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Gedämpfter Ochsenschoß aus dem Slow Cooker
– Roastbeef, wie Oma es liebte
Gedämpfter Ochsenschoß aus dem Slow Cooker
ist ein Klassiker der Regionalküche Badens, dem »Musterländle des Lukull«.
Badens Nachbarschaft zum französischen Elsass, zur Schweiz und früher zu den österreichischen Vorlanden hat Badens Küche erheblich mitgeprägt. Insbesondere die Küche des Markgräflerlandes, verfügt über ein großes Repertoire feiner und einzigartiger Rezepturen. Stets bodenständig, fantasievoll und raffiniert.
Unser Rezeptklassiker basiert auf Rinder-Roastbeef, in Baden besser bekannt als »Ochsenschoß«. Das Fleisch wird auf mittlerer Hitze langsam und schonend »gedämpft«, sprich geschmort. Heraus kommt dabei ein butterzarter Sonntagsbraten, dem – mit einem leckeren Sößchen serviert – kein kulinarischer Genießer widerstehen kann.
Statt im Bräter, wie es traditionell gemacht wurde und wird, haben wir den Ochsenschoß unserem energiesparenden Slow Cooker übergeben. Nachahmung empfohlen! 😊
Sommelíere Sophie Meyer, von PINARD de PICARD, empfiehlt zu unserem Rezeptklassiker »Gedämpfter Ochsenschoß aus dem Slow Cooker« gemäß dem Leitsatz der Analogie einen frisch-aromatischen, finessenreichen »Pinot Noir« alias »Spätburgunder« aus dem Markgräflerland in Baden. Einfach mal auf unser Weintipp-Icon tippen und mehr erfahren. Wir wünschen wie stets einen guten Appetit und: Wohl bekomm's!
Warum Du unser Ochenschoß-Rezept ausprobieren solltest
- Zartes Roastbeef aus dem Slow Cooker: Durch das langsame Schmoren wird das Fleisch besonders zart und saftig
- Aromatische Sauce mit badischem Spätburgunder: Gemäß dem Leitsatz der Analogie haben wir zu unserem badischen Schmorgericht auch einen badischen Wein verwendet: einen Spätburgunder vom Weingut Holger Koch aus Bickensohl am Kaiserstuhl
- Klassische badische Küche: Ein traditionelles Schmorgericht mit regionaler Geschichte und dem ungewöhnlichen Namen »Ochsenschoß«
- Wenig Aufwand, viel Genuss: Während der Ochsenschoß im Slow Cooker langsam schmort, bleibt genügend Zeit, sich um Beilagen und Gemüse zu kümmern
- Perfekt für den Sonntagsbraten: Mit Salzkartoffeln, Kartoffelpüree, Kroketten, Rösti oder Klößen und grünen Bohnen wird daraus ein wunderbar bodenständiges Festessen
- Einfach nachzukochen: Unsere bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitung führt auch Kochanfänger sicher ans Ziel.
Rezept:
Gedämpfter Ochsenschoß aus dem Slow Cooker
Zutaten für 4 Personen
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Einkaufszettel:
- 800 g Ochsenschoß (Rinder-Roastbeef), am besten gut abgehangen
-
500 ml Rinderfond (1 großes Glas) oder alternativ:
Workshop: Rinderfond selber machen » - 500 ml Rinderfond (1 großes Glas)
- 200 ml badischer Spätburgunder trocken
- 4 Tomaten
- 1 Stich braune Butter alias Butterschmalz
- 4 EL Mehl (wir haben *Mehl aus Khorasan- alias Kamut-Weizen » verwendet)
- 4 EL Mehl (wir haben Mehl aus Khorasan- alias Kamut-Weizen verwendet)
- 1 mittelgroße, weiße Zwiebel
- 2 Nelken
- 1 Lorbeerblatt
- 4 zerdrückte Wacholderbeeren
- 1 Bund Petersilie
- 1 TL schwarze Pfefferkörner
- 1 TL Essig
- 1 Prise *Paprikapulver – delikatess (mild) »
- 1 Prise Paprikapulver – delikatess (mild)
- 1 gestr. TL mittelscharfer Senf, z. B. Bautz'ner oder Löwensenf
- etwas Salz und
- Pfeffer aus der Mühle
Als Beilage zu gedämpften Ochsenschoß passen:
-
Salzkartoffeln,
Kartoffelpüree,
Kartoffelkroketten,
Röstis alias Kartoffelkuchen-/puffer oder
Klöße
Als Gemüse haben wir
- grüne Bohnen dazugereicht und diese mit etwas
- Majoran und 1 Prise Salz
abgeschmeckt.
