Irish Stew aus dem Slow Cooker

– irischer Lamm­eintopf mit Kar­tof­feln, Möh­ren und Stau­den­sel­lerie

Irish Stew aus dem Slow Cooker Irish stew aus dem Slow Cooker

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Irisch Stew aus dem Slow Cooker

👉 Irischer Lamm­eintopf mit Kar­tof­feln, Möh­ren und Stau­den­sel­lerie

Irish Stew gehört zu den be­kann­tes­ten Ge­rich­ten der iri­schen Küche. Der tra­di­tio­nelle Lamm­ein­topf wurde frü­her gerne als sät­ti­gen­des Wo­chen­end­es­sen zu­be­rei­tet und ge­hört heute eben­so zur iri­schen Küche wie der Be­such eines ge­müt­li­chen »Irish Pubs«. Je nach Re­gion und Fa­milie gibt es da­bei un­ter­schied­li­che Va­ri­an­ten des Klas­si­kers.

In seiner ursprünglichen Form kommt Irish Stew mit we­ni­gen Zu­ta­ten aus: Lamm­fleisch, Kar­toffeln und Zwie­beln bil­den die Grund­lage. Da­ne­ben ha­ben sich zahl­rei­che Va­ri­an­ten ent­wi­ckelt, bei de­nen beispiels­weise Möh­ren, Wir­sing oder Spitz­kohl er­gänzt wer­den. Auch Zu­be­rei­tun­gen mit iri­schem Bier, etwa Guin­ness, sind weit ver­brei­tet.

Wir wollten bei unserer Variante jedoch das Lamm ganz be­wusst in den Mit­tel­punkt stel­len. Des­halb er­gän­zen wir Kar­tof­feln und Zwie­beln le­dig­lich um Möh­ren und Stau­den­sel­lerie. Das Ge­müse bringt zu­sätz­li­che Würze und schöne Farb­kon­traste mit, ohne den cha­rak­te­ris­ti­schen Ge­schmack des kräf­tig ange­bra­tenen Lamm­fleischs zu über­de­cken.

Für unser Irish Stew ver­wen­den wir den Slow Cooker. Das zu­vor kräftig ange­bra­tene Lamm­fleisch wird da­rin ge­mein­sam mit Ge­müse, Kräu­tern, Weiß­wein und Was­ser bzw. Lamm­fond über meh­re­re Stunden sanft gegart. Durch die lange Gar­zeit ver­bin­den sich die Aro­men be­son­ders inten­siv und das Lamm wird wun­der­bar zart.

Eine interessante Parallele gibt es übri­gens auch zur deut­schen Küche: In Bayern kennt man mit dem »Pichl­steiner« bzw. »Büchel­steiner« ei­nen eben­falls kräftigen Ein­topf, bei dem ver­schie­dene Fleisch­sorten mit Kar­toffeln und Ge­müse kom­bi­niert wer­den. Anders als beim Irish Stew ge­hö­ren dort ne­ben Rind- und Schweine­fleisch je­doch eben­falls un­ter­schied­liche Fleisch­sor­ten zum tra­di­tio­nel­len Re­zept.

Gernekochen-Weintipp

Ein leich­ter »Pi­not Noir« aus dem Bur­gund (Cô­te Cha­lon­nai­se vie Mer­cu­rey oder Giv­ry), ein leich­ter »Cô­te de Beau­ne« oder ein nicht zu kräf­ti­ger »Spät­­bur­gun­der« (Wein­gut Roth) aus Fran­ken sind har­mo­ni­sche Be­glei­ter für das Schmor­ge­richt.

Etwas weni­ger har­mo­nisch, da­für um­so »span­nen­der«, ist ein Weiß­wein als Be­glei­ter des Irish Stews. Lamm und Weiß­wein zu kom­bi­nie­ren, er­scheint schwie­rig. Wer sich aber auf ei­nen Ver­such ein­las­sen möch­te, fin­det in ei­nem wür­zig-cre­migem Grau­bur­gunder vom Kaiser­stuhl in Ba­den das per­fek­te Pai­ring. Ein­fach mal auf un­se­r Wein­tipp-Icon tip­pen und mehr er­fah­ren. Wir wün­schen wie stets ei­nen gu­ten Ap­pe­tit und: Wohl be­komm's!

