Borschtsch – Ukra­ini­sche Ro­te-Be­te-Sup­pe mit Rind­fleisch

Borschtsch – ukrainische Rote-Bete-Suppe mit Rindfleisch Borschtsch – ukrainische Rote-Bete-Suppe mit Rindfleisch

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Borschtsch – Ro­te-Be­te-Sup­pe mit Rind­fleisch

Ukrainischer Seelenwärmer

Die­ses tra­di­tio­nel­le Re­zept hat sei­nen Ur­­sprung in der Ukra­ine. Dort wird das Ge­richt nicht als fei­nes »Gour­­met­­süpp­chen«, son­­dern als def­ti­ger Ein­­topf mit Fleisch, Kar­toff­eln, Weiß­kohl, Möh­re und (ro­ten) Rü­ben als Haupt­zu­tat zu­be­rei­tet.

Ein Ge­­schmacks­­er­­leb­­nis, dass nicht nur satt, son­dern de­­fi­­ni­­tiv auch glück­lich macht. Al­ter­na­tiv zum Koch­topf, lässt sich Borschtsch auch pri­ma im Slow Coo­ker bzw. Crock-Pot zu­be­rei­ten.

Wir wün­schen wie stets ei­nen Gu­ten Ap­pe­tit und wohl be­komm's!

Gernekochen-Weintipp

Zu »Borschtsch«, passt ein mit­tel­kräf­tiger Rot­wein, z. B. ein ele­gan­ter, fruch­tfri­scher »Spät­bur­gun­der« aus Rhein­land-Pfalz. Ein­fach mal auf un­ser »Wein­tipp-Icon« tip­pen und mehr er­fah­ren. Wir wün­schen wie stets ei­nen gut­en Ap­pe­tit und: Wohl be­komm's!

Borschtsch Rezept ukrainisch (Ukraine)

Zutaten für 4 Personen

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Für den Einkaufszettel:

  • 700 g Rindfleisch, z. B. Ochsenbein
  • 2 l Rinderfond oder Wasser
  • 2 frische Rote-Bete-Knollen bzw. »Rote Rüben«
  • 1 mittelgroße Möhre bzw. Karotte
  • 200 g Weißkohl
  • 150 g Kartoffel
  • 2–3 Lorbeerblätter, je nach Größe
  • 100 g braune Butter
    Workshop: Braune Butter selber machen »
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 EL Zucker
  • 1 EL Essig, z. B. Himbeeressig
  • 100 g saure Sahne
  • 1 Bund frischer Dill oder Petersilie
  • etwas Salz und
  • Pfeffer aus der Mühle

Das benötigt man zusätzlich:

  • Einweg-Küchenhandschuhe zum Bearbeiten der Roten Bete

Zubereitung:

1) Wie man einen kräftigen Rin­der­fond als Ba­sis­zu­tat un­se­rer Borschtsch sel­ber ma­chen kann, be­schreibt un­ser Work­shop: Rin­der­fond sel­ber ma­chen – Grund­re­zept »

Das für die Borschtsch be­nö­tig­te Rind­fleisch (Och­s­en­­bein) ha­ben wir – prak­ti­scher­wei­se – auch gleich als Zu­tat un­se­rer selbst ge­mach­ten Rin­­der­­brü­he ver­­wen­­det und erst im letz­ten Ar­­beits­­schritt in den Ein­topf ge­ge­ben. Wer da­für we­der Zeit noch Mu­ße hat, kann auch auf Rin­der­fond a. d. Glas zu­rück­grei­fen od­er al­­ter­­na­­tiv Was­ser be­nut­zen. Dann wird die Borschtsch al­­ler­­dings we­ni­ger herz­haft und aro­­ma­­tisch.

2.1) Eine Rote-Bete-Knol­le nach dem Schä­len zum Bin­den der Sup­pe klein ras­peln, die an­de­re Knol­le in mund­ge­rech­te Stü­cke schnei­den.

