Thüringer Rostbratwurst mit Kar­tof­fel­brei und Wir­sing

Thüringer Rostbratwurst mit Kartoffelbrei und Wirsing

Thüringer Rostbratwurst mit Kartoffelbrei und Wirsing

Thüringer Rost­brat­wurst alias »Thü­rin­ger Ros­ter« ist ei­ne weit über die Re­gion Thü­rin­gens hi­naus be­kann­te und be­lieb­te Wurst­spe­zi­ali­tät. Als Bei­la­ge wird meist Kar­tof­fel­stampf alias »Kar­tof­fel­brei« ge­reicht, den wir in un­se­rer spe­zi­el­len »Ger­ne­ko­chen – Mit Wein ge­nie­ßen-Va­rian­te« noch mit Pas­ti­na­ke ver­fei­nert und Wir­sing kom­bi­niert ha­ben. Die Her­stel­lung der wür­zi­gen Brat­wurst be­sitzt ei­ne jahr­hun­der­te al­te Tra­di­tion. Die Ba­sis­re­zep­tur ist zwar fest de­fi­niert, die ver­wen­de­ten Zu­ta­ten kön­nen aber den­noch leicht va­ri­ie­ren.

So kann in in­di­vi­du­ali­sier­ten Re­zep­tu­ren ne­ben grob ent­fet­te­tem Schwei­ne­fleisch, Schwei­ne­ba­cke oh­ne Schwar­te, auch ent­sehn­tes Kalb- oder Rind­fleisch ent­hal­ten sein. Dies ver­leiht der herz­haf­ten Spe­zi­ali­tät ei­ne be­son­ders wür­zi­ge Ge­schmacks­no­te. Als Ge­würze sind ne­ben Salz und Pfef­fer – je nach re­gio­na­ler Prä­gung – Küm­mel, Ma­jo­ran und/oder Kno­blauch als ty­pi­sche Ge­wür­ze in der Wurst ent­hal­ten. Als Wurst­hül­le ei­ner Ori­gi­nal Thü­rin­ger Rost­brat­wurst wird tra­di­tio­nel­ler­wei­se Na­tur­darm ver­wen­det.

Gernekochen-Weintipp

Zu »Thüringer Rostbratwurst mit Kartof­fel­brei und Wir­sing« emp­feh­len wir ei­nen süf­fi­gen, mit einer ein­neh­men­den Ele­ganz und ei­ner fruch­tig grün­en Fri­sche ver­se­hen­en Al­va­rin­ho aus dem Dou­ro-Tal in Por­tu­gal. Ein­fach mal auf un­ser »Wein­tipp-Icon« tip­pen und mehr er­fah­ren. Wir wün­schen wie stets ei­nen gu­ten Ap­pe­tit und: Wohl be­komm's!

Rezept Thüringer Rostbratwurst mit Kartoffelbrei und Wirsing

Zutaten für 4 Personen

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Für den Einkaufszettel:

  • 4 »Original Thüringer Rostbratwürste« vom Metzger Deines Vertrauens
  • 750 g mehlig kochende Kartoffeln
  • 250 g Pastinaken
  • 400 ml Rinderfond
    Workshop: Rinderfond selber machen »
  • 2 Zesten Zitronenschale (Bio-Zitrone)
  • 100 ml heiße Milch
  • 40 g Butter

Optional:

  • 1–2 TL Kar­tof­fel­stär­ke

(In einigen Re­gio­nen Deutsch­lands wird dem Kar­tof­fel­brei noch Kar­tof­fel­stär­ke hin­zu­ge­fügt, um ihm ei­ne fes­te­re Kon­sis­tenz und in­ten­si­ve­ren Ge­schmack zu ver­­lei­­hen.)

