Thüringer Rostbratwurst mit Kar­tof­fel­brei und Wir­sing

Thüringer Rostbratwurst mit Kartoffelbrei und Wirsing

Thüringer Rostbratwurst mit Kartoffelbrei und Wirsing

Thüringer Rost­brat­wurst (Thü­rin­ger Ros­ter) ist ei­ne weit über die Re­gion Thü­rin­gens hi­naus be­kann­te und be­lieb­te Wurst­spe­zi­ali­tät. Als Bei­la­ge wird meist Kar­tof­fel­stampf alias »Kar­tof­fel­brei« ge­reicht, den wir in un­se­rer spe­zi­el­len »Ger­ne­ko­chen – Mit Wein ge­nie­ßen-Va­rian­te« noch mit Pas­ti­na­ke ver­fei­nert und Wir­sing kom­bi­niert ha­ben. Die Her­stel­lung der wür­zi­gen Brat­wurst be­sitzt ei­ne jahr­hun­der­te al­te Tra­di­tion. Die Ba­sis­re­zep­tur ist zwar fest de­fi­niert, die ver­wen­de­ten Zu­ta­ten kön­nen aber den­noch leicht va­ri­ie­ren.

So kann in in­di­vi­du­ali­sier­ten Re­zep­tu­ren ne­ben grob ent­fet­te­tem Schwei­ne­fleisch, Schwei­ne­ba­cke oh­ne Schwar­te, auch ent­sehn­tes Kalb- oder Rind­fleisch ent­hal­ten sein. Dies ver­leiht der herz­haf­ten Spe­zi­ali­tät ei­ne be­son­ders wür­zi­ge Ge­schmacks­no­te. Als Ge­würze sind ne­ben Salz und Pfef­fer – je nach re­gio­na­ler Prä­gung – Küm­mel, Ma­jo­ran und/oder Kno­blauch als ty­pi­sche Ge­wür­ze in der Wurst ent­hal­ten. Als Wurst­hül­le ei­ner Ori­gi­nal Thü­rin­ger Rost­brat­wurst wird tra­di­tio­nel­ler­wei­se Na­tur­darm ver­wen­det.

Gernekochen-Weintipp

Gemäß dem Leit­satz der Ana­lo­gie em­pfeh­len wir zu »Thü­rin­ger Rost­brat­wurst mit Kar­tof­fel­brei und Wir­sing« ei­nen fein­fruch­ti­gen, wei­chen Rot­wein aus dem Wein­bau­ge­biet Saa­le-Un­strut in Thü­rin­gen. Ein­­­­fach mal auf un­­­­se­­r »Wein­­­tipp-Ic­on« tip­­pen und mehr er­fah­ren. Wir wün­schen beim Nach­ko­chen wie stets ei­nen Gu­ten Ap­pe­tit und wohl be­komm's!

Rezept Thüringer Rostbratwurst mit Kartoffelbrei und Wirsing

Zutaten für 4 Personen

Für den Einkaufszettel:

  • 4 »Original Thüringer Rostbratwürste« vom Metzger Ihres Vertrauens
  • 750 g mehlig kochende Kartoffeln
  • 1 kleiner Wirsing
  • 250 g Pastinaken
  • 400 ml Rinderfond
    Workshop: Rinderfond selber machen »
  • 2 Zesten Zitronenschale (Bio-Zitrone)
  • 100 ml heiße Milch
  • 40 g Butter

Optional:

  • 1–2 TL Kar­tof­fel­stär­ke

(In einigen Re­gio­nen Deutsch­lands wird dem Kar­tof­fel­brei noch Kar­tof­fel­stär­ke hin­zu­ge­fügt, um ihm ei­ne fes­te­re Kon­sis­tenz und in­ten­si­ve­ren Ge­schmack zu ver­­lei­­hen.)

  • 2 große Gemüsezwiebeln oder
    4 mittelgroße weiße Zwiebeln
  • 1–2 Lorbeerblätter, je nach Größe
  • 4 Pimentkörner
  • etwas Muskatnussabrieb
  • etwas Salz und
  • Pfeffer aus der Mühle

Das benötigt man zusätzlich:

  • Mehl zum Mehlieren der Zwiebelringe

Zubereitung:

1) Pellkartoffeln in kochendem Was­ser mit Küm­mel und Salz – je nach Grö­ße – ca. 20–30 Min. weich­­ko­­chen. Die noch hei­ßen Kar­tof­feln mit ei­nem Kü­­chen­­mes­­ser pel­len. Sitzt die Scha­le noch sehr fest, kann man die quer hal­­bier­­ten Kar­tof­feln al­­ter­­na­­tiv auch mit ei­nem Löf­fel aus­scha­ben.

