Crema Cata­la­na und Crè­me brû­lée

– zwei Dessertklassiker mit cre­miger Vanille­creme und knus­pri­ger Kara­mell­kruste

Crema Catalana und Crème Brûlée Crema Catalana und Crème Brûlée

französische küche

Crème brûlée und Crema Catalana 

Beide Cremes ge­hören zu den be­kann­tes­ten Des­serts der fran­zö­sischen bzw. spa­ni­schen Kü­che. Beide be­stehen aus einer cre­mi­gen, aro­ma­ti­sier­ten Eier­creme mit einer knus­pri­gen Kara­mell­kruste und sind sich da­mit auf den ersten Blick sehr ähn­lich. Bei den Zu­ta­ten und bei der Zu­be­rei­tung gibt es aller­dings ei­nige Un­ter­schiede.

Wir haben uns deshalb für ein ge­mein­sa­mes Grund­re­zept ent­schie­den, das Ele­mente bei­der Des­sert­klas­siker mit­ein­an­der ver­bin­det. Un­sere Creme wird mit Va­nille, Zimt und fei­nen Oran­gen­zes­ten aro­ma­ti­siert und an­schlie­ßend im Was­ser­bad scho­nend ge­gart. So ent­steht eine wun­der­bar cre­mige Kon­sis­tenz mit einer fei­nen Zi­rus­note.

Gerade nach einem üp­pigen Haupt­gang ist die­ses Des­sert für uns eine schöne Wahl: Die Por­tio­nen las­sen sich gut vor­be­rei­ten und die cremige Kon­sis­tenz wirkt an­ge­nehm leicht, wäh­rend die frisch fi­le­tier­ten Oran­gen für zu­sätz­liche Fruch­tig­keit sor­gen.

Für die knusprige Kara­mell­kruste ver­wen­den wir brau­nen Zucker, den wir mit ei­nem Bu­tan­gas­bren­ner gold­braun kara­mel­li­sie­ren. Das geht schnell und funk­tio­niert be­son­ders zu­ver­läs­sig, ohne dass die Creme un­nötig lange der Hitze aus­ge­setzt wird.

Gernekochen-Weintipp

Zu »Crema Catalana« haben wir ne­ben un­se­rem Lieb­lings-Es­presso ei­nen edel­sü­ßen Weiß­wein ge­nos­sen. Ein­fach mal auf un­se­r Wein­tipp-Icon tip­pen und mehr er­fah­ren. Wir wün­schen wie stets ei­nen gu­ten Ap­pe­tit und: Wohl be­komm's!

Warum Du unser Crema-Catalana-Rezept ausprobieren solltest

  • Zwei Dessertklassiker ver­eint: Unser Grund­rezept verbindet die cremige Textur von Crème brû­lée und Crema Cata­lana mit einer knusprigen Karamell­kruste
  • Aromatische Vanille­creme: Vanille, Zimt und feine Oran­gen­zesten geben der Creme ein an­ge­nehm viel­schich­tiges Aroma
  • Cremige Konsistenz: Durch das schonende Ga­ren im Was­ser­bad wird die Eier­creme be­son­ders zart und gleich­mäßig
  • Knusprige Karamell­kruste: Brauner Zu­cker wird di­rekt vor dem Ser­vie­ren mit dem Bu­tan­gas­bren­ner gold­braun kara­mel­lisiert
  • Fruchtige Orangenfilets: Die frischen Orangen brin­gen eine an­ge­nehme Fruch­tig­keit und bil­den einen schö­nen Kon­trast zur cre­mi­gen Süße
  • Zwei Varianten beim Servieren: Klassisch di­rekt in der Des­sert­form oder et­was raf­fi­nierter auf dem Teller mit Oran­gen­filets und frischer Minze
  • Gut vorzubereiten: Die Cremes können be­reits ei­nige Stun­den vor­her zu­be­rei­tet und ge­kühlt werden; kara­mel­li­siert wird erst kurz vor dem Ser­vie­ren
  • Einfach nachzukochen: Unsere bebilderte Schritt­für­Schritt­an­lei­tung führt auch Koch­an­fän­ger sicher durch die Zu­be­rei­tung

Rezept:
Crema Catalana – katalanische Creme

Zutaten für 4 Personen

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Einkaufszettel:

  • 300 ml Milch
  • 200 ml süße Sahne
  • 5 Eigelb (Hühnereier Größe M)
  • 2 Orangen
  • 2–3 St. Orangenzesten einer unbehandelten 
    Orange (Bio-Orange)

Des weiteren benötigt man:

  • 1/2 Vanilleschote
  • 1 Stange Zimt
  • 50 g weißer Zucker
  • 4 EL brauner Zucker zum karamel­li­sie­ren
  • etwas geriebene Muskatnuss
  • ein paar frische Minzblätter zum Gar­nieren

Zubereitung:

1) Backofen auf 150° Ober-/Unterhitze vorheizen. In der Zwischenzeit ein tiefes Backblech mit Küchenkrepp-Papier zulegen und ca. 2–3 cm hoch mit heißem Wasser befüllen. Blech auf mittlerer Schiene in den Backofen schieben. (Besitzt man kein ausreichend tiefes Backblech, kann man sich auch mit einer Glasschale oder einem anderen Behältnis behelfen.)

