Frühlingsomelette von Lesbos – Omeleta Sfoungato (Lesbos)
Frühlingsomelette von Lesbos
»Omeleta Sfoungato«, heißt das Gericht auf Lesbos.
Und wie unsere Leser inzwischen wissen, gibt es für die meisten Gerichte nicht nur ein einziges Rezept, sondern unterschiedliche Rezeptvarianten. So auch für dieses Gericht!
Ob man nun Zucchini bzw. »Kolokithákia« oder wie wir Frühlingszwiebeln und Romanasalat verwendet, entscheidet der persönliche Geschmack. Wichtig und unverzichtbar aber, sind die frischen Kräuter. Dill, glatte Petersilie und etwas Minze haben unserem Gericht einen unwiderstehlichen Frischekick verliehen. Unser Beitrag Diese Kräuter passen zueinander », liefert einen interessanten Überblick über Kombinationsmöglichkeiten frischer und getrockneter Kräuter.
Zubereiten kann man das Gericht in der (beschichteten) Pfanne, das geht ratzfatz innerhalb von 10–12 Minuten oder – so wie wir es gemacht haben – in einer Auflaufform im Backofen. Sigá sigá, ganz langsam eben.
Polí nóstima – sehr schmackhaft! Wir wünschen wie immer einen Guten Appetit und wohl bekomm's!
Zu »Frühlingsomelette von Lesbos – Omeleta Sfoungato (Lesbos)« harmoniert ein weicher, cremiger Mantinía aus der authochtonen Moschofílero-Rebe von der Peloponnes. Einfach mal auf unser »Weintipp-Icon« tippen und mehr erfahren. Kalí órexi – wir wünschen wie stets einen guten Appetit und: Wohl bekomm's!
Frühlingsomelette von Lebos – Omeleta Sfoungato Rezept
Zutaten für 4 Personen
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Für den Einkaufszettel:
- 8 frische Eier Größe »M«
- 1 kleiner Romanasalat alias Römersalat
- 1 Bund Frühlingszwiebeln
- 1 kleiner Bund Glatte Petersilie
- 1 Bund Dill
- 4–6 Blätter Minze, je nach Größe
- 8 EL Olivenöl, leicht-fruchtig »
- 200 ml trockener Weißwein (alt.: Wasser)
- etwas Salz und
- Pfeffer aus der Mühle
Als wunderbare, optische Vollendung:
- Blütenmischung » (Pfingstrose, Sonnenblume, Petersilie und Kornblume)
Zubereitung:
1) Äußere Blätter und Strunk entfernen, Romanasalat abbrausen und abbtropfen lassen. Salatblätter in kleine Streifen schneiden. Frühlingszwiebeln putzen, abbrausen und in kleine Ringe schneiden. Kräuter abbrausen und klein hacken.
2) Olivenöl in Pfanne geben und diese mittelstark erhitzen. Frühlingszwiebelringe darin anschwitzen. Romanasalatstreifen hinzufügen und ebenfalls kurz anschwitzen. Herd auf kleine Temperatur herunterschalten. Pfanneninhalt mit einem Schuss Weißwein oder Wasser und aufgelegtem Deckel noch 10–12 Min. köcheln lassen. Pfanne vom Herd ziehen. Inhalt pfeffern, salzen und abkühlen lassen. Tipp: Schneller geht es, wenn man den Pfanneninhalt in eine Schüssel umfüllt!
3) Eier mit dem Schlagbesen oder Zauberstab gut verquirlen. Kräuter zugeben und untermengen. Ei-Kräutermischung mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken.
4) Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Auflaufform gut mit Butter einfetten. Ei-Kräutermischung sowie den erkalteten Salat mit Frühlingszwiebeln hinzufügen und alle Zutaten miteinander vermengen. Omeleta Sfoungato in den Ofen schieben und je nach Ofen ca. 30–40 Min. goldgelb stocken lassen.
Gernekochen – Mit Wein genießen-Tipp: Alternativ lassen sich die Omelettes auch prima mit etwas Olivenöl in der Pfanne zubereiten. Pfanne dann nur auf kleine Temperatur erhitzen und Eimasse darin portionsweise stocken lassen.
Nährwert- & Gesundheitsanalyse
von Dipl. Ernährungswissenschaftler Michael Pagelsdorf
Hühnereier
– das unterschätzte Kraftpaket im Kleinformat
Hühnereier besitzen durchschnittlich 7 g Proteine und damit einen hohen Gehalt an biologisch wertvollen Substanzen. Biologisch wertvoll deshalb, da die im Ei enthaltenen Proteine einen hohen Anteil an essentiellen Aminosäuren mit einem sehr guten Gleichgewicht aufweisen. Der Proteingehalt eines Hühnereis wird deshalb als Referenzwert angesehen. Ein Vergleich mit anderen Lebensmitteln macht dies deutlich: Zwei Hühnereier enthalten dieselbe Menge an Proteinen wie bspw. 100 g Fisch oder 100 g Fleisch.
Der durchschnittliche Fettgehalt ist mit 7 g genau so hoch wie der Proteingehalt. Es ist vor allem im Eigelb und weniger im Eiweiß enthalten. Bei den Fettsäuren im Ei handelt es sich zu zwei Dritteln um ungesättigte Fettsäuren.
Etwas in Verruf kam eine Zeit lang der Verzehr von Ei aufgrund seines – mit ca. 180 mg – recht hohen Cholesteringehalts, was man jedoch auf keinen Fall überbewerten sollte, da solche Warnungen und Einstufungen meist gewissen Trends unterliegen und sich somit auch wieder ändern können. Zudem besitzen Hühnereier einen hohen Vitamin-A-, D- und E-Anteil und enthalten die Spurenelemente Eisen und Zink.