2) Pastinaken mit einem Sparschäler schälen und in kleine Würfel schneiden. Mit einem scharfen Messer 1–2 Zi­tro­nen­zes­ten aus der Schale schneiden, mög­lichst ohne das Weiß mitzunehmen. Lorbeer und Pimentkörner be­reit­le­gen.

3) Rinderfond in einem un­be­schich­te­ten Topf er­­hit­­zen und Pas­ti­na­ken­wür­fel da­rin mit den Zu­ta­ten weich­­ko­­chen.

4) Pimentkörner, Zesten und Lor­beer ent­fer­nen. Ge­pell­te Kar­­tof­feln hin­zu­fü­gen, zu­sam­men mit den Pas­ti­na­ken grob stamp­fen. Milch und But­­ter mit dem Brei ver­­ar­­bei­­ten. Mit Pfef­fer und Salz so­wie ei­ner Pri­se Mus­­kat­­nuss­­ab­­rieb wür­­zen.

5) Acht Wirsingblätter in sie­den­dem Was­ser 3–4 Min. blan­chie­ren.

6.1) Blanchierte Wir­sing­blät­ter klein schnei­den ...

6.2) ... und mit dem Kar­tof­fel­brei ver­men­gen.

7.1) Zwiebeln pel­len und quer in Rin­ge schnei­den. Zwie­bel­rin­ge »mehlieren«, sprich in Mehl wenden ...

7.2) ... und dann in Butterschmalz auf mittlerer bis hoher Tem­pe­ra­tur knusprig ausbraten.

8) Bratpfanne mit Speck oder But­ter­schmalz aus­rei­ben und mit­tel­stark bis stark er­hit­zen. Thü­rin­ger Rost­brat­würs­te von al­len Seiten bra­ten bis sie gar sind und ei­ne schö­ne Far­be be­kom­men ha­ben.

Nährwert- & Gesundheitsanalyse

Rind- und Kalbfleisch

Außer Schweinefleisch, kann in ei­ni­gen Re­zep­tu­ren auch Rind- und Kalbs­fleisch in Thü­rin­ger Rost­brat­würs­ten ent­hal­ten sein. Neben hochwertigem Eiweiß enthält Rind- wie auch Kalbfleisch die le­bens­wich­ti­gen Vitamine B1, B2, B6 und B12, Mi­ne­ral­stof­fe und Spurenelemente. Bei der Bildung roter Blut­körperchen, spielt das Vitamin B12 eine zentrale Rolle, es kann in nennenswerten Meng­en nur über tie­rische Produkte aufgenommen wer­den, da­ran er­kennt man, dass man bei ei­ner »rein-veganen Er­nähr­ung« nicht mehr von einer – für den Men­schen – aus­ge­wo­ge­nen Er­nähr­ung aus­ge­hen kann. 150 g Lamm- wie auch Rinderfilet kön­nen be­reits den Ta­ges­be­darf eines er­wachs­en­en Men­­schen de­­cken.

Kartoffeln alias »Erdknollen«

Kartoffeln, in bestimmten Regionen Deutschlands sowie einigen Nachbarländern auch als »Erdäpfel« oder »Grund­bir­nen« bzw. »Grum­beeren« (Pfalz)) und wei­te­ren Regionalnamen bekannt, ge­hö­ren wie auch Tomaten und Paprika zur Familie der Nacht­schat­ten­ge­wäch­se.

Gemäß statistischen Umfragen ist die Knol­len­frucht nach wie vor der Deutschen liebste Beilage und das ist auch gar nicht schlecht.

Kartoffeln sind vitamin- und mineralstoffreich und da­bei noch kalorienarm. Vor allem das Vitamin-C ist in nen­nens­wer­ten Men­gen in der Nutzpflanze enthalten. Des Weiteren be­sit­zen die Knollen ei­nen hohen Eiweißanteil, der in Kom­bi­na­tion mit den in unserem Rezept ver­wen­de­ten Eiern sehr gut von unserem Or­ga­nis­mus re­sor­biert und in körpereigenes Eiweiß trans­for­miert werden kann.

Gekochte Kartoffeln wirken sich allerdings stark auf den Blutzucker aus, da die Stärke durch den Koch­vor­gang als nahezu reine Glucose im Dünn­darm auf­ge­nom­men wird.

Lässt man die Kartoffel nach dem Kochvorgang er­kal­ten und verarbeitet sie dann erst weiter, bildet sich eine »re­sis­ten­te Stärke«, die sich wesentlich güns­ti­ger auf den Blutzuckerspiegel auswirkt. So wer­den z. B. Bratkartoffeln klas­si­scher­wei­se aus ER­KALTETEN Kartoffeln hergestellt.