  • 2 große Gemüsezwiebeln oder
    4 mittelgroße weiße Zwiebeln
  • 1–2 Lorbeerblätter, je nach Größe
  • 4 Pimentkörner
  • etwas Muskatnussabrieb
  • etwas Salz und
  • Pfeffer aus der Mühle

Das benötigt man zusätzlich:

  • Mehl zum Mehlieren der Zwiebelringe

Zubereitung:

1) Pellkartoffeln in kochendem Was­ser mit Küm­mel und Salz – je nach Grö­ße – ca. 20–30 Min. weich­­ko­­chen. Die noch hei­ßen Kar­tof­feln mit ei­nem Kü­­chen­­mes­­ser pel­len. Sitzt die Scha­le noch sehr fest, kann man die quer hal­­bier­­ten Kar­tof­feln al­­ter­­na­­tiv auch mit ei­nem Löf­fel aus­scha­ben.

2) Pastinaken mit einem Sparschäler schälen und in kleine Würfel schneiden. Mit einem scharfen Messer 1–2 Zi­tro­nen­zes­ten aus der Schale schneiden, mög­lichst ohne das Weiß mitzunehmen. Lorbeer und Pimentkörner be­reit­le­gen.

3) Rinderfond in einem un­be­schich­te­ten Topf er­­hit­­zen und Pas­ti­na­ken­wür­fel da­rin mit den Zu­ta­ten weich­­ko­­chen.

4) Pimentkörner, Zesten und Lor­beer ent­fer­nen. Ge­pell­te Kar­­tof­feln hin­zu­fü­gen, zu­sam­men mit den Pas­ti­na­ken grob stamp­fen. Milch und But­­ter mit dem Brei ver­­ar­­bei­­ten. Mit Pfef­fer und Salz so­wie ei­ner Pri­se Mus­­kat­­nuss­­ab­­rieb wür­­zen.

5) Wirsingblätter in sie­den­dem Was­ser 3–4 Min. blan­chie­ren.

6.1) Blanchierte Wir­sing­blät­ter klein schnei­den ...

6.2) ... und mit dem Kar­tof­fel­brei ver­men­gen.

7.1) Zwiebeln pel­len und quer in Rin­ge schnei­den. Zwie­bel­rin­ge »mehlieren«, sprich in Mehl wenden ...

7.2) ... und dann in Butterschmalz auf mittlerer bis hoher Tem­pe­ra­tur knusprig ausbraten.

8) Bratpfanne mit Speck oder But­ter­schmalz aus­rei­ben und mit­tel­stark bis stark er­hit­zen. Thü­rin­ger Rost­brat­würs­te von al­len Seiten bra­ten bis sie gar sind und ei­ne schö­ne Far­be be­kom­men ha­ben.

Nährwert- & Ge­sund­heits­ana­ly­se

von Dipl. Ernährungs­wissen­schaftler Michael Pagelsdorf

Schweinefleisch

– zart im Biss, reich an B-Vi­ta­mi­nen

Schweinefleisch als Kasseler

Bio-Haltung vorausgesetzt, lie­fert Schweinefleisch hoch­wer­tiges Ei­weiß so­wie wich­ti­ge Vi­ta­mi­ne und Mi­ne­ral­stof­fe. Be­son­ders be­mer­kens­wert ist sein ho­her Ge­halt an Vi­ta­min B1 (Thiamin) – Schwei­ne­fleisch ge­hört hier zu den Spit­zen­rei­tern un­ter al­len Fleisch­sor­ten. Da­rü­ber hi­naus ent­hält es nen­nens­wer­te Men­gen an Vi­ta­min B2, B6 und B12 so­wie Mi­ne­ral­stof­fe und Spu­ren­ele­men­te.

Vitamin B12 ist für die Bil­dung ro­ter Blut­kör­per­chen un­ent­behr­lich und kann in re­le­van­ten Men­gen fast aus­schließ­lich nur üb­er tie­ri­sche Le­bens­mit­tel auf­ge­nom­men wer­den. Bei rein pflanz­li­cher (ve­ga­ner) Er­näh­rung muss es da­her über Supp­le­men­te oder an­ge­rei­cher­te Pro­duk­te zu­ge­führt wer­den.