2.2) Kartoffeln waschen, schä­len und in dün­ne Schei­ben oder Wür­fel schnei­den. Weiß­kohl von den äu­ße­ren Blät­tern be­frei­en und in fei­ne Strei­fen schnei­den. Ei­ne hal­be Möh­re wie die Be­te eben­falls klein ras­peln, die an­de­re Hälf­te schräg in mund­­ge­­rech­­te Stü­cke schnei­den.

3) Kartoffelscheiben in die Rin­der­brü­he ge­ben. Schmor­pfan­ne auf mitt­le­re Tem­pe­ra­tur er­hit­zen. Die Hälf­te der brau­nen But­ter in die Pfan­ne ge­ben und Weiß­kohl­strei­fen mit Lor­beer da­rin gla­sig bra­ten.

4) Rote Bete mit dem rest­li­chen But­ter­schmalz eben­falls auf mitt­le­rer Tem­pe­ratur ca. 10 Min. schmo­ren. Möh­re zu­ge­ben und wei­te­re 10–12 Min. schmo­ren. Da­nach noch To­ma­ten­mark zu­ge­ben und al­les gut ver­men­gen. Mit Zu­cker, Es­sig so­wie Pfef­fer und Salz ab­schme­cken.

5) Geschmortes Gemüse in den Ein­topf ge­ben. Das in der Rin­der­brü­he ge­gar­te Fleisch in mund­ge­rech­te Stü­cke schnei­den, eben­falls zur Borschtsch ge­ben und 5–8 Min. zie­hen las­sen.

Gernekochen-Serviertipp:

Zu »Borschtsch« passt Schwarz­brot oder Pum­per­nickel. Ein Schlag sau­re Sahne, mit ge­hack­tem Dill oder Pe­ter­s­lie gar­niert, run­det das tra­di­tio­nel­le Ge­richt op­tisch wie sen­so­risch ab.

Nährwert- & Ge­sund­heits­ana­ly­se

von Dipl. Ernährungs­wissen­schaftler Michael Pagelsdorf

Rote Bete

– Claim

Rote Bete

Die nährstoffreiche rote Rü­be, in Deutsch­land haupt­säch­lich un­ter dem Namen »Rote Beete« be­kannt, ge­hört zur Fa­mi­lie der Fuchs­schwanz­ge­wäch­se.

Rote Bete, in einigen Regio­nen um und in Deutsch­land auch »Ran­de oder »Rah­ner« ge­nannt, ist fett­arm und ver­fügt über die Vi­ta­mi­ne A, B6 und Vi­ta­min C. Auch reich­lich Mi­ne­ral­stoffe und Spu­ren­elem­en­te wie Cal­cium, Ka­lium, Na­trium und Mag­ne­sium sind in der ballast­stoff­reic­hen Knol­le ent­hal­ten.

Interessant und wertvoll ist sie für uns auch we­gen des in ihr in ho­hem Maß vor­han­de­nen Be­tain, ei­nem se­kun­dä­ren, an­ti­oxi­da­ti­ven Pflan­zen­stoff, der sich als Fän­ger der be­rühmt-be­rüch­tig­ten »freien Radi­kale« in un­se­rem Or­ga­nis­mus po­si­tiv be­merk­bar macht.

Die in ihr enthaltenen Poly­phenole wer­den durch Er­hitzung ak­tiviert und be­sit­zen dann ei­ne po­si­ti­e, an­ti­oxi­da­ti­ve Wir­kung auf un­se­ren Or­ga­nis­mus. Als Roh­kost­sa­lat oder Rote-Bete-Car­pac­cio kommt man auch in den Ge­nuss der in Ro­ter Bete ent­hal­te­nen Vi­ta­min­e. Da in dem Ge­müse aber auch Oxal­säure ent­halten ist, soll­te man auf ei­nen über­mä­ßig­en Kon­sum von Ro­ter Be­te ver­zich­ten, da die Säu­re zur Bil­dung von Nie­ren­stei­nen füh­ren kann.