Warum Du unser Irish-Stew-Re­zept aus­pro­bieren soll­test

  • Irischer Klassiker: Irish Stew ist ein traditioneller Lamm­ein­topf, der mit Kar­tof­feln und Zwie­beln seit Ge­ne­ra­tionen zur iri­schen Küche ge­hört
  • Zartes Lammfleisch: Die Lamm­keule wird kräf­tig ange­bra­ten und an­schlie­ßend meh­rere Stun­den im Slow Cooker ge­gart
  • Kräftige Aromen: Das scharfe An­bra­ten des Flei­sches so­wie die Bei­la­ge der aus­ge­lösten Kno­chen beim Schmo­ren sor­gen für eine aro­ma­ti­sche Grund­lage, die dem Ein­topf be­son­dere Tiefe ver­leiht
  • Wenige, gut abgestimmte Zu­taten: Kar­toffeln, Zwie­beln, Möh­ren und Stau­den­sel­lerie er­gän­zen das Lamm, ohne seinen cha­rak­te­ris­tischen Ge­schmack zu über­de­cken
  • Sanft im Slow Cooker gegart: Durch die lange Gar­zeit bei nie­dri­ger Tem­pe­ra­tur wird das Lamm be­son­ders zart und die Aro­men kön­nen sich in­ten­siv ver­bin­den
  • Mit Weißwein verfeinert: Ein säure­armer Weiß­wein bringt Fri­sche in den kräf­ti­gen Ein­topf und er­gänzt das Lamm har­mo­nisch
  • Nach Wunsch noch kräftiger: Wer den Ge­schmack in­ten­si­vie­ren möchte, kann statt Was­ser ei­nen aro­ma­ti­schen Lamm­fond ver­wen­den
  • Einfach nachzukochen: Unsere Schritt-für-Schritt-An­lei­tung führt auch Koch­an­fänger si­cher ans Ziel

Rezept:
Irish Stew aus dem Slow Cooker

Zutaten für 4 Personen

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Einkaufszettel:

  • 1,2–1,5 kg Lammkeule vom Metzger Dei­nes Ver­trauens (👉 Knochen vom Metzger aus­lösen las­sen und mit­ver­wen­den)
  • 2 kleine bis mittel­große Ka­rotten
  • 1 Stange Staudensellerie
  • 1 handvoll Grün vom Staudensel­lerie
  • 800 g Kartoffeln, mehligko­chend
  • 400 ml Wasser (alternativ: Lammfond)
  • 250 ml Weißwein, säurearm (z. B. Côtes du Rhône blanc)
  • 2 Lorbeerblätter

Des weiteren benötigt man:

  • 3 weiße Zwiebeln
  • 2–3 Zweige frischer Thymian
  • etwas frisch, gehackte Petersilie oder Blatt­grün vom Stau­den­sel­lerie
  • etwas Salz und
  • Pfeffer aus der Mühle

Das benötigt man zusätzlich:

  • etwas Speck zum Ausreiben der Pfanne (be­sitzt das Lamm­fleisch ei­nen schö­nen Fett­rand, kann man auch die­sen da­für be­nutzen

👉 In Deutschland kennt man das Ge­richt auch als »Pichel­steiner« oder »Büchel­steiner«.

Zubereitung:

1.1) Lammkeule waschen und trockentupfen. Kno­chen auslösen und beiseite legen (Sie kommen spä­ter zusammen mit dem Fleisch in den Crock-Pot und tragen zum guten Geschmack bei). Lammfleisch in nicht zu kleine Stücke schneiden.

1.2) Gemüse und Kartoffeln waschen, ggf. putzen und schälen. Zwiebeln ebenfalls schälen und alles in mund­ge­rech­te Stücke schneiden. Beim Stau­den­sel­le­rie mit einem Küchenmesser die Fäden ziehen und etwas Blatt­grün mit­ver­wen­den. Thy­mi­an­zwei­ge abbrausen und trockentupfen.

2) Eine schmiedeeiserne Bratpfanne mit Speck oder But­ter­schmalz aus­rei­ben und auf ho­he Stu­fe er­hit­zen. 

👉 Zum Tes­ten der Tem­pe­ra­tur ei­nen Trop­fen Was­ser in die Pfan­ne sprit­zen. Zer­platzt und ver­dampft die­ser, hat die Pfan­ne die rich­ti­ge Brat­tem­pe­ra­tur er­reicht!