Im direkten Vergleich lie­fert ro­tes Fleisch wie Rind oder Lamm zwar deut­lich mehr Vi­ta­min B12 pro Por­tion, Schwei­ne­fleisch trägt je­doch – ins­be­son­de­re durch sei­nen ho­hen Thia­min-Ge­halt – we­sent­lich zu ei­ner aus­ge­wo­ge­nen Er­näh­rung bei.

Hinweis: Außer Schwei­ne­fleisch kann in ei­ni­gen Re­zep­tu­ren in klei­neren Meng­en auch Rind- und Kalb­fleisch in Thü­rin­ger Rost­brat­würs­ten ent­hal­ten sein. Ne­ben hoch­wer­ti­gem Ei­weiß ent­hält Rind- wie auch Kalbs­fleisch die le­bens­wich­ti­gen Vitamine B1, B2, B6 und B12, Mi­ne­ral­stof­fe und Spu­ren­ele­men­te.

Kulinarische Verwendung:

Schweinefleisch bietet eine außer­ge­wöhn­li­che Viel­falt in der Kü­che – von tra­di­tio­nel­len Schmor­ge­rich­ten bis zu mo­der­nen, leich­ten Zu­be­rei­tun­gen. Zartes Schwei­ne­fi­let oder Schwei­ne­me­dail­lons eig­nen sich her­vor­ra­gend zum Kurz­bra­ten, wäh­rend Nacken oder Schul­ter als aro­ma­ti­sche Grund­la­ge für Braten, Pul­led Pork oder Gulasch die­nen.

Auch Schnitzel, Kote­letts und Kamm- alias Nackensteaks sind be­lieb­te Klas­si­ker, die sich durch wür­zi­ge Pa­na­den oder fei­ne Kräu­ter­krus­ten ver­fei­nern las­sen. In der me­di­ter­ra­nen Kü­che wird Schwei­ne­fleisch häu­fig mit Ros­ma­rin, Thy­mi­an und Knob­lauch kom­bi­niert, in der asia­ti­schen Kü­che mit Ing­wer, So­ja­sauce und Se­sam­öl.

Ein besonderer Tipp für Fein­schme­cker ist ge­schmor­ter Schwei­ne­bauch oder *confiertes Schwei­ne­kar­rée – ei­ne Kom­bi­na­ti­on aus zar­ter Tex­tur und tie­fem, aro­ma­ti­schem Ge­schmack. Ob ge­bra­ten, ge­schmort oder ge­grillt – Schwei­ne­fleisch lässt sich wun­der­bar viel­sei­tig zu­be­rei­ten und bie­tet da­bei ein brei­tes Spek­trum von rus­ti­kal bis ele­gant.

(*Confieren: Für ei­ne be­son­ders fei­ne, nähr­stoff­scho­nen­de Zu­be­rei­tung emp­fiehlt sich das sanf­te Gar­en bei nied­ri­ger Tem­pe­ra­tur oder das Sous-vide-Ver­fah­ren.)

Kartoffeln alias Erd­äp­fel

– natürliche Energie, die schmeckt

Kartoffeln

Kartoffeln, in bestimm­ten Re­gio­nen Deutsch­lands so­wie ei­ni­gen Nach­bar­län­dern auch als »Erd­äp­fel« oder »Grund­bir­nen« bzw. »Grum­bee­ren« (Pfalz)) und wei­te­ren Re­gio­nal­na­men be­kannt, ge­hö­ren wie auch To­ma­ten und Pap­ri­ka zur Fa­mi­lie der Nacht­schat­ten­ge­wäch­se.

Gemäß statistischen Umfragen ist die Knol­len­frucht nach wie vor der Deut­schen liebs­te Bei­la­ge und das ist auch gar nicht schlecht.

