Caesar Salad à la Ger­ne­ko­chen

Caesar Salad à la Gernekochen

parmesan

»Caesar Salad« – bzw. »Cae­sars Sa­lad« heu­te ein Re­­zept­­klas­­si­­ker der in­ter­na­tio­na­len Kü­­che – trägt den Na­men sei­nes Er­fin­ders, Ce­sa­re Car­di­ni. Der Ita­lo-Ame­ri­ka­ner kre­ier­te den Sa­lat be­reits in den 1920er Jah­ren. Ge­mäß Über­lie­ferung aus ei­ner Not he­raus, da sein Ho­tel-Res­tau­rant am ame­ri­ka­ni­schen Na­tio­nal­fei­er­tag im Jahr 1924 ei­nen kaum zu be­wäl­ti­gen­den An­sturm er­leb­te und die Zu­ta­ten in der Kü­che knapp wur­den.

Ba­sis ei­nes »Caesar Salad« ist auf je­den Fall im­mer Rö­mer­sa­lat, der mit in Knob­lauch­öl knus­prig aus­frit­tier­ten Croû­tons und reich­lich ge­rie­be­nen Par­me­san gar­niert wird. Es exis­tie­ren zahl­rei­che Re­zept­va­rian­ten, in de­nen wei­te­re Zu­ta­ten wie z.?B. Sar­del­len, Gar­ne­len, Avo­ca­do oder Ge­flü­gel­brust ver­wen­det wer­den. So kann aus ei­ner Bei­la­ge ei­ne Haupt­mahl­zeit ent­ste­hen.

Das ge­halt­vol­le Dres­sing, ebenfalls wichtiger Bestandteil des Salates, hat wohl zum größ­ten Teil zum Er­folg des Ge­rich­tes bei­ge­tra­gen. Es be­steht aus Ei­gelb mit Oli­ven­öl, Zi­tro­nen­saft, Knob­lauch und Wor­ches­ter­sau­ce und wird zu ei­ner ma­yon­nai­se­ar­tigen Emul­sion auf­ge­schla­gen.

In un­se­rer spe­zi­el­len »Ger­ne­kochen – Mit Wein ge­nie­ßen-Va­ri­an­te ha­ben wir die Ba­sis­zu­ta­ten noch um in hauch­dün­n ge­schnit­te­ne Strei­fen Grü­ner Pa­pri­ka und Fen­chel so­wie ge­rös­te­ten Par­me­san-Chips er­gänzt. Die Kom­bi­na­tion von Fen­chel, Grü­ner Pap­ri­ka und Rö­mer­sa­lat har­mo­nier­te präch­tig und ver­lieh dem Sa­lat noch ei­nen wei­te­ren, ge­schmack­li­chen Kick, dem sich durch die Par­me­san-Chips noch ei­ne wun­der­ba­re »Knus­per­no­te« hin­zu­ge­sell­te.

Gernekochen-Weintipp

Zu »Caesar Salad à la Ger­ne­ko­chen« passt ein frisch-fruch­ti­ger Pas­se­ri­na aus den Ab­ruz­zen. Ein­fach mal auf un­ser »Wein­tipp-Icon« tip­pen und mehr er­fah­ren. Wir wün­schen wie stets ei­nen gu­ten Ap­pe­tit und: Wohl be­komm's!

Caesar Salad Rezept

Zutaten für 4 Personen

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Für den Einkaufszettel:

  • Römersalat (4 kleine Salatherzen)
  • 1 Grüne Paprika
  • 1 kleine Fenchelknolle, möglichst mit viel Fenchelgrün
  • 2 Sardellenfilets alias »Anchovis«
  • Saft einer halben Zitrone
  • 2 Eigelb
  • 2 TL Deutscher Senf, mittelscharf (medium pikant)
  • 180 ml Premium-Olivenöl, z. B. Frühernte-Olivenöl »
  • 1–2 EL Spyridoula's Elixier ISIS » (alternativ Aceto Balsamico)
  • 4 Scheiben Weißbrot
  • ca. 60–80 g Butter
  • je 2 Zweige Rosmarin und Thy­mian
  • 50 g fein geriebener Parmesan für das Dres­sing
  • ca. 60 g geriebener Parmesan für die Par­me­san-Chips
  • 1 kleiner Bund Petersilie
  • 2 kleine, gehackte Knoblauchzehen für das »Caesar Sa­lad-Dres­sing«
  • 2 angequetschte Knoblauchzehen für die Croû­tons
  • 1 Prise Cayenne-Pfeffer
  • etwas Pfeffer und
  • Salz aus der Mühle

Optional:

  • ½ kleine weiße Zwiebel
    1 Msp. Zitronenschalenabrieb (Bio-Zitrone)
  • 1 Prise Paprikapulver oder
  • 1 Prise Cayennepfeffer

Das benötigt man zusätzlich:

  • Mixbecher
  • Zauberstab bzw. Stabmixer

 

(!) Und Wor­ches­ter­sau­ce?