Wirsing

Wirsing oder Wirsingkohl, re­gio­nal auch un­ter Welsch­kohl, Wir­sching oder Scha­vur be­kannt, ist ei­n Ge­mü­se­kohl und ge­hört zur Gat­tung der Kreuz­blüt­ler. Ge­gen­über den eben­falls be­lieb­ten Weiß- oder Spitz­kohl­va­rian­ten be­sitzt er ge­kräu­sel­te Blät­ter, die ins­be­son­de­re Ein­töp­fen und Sup­pen ei­nen herz­haf­ten Ge­schmack ver­lei­hen.

Wir­sing­kohl ver­fügt über zahl­rei­che wert­vol­le In­halts­stof­fe, die un­se­ren Or­ga­nis­mus da­bei hel­fen ge­sund zu blei­ben.

So verfügt der kalorien- und fett­ar­me Kohl über ei­nen be­son­ders ho­hen An­teil an Fol­säu­re. Das Vi­ta­min hat ei­ne po­si­ti­ve Wir­kung auf Wachs­tum und Zell­tei­lung, bringt al­so un­se­ren Or­ga­nis­mus in Schwung. Auch Vi­ta­min C ist reich­lich in Wir­sing ent­hal­ten. Vi­ta­min C wirkt an­ti­oxi­dan­tisch und schützt un­se­ren Or­ga­nis­mus da­durch vor Zell­schä­den. Vor al­lem aber, ist Vi­ta­min C be­kannt für die Stär­kung un­se­res Im­mun­sys­tems. In ge­rin­ge­rem Ma­ße, fin­det sich auch das Vi­ta­min B6 in dem Ge­mü­se, wel­ches ei­ne po­si­ti­ve Wir­kung auf un­se­ren Stoff­wech­sel und un­ser Ner­ven­sys­tem be­sitzt.

An Mineralstoffen sind Ka­li­um so­wie in klei­ne­ren Men­gen Mag­ne­si­um und Cal­ci­um in Wir­sing ent­hal­ten. Cal­ci­um ist ein wich­ti­ger Bau­stein für die Ge­sund­er­hal­tung von Kno­chen und Zäh­ne. Mag­ne­si­um ist wie kaum ein an­de­rer Mi­ne­ral­stoff ein es­sen­ti­el­ler Bau­stein zum Er­halt le­bens­wich­ti­ger Kör­per­funk­tio­nen wie die Herz­tä­tig­keit. Zu­dem trägt Mag­ne­si­um in ho­hem Ma­ße zum Er­halt un­serer Ner­ven- und Mus­kel­zel­len sowie Kno­chen und Zäh­ne, um nur ein paar sei­ner po­si­ti­ven Ei­gen­schaf­ten zu nen­nen.

Zwiebeln bzw. Schalotten

Zwiebeln und der mit ihr verwandte Knoblauch sind beide ein natürliches Antibiotikum und be­kämp­fen wirksam schädliche Pilze und krank­heits­er­re­gen­de Mi­kro­or­ga­nis­men. Die Zwiebel ist eng mit dem Knoblauch verwandt und besitzt ge­gen­über die­sem eine mildere Wirkung. Die Kom­bi­na­tion der Bei­den, bringt ein starkes Duo hervor. Beide enthalten wertvolle An­ti­oxi­dan­tien, die als Fänger »Frei­er Ra­dikaler« unseren Or­ga­nis­mus dabei helfen, gesund zu bleiben.

Die zur Gattung der Liliengewächse gehörenden Pflanzen verfügen zudem über einen ho­hen Vi­ta­min- und Mi­ne­ral­stoff­ge­halt, von dem wir eben­falls gesundheitlich profitieren. Enthalten sind die Vitamine B1, B2 und B6 sowie die Vi­ta­mi­ne C und E. Außer den Mi­ne­ral­stof­fen Salz, Eisen, Zink und Magnesium, sind noch eine ganze Reihe weiterer Mineralstoffe in Zwiebeln ent­hal­ten, sodass man beide Pflan­zen durchaus als hoch­wer­ti­ge Mi­ne­ral­stoff-Lie­fe­ran­ten be­zeich­nen kann.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oekotrophologe)

Kerntemperaturen und »Slow Cooking« – der neue (alte) Trend

– durch ein Braten-Kern­ther­mo­me­ter Fleisch und Fisch op­ti­mal ga­ren

Die wich­tigs­ten Gar­gra­de und de­ren em­pfoh­le­ne Kern­tem­pe­ra­tu­ren. So ga­ren Sie Rind, Kalb, Lamm, Wild, Schwein, Fisch und Ge­flü­gel per­fekt auf den Punkt. Wis­sens­wer­tes über: »Slow Coo­king – der neue (alte) Trend« und wert­vol­le Hin­ter­grund­in­fos zum The­ma Lang­zeit­ga­ren er­gän­zen un­se­ren Bei­trag.

Kerntemperaturen u. Slow Cooking

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