Fleisch por­ti­ons­wei­se(!) rund­he­rum kräf­tig an­bra­ten, da­mit schö­ne Röst­aro­men ent­ste­hen. Beim An­bra­ten da­rauf ach­ten, das zwi­schen den ein­zel­nen Fleisch­­stü­ck­en min­des­tens 2 cm Ab­stand be­steht. Liegt es zu eng ne­ben­ein­an­der, kocht das Fleisch und brät nicht mehr! Fleisch aus Pfan­ne neh­men und be­reit­stel­len.

3) Lammfleisch salzen, pfef­fern. Das Fleisch mit den Kar­toffel­stü­cken, dem Ge­mü­se, Kräu­tern und Zwie­beln sowie den aus­ge­lös­ten Kno­chen in den Slow Coo­ker schich­ten. Irish Stew mit Weiß­wein und Was­ser (noch aro­ma­ti­scher wird es mit Lamm­fond) auf­gie­ßen bis al­le Zu­ta­ten be­deckt sind. De­ckel auf­legen.

Crock-Pot auf »High« stel­len und Irish Stew 2 Std. da­rin garen. Da­nach auf »LOW« um­stel­len und den irischen Lamm­ein­topf für wei­te­re 4 Std. ga­ren. Wich­tig: Wäh­rend des Ga­rens den De­ckel stets auf­ge­legt las­sen!

Nährwert- & Ge­sund­heits­ana­ly­se

von Dipl. Ernährungs­wissen­schaftler Michael Pagelsdorf

Lammfleisch

– kräftig im Aro­ma, stark an Vi­ta­min B12

Lammfleisch

Neben hochwertigem Eiweiß enthält Lamm- wie auch Rind­fleisch die le­bens­wich­ti­gen Vi­ta­mi­ne B2, B6 und B12 so­wie wich­ti­ge Mi­ne­ral­stof­fe wie Ei­sen, Zink und Se­len. Vi­ta­min B1 ist eben­falls vor­han­den, je­doch in ge­rin­ge­ren Men­gen als bei­spiels­wei­se in Schwei­ne­fleisch.

Besonders Eisen und Vi­ta­min B12 spie­len ei­ne zen­tra­le Rol­le bei der Bil­dung ro­ter Blut­kör­per­chen. Vi­ta­min B12 kann in re­le­van­ten Men­gen fast nur üb­er tie­ri­sche Pro­duk­te auf­ge­nom­men wer­den.

Eisen ist nicht allein für die Blut­bil­dung, son­dern auch für den Mus­kel­auf­bau re­le­vant, da es ei­ne Schlüs­sel­rol­le beim Sau­er­stoff­trans­port zu den Mus­kel­zel­len spielt. Ei­ne aus­rei­chen­de Sau­er­stoff­ver­sor­gung ist für un­se­re Mus­keln die Vo­raus­set­zung für Leis­tung, Re­ge­ne­ra­tion und Wachs­tum. 

Daher lässt sich feststellen, dass eine rein ve­gane Er­nährung oh­ne Sup­ple­mente nicht als voll­stän­dig aus­ge­wo­gen be­trach­tet wer­den kann. Be­reits 150 g Lamm- oder Rin­der­filet kön­nen den Ta­ges­be­darf eines Er­wach­se­nen an Vi­ta­min B12 de­cken und leis­ten zu­gleich ei­nen wert­vol­len Bei­trag zur Ei­sen­ver­sor­gung.

Kulinarische Verwendung:

Lammfleisch ist ei­ne be­son­ders fei­ne Fleisch­sor­te, die durch ihr zar­tes, leicht wür­zi­ges Aro­ma über­zeugt. Es fin­det in der mit­tel­meer­län­di­schen wie auch in der orientalischen Kü­che ei­nen ho­hen Stel­len­wert und wird gern mit Kräu­tern wie Ros­ma­rin, Thy­mi­an, Ore­ga­no oder Knob­lauch ver­fei­nert.

Be­son­ders be­liebt sind zar­te Teil­stü­cke wie La­m­m­keu­le, Lamm­kar­ree oder La­m­m­fi­let, die sich zum Bra­ten, Gril­len oder Schmo­ren eig­nen. Lang­sam ge­gart ent­fal­tet Lamm sei­ne vol­le Zart­heit und ein rundes, fei­nes Aro­ma, das her­vor­ra­gend zu Ge­mü­se, Oli­ven­öl und mil­den Säu­re­no­ten passt.

Auch in leich­te­ren Va­ria­tio­nen – et­wa als ge­würz­te Spi­eße, Lamm-Bur­ger oder Me­zze-Kom­po­nen­te – lässt sich das Fleisch ku­li­>na>­risch viel­sei­tig ein­set­zen.