Diese ist lei­der von der Zu­ta­ten­wahl heu­te nicht mehr das, was sie ur­sprüg­lich ein­mal war. Auf Wor­ches­ter­sau­ce ali­as »Wuus­ter­­sau­ce« (So­ja­sau­ce, Glu­ta­mat etc. als bil­li­ger Er­satz der Ori­gi­nal­zu­ta­ten) ha­ben wir ge­mäß un­se­rer »Clean Ea­ting-Phi­lo­so­phie« des­halb be­wusst ver­zichtet!

Zubereitung: Caesar Salad-Dressing

1) Für das »Cae­sar Sa­lad-Dres­sing« Ei­gel­be, An­cho­vis, Oli­ven­öl, Par­me­san, Senf und Eli­xier ISIS be­reit­stel­len. Mit ei­ner fei­nen Kü­chen­rei­be 1½ TL Zi­tro­nen­scha­le ab­rei­ben. Zi­tro­ne da­nach hal­bie­ren. Knob­lauch und Zwie­bel pel­len und klein ha­cken.

2) Eigelbe und Saft ei­ner hal­ben Zi­tro­ne zu­sam­men mit den rest­li­chen, vor­be­han­del­ten Zu­ta­ten in ei­nen Mix­be­cher ge­ben. In ei­nem dün­nen Strahl lang­sam Oli­ven­öl zu­gie­ßen und das »Caesar Sa­lad-Dres­sing« auf­mi­xen, bis es ei­ne schö­ne, sä­mi­ge Kon­sis­tenz be­kom­men hat. Ab­schlie­ßend noch den Par­me­san in das Dres­sing rei­ben. Dres­sing bis zur wei­te­ren Ver­wen­dung zu­ge­deckt in den Kühl­schrank stel­len.

Weitere Zubereitung:

3) Salatherzen ab­­brau­­sen, tro­cken­schüt­teln und vom Strunk be­frei­en. Ein Sa­lat­herz vier­teln, die rest­li­chen drei grob klein zup­fen. Pa­pri­ka und Fen­chel eben­falls wa­schen und trock­nen, Zwie­bel pel­len. Al­le drei Zu­ta­ten in hauch­dün­ne Strei­fen schnei­den. Fen­chel­dill bei­sei­te le­gen. Knob­lauch­ze­hen für die Croû­tons nur an­quet­schen.

4) Weißbrotscheiben in Wür­fel schnei­den. Be­schich­te­te Brat­pfan­ne mit reich­lich But­ter – oder ei­nem But­ter-Oli­ven­öl­ge­misch – mit­tel­stark er­hit­zen. Ros­ma­rin und Thy­­mi­an ab­­brau­­sen, tro­­cken­schüt­­teln und zu­sam­men mit den an­ge­quetsch­ten Kno­blauch­ze­hen in die Pfan­ne ge­ben. Croû­tons da­rin un­ter ge­le­gent­li­chem Wen­den knus­prig aus­bra­ten. Croû­tons mit »Pas­ta Blend Kräu­ter-Ge­würz­mi­schung« ab­schme­cken (evtl. muss noch etwas Brat­fett nach­ge­fügt wer­den.) Pfan­nen­in­halt (»Nuss­but­ter«) durch ein gro­bes Kü­chen­sieb in ei­ne Scha­le um­fül­len. Kräu­ter und Knob­lauch aus dem Sieb ent­fer­nen. Croû­tons im Sieb ab­trop­fen las­sen. Brau­ne But­ter ali­as »Nuss­but­ter« in der Scha­le auf­be­wah­ren, sie wird in Ar­beits­schritt 6 noch be­nö­tigt.

5.1) Be­schich­te­te Brat­pfan­ne mit­tel­stark er­hit­zen. Par­me­san mit ei­ner fei­nen Kü­chen­rei­be in die Pfan­ne rei­ben.

5.2) Parmesan goldbraun rös­ten. Da­nach mit ei­nem Pfan­nen­he­ber vom Pfan­nen­bo­den lö­sen, auf ei­nen Tel­ler ge­ben und be­reit­stel­len.

