Tschebureki Rezept – Krim­ta­ta­rische Teig­ta­schen

– knusprig gebraten mit saftiger Hack­fleisch­füllung

Tschebureki-Rezept – Krimtatarische Teigtaschen Tschebureki-Rezept – Krimtatarische Teigtaschen

Tschebureki Rezept – Krim­ta­ta­rische Teig­ta­schen

👉 knusprig gebraten mit saftiger Hack­fleisch­füllung

Tschebureki sind knusp­ri­ge, halb­mond­för­mi­ge Teig­ta­schen mit ei­ner wür­zi­gen Hack­fleisch­fül­lung. Ih­ren Ur­sprung ha­ben sie in der tra­di­tio­nel­len Kü­che der Krim­ta­ta­ren. Von dort aus hat sich der be­lieb­te Klas­si­ker weit über die Krim hin­aus ver­brei­tet und ist heu­te un­ter an­de­rem in Russ­land, der Ukrai­ne, im Kau­ka­sus und in Zen­tral­asi­en be­kannt.

Uns haben die Tsche­bu­re­ki vor al­lem des­halb be­geis­tert, weil sie mit ver­gleichs­wei­se we­ni­gen Zu­ta­ten aus­kom­men und trotz­dem ein un­glaub­lich aro­ma­ti­sches Er­geb­nis lie­fern. Dün­ner, knusp­ri­ger Teig trifft auf ei­ne saf­ti­ge, wür­zig ab­ge­schmeck­te Hack­fleisch­fül­lung – manch­mal braucht es eben gar nicht viel, da­mit et­was rich­tig gut schmeckt.

Unser Tschebureki-Teig mit Wodka

Un­se­ren Tsche­bu­re­ki-Teig be­rei­ten wir nach ei­nem tra­di­tio­nel­len Prin­zip mit ei­nem klei­nen Schuss Wodka zu. Das mag zu­nächst un­ge­wöhn­lich klin­gen, ist bei Tsche­bu­re­ki aber durch­aus be­kannt. Der Wodka trägt da­zu bei, dass der Teig beim Aus­ba­cken be­son­ders knusp­rig wird.

Bei unserem Re­zept sorgt er zu­sam­men mit der Zu­be­rei­tungs­wei­se für ei­nen be­son­ders dün­nen und knusp­ri­gen Teig. Die Fül­lung bleibt da­bei schön saf­tig – ge­nau die­ser Kon­trast macht für uns den be­son­de­ren Reiz der Tsche­bu­re­ki aus.

Wie bei vielen traditio­nel­len Ge­rich­ten gibt es auch bei Tsche­bu­re­ki un­ter­schied­li­che Va­ri­an­ten. Be­son­ders ver­brei­tet ist ei­ne Fül­lung mit Lamm­fleisch; wir ver­wen­den ei­ne Mi­schung aus Schwei­ne- und Rind­hack be­zie­hungs­wei­se al­ter­na­tiv Lamm­hack. Zwie­beln, Rin­der­brü­he und fri­sche Kräu­ter sor­gen da­bei für die nö­ti­ge Saf­tig­keit und ein kräf­ti­ges Aro­ma.

Unsere Tschebureki werden gold­braun in hei­ßem Pflan­zen­öl aus­ge­ba­cken und an­schlie­ßend am bes­ten di­rekt und noch heiß ser­viert. Dann ist der Teig wun­der­bar knusp­rig und die Fleisch­fül­lung schön saf­tig.

Unsere bebilderte Schritt-für-Schritt-An­lei­tung zeigt Dir, wie Du die Teig­ta­schen formst, si­cher ver­schließt und gold­braun aus­bäckst.

Gernekochen-Weintipp

Zu unserem »Tschebureki Original Re­zept« passt ein kräf­ti­ger Weiß­wein mit or­dent­lich Schmelz. Ein­fach mal auf un­ser »Wein­tipp-Ic­on« tip­­pen und mehr er­fah­ren. Wir wünschen wie stets einen gu­ten Ap­pe­tit und: Wohl be­komm's!

