Hähnchenspieße mit Ap­fel und Kür­bis

Hähnchenspieße mit Apfel und Kürbis

fleischspieße schaschlik

Leckeres vom Grill: Hähn­chen­spie­ße mit Ap­fel und Kür­bis

Kombinationsvermögen: Hähn­chen­fi­let, Ap­fel, But­ter­nut-Kür­bis und Back­pflau­men, als Kom­bi­na­tion auf dem Gril­lspieß ein Traum. Für ei­nen er­gän­zen­den, knus­pri­gen Biss, lan­den frisch ge­knack­te Wal­nuss­ker­ne zu­erst in der Pfan­ne und da­nach – ge­rös­tet – auf dem Tel­ler. Jetzt noch ein cre­mi­ger Schmelz in Form einer frisch zu­be­rei­te­ten Wal­nuss-Mayon­nai­se da­zu ... und die Aro­men tan­zen Pol­ka auf der Zun­ge.

Als Beilage dazu pas­sen Pas­ti­na­ken fri­tes ganz her­vor­ra­gend!

Gernekochen-Weintipp

Zu »Hähnchenspieße mit Ap­fel und Kür­bis« ser­vie­ren wir ei­nen fruch­ti­gen Weiß­wein. Ein­fach mal auf un­­ser »Wein­tipp-Icon« tip­pen und mehr er­fah­ren. Gut ge­kühlt, ver­steht sich. Wir wün­schen wie stets ei­nen gu­ten Ap­pe­tit und: Wohl be­komm's! und viel Spaß beim Nach­ko­chen

Rezept:
Hähnchenspieße mit Apfel und Kür­bis

Zutaten für 4 Personen

Hinweis zu Affiliate-Links

Die mit einem * Sternchen ge­kenn­zeich­ne­ten Links sind Af­fi­li­ate-Links. Wenn Du über ei­nen die­ser Links et­was kaufst, er­hal­ten wir ei­ne klei­ne Pro­vi­si­on. Für Dich ent­ste­hen da­durch kei­ne Mehr­kos­ten.

Für den Einkaufszettel:

  • 600 g Hähnchenbrustfilet
  • 1 Butternut-Kürbis
  • 2 Äpfel, süß-sauer
  • 12 Backpflaumen
  • 16 Scheiben Speck
  • 5–6 Pastinaken (je nach Größe)
  • 1–2 Prisen Oregano
  • etwas Salz und
  • Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

1.1) Hähnchenfilet, Kürbis und Ap­fel mit ei­nem schar­fen Mes­ser in mund­ge­rech­te Stü­cke schnei­den.

1.2) Hähnchenstücke mit je ei­ner Schei­be Speck um­wi­ckeln.

2) Kürbisstücke 15 Min. dampf­ga­ren oder 10 Min. im Was­ser­bad blan­chie­ren.

3) Alle Zutaten abwechselnd auf die Spie­ße ste­cken. Grill auf mitt­le­rer Tem­pe­ra­tur brin­gen und die Spie­ße da­rauf 8–10 Min. pro Sei­te gril­len, bis sie ei­ne gold­brau­ne Far­be be­kom­men ha­ben.

Zubereitung Pastinaken frites

1) Stielkappen und Spitzen der Pastinaken abschneiden und Wurzelgemüse mit einem Sparschäler schälen.

2) Pommes frites-Schneider auf eine glatte Oberfläche (Glas oder Stein) setzen und über den Arretierhebel fixieren. Geschälte Pastinaken in Pommes frites schneiden. Das geht mit dem Pommes-Schneider wirklich kinderleicht und superschnell. Wir sind definitiv begeistert!

3) Pommes frites zusammen mit fein gehackten Kräutern in eine Schüssel geben. Olivenöl, Salzflocken und gemahlenen Pfeffer dazu geben und gut umrühren.

4) Backofen auf 180° Umluft-Grillen vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen, Pastinaken-Pommes frites darauf verteilen und 35 bis 40 Min. goldbraun backen.