Kulinarisch ist Rote Be­te viel­sei­tig ein­setz­bar: ge­gart als Bei­la­ge, pü­riert in Sup­pen, ofen­ge­rös­tet mit wür­zi­gen Aro­men oder roh, fein ge­ho­belt, im Sa­lat. In Kom­bi­na­ti­on mit mil­den Milch­pro­duk­ten, Nüs­sen oder fruch­ti­ger Säu­re ent­fal­tet sie ih­re er­dig-süß­li­che No­te be­son­ders aus­ge­wo­gen und steht für ei­nen farb­in­ten­si­ven, na­tür­lich ge­sun­den Ge­nuss.

Rindfleisch

– kräftig im Aroma, stark an Vitamin B12

Rindfleisch

Neben hochwerti­gem Ei­weiß ent­hält Rind- wie auch Lamm­fleisch die le­bens­wich­ti­gen Vi­ta­mi­ne B2, B6 und B12 so­wie wich­ti­ge Mi­ne­ral­stof­fe wie Ei­sen, Zink und Se­len. Vi­ta­min B1 ist eben­falls vor­han­den, je­doch in ge­rin­ge­ren Men­gen als bei­spiels­wei­se in Schwei­ne­fleisch.

Besonders Eisen und Vi­ta­min B12 spie­len ei­ne zen­tra­le Rol­le bei der Bil­dung ro­ter Blut­kör­per­chen. Vi­ta­min B12 kann in re­le­van­ten Men­gen fast nur üb­er tie­ri­sche Pro­duk­te auf­ge­nom­men wer­den.

Eisen ist nicht allein für die Blut­bil­dung, son­dern auch für den Mus­kel­auf­bau re­le­vant, da es ei­ne Schlüs­sel­rol­le beim Sau­er­stoff­trans­port zu den Mus­kel­zel­len spielt. Ei­ne aus­rei­chen­de Sau­er­stoff­ver­sor­gung ist für un­se­re Mus­keln die Vo­raus­set­zung für Leis­tung, Re­ge­ne­ra­tion und Wachs­tum.

Daher lässt sich feststellen, dass eine rein ve­gane Er­nährung oh­ne Sup­ple­mente nicht als voll­stän­dig aus­ge­wo­gen be­trach­tet wer­den kann. Be­reits 150 g Lamm- oder Rin­der­filet kön­nen den Ta­ges­be­darf eines Er­wach­se­nen an Vi­ta­min B12 de­cken und leis­ten zu­gleich ei­nen wert­vol­len Bei­trag zur Ei­sen­ver­sor­gung.

Kulinarische Verwendung:

Rindfleisch zählt zu den viel­sei­tigs­ten Fleisch­sor­ten über­haupt und ist aus der in­ter­na­tio­na­len Kü­che nicht weg­zu­den­ken. Je nach Teil­stück lässt es sich bra­ten, schmo­ren, gril­len oder roh ge­nie­ßen – et­wa als fei­nes Carpac­cio oder wür­zi­ges Ta­tar.

Zu den be­son­ders ed­len Cuts ge­hö­ren Filet, Ent­re­côte und Hüft­steak, die durch ihre zar­te Kon­sis­tenz und den kräf­ti­gen, aro­ma­ti­schen Ge­schmack über­zeu­gen. Für Schmor­ge­rich­te eig­nen sich hin­ge­gen Schul­ter, Wade oder Brust, die durch lang­sa­mes Garen in Wein, Brühe oder Ge­mü­se­sud be­son­ders saf­tig wer­den.

Auch in der mo­der­nen, leich­ten Küche spielt Rind­fleisch ei­ne wich­ti­ge Rol­le – et­wa in Form von kurz­ge­bra­te­nen Asia-Wok-Ge­rich­ten oder als pro­te­in­rei­ches Steak mit fri­schen Bei­la­gen.
So steht Rind­fleisch für in­ten­si­ven, ei­weiß­rei­chen Ge­nuss und kraft­vol­le Aro­men, die sich na­he­zu je­der Koch­kul­tur an­pas­sen las­sen.

