Grünkohl mit Kartof­feln, Würst­chen und Speck

– westfälischer Klassiker mit Kar­toffeln, Speck und Hirsch­brat­wurst

Grünkohl mit Kartoffeln, Würstchen und Speck Grünkohl mit Kartoffeln, Würstchen und Speck

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Grünkohl mit Kartoffeln, Würst­chen & Speck

Der traditionelle Grün­kohl­ein­topf nach Omas Art, auch be­kannt als »West­fälischer Grün­kohl mit Mett­wurst«, ge­hört zu den be­liebten Herbst- und Winter­ge­rich­ten in Nord­rhein-West­falen und da­rü­ber hi­naus. Wie bei vie­len re­gio­na­len Klas­si­kern gibt es auch beim Grün­kohl zahl­reiche Rezept­va­ri­an­ten, die sich vor al­lem bei der Wahl der Wurst und der Speck­ein­lage un­ter­schei­den.

Klassisch kommen geräu­cherte Mett­würste oder Mett­en­den in den Ein­topf. Auch Kass­ler wird gerne als Ein­lage ver­wen­det. Dazu passt durch­wachs­ener Räu­cher­speck, der dem Grün­kohl seine kräf­tige und herz­hafte Würze ver­leiht. Kar­tof­feln ma­chen den Ein­topf sät­ti­gend und run­den das tra­di­tio­nelle Gericht ab.

Für unsere Variante haben wir das ak­tu­elle Wild­an­gebot ge­nutzt und die klas­sischen Mett­enden durch wür­zige Hirsch­brat­würste ersetzt. Die Würste wer­den vorab in der Pfanne kräf­tig an­ge­bra­ten und kom­men erst an­schlie­ßend in den Grün­kohl. So ent­stehen zu­sätz­liche Röst­aro­men, die her­vor­ra­gend mit dem herz­haften Ein­topf har­mo­nieren.

Abge­rundet wird unser Grün­kohl mit et­was Chili und frisch abge­rie­bener Mus­kat­nuss. So bleibt der Cha­rakter des klas­si­schen Ge­richts er­halten, be­kommt aber eine kleine, be­wusst ge­setzte Ab­wand­lung.

Gernekochen-Weintipp

Zu »Grün­kohl­ein­topf mit Kar­tof­feln, Würst­chen und Speck«, passt ein kräf­ti­ger »Grau­bur­gun­der«, z. B. aus der Pfalz. Da wir das Ge­richt aber mit Hirsch­brat­würst­chen und Chi­li­pul­ver ab­ge­wan­delt ha­ben, ist un­ser Tipp ein fruch­ti­ger, mit­tel­kräf­ti­ger »Spät­bur­gun­der«. Ein­fach mal auf un­se­r Wein­tipp-Icon tip­pen und mehr er­fah­ren. Wir wün­schen wie stets ei­nen gu­ten Ap­pe­tit und: Wohl be­komm's!

Warum Du unser Grünkohl-Rezept ausprobieren solltest

  • Westfälischer Klassiker: Herz­hafter Grün­kohl mit Kar­tof­feln, Speck und Wurst ge­hört zu den be­lieb­ten Herbst- und Winter­ge­richten der Re­gion
  • Unsere Wildvariante: Statt klassischer Mett­wurst kom­men wür­zige Hirsch­brat­würste in un­se­ren Grün­kohl­eintopf
  • Kräftige Röstaromen: Die Hirsch­brat­würste wer­den se­pa­rat ange­bra­ten und erst an­schlie­ßend mit dem Grün­kohl ver­mengt
  • Herzhafte Speckeinlage: Durch­wach­se­ner Räu­cher­speck gibt dem Ein­topf eine kräf­tige Würze und passt her­vor­ra­gend zum Grün­kohl
  • Sättigende Kartoffeln: Fest­kochende Kar­toffeln ma­chen aus dem Grün­kohl ein voll­stän­diges und an­ge­nehm sätti­gen­des Eintopf­ge­richt
  • Fein abgeschmeckt: Eine kleine Menge Chili und frisch abge­rie­bene Mus­kat­nuss ge­ben un­se­rem Re­zept zu­sätz­liche Würze, ohne den ty­pi­schen Grün­kohl­ge­schmack zu über­de­cken
  • Vielseitig abwandelbar: Wer es klassischer mag, kann die Hirsch­brat­würste pro­blem­los durch geräu­cherte Mett­würste oder Mett­enden er­set­zen
  • Einfach nachzukochen: Unsere Schritt-für-Schritt-An­lei­tung führt auch Koch­an­fänger si­cher ans Ziel

