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Focaccia mit Rosmarin und Oliven
– Focaccia alle olive
Focaccia mit Rosmarin und Oliven – Focaccia alle olive
Focaccia ist ein mit Olivenöl und Salz angereichertes Fladenbrot aus Hefeteig. Obwohl in vielen Regionen Italiens (wo es »Schiacciata« oder »Crescentina«. heißt) bekannt und beliebt, ist es am engsten mit Ligurien, der italienischen Riviera und ihrer Hauptstadt Genua verknüpft. Vor dem Backen wird das Brot mit Olivenöl oder einer Olivenöl-Wasser-Mischung eingepinselt und mit Salz bestreut.
Seinen Ursprung hat das Brot aller Wahrscheinlichkeit nach bei den Römern, wo es »panis focacius« genannt wurde. Focacius leitet sich dabei von »focus«, dem lateinischen Wort für Feuerstelle, ab. Im Altertum, als es noch keine Backöfen gab, wurde auf der häuslichen Feuerstelle gebacken, wo man den Teig auf einer Steinplatte flachdrückte und ihn dann mit heißer Glut bedeckte. In die Moderne übertragen, sollte man also für die Zubereitung einen Backstein bzw. Pizzastein benutzen, was wir für ein gelungenes Ergebnis dringend empfehlen.
Für den Belag einer Focaccia existieren Rezeptvarianten mit Kräutern wie z. B. Rosmarin oder Salbei und weiteren Zutaten wie z. B. Tomaten. Auch die Formen des Fladenbrotes sind regional unterschiedlich: von kreisrund über oval bis ringförmig (Neapel) ist alles möglich.
Zu »Focaccia mit Rosmarin und Oliven«, passt ein intensiv-fruchtiger Primitivo aus Apulien. Einfach mal auf unser »Weintipp-Icon« tippen und mehr erfahren. Wir wünschen wie stets einen guten Appetit und: Wohl bekomm's!
Originalrezept:
Focaccia mit Oliven (Focaccia alle olive)
Zutaten für 4 Personen:
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Für den Einkaufszettel:
- 500 g Italienisches Pizza-Mehl Typ: 00 »
- 6 g Bierhefe (Trockenhefe), erhältlich im Drogeriemarkt oder im Online-Handel
- 150 ml lauwarmes Wasser für den Vorteig
- 40–60 ml lauwarme Milch für den Hauptteig
- 1 gestr. TL Zucker
- 2 EL bestes Olivenöl » für den Teig sowie
ca. 6–8 EL für die Olivenöl-Wasser-Mischung (1:1) - 2 gestrichene TL feines Salz für den Teig
- grobes Meersalz für die Garnitur
- 2 handvoll ungefärbte, schwarze Kalamata-Oliven
- 3–4 Zweige Rosmarin
- 3 TL gehackter Knoblauch (optional)
Das benötigt man zusätzlich:
- 1 Lage Backpapier
- Etwas Mehl für die Arbeitsfläche und Vollkornbrösel für das Backpapier
- 1 Pizzaschieber (Pizzaschaufel)
- 1 Pizzastein- / Brotbackbackstein (Von uns »heiß« empfohlen!)
Zubereitung:
1.1) Bierhefe in lauwarmem Wasser auflösen. Zucker zugeben, umrühren und 10 Min. gären lassen. Rosmarin abbrausen, trockenschütteln und klein hacken. (Etwas Rosmarin für die Garnitur beiseite legen.) Oliven abtropfen lassen und in Ringe schneiden. Restliche Zutaten bereitstellen.
1.2) Mehl in einen Topf geben. Die in Wasser aufgelöste Hefe zufügen und mit etwas Mehl bedecken. Vorteig 2 Std. quellen lassen.
2.1) Teigmasse zusammen mit Olivenöl und Salz in eine Küchenmaschine geben und ca. 30 Min. auf kleiner Stufe kneten.
2.2) Nach dem Kneten noch gehackten Rosmarin und Olivenringe zufügen und vorsichtig mit den Händen unterheben. Teig danach abgedeckt gehen lassen bis sich das Volumen verdoppelt hat.
Alternative, hocharomatische Kühlgärung
Teig in eine Schüssel geben und luftdicht(!) verschlossen für mindestens 24 Std. in den Kühlschrank stellen.
3) Arbeitsfläche bemehlen. Teigkugel darauf setzen, mit den Händen plätten und zu einem flachen, ovalen Fladen formen. Mit den Fingerspitzen kleine Vertiefungen eindrücken. Restliche Oliven der Länge nach halbieren und das Fladenbrot mit den Hälften belegen. Focaccia mit der Olivenöl-Wasser-Mischung bepinseln und mit gehackten Rosmarin und grobem Meersalz bestreuen.
Optional: Wir haben unser Focaccia zusätzlich noch mit in Olivenöl angeschwitzten, gehackten Knoblauch garniert.
