Grünkohlpizza mit Chili und Cheddar
– Deftige Winterpizza rheinische Art
Grünkohlpizza mit Chili und Cheddar – »Deftige Winterpizza rheinische Art«
Einer der guten Gründe, warum Pizza so beliebt ist, ist ihre Vielseitigkeit, was natürlich zum Teil der Philosophie der Resteverwertung geschuldet ist. Aber auch persönliche Vorlieben spielen eine entscheidende Rolle. Die Auswahl der Zutaten für einen leckeren Belag muss sich dabei keineswegs auf die mediterrane Küche beschränken. So ist z. B. auch eine Sauerkrautpizza eine beliebte, nicht mediterrane Variante des Klassikers.
Wir haben uns bei unserem Rezept einer weiteren Variante gewidmet und uns dabei von der aktuellen Jahreszeit inspirieren lassen. Unsere spezielle Grünkohlpizza-Rezeptvariante verdient Ihren Namen völlig zu Recht. Denn außer Grünkohl haben wir noch herzhafte Mettenden verwendet. Die sonst obligatorische Tomatensauce zum Bestreichen des Teiges, haben wir durch einen Sauerrahm-Speisequark-Mix ersetzt. Der Speisequark sorgte in Verbindung mit Sauerrahm für eine schöne, cremige Konsistenz. Tomatensauce – so lecker sie auch auf einer mediterranen Pizza ist – hätte hier einfach nicht mit dem Grünkohl harmoniert.
Zu unserem Grünkohl-Pizza-Rezept »Deftige Winterpizza rheinische Art» passt ein mittelkräftiger Rotwein mit ausgeprägter Frucht und mildem Tannin. Einfach mal auf unser »Weintipp-Icon« tippen und mehr erfahren. Wir wünschen wie stets einen Guten Appetit und: Wohl bekomm's!
Grünkohlpizza-Rezept
Zutaten für 4 Personen
Für den Einkaufszettel:
Der perfekte Pizzateig alla Gernekochen – Mit Wein genießen.
- 625 g Caputo Pizzeria (das rote)
- 125 g Caputo Zero (das blaue)
- 420 ml Wasser
- 8 Eiswürfel à 10 g
- 6 g Bierhefe (Paneangeli-Trockenhefe) für ca. 8 Std. Gehzeit oder
3 g für 24–48 Std. Gehzeit
Bierhefe für Pizzateig:
Pane Angeli »Lievito di birra« – Mastro Fornaio
Herrlich lockere Pizza! Für den Teig einer echten Pizza Napoletana verwendet man in Italien nur Mehl, Wasser, Salz – und Bierhefe. Das Geheimnis? Bierhefe gibt dem Pizzateig einen besonders kraftvollen Wachstumsschub.
Für den Belag:
- 1 Becher (200 g) Sauerrahm
- 1 Becher (200 g) Magerquark
- 200 g Ricotta
- Cheddar-Käse (ersatzweise Emmentaler)
- 800 g Grünkohl, frisch oder TK-Ware
- 1 Glas (400 ml) Gemüsefond
- 2 kleine Schalotten oder weiße Zwiebeln
- 40 g Braune Butter bzw. Butterschmalz
- 4 Mettwürstchen
- 4 rote Chilischoten
- 1 Prise Muskatnussabrieb
- 1 TL Pfeffer
- 1 TL Salz
Unsere Mehlempfehlung:
Einmal Nuvola – immer Nuvola! ✓
Nuvola heißt übersetzt »Wolke«. Der Name ist bei diesem innovativen Mehl Programm. Es ist ideal für unglaublich leichten, super luftigen Teig. Beim Backen entwickelt Ihre Pizza einen beeindruckend hohen, lockeren Rand.

Das benötigt man zusätzlich:
- 4 Lagen Backpapier
- etwas Mehl für die Arbeitsfläche und für das Backpapier
- Pizzaschieber (Pizzaschaufel)
- Pizzastein- / Brotbackbackstein (Von uns »heiß« empfohlen!)
Zubereitung:
1) Workshop: Pizzateig-Rezept – das Orginal aus Neapel »
2) Zwiebeln pellen und klein hacken. Chilischoten abbrausen, trockenschütteln und in Ringe schneiden. Mettwurst schräg in Scheiben schneiden. Restliche Zutaten bereitstellen.