Rezept:
Grünkohl mit Chili und Hirsch­brat­wurst (un­sere spe­zi­elle Va­ri­ante)

Zutaten für 4 Personen

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Einkaufszettel:

  • 1 kg frischer Grünkohl (küchenfertig)
  • 1,2 kg Kartoffeln, festkochend
  • 5 Wildbratwürste (Wildschwein oder Hirsch) Feinschmecker-Hirschbratwürste »
  • alternativ: 4 geräucherte Mettwürste (klassisch)
  • 1 große Gemüsezwiebel oder 2–3 weiße Zwiebeln
  • 100 g durchwachsender Räucherspeck
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 20 g Butterschmalz (Braune Butter) oder klassisch: Schweineschmalz
  • 1–2 Prisen Muskatnussabrieb
  • etwas Salz und
  • Pfeffer aus der Mühle

Optional:

  • 1 TL Chilipfeffer für unsere spezi­elle Rezept­va­ri­ante

Rezeptvarianten:

Statt geräucherte Mettwurst(enden), kann man auch

  • Kohlwürste
  • Chiliwürste oder – so wie wir –
  • Hirschbratwürste

als Zutat verwenden.

Als Speckeinlage passen fettreiche, eben durch­wachs­ene Sor­ten wie

  • Tiroler Speck,
    italienischer Speck oder klassisch:
    durchwachsener Bauchspeck

Zubereitung:

1) Zwiebeln schälen und klein ha­cken. Speck wür­feln. Kar­tof­feln schälen, in nicht zu kleine Stücke schneiden und mit den rest­lich­en Zu­ta­ten bereitstellen.

2) Schweine- oder But­ter­schmalz (wir ha­ben in Be­zug auf un­se­re Hirsch­brat­würs­te But­ter­schmalz ver­wen­det) mit­tel­stark bis stark er­hit­zen. Zu­erst den Speck an­bra­ten. Dann die Zwie­bel­wür­fel zu­ge­ben und eben­falls kurz an­bra­ten.

3) Hitze reduzieren. Grünkohl hinzufügen, mit Gemüsebrühe (50 ml Brühe für später beiseite stellen) aufgießen und ca. 30 Min. garen.

4) Kartoffelstücke hinzufügen und (sortenabhängig) ca. 30 Min mitgaren lassen. (Man kann den Gargrad mit einem Stahl­pi­cker prüfen!)

5) Am Ende der Garzeit eine handvoll Kartoffelstücke ent­neh­men und mit der beiseite gestellten Brühe pü­rie­ren.

6) Kartoffelpürree unter den Grün­kohl ge­ben und gut mit­ein­an­der ver­men­gen. Grün­kohl­ein­topf mit Pfef­fer, Salz, Mus­kat­nuss­ab­rieb und – je nach Vor­lie­be – 1–2 TL Chi­li­pul­ver ab­schme­cken.

7) Pfanne mit Speck­schwar­te ein­rei­ben, mit­tel­stark bis stark er­­hit­zen und Hirsch­brat­würs­te da­rin von al­len Sei­ten bra­ten. (Ver­wen­det man Mett­würst­chen, kön­nen wir uns auch das Bra­ten in Schwei­ne­schmalz sehr gut vor­stel­len. Da­zu am bes­ten die Würst­chen schon vor­her schräg in mund­ge­rech­te Stü­cke schnei­den, so­dass sie schön knus­prig wer­den.)

8) Gebratene Wursten­den in den Grün­kohl­ein­topf ge­ben und mit die­sem ver­men­gen. 

(An­mer­kung: Es gibt Re­zept­va­rian­ten, bei de­nen die Wurst ein­fach zu­sam­men mit dem Grün­kohl ge­gart wird. Wir woll­ten al­ler­dings auf schö­ne, kräf­ti­gen Röst­aro­men nicht ver­zich­ten und ha­ben uns des­halb für das Bra­ten in der Pfan­ne ent­schie­den.)