Warum Du dieses Tschebureki-Re­zept aus­pro­bieren soll­test

  • Knusprig und saftig: Dünner, goldbraun ge­bra­te­ner Teig trifft auf eine wür­zige und saf­ti­ge Hack­fleisch­füllung
  • Ein echter Klassiker: Tschebureki stam­men aus der krim­ta­ta­ri­schen Kü­che und ha­ben sich von dort in vie­le Re­gio­nen Ost­euro­pas und Zen­tral­asi­ens ver­breitet
  • Besonderer Teig: Unser Teig mit einem klei­nen Schuss Wod­ka sorgt für eine be­son­ders in­teres­san­te, knus­prige Teig­struk­tur
  • Aromatische Füllung: Zwiebeln, Brü­he und fri­sche Kräu­ter ma­chen die Hack­fleisch­fül­lung be­sond­ers saftig und geben ihr ein kräftiges Aroma
  • Vielseitig: Ob mit gemisch­tem Hack­fleisch oder klas­sisch mit Lamm – bei der Fül­lung las­sen sich un­ter­schied­liche Va­ri­an­ten aus­pro­bie­ren
  • Etwas Besonderes für Gäste: Die halb­mond­fö­rmi­gen Teig­ta­schen sind nicht nur le­cker, son­dern ma­chen auch op­tisch ei­nig­es her
  • Einfach nachzukochen: Unsere Schritt-für-Schritt-An­lei­tung er­klärt Dir, wie Du Tsche­bu­re­ki formst, sicher ver­schließt und gold­braun aus­brätst


Rezept:
Tschebureki-Rezept – Krim­ta­ta­rische Teig­ta­schen

Zutaten für 4 Personen

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Für den Einkaufszettel:

  • 700 g Hackfleisch, gemischt aus 400 g Schweinehack und 300 g Rinderhack
    alternativ 700 g Lammhack
  • 500–550 g Weizenmehl, Typ 405 oder ital. »00«
  • 1 Hühnerei
  • 2 weiße Knollenzwiebeln
  • 300 ml Wasser
  • 150 ml Rinderbrühe
  • 150 ml Natur Bio-Kefir
  • 200 ml Pflanzenöl, z. B. Sonnenblumenöl
  • 20 ml Wodka
  • 10 g Koriandergrün (Kinsa) 
    (Tipp: Wer wie wir kein Fan von Ko­ri­an­der­grün ist, kann die­ses durch Stau­den­sel­le­rie­grün und Bio-Ko­ri­an­der­sa­men » er­set­zen)
  • Salz und
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • etwas ganzer Kümmel
  • alternativ etwas Kubebenpfeffer, frisch im Mörser zerstoßen
  • 10 g frischer Dill und/oder Fenchelgrün

Für die Garnitur:

  • 4 Blätter Friseesalat
  • 2 mittelgroße Tomaten
  • 1 gelbe Paprika

Zubereitung:

1) Für den Teig einen gro­ßen Topf mit 300 ml Was­ser bis zum Ko­chen er­hit­zen. Et­was Salz und das Pflan­zen­öl da­zu­ge­ben (das Öl ver­hin­dert, dass das Mehl beim Ein­rüh­ren ver­klumpt) und zu­erst nur 120 g des Mehls so lan­ge un­ter­rüh­ren, bis sich ei­ne kon­sis­ten­te, fes­te Mas­se er­gibt. Topf vom Herd neh­men und den Vor­teig ab­küh­len las­sen.

2) Nach dem Abkühlen dem Vor­teig das Ei (al­ter­na­tiv: 2 Ei­gelb) und den Wod­ka hin­zu­fü­gen und al­les gut um­rüh­ren. Nach und nach noch das rest­li­che Mehl hin­zu­fü­gen, so lan­ge, bis sich ein wei­cher, plas­ti­scher Teig er­gibt, der nicht mehr an den Hän­den klebt. Den so vor­be­rei­te­ten Teig mit ei­nem Ge­schirr­tuch zu­de­cken und an ei­nem war­men Ort 30 Min. ru­hen las­sen. Nach der hal­ben Stunde den Teig noch­mals gut durch­kne­ten, wie­der ab­de­cken und wei­te­re 30 Min. ru­hen las­sen.

Unser Tipp: Der Teig hält sich pro­blem­los 2–3 Ta­ge im Kühl­schrank, so­dass er sich auch pri­ma an ei­nem an­de­ren Tag vor­be­rei­ten lässt. Be­ach­ten soll­te man da­bei nur, dass er vor der Ver­wen­dung wie­der Zim­mer­tem­pe­ra­tur be­kom­men hat.