3.1) Butterschmalz mittelstark erhitzen. Zwiebelhack zugeben und kurz anschwitzen.
3.2) Grünkohl hinzufügen, mit Gemüsebrühe aufgießen und ca. 30 Min. garen. Mit Pfeffer, Salz und Muskatnussabrieb abschmecken.
4) Teigballen zuerst mit dem Nudelholz ausrollen, anschließend mit den Händen platt drücken und zu kreisrunden, ca. 28 cm großen Fladen formen.
Tipp: Der Teig wird »fluffiger«, wenn man ihn final mit den Händen und nicht mit der Nu<delrolle plättet. Will der Teig nicht groß genug werden, hilft die »Kreisende-Handrücken-Methode!«
5) Sauerrahm und Magerquark gut miteinander vermengen und Teigfladen mit der Creme bestreichen.
6) Pizza danach mit Grünkohl, Mettwurst und Chiliringe belegen. Teelöffelgroße Ricotta-Inseln plazieren. Winterpizza abschließend mit gehobeltem Cheddar bestreuen sowie mit reichlich Olivenöl beträufeln.
7) Pizzastein im Backofen auf Oberhitze/Unterhitze mit max. Temperatur 30 Min. vorheizen. Pizzaschieber mit Backpapier belegen und mit grobem Vollkorn- und/oder Paniermehl bestreuen. Backpapier mit dem Daumen am Schieber festhalten und Pizza mit ruckartigen Bewegungen auf den Stein rutschen lassen. Dabei Ofenhandschuh tragen! Pizza – je nach Ofen – 6–10 Min. goldbraun backen.
Nährwert- & Gesundheitsanalyse
von Dipl. Ernährungswissenschaftler Michael Pagelsdorf
Grünkohl
– Grünkohl – gesunder Genuss mit kräftiger Frische
Grünkohl alias Braunkohl gilt seit der Antike als wertvolles Wintergemüse, das bereits im alten Rom als »sabellinischer Kohl« geschätzt wurde und heute vor allem in Norddeutschland, NRW und anderen regionalen Traditionsgebieten einen festen Platz in der saisonalen Küche hat. Auch in Italien, wo die dunkle und etwas festere Variante als »Cavolo Nero« verwendet wird, hat sich das Blattgemüse als aromatischer Grundpfeiler in vielen Landgerichten etabliert. Sein charakteristischer, leicht nussiger Geschmack und die frische Bitternote machen ihn zu einem unterschätzten Kulinarik-Klassiker, der mit der richtigen Zubereitung ein ausgesprochen vielseitiges Profil entfaltet.
Ernährungsphysiologisch zählt Grünkohl zu den nährstoffreichsten Gemüsesorten überhaupt und punktet mit einer ausgesprochen dichten Mikronährstoff-Struktur. Der hohe Vitamin-C-Gehalt übertrifft sogar den der meisten Zitrusfrüchte und trägt damit zu einer robusten Immunabwehr bei, während seine natürlichen Antioxidantien die Zellen vor fortschreitender Oxidation schützen. Zugleich bietet Grünkohl einen überraschend hohen Pflanzeneiweißanteil, was ihn im Winter zu einem wertvollen Baustein für eine ausgewogene Ernährung macht. Selen, Vitamin E und Carotinoide unterstützen die körpereigene Abwehr, wohingegen Calcium und Magnesium den Knochenstoffwechsel und die Muskelfunktion fördern. Bemerkenswert ist auch der Gehalt an Ballaststoffen, die für eine ruhige Verdauung sorgen und lang anhaltende Sättigung spenden. Damit erfüllt Grünkohl den Anspruch eines echten »Genuss-und-Gesundheit«-Lebensmittels, das nährstoffreich ist, ohne belastend zu wirken.
Kulinarische Verwendung:
Kulinarisch zeigt sich Grünkohl äußerst anpassungsfähig, da er sich je nach Zubereitungsmethode bemerkbar wandelt: klassisch lange geschmort mit Zwiebeln, Senf und herzhaften Zutaten wie Kartoffeln und Fleisch, kurz angebraten als aromatische Beilage oder fein geschnitten und nur kurz blanchiert, um in Pasta, Suppen oder Risotto oder gar einer deftigen Grünkohlpizza » einen tiefgrünen, mineralischen Akzent zu setzen. Auch in modernen Interpretationen – etwa als knapp gebackener Grünkohlchip, in Kombination mit Zitrus und Olivenöl oder als kräftige Basis für winterliche Salate – entfaltet er seine markante, leicht süßlich-bittere Aromatik. So wird er zu einem saisonalen Gemüse, das sowohl in traditionellen als auch in zeitgenössischen Küchenkonzepten glänzen kann.