Für die « beurre manié » (Knet- bzw. Mehlbutter):
- 2 EL Mehl
- 2 EL Butter
Mehlbutter 45 Minuten vorher zubereiten! Dazu beide Zutaten gut miteinander verkneten und ins Eisfach stellen.
Zubereitung:
1) Ochsenschoß waschen und trockentupfen. Fettschicht rautenförmig einscheiden. Zwiebel pellen, mit Nelken und Lorbeer bespicken. Petersilie abbrausen und trockenschütteln. Tomaten kreuzweise einritzen und 2 Min. in kochendes Wasser geben, bis die Haut sich löst. Anschließend die Haut entfernen und Tomaten vierteln. Restliche Zutaten bereitstellen.
2) Mehl unter regelmäßigem Rühren in einer beschichteten Pfanne bräunen. Pfanne anschließend von der Kochstelle ziehen.
3 Pfanne mit Butterschmalz auf hohe Temperatur erhitzen. Braten von allen Seiten anbraten, bis er eine schöne Farbe bekommen hat. (Mit zwei Kochlöffeln – links und rechts gestützt – gelingt das Anbraten auch auf den schmalen Bratenseiten.)
4) Fleisch und Zutaten in den Slow Cooker geben. Crock-Pot anschließend mit Rinderfond und Wein auffüllen, bis der Braten fast bedeckt ist. Deckel schließen, Crock-Pot auf »LOW« stellen. Braten 2½–3 Std. garen. Wichtig: Während des Garens den Deckel stets aufgelegt lassen! Kurz vor Ende der Garzeit den Gargrad mit einem Stahlpicker prüfen.
Klassisch: Gedämfter Ochsenschoß aus dem Bräter
Fleisch mit geschlossenem Deckel im Bräter bei mittlerer Hitze ca. 1½–2 Stunden »dämpfen«, sprich schmoren. Danach warm stellen.
5) Am Ende der Garzeit einen halben Liter Schmorfond aus dem Crock-Pot nehmen. Fond durch ein feines Sieb in eine Kasserolle füllen. Schmorfond auf mittlerer Hitze einreduzieren. (Optional kann man auch noch 2–3 der Tomatenviertel zufügen und mit dem Stabmixer verarbeiten). Sauce, falls nötig, noch mit « beurre manié » (Knet- bzw. Mehlbutter) binden. Mit Senf, Paprikapulver, Essig und 1 Prise Pfeffer und Salz abschmecken.
6) Bohnen putzen und gemäß Packungsanweisung im Dampfgarer garen. Mit Majoran und einer Prise Salz abschmecken.
Nährwert- & Gesundheitsanalyse
von Dipl. Ernährungswissenschaftler Michael Pagelsdorf
Rindfleisch
– kräftig im Aroma, stark an Vitamin B12
Neben hochwertigem Eiweiß enthält Rind- wie auch Lammfleisch die lebenswichtigen Vitamine B2, B6 und B12 sowie wichtige Mineralstoffe wie Eisen, Zink und Selen. Vitamin B1 ist ebenfalls vorhanden, jedoch in geringeren Mengen als beispielsweise in Schweinefleisch.
Besonders Eisen und Vitamin B12 spielen eine zentrale Rolle bei der Bildung roter Blutkörperchen. Vitamin B12 kann in relevanten Mengen fast nur über tierische Produkte aufgenommen werden.
Eisen ist nicht allein für die Blutbildung, sondern auch für den Muskelaufbau relevant, da es eine Schlüsselrolle beim Sauerstofftransport zu den Muskelzellen spielt. Eine ausreichende Sauerstoffversorgung ist für unsere Muskeln die Voraussetzung für Leistung, Regeneration und Wachstum.
Daher lässt sich feststellen, dass eine rein vegane Ernährung ohne Supplemente nicht als vollständig ausgewogen betrachtet werden kann. Bereits 150 g Lamm- oder Rinderfilet können den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin B12 decken und leisten zugleich einen wertvollen Beitrag zur Eisenversorgung.
Kulinarische Verwendung:
Rindfleisch zählt zu den vielseitigsten Fleischsorten überhaupt und ist aus der internationalen Küche nicht wegzudenken. Je nach Teilstück lässt es sich braten, schmoren, grillen oder roh genießen – etwa als feines Carpaccio oder würziges Tatar.
Zu den besonders edlen Cuts gehören Filet, Entrecôte und Hüftsteak, die durch ihre zarte Konsistenz und den kräftigen, aromatischen Geschmack überzeugen. Für Schmorgerichte eignen sich hingegen Schulter, Wade oder Brust, die durch langsames Garen in Wein, Brühe oder Gemüsesud besonders saftig werden.