6.1) Gezupften Rö­mer­sa­lat zu­sam­men mit den Sa­lat­vier­teln, Pa­pri­ka-, Fen­chel-, und Zwie­bel­strei­fen auf Sa­lat­tel­lern oder ei­nem groß­en Ser­vier­tel­ler ar­ran­gie­ren. Aufbewahrte Nuss­but­ter mit ei­nem Löf­fel über den Cae­sar Sa­lad träu­feln.

6.2) Dressing aus dem Kühl­schrank neh­men und über den Sa­lat ver­tei­len. Cae­sar Sa­lad mit den Croû­tons, Par­me­san-Chips und frisch ge­hack­tem »Fen­chel­dill-Pe­ter­si­lie-Kräu­ter­mix« gar­nie­ren. Ab­schlie­ßend noch groß­zü­gig Par­me­san da­rü­ber rei­ben.

Nährwert- & Ge­sund­heits­ana­ly­se

von Dipl. Ernährungs­wissen­schaftler Michael Pagelsdorf

Römersalat alias Cos- oder Lattich­sa­lat

– knackiger, aro­ma­ti­scher Ge­nuss – nähr­stoff­reich und viel­sei­tig

Römersalat

Römersalat, auch als Cos- oder Lattich­sa­lat be­kannt, zeich­net sich durch sei­ne lan­gli­chen, fes­ten Köp­fe mit dick­rip­pi­gen, kna­cki­gen Blät­tern aus. Er ver­fügt über ein aro­ma­ti­sches, leicht wür­zi­ges Ge­schmack­spro­fil und bleibt trotz sei­ner sub­stan­zi­el­len Blatt­struk­tur erfrischend, da der ho­he Was­ser­ge­halt ein leich­tes Mund­ge­fühl ver­leiht. Die fest­blät­tri­ge Kon­sis­tenz macht ihn beson­ders sta­bil für Dressings, ge­grill­te Kom­po­nen­ten oder war­me Bei­la­gen.
 

Er­näh­rungs­phy­sio­lo­gisch punk­tet Rö­mer­sa­lat durch sei­ne ge­rin­ge Ka­lo­rien­dich­te bei hohem Ge­halt an Mi­kro­nähr­stof­fen. Er lie­fert Vi­ta­min K für die nor­ma­le Blut­ge­rin­nung und Kno­chen­er­hal­tung, Folat für Zell­tei­lung und Blut­bil­dung so­wie Vi­ta­min C und Ka­li­um, die das Im­mun­sys­tem un­ter­stüt­zen und den Elek­tro­lyt­haus­halt re­gu­lie­ren. Die dicken, dunk­le­ren Blät­ter ent­hal­ten oft et­was mehr Bal­last­stof­fe als zart­blätt­ri­ge Salat­va­ri­an­ten, was Ver­dau­ung und Sät­ti­gung po­si­tiv un­ter­stützt. 

Sekundäre Pflan­zen­stof­fe, dar­un­ter Caro­ti­no­ide, tra­gen zu ei­nem an­ti­oxi­dan­ti­schen Schutz der Zel­len bei.

Kulinarische Verwendung:

Ku­li­na­risch über­zeugt Rö­mer­sa­lat durch sei­ne Viel­sei­tig­keit und Stand­festig­keit. Halbiert und kurz ge­rös­tet ent­fal­tet er ein fei­nes Röst­aro­ma, ohne sei­ne Form zu ver­lie­ren. Klas­sisch wird er für Ca­e­sar-Sa­lat » ver­wen­det, eig­net sich als kna­cki­ge Ba­sis für Bowls, Wrap-Fül­lun­gen oder war­me Salat­kom­po­nen­ten und kann be­son­ders gut kräf­ti­ge Dressings tra­gen.

Auch als ro­he Bei­la­ge zu Fleisch- oder Fisch­ge­rich­ten setzt er einen leich­ten, aro­ma­ti­schen Ak­zent. So ver­bin­det Rö­mer­sa­lat fri­sche Leich­tig­keit, wert­vol­le Mi­kro­nähr­stof­fe und kna­cki­gen Ge­nuss in ei­nem all­tags­taug­li­chen Ge­richt.