Mettwurst
– rustikaler Fleischgenuss mit Tradition
Mettwurst ist eine traditionelle Rohwurstsorte, die vor allem im deutschsprachigen Raum fest verankert ist. Ihr Name leitet sich vom Begriff »Mett« für fein zerkleinertes, rohes Schweinefleisch ab und beschreibt damit die Grundlage ihrer Herstellung. Je nach Region wird sie grob oder fein gewolftes Fleisch mit Salz, Pfeffer und weiteren Gewürzen verarbeitet und anschließend geräuchert oder luftgereift. Der Räucherprozess prägt nicht nur das typische, herzhafte Aroma, sondern trägt auch zur Haltbarkeit bei. Entsprechend unterscheidet man schnittfeste, länger gereifte Sorten und frischere, streichfähige Varianten.
Ernährungsphysiologisch ist Mettwurst ein energiereiches Lebensmittel mit hohem Eiweißgehalt. Sie liefert Eisen und Zink, die für Blutbildung, Immunsystem und Stoffwechsel wichtig sind, enthält jedoch gleichzeitig relativ viel Fett und Salz. Dadurch zählt sie ernährungswissenschaftlich zu den Lebensmitteln, die weniger der Sättigung als vielmehr dem intensiven Geschmackserlebnis dienen und entsprechend maßvoll konsumiert werden sollten.
Achtung: Nitrite und Nitrate
Wie viele Rohwürste wird auch Mettwurst in der Regel mit Nitritpökelsalz haltbar gemacht. Dieses sorgt für die stabile, rötliche Farbe, verlängert die Haltbarkeit und schützt vor schädlichen Bakterien, während es gleichzeitig das typische Pökelaroma erzeugt. Bei häufigem Konsum können sich jedoch potenziell krebserregende Nitrosamine bilden. Aus diesem Grund gilt auch für Mettwurst, sie als Delikatesse zu betrachten, die in kleinen Mengen genossen wird und nicht zum täglichen Bestandteil der Ernährung werden sollte.
Kulinarische Verwendung:
Mettwurst wird in der Küche vor allem als würziger Geschmacksgeber geschätzt. Klassisch kommt sie kalt auf Brot oder Brötchen zum Einsatz, häufig begleitet von Zwiebeln, Gurken oder Senf. Schnittfeste Sorten eignen sich hervorragend für Eintöpfe, Suppen und Kohlgerichte, in denen sie ihre Würze beim Mitköcheln abgeben. Fein gewürfelt oder angebraten verleiht Mettwurst auch Kartoffel- oder Hülsenfruchtgerichten Tiefe und Herzhaftigkeit, wobei bereits kleine Mengen ausreichen, um ein ausgeprägtes Aroma zu erzeugen.
Mehl bzw. Getreide
– Energielieferant mit Köpfchen
Entgegen häufiger Aussagen besitzt Getreide keine großen Mengen an pflanzlichem Eiweiß. Dafür punktet es mit einem hohen Anteil an Kohlenhydraten und deckt – bezogen auf 100 g – fast ein Drittel des täglichen Ballaststoffbedarfs, bei gleichzeitig sehr geringem Fettgehalt.
Darüber hinaus liefert Getreide wertvolle Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen und Zink – wichtige Komponenten für Muskel- und Nervenfunktionen – und beinhaltet Vitamine der B-Gruppe, die unseren Stoffwechsel unterstützen.
Für Menschen, die auf Fleisch verzichten möchten, also Vegetarier und Veganer (bei veganer Ernährung: Pasta secca ohne Ei!), liegt Getreide damit voll im Trend und ist ein fester Bestandteil des modernen Speiseplans geworden.
Für Personen mit Glutenunverträglichkeit ist Getreide jedoch ungeeignet. Auch Diabetiker oder Low-Carb-Anhänger halten sich wegen des hohen Kohlenhydratanteils besser zurück.