3) Die beiden Zwiebeln schälen und in klei­ne Wür­fel schnei­den. Ei­ne gro­ße, schmie­de­ei­ser­ne Brat­pfan­ne mit 2–3 EL Pflan­zen­öl er­hit­zen und das ge­misch­te Hack (alternativ: Lamm­hack) zu­ge­ben und gut an­bra­ten. Hack mit ei­nem Schuss Rin­der­fond ab­lö­schen. Tem­pe­ra­tur um die Hälf­te re­du­zieren und Hack fer­tig ga­ren. Rest­li­chen Rin­der­fond während des Ga­rens por­tions­wei­se zu­gie­ßen. Am En­­de der Gar­­zeit Ke­fir zugeben und unter gelegentlichem Rühren solange mitbraten lassen, bis dieser vom Fleisch aufgesogen wurde. Abschließend noch ge­­hack­­te (Gurken-)Dill und/oder das Fen­­chel­grün ali­as »Fen­chel­­dill« zu­­ge­­ben. Hack pfef­fern und sal­zen und noch den in ei­nem Mör­ser zer­mah­le­nen Ko­ri­an­der­sa­men zu­ge­ben und gut mit dem Hack ver­men­gen. (Wer Ko­ri­an­der­grün mag, kann na­tür­lich auch die­ses ver­wen­den, so wie es das Ori­gi­nal­re­zept vor­sieht.)

Zubereitungstipp: Man kann das Ge­schmacks- und auch das Ge­ruchs­aro­ma der Ko­ri­an­der­sa­men in­ten­si­vie­ren, in­dem man sie kurz vor Ver­wen­dung zu­erst rös­tet und erst da­nach im Mör­ser fein zer­mahlt.

4) Die Küchenarbeitsfläche mit Mehl be­stäu­ben und den Teig mit ei­nem Nu­del­holz aus­rol­len. Mit ei­nem Kü­chen­mes­ser und ei­nem klei­nen Tel­ler als Schab­lo­ne so vie­le kreis­run­de Tei­ge aus­schnei­den wie der Teig er­gibt. Die ein­zel­nen Tei­ge auf der Ober­sei­te mit Was­ser be­strei­chen und nach Au­gen­maß je et­was Hack auf die ei­ne Hälf­te der Teig­ta­schen ge­ben. Da­rauf ach­ten, dass ca. 1,5 cm Rand frei bleibt, da sich die Teig­ta­schen sonst nicht ver­schlie­ßen las­sen. Die Teig­ta­schen zu ei­nem Halb­kreis zu­sam­men­klap­pen und die Teig­rän­der mit ei­ner Ga­bel fest zu­sam­men­drü­cken. Da­durch wer­den die Pas­te­ten gut ver­schlos­sen und es er­gibt sich zu­dem ein optisch schö­nes Mus­ter in den Tsche­bu­re­ki.

5) In einer mög­lichst gro­ßen, be­schich­te­ten Schmor­pfan­ne aus­rei­chend Pflan­zen­öl ge­ben, so­dass der Pfan­nen­bo­den be­deckt ist, und die Tsche­bu­re­ki da­rin por­tions­wei­se – je nach Pfan­ne – 3–5 Min. von je­der Sei­te aus­bra­ten, bis sie schön gold­gelb sind. Die be­reits fer­ti­gen Pas­te­ten im auf 80°C vor­ge­heiz­ten Back­ofen bis zum Ser­vie­ren warm hal­ten.

Serviertipp:
Um noch eine schöne Gar­ni­tur hin­zu­zu­fü­gen, gar­nie­ren wir die Tsche­bu­re­ki auf den Tel­lern mit ei­nem Blatt Friséesalat, ei­ner dün­nen Schei­be gel­ber Pa­pri­ka und zwei oder drei dün­nen Schei­ben To­ma­ten.

Nährwert- & Ge­sund­heits­ana­ly­se

von Dipl. Ernährungs­wissen­schaftler Michael Pagelsdorf

Rindfleisch

– kräftig im Aroma, stark an Vitamin B12

Rindfleisch

Neben hochwerti­gem Ei­weiß ent­hält Rind- wie auch Lamm­fleisch die le­bens­wich­ti­gen Vi­ta­mi­ne B2, B6 und B12 so­wie wich­ti­ge Mi­ne­ral­stof­fe wie Ei­sen, Zink und Se­len. Vi­ta­min B1 ist eben­falls vor­han­den, je­doch in ge­rin­ge­ren Men­gen als bei­spiels­wei­se in Schwei­ne­fleisch.