Paprika und Peperoni

– gesunde Vitaminpower für Genie­ßer

Paprika und Peperoni

Paprika gehören zur Fami­lie der Nacht­schat­ten­ge­wäch­se und tau­chen je nach Ge­schmack und Schär­fe­grad un­ter ver­schie­de­nen Be­zeich­nung­en wie Chi­li­scho­ten, Pfef­fe­ro­nen, Pe­pe­ro­ni, Pe­pe­ron­ci­ni usw. auf. Im Ver­gleich zu Zi­tro­nen be­sit­zen sie ein­en zwei- bis drei­mal so ho­hen Vi­ta­min C-Gehalt, ein Vitamin, das ja be­kann­ter­wei­se wich­tig für un­se­re Ab­wehr­kräf­te ist.

Die Vitamine A und E, sind eben­falls in Pap­ri­ka ent­hal­ten. Vit­a­min A un­ter­stützt die Seh­kraft un­se­rer Au­gen und ist – ähn­lich wie das Vi­ta­min B 12, wel­ches in tie­ri­schem Ei­weiß ent­halten ist – mit­ver­ant­wort­lich für die Blut­bil­dung un­se­res Kör­pers. Vi­ta­min E wird als das Frucht­bar­keits-Vi­ta­min be­zeich­net.

Auch wichtige Mi­ne­ral­stof­fe wie Ka­lium, Mag­ne­si­um, Cal­ci­um und To­co­phe­rol sind in den ver­schie­de­nen Pa­pri­ka­sor­ten ent­hal­ten. So­mit ist Paprika als »ge­sun­de« Ge­mü­se­so­rte ein­zu­stu­fen.

Außerdem enthalten gel­be wie auch ro­te Pap­ri­ka Be­ta­ka­ro­tin. Den höchs­ten Nähr­wert be­sitzt ro­te Pa­pri­ka, da­rauf folgen die oran­ge­far­be­nen und gel­­ben Pa­pri­ka. Grüne Gemüsepaprika, ist die nähr­stoff­ärms­te aller Sor­ten. Ge­nau wie Meer­ret­tich und auch Ing­wer, sti­mu­lie­ren Chi­li­scho­ten mit ih­ren an­ti­bio­ti­schen Ei­gen­schaf­ten unseren Blut­kreis­lauf und ver­bes­sern so un­se­re Durch­blu­tung.

Kulinarische Verwendung:
Paprika zählt zu den wandlungsfähigsten Gemüsesorten überhaupt – ob roh, gegart, gegrillt oder gefüllt, sie verleiht Gerichten Farbe, Frische und eine angenehm süß-würzige Note.

Roh genießt man Paprika ger­ne in Sa­la­ten, Ge­mü­se­plat­ten oder Dips (et­wa mit Hum­mus oder Frisch­kä­se). In der war­men Kü­che ent­fal­tet sie durch Rös­ten und Schmo­ren ihr vol­les Aro­ma – klas­sisch in Dol­ma (ge­füll­te Pap­ri­ka mit Reis und Hack­fleisch), im un­ga­ri­schen Gu­lasch oder als Be­stand­teil me­di­ter­ra­ner Ge­rich­te wie Ra­ta­tou­il­le oder Pa­el­la.

Gegrillt oder im Ofen ge­rös­tet ent­wi­ckelt sie ein in­ten­si­ves, leicht ka­ra­mel­li­ges Aro­ma, das be­son­ders gut mit Oli­ven­öl, Knob­lauch und Kräu­tern har­mo­niert. Auch in Sau­cen, Sup­pen oder Ein­töp­fen (z. B. Pap­ri­ka­sup­pe oder Let­scho) spielt sie eine tra­gen­de Rol­le.

Nicht zuletzt sorgt die schar­fe Va­ri­an­te – Chili oder Pe­pe­ro­ni – für be­le­ben­de Wür­ze und för­dert dank ihres Cap­sai­cin-Ge­halts so­gar die Durch­blu­tung und den Stoff­wech­sel. Paprika steht somit für far­ben­fro­hen Ge­nuss und na­tür­li­che Vi­ta­li­tät – ein ech­tes Mul­ti­ta­lent der leich­ten Kü­che.

Fenchel

– frische Aromatik, wohltuend für Kör­per und Geist

Fenchel

Nicht nur in der deut­schen, son­dern auch in der asi­a­ti­schen und me­di­ter­ra­nen Kü­che ist Fen­chel sehr be­liebt. Er ge­hört zur Fa­mi­lie der Dol­den­blüt­ler und wird nicht nur als Ge­mü­se oder Ge­würz (Fen­chel­sa­men), son­dern auch als Heil­pflan­ze ver­wen­det. Fen­chel ist reich an Vi­ta­min C und in Deutsch­land un­ter an­de­rem durch sei­nen »Fen­chel­tee« sehr po­pu­lär.

