Frühlingssuppe mit Spargel, Bärlauch und Artischocken
Frühlingssuppe mit Spargel, Bärlauch und Artischocken
Unsere Frühlingssuppe ist ein wahrer Gaumenschmaus und Herzenswärmer und dazu noch ganz einfach in der Zubereitung.
Wie immer, sind gute und frische Zutaten das A und O für ein tolles Geschmackserlebnis. Der Frühling ist da, deshalb haben wir nicht lange gezögert und die Zutaten verwendet, die jetzt am leckersten sind. Und das ist frischer Spargel und Bärlauch.
Ist die Bärlauchzeit vorbei, ist Petersilie ein guter Ersatz. Wir haben gleich beide Kräuter verwendet. Frische Artischocken und Rotgarnelen rundeten die Zutaten unserer Frühlingssuppe ab und harmonierten wunderbar mit den anderen Zutaten.
Zu »Frühlingssuppe mit Spargel und Artischocken« passt ein fruchtfrischer Weißwein, z. B. ein Plyto von Heraklion. Einfach mal auf unser »Weintipp-Icon« tippen und mehr erfahren.
Auch ein mittelkräftiger Assyrtiko » von Santorin(i) oder Róbola » von Kefaloniá wären uns eine Empfehlung wert. Wir wünschen wie stets einen guten Appetit und: Wohl bekomm's!
Frühlingssuppe-Rezept mit Spargel, Bärlauch und Artischocken
Zutaten für 4 Personen
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Für den Einkaufszettel:
- 250 g weißer Spargel
- 250 g grüner Spargel
- 16 argentinische Rotgarnelen aus Wildfang
- 8 frische Artischocken (alternativ Artischockenherzen aus der Dose)
- 1,2 l selbstgemachte Gemüsebrühe (alternativ 3 Gläser küchenfertiger Gemüsefond à 400 ml)
- 3–4 EL bestes Olivenöl
- ½ TL gemahlener Koriandersamen
- 1 Bund frischer Bärlauch und/oder
- 1 Bund frische Blattpetersilie
Zubereitung:
1) Spargel putzen und schräg in Stücke schneiden. Dicken Spargel halbieren. Artischocken vom Stielansatz und den äußeren Blattern befreien und vierteln. Sofort mit Zitronensaft einreiben, damit die Artischockenherzen nicht oxidieren.
2) Spargelstücke in ein Drittel der Brühe 'al dente' garen. In der restlichen Brühe die Artischockenherzen ca. 25–30 Min. garen. Mit gemahlenem Koriandersamen abschmecken, aus dem Fond nehmen und mit einem kleinen Küchenmesser das Korianderstroh entfernen.
3) Bärlauch und/oder Petersilie abbrausen, gut abtropfen lassen und klein hacken.
4) Schalen der aufgetauten Rotgarnelen entfernen. Das geht bei Rotgarnelen kinderleicht. Garnelen abbrausen, trockentupfen und im Gemüsefond garen. Restliche Zutaten hinzufügen und ebenfalls kurz erhitzen.
Nährwert- & Gesundheitsanalyse
von Dipl. Ernährungswissenschaftler Michael Pagelsdorf
Weißer und grüner Spargel
– zarte Frische, vollgepackt mit Vitaminen und Genuss
Der botanische Name »Asparagus« des kaiserlichen Gemüses leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet »junger Trieb«. Auch unter den Synonymen »Essbares Elfenbein« oder »Weißes Gold« ist Spargel bekannt. Aus über 200 Arten der Gattung Spargel sind in Deutschland vor allem der weiße und der grüne Spargel sehr beliebt. Aber auch violetter Spargel gewinnt in letzter Zeit an Popularität. Genau wie weißer Spargel eignet er sich alternativ zum Garen auch hervorragend als Rohkostsalat, was den Vorteil mit sich bringt, dass die in Spargel enthaltenen Vitamine erhalten bleiben.
Und das sind bei Spargel vor allem die Vitamine A und C. Das fettarme Gemüse verfügt zudem über einen mehr als respektablen Mineralstoffgehalt (Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen und Phosphor). Letzterer ist genau wie Calcium ein wichtiger Bestandteil unserer Knochen.
Es gibt also gute Gründe, die Spargelzeit zu nutzen und das schmackhafte Gemüse so oft wie möglich in unseren Speiseplan zu integrieren.
