­pen und Ein­töp­fe bis hin zu fri­schen Sa­la­ten.

Roh ent­fal­ten sie ihr vol­les Aro­ma be­son­ders in Ca­pre­se (mit Mo­z­za­rel­la, Ba­si­li­kum und Oli­ven­öl) oder in som­mer­li­chen To­ma­ten­sa­la­ten mit ro­ten Zwie­beln und Bal­sa­mi­co. In Kom­bi­na­ti­on mit Kräu­tern wie Thy­mi­an, Ore­ga­no und Ros­ma­rin ent­ste­hen aro­ma­ti­sche Dres­sings oder Bru­schet­ta-Be­lä­ge.

Durch Er­hit­zen in­ten­si­viert sich der Ge­schmack und das wert­vol­le Ly­co­pin wird bes­ser ver­füg­bar – ide­al in To­ma­ten­sau­cen, Ra­ta­touille, Sha­kshu­ka oder als Grund­la­ge für Ri­sot­to und Ge­mü­se­pfan­nen. Im Ofen lang­sam ge­schmor­te oder ge­trock­ne­te To­ma­ten ent­wi­ckeln ein tie­fes, süß-wür­zi­ges Aro­ma, das be­son­ders gut zu Fleisch, Fisch oder An­ti­pas­ti passt.

Auch in der fei­nen Kü­che spie­len sie ei­ne Rol­le – et­wa als To­ma­ten­con­som­mé, Sor­bet oder Ta­tar aus con­fier­ten To­ma­ten.

To­ma­ten ste­hen so­mit für Son­nen­rei­fe, me­di­ter­ra­ne Fri­sche und ge­sun­den Ge­nuss, der in na­he­zu je­der Kü­che der Welt sei­ne ku­li­na­ri­sche Hei­mat ge­fun­den hat.

Karotten alias Möhren

– vielseitiger Genuss, voll gesun­der Nähr­stoff­po­wer

Karotten alias Möhren

Die in Deutsch­land sehr be­lieb­ten und in der Kü­che viel­sei­tig ver­wend­ba­ren Möh­ren bzw. Mohr­rü­ben ge­hö­ren zu den Dol­den­blü­ten­ge­wäch­sen. Sie sind reich an Mi­ne­ral­stof­fen und Spu­ren­ele­men­ten wie Ka­li­um, Phos­phor, Cal­ci­um, Mag­ne­si­um und Zink so­wie reich an Ca­ro­tin, welches in den Möh­­ren in Form von Alpha- wie auch Be­ta-Ca­ro­tin (Pro­vi­ta­min A, ei­ner Vor­stu­fe von Vi­ta­min A) vor­kommt. Vitamin A un­ter­stützt un­se­re Seh­fä­hig­keit, be­son­ders bei Nacht, und wirkt sich po­s­i­tiv auf un­ser Im­mun­sys­tem wie auch un­ser Zell­wachs­tum aus.

Carotin (und auch einige Vita­mi­ne) kann am bes­ten vom Kör­per re­sor­biert wer­den, wenn man es zu­sam­men mit Fett in Form von Öl oder But­ter isst.

Kulinarische Verwendung:

Karotten eignen sich her­vor­ra­gend für sü­ße wie her­zhaf­te Ge­rich­te – ob als cre­mi­ge Sup­pe, ge­schmor­te Bei­la­ge, fri­scher Sa­lat oder saf­ti­ger Ku­chen. Ihr zar­tes, süß­li­ches Aro­ma ent­fal­tet sich be­son­ders gut in Kom­bi­na­ti­on mit et­was Öl oder But­ter und sorgt da­mit für na­tür­li­chen, ge­sun­den Ge­nuss.

Staudensellerie

– frische Aromatik mit gesun­der Wir­kung voll gesun­der Nähr­stoff­po­wer

Staudensellerie

Staudensellerie zählt zu den Ge­mü­se­sor­ten mit be­son­ders ho­hem Was­ser­an­teil und ei­nem frischen, aro­ma­ti­schen Ge­schmack. Er stammt ur­sprüng­lich aus dem Mit­tel­meer­raum und wird heu­te welt­weit kul­ti­viert. In der Mit­tel­meer­kü­che wird er häu­fig roh, ge­düns­tet oder als Ge­schmacks­trä­ger in Soßen und Sup­pen ver­wen­det.

Mit nur rund 15 kcal pro 100 g zählt Stau­den­sel­le­rie zu den ka­lo­ri­en­ärms­ten Ge­mü­se­sor­ten über­haupt. Er be­steht zu über 90 % aus Was­ser, ent­hält aber gleich­zei­tig wert­vol­le Mi­ne­ral­stof­fe wie Ka­li­um, Na­tri­um, Cal­ci­um und Ma­gne­si­um – Mi­ne­ra­li­en, die für den Elek­tro­lyt­haus­halt und ei­ne nor­ma­le Herz-Kreis­lauf-Funk­tion wich­tig sind. Zu­dem lie­fert er Vi­ta­min C, Vi­ta­min K und meh­re­re B-Vi­ta­mi­ne, die den Ener­gie­stoff­wech­sel und das Ner­ven­sys­tem un­ter­stüt­zen.