Nährwert- & Ge­sund­heits­ana­ly­se

von Dipl. Ernährungs­wissen­schaftler Michael Pagelsdorf

Grünkohl

– Grünkohl – gesund­er Ge­nuss mit kräf­ti­ger Fri­sche

Grünkohl

Grünkohl alias Braunkohl gilt seit der An­ti­ke als wert­vol­les Win­ter­ge­mü­se, das be­reits im al­ten Rom als »sa­bel­li­ni­scher Kohl« ge­schätzt wur­de und heu­te vor al­lem in Nord­deutsch­land, NRW und an­de­ren re­gio­na­len Tra­di­ti­ons­ge­bie­ten ei­nen fes­ten Platz in der sai­so­na­len Kü­che hat. Auch in Ita­li­en, wo die dunk­le und et­was fes­te­re Va­ri­an­te als »Ca­vo­lo Ne­ro« ver­wen­det wird, hat sich das Blatt­ge­mü­se als aro­ma­ti­scher Grund­pfei­ler in vie­len Land­ge­rich­ten eta­bliert. Sein cha­rak­te­ris­ti­scher, leicht nussi­ger Ge­schmack und die fris­che Bit­ter­no­te ma­chen ihn zu ei­nem un­ter­schätz­ten Ku­li­na­rik-Klas­si­ker, der mit der rich­ti­gen Zu­be­rei­tung ein aus­ge­spro­chen viel­sei­ti­ges Pro­fil ent­fal­tet.

Ernährungs­phy­sio­lo­gisch zählt Grün­kohl zu den nähr­stoff­reichs­ten Ge­mü­se­sor­ten über­haupt und punk­tet mit ei­ner aus­ge­spro­chen dich­ten Mi­kro­nähr­stoff-Struk­tur. Der ho­he Vi­ta­min-C-Ge­halt über­trifft so­gar den der meis­ten Zitrus­früch­te und trägt da­mit zu ei­ner ro­bus­ten Im­mun­ab­wehr bei, wäh­rend sei­ne na­tür­li­chen Anti­oxi­dan­tien die Zel­len vor fortschreitender Oxi­da­tion schützen. Zu­gleich bie­tet Grün­kohl ei­nen über­ra­schend ho­hen Pflan­zen­ei­weiß­an­teil, was ihn im Win­ter zu ei­nem wert­vol­len Bau­stein für eine aus­ge­wo­ge­ne Er­näh­rung macht. Se­len, Vit­amin E und Caro­ti­no­ide un­ter­stüt­zen die kör­per­ei­ge­ne Ab­wehr, wohin­ge­gen Cal­ci­um und Ma­gne­si­um den Kno­chen­stoff­wech­sel und die Mus­kel­funk­tion för­dern. Be­mer­kens­wert ist auch der Ge­halt an Bal­last­stof­fen, die für eine ru­hi­ge Ver­dau­ung sor­gen und lang an­hal­ten­de Sät­ti­gung spen­den. Da­mit er­füllt Grün­kohl den An­spruch ei­nes ech­ten »Ge­nuss-und-Ge­sund­heit«-Le­bens­mit­tels, das nähr­stoff­reich ist, oh­ne be­las­tend zu wir­ken.

Kulinarische Verwendung:

Kulinarisch zeigt sich Grün­kohl äu­ßerst an­pas­sungs­fä­hig, da er sich je nach Zu­be­rei­tungs­me­tho­de be­merk­bar wan­delt: klas­sisch lan­ge ge­schmort mit Zwie­beln, Senf und herz­haf­ten Zu­ta­ten wie Kar­tof­feln und Fleisch, kurz an­ge­bra­ten als aro­ma­ti­sche Bei­la­ge oder fein ge­schnit­ten und nur kurz blanchiert, um in Pas­ta, Sup­pen oder Risot­to oder gar einer deftigen Grünkohlpizza » ei­nen tief­grü­nen, mi­ne­ra­li­schen Ak­zent zu set­zen. Auch in mo­der­nen In­ter­pre­ta­tio­nen – et­wa als knapp ge­ba­cke­ner Grün­kohl­chip, in Kom­bi­na­ti­on mit Zitrus und Oli­ven­öl oder als kräfti­ge Ba­sis für win­ter­li­che Sa­la­te – ent­fal­tet er sei­ne mar­kan­te, leicht süß­lich-bit­te­re Aro­ma­tik. So wird er zu ei­nem sai­so­na­len Ge­mü­se, das so­wohl in tra­di­tio­nel­len als auch in zeitgenössischen Küchenkonzepten glän­zen kann.

Kartoffeln alias Erd­äp­fel

– natürliche Energie, die schmeckt

Kartoffeln

Kartoffeln, in bestimm­ten Re­gio­nen Deutsch­lands so­wie ei­ni­gen Nach­bar­län­dern auch als »Erd­äp­fel« oder »Grund­bir­nen« bzw. »Grum­bee­ren« (Pfalz)) und wei­te­ren Re­gio­nal­na­men be­kannt, ge­hö­ren wie auch To­ma­ten und Pap­ri­ka zur Fa­mi­lie der Nacht­schat­ten­ge­wäch­se.