Besonders Eisen und Vi­ta­min B12 spie­len ei­ne zen­tra­le Rol­le bei der Bil­dung ro­ter Blut­kör­per­chen. Vi­ta­min B12 kann in re­le­van­ten Men­gen fast nur üb­er tie­ri­sche Pro­duk­te auf­ge­nom­men wer­den.

Eisen ist nicht allein für die Blut­bil­dung, son­dern auch für den Mus­kel­auf­bau re­le­vant, da es ei­ne Schlüs­sel­rol­le beim Sau­er­stoff­trans­port zu den Mus­kel­zel­len spielt. Ei­ne aus­rei­chen­de Sau­er­stoff­ver­sor­gung ist für un­se­re Mus­keln die Vo­raus­set­zung für Leis­tung, Re­ge­ne­ra­tion und Wachs­tum.

Daher lässt sich feststellen, dass eine rein ve­gane Er­nährung oh­ne Sup­ple­mente nicht als voll­stän­dig aus­ge­wo­gen be­trach­tet wer­den kann. Be­reits 150 g Lamm- oder Rin­der­filet kön­nen den Ta­ges­be­darf eines Er­wach­se­nen an Vi­ta­min B12 de­cken und leis­ten zu­gleich ei­nen wert­vol­len Bei­trag zur Ei­sen­ver­sor­gung.

Kulinarische Verwendung:

Rindfleisch zählt zu den viel­sei­tigs­ten Fleisch­sor­ten über­haupt und ist aus der in­ter­na­tio­na­len Kü­che nicht weg­zu­den­ken. Je nach Teil­stück lässt es sich bra­ten, schmo­ren, gril­len oder roh ge­nie­ßen – et­wa als fei­nes Carpac­cio oder wür­zi­ges Ta­tar.

Zu den be­son­ders ed­len Cuts ge­hö­ren Filet, Ent­re­côte und Hüft­steak, die durch ihre zar­te Kon­sis­tenz und den kräf­ti­gen, aro­ma­ti­schen Ge­schmack über­zeu­gen. Für Schmor­ge­rich­te eig­nen sich hin­ge­gen Schul­ter, Wade oder Brust, die durch lang­sa­mes Garen in Wein, Brühe oder Ge­mü­se­sud be­son­ders saf­tig wer­den.

Auch in der mo­der­nen, leich­ten Küche spielt Rind­fleisch ei­ne wich­ti­ge Rol­le – et­wa in Form von kurz­ge­bra­te­nen Asia-Wok-Ge­rich­ten oder als pro­te­in­rei­ches Steak mit fri­schen Bei­la­gen.
So steht Rind­fleisch für in­ten­si­ven, ei­weiß­rei­chen Ge­nuss und kraft­vol­le Aro­men, die sich na­he­zu je­der Koch­kul­tur an­pas­sen las­sen.

Schweinefleisch

– zart im Biss, reich an B-Vi­ta­mi­nen

Schweinefleisch als Kasseler

Bio-Haltung vorausgesetzt, lie­fert Schweinefleisch hoch­wer­tiges Ei­weiß so­wie wich­ti­ge Vi­ta­mi­ne und Mi­ne­ral­stof­fe. Be­son­ders be­mer­kens­wert ist sein ho­her Ge­halt an Vi­ta­min B1 (Thiamin) – Schwei­ne­fleisch ge­hört hier zu den Spit­zen­rei­tern un­ter al­len Fleisch­sor­ten. Da­rü­ber hi­naus ent­hält es nen­nens­wer­te Men­gen an Vi­ta­min B2, B6 und B12 so­wie Mi­ne­ral­stof­fe und Spu­ren­ele­men­te.

Vitamin B12 ist für die Bil­dung ro­ter Blut­kör­per­chen un­ent­behr­lich und kann in re­le­van­ten Men­gen fast aus­schließ­lich nur üb­er tie­ri­sche Le­bens­mit­tel auf­ge­nom­men wer­den. Bei rein pflanz­li­cher (ve­ga­ner) Er­näh­rung muss es da­her über Supp­le­men­te oder an­ge­rei­cher­te Pro­duk­te zu­ge­führt wer­den.

Im direkten Vergleich lie­fert ro­tes Fleisch wie Rind oder Lamm zwar deut­lich mehr Vi­ta­min B12 pro Por­tion, Schwei­ne­fleisch trägt je­doch – ins­be­son­de­re durch sei­nen ho­hen Thia­min-Ge­halt – we­sent­lich zu ei­ner aus­ge­wo­ge­nen Er­näh­rung bei.