Kartoffeln sind vi­ta­min- und mi­ne­ral­stoff­reich und da­bei noch ka­lo­ri­en­arm. Vor al­lem das Vi­ta­min-C ist in nen­nens­wer­ten Men­gen in der Nutz­pflan­ze ent­hal­ten. Des wei­te­ren be­sit­zen die Knollen ei­nen ho­hen Ei­weiß­an­teil, der in Kom­bi­na­tion mit den in un­se­rem Re­zept ver­wen­de­ten Ei­ern sehr gut von un­se­rem Or­ga­nis­mus re­sor­biert und in kör­per­ei­ge­nes Ei­weiß trans­for­miert werden kann.

Gekochte Kartoffeln wir­ken sich al­ler­dings stark auf den Blut­zu­cker aus, da die Stär­ke durch den Koch­vor­gang als na­he­zu rei­ne Glu­co­se im Dünn­darm auf­ge­nom­men wird.

Lässt man die Kartof­fel nach dem Koch­vor­gang er­kal­ten und ver­ar­bei­tet sie dann erst wei­ter, bil­det sich ei­ne »Re­sis­ten­te Stär­ke«, die sich we­sent­lich güns­ti­ger auf den Blut­zu­cker­spie­gel aus­wirkt. So wer­den z. B. Brat­kar­tof­feln klas­si­scher­wei­se aus ER­KALTE­TEN Kar­toffeln her­ge­stellt.

Kulinarische Verwendung:

Kartoffeln sind aus der Küche kaum weg­zu­den­ken – ob als cre­mi­ges Pü­ree, knusp­ri­ge Brat­kar­tof­feln, herz­haf­te Gra­tins oder fei­ne Sup­pen. Sie las­sen sich in un­zäh­li­gen Va­ria­tio­nen zu­be­rei­ten und pas­sen zu na­he­zu je­dem Ge­richt. Ihr zar­ter, neu­tra­ler Ge­schmack macht sie zu ei­nem idea­len Ba­sis­le­bens­mit­tel für leich­ten und ge­sun­den Ge­nuss.

Wirsing

– vitalstoffrei­cher und herz­haf­ter Ge­nuss mit mil­der Wür­ze

Wirsing

Wirsing oder Wirsingkohl, re­gio­nal auch un­ter Welsch­kohl, Wir­sching oder Scha­vur be­kannt, ist ei­n Ge­mü­se­kohl und ge­hört zur Gat­tung der Kreuz­blüt­ler. Ge­gen­über den eben­falls be­lieb­ten Weiß- oder Spitz­kohl­va­rian­ten be­sitzt er ge­kräu­sel­te Blät­ter, die ins­be­son­de­re Ein­töp­fen und Sup­pen ei­nen herz­haf­ten Ge­schmack ver­lei­hen.

Wirsingkohl verfügt über zahl­rei­che wert­vol­le In­halts­stof­fe, die unserem Or­ga­nis­mus da­bei helfen, ge­sund zu blei­ben.

So verfügt der kalorien- und fett­ar­me Kohl über ei­nen be­son­ders ho­hen An­teil an Fol­säu­re. Das Vi­ta­min hat ei­ne po­si­ti­ve Wir­kung auf Wachs­tum und Zell­tei­lung, bringt al­so un­se­ren Or­ga­nis­mus in Schwung. Auch Vi­ta­min C ist reich­lich in Wir­sing ent­hal­ten. Vi­ta­min C wirkt an­ti­oxi­dan­tisch und schützt un­se­ren Or­ga­nis­mus da­durch vor Zell­schä­den. Vor al­lem aber ist Vi­ta­min C be­kannt für die Stär­kung un­se­res Im­mun­sys­tems. In ge­rin­ge­rem Ma­ße fin­det sich auch das Vi­ta­min B6 in dem Ge­mü­se, wel­ches ei­ne po­si­ti­ve Wir­kung auf un­se­ren Stoff­wech­sel und un­ser Ner­ven­sys­tem be­sitzt.