Weißkohl

– bal­last­stoff­rei­cher und vi­ta­min­star­ker Ge­nuss mit fei­ner Sü­ße

Weißkohl

Weißkohl, auch als Weiß­kraut be­kannt, zählt zu den äl­tes­ten und be­deu­tends­ten Kohl­sor­ten Eu­ro­pas. Be­reits in der An­ti­ke ge­schätzt, ent­wi­ckel­te er sich vor al­lem in Mit­tel- und Ost­eu­ro­pa zu ei­nem Grund­nah­rungs­mit­tel, nicht zu­letzt auf­grund sei­ner gu­ten La­ger­fä­hig­keit über die Win­ter­mo­na­te. Sein fes­ter, dicht ge­schich­te­ter Kopf schützt die nähr­stoff­rei­chen Blät­ter und macht ihn zu ei­nem ro­bus­ten Ge­mü­se mit tra­di­tio­nel­ler wie mo­der­ner Be­deu­tung.

Ernährungsphysiologisch über­zeugt Weiß­kohl durch ei­ne hohe Nähr­stoff­dich­te bei gleich­zei­tig ge­rin­gem Ka­lo­rien­ge­halt. Er lie­fert be­trächt­li­che Men­gen an Vi­ta­min C, das zur nor­ma­len Funk­tion des Im­mun­sys­tems bei­trägt und als An­ti­oxi­dans Zell­struk­tu­ren vor oxi­da­ti­vem Stress schützt.

Zu­dem ent­hält er Vi­ta­min K, das für die Blut­ge­rin­nung und den Kno­chen­stoff­wech­sel von Be­deu­tung ist, so­wie Folat, das ei­ne wich­ti­ge Rol­le bei Zell­tei­lung und Blut­bil­dung spielt.

Die ent­hal­te­nen Bal­last­stof­fe för­dern ei­ne ge­sun­de Ver­dau­ung und tra­gen zur Sät­ti­gung bei, wäh­rend se­kun­dä­re Pflan­zen­stof­fe wie Glu­co­si­no­la­te im Kör­per zu bio­ak­ti­ven Ver­bin­dun­gen um­ge­wan­delt wer­den, de­nen ent­zün­dungs­mo­du­lie­ren­de und po­ten­zi­ell zell­schüt­zen­de Ei­gen­schaf­ten zu­ge­schrie­ben wer­den. In fer­men­tier­ter Form, et­wa als Sauer­kraut, ent­ste­hen dar­über hi­naus Mil­ch­säu­re­bak­te­ri­en, die die Darm­flo­ra un­ter­stüt­zen kön­nen und die Bio­ver­füg­bar­keit be­stimm­ter Nähr­stof­fe ver­bes­sern.

Kulinarische Verwendung:

Kulinarisch ist Weiß­kohl au­ßer­or­dent­lich viel­sei­tig. Roh, fein gehobelt, ent­fal­tet er als Sa­lat mit leich­ter Säu­re und fri­scher Wür­zung sei­ne knacki­ge Tex­tur, ge­düns­tet oder ge­schmort ent­wi­ckelt er ei­ne mil­de Sü­ße und wei­che Kon­sis­tenz. In Ein­töp­fen, Kohl­rou­la­den oder als Bei­la­ge zu herz­haf­ten Ge­rich­ten ver­bin­det er tra­di­tio­nel­len Ge­nuss mit er­näh­rungs­phy­sio­lo­gi­schem Mehr­wert. So steht Weiß­kohl bei ent­spre­chen­der Zu­be­rei­tung für ei­nen leich­ten und ge­sun­den Ge­nuss mit ho­her All­tags­taug­lich­keit.