Auch in der modernen, leichten Küche spielt Rindfleisch eine wichtige Rolle – etwa in Form von kurzgebratenen Asia-Wok-Gerichten oder als proteinreiches Steak mit frischen Beilagen.
So steht Rindfleisch für intensiven, eiweißreichen Genuss und kraftvolle Aromen, die sich nahezu jeder Kochkultur anpassen lassen.
Grüne Bohnen alias Buschbohnen
– zart im Biss und voll gesunder Pflanzenkraft
Grüne Bohnen oder auch Busch- oder Gartenbohnen – ebenso bekannt als Schnittbohnen oder österreichisch »Fisole« – sind eine Pflanzenart aus der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler. Sie enthalten neben einem hohen Vitamin-C-Anteil – der beim Kochen leider zu einem großen Teil verlorengeht – wertvolle Mineralstoffe wie Magnesium und Calcium, Kalium sowie das Spurenelement Mangan. Kalium wirkt entwässernd und damit harntreibend. Zudem liefern grüne Bohnen reichlich Vitamin K, das für die Blutgerinnung und starke Knochen von großer Bedeutung ist.
Die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe – insbesondere Flavonoide und Phenolsäuren – unterstützen zudem unseren Organismus bei der Bekämpfung von Entzündungen und Bakterien.
Bohnen müssen unbedingt gekocht werden, sie dürfen auf keinen Fall roh verzehrt werden, da sie das giftige Glykoprotein Phasin enthalten. Dieses lässt das Blut verklumpen; schon kleine Mengen roher Bohnensamen können Symptome wie Übelkeit, Fieber und Durchfall bis hin zu Krampfanfällen hervorrufen. Sogar ein Kreislaufschock ist möglich. In der Kochpraxis ist dies allerdings unbedenklich, da das giftige Phasin beim Erhitzen vollständig zerstört wird.
Bohnen enthalten zudem viel Eiweiß sowie eine Reihe wertvoller Aminosäuren. Zwar ist das pflanzliche Eiweiß nicht ganz so hochwertig wie das aus Fleisch oder Milchprodukten, es leistet dennoch einen wichtigen Beitrag zur Eiweißversorgung – besonders in einer pflanzenbasierten Ernährung.
Nicht zu vergessen: Der hohe Ballaststoffanteil der grünen Bohnen fördert eine regelmäßige Verdauung, wirkt möglichen Blähungen entgegen und hilft dabei, den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren. Ein Tipp: Schonendes Dünsten statt langem Kochen erhält möglichst viele wertvolle Vitamine.
Kulinarische Verwendung:
In der Küche zeigen sich grüne Bohnen äußerst vielseitig, da sie sich sowohl als begleitendes Gemüse als auch als eigene Komponente in warmen und kalten Speisen eignen. Sie passen hervorragend zu leichten Sommergerichten und besonders zu aromatischem Olivenöl, Zitronenabrieb oder fein gehacktem Knoblauch, wobei ein kurzes Blanchieren die frische Farbe behält und für einen angenehm bissfesten Charakter sorgt.
Klassisch werden sie in Schmorgerichten mit Tomaten, Zwiebeln und Kräutern wie Thymian oder Bohnenkraut verwendet, was eine besonders harmonische Würze entfaltet. Auch in Salaten – etwa zu Kartoffeln oder als eigenständige Komposition mit Essig und Walnussöl – zeigen sie ihr typisches, leicht süßlich-grünes Aroma.
Für herzhafte Speisen lassen sich Bohnen nach dem Garvorgang kurz anschwenken oder in einer Pfanne mit Basilikum, Speckalternativen oder Zwiebelwürfeln verfeinern, wodurch eine dichtere Aromenstruktur entsteht.
In der modernen, gesundheitsbewussten Küche haben sich grüne Bohnen zudem als Komponente für Bowls, Reispfannen und vegetarische Eintöpfe etabliert, wo sie mit ihrem hohen Ballaststoffgehalt und ihrer natürlichen Frische sowohl Genuss als auch Ernährungswert einbringen.
Kartoffeln alias Erdäpfel
– natürliche Energie, die schmeckt
Kartoffeln, in bestimmten Regionen Deutschlands sowie einigen Nachbarländern auch als »Erdäpfel« oder »Grundbirnen« bzw. »Grumbeeren« (Pfalz)) und weiteren Regionalnamen bekannt, gehören wie auch Tomaten und Paprika zur Familie der Nachtschattengewächse.