Kulinarische Verwendung:

Schweinefleisch bietet eine außer­ge­wöhn­li­che Viel­falt in der Kü­che – von tra­di­tio­nel­len Schmor­ge­rich­ten bis zu mo­der­nen, leich­ten Zu­be­rei­tun­gen. Zartes Schwei­ne­fi­let oder Schwei­ne­me­dail­lons eig­nen sich her­vor­ra­gend zum Kurz­bra­ten, wäh­rend Nacken oder Schul­ter als aro­ma­ti­sche Grund­la­ge für Braten, Pul­led Pork oder Gulasch die­nen.

Auch Schnitzel, Kote­letts und Kamm- alias Nackensteaks sind be­lieb­te Klas­si­ker, die sich durch wür­zi­ge Pa­na­den oder fei­ne Kräu­ter­krus­ten ver­fei­nern las­sen. In der me­di­ter­ra­nen Kü­che wird Schwei­ne­fleisch häu­fig mit Ros­ma­rin, Thy­mi­an und Knob­lauch kom­bi­niert, in der asia­ti­schen Kü­che mit Ing­wer, So­ja­sauce und Se­sam­öl.

Ein besonderer Tipp für Fein­schme­cker ist ge­schmor­ter Schwei­ne­bauch oder *confiertes Schwei­ne­kar­rée – ei­ne Kom­bi­na­ti­on aus zar­ter Tex­tur und tie­fem, aro­ma­ti­schem Ge­schmack. Ob ge­bra­ten, ge­schmort oder ge­grillt – Schwei­ne­fleisch lässt sich wun­der­bar viel­sei­tig zu­be­rei­ten und bie­tet da­bei ein brei­tes Spek­trum von rus­ti­kal bis ele­gant.

(*Confieren: Für ei­ne be­son­ders fei­ne, nähr­stoff­scho­nen­de Zu­be­rei­tung emp­fiehlt sich das sanf­te Gar­en bei nied­ri­ger Tem­pe­ra­tur oder das Sous-vide-Ver­fah­ren.)

Mehl bzw. Getreide

– Energielieferant mit Köpfchen

Mehl bzw. Getreide

Entgegen häufiger Aussagen be­sitzt Ge­trei­de kei­ne gro­ßen Men­gen an pflanz­li­chem Ei­weiß. Da­für punk­tet es mit ei­nem ho­hen An­teil an Koh­len­hy­dra­ten und deckt – be­zo­gen auf 100 g – fast ein Drit­tel des täg­li­chen Bal­last­stoff­be­darfs, bei gleich­zei­tig sehr ge­rin­gem Fett­ge­halt.

Dar­über hin­aus lie­fert Ge­trei­de wert­vol­le Mi­ne­ral­stof­fe wie Mag­ne­si­um, Ei­sen und Zink – wich­ti­ge Kom­po­nen­ten für Mus­kel- und Ner­ven­funk­tio­nen – und be­inhal­tet Vi­ta­mi­ne der B-Grup­pe, die un­se­ren Stoff­wech­sel un­ter­stüt­zen.

Für Men­schen, die auf Fleisch ver­zich­ten möch­ten, al­so Ve­ge­ta­rier und Ve­ga­ner (bei ve­ga­ner Er­näh­rung: Pas­ta sec­ca oh­ne Ei!), liegt Ge­trei­de da­mit voll im Trend und ist ein fes­ter Be­stand­teil des mo­der­nen Spei­se­plans ge­wor­den.

Für Per­so­nen mit Glu­ten­un­ver­träg­lich­keit ist Ge­trei­de je­doch un­ge­eig­net. Auch Dia­be­ti­ker oder Low-Carb-Anhänger hal­ten sich we­gen des ho­hen Koh­len­hy­drat­an­teils bes­ser zu­rück.

Kulinarische Verwendung:

Getreide bil­det die Ba­sis un­zäh­li­ger Spei­sen und ist ei­ner der wich­tigs­ten Grund­bau­stei­ne un­se­rer Er­näh­rung. In Form von Mehl dient es als Haupt­zu­tat für Brot, Bröt­chen, Ku­chen, Pas­ta, Piz­za­teig und Back­wa­ren al­ler Art.