An Mineralstoffen sind Ka­li­um so­wie in klei­ne­ren Men­gen Mag­ne­si­um und Cal­ci­um in Wir­sing ent­hal­ten. Cal­ci­um ist ein wich­ti­ger Bau­stein für die Ge­sund­er­hal­tung von Kno­chen und Zähnen. Mag­ne­si­um ist wie kaum ein an­de­rer Mi­ne­ral­stoff ein es­sen­ti­el­ler Bau­stein zum Er­halt le­bens­wich­ti­ger Kör­per­funk­tio­nen wie der Herz­tä­tig­keit. Zu­dem trägt Mag­ne­si­um in ho­hem Ma­ße zum Er­halt un­serer Ner­ven- und Mus­kel­zel­len sowie von Knochen und Zähnen bei, um nur ein paar sei­ner po­si­ti­ven Ei­gen­schaf­ten zu nen­nen.

Kulinarische Verwendung:

Kulinarisch ist Wirsing au­ßer­or­dent­lich viel­sei­tig ein­setz­bar. Kurz blan­chiert eig­net er sich her­vor­ra­gend für Kohl­rou­la­den oder als zart ge­gar­te Bei­la­ge. Fein ge­schnit­ten ver­leiht er Pfan­nen­ge­rich­ten und Pas­ta ei­ne mil­de, leicht nuss­ar­ti­ge No­te, wäh­rend er in klas­si­schen Ein­töp­fen und Auf­läu­fen sei­ne herz­haf­te Tie­fe ent­fal­tet. Auch als Wir­sing­ge­mü­se mit ei­ner leich­ten Rahm­no­te steht er für ei­nen aro­ma­ti­schen, gut ver­träg­li­chen und ge­sun­den Ge­nuss mit tra­di­tio­nel­ler Bo­den­stän­dig­keit.

Pastinaken

– sanft süß und nussig – bal­last- und vital­stoff­rei­cher Ge­nuss

Pastinaken

Pastinaken, oft als verges­se­ne Wur­zel im Win­ter·ge­mü­se be­zeich­net, ge­hören zur Fa­mi­lie der Dol­den·blüt·ler und sind eng mit Karot­ten ver­wandt. Be­reits im Mit­tel·al­ter kul­ti­viert, er­freu­ten sie sich als nah­rungs·rei­che, ro­bus­te Kul­tur­pflan­ze gro­ßer Be­liebt­heit, ins­be­son­de­re in käl­te­ren Re­gio­nen, da sie auch Frost gut über­ste­hen. Ih­re leicht süß­li­che, nuss·i­ge No­te macht sie zu ei­ner viel·sei­ti­gen Zu­ta­te in der Kü­che.

Ernährungsphysiologisch punkten Pas­ti­na·ken durch ei­nen ho­hen Ge­halt an kom­ple­xen Koh­len­hy­dra­ten bei gleich­zei­tig mo­de­ra­tem Ka­lo­rien­ge­halt. Sie lie­fern nen­nens­wer­te Men­gen an Bal­last·stof­fen, die die Ver­dau­ung för­dern und ein lang­an­hal­ten­des Sät­ti­gungs·ge­fühl un­ter­stüt­zen. Reich an Vi­ta­min C tra­gen Pas­ti­na·ken zur nor­ma­len Funk­ti­on des Im­mun·sys­tems bei und wir­ken an­ti­oxi­da­tiv auf den Kör­per. Dar­über hin­aus ent­hal­ten sie Fo­l­säu­re, die für Zell·tei­lung und Blut·bil­dung es­sen­ti­ell ist, so­wie Vi­ta­min K, das die Blut·ge­rin­nung un­ter­stützt. Mi­ne­ral­stoff·tech­nisch bie­ten sie Ka­li­um, das den Elek­trolyt·haus­halt re­gu­liert, so­wie Mag­ne­si­um, das für Mus­kel- und Ner­ven·funk­ti­on wich­tig ist.