In der Kü­che ver­wen­det man über­wie­gend die Knol­le – seltener das Fen­chel­grün – meist als Bei­la­ge zu Fisch, in Sup­pen oder ve­ge­ta­ri­schen Ge­rich­ten. Ne­ben sei­nem ho­hen Vi­ta­min-C-Ge­halt ent­hält Fen­chel Koh­len­hy­dra­te, Ei­weiß, Bal­last­stof­fe und wert­vol­le äthe­ri­sche Öle. Die­se be­inhal­ten die Wirk­stof­fe Fen­chon, Ane­thol und Men­thol, wel­che die Ver­dau­ung un­ter­stüt­zen und po­si­tiv auf den Ma­gen-Darm-Trakt wir­ken.
Ane­thol sorgt für das cha­rak­te­ris­ti­sche, anis­ähn­li­che Aro­ma, wäh­rend Fen­chon der Knol­le ei­ne leicht bit­te­re No­te ver­leiht.

Zu den wich­ti­gen Mi­ne­ral­stof­fen zäh­len Eisen (für die Blut­bil­dung), Ka­li­um und Pro­vi­ta­min A, die Fen­chel zu ei­nem rund­um wert­vol­len Ge­mü­se ma­chen – mit Frische, Aro­ma­tik und be­lebender Wir­kung.

Kulinarische Verwendung:

Fenchel ist ein wahres Multi­ta­lent in der Kü­che und ver­bin­det Fri­sche, Leich­tig­keit und me­di­ter­ra­ne Wür­ze. Die fei­ne, anis­ar­ti­ge No­te har­mo­niert her­vor­ra­gend mit Fisch und Meeresfrüchten – besonders in Gerichten wie gegrilltem Lachs oder Thunfisch auf Fenchelgemüse, Fenchel-Orangen-Salat » oder Ofen­fen­chel mit Par­me­san.

In der ita­lie­ni­schen Küche ist Fen­chel fes­ter Be­stand­teil zahl­rei­cher Tra­di­tions­ge­rich­te, et­wa in der si­zi­lia­ni­schen Spe­zi­ali­tät »Pasta con le sarde alla si­cili­ana«, bei der Fen­chel, Sar­dinen, Ro­si­nen und Pi­nien­ker­ne ein ein­zig­ar­tig aro­ma­ti­sches En­sem­ble bil­den.

Auch fein gehobelt als ro­her Fenchel­sa­lat mit Zi­tro­ne und Oli­ven­öl, in Ri­sot­ti oder zu­sam­men mit To­ma­ten, Oli­ven und Knob­lauch ent­fal­tet das Ge­­se sei­ne ele­gan­te Aro­ma­tik. Selbst das Fen­chel­grün lässt sich als fri­sche Kräu­ter­bei­ga­be nut­zen und ver­leiht Spei­sen ei­nen leich­ten, kräu­te­ri­gen Ak­zent.

Parmesan alias Parmi­gia­no Reg­gia­no

– edler Ge­nuss mit Kraft, Cha­rak­ter und Nähr­stoff­po­wer

Parmesan

Der Parmigiano Reg­gia­no, bei uns bes­ser be­kannt als Par­me­san, ist ei­ner der äl­tes­ten und edels­ten Hart­kä­se der Welt. Sei­ne Her­kunft ist streng ge­schützt – nur Kä­se aus den ita­lie­ni­schen Pro­vin­zen Par­ma, Reg­gio E­mi­lia, Mo­de­na, Bo­lo­gna (west­lich des Rheins) und Man­tua (süd­lich des Po) darf die­se Be­zeich­nung tra­gen.

Her­ge­stellt wird er aus ro­her Kuh­milch, die mit Na­tur­lab ge­dickt und in tra­di­tio­nel­len Kup­fer­kes­seln ver­ar­bei­tet wird. Der rei­fen­de Kä­se­laib – rund 40 kg schwer – darf min­des­tens 12 Mo­na­te ru­hen, oft aber auch 24 oder gar 36 Mo­na­te, um sein vol­les, viel­schich­ti­ges Ar­o­ma zu ent­fal­ten.

Der Na­tur­rei­fe­pro­zess ver­leiht Par­me­san sei­ne be­kann­te kris­tal­li­ne Tex­tur und den in­ten­si­ven, nussig-wür­zi­gen Ge­schmack. Gleich­zei­tig ist er leicht ver­dau­lich, da ein Groß­teil des Milch­zu­ckers wäh­rend der Rei­fung ab­ge­baut wird. Mit sei­nem ho­hen Ge­halt an Kal­zi­um, Phos­phor, Ei­weiß und den Vi­ta­mi­nen A, B2 und B12 ist er ein wert­vol­ler Ener­gie­lie­fe­rant für Mus­keln und Ner­ven.