Praxistipp – So rutscht der Fladen ganz leicht von der Schaufel
Pizzaschaufel mit einer Lage Backpapier belegen. Papier mit grobem Mehl oder Vollkornbrösel bestreuen, Fladen darauflegen. Backpapier mit dem Daumen festhalten!
4) Ofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Backstein mindestens 30 Min. vor dem Backen auf der mittleren Schiene in den Ofen legen. Teigfladen mit kurzen, ruckartigen Vor- und Rückbewegungen von der Schaufel auf den Backstein rutschen lassen. Focaccia ca. 30 Min. goldbraun backen.
Zubereitungs-Tipp: Für eine schöne Kruste kann man nach ca. 15 Min. das Focaccia noch einmal mit einer Olivenöl-Wasser-Mischung bepinseln. Ergänzend oder alternativ stellt man eine Schale mit Wasser in den Ofen. Der dadurch entstehende Wasserdampf sorgt ebenfalls für eine schöne Kruste.
Warum die lange Knet- und Gehzeit?
Durch die lange Knet- und Gehzeit wird die Stärke im Teig aufgespalten. Durch die Aufspaltung wiederrum, bildet sich Kleber-Eiweiss (Gluten), das den Teig hochelastisch macht.
Durch die lange Gehzeit der Kühlgärung werden zudem die Zuckermolekühle von den Hefekulturen in Alkohol umgewandelt und danach zu Kohlendioxid vergoren.
Ein so zubereiteterr Teig ist bekömmlicher und – vor allem AROMATISCHER! Gut Ding will eben – wie so oft – Weile haben!
Nährwert- & Gesundheitsanalyse
von Dipl. Ernährungswissenschaftler Michael Pagelsdorf
Mehl bzw. Getreide
– Energielieferant mit Köpfchen
Entgegen häufiger Aussagen besitzt Getreide keine großen Mengen an pflanzlichem Eiweiß. Dafür punktet es mit einem hohen Anteil an Kohlenhydraten und deckt – bezogen auf 100 g – fast ein Drittel des täglichen Ballaststoffbedarfs, bei gleichzeitig sehr geringem Fettgehalt.
Darüber hinaus liefert Getreide wertvolle Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen und Zink – wichtige Komponenten für Muskel- und Nervenfunktionen – und beinhaltet Vitamine der B-Gruppe, die unseren Stoffwechsel unterstützen.
Für Menschen, die auf Fleisch verzichten möchten, also Vegetarier und Veganer (bei veganer Ernährung: Pasta secca ohne Ei!), liegt Getreide damit voll im Trend und ist ein fester Bestandteil des modernen Speiseplans geworden.
Für Personen mit Glutenunverträglichkeit ist Getreide jedoch ungeeignet. Auch Diabetiker oder Low-Carb-Anhänger halten sich wegen des hohen Kohlenhydratanteils besser zurück.
Kulinarische Verwendung:
Getreide bildet die Basis unzähliger Speisen und ist einer der wichtigsten Grundbausteine unserer Ernährung. In Form von Mehl dient es als Hauptzutat für Brot, Brötchen, Kuchen, Pasta, Pizzateig und Backwaren aller Art.
Als ganzes Korn, gequollen oder gekocht, wird es in Salaten, Aufläufen, Suppen oder vegetarischen Bratlingen verwendet. Gemahlen, geröstet oder als Flocken und Brei (z. B. Hafer, Dinkel, Hirse oder Bulgur) eignet es sich für eine vollwertige Frühstücks- oder Beilagenküche.
In der modernen Ernährung gewinnen alternative Mehlsorten – etwa aus Hafer, Hirse, Reis, Buchweizen oder Mandeln – zunehmend an Bedeutung, da sie glutenfrei und oft mineralstoffreicher sind. Dadurch lässt sich klassische Backkunst mit individuellen Ernährungsformen verbinden.
Oliven und Olivenöl
– das Herz der Mittelmeerküche
Geschwärzte Oliven solltest Du vermeiden!
Diese enthalten Eisengluconat (Eisen(II)-gluconat, E-579). Fügt man diesen sogenannten »Lebensmittelzusatzstoff« den Oliven hinzu, kommt es zu einem Oxidationsvorgang, der die einheitlich schwarze Färbung der Oliven bewirkt. Interessant und sehr bemerkenswert:
Als Grundlage von geschwärzten Oliven dienen nicht schwarze, sondern grüne Oliven.
Ob nicht allein schon diese Tatsache eine Täuschung der Verbraucher darstellt, soll jeder für sich selbst entscheiden.
Nur die halbe Wahrheit …
Zwar gilt E-579 offiziell als gesundheitlich unbedenklich, die entstehenden Wechselwirkungen beim Oxidationsprozess werden bei dieser Einstufung jedoch nicht berücksichtigt. Das durch den vorgenannten Oxidationsprozess entstehende
»Acrylamid« besitzt eine merkliche akute orale Toxizität,
ist also alles andere als gesundheitlich unbedenklich. Ganz im Gegenteil: Wer Acrylamid regelmäßig verzehrt (Tiefkühl-Pommes lassen grüßen), setzt sich dadurch einem erhöhten Risiko aus, an Krebs zu erkranken.