Pas­ti­na­ken (nicht zu ver­wech­seln mit wei­ßen Herbst­rü­ben, die es eben­falls in ke­gel­för­mi­ger Form gibt) ge­hö­ren wie Mohr­rü­ben bzw. Ka­rot­ten (gel­be Rü­ben), Knol­len­sel­le­rie und Pe­ter­si­lien­wur­zel (Wur­zel­pe­ter­si­lie) zur Fa­mi­lie der Dol­den­blüt­ler (Wur­zel­ge­mü­se). Un­ser Re­zept, lässt sich da­her auch auf die­se »Fa­mi­lien­an­ge­hö­ri­gen« an­wen­den.

Nährwert- & Ge­sund­heits­ana­ly­se

von Dipl. Ernährungs­wissen­schaftler Michael Pagelsdorf

Hähnchenfleisch

– leicht, ei­weiß­reich und vol­ler Ener­gie für den All­tag

Hähnchenfleisch

Hähnchen­fleisch ist reich an hoch­wer­ti­gem Ei­weiß, das den Auf­bau und Er­halt von Mus­keln un­ter­stützt und für zahl­rei­che Stoff­wech­sel­pro­zes­se un­ver­zicht­bar ist. Zu­sätz­lich lie­fert es wich­ti­ge Mi­ne­ral­stof­fe wie Ka­li­um und Ei­sen. Wäh­rend Ka­li­um vor al­lem für die Re­gu­la­tion des Was­ser­haus­halts und die Funk­tion von Ner­ven und Mus­keln ei­ne Rol­le spielt, trägt Ei­sen zur Blut­bil­dung bei. Al­ler­dings ist Ge­flü­gel im Ver­gleich zu ro­tem Fleisch (z. B. Rind oder Lamm) nur ein mä­ßi­ger Ei­sen­lie­fe­rant.

Dafür überzeugt Häh­nchen­fleisch mit ei­nem wert­vol­len Ge­halt an B-Vi­ta­mi­nen, ins­be­son­de­re Nia­cin (Vi­ta­min B3), Vi­ta­min B1 und Vi­ta­min B2. Die­se Vi­ta­mi­ne sind zen­tral für die Ener­gie­ge­win­nung und tra­gen da­zu bei, dass Koh­len­hy­dra­te, Fet­te und Ei­wei­ße op­ti­mal vom Or­ga­nis­mus ver­wer­tet wer­den kön­nen.

Kulinarische Verwendung:

Hähnchenfleisch ist äußerst viel­sei­tig ein­setz­bar – ob zart ge­bra­ten, aro­ma­tisch ge­grillt, sanft ge­düns­tet oder in Sa­la­ten, Cur­rys, Sup­pen, Asia-Pfan­nen oder Schmor­ge­rich­ten à la »Coq au vin«. Es nimmt Ge­wür­ze und Kräu­ter be­son­ders gut auf und eig­net sich so für leich­te, pro­te­in­rei­che Ge­rich­te, die Ge­nuss und Ge­sund­heit har­mo­nisch ver­bin­den.

Äpfel

– frischer, knackiger Ge­nuss mit wert­vol­len Ballast­stof­fen

Äpfel

Äpfel sind reich an Pektin, ei­nem Ballaststoff, der für un­se­re Darm­ge­sund­heit wich­tig ist. Wie vie­le an­de­re Obst­sor­ten auch be­sit­zen Äp­fel zu­dem ei­nen ho­hen Vi­ta­min-C-An­teil. Das macht sie zwei­fels­frei zu ei­nem ge­sun­den Le­bens­mit­tel.

»An apple a day keeps the doc­tor away.«

Ein Apfel allein – wie wir es von ei­nem al­ten eng­li­schen Sprich­wort her ken­nen – hält je­doch den Doktor nicht fern. Wie im­mer ist es statt­des­sen das Zu­sam­men­spiel ver­schie­de­ner, sich er­gän­zen­der Nähr­stoff­bau­stei­ne, wel­ches uns bei der Er­hal­tung un­se­rer Ge­sund­heit un­ter­stützt. Oder auf den Punkt ge­bracht: eine aus­ge­wo­ge­ne, nicht ein­sei­ti­ge und so­mit ge­sun­de Er­näh­rung.