Lamm steht für wür­zi­gen Ge­nuss mit fei­nem Cha­rak­ter, der Na­tur­aro­ma, Ele­ganz und Nähr­stoff­dich­te auf har­mo­ni­sche Wei­se ver­eint.

Karotten alias Möhren

– vielseitiger Genuss, voll gesun­der Nähr­stoff­po­wer

Karotten alias Möhren

Die in Deutsch­land sehr be­lieb­ten und in der Kü­che viel­sei­tig ver­wend­ba­ren Möh­ren bzw. Mohr­rü­ben ge­hö­ren zu den Dol­den­blü­ten­ge­wäch­sen. Sie sind reich an Mi­ne­ral­stof­fen und Spu­ren­ele­men­ten wie Ka­li­um, Phos­phor, Cal­ci­um, Mag­ne­si­um und Zink so­wie reich an Ca­ro­tin, welches in den Möh­­ren in Form von Alpha- wie auch Be­ta-Ca­ro­tin (Pro­vi­ta­min A, ei­ner Vor­stu­fe von Vi­ta­min A) vor­kommt. Vitamin A un­ter­stützt un­se­re Seh­fä­hig­keit, be­son­ders bei Nacht, und wirkt sich po­s­i­tiv auf un­ser Im­mun­sys­tem wie auch un­ser Zell­wachs­tum aus.

Carotin (und auch einige Vita­mi­ne) kann am bes­ten vom Kör­per re­sor­biert wer­den, wenn man es zu­sam­men mit Fett in Form von Öl oder But­ter isst.

Kulinarische Verwendung:

Karotten eignen sich her­vor­ra­gend für sü­ße wie her­zhaf­te Ge­rich­te – ob als cre­mi­ge Sup­pe, ge­schmor­te Bei­la­ge, fri­scher Sa­lat oder saf­ti­ger Ku­chen. Ihr zar­tes, süß­li­ches Aro­ma ent­fal­tet sich be­son­ders gut in Kom­bi­na­ti­on mit et­was Öl oder But­ter und sorgt da­mit für na­tür­li­chen, ge­sun­den Ge­nuss.

Staudensellerie

– frische Aromatik mit gesun­der Wir­kung voll gesun­der Nähr­stoff­po­wer

Staudensellerie

Staudensellerie zählt zu den Ge­mü­se­sor­ten mit be­son­ders ho­hem Was­ser­an­teil und ei­nem frischen, aro­ma­ti­schen Ge­schmack. Er stammt ur­sprüng­lich aus dem Mit­tel­meer­raum und wird heu­te welt­weit kul­ti­viert. In der Mit­tel­meer­kü­che wird er häu­fig roh, ge­düns­tet oder als Ge­schmacks­trä­ger in Soßen und Sup­pen ver­wen­det.

Mit nur rund 15 kcal pro 100 g zählt Stau­den­sel­le­rie zu den ka­lo­ri­en­ärms­ten Ge­mü­se­sor­ten über­haupt. Er be­steht zu über 90 % aus Was­ser, ent­hält aber gleich­zei­tig wert­vol­le Mi­ne­ral­stof­fe wie Ka­li­um, Na­tri­um, Cal­ci­um und Ma­gne­si­um – Mi­ne­ra­li­en, die für den Elek­tro­lyt­haus­halt und ei­ne nor­ma­le Herz-Kreis­lauf-Funk­tion wich­tig sind. Zu­dem lie­fert er Vi­ta­min C, Vi­ta­min K und meh­re­re B-Vi­ta­mi­ne, die den Ener­gie­stoff­wech­sel und das Ner­ven­sys­tem un­ter­stüt­zen.

Be­son­ders er­wäh­nens­wert ist der ent­wäs­sern­de Ef­fekt des ho­hen Ka­li­um­ge­halts, der den Kör­per auf sanf­te Wei­se ent­las­ten kann. Zudem stellt Ka­li­um für den Men­schen ei­nen wich­ti­gen ge­sund­heit­li­chen Fak­tor für ei­ne aus­ge­wo­ge­ne Er­näh­rung dar, da Ka­li­um für die Re­gu­la­tion des Blut­drucks, aber auch für Mus­keln und Ner­ven ein wert­vol­ler In­itia­tor ist.