Karotten alias Möhren

– vielseitiger Genuss, voll gesun­der Nähr­stoff­po­wer

Karotten alias Möhren

Die in Deutsch­land sehr be­lieb­ten und in der Kü­che viel­sei­tig ver­wend­ba­ren Möh­ren bzw. Mohr­rü­ben ge­hö­ren zu den Dol­den­blü­ten­ge­wäch­sen. Sie sind reich an Mi­ne­ral­stof­fen und Spu­ren­ele­men­ten wie Ka­li­um, Phos­phor, Cal­ci­um, Mag­ne­si­um und Zink so­wie reich an Ca­ro­tin, welches in den Möh­­ren in Form von Alpha- wie auch Be­ta-Ca­ro­tin (Pro­vi­ta­min A, ei­ner Vor­stu­fe von Vi­ta­min A) vor­kommt. Vitamin A un­ter­stützt un­se­re Seh­fä­hig­keit, be­son­ders bei Nacht, und wirkt sich po­s­i­tiv auf un­ser Im­mun­sys­tem wie auch un­ser Zell­wachs­tum aus.

Carotin (und auch einige Vita­mi­ne) kann am bes­ten vom Kör­per re­sor­biert wer­den, wenn man es zu­sam­men mit Fett in Form von Öl oder But­ter isst.

Kulinarische Verwendung:

Karotten eignen sich her­vor­ra­gend für sü­ße wie her­zhaf­te Ge­rich­te – ob als cre­mi­ge Sup­pe, ge­schmor­te Bei­la­ge, fri­scher Sa­lat oder saf­ti­ger Ku­chen. Ihr zar­tes, süß­li­ches Aro­ma ent­fal­tet sich be­son­ders gut in Kom­bi­na­ti­on mit et­was Öl oder But­ter und sorgt da­mit für na­tür­li­chen, ge­sun­den Ge­nuss.

Kartoffeln alias Erd­äp­fel

– natürliche Energie, die schmeckt

Kartoffeln

Kartoffeln, in bestimm­ten Re­gio­nen Deutsch­lands so­wie ei­ni­gen Nach­bar­län­dern auch als »Erd­äp­fel« oder »Grund­bir­nen« bzw. »Grum­bee­ren« (Pfalz)) und wei­te­ren Re­gio­nal­na­men be­kannt, ge­hö­ren wie auch To­ma­ten und Pap­ri­ka zur Fa­mi­lie der Nacht­schat­ten­ge­wäch­se.

Gemäß statistischen Umfragen ist die Knol­len­frucht nach wie vor der Deut­schen liebs­te Bei­la­ge und das ist auch gar nicht schlecht.

Kartoffeln sind vi­ta­min- und mi­ne­ral­stoff­reich und da­bei noch ka­lo­ri­en­arm. Vor al­lem das Vi­ta­min-C ist in nen­nens­wer­ten Men­gen in der Nutz­pflan­ze ent­hal­ten. Des wei­te­ren be­sit­zen die Knollen ei­nen ho­hen Ei­weiß­an­teil, der in Kom­bi­na­tion mit den in un­se­rem Re­zept ver­wen­de­ten Ei­ern sehr gut von un­se­rem Or­ga­nis­mus re­sor­biert und in kör­per­ei­ge­nes Ei­weiß trans­for­miert werden kann.

Gekochte Kartoffeln wir­ken sich al­ler­dings stark auf den Blut­zu­cker aus, da die Stär­ke durch den Koch­vor­gang als na­he­zu rei­ne Glu­co­se im Dünn­darm auf­ge­nom­men wird.

Lässt man die Kartof­fel nach dem Koch­vor­gang er­kal­ten und ver­ar­bei­tet sie dann erst wei­ter, bil­det sich ei­ne »Re­sis­ten­te Stär­ke«, die sich we­sent­lich güns­ti­ger auf den Blut­zu­cker­spie­gel aus­wirkt. So wer­den z. B. Brat­kar­tof­feln klas­si­scher­wei­se aus ER­KALTE­TEN Kar­toffeln her­ge­stellt.