2) Mit einem scharfen Messer vorsichtig 2–3 Orangenzesten von der Bio-Orange abschneiden ohne dabei das Weiße der inneren Haut mitzunehmen. Milch und Sahne zusammen mit der Zimtstange, den Orangenzesten und der halben, mit einem scharfen Messer aufgeschlitzten Vanilleschote, in einen Kochtopf geben und auf dem Herd erhitzen. Nach kurzem aufkochen vom Herd nehmen, die Zutaten entfernen und aromatisierte Milch-Sahne-Mischung etwas abkühlen lassen.

3) Mit einem Stabmixer die Eigelbe mit dem Zucker aufschlagen, die abgekühlte Milch-Sahne-Mischung langsam dazu geben und die Cremebasis nach dem Vermengen in sechs dafür geeignete Förmchen oder Schälchen abfüllen. Schälchen vorsichtig so in das Wasserbad auf das Backblech stellen, dass sie zur Hälfte im Wasser stehen. Nun die Masse eine Stunde stocken lassen.

4) Orangen quer legen und links und rechts das untere und obere Ende der Zitrusfrüchte abschneiden. Dann die Früchte hochkant stellen und mit einem mit einem scharfen Kochmesser oder Santoku-Messer die Schale der Haut in einem Bogen von oben nach unten so abschneiden, dass die weiße Haut mit entfernt wird. Dann die Orangen wieder quer legen und vorsichtig die einzelnen Filets aus den Trennhäuten herausschneiden, sprich filetieren.

5) Förmchen aus dem Wasserbad nehmen und die Cremes Catalana etwas abkühlen lassen. Danach die Cremes mit je einem EL braunen Zucker und etwas fein abgeriebener Muskatnuss bestreuen und den Zucker mit einem Butangasbrenner goldbraun karamellisieren. Hat man keinen zur Hand, kann man sich mit dem Ofengrill behelfen. Da der Karamellisiervorgang aber schnell gehen muss, damit die Creme nicht schmilzt, birgt diese Methode die Gefahr, dass man sich die Mühe umsonst gemacht hat.

6) Cremes vorsichtig auf einen Dessertteller stürzen, mit den Orangenfilets umlegen und ein oder zwei Minzblättern garnieren.

Serviertipp:

Wer es klassisch und stilecht mag, ser­viert die Crème brû­lée beziehungsweise Crema Cata­la­na direkt in den Dessert­formen. Für eine et­was auf­wen­di­gere Prä­sen­ta­tion ha­ben wir die Cre­mes auf Vor­speisen­teller ge­stürzt und mit Oran­gen­fi­lets so­wie fri­scher Minze kom­bi­niert. Als Gar­nitur kannst Du zu­sätz­lich ein oder zwei halbe Vanil­le­scho­ten auf den Tel­lern de­ko­rieren.

Nährwert- & Ge­sund­heits­ana­ly­se

von Dipl. Ernährungs­wissen­schaftler Michael Pagelsdorf

Hühnereier

– das unterschätzte Kraftpa­ket im Klein­for­mat

Hühnereier

Hühnereier be­sit­zen durch­schnitt­lich 7 g Pro­te­ine und da­mit ei­nen ho­hen Ge­halt an bio­lo­gisch wert­vol­len Subs­tan­zen. Bio­lo­gisch wert­voll des­halb, da die im Ei ent­hal­te­nen Pro­te­ine ei­nen ho­hen A­nteil an es­sen­ti­ell­en Ami­no­säuren mit ei­nem sehr gu­ten Gleich­ge­wicht auf­weis­en. Der Pro­te­in­ge­halt ei­nes Hüh­ner­eis wird des­halb als Re­fe­renz­wert an­ge­se­hen. Ein Ver­gleich mit an­de­ren Le­bens­mit­teln macht dies deut­lich: Zwei Hüh­ner­ei­er ent­hal­ten die­sel­be Men­ge an Pro­te­in­en wie bspw. 100 g Fisch oder 100 g Fleisch.

Der durchschnittliche Fettgehalt ist mit 7 g ge­nau so hoch wie der Pro­te­in­ge­halt. Es ist vor all­em im Ei­gelb und we­niger im Ei­weiß ent­halten. Bei den Fett­säu­ren im Ei handelt es sich zu zwei Dritteln um un­ge­sät­tig­te Fet­tsäuren.

Etwas in Verruf kam eine Zeit lang der Ver­zehr von Ei auf­grund sei­nes – mit ca. 180 mg – recht ho­hen Cho­les­te­rin­ge­halts, was man je­doch auf keinen Fall über­be­wer­ten soll­te, da solc­he Warnungen und Ein­stu­fun­gen meist ge­wissen Trends un­ter­lie­gen und sich so­mit auch wie­der än­dern kön­nen. Zu­dem be­sit­zen Hüh­ner­ei­er einen ho­hen Vitamin-A-, D- und E-An­teil und ent­hal­ten die Spu­ren­ele­men­te Ei­sen und Zink.

Kulinarische Verwendung:

Hühnereier lassen sich in der Kü­che au­ßer­or­dent­lich viel­sei­tig ein­set­zen und kön­nen so­wohl pur als auch in Kom­bi­na­tion mit an­de­ren Le­bens­mit­teln ge­nos­sen wer­den. Sie eig­nen sich zum Ko­chen, Bra­ten, Po­chieren oder Ba­cken, die­nen als Bin­de­mit­tel, Lo­cke­rungs­mit­tel und Ver­fei­ne­rung in Sau­cen, Auf­läufen und Tei­gen und er­gänzen zahl­rei­che Ge­rich­te auf ein­fa­che und ge­schmack­vol­le Wei­se.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissen­schaftler (Oeko­tropho­loge)

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