Ungefärbte schwarze Oliven erkennt man daran, dass ihre Farbgebung zwischen hellen und dunklen Schwarz- und Brauntönen variiert.
Geschwärzte Oliven erkennt man an ihrer einheitlichen, tiefschwarzen Färbung, wie sie in der Natur so nicht vorkommt.
Natürliche, also ungefärbte schwarze Oliven sind voll ausgereifte grüne Oliven. Noch grüne Oliven enthalten mehr Vitamine und Mineralstoffe, aber eben auch mehr Wasser als die schwarzen. Zudem besitzen sie gegenüber den Schwarzen einen wesentlich höheren Anteil wertvoller, einfach ungesättigter Fettsäuren.
Und ebenso wichtig, da es hier ja nicht allein um Gesundheit, sondern auch um Genuss geht: Geschwärzte Oliven schmecken anders und bei weitem nicht so gut wie naturbelassene Oliven!
Olivenöl in Premium-Qualität
Nicht nur ich, sondern unser ganzes Team », begeistert sich für gutes, also hochwertig erzeugtes Olivenöl. Ja, mehr noch, man kann uns als echte »Olivenöl-Fans« bezeichnen.
Das liegt in erster Linie am hervorragenden Geschmack von gutem Olivenöl, aber auch an einem zweiten, ebenso wichtigen Aspekt, denn bei näherer Betrachtung besitzt Olivenöl ein geballtes Bündel an positiven Eigenschaften, die unserem Körper helfen, gesund zu bleiben.
So verfügt Olivenöl neben vielen Vitaminen und Mineralstoffen über zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe. Die positiven Wirkungen dieser Stoffe auf unseren Organismus beginnt die Wissenschaft erst langsam zu verstehen.
inige von Ihnen werden erst durch die Verstoffwechselung im Darm durch unsere Darmbakterien richtig aktiv und begünstigen so zahlreiche positive biologische Wirkungen. Z. B. sind sie antibakteriell, antioxidativ (ähnlich den Vitaminen) und dabei in einem so hohen Maß entzündungshemmend, dass sie dabei teilweise sogar den Vitaminen weit überlegen sind.
Ist das nicht wunderbar? Gesundes kann so lecker sein. Aber ich betone ausdrücklich: Alle positiven Wirkungen bekommt man nur bei Olivenöl bester Qualität. Und die bekommt man eben nicht für 4,50 Euro beim Discounter. Darüber sollte man sich im Klaren sein.
Butter alias Gute Butter
– cremiger Genuss voller wertvoller Omega-3-Fettsäuren
Nachdem Butter über Jahrzehnte hinweg systematisch schlechtgeredet wurde, ohne dies auf wissenschaftliche Studien zu stützen, ist sie zwischenzeitlich von ihrem schlechten Ruf »freigesprochen« worden – und das völlig zu Recht.
Butter besitzt einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, die eben NICHT – wie lange Zeit behauptet – schlecht für unseren Organismus sind. Aber auch einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind in Butter enthalten.
Gegenüber Olivenöl kann sie zudem noch mit einem echten Plus punkten: Abhängig von der Nahrung, die Kühe zu sich nehmen, besitzt Butter die für den Menschen zwingend erforderlichen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA. Je mehr frisches Gras (Stichwort: Freilandhaltung!) eine Kuh zu sich nimmt, desto höher der Omega-3-Anteil in der Milch und deren Produkten.
Hier können sich z. B. der deutsche Marktführer Kerrygold sowie eine Handvoll weiterer Hersteller mit der Qualität ihrer Butter und den darin enthaltenen gesunden Fettsäuren ganz klar aus der Menge der Butterproduzenten hervorheben.
Freilandhaltung vorausgesetzt (gem. Bio-Verordnung mindestens 120 Tage im Jahr), verdient Butter ihren Namen »Gute Butter«, den ihr bereits unsere Großeltern gegeben haben, also völlig zu Recht.
Butterschmalz
Wie auch Claudia und Jürgen in ihren Rezepten mit Butterschmalz schreiben, gibt es viele Namen für »Braune Butter«, die vom Milcheiweiß befreite (geläuterte) Variante der Basisbutter. Um den Begriff »Ghee« wird seit geraumer Zeit ein Hype gemacht, dabei handelt es sich dabei um nichts anderes als eben braune Butter.
Mit dem Begriff »Ghee« ist allerdings auch eine Lebensphilosophie verbunden. Das hat auch die Industrie erkannt und so kommt es, dass man Ghee im Verkaufsregal meist höherpreisig vorfindet als eben »ordinäres« Butterschmalz, das ja bereits mehr als teuer genug ist.
Greifen Sie in diesem Fall also ruhig zum Butterschmalz. Artgerechte Freilandhaltung zur Erzeugung des Rohstoffs Butter vorausgesetzt, ist dieser eine ebenso gute und zudem preiswertere Wahl.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oecotrophologe)