Kulinarische Verwendung:

Kartoffeln sind aus der Küche kaum weg­zu­den­ken – ob als cre­mi­ges Pü­ree, knusp­ri­ge Brat­kar­tof­feln, herz­haf­te Gra­tins oder fei­ne Sup­pen. Sie las­sen sich in un­zäh­li­gen Va­ria­tio­nen zu­be­rei­ten und pas­sen zu na­he­zu je­dem Ge­richt. Ihr zar­ter, neu­tra­ler Ge­schmack macht sie zu ei­nem idea­len Ba­sis­le­bens­mit­tel für leich­ten und ge­sun­den Ge­nuss.

Tomaten und Tomatenmark

– sonnengereift, ge­sund und vol­ler Ge­schmack

Tomaten alias Paradeiser

Außer einem hohen Was­ser­an­teil ent­hal­ten To­ma­ten viele se­kun­dä­re Pflan­zen­stof­fe wie auch ver­schie­de­ne Mi­ne­ral­stof­fe. Be­son­ders Ka­li­um stellt für den Men­schen ei­nen wich­ti­gen ge­sund­heit­li­chen Fak­­tor für eine aus­ge­wo­ge­ne Er­näh­rung dar, da Ka­li­um für die Re­gu­la­tion des Blut­drucks, aber auch für Mus­keln und Ner­ven ein wert­vol­ler Ini­tia­tor ist.

Erhitzt gesünder als roh

Zudem sind To­ma­ten ei­ni­ge der we­ni­gen Ge­mü­se­sor­ten, de­ren ge­sund­heits­för­dern­de In­halts­stof­fe sich durch Er­hit­zen ver­bes­sern, statt sich zu ver­schlech­tern. Ge­meint sind die in To­ma­ten ent­hal­te­nen Poly­phe­no­le, so­ge­nann­te An­ti­oxi­dan­ti­en, wirk­sa­me Fän­ger der zell­schä­di­gen­den »frei­en Ra­di­kalen«, die – so­bald aktiv – ih­rem Na­men al­le Ehre ma­chen.

Hervorzuheben ist in die­sem Be­zug der in To­ma­ten reich­lich ent­hal­te­ne, zur Fa­mi­lie der Ca­ro­ti­noi­de ge­hö­ren­de Farb­stoff Ly­co­pin. Die­ser Farb- bzw. Wirk­stoff al­lein ist be­reits ein gu­ter Grund, re­gel­mä­ßig To­ma­ten auf den Spei­se­zet­tel zu stel­len. Na­tür­li­chen Nähr­bo­den bei der Auf­zucht der To­ma­ten vo­raus­set­zend!

Kulinarische Verwendung:

Tomaten sind die All­roun­der der me­di­ter­ra­nen Kü­che und bil­den die Ba­sis zahl­rei­cher Klas­si­ker – von Pas­ta- und Pizza-Saucen über Sup­pen und Ein­töp­fe bis hin zu fri­schen Sa­la­ten.

Roh ent­fal­ten sie ihr vol­les Aro­ma be­son­ders in Ca­pre­se (mit Mo­z­za­rel­la, Ba­si­li­kum und Oli­ven­öl) oder in som­mer­li­chen To­ma­ten­sa­la­ten mit ro­ten Zwie­beln und Bal­sa­mi­co. In Kom­bi­na­ti­on mit Kräu­tern wie Thy­mi­an, Ore­ga­no und Ros­ma­rin ent­ste­hen aro­ma­ti­sche Dres­sings oder Bru­schet­ta-Be­lä­ge.

Durch Er­hit­zen in­ten­si­viert sich der Ge­schmack und das wert­vol­le Ly­co­pin wird bes­ser ver­füg­bar – ide­al in To­ma­ten­sau­cen, Ra­ta­touille, Sha­kshu­ka oder als Grund­la­ge für Ri­sot­to und Ge­mü­se­pfan­nen. Im Ofen lang­sam ge­schmor­te oder ge­trock­ne­te To­ma­ten ent­wi­ckeln ein tie­fes, süß-wür­zi­ges Aro­ma, das be­son­ders gut zu Fleisch, Fisch oder An­ti­pas­ti passt.