Auch ent­hal­te­ne Se­kun­där­stof­fe wie Apio­genin und Phtha­li­de wer­den mit po­si­ti­ven Ef­fek­ten auf Blut­druck und Ent­zün­dungs­pro­zes­se in Ver­bin­dung ge­bracht.

Da­mit ver­eint Stau­den­sel­le­rie ei­ne Viel­zahl ge­sund­heits­för­dern­der Ei­gen­schaf­ten mit leich­ter Fri­sche und cha­rak­te­ris­ti­schem Aro­ma – ein wah­res All­round­ge­mü­se für die aus­ge­wo­ge­ne, mit­tel­meer­ty­pi­sche Er­näh­rung.

Kulinarische Verwendung:

Staudensellerie ist ein ech­ter All­roun­der in der Kü­che und ver­leiht Ge­rich­ten ei­ne fri­sche, aro­ma­ti­sche No­te mit leicht her­bem, mi­ne­ra­li­schem Un­ter­ton.

Roh ge­schnit­ten bringt er Knack und Wür­ze in Sa­la­te, Bowls und Green-Smoot­hies. In fei­ne Schei­ben ge­ras­pelt, passt er her­vor­ra­gend zu Äp­feln, Ka­rot­ten oder Wal­nüs­sen. Ge­düns­tet oder an­ge­braten ent­fal­tet er sein ty­pi­sches Aro­ma in Ge­mü­se­pfan­nen, Pas­ta oder Risot­to.

In So­ßen und Sup­pen wirkt er als na­tür­li­cher Ge­schmacks­trä­ger und bil­det die aro­ma­ti­sche Ba­sis vie­ler mit­tel­meer­ty­pi­scher Ge­rich­te – et­wa im klas­sisch ita­lie­ni­schen Soffrit­to mit Zwie­beln und Möh­ren. Ge­backen oder ge­grillt ent­steht ei­ne neue, süß­lich-wür­zi­ge Aromenvielfalt, die ihn auch als Bei­la­ge zu Fisch und Fleisch be­son­ders in­ter­es­sant macht.

Kombinations­tipp:
Sein kräf­ti­ges, leicht sal­zi­ges Aro­ma har­mo­niert wun­der­bar mit fri­schen Zi­trus­no­ten, Ap­fel, Bir­ne oder auch süß­lich-fruch­ti­gen Kom­po­nen­ten wie Trau­ben und Datteln – ei­ne ku­li­na­ri­sche Brü­cke zwi­schen Ge­nuss und Ge­sund­heit.

Kartoffeln alias Erd­äp­fel

– natürliche Energie, die schmeckt

Kartoffeln

Kartoffeln, in bestimm­ten Re­gio­nen Deutsch­lands so­wie ei­ni­gen Nach­bar­län­dern auch als »Erd­äp­fel« oder »Grund­bir­nen« bzw. »Grum­bee­ren« (Pfalz)) und wei­te­ren Re­gio­nal­na­men be­kannt, ge­hö­ren wie auch To­ma­ten und Pap­ri­ka zur Fa­mi­lie der Nacht­schat­ten­ge­wäch­se.

Gemäß statistischen Umfragen ist die Knol­len­frucht nach wie vor der Deut­schen liebs­te Bei­la­ge und das ist auch gar nicht schlecht.

Kartoffeln sind vi­ta­min- und mi­ne­ral­stoff­reich und da­bei noch ka­lo­ri­en­arm. Vor al­lem das Vi­ta­min-C ist in nen­nens­wer­ten Men­gen in der Nutz­pflan­ze ent­hal­ten. Des wei­te­ren be­sit­zen die Knollen ei­nen ho­hen Ei­weiß­an­teil, der in Kom­bi­na­tion mit den in un­se­rem Re­zept ver­wen­de­ten Ei­ern sehr gut von un­se­rem Or­ga­nis­mus re­sor­biert und in kör­per­ei­ge­nes Ei­weiß trans­for­miert werden kann.

Gekochte Kartoffeln wir­ken sich al­ler­dings stark auf den Blut­zu­cker aus, da die Stär­ke durch den Koch­vor­gang als na­he­zu rei­ne Glu­co­se im Dünn­darm auf­ge­nom­men wird.

Lässt man die Kartof­fel nach dem Koch­vor­gang er­kal­ten und ver­ar­bei­tet sie dann erst wei­ter, bil­det sich ei­ne »Re­sis­ten­te Stär­ke«, die sich we­sent­lich güns­ti­ger auf den Blut­zu­cker­spie­gel aus­wirkt. So wer­den z. B. Brat­kar­tof­feln klas­si­scher­wei­se aus ER­KALTE­TEN Kar­toffeln her­ge­stellt.