Gemäß statistischen Umfragen ist die Knollenfrucht nach wie vor der Deutschen liebste Beilage und das ist auch gar nicht schlecht.
Kartoffeln sind vitamin- und mineralstoffreich und dabei noch kalorienarm. Vor allem das Vitamin-C ist in nennenswerten Mengen in der Nutzpflanze enthalten. Des weiteren besitzen die Knollen einen hohen Eiweißanteil, der in Kombination mit den in unserem Rezept verwendeten Eiern sehr gut von unserem Organismus resorbiert und in körpereigenes Eiweiß transformiert werden kann.
Gekochte Kartoffeln wirken sich allerdings stark auf den Blutzucker aus, da die Stärke durch den Kochvorgang als nahezu reine Glucose im Dünndarm aufgenommen wird.
Lässt man die Kartoffel nach dem Kochvorgang erkalten und verarbeitet sie dann erst weiter, bildet sich eine »Resistente Stärke«, die sich wesentlich günstiger auf den Blutzuckerspiegel auswirkt. So werden z. B. Bratkartoffeln klassischerweise aus ERKALTETEN Kartoffeln hergestellt.
Kulinarische Verwendung:
Kartoffeln sind aus der Küche kaum wegzudenken – ob als cremiges Püree, knusprige Bratkartoffeln, herzhafte Gratins oder feine Suppen. Sie lassen sich in unzähligen Variationen zubereiten und passen zu nahezu jedem Gericht. Ihr zarter, neutraler Geschmack macht sie zu einem idealen Basislebensmittel für leichten und gesunden Genuss.
Tomaten alias Paradeiser
– sonnengereift, gesund und voller Geschmack
Außer einem hohen Wasseranteil enthalten Tomaten viele sekundäre Pflanzenstoffe wie auch verschiedene Mineralstoffe. Besonders Kalium stellt für den Menschen einen wichtigen gesundheitlichen Faktor für eine ausgewogene Ernährung dar, da Kalium für die Regulation des Blutdrucks, aber auch für Muskeln und Nerven ein wertvoller Initiator ist.
Erhitzt gesünder als roh
Zudem sind Tomaten einige der wenigen Gemüsesorten, deren gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe sich durch Erhitzen verbessern, statt sich zu verschlechtern. Gemeint sind die in Tomaten enthaltenen Polyphenole, sogenannte Antioxidantien, wirksame Fänger der zellschädigenden »freien Radikalen«, die – sobald aktiv – ihrem Namen alle Ehre machen.
Hervorzuheben ist in diesem Bezug der in Tomaten reichlich enthaltene, zur Familie der Carotinoide gehörende Farbstoff Lycopin. Dieser Farb- bzw. Wirkstoff allein ist bereits ein guter Grund, regelmäßig Tomaten auf den Speisezettel zu stellen. Natürlichen Nährboden bei der Aufzucht der Tomaten voraussetzend!
Kulinarische Verwendung:
Tomaten sind die Allrounder der mediterranen Küche und bilden die Basis zahlreicher Klassiker – von Pasta- und Pizza-Saucen über Suppen und Eintöpfe bis hin zu frischen Salaten.
Roh entfalten sie ihr volles Aroma besonders in Caprese (mit Mozzarella, Basilikum und Olivenöl) oder in sommerlichen Tomatensalaten mit roten Zwiebeln und Balsamico. In Kombination mit Kräutern wie Thymian, Oregano und Rosmarin entstehen aromatische Dressings oder Bruschetta-Beläge.
Durch Erhitzen intensiviert sich der Geschmack und das wertvolle Lycopin wird besser verfügbar – ideal in Tomatensaucen, Ratatouille, Shakshuka oder als Grundlage für Risotto und Gemüsepfannen. Im Ofen langsam geschmorte oder getrocknete Tomaten entwickeln ein tiefes, süß-würziges Aroma, das besonders gut zu Fleisch, Fisch oder Antipasti passt.
Auch in der feinen Küche spielen sie eine Rolle – etwa als Tomatenconsommé, Sorbet oder Tatar aus confierten Tomaten.
Tomaten stehen somit für Sonnenreife, mediterrane Frische und gesunden Genuss, der in nahezu jeder Küche der Welt seine kulinarische Heimat gefunden hat.
Zwiebeln und Knoblauch
– natürliches Powerduo für Gesundheit und Geschmack
Beide sind ein natürliches Antibiotikum und bekämpfen wirksam schädliche Pilze und krankheitserregende Mikroorganismen. Die Zwiebel ist eng mit dem Knoblauch verwandt und besitzt gegenüber diesem eine mildere Wirkung. Die Kombination der beiden bringt ein starkes Duo hervor.