Ku­li­na­ri­sche Ver­wen­dung:

Par­me­san ist ein ech­ter All­roun­der der ita­lie­ni­schen Kü­che. Fri­sch ge­ho­belt ver­fei­nert er Pas­ta, Ri­sot­to, Carpaccio oder Piz­za; in ge­bro­che­nen Stü­cken ge­reicht wird er zu Wein oder Bal­sa­mi­co zu ei­nem edlen Ape­ri­tif. Auch als Ge­schmacks­trä­ger in Sau­cen oder Sup­pen zeigt er sei­ne Fines­se. Sein in­ten­si­ves Ar­o­ma ver­leiht selbst schlich­ten Ge­rich­ten Tie­fe und Cha­rak­ter – ein klas­si­sches Bei­spiel für ita­lie­ni­sche Ein­fach­heit mit raf­fi­nier­tem Ef­fekt.

Tipp: Die Rinde des Parme­san nicht weg­wer­fen, son­dern beim Ein­re­du­zie­ren ei­ner To­ma­ten­sau­ce für ei­ne be­son­de­re, aro­ma­ti­sche No­te mit­ko­chen las­sen.

Mehl bzw. Getreide

– Energielieferant mit Köpfchen

Mehl bzw. Getreide

Entgegen häufiger Aussagen be­sitzt Ge­trei­de kei­ne gro­ßen Men­gen an pflanz­li­chem Ei­weiß. Da­für punk­tet es mit ei­nem ho­hen An­teil an Koh­len­hy­dra­ten und deckt – be­zo­gen auf 100 g – fast ein Drit­tel des täg­li­chen Bal­last­stoff­be­darfs, bei gleich­zei­tig sehr ge­rin­gem Fett­ge­halt.

Dar­über hin­aus lie­fert Ge­trei­de wert­vol­le Mi­ne­ral­stof­fe wie Mag­ne­si­um, Ei­sen und Zink – wich­ti­ge Kom­po­nen­ten für Mus­kel- und Ner­ven­funk­tio­nen – und be­inhal­tet Vi­ta­mi­ne der B-Grup­pe, die un­se­ren Stoff­wech­sel un­ter­stüt­zen.

Für Men­schen, die auf Fleisch ver­zich­ten möch­ten, al­so Ve­ge­ta­rier und Ve­ga­ner (bei ve­ga­ner Er­näh­rung: Pas­ta sec­ca oh­ne Ei!), liegt Ge­trei­de da­mit voll im Trend und ist ein fes­ter Be­stand­teil des mo­der­nen Spei­se­plans ge­wor­den.

Für Per­so­nen mit Glu­ten­un­ver­träg­lich­keit ist Ge­trei­de je­doch un­ge­eig­net. Auch Dia­be­ti­ker oder Low-Carb-Anhänger hal­ten sich we­gen des ho­hen Koh­len­hy­drat­an­teils bes­ser zu­rück.

Kulinarische Verwendung:

Getreide bil­det die Ba­sis un­zäh­li­ger Spei­sen und ist ei­ner der wich­tigs­ten Grund­bau­stei­ne un­se­rer Er­näh­rung. In Form von Mehl dient es als Haupt­zu­tat für Brot, Bröt­chen, Ku­chen, Pas­ta, Piz­za­teig und Back­wa­ren al­ler Art.

Als ganzes Korn, gequollen oder ge­kocht, wird es in Sa­la­ten, Auf­läu­fen, Sup­pen oder vegetarischen Brat­lin­gen ver­wen­det. Gemahlen, ge­rös­tet oder als Flocken und Brei (z. B. Ha­fer, Dink­el, Hirse oder Bul­gur) eig­net es sich für ei­ne voll­wer­ti­ge Früh­stücks- oder Bei­la­gen­kü­che.

In der modernen Ernäh­rung ge­win­nen al­ter­na­ti­ve Mehl­sor­ten – et­wa aus Hafer, Hirse, Reis, Buch­wei­zen oder Man­deln – zu­neh­mend an Be­deu­tung, da sie glu­ten­frei und oft mi­ne­ral­stoff­rei­cher sind. Da­durch lässt sich klas­si­sche Back­kunst mit in­di­vi­du­el­len Er­näh­rungs­for­men ver­bin­den.