Kulinarische Verwendung:
Spargel gilt als eine der elegantesten Gemüsesorten der saisonalen Küche und bietet je nach Farbvariante unterschiedliche Aromen und Texturen:
Weißer Spargel wird vor allem gekocht, gedünstet oder vakuumgegart, wobei sein zartes, leicht bittermandelartiges Aroma besonders gut in Kombination mit Butter, Zitrone, Sauce hollandaise oder feinem Schinken zur Geltung kommt.
Grüner Spargel ist aromatischer und kräftiger im Geschmack. Er kann auch kurz angebraten, gegrillt oder im Ofen geröstet werden – so bleibt sein nussiges, frisches Aroma voll erhalten.
Roh in feinen Streifen gehobelt, lässt sich grüner wie auch violetter Spargel als leichte Rohkost mit Olivenöl, Parmesan und Zitronensaft servieren – ein aromatisches Frühlingsgericht mit erfrischendem Biss. In Risottos, Pasta oder Quiches verleiht Spargel eine edle, saisonal geprägte Note, die sich harmonisch mit Kräutern wie Estragon, Basilikum oder Kerbel verbindet.
Kombinationstipp:
Ein Spritzer Zitronensaft oder ein paar Flocken Butter heben das feine Aroma des Spargels besonders hervor. Mit frischen Erdbeeren, Bärlauch oder geräuchertem Lachs lassen sich spannende Frühlingskompositionen kreieren – für einen leichten, natürlichen Genuss, der Gesundheit und Eleganz verbindet.
Bärlauch
– das unterschätzte Frühlingskraut, natürlich, würzig und gesund
Seine kurze Erntesaison kürt Spargel zum König unter den Gemüsesorten. Diese Wertschätzung kommt beim Frühlingskraut Bärlauch leider nicht zum Tragen. Zu Unrecht, denn auch seine Saison ist besonders kurz – sie dauert von Anfang März bis Mitte Mai – und Bärlauch ist gesund!
Das Kraut besitzt die gleichen gesundheitsförderlichen Effekte und ein ähnliches Aroma wie Knoblauch – mit einem herausragenden Vorteil: Von einer unangenehmen »Knoblauchfahne« bleiben wir verschont. Ein wahres Geschmackserlebnis – ohne mögliche Beschwerden des Büronachbarn oder Unannehmlichkeiten im Kundengespräch. Grund genug, die Bärlauchsaison in vollen Zügen zu nutzen – und vor allem zu genießen.
Bärlauch enthält eine Vielzahl wertvoller Wirkstoffe, darunter Vitamin C, Eisen, Magnesium und die schwefelhaltigen Verbindungen Alliin und Allicin, die antibakteriell und durchblutungsfördernd wirken. Er regelt Blutdruck und Cholesterinspiegel, stärkt das Immunsystem und hat gleichzeitig einen positiven Einfluss auf die Verdauung.
Kulinarische Verwendung:
Bärlauch ist eine echte Frühlingsdelikatesse, die in der Küche auf vielfältige Weise einsetzbar ist. Fein gehackt verleiht er Butter, Quark oder Kräuterfrischkäse eine würzige Note. Als Pesto » mit Olivenöl, Parmesan und Pinienkernen ist er eine aromatische Alternative zu Basilikumpesto. Auch in Risotto, Pasta, Suppen oder als Würze für Omeletts und Kartoffelgerichte zeigt sich Bärlauch von seiner besten Seite. Er sollte jedoch stets frisch verarbeitet werden, da sein Aroma schnell verfliegt.
Artischocken
– aromatischer Genuss und natürliche Bitterkraft für Wohlbefinden und Gesundheit
Artischocken gehören zur Familie der Korbblütler, sind also Blütengewächse mit essbaren, knospigen Blütenständen. In Deutschland scheiden sie die Geister der Feinschmecker – die einen lieben sie, die anderen rümpfen die Nase und winken dankend ab.
Dabei kann das Blütengemüse – regelmäßig auf dem Speisezettel – in hohem Maß zum Erhalt unserer Gesundheit beitragen. Artischocken sind reich an Vitamin C, Kalium und Magnesium. Mit ihren Bitterstoffen wirken sie verdauungsfördernd und unterstützen den Stoffwechsel. Zudem leisten sie einen wichtigen Beitrag zu einer gesunden Darmflora, wirken antibakteriell und haben einen positiven Einfluss auf LDL-Cholesterin und Blutfettwerte – unsere Leber dankt es ihnen!