Gemäß statistischen Umfragen ist die Knol­len­frucht nach wie vor der Deut­schen liebs­te Bei­la­ge und das ist auch gar nicht schlecht.

Kartoffeln sind vi­ta­min- und mi­ne­ral­stoff­reich und da­bei noch ka­lo­ri­en­arm. Vor al­lem das Vi­ta­min-C ist in nen­nens­wer­ten Men­gen in der Nutz­pflan­ze ent­hal­ten. Des wei­te­ren be­sit­zen die Knollen ei­nen ho­hen Ei­weiß­an­teil, der in Kom­bi­na­tion mit den in un­se­rem Re­zept ver­wen­de­ten Ei­ern sehr gut von un­se­rem Or­ga­nis­mus re­sor­biert und in kör­per­ei­ge­nes Ei­weiß trans­for­miert werden kann.

Gekochte Kartoffeln wir­ken sich al­ler­dings stark auf den Blut­zu­cker aus, da die Stär­ke durch den Koch­vor­gang als na­he­zu rei­ne Glu­co­se im Dünn­darm auf­ge­nom­men wird.

Lässt man die Kartof­fel nach dem Koch­vor­gang er­kal­ten und ver­ar­bei­tet sie dann erst wei­ter, bil­det sich ei­ne »Re­sis­ten­te Stär­ke«, die sich we­sent­lich güns­ti­ger auf den Blut­zu­cker­spie­gel aus­wirkt. So wer­den z. B. Brat­kar­tof­feln klas­si­scher­wei­se aus ER­KALTE­TEN Kar­toffeln her­ge­stellt.

Kulinarische Verwendung:

Kartoffeln sind aus der Küche kaum weg­zu­den­ken – ob als cre­mi­ges Pü­ree, knusp­ri­ge Brat­kar­tof­feln, herz­haf­te Gra­tins oder fei­ne Sup­pen. Sie las­sen sich in un­zäh­li­gen Va­ria­tio­nen zu­be­rei­ten und pas­sen zu na­he­zu je­dem Ge­richt. Ihr zar­ter, neu­tra­ler Ge­schmack macht sie zu ei­nem idea­len Ba­sis­le­bens­mit­tel für leich­ten und ge­sun­den Ge­nuss.

Hirschfleisch

– kraftvoller Geschmack, wert­vol­le Nähr­stof­fer

Hirschfleisch

Hirschfleisch zählt zu den klas­si­schen Wild­spe­zia­li­tä­ten. Es ist aro­ma­tisch, leicht wür­zig und hat im Ver­gleich zu Reh eine fes­te­re Struk­tur und eine dunk­le­re Far­be. Trotz­dem gilt es noch im­mer als fett­arm und punktet mit hoch­wer­ti­gem Ei­weiß so­wie zahl­rei­chen wich­ti­gen Vi­ta­mi­nen und Mi­ne­ral­stof­fen. Da­mit ist es für ei­ne be­wuss­te Er­näh­rung eben­falls sehr in­ter­es­sant.

Reich an B-Vitaminen und Ei­sen

Hirschfleisch ist ei­ne sehr gute Quel­le für die Vi­ta­mi­ne B2, B6 und B12. Die­se sind ent­schei­dend für En­er­gie­stoff­wech­sel, Ner­ven­funk­ti­on und Blut­bil­dung. Zu­dem lie­fert es viel gut bio­ver­füg­ba­res Ei­sen, was die Blut­bil­dung un­ter­stützt und zur Sau­er­stoff­ver­sor­gung des Kör­pers bei­trägt.

Gesunde Fettsäuren

Obwohl Hirschfleisch etwas mehr Fett als Reh ent­hält, ist es den­noch deut­lich magerer als kon­ven­tio­nel­les Rind- oder Schweine­fleisch. Es bie­tet einen ho­hen An­teil an un­ge­sät­tig­ten Fett­säu­ren, dar­un­ter wert­vol­le Ome­ga-3-Fett­säu­ren. Die­se stam­men von der na­tür­li­chen Er­näh­rung der Tie­re mit Kräu­tern, Grä­sern und Knos­pen und wir­ken sich po­si­tiv auf Herz-Kreis­lauf-Ge­sund­heit und Stoff­wech­sel aus. Natürliche Her­kunft – pu­res Aro­ma Da Re­he in frei­er Wild­bahn le­ben, ist das Fleisch frei von Hor­mo­nen, Wachs­tums­för­de­rn oder Fut­ter­mit­tel­zu­sät­zen. Dies sorgt nicht nur für ein na­tür­li­ches, aro­ma­ti­sches Ge­schmacks­er­leb­nis, son­dern macht Reh­fleisch auch zu ei­nem be­son­ders ur­sprüng­li­chen und nach­hal­ti­gen Le­bens­mit­tel.