Be­son­ders er­wäh­nens­wert ist der ent­wäs­sern­de Ef­fekt des ho­hen Ka­li­um­ge­halts, der den Kör­per auf sanf­te Wei­se ent­las­ten kann. Zudem stellt Ka­li­um für den Men­schen ei­nen wich­ti­gen ge­sund­heit­li­chen Fak­tor für ei­ne aus­ge­wo­ge­ne Er­näh­rung dar, da Ka­li­um für die Re­gu­la­tion des Blut­drucks, aber auch für Mus­keln und Ner­ven ein wert­vol­ler In­itia­tor ist.

Auch ent­hal­te­ne Se­kun­där­stof­fe wie Apio­genin und Phtha­li­de wer­den mit po­si­ti­ven Ef­fek­ten auf Blut­druck und Ent­zün­dungs­pro­zes­se in Ver­bin­dung ge­bracht.

Da­mit ver­eint Stau­den­sel­le­rie ei­ne Viel­zahl ge­sund­heits­för­dern­der Ei­gen­schaf­ten mit leich­ter Fri­sche und cha­rak­te­ris­ti­schem Aro­ma – ein wah­res All­round­ge­mü­se für die aus­ge­wo­ge­ne, mit­tel­meer­ty­pi­sche Er­näh­rung.

Kulinarische Verwendung:

Staudensellerie ist ein ech­ter All­roun­der in der Kü­che und ver­leiht Ge­rich­ten ei­ne fri­sche, aro­ma­ti­sche No­te mit leicht her­bem, mi­ne­ra­li­schem Un­ter­ton.

Roh ge­schnit­ten bringt er Knack und Wür­ze in Sa­la­te, Bowls und Green-Smoot­hies. In fei­ne Schei­ben ge­ras­pelt, passt er her­vor­ra­gend zu Äp­feln, Ka­rot­ten oder Wal­nüs­sen. Ge­düns­tet oder an­ge­braten ent­fal­tet er sein ty­pi­sches Aro­ma in Ge­mü­se­pfan­nen, Pas­ta oder Risot­to.

In So­ßen und Sup­pen wirkt er als na­tür­li­cher Ge­schmacks­trä­ger und bil­det die aro­ma­ti­sche Ba­sis vie­ler mit­tel­meer­ty­pi­scher Ge­rich­te – et­wa im klas­sisch ita­lie­ni­schen Soffrit­to mit Zwie­beln und Möh­ren. Ge­backen oder ge­grillt ent­steht ei­ne neue, süß­lich-wür­zi­ge Aromenvielfalt, die ihn auch als Bei­la­ge zu Fisch und Fleisch be­son­ders in­ter­es­sant macht.

Kombinations­tipp:
Sein kräf­ti­ges, leicht sal­zi­ges Aro­ma har­mo­niert wun­der­bar mit fri­schen Zi­trus­no­ten, Ap­fel, Bir­ne oder auch süß­lich-fruch­ti­gen Kom­po­nen­ten wie Trau­ben und Datteln – ei­ne ku­li­na­ri­sche Brü­cke zwi­schen Ge­nuss und Ge­sund­heit.

Zwiebeln und Knoblauch

– natürliches Powerduo für Gesund­heit und Ge­schmack

Zwiebeln und Knoblauch

Beide sind ein na­tür­li­ches Anti­bio­ti­kum und be­kämp­fen wirk­sam schäd­li­che Pil­ze und krank­heits­er­re­gen­de Mi­kro­or­ga­nis­men. Die Zwie­bel ist eng mit dem Kno­blauch ver­wandt und be­sitzt ge­gen­über die­sem ei­ne mil­de­re Wir­kung. Die Kom­bi­na­tion der bei­den bringt ein star­kes Duo her­vor.

Bei­de ent­hal­ten wert­vol­le An­ti­oxi­dan­tien, die als Fän­ger »freier Ra­di­ka­ler« un­se­ren Or­ga­nis­mus da­bei hel­fen, ge­sund zu blei­ben.

Die zur Gat­tung der Li­li­en­ge­wäch­se ge­hö­ren­den Pflan­zen ver­fü­gen zu­dem über ei­nen ho­hen Vi­ta­min- und Mi­ne­ral­stoff­ge­halt, von dem wir eben­falls ge­sund­heit­lich pro­fi­tie­ren.