Auch in der fei­nen Kü­che spie­len sie ei­ne Rol­le – et­wa als To­ma­ten­con­som­mé, Sor­bet oder Ta­tar aus con­fier­ten To­ma­ten.

To­ma­ten ste­hen so­mit für Son­nen­rei­fe, me­di­ter­ra­ne Fri­sche und ge­sun­den Ge­nuss, der in na­he­zu je­der Kü­che der Welt sei­ne ku­li­na­ri­sche Hei­mat ge­fun­den hat.

Butter und Butterschmalz

– cremiger Genuss voller wert­voller Ome­ga-3-Fett­säu­ren

Butter alias Gute Butter

Nachdem Butter über Jahrzehnte hin­weg sys­te­ma­tisch schlecht­ge­re­det wur­de, oh­ne dies auf wis­sen­schaft­li­che Stu­dien zu stützen, ist sie zwi­schen­zeit­lich von ih­rem schlech­ten Ruf »frei­ge­spro­chen« wor­den – und das völ­lig zu Recht.

Butter besitzt ei­nen ho­hen An­teil an ge­sät­tig­ten Fett­säu­ren, die eb­en NICHT – wie lan­ge Zeit be­haup­tet – schlecht für un­se­ren Or­ga­nis­mus sind. Aber auch ein­fach und mehr­fach un­ge­sät­tig­te Fett­säu­ren sind in But­ter ent­hal­ten.

Gegenüber Olivenöl kann sie zu­dem noch mit ei­nem ech­ten Plus­ punk­ten: Ab­hän­gig von der Nah­rung, die Kü­he zu sich neh­men, be­sitzt But­ter die für den Men­schen zwin­gend er­for­der­li­chen Ome­ga-3-Fett­säu­ren EPA und DHA. Je mehr fri­sches Gras (Stich­wort: Frei­land­hal­tung!) ei­ne Kuh zu sich nimmt, des­to hö­her der Ome­ga-3-Anteil in der Milch und de­ren Pro­duk­ten.

Hier können sich z. B. der deut­sche Markt­führer Ker­ry­gold so­wie ei­ne Hand­voll wei­te­rer Her­stel­ler mit der Qua­lität ihrer But­ter und den da­rin ent­hal­te­nen ge­sun­den Fett­säu­ren ganz klar aus der Men­ge der But­ter­pro­du­zen­ten her­vor­he­ben.

Freilandhaltung vorausgesetzt (gem. Bio-Ver­ord­nung min­des­tens 120 Ta­ge im Jahr), ver­dient But­ter ih­ren Na­men »Gu­te But­ter«, den ihr be­reits un­se­re Groß­el­tern ge­ge­ben ha­ben, al­so völ­lig zu Recht.

Butterschmalz

Wie auch Claudia und Jürgen in ih­ren Re­zep­ten mit But­ter­schmalz schrei­ben, gibt es vie­le Na­men für »Braune Butter«, die vom Milcheiweiß befreite (geläuterte) Variante der Ba­sis­but­ter. Um den Be­griff »Ghee« wird seit ge­rau­mer Zeit ein Hy­pe ge­macht, da­bei han­delt es sich dabei um nichts an­de­res als eben brau­ne Butter.

Mit dem Begriff »Ghee« ist aller­dings auch eine Le­bens­phi­lo­so­phie ver­bun­den. Das hat auch die In­dus­trie er­kannt und so kommt es, dass man Ghee im Ver­kaufs­re­gal meist hö­her­prei­sig vor­fin­det als eben »ordinäres« But­ter­schmalz, das ja be­reits mehr als teu­er ge­nug ist.

Greifen Sie in diesem Fall al­so ru­hig zum But­ter­schmalz. Art­ge­rech­te Frei­land­hal­tung zur Er­zeu­gung des Roh­stoffs Butter vo­raus­ge­setzt, ist die­ser ei­ne eben­so gu­te und zu­dem preis­wer­tere Wahl.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oecotrophologe)