Kulinarische Verwendung:
Getreide bildet die Basis unzähliger Speisen und ist einer der wichtigsten Grundbausteine unserer Ernährung. In Form von Mehl dient es als Hauptzutat für Brot, Brötchen, Kuchen, Pasta, Pizzateig und Backwaren aller Art.
Als ganzes Korn, gequollen oder gekocht, wird es in Salaten, Aufläufen, Suppen oder vegetarischen Bratlingen verwendet. Gemahlen, geröstet oder als Flocken und Brei (z. B. Hafer, Dinkel, Hirse oder Bulgur) eignet es sich für eine vollwertige Frühstücks- oder Beilagenküche.
In der modernen Ernährung gewinnen alternative Mehlsorten – etwa aus Hafer, Hirse, Reis, Buchweizen oder Mandeln – zunehmend an Bedeutung, da sie glutenfrei und oft mineralstoffreicher sind. Dadurch lässt sich klassische Backkunst mit individuellen Ernährungsformen verbinden.
Paprika und Peperoni
– gesunde Vitaminpower für Genießer
Paprika gehören zur Familie der Nachtschattengewächse und tauchen je nach Geschmack und Schärfegrad unter verschiedenen Bezeichnungen wie Chilischoten, Pfefferonen, Peperoni, Peperoncini usw. auf. Im Vergleich zu Zitronen besitzen sie einen zwei- bis dreimal so hohen Vitamin C-Gehalt, ein Vitamin, das ja bekannterweise wichtig für unsere Abwehrkräfte ist.
Die Vitamine A und E, sind ebenfalls in Paprika enthalten. Vitamin A unterstützt die Sehkraft unserer Augen und ist – ähnlich wie das Vitamin B 12, welches in tierischem Eiweiß enthalten ist – mitverantwortlich für die Blutbildung unseres Körpers. Vitamin E wird als das Fruchtbarkeits-Vitamin bezeichnet.
Auch wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Calcium und Tocopherol sind in den verschiedenen Paprikasorten enthalten. Somit ist Paprika als »gesunde« Gemüsesorte einzustufen.
Außerdem enthalten gelbe wie auch rote Paprika Betakarotin. Den höchsten Nährwert besitzt rote Paprika, darauf folgen die orangefarbenen und gelben Paprika. Grüne Gemüsepaprika, ist die nährstoffärmste aller Sorten. Genau wie Meerrettich und auch Ingwer, stimulieren Chilischoten mit ihren antibiotischen Eigenschaften unseren Blutkreislauf und verbessern so unsere Durchblutung.
Kulinarische Verwendung:
Paprika zählt zu den wandlungsfähigsten Gemüsesorten überhaupt – ob roh, gegart, gegrillt oder gefüllt, sie verleiht Gerichten Farbe, Frische und eine angenehm süß-würzige Note.Roh genießt man Paprika gerne in Salaten, Gemüseplatten oder Dips (etwa mit Hummus oder Frischkäse). In der warmen Küche entfaltet sie durch Rösten und Schmoren ihr volles Aroma – klassisch in Dolma (gefüllte Paprika mit Reis und Hackfleisch), im ungarischen Gulasch oder als Bestandteil mediterraner Gerichte wie Ratatouille oder Paella.
Gegrillt oder im Ofen geröstet entwickelt sie ein intensives, leicht karamelliges Aroma, das besonders gut mit Olivenöl, Knoblauch und Kräutern harmoniert. Auch in Saucen, Suppen oder Eintöpfen (z. B. Paprikasuppe oder Letscho) spielt sie eine tragende Rolle.
Nicht zuletzt sorgt die scharfe Variante – Chili oder Peperoni – für belebende Würze und fördert dank ihres Capsaicin-Gehalts sogar die Durchblutung und den Stoffwechsel. Paprika steht somit für farbenfrohen Genuss und natürliche Vitalität – ein echtes Multitalent der leichten Küche.
Zwiebeln und Knoblauch
– natürliches Powerduo für Gesundheit und Geschmack
Beide sind ein natürliches Antibiotikum und bekämpfen wirksam schädliche Pilze und krankheitserregende Mikroorganismen. Die Zwiebel ist eng mit dem Knoblauch verwandt und besitzt gegenüber diesem eine mildere Wirkung. Die Kombination der beiden bringt ein starkes Duo hervor.
Beide enthalten wertvolle Antioxidantien, die als Fänger »freier Radikaler« unseren Organismus dabei helfen, gesund zu bleiben.