Kulinarische Verwendung:

Kartoffeln sind aus der Küche kaum weg­zu­den­ken – ob als cre­mi­ges Pü­ree, knusp­ri­ge Brat­kar­tof­feln, herz­haf­te Gra­tins oder fei­ne Sup­pen. Sie las­sen sich in un­zäh­li­gen Va­ria­tio­nen zu­be­rei­ten und pas­sen zu na­he­zu je­dem Ge­richt. Ihr zar­ter, neu­tra­ler Ge­schmack macht sie zu ei­nem idea­len Ba­sis­le­bens­mit­tel für leich­ten und ge­sun­den Ge­nuss.

Zwiebeln und Knoblauch

– natürliches Powerduo für Gesund­heit und Ge­schmack

Zwiebeln und Knoblauch

Beide sind ein na­tür­li­ches Anti­bio­ti­kum und be­kämp­fen wirk­sam schäd­li­che Pil­ze und krank­heits­er­re­gen­de Mi­kro­or­ga­nis­men. Die Zwie­bel ist eng mit dem Kno­blauch ver­wandt und be­sitzt ge­gen­über die­sem ei­ne mil­de­re Wir­kung. Die Kom­bi­na­tion der bei­den bringt ein star­kes Duo her­vor.

Bei­de ent­hal­ten wert­vol­le An­ti­oxi­dan­tien, die als Fän­ger »freier Ra­di­ka­ler« un­se­ren Or­ga­nis­mus da­bei hel­fen, ge­sund zu blei­ben.

Die zur Gat­tung der Li­li­en­ge­wäch­se ge­hö­ren­den Pflan­zen ver­fü­gen zu­dem über ei­nen ho­hen Vi­ta­min- und Mi­ne­ral­stoff­ge­halt, von dem wir eben­falls ge­sund­heit­lich pro­fi­tie­ren.

Ent­hal­ten sind die Vi­ta­mi­ne B1, B2 und B6 so­wie die Vi­ta­mi­ne C und E. Au­ßer den Mi­ne­ral­stof­fen Salz, Ei­sen, Zink und Mag­ne­si­um sind noch ei­ne gan­ze Rei­he wei­te­rer Mi­ne­ral­stof­fe in Zwie­beln und Kno­blauch ent­hal­ten, so­dass man bei­de Pflan­zen durch­aus als hoch­wer­ti­ge Mi­ne­ral­stoff-Lie­fe­ran­ten be­zeich­nen kann.

Kulinarische Verwendung:

Zwie­beln und Kno­blauch bil­den das aromatische Grund­ge­rüst un­zäh­li­ger Ge­rich­te – von der hei­mi­schen bis zur in­ter­na­tio­na­len Kü­che. Ob an­ge­schwitzt, ge­bra­ten, kon­fi­tiert oder roh – ihr Ge­schmack reicht von süß­lich-mild bis kräf­tig-wür­zig und sorgt stets für Tie­fe und Cha­rak­ter.

In der me­di­ter­ra­nen Kü­che sind sie un­ver­zicht­bar: in Pas­ta­saucen, Ri­sot­tos, Ge­mü­se­ra­gouts, Schmor­ge­rich­ten oder Fisch­zu­be­rei­tun­gen mit Oli­ven­öl und Kräu­tern. Auch in der asi­a­ti­schen, ori­en­ta­li­schen und kre­o­li­schen Kü­che sind sie fes­ter Be­stand­teil von Cur­rys, Dips, Würz­pas­ten und Su­ben.

Kno­blauch­öl oder Zwie­bel­con­fit ver­lei­hen ve­ge­ta­ri­schen wie auch Fleisch­ge­rich­ten ei­nen fei­nen, tief­wür­zi­gen Ak­zent, wäh­rend ge­rös­te­ter oder ge­schmor­ter Kno­blauch ei­ne but­ter­wei­che Süße ent­fal­tet, die be­son­ders zu Lamm, Kalb, Pil­zen oder ge­rös­te­tem Ge­mü­se passt.

So wer­den Zwie­beln und Kno­blauch nicht nur zu Ge­schmacks­trä­gern ers­ter Gü­te, son­dern auch zu Sym­bo­len für Ge­nuss und Ge­sund­heit – ein Duo, das kei­ner Kü­che feh­len soll­te.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oekotrophologe)

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