Butternuss-Kür­bis alias Butter­nut-Kür­bis

– buttrig-nussiger Genuss – leicht, ge­sund und viel­sei­tig in der Kü­che

Butternut-Kürbis

Der bir­nen­för­mi­ge But­ter­nut- (Butternuss-)Kürbis ge­hört zur Fa­mi­lie der Mo­schus­kür­bis­se und zählt zu den be­lieb­tes­ten Spei­se­kür­bis­sen. Sein zar­tes, in­ten­siv oran­ge­far­be­nes Frucht­fleisch zeich­net sich durch ein fei­nes, leicht but­tri­ges und nussi­ges Aro­ma aus, das ihm auch sei­nen Na­men ver­lie­hen hat. Im Ver­gleich zu an­de­ren Kür­bis­sor­ten be­sitzt er ei­ne be­son­ders cre­mi­ge Tex­tur und ei­nen ge­rin­gen Fa­ser­an­teil, was ihn viel­sei­tig in der Kü­che ein­setz­bar macht.

Er­näh­rungs­phy­sio­lo­gisch ist der But­ter­nut-Kür­bis ka­lo­rien­arm und na­tür­lich fett­arm, zu­gleich je­doch reich an wert­vol­len Mi­kro­nähr­stof­fen. Be­son­ders her­vor­zu­he­ben ist sein ho­her Ge­halt an Be­ta-Ca­ro­tin, ei­ner Vor­stu­fe von Vi­ta­min A, das zur Er­hal­tung der Seh­kraft so­wie zur Ge­sund­heit von Haut und Schlei­m­häu­ten bei­trägt. Eben­so ent­hält er nen­nens­wer­te Men­gen an Vi­ta­min C, das das Im­mun­sys­tem un­ter­stützt und als An­ti­oxi­da­tions­schutz wirkt. Er­gänzt wird das Nähr­stoff­pro­fil durch Ka­li­um, das wich­tig für den Elek­tro­lyt­haus­halt und die Mus­kel­funk­ti­on ist, so­wie durch Bal­last­stof­fe, die ei­ne ge­sun­de Ver­dau­ung för­dern kön­nen.

Auch die Ker­ne des But­ter­nut-Kür­bis­ses sind nähr­stoff­reich und ku­li­na­risch wert­voll. Ob roh oder ge­rös­tet, sie liefern pflanz­li­ches Ei­weiß, un­ge­sät­tig­te Fett­säu­ren so­wie Mi­ne­ral­stof­fe und stel­len da­mit ei­ne sinn­vol­le Er­gän­zung ei­ner aus­ge­wo­ge­nen Er­näh­rung dar. Durch sei­ne ge­rin­ge Ka­lo­rien­dich­te und sei­ne gute Sät­ti­gungs­wir­kung gilt der But­ter­nut-Kür­bis zu­dem als idea­le Zu­tat für ei­ne be­wuss­te, fi­gur­ori­en­tier­te Kü­che.

Kulinarische Verwendung:

Ku­li­na­risch über­zeugt der But­ter­nut-Kür­bis durch sei­ne Viel­sei­tig­keit und sei­ne an­ge­nehm cre­mi­ge Kon­sis­tenz. Be­son­ders be­liebt ist er als Ba­sis für fei­ne Kür­bis­sup­pen, die durch sein nussig-but­tri­ges Aro­ma ei­ne na­tür­li­che Tie­fe er­hal­ten. 

Auch im Ofen ge­rös­tet ent­fal­tet er sein vol­les Ge­schmack­s­po­ten­zi­al und eig­net sich her­vor­ra­gend als Bei­la­ge zu Fleisch- oder Fisch­ge­rich­ten. In Wür­fel ge­schnit­ten oder pü­riert lässt er sich zu­dem gut in Pas­ta­ge­rich­te, Ri­sot­to oder Auf­läu­fe in­te­grie­ren. Selbst in der mo­der­nen Kü­che fin­det er Ver­wen­dung in Bowls, Cur­rys oder als ve­ge­ta­ri­sche Füllung. Auch sü­ße Zu­be­rei­tun­gen, et­wa in Ku­chen oder Des­serts, pro­fi­tie­ren von sei­ner na­tür­li­chen Sü­ße und sei­ner wei­chen Tex­tur.