Kulinarische Verwendung:

Kulinarisch sind Pasti­na·ken äu­ßerst viel·sei­tig ein·setz·bar. Sie las­sen sich rö­sten, düns­ten, pü­rie­ren oder als Sup­pen·ein­la­ge ver­wen­den. In Kom­bi­na­ti­on mit an­de­ren Wur­zel·ge­mü­sen ent­fal­ten sie ei­ne süß­lich-nuss·i­ge Tie­fe, wäh­rend sie in Pü­rees oder Cre­me­sup­pen für samt·i­ge Kon­sis­ten­zen sor­gen. Ob als Bei·la­ge, Haupt·gericht oder Be­stand­teil herz­haf­ter Auf­läu­fe – Pas­ti­na·ken ver­bin­den ge­schmack­li­che Viel·sei­tig­keit mit ei­nem ho­hen Nähr­wert·pro­fil und ste­hen für ei­nen leich­ten, ge­sun­den Ge­nuss.

Zwiebeln und Knoblauch

– natürliches Powerduo für Gesund­heit und Ge­schmack

Zwiebeln und Knoblauch

Beide sind ein na­tür­li­ches Anti­bio­ti­kum und be­kämp­fen wirk­sam schäd­li­che Pil­ze und krank­heits­er­re­gen­de Mi­kro­or­ga­nis­men. Die Zwie­bel ist eng mit dem Kno­blauch ver­wandt und be­sitzt ge­gen­über die­sem ei­ne mil­de­re Wir­kung. Die Kom­bi­na­tion der bei­den bringt ein star­kes Duo her­vor.

Bei­de ent­hal­ten wert­vol­le An­ti­oxi­dan­tien, die als Fän­ger »freier Ra­di­ka­ler« un­se­ren Or­ga­nis­mus da­bei hel­fen, ge­sund zu blei­ben.

Die zur Gat­tung der Li­li­en­ge­wäch­se ge­hö­ren­den Pflan­zen ver­fü­gen zu­dem über ei­nen ho­hen Vi­ta­min- und Mi­ne­ral­stoff­ge­halt, von dem wir eben­falls ge­sund­heit­lich pro­fi­tie­ren.

Ent­hal­ten sind die Vi­ta­mi­ne B1, B2 und B6 so­wie die Vi­ta­mi­ne C und E. Au­ßer den Mi­ne­ral­stof­fen Salz, Ei­sen, Zink und Mag­ne­si­um sind noch ei­ne gan­ze Rei­he wei­te­rer Mi­ne­ral­stof­fe in Zwie­beln und Kno­blauch ent­hal­ten, so­dass man bei­de Pflan­zen durch­aus als hoch­wer­ti­ge Mi­ne­ral­stoff-Lie­fe­ran­ten be­zeich­nen kann.

Kulinarische Verwendung:

Zwie­beln und Kno­blauch bil­den das aromatische Grund­ge­rüst un­zäh­li­ger Ge­rich­te – von der hei­mi­schen bis zur in­ter­na­tio­na­len Kü­che. Ob an­ge­schwitzt, ge­bra­ten, kon­fi­tiert oder roh – ihr Ge­schmack reicht von süß­lich-mild bis kräf­tig-wür­zig und sorgt stets für Tie­fe und Cha­rak­ter.

In der me­di­ter­ra­nen Kü­che sind sie un­ver­zicht­bar: in Pas­ta­saucen, Ri­sot­tos, Ge­mü­se­ra­gouts, Schmor­ge­rich­ten oder Fisch­zu­be­rei­tun­gen mit Oli­ven­öl und Kräu­tern. Auch in der asi­a­ti­schen, ori­en­ta­li­schen und kre­o­li­schen Kü­che sind sie fes­ter Be­stand­teil von Cur­rys, Dips, Würz­pas­ten und Su­ben.

Kno­blauch­öl oder Zwie­bel­con­fit ver­lei­hen ve­ge­ta­ri­schen wie auch Fleisch­ge­rich­ten ei­nen fei­nen, tief­wür­zi­gen Ak­zent, wäh­rend ge­rös­te­ter oder ge­schmor­ter Kno­blauch ei­ne but­ter­wei­che Süße ent­fal­tet, die be­son­ders zu Lamm, Kalb, Pil­zen oder ge­rös­te­tem Ge­mü­se passt.