Beide enthalten wertvolle Antioxidantien, die als Fänger »freier Radikaler« unseren Organismus dabei helfen, gesund zu bleiben.
Die zur Gattung der Liliengewächse gehörenden Pflanzen verfügen zudem über einen hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt, von dem wir ebenfalls gesundheitlich profitieren.
Enthalten sind die Vitamine B1, B2 und B6 sowie die Vitamine C und E. Außer den Mineralstoffen Salz, Eisen, Zink und Magnesium sind noch eine ganze Reihe weiterer Mineralstoffe in Zwiebeln und Knoblauch enthalten, sodass man beide Pflanzen durchaus als hochwertige Mineralstoff-Lieferanten bezeichnen kann.
Kulinarische Verwendung:
Zwiebeln und Knoblauch bilden das aromatische Grundgerüst unzähliger Gerichte – von der heimischen bis zur internationalen Küche. Ob angeschwitzt, gebraten, konfitiert oder roh – ihr Geschmack reicht von süßlich-mild bis kräftig-würzig und sorgt stets für Tiefe und Charakter.
In der mediterranen Küche sind sie unverzichtbar: in Pastasaucen, Risottos, Gemüseragouts, Schmorgerichten oder Fischzubereitungen mit Olivenöl und Kräutern. Auch in der asiatischen, orientalischen und kreolischen Küche sind sie fester Bestandteil von Currys, Dips, Würzpasten und Suben.
Knoblauchöl oder Zwiebelconfit verleihen vegetarischen wie auch Fleischgerichten einen feinen, tiefwürzigen Akzent, während gerösteter oder geschmorter Knoblauch eine butterweiche Süße entfaltet, die besonders zu Lamm, Kalb, Pilzen oder geröstetem Gemüse passt.
So werden Zwiebeln und Knoblauch nicht nur zu Geschmacksträgern erster Güte, sondern auch zu Symbolen für Genuss und Gesundheit – ein Duo, das keiner Küche fehlen sollte.
Butter alias Gute Butter
– cremiger Genuss voller wertvoller Omega-3-Fettsäuren
Nachdem Butter über Jahrzehnte hinweg systematisch schlechtgeredet wurde, ohne dies auf wissenschaftliche Studien zu stützen, ist sie zwischenzeitlich von ihrem schlechten Ruf »freigesprochen« worden – und das völlig zu Recht.
Butter besitzt einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, die eben NICHT – wie lange Zeit behauptet – schlecht für unseren Organismus sind. Aber auch einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind in Butter enthalten.
Gegenüber Olivenöl kann sie zudem noch mit einem echten Plus punkten: Abhängig von der Nahrung, die Kühe zu sich nehmen, besitzt Butter die für den Menschen zwingend erforderlichen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA. Je mehr frisches Gras (Stichwort: Freilandhaltung!) eine Kuh zu sich nimmt, desto höher der Omega-3-Anteil in der Milch und deren Produkten.
Hier können sich z. B. der deutsche Marktführer Kerrygold sowie eine Handvoll weiterer Hersteller mit der Qualität ihrer Butter und den darin enthaltenen gesunden Fettsäuren ganz klar aus der Menge der Butterproduzenten hervorheben.
Freilandhaltung vorausgesetzt (gem. Bio-Verordnung mindestens 120 Tage im Jahr), verdient Butter ihren Namen »Gute Butter«, den ihr bereits unsere Großeltern gegeben haben, also völlig zu Recht.
Butterschmalz
Wie auch Claudia und Jürgen in ihren Rezepten mit Butterschmalz schreiben, gibt es viele Namen für »Braune Butter«, die vom Milcheiweiß befreite (geläuterte) Variante der Basisbutter. Um den Begriff »Ghee« wird seit geraumer Zeit ein Hype gemacht, dabei handelt es sich dabei um nichts anderes als eben braune Butter.
Mit dem Begriff »Ghee« ist allerdings auch eine Lebensphilosophie verbunden. Das hat auch die Industrie erkannt und so kommt es, dass man Ghee im Verkaufsregal meist höherpreisig vorfindet als eben »ordinäres« Butterschmalz, das ja bereits mehr als teuer genug ist.
Greifen Sie in diesem Fall also ruhig zum Butterschmalz. Artgerechte Freilandhaltung zur Erzeugung des Rohstoffs Butter vorausgesetzt, ist dieser eine ebenso gute und zudem preiswertere Wahl.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oecotrophologe)