Räucherspeck

– besser nicht zu oft ge­nießen

Räucherspeck

So lecker er auch ist: Zu oft – im Sin­ne von re­gel­mä­ßig – soll­te man ihn nicht auf sei­nen Spei­se­zet­tel set­zen, da das für die Pö­ke­lung und Kon­ser­vie­rung des Schin­kens ver­wen­de­te Nitrit­pökel­salz auf­grund zahl­rei­cher, in den letzten Jah­ren durch­ge­führ­ter Stu­dien im Ruf steht, in­di­rekt krebs­er­re­gend zu sein.

Achtung: Nitrite sind toxisch!

Nitrite sind für sich al­lein be­reits für den Men­schen to­xisch, doch da­mit nicht ge­nug. Be­son­ders bei starker Er­hit­zung (z. B. Gril­len) be­güns­tigt Na­tri­um­ni­trit im sau­ren Mi­lieu des Ma­gens die Ent­steh­ung sogenannter »Ni­tro­sa­mi­ne«, die von der Wis­sen­schaft als krebs­er­re­gend ein­ge­stuft wer­den. Oder an­ders for­mu­liert: Wer Le­bens­mit­tel, die mit Ni­tri­tpö­kel­salz halt­bar ge­macht wurden, zu oft kon­su­miert, setzt sich da­mit ei­nem er­höh­ten Krebs­ri­si­ko aus!

Petition:Schluss mit den Nitriten, die unserer Nahrung zugesetzt werden »

Zwiebeln und Knoblauch

– natürliches Powerduo für Gesund­heit und Ge­schmack

Zwiebeln und Knoblauch

Beide sind ein na­tür­li­ches Anti­bio­ti­kum und be­kämp­fen wirk­sam schäd­li­che Pil­ze und krank­heits­er­re­gen­de Mi­kro­or­ga­nis­men. Die Zwie­bel ist eng mit dem Kno­blauch ver­wandt und be­sitzt ge­gen­über die­sem ei­ne mil­de­re Wir­kung. Die Kom­bi­na­tion der bei­den bringt ein star­kes Duo her­vor.

Bei­de ent­hal­ten wert­vol­le An­ti­oxi­dan­tien, die als Fän­ger »freier Ra­di­ka­ler« un­se­ren Or­ga­nis­mus da­bei hel­fen, ge­sund zu blei­ben.

Die zur Gat­tung der Li­li­en­ge­wäch­se ge­hö­ren­den Pflan­zen ver­fü­gen zu­dem über ei­nen ho­hen Vi­ta­min- und Mi­ne­ral­stoff­ge­halt, von dem wir eben­falls ge­sund­heit­lich pro­fi­tie­ren.

Ent­hal­ten sind die Vi­ta­mi­ne B1, B2 und B6 so­wie die Vi­ta­mi­ne C und E. Au­ßer den Mi­ne­ral­stof­fen Salz, Ei­sen, Zink und Mag­ne­si­um sind noch ei­ne gan­ze Rei­he wei­te­rer Mi­ne­ral­stof­fe in Zwie­beln und Kno­blauch ent­hal­ten, so­dass man bei­de Pflan­zen durch­aus als hoch­wer­ti­ge Mi­ne­ral­stoff-Lie­fe­ran­ten be­zeich­nen kann.

Kulinarische Verwendung:

Zwie­beln und Kno­blauch bil­den das aromatische Grund­ge­rüst un­zäh­li­ger Ge­rich­te – von der hei­mi­schen bis zur in­ter­na­tio­na­len Kü­che. Ob an­ge­schwitzt, ge­bra­ten, kon­fi­tiert oder roh – ihr Ge­schmack reicht von süß­lich-mild bis kräf­tig-wür­zig und sorgt stets für Tie­fe und Cha­rak­ter.

In der me­di­ter­ra­nen Kü­che sind sie un­ver­zicht­bar: in Pas­ta­saucen, Ri­sot­tos, Ge­mü­se­ra­gouts, Schmor­ge­rich­ten oder Fisch­zu­be­rei­tun­gen mit Oli­ven­öl und Kräu­tern. Auch in der asi­a­ti­schen, ori­en­ta­li­schen und kre­o­li­schen Kü­che sind sie fes­ter Be­stand­teil von Cur­rys, Dips, Würz­pas­ten und Su­ben.