So wer­den Zwie­beln und Kno­blauch nicht nur zu Ge­schmacks­trä­gern ers­ter Gü­te, son­dern auch zu Sym­bo­len für Ge­nuss und Ge­sund­heit – ein Duo, das kei­ner Kü­che feh­len soll­te.

Butter alias Gute Butter

– cremiger Genuss voller wert­voller Ome­ga-3-Fett­säu­ren

Butter alias Gute Butter

Nachdem Butter über Jahrzehnte hin­weg sys­te­ma­tisch schlecht­ge­re­det wur­de, oh­ne dies auf wis­sen­schaft­li­che Stu­dien zu stützen, ist sie zwi­schen­zeit­lich von ih­rem schlech­ten Ruf »frei­ge­spro­chen« wor­den – und das völ­lig zu Recht.

Butter besitzt ei­nen ho­hen An­teil an ge­sät­tig­ten Fett­säu­ren, die eb­en NICHT – wie lan­ge Zeit be­haup­tet – schlecht für un­se­ren Or­ga­nis­mus sind. Aber auch ein­fach und mehr­fach un­ge­sät­tig­te Fett­säu­ren sind in But­ter ent­hal­ten.

Gegenüber Olivenöl kann sie zu­dem noch mit ei­nem ech­ten Plus­ punk­ten: Ab­hän­gig von der Nah­rung, die Kü­he zu sich neh­men, be­sitzt But­ter die für den Men­schen zwin­gend er­for­der­li­chen Ome­ga-3-Fett­säu­ren EPA und DHA. Je mehr fri­sches Gras (Stich­wort: Frei­land­hal­tung!) ei­ne Kuh zu sich nimmt, des­to hö­her der Ome­ga-3-Anteil in der Milch und de­ren Pro­duk­ten.

Hier können sich z. B. der deut­sche Markt­führer Ker­ry­gold so­wie ei­ne Hand­voll wei­te­rer Her­stel­ler mit der Qua­lität ihrer But­ter und den da­rin ent­hal­te­nen ge­sun­den Fett­säu­ren ganz klar aus der Men­ge der But­ter­pro­du­zen­ten her­vor­he­ben.

Freilandhaltung vorausgesetzt (gem. Bio-Ver­ord­nung min­des­tens 120 Ta­ge im Jahr), ver­dient But­ter ih­ren Na­men »Gu­te But­ter«, den ihr be­reits un­se­re Groß­el­tern ge­ge­ben ha­ben, al­so völ­lig zu Recht.

Butterschmalz

Wie auch Claudia und Jürgen in ih­ren Re­zep­ten mit But­ter­schmalz schrei­ben, gibt es vie­le Na­men für »Braune Butter«, die vom Milcheiweiß befreite (geläuterte) Variante der Ba­sis­but­ter. Um den Be­griff »Ghee« wird seit ge­rau­mer Zeit ein Hy­pe ge­macht, da­bei han­delt es sich dabei um nichts an­de­res als eben brau­ne Butter.

Mit dem Begriff »Ghee« ist aller­dings auch eine Le­bens­phi­lo­so­phie ver­bun­den. Das hat auch die In­dus­trie er­kannt und so kommt es, dass man Ghee im Ver­kaufs­re­gal meist hö­her­prei­sig vor­fin­det als eben »ordinäres« But­ter­schmalz, das ja be­reits mehr als teu­er ge­nug ist.

Greifen Sie in diesem Fall al­so ru­hig zum But­ter­schmalz. Art­ge­rech­te Frei­land­hal­tung zur Er­zeu­gung des Roh­stoffs Butter vo­raus­ge­setzt, ist die­ser ei­ne eben­so gu­te und zu­dem preis­wer­tere Wahl.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oecotrophologe)