Pastinaken

– sanft süß und nussig – bal­last- und vital­stoff­rei­cher Ge­nuss

Pastinaken

Pastinaken, oft als verges­se­ne Wur­zel im Win­ter·ge­mü­se be­zeich­net, ge­hören zur Fa­mi­lie der Dol­den­blüt­ler und sind eng mit Karot­ten ver­wandt. Be­reits im Mit­tel·al­ter kul­ti­viert, er­freu­ten sie sich als nah­rungs·rei­che, ro­bus­te Kul­tur­pflan­ze gro­ßer Be­liebt­heit, ins­be­son­de­re in käl­te­ren Re­gio­nen, da sie auch Frost gut über­ste­hen. Ih­re leicht süß­li­che, nuss·i­ge No­te macht sie zu ei­ner viel·sei­ti­gen Zu­ta­te in der Kü­che.

Ernährungsphysiologisch punkten Pas­ti­na·ken durch ei­nen ho­hen Ge­halt an kom­ple­xen Koh­len­hy­dra­ten bei gleich­zei­tig mo­de­ra­tem Ka­lo­rien­ge­halt. Sie lie­fern nen­nens­wer­te Men­gen an Bal­last·stof­fen, die die Ver­dau­ung för­dern und ein lang­an­hal­ten­des Sät­ti­gungs·ge­fühl un­ter­stüt­zen. Reich an Vi­ta­min C tra­gen Pas­ti­na·ken zur nor­ma­len Funk­ti­on des Im­mun·sys­tems bei und wir­ken an­ti­oxi­da­tiv auf den Kör­per. Dar­über hin­aus ent­hal­ten sie Fo­l­säu­re, die für Zell·tei­lung und Blut·bil­dung es­sen­ti­ell ist, so­wie Vi­ta­min K, das die Blut·ge­rin­nung un­ter­stützt. Mi­ne­ral­stoff·tech­nisch bie­ten sie Ka­li­um, das den Elek­trolyt·haus­halt re­gu­liert, so­wie Mag­ne­si­um, das für Mus­kel- und Ner­ven·funk­ti­on wich­tig ist.

Kulinarische Verwendung:

Kulinarisch sind Pasti­na·ken äu­ßerst viel·sei­tig ein·setz·bar. Sie las­sen sich rö­sten, düns­ten, pü­rie­ren oder als Sup­pen·ein­la­ge ver­wen­den. In Kom­bi­na­ti­on mit an­de­ren Wur­zel·ge­mü­sen ent­fal­ten sie ei­ne süß­lich-nuss·i­ge Tie­fe, wäh­rend sie in Pü­rees oder Cre­me­sup­pen für samt·i­ge Kon­sis­ten­zen sor­gen. Ob als Bei·la­ge, Haupt·gericht oder Be­stand­teil herz­haf­ter Auf­läu­fe – Pas­ti­na·ken ver­bin­den ge­schmack­li­che Viel·sei­tig­keit mit ei­nem ho­hen Nähr­wert·pro­fil und ste­hen für ei­nen leich­ten, ge­sun­den Ge­nuss.

Räucherspeck

– besser nicht zu oft ge­nießen

Räucherspeck

So lecker er auch ist: Zu oft – im Sin­ne von re­gel­mä­ßig – soll­te man ihn nicht auf sei­nen Spei­se­zet­tel set­zen, da das für die Pö­ke­lung und Kon­ser­vie­rung des Schin­kens ver­wen­de­te Nitrit­pökel­salz auf­grund zahl­rei­cher, in den letzten Jah­ren durch­ge­führ­ter Stu­dien im Ruf steht, in­di­rekt krebs­er­re­gend zu sein. 

Achtung: Nitrite sind toxisch!

Nitrite sind für sich al­lein be­reits für den Men­schen to­xisch, doch da­mit nicht ge­nug. Be­son­ders bei starker Er­hit­zung (z. B. Gril­len) be­güns­tigt Na­tri­um­ni­trit im sau­ren Mi­lieu des Ma­gens die Ent­steh­ung sogenannter »Ni­tro­sa­mi­ne«, die von der Wis­sen­schaft als krebs­er­re­gend ein­ge­stuft wer­den. Oder an­ders for­mu­liert: Wer Le­bens­mit­tel, die mit Ni­tri­tpö­kel­salz halt­bar ge­macht wurden, zu oft kon­su­miert, setzt sich da­mit ei­nem er­höh­ten Krebs­ri­si­ko aus!

Petition: Schluss mit den Nitriten, die unserer Nahrung zugesetzt werden »

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oekotrophologe)