Zwiebeln und Knoblauch

– natürliches Powerduo für Gesund­heit und Ge­schmack

Zwiebeln und Knoblauch

Beide sind ein na­tür­li­ches Anti­bio­ti­kum und be­kämp­fen wirk­sam schäd­li­che Pil­ze und krank­heits­er­re­gen­de Mi­kro­or­ga­nis­men. Die Zwie­bel ist eng mit dem Kno­blauch ver­wandt und be­sitzt ge­gen­über die­sem ei­ne mil­de­re Wir­kung. Die Kom­bi­na­tion der bei­den bringt ein star­kes Duo her­vor.

Bei­de ent­hal­ten wert­vol­le An­ti­oxi­dan­tien, die als Fän­ger »freier Ra­di­ka­ler« un­se­ren Or­ga­nis­mus da­bei hel­fen, ge­sund zu blei­ben.

Die zur Gat­tung der Li­li­en­ge­wäch­se ge­hö­ren­den Pflan­zen ver­fü­gen zu­dem über ei­nen ho­hen Vi­ta­min- und Mi­ne­ral­stoff­ge­halt, von dem wir eben­falls ge­sund­heit­lich pro­fi­tie­ren.

Ent­hal­ten sind die Vi­ta­mi­ne B1, B2 und B6 so­wie die Vi­ta­mi­ne C und E. Au­ßer den Mi­ne­ral­stof­fen Salz, Ei­sen, Zink und Mag­ne­si­um sind noch ei­ne gan­ze Rei­he wei­te­rer Mi­ne­ral­stof­fe in Zwie­beln und Kno­blauch ent­hal­ten, so­dass man bei­de Pflan­zen durch­aus als hoch­wer­ti­ge Mi­ne­ral­stoff-Lie­fe­ran­ten be­zeich­nen kann.

Kulinarische Verwendung:

Zwie­beln und Kno­blauch bil­den das aromatische Grund­ge­rüst un­zäh­li­ger Ge­rich­te – von der hei­mi­schen bis zur in­ter­na­tio­na­len Kü­che. Ob an­ge­schwitzt, ge­bra­ten, kon­fi­tiert oder roh – ihr Ge­schmack reicht von süß­lich-mild bis kräf­tig-wür­zig und sorgt stets für Tie­fe und Cha­rak­ter.

In der me­di­ter­ra­nen Kü­che sind sie un­ver­zicht­bar: in Pas­ta­saucen, Ri­sot­tos, Ge­mü­se­ra­gouts, Schmor­ge­rich­ten oder Fisch­zu­be­rei­tun­gen mit Oli­ven­öl und Kräu­tern. Auch in der asi­a­ti­schen, ori­en­ta­li­schen und kre­o­li­schen Kü­che sind sie fes­ter Be­stand­teil von Cur­rys, Dips, Würz­pas­ten und Su­ben.

Kno­blauch­öl oder Zwie­bel­con­fit ver­lei­hen ve­ge­ta­ri­schen wie auch Fleisch­ge­rich­ten ei­nen fei­nen, tief­wür­zi­gen Ak­zent, wäh­rend ge­rös­te­ter oder ge­schmor­ter Kno­blauch ei­ne but­ter­wei­che Süße ent­fal­tet, die be­son­ders zu Lamm, Kalb, Pil­zen oder ge­rös­te­tem Ge­mü­se passt.

So wer­den Zwie­beln und Kno­blauch nicht nur zu Ge­schmacks­trä­gern ers­ter Gü­te, son­dern auch zu Sym­bo­len für Ge­nuss und Ge­sund­heit – ein Duo, das kei­ner Kü­che feh­len soll­te.

Oliven und Olivenöl

– das Herz der Mittelmeer­kü­che

Oliven und Olivenöl

Geschwärzte Oli­ven solltest Du ver­mei­den!

Die­se ent­hal­ten Ei­sen­glu­co­nat (Ei­sen(II)-glu­co­nat, E-579). Fügt man die­sen so­ge­nann­ten »Le­bens­mit­tel­zu­satz­stoff« den Oli­ven hin­zu, kommt es zu ei­nem Oxi­da­tions­vor­gang, der die ein­heit­lich schwar­ze Fär­bung der Oli­ven be­wirkt. In­te­res­sant und sehr be­merkens­wert:

Als Grund­la­ge von ge­schwärz­ten Oli­ven die­nen nicht schwar­ze, son­dern grü­ne Oli­ven. 

Ob nicht al­lein schon die­se Tat­sa­che eine Täu­schung der Ver­brau­cher dar­stellt, soll je­der für sich selbst ent­schei­den.