Die zur Gattung der Liliengewächse gehörenden Pflanzen verfügen zudem über einen hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt, von dem wir ebenfalls gesundheitlich profitieren.
Enthalten sind die Vitamine B1, B2 und B6 sowie die Vitamine C und E. Außer den Mineralstoffen Salz, Eisen, Zink und Magnesium sind noch eine ganze Reihe weiterer Mineralstoffe in Zwiebeln und Knoblauch enthalten, sodass man beide Pflanzen durchaus als hochwertige Mineralstoff-Lieferanten bezeichnen kann.
Kulinarische Verwendung:
Zwiebeln und Knoblauch bilden das aromatische Grundgerüst unzähliger Gerichte – von der heimischen bis zur internationalen Küche. Ob angeschwitzt, gebraten, konfitiert oder roh – ihr Geschmack reicht von süßlich-mild bis kräftig-würzig und sorgt stets für Tiefe und Charakter.
In der mediterranen Küche sind sie unverzichtbar: in Pastasaucen, Risottos, Gemüseragouts, Schmorgerichten oder Fischzubereitungen mit Olivenöl und Kräutern. Auch in der asiatischen, orientalischen und kreolischen Küche sind sie fester Bestandteil von Currys, Dips, Würzpasten und Suben.
Knoblauchöl oder Zwiebelconfit verleihen vegetarischen wie auch Fleischgerichten einen feinen, tiefwürzigen Akzent, während gerösteter oder geschmorter Knoblauch eine butterweiche Süße entfaltet, die besonders zu Lamm, Kalb, Pilzen oder geröstetem Gemüse passt.
So werden Zwiebeln und Knoblauch nicht nur zu Geschmacksträgern erster Güte, sondern auch zu Symbolen für Genuss und Gesundheit – ein Duo, das keiner Küche fehlen sollte.
Butter alias Gute Butter
– cremiger Genuss voller wertvoller Omega-3-Fettsäuren
Nachdem Butter über Jahrzehnte hinweg systematisch schlechtgeredet wurde, ohne dies auf wissenschaftliche Studien zu stützen, ist sie zwischenzeitlich von ihrem schlechten Ruf »freigesprochen« worden – und das völlig zu Recht.
Butter besitzt einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, die eben NICHT – wie lange Zeit behauptet – schlecht für unseren Organismus sind. Aber auch einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind in Butter enthalten.
Gegenüber Olivenöl kann sie zudem noch mit einem echten Plus punkten: Abhängig von der Nahrung, die Kühe zu sich nehmen, besitzt Butter die für den Menschen zwingend erforderlichen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA. Je mehr frisches Gras (Stichwort: Freilandhaltung!) eine Kuh zu sich nimmt, desto höher der Omega-3-Anteil in der Milch und deren Produkten.
Hier können sich z. B. der deutsche Marktführer Kerrygold sowie eine Handvoll weiterer Hersteller mit der Qualität ihrer Butter und den darin enthaltenen gesunden Fettsäuren ganz klar aus der Menge der Butterproduzenten hervorheben.
Freilandhaltung vorausgesetzt (gem. Bio-Verordnung mindestens 120 Tage im Jahr), verdient Butter ihren Namen »Gute Butter«, den ihr bereits unsere Großeltern gegeben haben, also völlig zu Recht.
Butterschmalz
Wie auch Claudia und Jürgen in ihren Rezepten mit Butterschmalz schreiben, gibt es viele Namen für »Braune Butter«, die vom Milcheiweiß befreite (geläuterte) Variante der Basisbutter. Um den Begriff »Ghee« wird seit geraumer Zeit ein Hype gemacht, dabei handelt es sich dabei um nichts anderes als eben braune Butter.
Mit dem Begriff »Ghee« ist allerdings auch eine Lebensphilosophie verbunden. Das hat auch die Industrie erkannt und so kommt es, dass man Ghee im Verkaufsregal meist höherpreisig vorfindet als eben »ordinäres« Butterschmalz, das ja bereits mehr als teuer genug ist.
Greifen Sie in diesem Fall also ruhig zum Butterschmalz. Artgerechte Freilandhaltung zur Erzeugung des Rohstoffs Butter vorausgesetzt, ist dieser eine ebenso gute und zudem preiswertere Wahl.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oecotrophologe)
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