Als ganzes Korn, gequollen oder ge­kocht, wird es in Sa­la­ten, Auf­läu­fen, Sup­pen oder vegetarischen Brat­lin­gen ver­wen­det. Gemahlen, ge­rös­tet oder als Flocken und Brei (z. B. Ha­fer, Dink­el, Hirse oder Bul­gur) eig­net es sich für ei­ne voll­wer­ti­ge Früh­stücks- oder Bei­la­gen­kü­che.

In der modernen Ernäh­rung ge­win­nen al­ter­na­ti­ve Mehl­sor­ten – et­wa aus Hafer, Hirse, Reis, Buch­wei­zen oder Man­deln – zu­neh­mend an Be­deu­tung, da sie glu­ten­frei und oft mi­ne­ral­stoff­rei­cher sind. Da­durch lässt sich klas­si­sche Back­kunst mit in­di­vi­du­el­len Er­näh­rungs­for­men ver­bin­den.

Butter alias Gute Butter

– cremiger Genuss voller wert­voller Ome­ga-3-Fett­säu­ren

Butter alias Gute Butter

Nachdem Butter über Jahrzehnte hin­weg sys­te­ma­tisch schlecht­ge­re­det wur­de, oh­ne dies auf wis­sen­schaft­li­che Stu­dien zu stützen, ist sie zwi­schen­zeit­lich von ih­rem schlech­ten Ruf »frei­ge­spro­chen« wor­den – und das völ­lig zu Recht.

Butter besitzt ei­nen ho­hen An­teil an ge­sät­tig­ten Fett­säu­ren, die eb­en NICHT – wie lan­ge Zeit be­haup­tet – schlecht für un­se­ren Or­ga­nis­mus sind. Aber auch ein­fach und mehr­fach un­ge­sät­tig­te Fett­säu­ren sind in But­ter ent­hal­ten.

Gegenüber Olivenöl kann sie zu­dem noch mit ei­nem ech­ten Plus­ punk­ten: Ab­hän­gig von der Nah­rung, die Kü­he zu sich neh­men, be­sitzt But­ter die für den Men­schen zwin­gend er­for­der­li­chen Ome­ga-3-Fett­säu­ren EPA und DHA. Je mehr fri­sches Gras (Stich­wort: Frei­land­hal­tung!) ei­ne Kuh zu sich nimmt, des­to hö­her der Ome­ga-3-Anteil in der Milch und de­ren Pro­duk­ten.

Hier können sich z. B. der deut­sche Markt­führer Ker­ry­gold so­wie ei­ne Hand­voll wei­te­rer Her­stel­ler mit der Qua­lität ihrer But­ter und den da­rin ent­hal­te­nen ge­sun­den Fett­säu­ren ganz klar aus der Men­ge der But­ter­pro­du­zen­ten her­vor­he­ben.

Freilandhaltung vorausgesetzt (gem. Bio-Ver­ord­nung min­des­tens 120 Ta­ge im Jahr), ver­dient But­ter ih­ren Na­men »Gu­te But­ter«, den ihr be­reits un­se­re Groß­el­tern ge­ge­ben ha­ben, al­so völ­lig zu Recht.

Butterschmalz

Wie auch Claudia und Jürgen in ih­ren Re­zep­ten mit But­ter­schmalz schrei­ben, gibt es vie­le Na­men für »Braune Butter«, die vom Milcheiweiß befreite (geläuterte) Variante der Ba­sis­but­ter. Um den Be­griff »Ghee« wird seit ge­rau­mer Zeit ein Hy­pe ge­macht, da­bei han­delt es sich dabei um nichts an­de­res als eben brau­ne Butter.

Mit dem Begriff »Ghee« ist aller­dings auch eine Le­bens­phi­lo­so­phie ver­bun­den. Das hat auch die In­dus­trie er­kannt und so kommt es, dass man Ghee im Ver­kaufs­re­gal meist hö­her­prei­sig vor­fin­det als eben »ordinäres« But­ter­schmalz, das ja be­reits mehr als teu­er ge­nug ist.

Greifen Sie in diesem Fall al­so ru­hig zum But­ter­schmalz. Art­ge­rech­te Frei­land­hal­tung zur Er­zeu­gung des Roh­stoffs Butter vo­raus­ge­setzt, ist die­ser ei­ne eben­so gu­te und zu­dem preis­wer­tere Wahl.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oecotrophologe)