Kulinarische Verwendung:
Hühnereier lassen sich in der Küche außerordentlich vielseitig einsetzen und können sowohl pur als auch in Kombination mit anderen Lebensmitteln genossen werden. Sie eignen sich zum Kochen, Braten, Pochieren oder Backen, dienen als Bindemittel, Lockerungsmittel und Verfeinerung in Saucen, Aufläufen und Teigen und ergänzen zahlreiche Gerichte auf einfache und geschmackvolle Weise.
Römersalat alias Romanasalat alias Cos- oder Lattichsalat
– knackiger, aromatischer Genuss – nährstoffreich und vielseitig
Römersalat, auch als Cos- oder Lattichsalat bekannt, zeichnet sich durch seine langlichen, festen Köpfe mit dickrippigen, knackigen Blättern aus. Er verfügt über ein aromatisches, leicht würziges Geschmacksprofil und bleibt trotz seiner substanziellen Blattstruktur erfrischend, da der hohe Wassergehalt ein leichtes Mundgefühl verleiht. Die festblättrige Konsistenz macht ihn besonders stabil für Dressings, gegrillte Komponenten oder warme Beilagen.
Ernährungsphysiologisch punktet Römersalat durch seine geringe Kaloriendichte bei hohem Gehalt an Mikronährstoffen. Er liefert Vitamin K für die normale Blutgerinnung und Knochenerhaltung, Folat für Zellteilung und Blutbildung sowie Vitamin C und Kalium, die das Immunsystem unterstützen und den Elektrolythaushalt regulieren. Die dicken, dunkleren Blätter enthalten oft etwas mehr Ballaststoffe als zartblättrige Salatvarianten, was Verdauung und Sättigung positiv unterstützt.
Sekundäre Pflanzenstoffe, darunter Carotinoide, tragen zu einem antioxidantischen Schutz der Zellen bei.
Kulinarische Verwendung:
Kulinarisch überzeugt Römersalat durch seine Vielseitigkeit und Standfestigkeit. Halbiert und kurz geröstet entfaltet er ein feines Röstaroma, ohne seine Form zu verlieren. Klassisch wird er für Caesar-Salat » verwendet, eignet sich als knackige Basis für Bowls, Wrap-Füllungen oder warme Salatkomponenten und kann besonders gut kräftige Dressings tragen.
Auch als rohe Beilage zu Fleisch- oder Fischgerichten setzt er einen leichten, aromatischen Akzent. So verbindet Römersalat frische Leichtigkeit, wertvolle Mikronährstoffe und knackigen Genuss in einem alltagstauglichen Gericht.
Frühlingszwiebeln
– zart-milder Genuss mit geballter Nährstoffpower
Frühlingszwiebeln gehören zu den jungen, frisch geernteten Lauchpflanzen und punkten durch ihren hohen Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen. Sie enthalten die Vitamine B1, B2 und B6 sowie C und E, zudem verfügen sie über Salz, Eisen, Zink und Magnesium, was sie zu wertvollen Mineralstofflieferanten macht. Ihr Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen wirkt antioxidativ, unterstützt die Verdauung und trägt zur Stabilisierung des Stoffwechsels bei. Ernährungstechnisch steht die Frühlingszwiebel der Speisezwiebel in nichts nach.
Kulinarische Verwendung:
Kulinarisch eignet sich die Frühlingszwiebel für frische Salate, Bowls, Suppen, Pfannengerichte oder als frische Garnierung für gebratene Gemüsekomponenten. Die milde, leicht scharfe Note der grünen Blätter ergänzt Fisch, Fleisch und Auflaufspezialitäten, während die weißen Schäfte besonders gut gebraten oder geschmort Aroma verleihen. So lassen sich Genuss und Gesundheit harmonisch in die Alltagsküche integrieren.
Tipp: Die grünen Blätter der Frühlingszwiebel können als Schnittlauch-Ersatz verwendet werden.
Olivenöl in Premium-Qualität
– das Herz der Mittelmeerküche
Nicht nur ich, sondern unser ganzes Team », begeistert sich für gutes, also hochwertig erzeugtes Olivenöl. Ja, mehr noch, man kann uns als echte »Olivenöl-Fans« bezeichnen.
Das liegt in erster Linie am hervorragenden Geschmack von gutem Olivenöl, aber auch an einem zweiten, ebenso wichtigen Aspekt, denn bei näherer Betrachtung besitzt Olivenöl ein geballtes Bündel an positiven Eigenschaften, die unserem Körper helfen, gesund zu bleiben.
So verfügt Olivenöl neben vielen Vitaminen und Mineralstoffen über zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe. Die positiven Wirkungen dieser Stoffe auf unseren Organismus beginnt die Wissenschaft erst langsam zu verstehen.
Einige von Ihnen werden erst durch die Verstoffwechselung im Darm durch unsere Darmbakterien richtig aktiv und begünstigen so zahlreiche positive biologische Wirkungen. Z. B. sind sie antibakteriell, antioxidativ (ähnlich den Vitaminen) und dabei in einem so hohen Maß entzündungshemmend, dass sie dabei teilweise sogar den Vitaminen weit überlegen sind.
Ist das nicht wunderbar? Gesundes kann so lecker sein. Aber ich betone ausdrücklich: Alle positiven Wirkungen bekommt man nur bei Olivenöl bester Qualität. Und die bekommt man eben nicht für 4,50 Euro beim Discounter. Darüber sollte man sich im Klaren sein.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oekotrophologe)