Nur die halbe Wahr­heit …

Zwar gilt E-579 of­fi­ziell als ge­sund­heit­lich un­bedenk­lich, die ent­ste­hen­den Wech­sel­wir­kun­gen beim Oxi­da­tions­pro­zess wer­den bei die­ser Ein­stu­fung je­doch nicht be­rück­sich­tigt. Das durch den vor­ge­nann­ten Oxi­da­tions­pro­zess ent­ste­hen­de 

»Acryl­amid« be­sitzt ei­ne merk­li­che aku­te ora­le To­xi­zi­tät, 

ist also alles an­de­re als ge­sund­heit­lich un­be­denk­lich. Ganz im Ge­gen­teil: Wer Acrylamid re­gel­mä­ßig ver­zehrt (Tief­kühl-Pom­mes las­sen grü­ßen), setzt sich da­durch ­einem er­höh­ten Ri­si­ko aus, an Krebs zu er­kran­ken.

Un­ge­färb­te schwar­ze Oli­ven er­kennt man da­ran, dass ih­re Farb­ge­bung zwi­schen hel­len und dunk­len Schwarz- und Braun­tö­nen va­ri­iert.

Ge­schwärz­te Oli­ven er­kennt man an ihrer ein­heit­lichen, tief­schwar­zen Fär­bung, wie sie in der Na­tur so nicht vor­kommt.

Na­türli­che, al­so un­ge­färb­te schwar­ze Oli­ven sind voll aus­ge­reif­te grü­ne Oli­ven. Noch grü­ne Oli­ven ent­hal­ten mehr Vi­ta­mi­ne und Mi­ne­ral­stof­fe, aber eb­en auch mehr Was­ser als die schwarzen. Zu­dem be­sit­zen sie ge­gen­üb­er den Schwar­zen ei­nen we­sent­lich hö­he­ren An­teil wert­vol­ler, ein­fach un­ge­sät­tig­ter Fett­säu­ren.

Und ebenso wichtig, da es hier ja nicht al­lein um Ge­sund­heit, son­dern auch um Ge­nuss geht: Ge­schwärz­te Oli­ven schme­cken an­ders und bei wei­tem nicht so gut wie na­tur­be­las­se­ne Oli­ven!

Olivenöl in Pre­mi­um-Qua­li­tät

Nicht nur ich, son­dern un­ser ganzes Team », be­geis­tert sich für gu­tes, al­so hoch­wer­tig er­zeug­tes Oli­ven­öl. Ja, mehr noch, man kann uns als ech­te »Oli­ven­öl-­Fans« be­zeich­nen.

Das liegt in ers­ter Li­nie am her­vor­ra­gen­den Ge­schmack von gu­tem Olivenöl, aber auch an ei­nem zwei­ten, eben­so wich­ti­gen As­pekt, denn bei nä­he­rer Be­trach­tung be­sitzt Oli­ven­öl ein ge­ball­tes Bün­del an po­si­ti­ven Ei­gen­schaf­ten, die un­se­rem Kör­per hel­fen, ge­sund zu blei­ben.

So verfügt Oliven­öl ne­ben vie­len Vi­ta­mi­nen und Mi­ne­ral­stof­fen üb­er zahl­reiche se­kun­dä­re Pflan­zen­stof­fe. Die po­si­ti­ven Wir­kun­gen die­ser Stof­fe auf un­se­ren Or­ga­nis­mus be­ginnt die Wis­sen­schaft erst lang­sam zu ver­ste­hen.

inige von Ih­nen wer­den erst durch die Ver­stoff­wech­se­lung im Darm durch un­se­re Darm­bak­te­rien rich­tig ak­tiv und be­güns­ti­gen so zahl­rei­che po­si­ti­ve bio­lo­gi­sche Wir­kun­gen. Z. B. sind sie an­ti­bak­te­ri­ell, an­ti­oxi­da­tiv (ähnlich den Vi­ta­mi­nen) und da­bei in ei­nem so hohen Maß ent­zün­dungs­hem­mend, dass sie da­bei teilwei­se so­gar den Vi­ta­mi­nen weit über­le­gen sind.

Ist das nicht wunder­bar? Ge­sun­des kann so le­cker sein. Aber ich be­to­ne aus­drück­lich: Alle po­si­ti­ven Wir­kun­gen be­kommt man nur bei Oli­ven­öl bes­ter Qua­li­tät. Und die be­kommt man eb­en nicht für 4,50 Euro beim Dis­coun­ter. Da­rüber soll­te man sich im Kla­ren sein.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oekotrophologe)