Kno­blauch­öloder Zwie­bel­con­fit ver­lei­hen ve­ge­ta­ri­schen wie auch Fleisch­ge­rich­ten ei­nen fei­nen, tief­wür­zi­gen Ak­zent, wäh­rend ge­rös­te­ter oder ge­schmor­ter Kno­blauch ei­ne but­ter­wei­che Süße ent­fal­tet, die be­son­ders zu Lamm, Kalb, Pil­zen oder ge­rös­te­tem Ge­mü­se passt.

So wer­den Zwie­beln und Kno­blauch nicht nur zu Ge­schmacks­trä­gern ers­ter Gü­te, son­dern auch zu Sym­bo­len für Ge­nuss und Ge­sund­heit – ein Duo, das kei­ner Kü­che feh­len soll­te.

Butter alias Gute Butter

– cremiger Genuss voller wert­voller Ome­ga-3-Fett­säu­ren

Butter alias Gute Butter

Nachdem Butter über Jahrzehnte hin­weg sys­te­ma­tisch schlecht­ge­re­det wur­de, oh­ne dies auf wis­sen­schaft­li­che Stu­dien zu stützen, ist sie zwi­schen­zeit­lich von ih­rem schlech­ten Ruf »frei­ge­spro­chen« wor­den – und das völ­lig zu Recht.

Butter besitzt ei­nen ho­hen An­teil an ge­sät­tig­ten Fett­säu­ren, die eb­en NICHT – wie lan­ge Zeit be­haup­tet – schlecht für un­se­ren Or­ga­nis­mus sind. Aber auch ein­fach und mehr­fach un­ge­sät­tig­te Fett­säu­ren sind in But­ter ent­hal­ten.

Gegenüber Olivenöl kann sie zu­dem noch mit ei­nem ech­ten Plus­ punk­ten: Ab­hän­gig von der Nah­rung, die Kü­he zu sich neh­men, be­sitzt But­ter die für den Men­schen zwin­gend er­for­der­li­chen Ome­ga-3-Fett­säu­ren EPA und DHA. Je mehr fri­sches Gras (Stich­wort: Frei­land­hal­tung!) ei­ne Kuh zu sich nimmt, des­to hö­her der Ome­ga-3-Anteil in der Milch und de­ren Pro­duk­ten.

Hier können sich z. B. der deut­sche Markt­führer Ker­ry­gold so­wie ei­ne Hand­voll wei­te­rer Her­stel­ler mit der Qua­lität ihrer But­ter und den da­rin ent­hal­te­nen ge­sun­den Fett­säu­ren ganz klar aus der Men­ge der But­ter­pro­du­zen­ten her­vor­he­ben.

Freilandhaltung vorausgesetzt (gem. Bio-Ver­ord­nung min­des­tens 120 Ta­ge im Jahr), ver­dient But­ter ih­ren Na­men »Gu­te But­ter«, den ihr be­reits un­se­re Groß­el­tern ge­ge­ben ha­ben, al­so völ­lig zu Recht.

Butterschmalz

Wie auch Claudia und Jürgen in ih­ren Re­zep­ten mit But­ter­schmalz schrei­ben, gibt es vie­le Na­men für »Braune Butter«, die vom Milcheiweiß befreite (geläuterte) Variante der Ba­sis­but­ter. Um den Be­griff »Ghee« wird seit ge­rau­mer Zeit ein Hy­pe ge­macht, da­bei han­delt es sich dabei um nichts an­de­res als eben brau­ne Butter.

Mit dem Begriff »Ghee« ist aller­dings auch eine Le­bens­phi­lo­so­phie ver­bun­den. Das hat auch die In­dus­trie er­kannt und so kommt es, dass man Ghee im Ver­kaufs­re­gal meist hö­her­prei­sig vor­fin­det als eben »ordinäres« But­ter­schmalz, das ja be­reits mehr als teu­er ge­nug ist.

Greifen Sie in diesem Fall al­so ru­hig zum But­ter­schmalz. Art­ge­rech­te Frei­land­hal­tung zur Er­zeu­gung des Roh­stoffs Butter vo­raus­ge­setzt, ist die­ser ei­ne eben­so gu­te und zu­dem preis­wer­tere Wahl.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oecotrophologe)

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