Kulinarische Verwendung
In der mediterranen Küche sind Artischocken ein echter Klassiker – ob als Vorspeise mit Olivenöl und Zitronensaft, gefüllt mit Kräutern und Semmelbröseln, als feine Beilage zu Fisch, Lamm und Geflügel oder als unverzichtbare Belag-Zutat einer Pizza Capricciosa oder Quattro Stagioni. Ihr zartes Herz gilt als Delikatesse und kann gedünstet, gegrillt oder auch kalt in Salaten serviert werden. Besonders in Italien wird sie mit Knoblauch, Petersilie und Weißwein verfeinert – ein leichter Genuss, der Bitterkeit, Aroma und Frische auf besondere Weise verbindet.
Garnelen
– mager, zart und voller Meeresaroma
Garnelen sind aufgrund ihres hohen Eiweißgehaltes bei gleichzeitiger Abwesenheit von Kohlenhydraten eine hervorragende Option für eine kalorienbewusste Ernährung. Ihr äußerst geringer Fettanteil und der beachtliche Proteingehalt machen sie zu einer idealen Komponente für eine eiweißbetonte Mahlzeit, die lange sättigt, ohne schwer im Magen zu liegen. Wer Wert auf eine definierte Körperkomposition legt und im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung Muskulatur erhalten oder aufbauen möchte, findet in Garnelen eine nährstoffreiche und gleichzeitig leichte Proteinquelle.
Kulinarische Verwendung:
Kulinarisch sind Garnelen außerordentlich vielseitig und überzeugen durch ihre kurze Garzeit. In der Pfanne mit Olivenöl, Knoblauch und frischen Kräutern scharf angebraten, entfalten sie in wenigen Minuten ihr leicht süßliches, maritimes Aroma.
Auch gegrillt, als Einlage in einem leichten Salat oder als Proteinkomponente in einer Gemüsepfanne sind sie eine praktische Wahl für eine bewusste Küche.
In der mediterranen Küche werden sie häufig mit Zitronensaft, Tomaten und frischen Kräutern kombiniert, während sie in der asiatischen Küche in Wokgerichten oder mit Sojasauce und Ingwer zu ihrem Recht kommen. Entscheidend ist eine schonende, kurze Garzeit, damit das Fleisch saftig und zart bleibt – so entsteht ein leichter und gesunder Genuss mit hohem Eiweißanteil, der sich mühelos in einen aktiven, ernährungsbewussten Alltag integrieren lässt.
Olivenöl in Premium-Qualität
– das Herz der Mittelmeerküche
Nicht nur ich, sondern unser ganzes Team », begeistert sich für gutes, also hochwertig erzeugtes Olivenöl. Ja, mehr noch, man kann uns als echte »Olivenöl-Fans« bezeichnen.
Das liegt in erster Linie am hervorragenden Geschmack von gutem Olivenöl, aber auch an einem zweiten, ebenso wichtigen Aspekt, denn bei näherer Betrachtung besitzt Olivenöl ein geballtes Bündel an positiven Eigenschaften, die unserem Körper helfen, gesund zu bleiben.
So verfügt Olivenöl neben vielen Vitaminen und Mineralstoffen über zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe. Die positiven Wirkungen dieser Stoffe auf unseren Organismus beginnt die Wissenschaft erst langsam zu verstehen.
Einige von Ihnen werden erst durch die Verstoffwechselung im Darm durch unsere Darmbakterien richtig aktiv und begünstigen so zahlreiche positive biologische Wirkungen. Z. B. sind sie antibakteriell, antioxidativ (ähnlich den Vitaminen) und dabei in einem so hohen Maß entzündungshemmend, dass sie dabei teilweise sogar den Vitaminen weit überlegen sind.
Ist das nicht wunderbar? Gesundes kann so lecker sein. Aber ich betone ausdrücklich: Alle positiven Wirkungen bekommt man nur bei Olivenöl bester Qualität. Und die bekommt man eben nicht für 4,50 Euro beim Discounter. Darüber sollte man sich im Klaren sein.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oekotrophologe)