Ent­hal­ten sind die Vi­ta­mi­ne B1, B2 und B6 so­wie die Vi­ta­mi­ne C und E. Au­ßer den Mi­ne­ral­stof­fen Salz, Ei­sen, Zink und Mag­ne­si­um sind noch ei­ne gan­ze Rei­he wei­te­rer Mi­ne­ral­stof­fe in Zwie­beln und Kno­blauch ent­hal­ten, so­dass man bei­de Pflan­zen durch­aus als hoch­wer­ti­ge Mi­ne­ral­stoff-Lie­fe­ran­ten be­zeich­nen kann.

Kulinarische Verwendung:

Zwie­beln und Kno­blauch bil­den das aromatische Grund­ge­rüst un­zäh­li­ger Ge­rich­te – von der hei­mi­schen bis zur in­ter­na­tio­na­len Kü­che. Ob an­ge­schwitzt, ge­bra­ten, kon­fi­tiert oder roh – ihr Ge­schmack reicht von süß­lich-mild bis kräf­tig-wür­zig und sorgt stets für Tie­fe und Cha­rak­ter.

In der me­di­ter­ra­nen Kü­che sind sie un­ver­zicht­bar: in Pas­ta­saucen, Ri­sot­tos, Ge­mü­se­ra­gouts, Schmor­ge­rich­ten oder Fisch­zu­be­rei­tun­gen mit Oli­ven­öl und Kräu­tern. Auch in der asi­a­ti­schen, ori­en­ta­li­schen und kre­o­li­schen Kü­che sind sie fes­ter Be­stand­teil von Cur­rys, Dips, Würz­pas­ten und Su­ben.

Kno­blauch­öl oder Zwie­bel­con­fit ver­lei­hen ve­ge­ta­ri­schen wie auch Fleisch­ge­rich­ten ei­nen fei­nen, tief­wür­zi­gen Ak­zent, wäh­rend ge­rös­te­ter oder ge­schmor­ter Kno­blauch ei­ne but­ter­wei­che Süße ent­fal­tet, die be­son­ders zu Lamm, Kalb, Pil­zen oder ge­rös­te­tem Ge­mü­se passt.

So wer­den Zwie­beln und Kno­blauch nicht nur zu Ge­schmacks­trä­gern ers­ter Gü­te, son­dern auch zu Sym­bo­len für Ge­nuss und Ge­sund­heit – ein Duo, das kei­ner Kü­che feh­len soll­te.

Olivenöl in Premium-Qua­li­tät

– das Herz der Mittelmeer­kü­che

Olivenöl in Premium-Qualität

Nicht nur ich, son­dern un­ser ganzes Team », be­geis­tert sich für gu­tes, al­so hoch­wer­tig er­zeug­tes Oli­ven­öl. Ja, mehr noch, man kann uns als ech­te »Oli­ven­öl-­Fans« be­zeich­nen.

Das liegt in ers­ter Li­nie am her­vor­ra­gen­den Ge­schmack von gu­tem Olivenöl, aber auch an ei­nem zwei­ten, eben­so wich­ti­gen As­pekt, denn bei nä­he­rer Be­trach­tung be­sitzt Oli­ven­öl ein ge­ball­tes Bün­del an po­si­ti­ven Ei­gen­schaf­ten, die un­se­rem Kör­per hel­fen, ge­sund zu blei­ben.

So verfügt Oliven­öl ne­ben vie­len Vi­ta­mi­nen und Mi­ne­ral­stof­fen üb­er zahl­reiche se­kun­dä­re Pflan­zen­stof­fe. Die po­si­ti­ven Wir­kun­gen die­ser Stof­fe auf un­se­ren Or­ga­nis­mus be­ginnt die Wis­sen­schaft erst lang­sam zu ver­ste­hen.

Einige von Ih­nen wer­den erst durch die Ver­stoff­wech­se­lung im Darm durch un­se­re Darm­bak­te­rien rich­tig ak­tiv und be­güns­ti­gen so zahl­rei­che po­si­ti­ve bio­lo­gi­sche Wir­kun­gen. Z. B. sind sie an­ti­bak­te­ri­ell, an­ti­oxi­da­tiv (ähnlich den Vi­ta­mi­nen) und da­bei in ei­nem so hohen Maß ent­zün­dungs­hem­mend, dass sie da­bei teilwei­se so­gar den Vi­ta­mi­nen weit über­le­gen sind.

Ist das nicht wunder­bar? Ge­sun­des kann so le­cker sein. Aber ich be­to­ne aus­drück­lich: Alle po­si­ti­ven Wir­kun­gen be­kommt man nur bei Oli­ven­öl bes­ter Qua­li­tät. Und die be­kommt man eb­en nicht für 4,50 Euro beim Dis­coun­ter. Da­rüber soll­te man sich im Kla­ren sein.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oekotrophologe)